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Zweitstudium Medizin nach Physik
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MasterFrogify
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Anmeldungsdatum: 24.04.2012
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2012 - 20:52:11    Titel: Zweitstudium Medizin nach Physik

Moin,

ich weiß das Thema gab es schon öfters, die meisten sind nur eben bereits fast 10 Jahre alt. An der Messzahl und der vermeindlichen Willkür der Bewertung der ZVS kann (und bei der Messzahl hat) sich inzwischen sicherlich was geändert. Ich sage es ganz direkt: Was ich nicht hören möchte ist irgendein "Studienplatzdieb"-Geschwätz.

Meine Frage ist die Folgende:

Ich habe ein abgeschlossenes Physikstudium (B.Sc.) mit dem Nebenfach Biophysik für Naturwissenschaftler und Mediziner. Im Rahmen des Nebenfaches wurden insbesondere bildgebende Verfahren, zelluläre und molekulare Grundlagen der Strahlenwirkung auf Gewebe behandelt. Außerdem wurde die Strahlentherapie, sowie der Strahlenschutz in maßgeblichen Teilen besprochen (d.h. was ist Fraktionierung, welche Bestrahlungsarten welche Vorteile haben, Strahlennebenwirkungen etc.). Das Nebenfach wurde mit einem Praktikum abgeschlossen.

Ich habe im Rahmen dieser Vorlesung eine unglaubliche Begeistung für die Onkologie, Radiologie und Nuklearmedizin entwickelt und möchte nun ein Zweitstudiummedizin absolvieren, um am Patienten arbeiten zu können und nicht an den Geräten. Daher tüftel ich momentan an meinem Motivationsschreiben für die ZVS.

Meine Versuche laufen momentan darauf hinaus Fallgruppe 3 geltend zu machen:
Zitat:

In den Fällen der Fallgruppe 3 wird maßgeblich darauf
abgestellt, welche berufliche Tätigkeit angestrebt wird
und in welcher Weise beide Studienabschlüsse für die Berufsausübung
förderlich sind. Entscheidend ist die konkrete
und individuelle Berufsplanung. Zwischen den Inhalten
des abgeschlossenen Erststudiums und des angestrebten
Zweitstudiums muss ein sachlicher Zusammenhang
hergestellt werden können.


Allerdings liest man ja immer wieder, dass Fallgruppe 3 quasi der Härtefall im Sinne von "Zweitstudium oder arbeitslos" ist.

Kann mir irgendjemand berichten, welche Fallgruppe er (mit ähnlichen Anfangsbedinungen) bekommen hat? Welche Argumentation?

Ist meine Argumentation überhaupt schlüssig, wenn ich behaupte, dass ich es zum einen aus tiefsten persönlich Interesse möchte und zum anderen, weil ich ein Physikstudium als ideale Grundlage für die Arbeit in der Radioonkologie sehe? Die ZVS soll bei der Plausibilität der Gründe ja sehr "willkürlich" handeln.

Ferner heißt es seitens der ZVS für Fallgruppe 3 ja auch:
Zitat:

Unerheblich ist hingegen, in
welchem Studiengebiet der Schwerpunkt der späteren
Berufsausübung liegt und in welcher Reihenfolge das
Erst- und das Zweitstudium betrieben werden.


Heißt das, dass meine spätere Spezialisierung in der Medizin unerheblich ist, oder dass es egal ist, ob ich mich in einem Fachgebiet der Medizin oder Physik spezialisieren möchte?

Darüber hinaus: Wird die Note des Abschlusses absolut betrachtet oder relativ zum studiengangspezifischen Mittelwert? Man hört ja z.B. dass Jura-Studenten kaum besser als 3.0 werden daher von der ZVS schon etwas "besser" betrachtet werden und bei mir im Physikstudium war es nicht anders. Hatte man ein Minuszeichen zu viel konnte einen das von 2.0 auf 3.5 werfen, egal wie gut man das Thema beherrschte. Mein Abschluss ist nicht schlecht, im Vergleich zu meinen Kommolitonen sogar gut, aber mehr als 3 Punkte bringt der mir nicht ein.

