Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Haftung des Verkäufers beim Grundstückskauf
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Haftung des Verkäufers beim Grundstückskauf
 
Autor Nachricht
malei
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 19.03.2012
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 19 März 2012 - 21:14:34    Titel: Haftung des Verkäufers beim Grundstückskauf

Hallo,
meine Frage betrifft den Fall, dass der Verkäufer bei einem Grundstückskauf ein Gutachten vorliegt, dass aufgrund seiner eigenen fehlerhaften Angaben ggü dem Gutachter den Wert des Grundstücks zu hoch angibt. Nun verlangt der Käufer Schadensersatz.
Man würde ja nun prüfen:
Anspruch aus §§ 311a II, 437 Nr. 3 BGB: hier (-), da der Wert nicht Gegenstand einer Beschaffenheitsvereinbarung sein kann und auch die Verwendbarkeit des Grundstücks nicht beeinträchtigt.

Anspruch aus §§ 280 I, 311 II, 241 II BGB (c.i.c.): hier (+) wegen falscher Angabe des Grundstückswert (keine Konkurrenz zum Gewährleistungsrecht, da Mangel (-)).

Meine Frage nun: könnte man hier nun auch einen Anspruch des Käufers aus § 311a II BGB (allg. Leistungsstörungsrecht) prüfen wegen anfänglicher Unmöglichkeit der Übertragung des Grundstücks zu dem im Gutachten angegebenen Wert? (eine Verdrängung des Gewährleistungsrechts müsste hier ja eigentlich ausscheiden, da Mangel hier (-))

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.
malei
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 19.03.2012
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 22 März 2012 - 02:14:48    Titel:

Hallo,
vielleicht wird mein Anliegen ja etwas deutlicher, wenn ich meine Frage umformuliere:
Im Kern geht es um die Frage, welche Anprüche der Käufer hat, wenn ihn der Verkäufer über den Wert der Kaufsache (behaupteter Wert 1.000.000€, tatsächlicher Wert 600.000€) täuscht. Dabei gehe ich davon aus, dass nicht nur die Kaufsache an sich, sondern auch ihr vorgetäuschter Wert Vertragsgegenstand geworden sind. Der Verkäufer schuldet demnach nicht nur das Grundstück an sich, sondern auch das Grundstück zum Wert von 1.000.000€. Da der Wert selbst keine Beschaffenheit der Kausache ist, scheiden Gewährleistungsansprüche aus. Gibt es dann neben der c.i.c. noch weitere Ansprüche aus denen der Käufer Schadensersatz verlangen kann?? Immerhin wurde der Wert ja vertraglich vereinbart und ist somit Teil der Leitungspflicht, auch wenn er nicht Teil der Beschaffenheit ist. Muss es dann nicht auch außerhalb des Gewährleistungsrechts noch einen Anspruch auf Schadensersatz (statt der Leistung) geben??
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Haftung des Verkäufers beim Grundstückskauf
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum