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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 13:32:09 Titel: |
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Sofern nur die Beziehung der Grund sein sollte, kann ich deine Fragen durchaus verstehen.
Aber dies kann ich mir nicht vorstellen; wie gesagt, diese Erkenntnisse sind den relevanten Stellen seit letztem Jahr bekannt. Wären diese ausschlaggebend, hätte man sie gar nicht erst nominiert...
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 13:42:22 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Sofern nur die Beziehung der Grund sein sollte, kann ich deine Fragen durchaus verstehen.
Aber dies kann ich mir nicht vorstellen; wie gesagt, diese Erkenntnisse sind den relevanten Stellen seit letztem Jahr bekannt. Wären diese ausschlaggebend, hätte man sie gar nicht erst nominiert...
Cyrix |
http://www.wiedenroth-karikatur.de/KariAblage201208/20120802_Olympia_London_Flaggenskandal.jpg
Es geht nicht um Nadja Drygalla, es geht um ein fälliges Ereignis im Kampf gegen rechts.
Gaaanz großes Kino und gaaanz viel Beifall also an die aufmerksamen Macher dieser Story und Beteiligten.
Ich hoffe, ihr seid stolz auf Euch!
Interessant und zugleich bezeichnend der pawlowsche Effekt mit dem unsere Einheitspresse "das Ereignis" ohne zu hinterfragen weiterleitet und die junge Frau diskreditiert!
Wie du zurecht bemerkst, sind "die Fakten" schon länger bekannt.
Warum und vor allem von wem wurden die jetzt aus der Schublade geholt?
Frage dich, wem es nützt und du kommst ganz allein auf die Antwort.
Eine Methode, um politische Gegner zum Schweigen zu bringen. Mielke hätte es nicht besser gekonnt. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 13:53:53 Titel: |
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Ich behaupte, hier wird (noch) nicht alles offen kommuniziert. Keine Ahnung, was die Verantwortlichen jetzt und nicht schon bei der Nominierung so wuschig macht...
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 14:01:30 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Ich behaupte, hier wird (noch) nicht alles offen kommuniziert. Keine Ahnung, was die Verantwortlichen jetzt und nicht schon bei der Nominierung so wuschig macht...
Cyrix |
Warum so kryptisch und verschwörerisch?
Schlimm genug und auch wiederum bezeichnend, dass die Einheitsmedien alle von einem "NAZI-Verdacht" schreiben und sprechen.
Die inflationäre Verwendung des Begriffes "Nazi", nimmt skurile Formen an.
Wir halten noch mal fest.
Der jungen Sportlerin wird lediglich vorgeworfen, eine partnerschaftliche Beziehung zu einem NPD-Funktionär zu unterhalten.
Sie selbst hat sich weder mit NS-Symbolen oder durch diesbezügliche Äußerungen bei den olympischen Spielen betätigt.
Der Umstand, dass ihr Freund "rechte Gedanken" hegt, ist der einzige Grund für diese mediale Aufruhr und ihre "freiwillige" vorzeitige Abreise, das Durchschnüffeln(Prüfen) ihres privaten Umfeldes und der medialen Zerstörung ihrer Person.
Einfach nur noch lächerlich, wie man sich in den Augen der "linksgrünen Journallie zum "Nazi-Verdächtigen" qualifiziert. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 14:20:18 Titel: |
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| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
Warum so kryptisch und verschwörerisch?
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Sorry, aber jetzt machst du dich lächerlich. Du siehst doch hinter allem eine Verschwörung gegen die "schweigende Masse", die ja die gleichen Ansichten wie du vertritt; so deine Behauptungen jedenfalls...
| Zitat: |
Schlimm genug und auch wiederum bezeichnend, dass die Einheitsmedien alle von einem "NAZI-Verdacht" schreiben und sprechen.
Die inflationäre Verwendung des Begriffes "Nazi", nimmt skurile Formen an.
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"Einheitsmedien"; aha. Als ob Axel-Springer, Bertelsmann-, oder die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ein großer Klumpen wären, die zentral von einer kleinen Riege gesteuert werden. Sorry, wie war das mit Verschwörungstheorien?
@Neonazi (so die Bezeichnung, die mir in verschiedenen Artikeln begegnet ist): Die Bezeichnung für einen gewaltbereiten und gewalttätigen NPD-Funktionär ist wohl aufgrund der Ideologie angebracht und gerechtfertigt. Da ist nichts inflationäres dabei; die NPD vertritt nun einmal neo-nazistische Ideologien, wie du auch hier im Thread nachlesen kannst.
| Zitat: |
Der jungen Sportlerin wird lediglich vorgeworfen, eine partnerschaftliche Beziehung zu einem NPD-Funktionär zu unterhalten.
Sie selbst hat sich weder mit NS-Symbolen oder durch diesbezügliche Äußerungen bei den olympischen Spielen betätigt.
Der Umstand, dass ihr Freund "rechte Gedanken" hegt, ist der einzige Grund für diese mediale Aufruhr und ihre "freiwillige" vorzeitige Abreise, das Durchschnüffeln(Prüfen) ihres privaten Umfeldes und der medialen Zerstörung ihrer Person.
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Ob ihr lediglich dies vorgeworfen wird, weißt du und weiß ich nicht. Es ist nicht mehr öffentlich kommuniziert worden, aber da kann durchaus intern deutlich mehr relevant gewesen sein, was jetzt (z.B. auch zum Schutz der Persönlichkeit der beteiligten Personen) nicht breit getreten wird...
@Aufruhr: Die ist doch weniger ihrer Beziehung geschuldet, sondern eher, dass sie aus dem olympischen Dorf geworfen wurde. Sonst wäre das keine Schlagzeile wert.
| Zitat: |
Einfach nur noch lächerlich, wie man sich in den Augen der "linksgrünen Journallie zum "Nazi-Verdächtigen" qualifiziert. |
Du magst Verschwörungstheorien, oder?
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 14:29:37 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Ob ihr lediglich dies vorgeworfen wird, weißt du und weiß ich nicht. Es ist nicht mehr öffentlich kommuniziert worden, aber da kann durchaus intern deutlich mehr relevant gewesen sein, was jetzt (z.B. auch zum Schutz der Persönlichkeit der beteiligten Personen) nicht breit getreten wird...
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Was soll da noch geschützt werden?
Sie wurde von 0 auf 100 weltweit zur NAZI-BRAUT abgestempelt.
Völlig egal ob und wie das eventuell mal dementiert oder relativiert wird.
| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Du magst Verschwörungstheorien, oder?
Cyrix |
Tausche "NPD-Funtionärs-Freundin" einfach mit "Freundin eines militanten LinksAutonomen" aus und schau dir deine Argumentation noch einmal an!  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 14:36:08 Titel: |
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Sorry, aber wer sich mit einem Parteifunktionär welcher Partei auch immer liiert, weiß sehr genau, dass er damit in gewisser Weise in der Öffentlichkeit steht und der entsprechenden Partei zugerechnet wird... Das ist kein Argument.
Nochmal: Die Tatsache, dass sie diese Beziehung führt, ist schon lange bekannt, da muss sie nicht für "gebrandmarkt" werden. Neu ist aber der öffentlich bekannte Fakt, dass sie jetzt aus dem olympischen Dorf geflogen ist. Und da diese neue Qualität offenbar eine Ursache hat, über die wir hier nur spekulieren können (und von der du meinst, dass es sie nicht gäbe; woher du dafür die Gewissheit nimmst, hast du noch nicht darlegen können), - und nur diese neue Qualität hat Nachrichtenwert - lohnt es sich nicht, diesen Disput hier weiter zu führen.
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 14:50:15 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
| Sorry, aber wer sich mit einem Parteifunktionär welcher Partei auch immer liiert, weiß sehr genau, dass er damit in gewisser Weise in der Öffentlichkeit steht und der entsprechenden Partei zugerechnet wird... Das ist kein Argument. |
Es ist also völlig egal, mit welchen Personen des bundesrepublikanischen in Parlamenten vertreten Parteienspektrums sich eine Person des öffentlichen Lebens/Spitzensportler" liiert"? Sie wird immer mit dieser Partei und ihren Positionen gleichgesetzt?
Alles klar. Der war gut. Der Witz des Tages geht an dich.
| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Nochmal: Die Tatsache, dass sie diese Beziehung führt, ist schon lange bekannt, da muss sie nicht für "gebrandmarkt" werden. Neu ist aber der öffentlich bekannte Fakt, dass sie jetzt aus dem olympischen Dorf geflogen ist.
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Die "neue Qualität" ist einzig, Angst unter Leuten zu schaffen, die vorhaben, "Beziehungen zu derartigen Personen" zu knüpfen.
Das hat System ... seit 1933 ununterbrochen. Mal subtil ... mal brachial. Die Amplitude erreicht derzeit gerade mal wieder Maximalausschlag.
| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
| Und da diese neue Qualität offenbar eine Ursache hat, ... lohnt es sich nicht, diesen Disput hier weiter zu führen. |
Das übliche Schwanzeinziehen, wenn die Argumente ausgehen.
Es gibt keine "neue Qualität" oder "Ursache". Falls du es noch nicht bemerkt haben solltest, der DOSB rudert gerade zurück und stellt sich hinter die Sportlerin.
| Zitat: |
| "Man muss differenzieren", sagte Vesper. Für ihn gehe es immer um die Person selbst, nicht um ihr Umfeld. Man würde Menschen Unrecht tun, wenn man sie durch andere Menschen aus ihrem Umfeld definieren würde. "Für uns ist ihre Beziehung nicht der entscheidende Punkt", sagte er. Entscheidend sei, wie sie selber denke und zu demokratischen Grundsätzen stehe - und aus dem Gespräch habe er keinen dagegensprechenden Eindruck gewonnen. |
Egal. Das Zeichen ist gesetzt und das Ziel derer, die das iniziiert haben, Angst zu verbreiten, erreicht.
Bezeichnend wiederum deine Versuche, die Geschichte so zurechtzubiegen, dass es "schon irgendwie gerechtfertigt" ist.
So funktionieren Mitläufer in Diktaturen. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..."
Zuletzt bearbeitet von Filzstift am 03 Aug 2012 - 15:14:38, insgesamt einmal bearbeitet |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 15:07:38 Titel: |
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Genau. Doris Schröder-Köpf wurde auch dafür gebrandmarkt, als sie Gerhard Schröder geheiratet hat. Man könnte meinen, wenn man mit jemandem eine Beziehung führt, man auch in vielen Dingen ähnliche Interessen hat. Aber nein, Flizstift natürlich nicht; er ist bestimmt mit einer Bleistiftin liiert...
@Schröder-Köpf: Oh, Moment: Sie ist ja sogar SPD-Mitglied und bewirbt sich für ein Landtagsmandat für den nächsten niedersächsischen Landtag?! Vielleicht hat sie ja doch ähnlich Ansichten wie ihr Mann und genoss auch die mediale Aufmerksamkeit, die sie durch ihn und ihre Beziehung/ Ehe hatte...
Hui... Und dann der dritte Reich-Vergleich. Klar, dass du keine Verschwörungstheorien baust; du lebst in einer.
Cyrix _________________ Die Wurzel
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 15:20:04 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Genau. Doris Schröder-Köpf wurde auch dafür gebrandmarkt, als sie Gerhard Schröder geheiratet hat. Man könnte meinen, wenn man mit jemandem eine Beziehung führt, man auch in vielen Dingen ähnliche Interessen hat. Aber nein, Flizstift natürlich nicht; er ist bestimmt mit einer Bleistiftin liiert...
@Schröder-Köpf: Oh, Moment: Sie ist ja sogar SPD-Mitglied und bewirbt sich für ein Landtagsmandat für den nächsten niedersächsischen Landtag?! Vielleicht hat sie ja doch ähnlich Ansichten wie ihr Mann und genoss auch die mediale Aufmerksamkeit, die sie durch ihn und ihre Beziehung/ Ehe hatte...
Hui... Und dann der dritte Reich-Vergleich. Klar, dass du keine Verschwörungstheorien baust; du lebst in einer.
Cyrix |
Frau Schröder-Köpf war schon vor ihrer "Schröderzeit" politische Journalistin.
Sie mit dieser Vorgeschichte und als Frau des ehemaligen Bundeskanzlers mit einer 23-jährigen Sportlerin zu vergleichen, die einen Lokalpolitiker liebt ...
Lass es lieber!
Deinen bisherigen guten Ruf hier musst du nicht so sinnlos aufs Spiel setzen.  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 15:32:26 Titel: |
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| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
| Tausche "NPD-Funtionärs-Freundin" einfach mit "Freundin eines militanten LinksAutonomen" aus und schau dir deine Argumentation noch einmal an! |
Als Linksradikaler sollte man schon wenigstens "militant" sein, wohingegen als Rechter schon eine Funktionärstätigkeit bei einer demokratischen Partei reicht? |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 03 Aug 2012 - 15:37:43 Titel: |
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| Julius_Dolby hat folgendes geschrieben: |
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
| Tausche "NPD-Funtionärs-Freundin" einfach mit "Freundin eines militanten LinksAutonomen" aus und schau dir deine Argumentation noch einmal an! |
Als Linksradikaler sollte man schon wenigstens "militant" sein, wohingegen als Rechter schon eine Funktionärstätigkeit bei einer demokratischen Partei reicht? |
Ist es etwa nichts so? Wobei auch das für die "Freundin eines militanten LinksAutonomen" immer noch keinen Grund darstellen würde, aus dem Olympiakader geschmissen zu werden, da sich ihr Freund sicherlich im "breiten Bündnis gegen rechts" engagiert.
Fragt sich nur was mit Sportlern passiert, die eventuell einen stalinistischen STAHSIE DDR-Vater/Opa haben und sich nicht von diesem distanzieren.
Petra Pau ist ja gerade auf diesen Zug durchs Sommerloch aufgesprungen und sollte sich das mal fragen lassen.
In Hinblick auf die nächsten olympischen Spiele sollten jetzt schon die persönlichen Umfelder aller eventuellen Teilnehmer ausgeleuchtet und dauerhaft überwacht werden. Nicht auszumalen wenn sich da wieder Nahtsies einschleichen ...
Werden politische Einstellungen zur Grundlage der Teilnahme an Sportwettkämpfen demnächst für alle oder nur für Bio-Deutsche(als potentielle Träger des NahtsieGens)überprüft?
Dürften unter diesen Voraussetzungen nicht alle Sportler aus Diktaturen und islamischen Staaten ausgeschlossen werden? Würde z.B. die Kopftuch-Judoka oder Vormund vor ihrem Kampf befragt, ob sie allen Aussagen des Koran zustimmt oder wurde sie gezwungen, den schlimmen Suren abzuschwören?
Die Schlussfolgerung ist eine sich anbahnenden BRDDR – ein Staat, in dem Gesinnungsschnüffelei darüber bestimmt, wer einen Arbeitsplatz bekommt, Sport treiben darf, womöglich Sozialhilfe bekommt usw. all das steht künftig nur noch Bürgern mit der “richtigen” Gesinnung zu! _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Issomad Full Member


Anmeldungsdatum: 13.05.2012 Beiträge: 184
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Verfasst am: 04 Aug 2012 - 15:14:33 Titel: |
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Immer den Ball flach halten ...
Die Athletin ist weder aus dem Olympiakader geflogen, noch ist sie des olympischen Dorfes verwiesen worden ...
Ihre Wettkämpfe waren beendet und sie ist vielmehr vor der Medienhetze geflüchtet und wollte sich nicht auf weitere endlose und fruchtlose Diskussionen einlassen, wie das z.B. auch in diversen Foren betrieben wird ...
Dass sie angesichts der Schlagzeilen zu einem Gespräch geladen wird, ist doch ganz normal und es gibt keinen Nachweis dafür, dass sie zu irgendetwas gezwungen wurde ... |
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Aristoteles1 Junior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 51
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Verfasst am: 05 Aug 2012 - 12:36:16 Titel: |
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Ein Kampfverein wie die NPD muß man zunächst kontrollieren.
Da sind viele Hetzer und Verbrecher, Gescheiterte drin, die versuchen
über die Nationale Karte zurück in die Gesellschaft zu finden.
Nicht jedes NPD Mitglied ist schlecht.
Die Tauglichen 20% raussuchen und weg damit.
Wir finden was besseres.
