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Anspruch eines Studiums quantitativ ausdrückbar?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Anspruch eines Studiums quantitativ ausdrückbar?
 
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Newgate
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Anmeldungsdatum: 03.04.2012
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 05 Apr 2012 - 23:13:46    Titel: Anspruch eines Studiums quantitativ ausdrückbar?

Hallo,

nachdem ich im Internet manche Threads bzgl. des Anspruchs verschiedener Studiengänge durchgelesen habe (bei der sich mitunter Mediziner, Juristen, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler gegenseitig beschossen haben), interessiert mich nun, inwieweit es möglich ist, den Anspruch eines Studiums in Zahlen auszudrücken. Könnt ihr mir hier weiterhelfen?

Mein erster eigener Ansatz, der vergleichsweise spontan zustande gekommen ist, sieht dabei wie folgt aus:

Ein gewichtetes 10 Punkte System (bei 0 stellt das Studium sowie das spätere Berufsleben garkeinen derartigen Ansprüche an den Absolventen, während bei 10, wie ersichtlich sein dürfte, der gestellte Anspruch ganz oben auf der Messlatte wiederzufinden ist), bei dem verschiedenen Kategorien unterschiedlich stark gewichtet werden. Das ist selbstverständlich noch (sowohl von der Gewichtung als auch der zur Bewertung aufgeführten Kriterien) sehr unausgereift, aber das dürfte soweit ja klar sein.

Anforderungsprofil vom Stoff selbst:

Stoff- bzw. Lernpensum allgm.: Gewichtung 3x
Tiefe der jeweiligen Sachgebiete: Gewichtung 2x
Anzahl der behandelten Sachgebiete: Gewichtung 2x
Vorhandensein komplexer Zusammenhänge: Gewichtung 2x

Für die Ausübung erforderliche Kompetenzen:

Soziale Kompetenz: Gewichtung 1x
Breites Allgemeinwissen: Gewichtung 1x
Pädagogische Kompetenz: Gewichtung 1x
Handwerkliches Geschick: Gewichtung 2x
Belastbarkeit: Gewichtung 2x
Kreativität: Gewichtung 3x
Emotionale Intelligenz: Gewichtung 2x
allgm. Sprachkenntnis: Gewichtung 1x
Sprachverständnis: Gewichtung 1x
Praktisches Denken: Gewichtung 2x
Abstraktes Denken: Gewichtung 2x
Analytisches Denken: Gewichtung 2x

Gefördertes Spezialtalent (z.B. für Musik/Kunst) erford.: Gewichtung 3x



Habt ihr weitere Ideen bzw. andere Ansatzpunkte oder aber Ergänzungs- sowie Korrekturvorschläge? Oder ist der Versuch, den Anspruch einzelner Studiengänge (einmal FH bzw. Uni unabhängig) zu beschreiben, von Anfang an zum Scheitern verurteilt?
Nalien
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Anmeldungsdatum: 21.05.2010
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 02:42:47    Titel:

Rechts-, Geistes-, Sozialwissenschaften, Medizin und aehnliches = Auswendiglernen.
Das hat mit geistigem Anspruch nichts zutun sondern ausschliesslich mit Fleiss.

Das Naturwissenschaften und andere quantitative Faecher da einem (je nach Studienort) etwas abverlangen werden, versteht sich von selbst.

Keinesfalls soll dies abwertend wirken, denn jedem ist selbst ueberlassen was ihm oder ihr Spass macht, es aendert jedoch nichts an den Tatsachen.
2,71828
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Anmeldungsdatum: 12.02.2008
Beiträge: 2373

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 11:33:18    Titel: Re: Anspruch eines Studiums quantitativ ausdrückbar?

Newgate hat folgendes geschrieben:
Stoff- bzw. Lernpensum allgm.: Gewichtung 3x
Tiefe der jeweiligen Sachgebiete: Gewichtung 2x
Anzahl der behandelten Sachgebiete: Gewichtung 2x
Vorhandensein komplexer Zusammenhänge: Gewichtung 2x

Für die Ausübung erforderliche Kompetenzen:

Soziale Kompetenz: Gewichtung 1x
Breites Allgemeinwissen: Gewichtung 1x
Pädagogische Kompetenz: Gewichtung 1x
Handwerkliches Geschick: Gewichtung 2x
Belastbarkeit: Gewichtung 2x
Kreativität: Gewichtung 3x
Emotionale Intelligenz: Gewichtung 2x
allgm. Sprachkenntnis: Gewichtung 1x
Sprachverständnis: Gewichtung 1x
Praktisches Denken: Gewichtung 2x
Abstraktes Denken: Gewichtung 2x
Analytisches Denken: Gewichtung 2x

Gefördertes Spezialtalent (z.B. für Musik/Kunst) erford.: Gewichtung 3x

Diese Kriterien sind alles andere als objektiv.


Einen Vergleich zwischen Studiengängen gibt es hier:
http://www.sciencefun.de/artikel/912807
(auch in diesem PDF zu finden: http://www.bmbf.de/pub/studiensituation_und_studentische_orientierungen_2005_gesamt.pdf)
wasp
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 2718

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 13:40:24    Titel:

Nalien hat folgendes geschrieben:
Rechts-, Geistes-, Sozialwissenschaften, Medizin und aehnliches = Auswendiglernen.
Das hat mit geistigem Anspruch nichts zutun sondern ausschliesslich mit Fleiss.