Die Extremnationalismen passen nicht in das Eurasiche Jahrhundert. |
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Aristoteles1 Junior Member


Anmeldungsdatum: 03.08.2012 Beiträge: 51
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Verfasst am: 05 Aug 2012 - 12:37:36 Titel: |
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[quote="Julius_Dolby"][quote="Filzstift"]Tausche "NPD-Funtionärs-Freundin" einfach mit "Freundin eines militanten LinksAutonomen" aus und schau dir deine Argumentation noch einmal an![/quote]
Als Linksradikaler sollte man schon wenigstens "militant" sein, wohingegen als Rechter schon eine Funktionärstätigkeit bei einer demokratischen Partei reicht?[/quote]
Ein Linksradikaler hat nicht sechs Mio. Juden vergast.
Dein Vergleich hinkt und stinkt. |
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Justav Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006 Beiträge: 2683
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Verfasst am: 05 Aug 2012 - 14:03:54 Titel: |
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| Zitat: |
Die Tauglichen 20% raussuchen und weg damit.
Wir finden was besseres.
Die Extremnationalismen passen nicht in das Eurasiche Jahrhundert. |
Hmmmm. Ist in Deutschland denn Raum für eine "gesellschaftstaugliche" Rechte Partei ohne Extremnationalisten?
1.) Wie könnte eine solche Partei sich von den Extremen abgrenzen?
2.) Wie könnte eine solche Partei es erreichen, nicht von der Gesellschaft auch in die extreme Ecke gedrängt zu werden?
Ehrlich gesagt ich weiß weder ob wir das brauchen, noch ob wir das wollen. Wird die Zeit wohl zeigen...
| Zitat: |
| Ein Linksradikaler hat nicht sechs Mio. Juden vergast. |
Hat das denn ein heute lebender Rechtsradikaler? Ich will jetzt gar nicht von Mao und Stalin anfangen. Fakt ist, dass sowohl linksradikale als auch rechtsradikale Strömungen gefährlich sind und eigentlich in der Gesellschaft nichts zu suchen haben. Dennoch sollte eine Demokratie stabil genug sein, sie solange zu tolerieren, bis sie von sich selbst aus straffällig oder radikal werden. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 05 Aug 2012 - 18:47:24 Titel: |
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| Aristoteles1 hat folgendes geschrieben: |
Ein Linksradikaler hat nicht sechs Mio. Juden vergast.
Dein Vergleich hinkt und stinkt. |
so ein bedeutend klingender Nickname ... und dann in der Schule nicht aufgepasst
http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schwarzbuch_des_Kommunismus#Liste_von_Opferzahlen_und_Massenverbrechen _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 05 Aug 2012 - 19:29:37 Titel: |
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Jugendradio FRITZ des RBB verkündet soeben, dass Nadja Drygalla hochnotpeinlich geschworen habe, "kein rechtes Gedankengut mehr zu haben".
| Zitat: |
Fritz Info Nachrichten vom 05.08.2012 um 18:29 Uhr
Ruderin Nadja Drygalla will Karriere fortsetzen
Die deutsche Olympia-Ruderin Nadja Drygalla hat sich von rechtsextremem Gedankengut distanziert. Die 23-jährige sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, ihr Freund habe mit der rechtsextremen Szene im Mai gebrochen. Drygalla will ihre Karriere fortsetzen. Die Rostocker Ruderin steht in der Kritik, weil ihr Freund in der Vergangenheit für die NPD aktiv war. Als das öffentlich wurde, hatte Drygalla am Donnerstag das Olympische Dorf in London verlassen.
http://www.fritz.de/neues_wort/nachrichten/nachrichten/index.html
|
Wie überprüft man das eigentlich im Jahr 2012?
Bei solch einer Hexenjagd blieb der 23jährigen auch nichts weiter übrig, als Abzuschwören.
Alternative: Lobotomie?
Und wen interessiert dabei eigentlich noch Artikel 3 (3) unseres Grundgesetzes?
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
Huch!!
Habe ich ewa gerade Neger oder Zigeuner gedacht ... ?
Ein orwellsches Gedankenverbrechen?
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei!
Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still’,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
ich spotte der Pein
und menschlicher Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen,
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
Hoffmann von Fallersleben
Frage in die Runde- wie erkennt man linkes oder rechtes Gedankengut?
Oder wie würdet ihr diese neudeutsche Phrase der politischen Korrektheit erklären? _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 07 Aug 2012 - 20:45:10 Titel: |
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| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
Jugendradio FRITZ des RBB verkündet soeben, dass Nadja Drygalla hochnotpeinlich geschworen habe, "kein rechtes Gedankengut mehr zu haben".
| Zitat: |
Fritz Info Nachrichten vom 05.08.2012 um 18:29 Uhr
Ruderin Nadja Drygalla will Karriere fortsetzen
Die deutsche Olympia-Ruderin Nadja Drygalla hat sich von rechtsextremem Gedankengut distanziert. Die 23-jährige sagte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur, ihr Freund habe mit der rechtsextremen Szene im Mai gebrochen. Drygalla will ihre Karriere fortsetzen. Die Rostocker Ruderin steht in der Kritik, weil ihr Freund in der Vergangenheit für die NPD aktiv war. Als das öffentlich wurde, hatte Drygalla am Donnerstag das Olympische Dorf in London verlassen.
http://www.fritz.de/neues_wort/nachrichten/nachrichten/index.html
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Wie überprüft man das eigentlich im Jahr 2012?
Bei solch einer Hexenjagd blieb der 23jährigen auch nichts weiter übrig, als Abzuschwören.
Alternative: Lobotomie?
Und wen interessiert dabei eigentlich noch Artikel 3 (3) unseres Grundgesetzes?
Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
Huch!!
Habe ich ewa gerade Neger oder Zigeuner gedacht ... ?
Ein orwellsches Gedankenverbrechen?
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei!
Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still’,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!
Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
ich spotte der Pein
und menschlicher Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!
Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen,
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
Hoffmann von Fallersleben
Frage in die Runde- wie erkennt man linkes oder rechtes Gedankengut?
Oder wie würdet ihr diese neudeutsche Phrase der politischen Korrektheit erklären? |
ich glaub auch langsam ich bin im falschen Film...
http://www.welt.de/politik/deutschland/article108514191/Praeses-Schneider-fordert-Reue-von-Nadja-Drygalla.html
heißt das künftig, dass jeder meiner Sexualpartner nun liberales Gedankengut in sich trägt? Sind wir am Ende bereits alle mit diversen Parteiideologien infiziert? Sollte man da nicht sicherheitshalber eine äußerliche Kennzeichnung für Parteimitglieder vorschreiben?
Wer sind in Deutschland eigentlich die Nazis im Geiste? _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 07 Aug 2012 - 21:36:35 Titel: |
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| Zitat: |
| Präses Schneider fordert Reue von Nadja Drygalla |
Welch Glück für Drygalla, dass er nicht mit dem Scheiterhaufen oder Teufelsaustreibung gedroht hat.
Ein Indiz dafür, wie krank unser Gutmenschentum ist und dass es wohl seinen Zenit erreicht hat.  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 07 Aug 2012 - 23:28:09 Titel: |
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Nach aktueller Faktenlage muss ich mich allerdings doch revidieren: Soweit mittlerweile verbreitet wird, gab es keine weiteren Vorkommnisse, sondern der DOSB stellt sich auf dem Standpunkt erst plötzlich von eben jener Beziehung erfahren zu haben.
Wenn dem so ist, dann spricht dies nicht für den DOSB. Denn - Klärungsbedarf hin oder her - nach den offiziellen Verlautbarungen (insbesondere dem Bekenntnis Drygallas zu den olympischen Werten) gab es keinen Grund ihr offenbar mehr oder minder direkt nahe zu legen das olympische Dorf zu verlassen. Schließlich war nicht ihr Freund, sondern sie die betreffende Person.
@Filzstift: Dein Bezug auf den Gleichbehandlungsgrundsatz greift hier nicht; jedenfalls nicht so, wie du es gerne hättest. Denn insbesondere für den Herrn an ihrer Seite, der den "Nationalsozialisten Rostock" angehört(e) und auch gewaltbereit sei, kann man wohl recht deutlich festmachen, dass dieser wohl nicht die olympischen Werte des gemeinsamen Miteinanders vertritt, und so also auch kaum dann als Olympionik auftreten sollte.
Nun ging es hier aber nicht um ihn, sondern seine Freundin. Aus der Beziehung lassen sich Vermutungen ableiten, dass sie im gleichen Umfeld sich bewegt. Ist dem so, hat sie tatsächlich bei Olympia nichts zu suchen. Insofern ist es richtig das Gespräch von offizieller Seite mit ihr zu suchen. Schenkt man allerdings ihren Aussagen, dass sie damit nichts zu tun hat Glauben (und solange nichts dagegen spricht, sollte man das), so gibt es auch keinen Grund sie so vorzuführen...
Cyrix _________________ Die Wurzel
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 10:02:07 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Nach aktueller Faktenlage muss ich mich allerdings doch revidieren: Soweit mittlerweile verbreitet wird, gab es keine weiteren Vorkommnisse, sondern der DOSB stellt sich auf dem Standpunkt erst plötzlich von eben jener Beziehung erfahren zu haben.
Wenn dem so ist, dann spricht dies nicht für den DOSB. Denn - Klärungsbedarf hin oder her - nach den offiziellen Verlautbarungen (insbesondere dem Bekenntnis Drygallas zu den olympischen Werten) gab es keinen Grund ihr offenbar mehr oder minder direkt nahe zu legen das olympische Dorf zu verlassen. Schließlich war nicht ihr Freund, sondern sie die betreffende Person.
@Filzstift: Dein Bezug auf den Gleichbehandlungsgrundsatz greift hier nicht; jedenfalls nicht so, wie du es gerne hättest. Denn insbesondere für den Herrn an ihrer Seite, der den "Nationalsozialisten Rostock" angehört(e) und auch gewaltbereit sei, kann man wohl recht deutlich festmachen, dass dieser wohl nicht die olympischen Werte des gemeinsamen Miteinanders vertritt, und so also auch kaum dann als Olympionik auftreten sollte.
Nun ging es hier aber nicht um ihn, sondern seine Freundin. Aus der Beziehung lassen sich Vermutungen ableiten, dass sie im gleichen Umfeld sich bewegt. Ist dem so, hat sie tatsächlich bei Olympia nichts zu suchen. Insofern ist es richtig das Gespräch von offizieller Seite mit ihr zu suchen. Schenkt man allerdings ihren Aussagen, dass sie damit nichts zu tun hat Glauben (und solange nichts dagegen spricht, sollte man das), so gibt es auch keinen Grund sie so vorzuführen...
Cyrix |
Hatten wir hier nicht auch Kontakt zu so einem Umfeld? Hoffentlich galubt man uns, dass wir ja eigentlich damit, (womit eigentlich, Politik, anderen Meinungen?) nichts zu tun haben.
Solange wie ehemalige Stasispitzel mit Leibrente versorgt werden, ehemalige SS-Mitglieder ihren Nobelpreis behalten können, Steinewerfer und RAF Symphatisanten Außenminister werden können, finde ich eine Gesinnungsüberprüfung bei Sportlern doch ein wenig übertrieben und da es wohl dem heutigen Zeitgeist zu entsprechen scheint, sehr gefährlich und erneuere meine Frage,
"Wer hier eigentlich zu "solchen Dingen" neigt?"
Übrigens ist mir bei der Benennung des Gesinnungsproblems, des ehemaligen Freundes einer bisher völlig unbekannnten Sportlerin nur die Tätigkeit, "Er kandidierte für die NPD" untergekommen. Und hier wirds richtig fragwürdig. Müssen sich nun ehemalige Partner dafür rechtfertigen, dass sie nicht rechtzeitig das Weite gesucht haben als sich deren Partner dafür entschieden haben ihr passives Wahlrecht in Anspruch zu nehmen? Dann haben wir gerade unsere Demokratie und unseren Rechtstaat beerdigt. _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Justav Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006 Beiträge: 2683
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 10:45:40 Titel: |
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Langsam wirds in der Tat absurd. Da wird schon jemand vorverurteilt weil er mit jemandem zusammen ist der mal überlegt hat, .... ich kannte auch mal jemanden, der einen kannte, der bei der Stasi war.
Ich sehe da keinen Zusammenhang mit sportlichen Leistungen. Entweder die NPD ist nun eine verbotene rechtsextremistische Organisaton oder eine demokratische Partei. Irgendwas dazwischen geht nicht, und man kann wohl kaum dafür "abgestraft" werden, Mitglied einer nicht verbotenen Partei zu sein. Wäre die NPD eine verbotene Organisation, würde das anders aussehen, da dann mit der Mitgliedschaft implizit gesetzeswidriges Handeln unterstellt sei. Irgendwie nimmt das absurde Züge an.
Wenn das bei jedem Olympionik so genau untersucht wird, will ich gar nicht wissen was mit der politischen Gesinnung der Teilnehmer aus China, Nordkorea und wer weiß wo her ist.... |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 11:10:27 Titel: |
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| Justav hat folgendes geschrieben: |
| Entweder die NPD ist nun eine verbotene rechtsextremistische Organisaton oder eine demokratische Partei. Irgendwas dazwischen geht nicht, und man kann wohl kaum dafür "abgestraft" werden, Mitglied einer nicht verbotenen Partei zu sein. |
Doch, sicher.
Es ist legal eine Partei zu gründen, die sich für die Ausrottung von Schäferhunden einsetzt.
Und es ist völlig in Ordnung, wenn mich der deutsche Hundezüchterverband dann von Hundewettkämpfen ausschliesst.
Hier ist das zwar grenzwertiger, aber pauschal zu sagen, man kann ohne Konsequenzen alles machen, solange es nur legal ist, ist ebenfalls falsch. |
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cyrix42 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 14.08.2006 Beiträge: 22669
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 14:29:40 Titel: |
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Vorsicht, der betreffende Herr ist durchaus nicht nur Landtags-Kandidat der NPD, sondern auch in deutlich rechtsextremen Gruppierungen wie den "Nationalsozialisten Rostock" tätig (gewesen?)...
Cyrix _________________ Die Wurzel
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 16:32:40 Titel: |
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| cyrix42 hat folgendes geschrieben: |
Vorsicht, der betreffende Herr ist durchaus nicht nur Landtags-Kandidat der NPD, sondern auch in deutlich rechtsextremen Gruppierungen wie den "Nationalsozialisten Rostock" tätig (gewesen?)...
Cyrix |
ja der betreffende Herr ist gewesen
gewesen waren so viele
Unser Rechtssystem lebte bisher unter der Prämisse, dass niemand verloren ist und sich jeder immer wieder rehabilitieren kann. Eigentlich etwas was auch der schimpfende Bischof wissen müßte und selbst er vertritt einen gnädigen Gott, der nun wirklich bei entsprechender Reue jedem alles vergibt. Das nun ausgerechnet der eine Bekannte des Sünders in Sippenhaft nimmt ist mehr als dreist!
Ich verkünde hiermit hochoffiziell der katholischen Kirche, den Anhängern dieses Vereins und allen die mit denen was zu tun hatten und zu tun haben werden, niemals den begangenen Missbrauch an Kindern zu vergeben! ich bin allerdings auch nicht gnädig! _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 08 Aug 2012 - 21:07:09 Titel: |
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ein wunderschöner Kommentar, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
| Zitat: |
Menschenjagd auf Nadja Drygalla: Sippenhaft gegen rechts
von Lion Edler
So macht man die Deutschen zu NPD-Wählern
Zunehmend angst und bange werden kann es einem in den letzten Jahren aufgrund der Frage, wie man in diesem Staat vielleicht schon bald mit „Rechtsabweichlern“ umgehen wird, wie eine Formulierung bei Stalin und Mao lautete. Besonders deshalb, weil auch das Ausland dazu schweigt: Eine unschuldige deutsche Sportlerin wird mit einer Vernichtungskampagne zum Verlassen des „Olympischen Dorfs“ gezwungen, vor der Weltöffentlichkeit als braun verleumdet und an den medialen Hakenkreuzpranger genagelt. Und warum? Weil ihr Freund – aber selbst das offenbar nur bis vor kurzem – für eine Partei eingetreten sein soll, die noch nicht einmal verboten ist, die aber beim Staat wegen ihrer politischen Minderheitsmeinung unerwünscht ist: die NPD. Sie selbst hatte sich indessen unmissverständlich geäußert, dass sie „diese Szene“ ablehne und nie in ihr verkehrt habe. Es nützte nichts, die Hexe wurde verbrannt. Nein, Nadja Drygalla ist nicht mit einem Juden verbandelt. Ihr „Verbrechen“ ist nicht die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit ihres Freundes, sondern dessen angebliche politische Zugehörigkeit.
Mehrere Sportfunktionäre drängten die Sportlerin dazu, ihren Freund aus politischen Gründen fallenzulassen, die Beziehung zu beenden. „Ich selbst habe lange und oft mit Nadja gesprochen“, so Hans Sennewald, Vorsitzender des Ruderverbands in Mecklenburg-Vorpommern, „habe ihr klargemacht, dass ihre Umwelt diese Beziehung nicht akzeptieren kann“. Auch der Geschäftsführer des Landessportbundes, Torsten Haberland, äußerte sich laut „BILD“-Zeitung ganz offen: „Wir haben ihr geraten, sich einen anderen Freund zu suchen.“ Die tapfere Frau entschied sich jedoch für die Liebe statt für das Zu-Kreuze-Kriechen unter die Knute eines menschenverachtenden, „anti“-faschistischen Unrechtsregimes.
Drygalla erklärte nun im „Welt“-Interview, sie habe viele „vermeintliche Fakten gelesen, die einfach falsch sind“. Die Diskussion laufe „seit drei Tagen ohne Kommentare von mir“. Als Beispiel nennt sie im selben Interview den Vorwurf, sie sei in der rechtsextremen Szene aktiv: „Da können Sie fragen, wen sie möchten: Ich habe keinen Kontakt gehabt, noch bin ich jemals auf Demonstrationen gewesen.“
In einem Kommentar auf einer Internetseite heißt es über Drygalla: „Doch wer sich mit Juden ins Bett legt, soll sich über den entstehenden Modergeruch nicht wundern.“ Na ja, nicht ganz. Statt „Juden“ stand dort „Nazis“, aber ansonsten stand dieser Satz tatsächlich auf der Netzseite der „taz“, die ja denkt, dass sie moralisch irgendwie oberhalb der NPD anzusiedeln wäre. Aus der Tatsache, dass Drygalla aus Liebe zu ihrem Freund auch ihren Polizeidienst quittierte, weil sie auch dort in Bedrängnis geriet und sich nicht von ihrem Freund trennen wollte, schlussfolgert Erik Peter in der „taz“ zynisch: „Nun will sie uns weismachen, sie habe mit rechter Ideologie nichts zu tun. Wie heuchlerisch! Bestand ihre fünfjährige Beziehung etwa nur aus Vögeln und Schweigen?“ Zu so viel Menschenverachtung fällt einem wirklich nur noch der berühmte Satz von Max Liebermann ein, den dieser bekanntlich beim Betrachten eines Nazi-Fackelzugs 1933 geäußert haben soll: „Ich kann nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte."
Nur zur Dokumentation sei noch ein zweites Beispiel besonders perfider Menschenjagd genannt, die die Kampagne mit sich brachte. Christian Bangel wirft der Sportlerin in der „Zeit“ kafkaesk vor: „Drygallas Bekenntnis zu olympischen Werten allein reicht nicht. Viele Rechtsextremisten tolerieren andere Ethnien durchaus. Sie halten sie nur eben nicht für gleichwertig und weisen ihnen eine untergeordnete Rolle in ihrer genetisch sortierten Welt zu.“ Weiter höhnt Bangel über das wehrlose Opfer: „Nun wurde in ihrem Fall überhaupt keine Sanktion verhängt.“ Sie habe sich vielmehr „selbst entschieden, das Olympiateam zu verlassen“. Wer so schreibt, der hätte auch in anderen historischen Situationen geschrieben, dass die vom Staat diskriminierten Minderheiten mal nicht so auf die Tränendrüse drücken sollen. Während aber in den Kommentarspalten eine überwältigende Mehrheit des Volkes einschließlich vieler Migranten und Linken voller Abscheu auf die Staatskampagne reagiert, sind die Medien wieder einmal weitgehend „gleichgeschaltet“ zu Lasten von Drygalla. Und sie zensieren wieder einmal reihenweise kritische Kommentare. Damit nicht genug des Marschs in die „DDR 2.0“. Die „BILD“-Zeitung fragt wegen Drygalla bereits: „Brauchen wir Gesinnungstests für Sportler?“
Vor einigen Wochen zeigte mir ein Kumpel eine im Internet nicht mehr auffindbare Aufzeichnung einer schon länger zurückliegenden Fernsehsendung, bei der ein paar eher praktisch begabte „Rechte“ von einer Horde herumschreiender Talkshow-Gäste vorgeführt werden. Schon beim Eintreten der Staatsfeinde ins Fernsehstudio werden diese ausgepfiffen; im weiteren Sendungsverlauf werden sie trotz ihrer dauernden Distanzierungen von Gewalt immer wieder verdächtigt, bedrängt und persönlich angegriffen. Als mich der Kumpel später noch einmal auf die Sendung anspricht, ist er irritiert über meine Meinung: Ob ich etwa ein größeres Problem mit dem Moderator und den anderen Talkshow-Gästen hätte als mit den irren Ansichten der Rechtsradikalen? Um genau zu sein: Ja, genauso schaut es aus, aber warum ist das denn so verwunderlich? Könnte diese instinktive Rest-Grundsolidarität mit einem zweifellos äußerst kritikwürdigen politischen Lager eventuell damit zusammenhängen, dass der „Kampf gegen rechts“ – und aktuell gegen eine unschuldige Sportlerin – in konzentrierter Form all das repräsentiert, was mich an diesem System und seinen ekelhaften Schergen zum Erbrechen anwidert?
Was ist es, das mich ekelt? Da wäre zum Beispiel die Geilheit der „Anti“-Faschisten darauf, aus einer Position der unendlichen politischen und zahlenmäßigen Überlegenheit heraus sich feige und billig damit zu profilieren, ununterbrochen auf einer politisch verfolgten und an die Wand gequetschten Randgruppe herumzutrampeln – und sich dabei auch noch „unbequem“ und „kritisch“ vorzukommen. Während indessen viel gefährlichere Gruppen geschont werden. Da wäre ferner die Unsitte, andauernd in Sekundenschnelle über Menschen den Stab zu brechen, ohne dass man überhaupt die Fakten geprüft hat und ohne dass man nach der lateinischen Redewendung „Audiatur et altera pars“ beide Seiten gehört hat. Da wäre ferner die menschliche Gnadenlosigkeit, die nicht die Gesinnung eines ideologisch Verirrten auslöschen will, sondern den Menschen gleich mit zerstampfen will.
Was ist angesichts dessen so verwunderlich daran, wenn sich manche Leute zur NPD hingezogen fühlen? Wer als „Nazi“ zurecht oder auch nur aufgrund von Verleumdungen gebrandmarkt ist, der wird in diesem Staat zum Freiwild und wird unter Umständen in Kneipen nicht mehr bewirtet, von Taxis nicht mehr transportiert und um sein Recht auf Versammlungsfreiheit gebracht. Bei der Aktion „Servicewüste für Nazis“, die von der damaligen Berliner SPD-Abgeordneten Canan Bayram mitinitiiert wurde, sollten Geschäftsleute nicht mehr an „Nazis“ verkaufen. Auf die Frage der „taz“, ob dies nicht „Assoziationen“ an Zustände im Dritten Reich wecken könnte, antwortete Bayram: „Selbst wenn diese Assoziation so entstehen sollte, dann ist das ja in der Absicht gewollt. Es soll ja der Eindruck entstehen, dass die Menschen und ihre Haltung unerwünscht sind. Im Unterschied zum Dritten Reich gehen wir natürlich davon aus, dass ein Nazi seine Haltung ablegen kann.“ Nun, falls dieser Punkt der einzige Unterschied im Denken von Canan Bayram sein sollte, dann kann man ja beruhigt sein! Welche Risiken durch die Schreibtischtäter dieses Terrors in Kauf genommen werden, schrieb Felix Menzel nach dem Fall Drygalla unmissverständlich in der „Sezession“: Die „Badewannenabteilung“ (Zitat Lothar Späth über Journalisten) komme, so Menzel, „schneller, als man denken kann, und lässt solange Wasser ein, bis sich das Opfer in die Wanne hineinlegt und die Pulsadern aufschneidet.“
Freilich: An eine Partei wie die NPD, die vor dem Jüdischen Museum in Berlin mit der Aussage „Gas geben“ plakatiert, kann man als vernünftiger Mensch nicht ohne Ekel denken. Aber man muss die Verirrungen in rechtsextreme Ideologie vor dem Hintergrund der Zustände dieses Systems einordnen, ohne diese Verirrungen deshalb weniger fatal zu finden. Und das bedeutet: Bei keiner anderen Form von Extremismus finde ich es so nachvollziehbar und so leicht verzeihlich, wenn sich jemand zwischenzeitlich in diese Ideologie verirrt. Das System und die „Anti“-Faschisten werden es eines Tages vielleicht wirklich noch schaffen, die Deutschen zu Nazis zu machen.
Es ist längst nicht der erste Fall von Sippenhaft gegen rechts, den dieses System sich leistet: Nachdem der inzwischen aus der rechtsextremen Szene ausgestiegene Andreas Molau vor Jahren seinen Wechsel zur NPD ankündigte, wurde ihm nicht nur sein Lehrauftrag an der Braunschweiger Waldorfschule entzogen, sondern es flogen auch sein achtjähriger Sohn und seine elfjährige Tochter von der Schule. Und im Jahr 2010 weigerte sich der Bürgermeister im mecklenburg-vorpommerischen Lalendorf, Reinhard Knaack (Linkspartei), eine Patenurkunde für das siebte Neugeborene einer Familie zu überreichen, da es sich bei den Eltern um Rechtsextremisten handle. In der „taz“ erschien damals ein Artikel mit der bezeichnend ekelhaften Überschrift: „Keine Urkunde fürs siebte Nazi-Kind“.
Schon damals schrieb ein Leser im Kommentarbereich der patriotisch-konservativen „Jungen Freiheit“: „Diese Leute werden es womöglich noch schaffen, dass unsereiner aus reinem Trotz und Ekel tatsächlich rechtsradikal wird.“ Es ist derselbe Leser, der nun nach der Drygalla-Kampagne wiederum im Kommentarbereich der „Jungen Freiheit“ ankündigt: „ES REICHT! Man muss sich irgendwann entscheiden, wo man hingehört und womit man nichts mehr zu tun haben will: Also werde ich in die NPD eintreten!“ Sicherlich, es ist aus der Wut heraus geschrieben und womöglich wird er es sich noch anders überlegen, aber: Nichts ist doch nachvollziehbarer als eine solche Reaktion! Indessen muss uns übrigens nicht verwundern, dass viele „Argumente“ gegen Drygalla sich jenseits jeder Logik bewegen. Denn es geht in der Drygalla-Kampagne ja vorrangig gar nicht um ehrliche Empörung – für eine solche ehrliche Empörung wäre in der Tat ein Mindestmaß an Logik notwendig. Vielmehr wird die Empörung ja überwiegend nur gespielt, während es in Wirklichkeit primär um taktische Interessen geht: Das Volk soll mit dem Hakenkreuz-Hypnosekreisel abgelenkt werden, damit für die „Euro-Rettung“ in aller Ruhe noch mehr Steuergeld aus Deutschland abgepumpt werden kann.
Ein Gutes hat das Ganze dennoch. Dass Drygalla zumindest bis jetzt eisern an ihrem Freund festhält, anstatt sich nach all dem Terror brechen zu lassen, beweist gegen alle Unkenrufe auf beeindruckende und anrührende Weise: Liebe gibt es wirklich! Und das sogar in Deutschland und sogar in diesen finsteren Sippenhaft-Zeiten! Ob sich wohl einige Deutsche von dieser Botschaft anstecken lassen werden und versuchen werden, kleine Pflänzchen der mutigen Liebe und Barmherzigkeit gegenüber den wirklich Bedrängten zu pflanzen – gegen die umbarmherzige „anti“-faschistische Mediengewalt? Jürgen Elsässer zeigt auf der Internetseite des „COMPACT“-Magazins, dass man es wieder einmal schon am Gesicht erkennt: Drygalla habe ein „klares, ehrliches Gesicht – schaut Euch das Foto an!“ In der Tat. Und gerade deshalb wird das immer wieder publizierte Foto in den Medien wie ein Fahndungsfoto präsentiert. Denn ein „klares, ehrliches Gesicht“ ist eben bereits eine ungemeine Provokation für dieses System und seine erbärmlich schäbigen Mitläufer. Auch daher rührt der Hass auf Nadja Drygalla. Möge sie mit ihrem Freund von guten Mächten wunderbar geborgen sein, um diesen gottlosen Terror zu überstehen.
http://ef-magazin.de/2012/08/07/3633-menschenjagd-auf-nadja-drygalla-sippenhaft-gegen-rechts
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_________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 05:09:36 Titel: |
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Also, Sportorganisationen sind private Instanzen. Die haben Hausrecht und dürfen dieses auch ausüben. Das wurde von Jockelx schon völlig treffend festgestellt. Legal ist das also. Und wie ich finde auch ethisch vertretbar und sogar geboten.
Auch wenn sie behauptet, nie in dieser Szene verkehrt zu haben: Mit einem NPD-Funktionär zusammen zu sein heißt, dass man der eigentlich zu erwartenden Distanz zu diesem Gedankengut ermangelt, auf gut Deutsch: Sie ist zwar keine Neonazi, aber sie findet Nazi-Sein auch nicht so schlimm.
Und genau das ist der springende Punkt: Drygalla nicht von den Spielen auszuschließen hätte bedeutet, das Gedankengut der NPD gesellschaftsfähig zu machen. Und jetzt kommt nicht mit "die NPD ist eine demokratisch zugelassene Partei!!!". Der Grund, warum die NPD nicht verboten ist, ist die Sache mit den V-Männern, nicht ihre besondere Verfassungstreue.
Davon abgesehen widerspricht NPD-Denken oder eben auch fehlende Distanz zu diesem Denken so fundamental dem olympischen Geist, dass eine so eingestellte Person dort einfach nichts zu suchen hat, alle politisch-gesellschaftlichen Debatten außen vor. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 19:15:57 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Davon abgesehen widerspricht NPD-Denken oder eben auch fehlende Distanz zu diesem Denken so fundamental dem olympischen Geist, dass eine so eingestellte Person dort einfach nichts zu suchen hat, alle politisch-gesellschaftlichen Debatten außen vor. |
sagt wer?
die "Antifa"? diePDSLinken?
eine bisher ungenannte rechtliche Instanz unseres Gemeinwesens?
Wenn NPD-Handeln nicht zu einem Verbot reicht, wer maßt sich dann an, "NPD-Denken" (wie immer man das messen mag) als Grund für Ausschlüsse von was auch immer festlegen zu wollen? _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 19:47:01 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Also, Sportorganisationen sind private Instanzen. Die haben Hausrecht und dürfen dieses auch ausüben. Das wurde von Jockelx schon völlig treffend festgestellt. Legal ist das also. Und wie ich finde auch ethisch vertretbar und sogar geboten.
Auch wenn sie behauptet, nie in dieser Szene verkehrt zu haben: Mit einem NPD-Funktionär zusammen zu sein heißt, dass man der eigentlich zu erwartenden Distanz zu diesem Gedankengut ermangelt, auf gut Deutsch: Sie ist zwar keine Neonazi, aber sie findet Nazi-Sein auch nicht so schlimm.
Und genau das ist der springende Punkt: Drygalla nicht von den Spielen auszuschließen hätte bedeutet, das Gedankengut der NPD gesellschaftsfähig zu machen. Und jetzt kommt nicht mit "die NPD ist eine demokratisch zugelassene Partei!!!". Der Grund, warum die NPD nicht verboten ist, ist die Sache mit den V-Männern, nicht ihre besondere Verfassungstreue.
Davon abgesehen widerspricht NPD-Denken oder eben auch fehlende Distanz zu diesem Denken so fundamental dem olympischen Geist, dass eine so eingestellte Person dort einfach nichts zu suchen hat, alle politisch-gesellschaftlichen Debatten außen vor. |
schon spannend,
ist hier eigentlich schon mal irgendjemandem aufgefallen, dass 1936 niemand von den olympischen Spielen aus politischen Gründen ausgeschlossen wurde, darüber diskutiert wurde oder die Nazis gar Gesinnunsgprüfungen bei Angehörigen von Spotrlern durchführten??