Wieso denken die Leute immer, dass Jura etwas mit Auswendiglernen zu tun hat. Dass die Juristen die wichtigsten Gesetze nachher im Kopf haben, ist eher Beigeschmack des Studiums, so wie man in Mathe die wesentlichen Ableitungen nachher im Kopf hat.
Jura ist alles andere als Auswendiglernen und nur Fleißarbeit, sondern ein Fach mit sehr komplexen Zusammenhängen, die es zu analysieren gilt.
Lilith05
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Anmeldungsdatum: 15.04.2008
Beiträge: 557
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 13:54:47    Titel:

Selbiges gilt für die Geisteswissenschaften: Auswendiglernen kann - je nach Fach, Prüfer, Thema - bei Klausuren noch helfen. Aber spätestens bei der ersten Hausarbeit (und diese bilden zumindest in meinen Fächern den Löwenanteil an Leistungsnachweisen) hilft auswendiglernen überhaupt nicht mehr weiter. Da gilt es Zusammenhänge zu erfassen, Argumente zu analysieren, Texte zu deuten, das gesellschaftliche Miteinander zu interpretieren, etc.

Die Liste da oben ist überhaupt nicht zu gebrauchen, tut mir Leid... extrem willkürlich, mit Objektivität oder Vergleichbarkeit hat das nichts zu tun. Neeee... Man kann und sollte eben nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Newgate
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Anmeldungsdatum: 03.04.2012
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 13:56:47    Titel: Re: Anspruch eines Studiums quantitativ ausdrückbar?

2,71828 hat folgendes geschrieben:
Diese Kriterien sind alles andere als objektiv.


Ich weiß. Leider sind mir spontan keine besseren eingefallen. Alternative Ansatzpunkte wären daher nicht schlecht.

2,71828 hat folgendes geschrieben:
Einen Vergleich zwischen Studiengängen gibt es hier:
http://www.sciencefun.de/artikel/912807
(auch in diesem PDF zu finden: http://www.bmbf.de/pub/studiensituation_und_studentische_orientierungen_2005_gesamt.pdf)


Dankeschön. Sieht nach einer interessanten Herangehensweise aus.
Nalien
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Anmeldungsdatum: 21.05.2010
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 06 Apr 2012 - 23:48:28    Titel:

wasp hat folgendes geschrieben:
Nalien hat folgendes geschrieben:
Rechts-, Geistes-, Sozialwissenschaften, Medizin und aehnliches = Auswendiglernen.
Das hat mit geistigem Anspruch nichts zutun sondern ausschliesslich mit Fleiss.


Wieso denken die Leute immer, dass Jura etwas mit Auswendiglernen zu tun hat. Dass die Juristen die wichtigsten Gesetze nachher im Kopf haben, ist eher Beigeschmack des Studiums, so wie man in Mathe die wesentlichen Ableitungen nachher im Kopf hat.
Jura ist alles andere als Auswendiglernen und nur Fleißarbeit, sondern ein Fach mit sehr komplexen Zusammenhängen, die es zu analysieren gilt.

Das hab ich anders kennengelernt.
Rhyeira
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Anmeldungsdatum: 18.03.2008
Beiträge: 3012

BeitragVerfasst am: 07 Apr 2012 - 08:20:33    Titel:

Indem du das Fach selbst bis zum Examen studiert hast? Das würde mich sehr wundern.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 07 Apr 2012 - 12:19:00    Titel:

ich habe vor dem studium eine ausbildung zum finanzwirt gemacht und kenne mich deswegen mit einigen gesetzen aus. das prinzip ist immer gleich, sobald man den systematischen aufbau verstanden hat, klappert man bei einer subsumtion die paragraphen ab. damit man den systematischen aufbau eines gesetzes verstehen kann, muss man aber schon viel auswendig wissen. da fehlt mir genau wie bei geschichte etc. die forschung.
das studium ist deswegen nicht einfacher, sondern erfordert viel fleiß, aber hat meiner meinung nach einen geringeren akademischen anspruch als z.b. MINT-fächer. die schlechten noten werden doch bewusst erzeugt.
Nalien
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Anmeldungsdatum: 21.05.2010
Beiträge: 612

BeitragVerfasst am: 08 Apr 2012 - 18:35:17    Titel:

Fuer Module qualitativer Methoden genuegt ein je nach Person variierendes Mass an Fleiss.

Da ich mit Beidem auseinandergesetzt bin glaube ich dies relativ gut beurteilen zu koennen.
Kein Mensch der Klausuraufgaben hoch und runter paukt wird durch eine Klausur qualitativer Natur durchfallen.
Selbst in den meisten quantitativen Modulen ist zumindest ein Bestehen problemlos durch stupides Ueben und Auswendiglernen moeglich, da in Klausuren immer Aufgaben nach Schema abgefragt werden. In der Tat moegen diese manchmal verschleiert sein, wer allerdings durch ein Verdrehen der Wortwahl nicht durchblickt, hat in einem Studium ohnehin nichts verloren.

Edit: Und wie FH-Spacken bereits angedeutet hat, Leistung =/= intellektueller Anspruch. Blos weil man fuer bspw. Jura viel lernen muss, heisst es nicht das es intellektuell anspruchsvoll ist.

Und zu den hohen Durchfallzahlen.... Auch ich habe mich zu Beginn von diesen blenden lassen, doch wenn ich mir ansehe was fuer Menschen sich an Hochschulen rumtreiben, verlieren diese Zahlen jegliche Aussagekraft.
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