Ja man, wir sind einfach so cool in unserer heutigen aufgeklärten Zeit!
Grillhähnchen erzeugen mehr mediale Aufmerksamkeit als durch Massendruck unterbundene Meinungsfreiheit.
http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/werder-bremen/article108557620/Aerger-bei-Werder-Propaganda-fuer-Tierfolter.html
Wenn am Ende die 5.000 Mitarbeiter vorm Arbeitsamt stehen wills wieder keiner gewesen sein. Und auch hier reicht der Verdacht. Rechtsstaat? Pah wofür denn? Die Masse weiß auch so wer brennen muß. _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 20:59:01 Titel: |
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| Jockelx hat folgendes geschrieben: |
Es ist legal eine Partei zu gründen, die sich für die Ausrottung von Schäferhunden einsetzt.
Und es ist völlig in Ordnung, wenn mich der deutsche Hundezüchterverband dann von Hundewettkämpfen ausschliesst. |
| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| Also, Sportorganisationen sind private Instanzen. Die haben Hausrecht und dürfen dieses auch ausüben. Das wurde von Jockelx schon völlig treffend festgestellt. Legal ist das also. |
Der Vergleich mit dem Hundezüchterverband dürfte nämlich in einem Punkt deutlich hinken: Mir wäre nicht bekannt, dass der deutsche Hundezüchterverband, und gerade dessen Spitzenzüchter aus Mitteln des Bundeshalts gefördert werden.
Der deutsche Ruderverband (ais Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund) und seine Olympiateilnahme werden aus Mitteln des Bundeshalts gefördert. Die Förderung des Spitzensports ist im übrigen ein Staatsziel.
Ich denke, ihr macht es euch hier mit dem "privaten Hausrecht" zu einfach - und mich würde es zumindest nicht wundern, wenn ihr es euch auch juristisch etwas zu einfach macht. D.h., wenn man einen Ausschluss aus der Olympiamannschaft auch juristisch angreifen kann.
Wer zu einem grossen Teil Bundesmittel erhält, an den sind bzgl. Offenheitsgebot und Gleichbehandlungsgrundsatz (hoffentlich!) "etwas" andere Voraussetzungen zu stellen (auch juristisch!) als an irgendwelche 10 Vereinsmeier, die regelmässig ihre private Feierabendrudertour auf dem nächsten Baggersee machen.
Wo wir übrigens dabei sind: Die NPD erhält ggf. auch Mittel aus der staatlichen Parteienfinanzierung.
Zuletzt bearbeitet von Julius_Dolby am 09 Aug 2012 - 20:59:59, insgesamt einmal bearbeitet |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 20:59:21 Titel: |
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| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
| Rechtsstaat? Pah wofür denn? Die Masse weiß auch so wer brennen muß. |
Wobei auch hier ein riesige Lücke zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung herrscht, geht man mal raus und spricht mit den Menschen.
Es drängen sich förmlich wieder mal Vergleiche auf ...
interessante Betrachtungen dazu hier:
| Zitat: |
Reif für die Wende
Gehen wir in diesen Jahren der Krise einer neuen Wende, mindestens geistig, mindestens kulturell, allermindestens lebenskulturell entgegen? Alles deutet darauf hin, denn allzu viel wäre zu korrigieren. Offenbar reichen dazu „Reden und Majoritätsbeschlüsse“ mal wieder nicht aus. Gemäß den spätestens seit den Neunzigern gewohnten Eingleisigkeiten, innerhalb derer der Primat des Wirtschaftlichen angemahnt und befeiert wird, dreht sich die Diskussion folgerichtig zunächst fast nur um das Ökonomische und Finanzielle, das ja, erklärte man lange, gerade das Vehikel des „europäischen Gedankens“ sowie jenes der Globalisierung im Sinne großer Völkerverständigung wäre.
Grundsätzlich also etwas Gutes. Bis sich herausstellte, daß die Gleichschaltung der Nationen mittels Einheitsmarkt und Einheitswährung deren Konturen eher wieder verstärkte als verschwinden ließ. Nach Thomas Mann bedingen Nationalismus und Demokratie einander. Geschichtlich und strukturell. Supranationalität aber schränkt Partizipation und Demokratie ein. Schon jetzt. Und beläßt man es beim Wirtschafts- und Haushaltsmathematischen, so ist ohnehin klar, daß etwas zu brechen droht, was besser nie konstruiert worden wäre. Von Anfang an hatten die Statiker gewarnt, daß es auf diese Weise kein „europäisches Haus“ geben könnte.
Wie reift eine Situation heran, die auf Veränderung drängt?
Wie entsteht Unmut, wie reift eine Situation heran, die auf Veränderung drängt? Es ist eben nicht die physische Verelendung, von der in Europa so kaum die Rede sein kann, auch nicht in den sogenannten Problemländern des Südens. Es sind nicht die kleinbürgerlichen Existenzängste und die damit zusammenhängende Korrumpierbarkeit, die doch eher lähmen und zu opportunistischem Anpassungsverhalten und Servilität zwingen. Nein, das, was die Menschen irgendwann in Rage bringt, sie aufrüttelt und nach Jahren einer mehr oder weniger hedonistisch ausgestatteten Lethargie wieder bewegt, ist der ganz natürliche Unwille, belogen und betrogen zu werden. Und dies beginnt mit sprachlichen und semantischen Sachverhalten, insofern Politik noch öffentliche Angelegenheit ist.
Das Bewußtsein registriert, daß nicht die Rede ist von dem, wovon die Rede sein sollte, daß ferner begriffliche Verschwommenheiten, Verkleisterungen, Euphemismen, schräge oder unsinnige Zuschreibungen mehr und mehr eine klare Sprache behindern. Denn mit Verlautbarungsrhetorik in den engen Grenzen vereinbarter Korrektheiten sind auch Sachverhalte und Probleme lediglich eng zu behandeln. Außerdem folgt die Politik in ihrer kollektiver Wahrnehmung einem auch individuell bekannten Trugschluß: Formuliert sie etwas, hält sie das sprachlich Gefaßte bereits für eine gegenständliche Tatsache, für „matter of fact“. Ganz abgesehen davon, daß inhaltlich nicht klar ist, was sie meint, wenn sie von „Europa“, „Bildung“, „Mitte“, „Wachstum“ spricht.
Man kann nicht immerfort mit zwei Zungen sprechen
Die Menschen werden rebellisch, wenn das Geschwisterteil ihres Denkens und Handelns, die Sprache, offiziell eingeschränkt ist. Entgegen der Klischees und Legendenbildungen gingen die DDR-Bürger nicht etwa auf die Straße, weil es ihnen – bei allen Einschränkungen – elend ging, denn den Mangel waren sie ebenso gewohnt wie ihre Möglichkeiten. Den aufrechten Gang trainierten sie vielmehr erst in dem lange gewachsenen Bewußtsein, daß die Sprachregelungen derer da oben nichts mehr gemein haben mit dem, worum es eigentlich gehen müßte. Man las die Verlautbarungen der „Partei- und Staatsführung“, man las sogar hochsensibel zwischen den Zeilen, und man wußte: Thema verfehlt!
Dies verhinderte letztendlich den Rest gesellschaftlicher Kommunikation, mit dem man vorher noch gerade so auskam – auch deswegen, weil es immer zwei oder noch mehr Sprechweisen und Lesarten gab, die parallel und selbständig existierten, eine langweilige und mehr und mehr unerträgliche offizielle und eine vielfältige, sich im Subversiven und in der Kunst und Literatur ausprobierende inoffizielle. Nur kann man, geht es um Veränderungen, in einem Land nicht immer mit zwei Zungen sprechen.
Der nette Zirkus der „bunten Republik“
Führung und Opposition gaben ihren Inhalten Zeichen, mit denen die jeweils andere Seite nichts mehr oder nur das Ihre anfangen konnte. Die Rede vom „Leseland DDR“ war nicht nur Propaganda, denn jenseits des gleichgeschalteten Journalismus suchten die Bürger damals in der Belletristik und im Theater Begegnungen in neuer Sprachlichkeit. Wenigstens durfte dort auch mal schallend gelacht werden! Über den Nonsens, der offiziell als unangreifbar herausgestellt wurde.
Man kann die DDR der achtziger freilich nicht mit der Bundesrepublik der nuller Jahre vergleichen. Immerhin leben wir in einer offenen Gesellschaft. Aber die krankt an ihrem Lebenselixier, der Lebendigkeit der offenen Rede ohne Einschränkungen. Wo denn gibt es eine Opposition, die diesen Namen verdient? Wie wäre es derzeit je möglich, besonders sakrosankte Leitlinien nicht nur zu wählen, sondern auch abzuwählen? Was von einer hart mit sich selbst in Gericht gehenden Demokratie übrig blieb, ist tatsächlich nur noch das Karlsruher Verfassungsgericht. Der Rest sind „Veranstaltungen“, etwa der rituelle Dauerkampf „gegen Rechts“, der nette Zirkus der „bunten Republik“, die Unkultur ignoranter Rechthaberei, das Unvermögen, längst absurde Zuschreibungen und performative Sprechakte kritisch zu falsifizieren, um endlich wieder tragfähige Vereinbarungen schließen zu können.
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display-mit-Komm.154+M5cb174d0f00.0.html
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_________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 09 Aug 2012 - 23:32:06 Titel: |
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und die Spirale dreht sich immer schneller und absurder im K(r)ampf gegen rechts
mangels echter "Nahtsies" muss jetzt schon soetwas herhalten ...
| Zitat: |
Eine Münchner Radiomoderatorin hat mit einem Nazi-Zitat Empörung ausgelöst und ihren Job verloren. Die freie Mitarbeiterin des Privatsenders Gong 96,3 hatte sich in einer Sendung am letzten Juli-Samstag mit dem Satz „Arbeit macht frei“ an Hörer gewandt, die an diesem Tag arbeiten mussten. Der Satz prangte über dem Tor zum Konzentrationslager Auschwitz. Bei der Staatsanwaltschaft München I sei deshalb ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet worden, sagte Behördensprecher Peter Preuß am Donnerstag.
„Nehmen Sie es doch einfach mit Humor“
Mehrere Hörer beschwerten sich noch während der Sendung über die Äußerungen der 39-Jährigen. Ein Ehepaar erstattete sogar Anzeige, weil die Reaktion einer Mitarbeiterin des Senders verharmlosend gewesen sei. „Nehmen Sie es doch einfach mit Humor“, soll eine 19-jährige Assistentin am Telefon gesagt haben.
Beide Frauen seien entlassen worden, auch wenn sie ihren Fehler eingesehen hätten, sagte Gong-Geschäftsführer Georg Dingler. „Die Moderatorin hat sich in diesem Moment wohl überhaupt nichts dabei gedacht. Die Äußerung war raus, es war nichts mehr zu retten.“ Für Dingler ist der Rauswurf die einzig konsequente Reaktion, „der Sender engagiert sich schon lange gegen Rechts, dazu stehen wir auch“.
...
http://www.focus.de/kultur/medien/39-jaehrige-nach-aeusserung-von-nazi-zitat-entlassen-schluss-gong-fuer-muenchner-radio-moderatorin_aid_796948.html |
So etwas nennt man wohl “vorauseilenden Gehorsam” und kennt es aus der deutschen Geschichte.
Eine Bitte an die Forenlinken.
Erklärt mir/uns das!
Habt ihr das wirklich so gewollt?  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Julius_Dolby Senior Member


Anmeldungsdatum: 22.06.2008 Beiträge: 3096
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 00:33:44 Titel: |
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| Jedem das Seine. |
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spugy Junior Member


Anmeldungsdatum: 07.08.2012 Beiträge: 54
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 01:40:11 Titel: |
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die npd und ihre ausländerfeindliche politik zu verbieten wäre das einzigst richtige was deutschland in den letzten 50 jahren machen würde.
fuck nazis fuck hitler |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 04:43:59 Titel: |
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| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
schon spannend,
ist hier eigentlich schon mal irgendjemandem aufgefallen, dass 1936 niemand von den olympischen Spielen aus politischen Gründen ausgeschlossen wurde, darüber diskutiert wurde oder die Nazis gar Gesinnunsgprüfungen bei Angehörigen von Spotrlern durchführten??
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Die Nazis waren ja echt tolle Jungs, total offen und so!
Wirklich kritische Sportler, die sich offen gegen die Nazis gestellt haben, sind schon deshalb nicht angetreten, weil man die vermutlich schon vorher kaltgestellt hat oder hätte, und das hieß, nicht nur dne Sport nicht praktizieren zu dürfen, sondern war oft mit einem längeren Aufenthalt im Zuchthaus oder Konzentrationslager in der Nähe verbunden. Dein Vergleich ist ziemlich unangebracht.
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
Eine Bitte an die Forenlinken.
Erklärt mir/uns das!
Habt ihr das wirklich so gewollt? Confused
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Ich fühle mich zwar nicht angesprochen, da ich mich nicht als "links" bezeichnen würde, aber...
Es ist schon ein Unterschied, ob jemand eine unüberlegte Äußerung macht (hier ist das Vorgehen tatsächlich lächerlich) oder ob man sich jahrelang im rechtsradikal-nationalsozialistischen Milieu oder an der Grenze dazu bewegt. Und mal ehrlich: Die Behauptung, sie habe mit all dem nichts zu tun gehabt, ist in Anbetracht der jahrelangen Beziehung und dem öffentlichen Druck nun wirklich nicht glaubhaft.
Nochmal: Es ist schlicht maßlos, jemanden rauszuschmeißen, weil er mit 17 besoffen auf einer Party einen Hitlergruß gemacht hat (Guttenbergs Chefstratege...) oder weil er in einem unüberlegten Moment einen Nazispruch gebracht hat. Aber im Falle Drygalla steht die Sache eben leider etwas anders.
| Julius_Dolby hat folgendes geschrieben: |
Wer zu einem grossen Teil Bundesmittel erhält, an den sind bzgl. Offenheitsgebot und Gleichbehandlungsgrundsatz (hoffentlich!) "etwas" andere Voraussetzungen zu stellen (auch juristisch!) als an irgendwelche 10 Vereinsmeier, die regelmässig ihre private Feierabendrudertour auf dem nächsten Baggersee machen |
Hat der Staat also bei jedem Unternehmen, das Subventionen erhält, ein Mitspracherecht im operativen Geschäft? Nach dieser Logik müsste die Solarindustrie ja komplett staatlich kontrollierbar sein. Oder: Der Staat könnte durch Subventionen enteignen.
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
sagt wer?
die "Antifa"? diePDSLinken?
eine bisher ungenannte rechtliche Instanz unseres Gemeinwesens? |
Hier im Thread wurde einiges zum Programm der NPD geschrieben; außerdem hat sich ein selbsternannter "Funktionär" hier geäußert. Kannst dir vielleicht selbst überlegen, was daran einem fairen Wettkampf von Vertretern aller Völker widerspricht.
Nochmal zur Klarstellung: Ich rede hier immer nur von der gesellschaftlichen bzw. privaten Sphäre, nie von der politisch-rechtlichen.
Der nationalistische Extremismus ist eine absolut widerliche Weltanschauung, und ich jede Person von meiner Party werfen, wenn ich merken würde, dass diese Person eine derartige Meinung vertritt. Ich käme auch nicht im Traum auf die Idee, mit einer Neonazi eine Beziehung anzufangen (dafür drückt dieses Denken viel zu viel über den Charakter aus).
Diese Ideologie und ihre Anhänher zu ächten ist notwendig. Dieses Denken darf nicht wieder gesellschaftsfähig werden.
Das heißt nicht, dass der Staat aufgrund einer politischen Meinung diskriminieren darf. So sollte nach meinem Dafürhalten auch Holocaust-Leugung legal sein. Nichtsdestotrotz würde ich als Individuum jeden Holocaust-Leugner im Privaten meiden. |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 08:32:26 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
schon spannend,
ist hier eigentlich schon mal irgendjemandem aufgefallen, dass 1936 niemand von den olympischen Spielen aus politischen Gründen ausgeschlossen wurde, darüber diskutiert wurde oder die Nazis gar Gesinnunsgprüfungen bei Angehörigen von Spotrlern durchführten??
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Die Nazis waren ja echt tolle Jungs, total offen und so!
Wirklich kritische Sportler, die sich offen gegen die Nazis gestellt haben, sind schon deshalb nicht angetreten, weil man die vermutlich schon vorher kaltgestellt hat oder hätte, und das hieß, nicht nur dne Sport nicht praktizieren zu dürfen, sondern war oft mit einem längeren Aufenthalt im Zuchthaus oder Konzentrationslager in der Nähe verbunden. Dein Vergleich ist ziemlich unangebracht.
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ja klar, wenn dann muß es mein Vergleich sein der unangebracht ist, die analog zur Nazidiktatur derzeit aufgebaute Meinungskontrolle ist natürlich angebracht, alle schön im Gleichschritt...
marsch marsch LINKS 2 3 4
Am Ende aber, auch wenn es ihm nicht gefallen hat, mußte der Österreicher einem Farbigen beim Siegen zusehen, die heutigen Spiele und Partys im olympischen Dorf hingegen finden ideologisch bereinigt statt. _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 08:33:47 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Es ist schon ein Unterschied, ob jemand eine unüberlegte Äußerung macht (hier ist das Vorgehen tatsächlich lächerlich) oder ob man sich jahrelang im rechtsradikal-nationalsozialistischen Milieu oder an der Grenze dazu bewegt. Und mal ehrlich: Die Behauptung, sie habe mit all dem nichts zu tun gehabt, ist in Anbetracht der jahrelangen Beziehung und dem öffentlichen Druck nun wirklich nicht glaubhaft.
Nochmal: Es ist schlicht maßlos, jemanden rauszuschmeißen, weil er mit 17 besoffen auf einer Party einen Hitlergruß gemacht hat (Guttenbergs Chefstratege...) oder weil er in einem unüberlegten Moment einen Nazispruch gebracht hat. Aber im Falle Drygalla steht die Sache eben leider etwas anders.
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Du behauptest hier immerzu Dinge, die du weder belegen kannst, noch die irgend eine Relevanz zu dem haben, was die gesamte Medienmacht Deutschlands innerhalb eines Tages mit einer bis dato bundesweit quasi unbekannten jungen Sportlerin anrichteten.
Der Linksextremisten-Denunzianten-Dienst indymedia lanciert eine "Rechercheergebnis" und das komplette Einheitsmedientum vermeldet das dort behauptete wie in einem Blutrausch.
Hat man doch wieder bewiesen dass ...?
Ja was denn eigentlich?
Bei genauerem Hinsehen eigentlich nichts.
Die Frau hat nichts getan, was irgend einen Vorwurf rechtfertigen würde, für was sie sich entschuldigen müsste.
Wer hingegen seinen Posten räumen sollte, ist der Sportfunktionär, der sie aufgrund der Denunziationen zur "freiwilligen" Abreise drängte.
Selbst die gewählte Wortwahl "klärendes Gespräch"(=zwei gehen in einen Raum und kommen mit einer vorher festehenden Meinung wieder heraus) oder "zur Klärung eines Sachverhaltes geladen"(mit dieser Floskel erfolgten Vorladungen zu VP und Stasi) lassen auf den Geist schließen, der dem ganzen beiwohnt.
Über die "Journalisten" die bei so was mitmachen, braucht man eigentlich nichts zu sagen.
Die haben diese Berufsbezeichnung eigentlich schon lange nicht mehr verdient bzw. sehen ihre Vorbilder beim "Stürmer" oder Karl-Eduard von Schnitzler.
Das eigentliche übersiehst du bei deinem Eifer im Kampf gegen rechts.
Unser Land entwickelt sich rasant zu einer Meinungsdiktatur, indem es genügt, Abweichler als rechts zu bezeichnen um sie damit in einer Linie mit Nationalsozialisten und letztendlich Mitgliedern der SS-Totenkopfdivisionen gleichzusetzen.
Aus solcher Situation entstehen zwei gefährliche Situationen
1. Duckmäusertum und vorauseilender Gehorsam. Siehe die Geschichte über "Arbeit macht frei".
und
2. eine Märtyrerrolle der NPD. Sie kann sich als einzige Alternative zum Rest des politischen Geschehens positionieren und wird zum Sammelbecken der von der Meinungsdiktatur enttäuschten.
Es sei denn, es gründet sich eine neue politische Partei, die diese Wähler bindet.
Ansonsten sehe ich schwarz für die Zukunft unserer Demokratie. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 09:27:15 Titel: |
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| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
ja klar, wenn dann muß es mein Vergleich sein der unangebracht ist, die analog zur Nazidiktatur derzeit aufgebaute Meinungskontrolle ist natürlich angebracht, alle schön im Gleichschritt...
marsch marsch LINKS 2 3 4
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Soviel Idiotie hätte ich dir nicht zugetraut. Dein Beitrag grenzt an Verherrlichung des Nationalsozialismus. Der Ausschluss von den olympischen Spielen durch den DLV mit Folter und Mord gleichzusetzen ist einfach atemberaubend dumm. Entschuldigung ob der Wortwahl.
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
Du behauptest hier immerzu Dinge, die du weder belegen kannst, noch die irgend eine Relevanz zu dem haben, was die gesamte Medienmacht Deutschlands innerhalb eines Tages mit einer bis dato bundesweit quasi unbekannten jungen Sportlerin anrichteten. |
Richtig, und das ist auch das einzige, was mich selbst an meiner Meinung zweifeln lässt: die Unschuldsvermutung, die auch gesellschaftlich gelten sollte. Aber ich denke, dass die anderen Argumente diese im Fall Drygalla aufwiegen.
Ansonsten geht mir dieses ganze rechte Opferdenken gewaltig auf den Keks. Wer mit einem bekennenden Nationalsozialisten zusammen ist (sie waren schon zusammen als er einer war) und sich erst auf großen medialen Druck hin von diesem Denken distanziert ist selbst Schuld, wenn medial auf ihn eingedroschen wird. Wenn man sich erst von etwas distanziert, nachdem die Sache rausgekommen ist, ist es zu spät.
Davon abgesehen kann ich keine "Meinungsdiktatur" erkennen, das gesellschaftlich tolerierte politische Spektrum ist doch sehr weit und umfasst auch konservatives bis nationalistisches Gedankengut (Sarrazin!).
Aber Neonazitum ist nichts, was man irgendwie gesellschaftlich tolerieren sollte. Daraus eine "linke Meinungsdiktatur" zu machen...meine Güte. Ihr seid die Hysteriker.
Und nocheinmal: Jemanden wegen einer dummen Bemerkung vor die Tür zu setzen ist auch aus meiner Sicht nicht in Ordnung, also hört auf, mir ständig vorzuwerfen, ich würde das unterstützen.
Ich finde zum Beispiel, dass Filzstift mit folgendem Satz
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
| Unser Land entwickelt sich rasant zu einer Meinungsdiktatur, indem es genügt, Abweichler als rechts zu bezeichnen um sie damit in einer Linie mit Nationalsozialisten und letztendlich Mitgliedern der SS-Totenkopfdivisionen gleichzusetzen. |
sogar teilweise Recht hat (bis auf die Stilisierung dieses Phänomens als "Meinungsdiktatur", siehe oben). Aber es genügt tatsächlich, jemanden irgendwie als "rechts" zu verunglimpfen, um ihn für immer gesellschaftlich zu diskreditieren. Das ist ein gesellschaftlicher Missstand. |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 09:54:46 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
ja klar, wenn dann muß es mein Vergleich sein der unangebracht ist, die analog zur Nazidiktatur derzeit aufgebaute Meinungskontrolle ist natürlich angebracht, alle schön im Gleichschritt...
marsch marsch LINKS 2 3 4
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Soviel Idiotie hätte ich dir nicht zugetraut. Dein Beitrag grenzt an Verherrlichung des Nationalsozialismus. Der Ausschluss von den olympischen Spielen durch den DLV mit Folter und Mord gleichzusetzen ist einfach atemberaubend dumm. Entschuldigung ob der Wortwahl.
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Ist eben die Frage was idiotisch ist. Obwohl Antisemitismus nicht nur in Deutschland sondern damals weltweit zelebriert wurde stellten sich die damaligen Organisatoren ganz klar gegen die vorherrschende politische Meinung und forderten selbst von Nazideutschland unbedingte Neutralität ein. Die Politik ordnete sich unter.
Heute reicht ein derzeit noch unbegründeter Anfangsverdacht mit jemandem in Kontakt gestanden zu haben der für eine nicht verbotene Organisation sein passives Wahlrecht in Anspruch nahm, damit sich der Sport der derzeitigen politischen Gemengelage unterordnet. Unliebsame Sportler werden aufgrund ihrer privaten Kontakte zu Menschen deren Meinung nicht dem Mainstream entsprechen vorsorglich "freiwillig" entfernt.
Man stelle sich vor, das IOC hätte seine Neutralität so wie heute dem Mainstream geopfert, dann, ja dann hätte es sicher die von Dir beschriebenen Folgen gegeben. So jedoch klingst Du grad wieder wie das was ich kritisiert habe. Was der denkt nicht wie ich?? Bäh bäh spuck das wieder aus und wasch Dir die Hände!
Und ja klar, wer die linke Hexenjagd nicht mitbetreibt, weil ihm Demokratie, Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat wichtiger sind, muß natürlich den Nationalsozialismus verherrlichen. Worauf baust Du das auf? Etwa darauf, dass selbst 1936 die olympischen Spiele politisch neutraler waren, als 2012? Na hoffentlich kommt nicht noch jemand der sagt das das Wetter damals auch viel besser war. Danke noch mal für die Bestätigung dessen was Filzstift hier schon mehrfach festgestellt hat. Meinungsunterdrückung durch, "Bist wohl auch ein Nazi oder was? Damals war immer schlechtes Wetter!"
http://www.s-port.de/david/ns/hist_04.html _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende.
Zuletzt bearbeitet von koenig_ludwig73 am 10 Aug 2012 - 10:06:30, insgesamt einmal bearbeitet |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 10:04:04 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| Ansonsten geht mir dieses ganze rechte Opferdenken gewaltig auf den Keks. Wer mit einem bekennenden Nationalsozialisten zusammen ist (sie waren schon zusammen als er einer war) und sich erst auf großen medialen Druck hin von diesem Denken distanziert ist selbst Schuld, |
Es wird zwar niemanden interessieren aber vorsorglich distanziere ich mich hier schon mal davon auf dieser Plattform mit einem bekennenden NPD Funktionär diskutiert zu haben. Ich tue das deshalb, falls in 3 Jahren mal ein Gaisler kommt und mir vorwerfen könnte ich würde dies erst aufgrund des hohen medialen Druckes tun und mich allein schon dadurch verdächtig machen.
Diese Distanzierung gilt vorsorglich auch für die, die dann in 3 Jahren meinen ich sei bestimmt ein Nazi weil ich mich dann tagesaktuell nicht distanzieren würde.
Also eigentlich äh gilt diese Distanzierung auch bis heute mittag, und das minütlich, falls der Vorwurf käme ich würde mich ja immer nur dann distanzieren wenn wenns grad brenzlig wird oder mist, wie distanziert man sich eigentlich richtig ohne sich einem Verdacht auszusetzen?
Gaisler wann hast Du Dich denn das letzte Mal vor der Öffentlichkeit vom rechten Gedankengut distanziert? Und bei wem oder was macht man das um Deinem Vorwurf zu entgehen, wenn sich kein Massenmedium für eine Nordostmecklenburgische rudernde Blondine interessiert? Vielleicht hatte sie sich ja bereits vorm Neustrelitzer Tagblatt distanziert, hast Du das etwa nicht gelesen? _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 10:15:56 Titel: |
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| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
| Heute reicht ein derzeit noch unbegründeter Anfangsverdacht mit jemandem in Kontakt gestanden zu haben der für eine nicht verbotene Organisation sein passives Wahlrecht in Anspruch nahm, damit sich der Sport der derzeitigen politischen Gemengelage unterordnet. |
1. Es ist kein bloßer Verdacht, dass sie mit dem Kerl zusammen war - sie ist es bis heute.
2. Nicht verboten, nunja, aus welchen Gründen. Zudem bekannte er sich zu offen nationalsozialistischen Organisationen (NS Rostock).
3. Sie war mit ihm zusammen, als er sich dort engagierte. Ihre Einstellung beginnt daher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei "Nationalsozialismus ist keine schlimme Sache", alles andere ist unglaubwürdig. Sonst wäre sie nicht mit ihm zusammen gewesen.
4. Der Sport darf ausschließen, wen er will, der DLV ist letztlich eine private Organisation. Wäre er eine staatliche, sähe das ganz anders aus.
5. Vom Standpunkt einer privaten Organisation finde ich es nachvollziehbar und vertretbar, wenn man Sportler, die im Kontakt mit dem rechten Milieu stehen, ausschließt.
Kritisieren kann man aber tatsächlich den wohl etwas übereilten Rauswurf. Sinnvolle und gründliche Aufklärung wäre angebrachter gewesen - allerdings stellt sich die Frage, ob das im Rahmen der Spiele noch möglich gewesen wäre.
| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
Und ja klar, wer die linke Hexenjagd nicht mitbetreibt, weil ihm Demokratie, Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat wichtiger sind, muß natürlich den Nationalsozialismus verherrlichen. |
Du verherrlichst den Nationalsozialismus indem du die Meinungsunterdrückung im Dritten Reich mit der vorgeblichen "linken Meinungsdiktatur" von heute gleichsetzt.
Zu den "neutralen Spielen": Die Spiele an sich sind heute auch neutral, und unabhängig davon, was ein Landesverband tut oder lässt. Glaubst du ernsthaft, die Chinesen würden offen regimekritische Sportler antreten lassen? |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 10:16:21 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Ich finde zum Beispiel, dass Filzstift mit folgendem Satz
| Filzstift hat folgendes geschrieben: |
| Unser Land entwickelt sich rasant zu einer Meinungsdiktatur, indem es genügt, Abweichler als rechts zu bezeichnen um sie damit in einer Linie mit Nationalsozialisten und letztendlich Mitgliedern der SS-Totenkopfdivisionen gleichzusetzen. |
sogar teilweise Recht hat (bis auf die Stilisierung dieses Phänomens als "Meinungsdiktatur", siehe oben). Aber es genügt tatsächlich, jemanden irgendwie als "rechts" zu verunglimpfen, um ihn für immer gesellschaftlich zu diskreditieren. Das ist ein gesellschaftlicher Missstand. |
Danke für die Blumen
Falls du noch mal darüber nachdenkst, kommst du vielleicht auch darauf, dass beides zwingend zusammenhängt, da ohne die sich anbahnende Meinungsdiktatur diese medienübergreifende Verunglimpfung überhaupt nicht möglich wäre. Hier und jetzt braucht doch nur irgendjemand den Pawlowschen Reflex mit dem Codewort "NAHTSIE" auslösen und alle üblichen Regeln, wie Unschuldsvermutung, journalistische Recherchearbeit, treten außer Kraft.
Gäbe es den so oft beschworenen Meinungs- bzw. Medienpluralismus, hätten die verschiedene Medien den Sachverhalt unterschiedlich bewertet und vor allem hinterfragt und nicht wie eine Meute tollwütiger Hunde das Opfer gejagt, auf das nur einer- das Linksextremistenportal indymedia - mit dem Finger gezeigt hat! Deren "Recherchearbeiten" wird von linken Medienleuten heute schon oft mit der Arbeit von Geheimdiensten gleichgesetzt und als Tatsachen aufgewertet! Eine äußerst gefährliche Entwicklung.
Der Kampf gegen rechts fordert immer wieder Vorfälle, um ihn am Leben zu erhalten.
Das war schon im Mittelalter so, als die Hexen- und Ketzerquote eigehalten werden musste, um Folterkeller und Scheiterhaufen bzw. den damit Befassten ihr Bestehen und Auskommen zu sichern.
Und vor allem, um den Pöbel gezielt von den wirklichen Ursachen seines Elends ablenken zu können.
Wir sind ja jetzt schon und du merkst es entweder nicht mehr (oder setzt es doch bewusst ein?) an dem Punkt angelangt, wo hochoffiziell "rechtes Gedankengut" "bekämpft" wird!
Wie muss ich mir das eigentlich vorstellen?
a) wie erkennt und vor allem wer "rechtes Gedankengut"?
b) wie will man es konkret am Beispiel eines Menschen bekämpfen?
c) wie überprüft man (am Individuum), ob der Kampf erfogreich war?
Mit der Hoffnung auf Antwort auf meine Fragen
Filzstift
p.s.
hier dürftest du einige Aufklärung zu den von die als "Fakten" aufgeführten Unterstellungen finden:
http://bettinaroehl.blogs.com/mainstream/2012/08/drygalla-offener-brief-an-den-bundespr%C3%A4sidenten-joachim-gauck-.html
| Zitat: |
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
wenn der Antifaschismus zum Faschismus verkommt, dann wird es für das Grundgesetz, für die Verfassung in Deutschland, eng. Das trifft zumindest dann zu, wenn der pervertierte Antifaschismus medialisierter Mainstream ist und alle Verdächtigungs-und Hetzstrukturen funktionieren und das Netz engmaschig das Grundgesetz erwürgt; in eine solche Richtung entwickeln sich Teile der Gesellschaft beklagenswerter Weise.
Von dieser Entwicklung sind nicht nur der politische und der kulturelle Bereich betroffen. Auch die eher privaten Räume, zum Beispiel im Internet, sind von Phänomen wie menschenverachtendem Mobbing oder Rufmord bis hin zur Existenzvernichtung und in einzelnen Fällen dem Setzen eines Selbstmordrisikos des Opfers betroffen. Am schlimmsten ist es naturgemäß, wenn die Institutionen des Rechtsstaates selber, wozu sich ja die Presse gern zählt, von einer solchen Fehlentwicklung infiziert sind.
Gesellschaftliche Verwerfungen einer zunehmenden öffentlichen Akzeptanz von Treibjagden gegen einzelne Menschen unter offenkundiger Inkaufnahme von Rechtsbrüchen zu deren Lasten sind erschütternd und sie erschüttern das Grundgesetz. Und sie entsetzen und erschüttern sehr viele Menschen im Land.
Die Beweislastregeln, wichtigster Bestandteil eines konstitutiven Rechtsstaates, werden derzeit von einem Mob in den Medien und in der Politik und in einem heuchlerisch verkommenen Sportmanagement nicht nur missachtet, sondern quälerisch genüsslich in ihr Gegenteil verkehrt.
Es macht offenbar einigen anfälligen Menschen Spaß die Sau mal richtig raus zu lassen und auf Menschenjagd zu gehen, jedenfalls dann wenn man sich tausendprozentig der Zustimmung seines Mobs sicher ist und an der moralischen Höchstlegitimation seines Tuns so gar keinen Zweifel zu haben braucht und auch nicht befürchten muss, dass die freigelassene Sau als Solche erkannt wird; schließlich ticken ja alle im angeschalteten Mainstream gleich. Und die Mainstreamer wissen, dass ihr Opfer mit Namen Nadja Drygalla keinen Verteidiger hat, weil jeder, der sie verteidigen würde, kollektiv von derselben Rotte vernichtet würde.
Menschenjagd macht Spaß! Nicht jedem, aber den dafür anfälligen Menschen!
Dieser ganz spezielle Shitstorm - nicht etwa in den unsäglichen Foren, die es gibt, sondern von ganz Oben aus dem Establishment gegen eine Sportlerin, die sich aus der Sicht allzu Vieler plötzlich anbot gehetzt zu werden - ist menschenunwürdig. Die inzwischen weltweit von den etablierten Medien ausgemachte "Nazibraut" gibt es nach dem bisherigen Sachstand so nicht. Der Fall ist ein Beleg für die Perversion des sogenannten Antifaschismus. Die Aufklärung kippt in die Barbarei (Adorno).
Wehret den Anfängen! Den Satz kennt man.
Die NPD: die intelligenten und politisch weisen und leiseren Stimmen plädieren dafür die NPD nicht durch ein Parteiverbot aufzuwerten und damit die Gründung von Nachfolgeorganisationen zu provozieren. Stattdessen plädieren sie dafür die notwendige Auseinandersetzung intellektuell, politisch und moralisch zu führen. Die Vertreter dieser Meinung wollen die rechtsradikale Neo-Naziszene auf diese Weise isolieren, was auch gelingen kann, wenn das Grundgesetz der Maßstab ist.
Trotz der rapide wachsenden Antifaschismus-Industrie hat es bislang niemand geschafft, um es ironisch auszudrücken, die NPD zu einer wirklich parlamentsrelevanten Kraft hoch zu puschen. Totschweigen wäre womöglich eine effizientere Bekämpfung der NPD und anderer entsprechender Vereinigungen und Gruppierungen gewesen, als Tausenden unter der Fahne "Kampf gegen Rechts" den Unterhalt zu sichern und damit indirekt dafür zu sorgen, dass die Neonazi-Szene nicht verschwindet; die Dämonisierung, die zum öffentlichen Alltag gehört, ist kontraproduktiv.
Es ist gut und es ist ein Muss, dass Expertise gegen Extremismus und gegen Rechtsextremismus akkumuliert wird. Das ist eine vornehme Aufgabe des Staates und der Gesellschaft. Aber es darf nicht sein, dass unter diesem Posten ein eigenmächtiges Gesinnungspolizistentum und sachferne Karriereförderung fröhliche Urständ feiern und die Sache nach hinten los geht, wie das gescheiterte NPD-Verbotsverfahren es letzten Endes auch zeigt. Das Bundesverfassungsgericht hat, als es das stümperhaft geforderte NPD-Verbot ablehnte, einigen Mut bewiesen, in dem es nicht einfach ein populistisches Gesinnungsverbot erließ, sondern die vorgelegten Fakten an den zu Recht strengen Maßstäben der Verfassung geprüft hat. Immerhin Parteien gehören zu den Essentials dieser Demokratie. Um es etwas überspitzt auszudrücken: nicht jedes Regierungslager muss gleich die Möglichkeit haben die Oppositionsparteien verbieten zu lassen.
Zu viele Psychologismen, Befindlichkeitsanalysen, Theorien und Theoreme und zu wenig knallharte Fakten und viel zu wenig konsistente Subsumption solcher Fakten unter konsistente Definitionen, was denn Rechtsextremismus, Neo-Nazitum und dergleichen sind, beherrschen das Geschehen. Viel zu viele Leute, die sich im "Kampf gegen Rechts" beteiligen, sind mehr damit beschäftigt ihre politischen Lieblingsvorstellungen durchzusetzen, als dass sie eine wirklich nützliche Arbeit leisten. Was darf jemand politisch denken und sagen und was darf er warum nicht? Diese Fragen bleiben ungelöst oder werden allenfalls höchst unbefriedigend gelöst.
Meinungsmanipulation ist jedenfalls mit dem legitimen und notwendigen "Kampf gegen Rechts" nicht gemeint. Die Zeigefinger-Mentalität, die sich da breit macht und eine Art private Verfassungsschutz-Unkultur im Internet sind gefährlich. Wer sich am "Kampf gegen Rechts" vor anderen und sich selber materiell oder immateriell gesund stoßen will, ist fehl am Platze. Eine solche Gesundstoßer-Mentalität zeigt das öffentliche Geschehen gegen eine Sportlerin, deren Tun und Handeln noch nicht ausgelotet sind, die aber allein mit dem Vorwurf "rechtsradikal" so bemakelt ist, dass dieser Makel bereits zur Begründung ihrer Verurteilung, besser ihrer Vorverurteilung, ausreicht. Überhaupt: Zirkelschlüsse beherrschen das Geschehen auf diesem Politikfeld.
Der Verzicht der Sportlerin auf ihre Polizeikarriere im Herbst 2011, der Verzicht auf ihren Verbleib in der Olympia-Mannschaft werden in diesem Sinne immer wieder als Schuldanerkenntnis genommen, siehe Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sport, SPD. Da die meisten, die sich an der Hetzjagd beteiligen, nichts Konkretes in der Hand haben, ist auch das Angriffsverhalten sehr unspezifisch und sehr unkonkret und fieselig und auf Kaschieren der Hetze angelegt.
War es lege artis, dass Drygalla im Herbst 2011 den Polizeidienst quasi freiwillig quittieren musste, entgegen ihrem eigentlichen Willen?
Will jetzt der Sport ein eigenes NPD-Verbot durchsetzen?
Ist jetzt also der Sport geeignet das gescheiterte NPD-Verbot zu kompensieren und ein entsprechendes Verbot in seinem eigenen Bereich zu administrieren und ein eigenes NPD-Verbot durch zu setzen? Die nach allem Anschein auf Vorverurteilung gebürstete Vorsitzende des Sport Dagmar Freitag (SPD), scheint diese Frage bejahen zu wollen.
Obwohl es den Fall Drygalla in Wahrheit noch gar nicht gibt, weil er nicht schlussendlich aufgeklärt ist, sieht sie Handlungsbedarf: "Ich beabsichtige, auch den Fall der Ruderin Nadja Drygalla schnellstens im Sportausschuss auf die Tagesordnung zu setzen. Der nächstmögliche Termin ist der 26. September 2012. Die anderen Fraktionen habe ich bereits am Freitag informiert, dass das Thema Olympische Spiele aufgrund der aktuellen Ereignisse Ende September beraten werden soll. Ich sehe dringenden Aufklärungsbedarf bezüglich der Kommunikationsstrukturen im deutschen Spitzensportsystem."
Für diese Maßnahme reicht Frau Freitag das derzeit verfügbare ungenügende Wissen über die öffentlich insinuierte Verstrickung der Sportlerin ins rechtsradikale Milieu. Zumindest benennt sie keine weitergehenden konkreten Fakten für ihre öffentliche Ankündigung den Bundestagsausschuss zu beschäftigen. Fest steht für sie allerdings bereits, dass die Bundeswehr erklären muss, wieso sie Drygalla in ihre Sportförderung aufnehmen wollte. „Die Bundeswehr wird erklären müssen, ob sie tatsächlich eine Sportlerin aufnehmen wollte, die zuvor nach allem, was wir bislang wissen, wegen ihrer rechtsextremistischen Kontakte den Polizeidienst quittiert hatte."
Ein Erklärungsnotstand, von dem die Bundeswehr aber nur betroffen sein könnte, wenn die Vorwürfe gegen Drygalla sich nach Aufklärung des Falles bewahrheiten. Sowas nennt man eine hoheitliche öffentliche Vorverurteilung sowohl Drygallas als auch der Bundeswehr. Warum kommt die Sportausschuss-Chefin nicht mit den Fakten rüber, die ihr Tun rechtfertigen und die sie offenbar bislang aber nicht kennt.
Da bislang offenbar keine rechtsradikalen Taten oder Reden oder Auftritte sonstiger Art Drygallas vorliegen, kann Freitag eigentlich nur die mögliche Gesinnung Drygallas meinen, zu der es bislang allerdings ebenfalls nicht ausreichend konkrete Indikatoren gibt, außer den bekannt gewordenen früheren und aktuellen Distanzierungen Drygallas von rechtsextremistischem Gedankengut. Und einem Bekenntnis zur olympischen Idee und zum Rechtstaat. Warum die Einlassungen Drygallas unglaubwürdig seien und nicht der Wirklichkeit entsprechen könnten, lässt die Sportparlamentariern im Dunkeln.
Und es gibt ihre persönliche Liebesverbindung zu einem offenbar aus der Partei ausgetretenen NPD-Mann, was für sich gesehen keinen hinreichenden Rückschluss auf die eigene Gesinnung zulässt.
Das NPD-Verbot und das Bundesverfassungsgericht
Die Bundesrepublik hat sich als unfähig erwiesen die NPD durch ihr allerhöchstes Gericht, nämlich das Bundesverfassungsgericht, verbieten zu lassen, weil das Populistenlager, die selbst ernannten Antifaschisten, die Schreihälse, das Ruder des staatlichen Handeln an sich gerissen haben und mit ihrem NPD-Verbotsantrag kläglich gescheitert sind und scheitern mussten; wer den verfassungskonformen Beweisantritt nicht zu leisten in der Lage ist, und sich in einem V-Leute-Skandal eigener Art verstrickt, beweist damit, dass er einem kühlen verfassungskonformen Umgang mit der NPD nicht gewachsen ist. Das gilt auch dann, wenn die halbe politische Klasse in Berlin den Verbotsantrag versiebt hat.
Als wenn Neo-Nazitum und rechtsradikale Verbrechen nicht unwert genug wären, die lüsterne Gier der Öffentlichkeit nach rechtsradikalen Pestbeulen kennt keine Grenzen. Da darf in den Medien schon mal, wie schon vorgekommen, eine zum Hitlergruß erhobene Hand gekauft werden und da darf dann wohl auch mit konstruierten Sachverhalten etwas nachgeholfen werden, so stellt sich die öffentliche Wirklichkeit jedenfalls dar. Auf der Strecke bleibt, um es zu wiederholen, die Verfassung. Und auf der Strecke bleiben oft genug einzelne Menschen.
Die politischen Parteien, die nach innen demokratisch verfassungskonform organisiert zu sein haben, spielen im konstitutiven Bereich der Bundesrepublik die schlechthinnige Rolle, mindestens eine hervorragende Rolle. Gerade hat das Bundesverfassungsgericht die politischen Köpfe herunter gestuft und die politischen Parteien herauf gewertet, nämlich in seiner jüngsten Entscheidung zu den Überhangmandaten, deren Zahl die Richter begrenzt haben. Politische Parteien sind dazu da den demokratischen Prozess zu organisieren. Insofern ist die frühere Neigung des Bundesverfassungsgerichtes an der 5 % -Klausel etwas arg populär zu sägen und überhaupt die Demokratie durch die Unterstützung der sogenannten Basisdemokratie, der direkte Demokratie fördern zu wollen, was leicht kontraproduktiv wirken kann, nicht ganz nachvollziehbar.
Gerade in Zeiten, in denen die Barbarisierung des Mainstreams immer sichtbarer wird, anders als der ewige Adorno es in seiner historischen Auseinandersetzung mit der Nazizeit aus der Sicht seiner Jünger prognostiziert hat ("Die Dialektik der Aufklärung"), gewinnen die Sätze, Wehret den Anfängen, Nie wieder Faschismus von deutschem Boden, nie wieder Menschenjagd, in diesem Land Bedeutung.
Nie wieder Menschenjagd!
Nie wieder Menschenjagd! Das ist der Satz der Stunde, der dem Mainstream-Mob offenbar eingehämmert werden muss.
Der Rechtsstaat stellt auch die Instrumentarien nicht nur zur Verfügung, wie Menschen mit Menschen umzugehen haben, sondern er bindet auch alle staatliche Gewalt an diese Regeln. Neben dem materiellen Recht spielt das Prozessrecht eine oft sogar noch vorrangige Rolle. Darin sind die Spielregeln fest gehalten, wie staatliche Gewalt - und die Medien sehen sich ja oft gern als die vierte Gewalt - Menschen zu behandeln hat.
Öffentliche Vorverdächtigungen, Herabwürdigung von Menschen zu braunem Dreck, jemanden als pestbazillenähnlicher als Menschen
zu setzen - das ist ausgeschlossen. Jeder Mensch hat in Deutschland ein Recht auf einen fairen Prozess. Jeder hat ein Recht auf einen Verteidiger und einen Anwalt, der seine Interessen vertritt. Bis zur Rechtskraft eines Urteils gilt im Strafrecht und das kann man auf das politische Recht übertragen: die Unschuldsvermutung. Auch der professionelle Sportapparat in Deutschland ist angesichts dessen, dass er am Tropf des Steuerzahlers hängt, staatliche Gewalt.
Warum hat das Bundesverfassungsgericht den Allparteienanlauf die NPD verbieten zu lassen scheitern lassen müssen? Weil die Antragsteller den Spielregeln nicht Genüge getan haben. Sie haben ihrer Beweislast nicht mit rechtstaatlichen Mitteln entsprochen. Solange ist eine NPD, die niemand haben will, eine politische Partei. Sie wird ähnlich wie die SED-Nachfolgepartei Die Linke vom Verfassungsschutz beobachtet und von den Medien genauer betrachtet, aber sie ist, solange sie nicht verboten ist, verfassungskonform, dort wo sie entsprechende Wählerstimmen akkumulieren konnte, in den Parlamenten vertreten.
Jedem steht es frei die NPD politisch zu bekämpfen, aber der Kampf muss politischer Natur bleiben und verfassungskonform sowieso. Solange die NPD nicht verboten ist, kann die bloße Mitgliedschaft in dieser Partei weder verboten werden noch außerhalb des politischen Bereiches bekämpft werden. Von selbst ernannten Antifa-Sheriffs, die sich derzeit im veröffentlichten Bereich zusammenrotten, am allerwenigsten. Die NPDisten, die es in die Parlamente geschafft haben, haben alle Parlamentarierrechte wie jedes andere Parlamentsmitglied auch. Sie bekommen ihre Bezüge nach den üblichen Regeln, sie genießen Immunität und vieles mehr.
NPD-Mitglieder dürfen heiraten und sie dürfen Freundinnen oder Freunde haben. Selbst das Kinderkriegen wird ihnen verfassungskonform nicht zu verwehren sein. Sie können alle Grundrechte, die die Verfassung zur Verfügung stellt, im Rahmen der üblichen Regeln für sich geltend machen. Niemand wird kraft seiner Verwandtschaft, Verschwägerung oder Freundschaft mit oder zu einem NPD-Mitglied von dessen Parteimitgliedschaft oder den Zielen der NPD kontaminiert. Eine solche Kollateralhaftung ist grundgesetzwidrig.
Wie stoppt man eigentlich eine öffentliche Hetzjagd?
Deswegen ist auch die schwadronierende braune Scheiße, die man derzeit von besonders eifrigen Hetzern in den Medien zu Gesicht bekommt, ein besonders gefährliches Exkrement. Ich bemühe mich die Realität so drastisch es irgend geht zu benennen, und weise ausdrücklich darauf hin, dass hier der eher als Terminus Technikus verwendete Begriff der "braunen Scheiße" eine Untertreibung des zu beklagenden Sachverhaltes ist. Weil die Wirklichkeit oft kaum noch beschreibbar ist, ist das Bundesverfassungsgericht ja auf die Idee verfallen seine Grobianismusklausel, wie ich es hier einmal nennen möchte, für die Medien zu formulieren. Gemeint ist, dass ein drastischen Ausdruck regelrecht nötig sein kann, um im Mediengetöse noch irgendwie verstanden zu werden.
Die Lässigkeit, die sich im deutschen Feuilleton ähnlich wie im Politikbereich der Medien breit macht, mit der sich einzelne Journalisten hervor tun die Möglichkeiten ihres Arbeitsvertrages missbrauchend, ihren scheinheiligen Scheinkampf gegen Rechts zu führen, hat im Fall Drygalla in besonderer Weise eine entlarvende Wirkung.
Aus den Medien ist nichts Genaues zu erfahren, soweit es um die justiziablen Fakten geht. Dafür sind gerade Medien, aber auch Politiker in besonderer Weise da das einfache Volk über Tatsachen, über Realitäten, über die Sachverhalte, die es zu entscheiden gilt, aufzuklären und erst nach dieser Aufklärung die eigene als solche auch gekennzeichnete Wertung zur Disposition zu stellen.
In den quälend langen Tagen, seitdem der Fall Drygalla bekannt wurde, erfährt man, dass die junge Dame irgendwie ihre Polizeiausbildung abbrechen musste (freiwillig ausgeschieden sei) wegen irgendwelcher nicht näher bezeichneter rechtsradikal riechender Momente. Ob die Quittierung des Dienstes notwendig war, ob ein Rauswurf aus der Polizei rechtens gewesen wäre, erzählen einem die Medien nicht. Sie wissen es nicht, weil sie die Tatsachen, die Akten, die Fakten nicht kennen.
Da braucht es keinen Rechtsstaat und Basta
Aber Rechts ist immer dumpf und immer Sumpf und immer kontaminierend. Und da braucht es keinen Rechtsstaat, da liegen die Dinge klar, da wird der Täter öffentlich gehängt und Basta. Und das ist auch gut so.
Und in den Medien - und auch in der Politik - wird gebetsmühlenartig von den Kontakten der jungen Dame zu irgendeiner rechten Szene und zu ihrem Michael Fischer, der NPD-Funktionär und Mitglied verschiedener rechter oder Rechtsradikaler Veranstaltungen sei oder gewesen sei, schwadroniert.
Die einzige Aussage der Sportlerin, die bis Sonntagabend ernsthaft kolportiert wurde, war die, dass sich das Rudertalent seinerzeit 2010 und auch jetzt wieder von rechtem Gedankengut distanzierte und sich zu den olympischen Werten und der demokratischen Grundordnung bekennte, was aber sogleich als unzureichend und unglaubwürdig bezeichnet wurde.
Inzwischen hat sich Drygalla in einem anrührenden Interview dpa gegenüber geäußert. Und alle gegen sie erhobenen Anwürfe zurück gewiesen. Und darauf hingewiesen, dass auch der Verfassungsschutz nichts gegen sie vorliegen hat. Welch eine perverse Situation, dass sich eine 23.jährige, wie man es dem Interview auch entnimmt im Mediengeschehen ungeübte Sportlerin, überhaupt in dieser Weise einlassen muss.
Die sonst so gehätschelten Aussteiger erfahren etwas anderes als jetzt der Freund der Ruderin, der sich dem Benehmen nach von der NPD und anderen rechten Gruppen getrennt hat. Es wird immer deutlicher, dass hier der Skandal, Sebnitz lässt grüßen, ein Skandal der Unanständigen in den Medien und in der Politik ist.
Das Grundgesetz hält fest, dass niemand offen legen muss, welcher Religion er angehört. So schlau waren schon die Väter der Weimarer Verfassung, auf die sich die Autoren des Grundgesetzes berufen haben; der verfassungsrangige Rechtsgedanke, dass Niemand seine inneren Überzeugungen politischer, religiöser, gesellschaftlicher und sonstiger Art offenlegen muss, dies aber sehr wohl darf, ist dem Mainstream-Mob offenbar nicht bekannt.
Die öffentliche Suggestion die Sportlerin sei von rechtem Gedankengut so infiziert, dass ihre anders lautenden Erklärungen nichtig seien, geht weiter.
Rechts- und Ethikskandal
Die Autorin dieses offenen Briefes weiß vom Fall Drygalla nicht mehr als sie aus den Medien erfahren hat und das ist ein aufgeblasenes Nichts. Sie hat den Fall Drygalla nicht recherchiert und um den Fall geht hier auch nur mittelbar.
Es geht hier um einen evidenten Rechts-und Ethikskandal in der Bundesrepublik, in dem die Republik so abgesoffen ist, dass sie diese Pestbeule nicht oder nur unzureichend zu erkennen vermag. Das allein ist hier Gegenstand dieses offenen Briefes.
Selbst, wenn sich heraus stellen würde, dass alle Verdächtigungen gegen Drygalla zuträfen oder von der Wirklichkeit noch überholt würden, würde die Pestbeule damit in keinster Weise milder zu beurteilen sein. In Deutschland wird nicht nach Urin oder Bauchgefühl oder Kaffeesatz Menschenjagd betrieben.
Drygallas persönliche, private Beziehung zu Michael Fischer ist ihre private persönliche Beziehung, die von der Verfassung als Solche geschützt ist.
Eine juristische, eine strafrechtliche, eine politische, eine moralisch-ethische Haftung für Dritte, in welchem Verwandtschafts-oder Freundesgrad auch immer sie zu dem Betroffenen stehen, gibt es nicht. Auch der reichste Mann Deutschlands muss, wenn er denn rechtskräftig verurteilt ist, höchst persönlich ins Gefängnis gehen und kann seine Haftung nicht qua Rechtsgeschäft für viel Geld seinem besten Freund übertragen. Und auch eine hoheitliche Übertragung einer solchen Haftung gibt es nicht.
Haftung per Trauschein ist in deutschem Recht nicht vorgesehen. Und öffentlicher Druck, so eine Ehefrau wollen wir nicht, ist rechtsethisch als verwerflich einzustufen. Für die Haftung der Ehefrau braucht es einen eigenen Beitrag der Ehefrau, wie dies für jeden autonomen Menschen auch gilt.
Es bleibt dabei, tragisch dass man diese Tatsache in der aktuellen Lage feststellen muss, dass Michael Fischer für sein Tun einzustehen hat und Frau Drygalla für ihr Tun. Auch einen indizielle Wirkung des Tuns des Freundes auf die Beurteilung des Tuns der Sportlerin gibt es in verfassungskonformer Weise nicht.
Die braune Gesocks-Theorie, die immer wieder durch die Medien wabert, wie der Herr, so's Gescherr, alle in einen Sack und Etikett drauf, ist zwar populär, aber rechtsethisch und verfassungsrechtlich unhaltbar.
Die jetzt allenthalben herum wabernden Formulierungen, die von Politikern, Sportverbänden hin und her geschickt wurden, dass man " nichts davon gewusst habe", dass "alles bekannt gewesen" sei usw. täuschen eine Faktizität vor, die die Verwender dieser Vokabel nicht halten. Statt Verböserungen in die Welt zu setzen, wären die Fakten zu benennen, die längst bekannt waren, die man nicht wusste und dergleichen.
Bitte was genau hat man zu wissen. Oder was weiß man in Folge eines politischen Wegsehens nicht?
Die Gesocks-Theorie und die Kurze-Prozess-Manier
Das was der sich selber sechzig Jahre nach Hitlers Tod als antifaschistisches Heldentum anmaßende Mainstream derzeit an Menschenhetze gegen eine einzelne Ruderin leistet, ist eine reale Verfassungskatastrophe. Jede menschenverachtende Tat, sei es die eines Rechtsradikalen, die eines Linksradikalen, die eines autonomen, perversen Phantasien anhängenden Täters, ist nach dem Legalitätsprinzip von den zuständigen Behörden zu verfolgen und es gehört zu einer freien Presse, die leider de facto nicht ganz so frei ist, wie dieser Fall zeigt, das Geschehen am rechten und am linken Rand zu verfolgen und natürlich Kriminalität jedweder Art zu verfolgen.
Aber die Kurze-Prozess-Manier zeichnet die Hitlers, die Stalins, die Mao Tse Tungs , Pol Pots und Ho Tschi Minhs und andere aus. Das ist die Errungenschaft des Rechtsstaates, dass es den kurzen Prozess nicht gibt.
Der Fall Drygalla möge von den Behörden aufgeklärt werden. Sie sind jetzt am Zuge zum Schutze und zu Lasten der Gejagten. Die Staatsanwaltschaft in Deutschland ermittelt nicht nur zu Lasten, sondern auch zum Wohle des Delinquenten, das ist ihr gesetzlicher Auftrag. Und auch die Medien mögen unter Verzicht auf Menschenjagd-Methoden, so wie sie es in jedem anderen Fall täten, recherchieren. Und nicht populistisch skandalisieren.
Es gibt in der "Welt" vom 4.8.2012 einen Text unter dem Titel "Der braune Sumpf wird immer wieder kleingeredet", der exemplarisch für die verfassungsverachtende Hetzermentalität ist, die sich hier freien Lauf gebrochen hat.
Hier soll auf eine Exegese des von einem unbeherrschten Sadismus geprägten Pamphlets verzichtet werden. Soviel sei hier aber angemerkt: assoziative wabernde Gedankenketten ohne realen Boden und ohne jede Logik, aber bewehrt mit sehr unguten Scheinargumenten lassen den Text wie die wüsten Anklagen eines Roland Freisler oder einer Hilde Benjamin, die in ihren beschränkteren Möglichkeiten wütete, erscheinen.
Eine Schauprozess-Attitüde wird hier sichtbar und ein gewisser Aufruf zur Jagd auf die Ruderin, die mit Fotos vorgeführt wird, deren offenbar intendierte Wirkung auf Kontaminierung zielt, obwohl die Bilder aus sich heraus überhaupt keinen Rückschluss auf irgendeine Gesinnung enthalten. Und natürlich spielt der Text in der "Welt" mit dem Gedanken, dass, wer in Rostock geboren wurde, rechtsradikales Erbgut in sich trüge und er spielt mit dem Gedanken, dass ein gewisser Joachim Gauck Rostocker in diesem Sinne sein könnte. Zitat aus dem Artikel in der Welt: "(...)Rostock ist nicht nur die Heimatstadt von Nadja Drygalla. Auch der Bundespräsident stammt aus der Hansestadt. Joachim Gauck wird in dieser wichtigen Debatte gebraucht.(...)"
Indymedia will die "Welt" zudem per Mail rechtzeitig vor Veröffentlichung gewarnt haben Drygalla in Verbindung mit einem Foto zu bringen, auf dem eine blonde Frau im Kreise einer rechtsradikalen Demonstration in Malchow im Jahr 2009 zu sehen ist. Indymedia schreibt, dass "die Welt" dieses Bild mit der Frage, ob dies Drygalla sei, in inkriminierender Weise veröffentlicht hätte. Drygalla selber bekundet nicht mit der abgebildeten Frau identisch zu sein. Indymedia behauptet sogar den mutmaßlich richtigen Namen der jungen Frau auf dem Foto zu kennen und erklärt, es ist nicht Drygalla. Gleichwohl kartete die "Welt am Sonntag" gestern weiter nach und erzeugte massiv den Eindruck unter der Überschrift "Ruderin Drygalla selbst in rechte Szene verstrickt" neue Fakten zu haben und veröffentlichte auch das besagtem Foto aus Aufmacher, mit der Botschaft, dass Drygalla im Prinzip höchst persönlich eine rechtsradikale Nazifrau sei: Recherche? Fair play? Altera pars? Böse Absicht? Letztere gewiss.
http://www.welt.de/sport/olympia/article108480866/Ruderin-Drygalla-selbst-in-rechte-Szene-verstrickt.html
Ist das Welt-Journalismus? Oder hat sich in der "Welt" die Gruppendynamik der Jäger hemmungslos verselbständigt. In wie vielen Medien sind eigentlich wie viele dieser Jäger am Werk? Täglich Unmengen von Beiträgen, ein Beitrag jagt den nächsten. Aber wo bleiben die Fakten? Wo bleibt die journalistische Recherche?
Die Sportlerin soll mediengemäß auf irgendwelchen rechten Seiten im Internet gewesen sein?! Auf diesen Seiten gibt es von den selbsternannten Jägern der Nazis oder Neonazis reichlich Frequenz. Sind die Jäger deswegen sich verstellende Sympathisanten?
Und Michael Fischer soll, wie es in den Medien heißt, auch schon in Gewalttätigkeiten verwickelt gewesen sein. Joschka Fischer war in reifem Alter in extremer Weise und über Jahre routinemäßig persönlich in politisch motivierte Schlägereien und Gewaltexzesse verwickelt, dies allerdings eher im Namen des Völkermörders Mao Tse Tung. Das hat ihm aber nicht geschadet, sondern, ganz gewiss zu Unrecht, genützt.
Auch hier gilt: Fakten, Fakten, Fakten.
Wenn es zutrifft, dass Michael Fischer eine Veranstaltungen für Naziopfer gestört hat, dann ist das sofort zu beweisen und gegebenenfalls von den zuständigen Behörden zu verfolgen und von den Medien zu berichten. Nur das hat nach dem jetzigen Stand der Dinge nichts mit der Sportlerin zu tun.
Hier soll einmal die taz als Quelle dienen aus ihrem Artikel
Die zitiert Michael Fischer, den Freund von Nadja Drygalla, in einem Artikel vom 3.8.2012 http://www.taz.de/!98758/ so:
"(...)Beim Szeneportal „Mupinfo“, das der NPD-Landtagsabgeordnete David Petereit verantwortet, schrieb Fischer am 30. Juli 2011: „Die Stadt hat kein Geld, da die Demokraten jahrelang in die eigene Tasche gewirtschaftet oder Klientelpolitik betrieben haben, aber wenigstens kann man 10.000 Euro zur Verfügung stellen, wenn es um den Bau einer neuen Moschee in Rostock geht“ und forderte, „dass die verfügbaren Gelder der Stadt umgehend und ausschließlich für deutsche Interessen eingesetzt werden“. Am 16. Juni diesen Jahres wetterte er gegen die „linke Ausländerlobby“, die sich für einen Asylbewerber engagierten.(...)
Auch die taz im Hypergau. Auch hier Hetze im Stundentakt.
Im Interesse der von den Medien heiß geliebten und gelegentlich intensiv missverstandenen Presse-und Meinungsfreiheit hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass die öffentliche Äußerung "Ausländer raus" für sich gesehen und ohne weiteren Kontext von den Grundrechten des Artikel 5 gedeckt ist, wobei das Verfassungsgericht den Unwert der Formulierung "Ausländer raus" mitnichten verkennt.
Jeder Haushaltstitel darf und muss diskutiert werden, auch der für einen Moscheebau, einen Kirchenbau oder einen Synagogenbau. Die Formulierung, "für deutsche Interessen", zu denen ein Moscheebau, ein Kirchenbau oder ein Synagogenbau gehören kann, ist eine Formulierung, die per se der Grundrechtsbewertung des Bundesverfassungsgerichtes erst einmal entspricht. Ein dumpfes und auch ein uninformiertes Herumgefuhrwerke mit sogenannten "Argumenten", vorliegend gegen einen Michael Fischer, ist wenig hilfreich. Der Ausspruch "linke Ausländerlobby", die sich für einen Asylbewerber engagierten...(...) ist für sich gesehen eine höchst ambivalente Sache.. Linke Lobbys halten sich seit langem etwas darauf zu Gute, dass sie sich zwar nicht kontinuierlich, aber immer wieder für einzelne Asylbewerber einsetzen und genauso wie der inkriminierte Ausspruch diesen Tatbestand beschreiben kann, kann er auch als Beschimpfung gemeint gewesen sein. Der entscheidende Kontext ist bislang nicht hinreichend bekannt.
Hat Drygalla gegen geltendes Recht verstoßen?
Es geht im Fall Nadja Drygalla darum erst einmal festzustellen, ob ihr ein Rechtsverstoß vorzuwerfen ist. Es geht nicht darum, ob man alles gut und schön findet, was sie sagt und denkt und tut. Wenn ihr ein Verstoß gegen geltendes Recht vorzuhalten ist und in gerichtsfester Weise vorgehalten wird, wäre der Fall einfach. Das, was der Medienmob bisher zustande gebracht hat, ist davon weit entfernt. Hat sie sich im Bereich der rechtlich erlaubten Grenzen bewegt, mag man ihr Denken, Sagen und Tun für bekämpfenswert erklären und bekämpfen. Sie aber einer öffentlichen Vernichtungskampagne zu unterziehen, wäre auch in dem Fall grundsätzlich ausgeschlossen.
Was ist, wenn ein NPD-Parlamentsmitglied zugleich alle Voraussetzungen erfüllt in der Olympia-Mannschaft für Deutschland anzutreten? Schwer vorstellbar, dass jemand das Recht haben soll den Souverän im Parlament zu vertreten, aber im Sport, der in seiner Bedeutung einige Stufen unterhalb des demokratischen Rechtsstaates steht, nicht.
Der mit Steuergeldern geförderte Profispitzensport, der auch das olympische Geschehen beherrscht, soll verfassungskonform "gesäubert" werden können, um eine stalinsche Kategorie zu verwenden, von Menschen und Gesinnungen, die in den Parlamenten vertreten sind? Wie gigantisch muss die Schizophrenie eigentlich sein, um über derart komplexe Fragen plump hinweg zu gehen und eine Spitzensportlerin zu attackieren, bei der fraglich ist, ob sie überhaupt den Anfangstatverdacht eines eigenhändigen Neo-Nazitums erfüllt?
Das öffentliche Insinuieren eines Abfärbeffektes von rechten oder rechtsradikalen Aktivitäten des Michael Fischer auf Drygalla ist der Anfang vom Ende einer freien Presse und vor allem des Grundgesetzes und des Rechtsstaates.
Jeder vernünftige Mensch ist gegen Extremismus, gegen Neo-Nazitum. Wer allerdings sich falsche, das Recht verletzende Methoden in seinem Gegen-Sein anmaßt, verlässt den Pfad der Tugend.
Das Grundgesetz kennt die Gesocks- oder die Sud-Theorie nicht und nicht einmal Begriffe wie "rechtes Gedankengut". Zwar ist man geneigt obenhin einen Satz, den man so oder ähnlich in seriösen Medien gelegentlich hört, wie "Trockenlegung des rechten Sumpfes" sympathisch gegenüber zu treten, aber mit derlei Denkschemata im Hinterkopf lässt sich der Fall Drygalla, so wie er sich bisher öffentlich darstellt, weder dahin lösen, dass die junge Dame von der Olympiabühne freiwillig abtreten muss, noch lässt sich so von ihr ein Abschwur verlangen, der, wenn er denn kommt prompt nicht oder nur eingeschränkt geglaubt wird.
Im Umgang mit Extremisten offenbart sich der Rechtsstaat
Die Verfassung ist das Instrumentarium, das den Umgang mit Extremisten letztlich regelt. Natürlich räumt die Verfassung auch insoweit Spielräume ein. Die sind allerdings in dieser Sache exorbitant verlassen worden. Im Umgang mit Extremisten offenbart sich der Rechtsstaat, der nicht einknicken darf und mit unrechtsstaatlichen Methoden reagieren oder gar zurückschlagen darf. Und wer die Vokabel Rechtsradikalismus als Joker begreift, um sich selber grenzenlose Legitimität zu attestieren, wie es derzeit einschlägige Medienvertreter und Politikvertreter tun, der missbraucht seine Medienmacht oder seine politische Stellung.
Wie schön wäre es, wenn es keine Neonazis gäbe und wenn es keine linksradikalen Verfassungsfeinde gäbe. Und wie schön wäre es, wenn es keine Menschen gäbe, die sich selber in verfassungsfeindlicher Weise in ihrem vorgeblichen Kampf, hier gegen Rechtsradikalismus, sonnten und in den Vordergrund spielten.
Es hat auf eine ganz ungesunde Art überhandgenommen, dass ein paar Wenige sich als Zugpferde in den Medien gerierende Journalisten - und viele Politiker knicken ein, kochen ihr Karrieresüppchen, die Gewaltenteilung der Verfassung durchbrechen und sich als Ankläger und Verurteiler in einer Person betätigen und mit der deutschen Geschichte höchst eigennützig Schindluder treiben und in furchtbarer Art das Leid von Millionen von individuellen einzelnen Menschen, die von den Nazis umgebracht wurden und das Leid von deren Angehörigen für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.
Als Bürgerin dieses Landes und als Journalistin äußere ich hiermit die Bitte an Sie dieser Menschenjagd, die sich hier offenbart und als Solche nicht erkannt und als Solche auch nicht anerkannt wird, entgegen zu treten und dem Grundgesetz seine reale Geltung auch in der Gesellschaft zu sichern.
Da der deutsche Presserat mehr Unheil als Segen in seinem kurzen Leben gebracht hat, und da er selber viel zu sehr Teil des Systems ist, wäre es auch nützlich diesem unsäglichen Gremium eine Lehre zu erteilen. Dies ist keine Bitte an Sie, aber es wäre ein heilsamer Effekt, wenn alle am veröffentlichten Raum Beteiligten aus ihrem Wahn aufwachten und damit auch der Presserat aufwachen und seines Amtes walten könnte.
Andauernd werden irgendwelche Opfer der Medien, gar ein Ottfried Fischer, öffentlich bemitleidet, was in vielen Fällen ja schön ist. Nur an die wirklichen Opfer der Medien denkt systembedingt niemand. Es ist keine innere Zensur, wenn Medienunternehmen, denen man in Deutschland nun einmal die Pressefreiheit anvertraut, einzelnen Journalisten, die das Grundgesetz missachten oder missbrauchen, um unter der Fahne des Kampfes zum Beispiel gegen Rechts, die oben schon beschriebene Sau rauslassen, Grenzen setzen. Man kann nicht immer nur nach der BILD-Zeitung schreien, deren Journalisten routinemäßig und routiniert den Geist des Grundgesetzes quälten.
Im Fall Drygalla zeigt sich nämlich gerade, dass die sogenannten seriösen Medien die schlimmsten Hetzer beherbergen. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben diesbezüglich vor ihrer Haustür zu kehren. Und alle politischen Parteien müssen sich fragen lassen, ob sie aus Opportunismus im Fall Drygalla der vorverurteilenden und aburteilenden Menschenjagd in einer schändlichen Weise zuschauen.
Der Sportminister Hand-Peter-Friedrich tönt, dass im Sport extremistische Ansichten keinen Platz haben, dass Sportler Vorbildfunktionen hätten. Der Sachverhalt müsse deswegen umfassend gründlich geklärt werden. Wo er recht hat, hat er recht. Anzumerken bleibt, dass extremistische Ansichten in der Gesellschaft keinen Platz haben und dass auch mit so einem Satz kein Präjudiz verbunden sein darf. Allerdings: das Gekäse von allen möglichen Vorbildfunktionen kann man wirklich nicht mehr mit anhören. Vorbild zeigte der Sportminister, wenn er einen Menschen vor den Krallen des Mob bis zu einem Beweis der furchtbaren Vorwürfe in Schutz nähme.
Prima facie ist nicht Drygalla das Problem, sondern die Jäger der Sportlerin sind das Problem.
Kampf gegen Rechts ist kein Sport
Die Linken haben naturgemäß eine Tendenz die Rechten anzugreifen und die Konservativen haben eine Tendenz sich von den Rechten abzusetzen. Und die Liberalen im Wortsinn gibt es nicht mehr.
Kampf gegen Rechts ist kein Sport. Ist kein Ersatz für Sheriffspiele und für Lynchjustiz. Kampf gegen Rechtsextremismus ist Verfassungsauftrag. Kampf gegen Extremismus überhaupt ist Verfassungsauftrag. Den allerdings haben die Drygalla-Jäger nicht im Kopf. Und deswegen sehe ich hier, dass das Staatsoberhaupt offenbar die einzige Instanz ist, die die Chance hat einen grundsätzlichen Webfehler im veröffentlichten Raum aufzulösen.
Nulltoleranz gegen rechts kann eben nicht heißen, dass der "Angeklagte" seiner Rechtsgarantien verlustig geht.
Der Irrglaube die Demokratie und die Presse würden es schon richten, ist zu Gunsten des Systems viel zu etabliert als dass das System sich selber täglich auf den Prüfstand stellen könnte, was aber die wichtigste Voraussetzung für Rechtsstaat und Demokratie ist. Eine auf Papier gedruckte Verfassung ist tot, sie muss gelebt werden.
Wo bleibt die Würde des Menschen? Wo bleibt das unverzichtbare Recht jedes Menschen auf ein faires Verfahren? Muss man es mit ansehen, wie die Wirklichkeit durch kollektive Hetze sukzessive umdefiniert wird und regelrecht neu gestaltet wird? Muss man es mit ansehen, wie ein Mensch so lange vermonstert wird, bis er allen wie ein Monster erscheint? Darf die Gesellschaft es mit ansehen, wie ein Mensch zum Spielball des Geschehens gemacht wird? Was weiß ein solches Opfer des Mainstreams am Ende noch von und über sich selbst und über seine eigene Biographie? Entspricht es der Menschenwürde, dass jemand Kotau-artig sich selber öffentlich aufblättern muss und dabei Gefahr läuft sich womöglich in Widersprüche zu verwickeln oder unzutreffende Angaben zu machen?
Das von den Hetzern aufgehängte Damoklesschwert, Sport weg, Existenz weg, Zukunft weg, Freund und Freunde weg und die eigene Biographie zerstört ist wider den Geist der Verfassung.
Mit freundlichen Grüßen
Bettina Röhl |
_________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..."
Zuletzt bearbeitet von Filzstift am 10 Aug 2012 - 10:35:13, insgesamt einmal bearbeitet |
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koenig_ludwig73 Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 30.07.2009 Beiträge: 5332 Wohnort: Neuschwanstein
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 10:34:52 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
| Heute reicht ein derzeit noch unbegründeter Anfangsverdacht mit jemandem in Kontakt gestanden zu haben der für eine nicht verbotene Organisation sein passives Wahlrecht in Anspruch nahm, damit sich der Sport der derzeitigen politischen Gemengelage unterordnet. |
1. Es ist kein bloßer Verdacht, dass sie mit dem Kerl zusammen war - sie ist es bis heute.
2. Nicht verboten, nunja, aus welchen Gründen. Zudem bekannte er sich zu offen nationalsozialistischen Organisationen (NS Rostock).
3. Sie war mit ihm zusammen, als er sich dort engagierte. Ihre Einstellung beginnt daher mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei "Nationalsozialismus ist keine schlimme Sache", alles andere ist unglaubwürdig. Sonst wäre sie nicht mit ihm zusammen gewesen.
4. Der Sport darf ausschließen, wen er will, der DLV ist letztlich eine private Organisation. Wäre er eine staatliche, sähe das ganz anders aus.
5. Vom Standpunkt einer privaten Organisation finde ich es nachvollziehbar und vertretbar, wenn man Sportler, die im Kontakt mit dem rechten Milieu stehen, ausschließt.
Kritisieren kann man aber tatsächlich den wohl etwas übereilten Rauswurf. Sinnvolle und gründliche Aufklärung wäre angebrachter gewesen - allerdings stellt sich die Frage, ob das im Rahmen der Spiele noch möglich gewesen wäre.
| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
Und ja klar, wer die linke Hexenjagd nicht mitbetreibt, weil ihm Demokratie, Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit und Rechtsstaat wichtiger sind, muß natürlich den Nationalsozialismus verherrlichen. |
Du verherrlichst den Nationalsozialismus indem du die Meinungsunterdrückung im Dritten Reich mit der vorgeblichen "linken Meinungsdiktatur" von heute gleichsetzt.
Zu den "neutralen Spielen": Die Spiele an sich sind heute auch neutral, und unabhängig davon, was ein Landesverband tut oder lässt. Glaubst du ernsthaft, die Chinesen würden offen regimekritische Sportler antreten lassen? |
1. es ist kein bloßer Verdacht aber wer mit Minderheiten spielt macht sich eben die Fingerchen schmutzig, oder wie?
2. es ist zwar nicht verboten aber weil wir als Gesellschaft zu doof dazu waren muss eben im Einzelfall deportiert werden.
3. Allein schon der Kontakt zu Minderheiten zeigt ganz klare Präferenzen wer gar Kind einer solchen Minderheit ist oder sich einfach nur verliebt, na selbst schuld. Ich würde vorschlagen die Haare ganz kurz scheren und nackt durchs Dorf treiben mit einem Schild um den Hals. da haben wir Erfahrungen mit als Deutsche.
4. Immer darf die größere Gruppe ausschließen wen sie will. So haben wir das in der Klasse auch gemacht wenns um Mobbing ging. Da muß man eben der Masse folgen. Deshalb wurden an der innerdeutschen Grenze auch 40 Jahre lang Abweichler liquidiert.
5. und deshalb ist auch richtig offensichtlich Artfremde aufgrund Religion, Hautfarbe oder ähnlichem auszuschließen. Oder einfach weil uns deren Meinung nicht gefällt. Es ist zwar nicht verboten bunte Kleidung zu tragen aber die daraus folgenden Konsequenzen hat sich jeder selbst zu zu schreiben.
Sag mal Gaisler Du hast nicht zufällig irgendwelche Nürnberger Gesetze im Sinn gehabt als Du das verfasst hast?
Und bitte seit wann sind kommunistische Diktaturen unser Maßstab wie wir zu denken haben? _________________ Am Ende wird alles gut und wenns nicht gut ist ist es nicht das Ende. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 11:06:04 Titel: |
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mir kommt bei einigen Kommentaren (nicht nur hier) zum "Nahtsie"Vorfall Olympia2012 immer wieder dieses historische Foto in den Sinn ...
http://img1.imagebanana.com/img/8c5az9ci/rassegesetze1.JPG
Haben die Linken nichts gelernt oder sind die Unterschiede tatsächlich nur marginal? _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 11:10:05 Titel: |
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| koenig_ludwig73 hat folgendes geschrieben: |
Obwohl Antisemitismus nicht nur in Deutschland sondern damals weltweit zelebriert wurde stellten sich die damaligen Organisatoren ganz klar gegen die vorherrschende politische Meinung und forderten selbst von Nazideutschland unbedingte Neutralität ein. Die Politik ordnete sich unter.
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Gut, dass z.B. Gretel Bergmann hier nicht mitlesen muss.
Zuletzt bearbeitet von Jockelx am 10 Aug 2012 - 11:11:58, insgesamt einmal bearbeitet |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 11:11:32 Titel: |
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| Jockelx hat folgendes geschrieben: |
Gut, dass z.B. Gretel Bergmann hier nicht mitlesen muss. |
"Diese Seite existiert nicht"  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Jockelx Senior Member


Anmeldungsdatum: 24.06.2005 Beiträge: 3306
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 11:12:24 Titel: |
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Jetzt schon  |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5832 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 10 Aug 2012 - 11:16:07 Titel: |
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| Jockelx hat folgendes geschrieben: |
Jetzt schon  |
Schon interessant, hat aber weit weniger mit dem Nahtsie-Vorfall Olympia2012 zu tun, als das von mir eingestellte historische Foto, das frappierend Parallelen aufzeigt. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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