Ich wäre echt über jede Antwort glücklich. Vorallem aber, wenn sich jemand meldet, der dieses Prozedere schon hinter sich hat oder in dem entsprechenden Bereich arbeit und mir erzählen kann, ob ich hier plausibel begründe.
DasAtom
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Anmeldungsdatum: 06.11.2007
Beiträge: 337
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 06 Mai 2012 - 23:00:39    Titel:

Moin MasterFrogify,

ich selbst studiere zwar nur Medizin, aber ich kenne jemanden der erst Physik studiert hat und nun mit mir zusammen Medizin studiert.

Zitat:
Ist meine Argumentation überhaupt schlüssig, wenn ich behaupte, dass ich es zum einen aus tiefsten persönlich Interesse möchte und zum anderen, weil ich ein Physikstudium als ideale Grundlage für die Arbeit in der Radioonkologie sehe?

Das ist durchaus schlüssig. Denn in der Strahlentherapie kann eine Behandlung ja nur dann durchgeführt werden, wenn gleichzeitig ein Mediziner und ein Physiker anwesend ist.

Zitat:
Unerheblich ist hingegen, in
welchem Studiengebiet der Schwerpunkt der späteren
Berufsausübung liegt und in welcher Reihenfolge das
Erst- und das Zweitstudium betrieben werden

Also ich versteh das so, dass wenn Du hypothetisch angibst Du willst Strahlentherapeut werden, es egal ist, ob Du in Physik Dich darauf spezialisierst oder ob Du in Medizin z.B. eine Diss zu dem Thema verfasst. Aber ich vermute das nur.

Zitat:
Heißt das, dass meine spätere Spezialisierung in der Medizin unerheblich ist, oder dass es egal ist, ob ich mich in einem Fachgebiet der Medizin oder Physik spezialisieren möchte?

Das ist eigentlich total wumpe. Wenn Du erst einmal den Platz hast, kannst Du Dich entscheiden für was Du willst. Du kannst Dich während des Medizinstudiums sogar entscheiden Psychiater zu werden, denn was können die von der ZVS dann machen? Nix! Außerdem kannst Du natürlich auch danach in der Physik arbeiten, unabhängig von einem medizinischen Thema, wobei das im Vergleich der Abschlüsse unklug wäre.

Die Frage ist auch inwieweit Du Berufserfahrung mitbringst, die Dir in diese Richtung dienen könnte. Ich weiß von diesem Bekannten, dass er einige Jahre in der Strahlentherapie der Uniklinik tätig war, bevor er sich für das Zweitstudium entschlossen hat. Auch eine andere Freundin von mir hat vorab Pharmazie studiert und vor dem Zweitstudium Medizin einige Jahre in der Forschung gearbeitet und promoviert.

Viele Grüße

DasAtom
MasterFrogify
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Anmeldungsdatum: 24.04.2012
Beiträge: 22

BeitragVerfasst am: 07 Mai 2012 - 12:31:00    Titel:

Moin,

danke schonmal dafür dass du dir die Zeit genommen hast zu antworten!

Dass in der Strahlentherapie nur Mediziner in Zusammenarbeit mit Physikern agieren dürfen ist mir durchaus bewusst. Allerdings fürchte ich dass hier meine Argumentation gegen eine Wand läuft. Sicherlich könnte irgendein ZVS-Mensch behaupten ich würde ja mit den Medizinphysikern ZUSAMMENarbeiten und daher kein Wissen von deren Seite benötigen. Also etwas salopp gesagt, dass Physikkenntnise für die dort angestrebte Tätigkeit unerheblich sind. Und ja, ich geh immer vom Wort-Case aus Laughing

Der nächste Punkt ist, dass ich natürlich gar keine Berufserfahrung mitbringe und mir daher auch so viele Sorgen mache. Man liest bisher immer dass Dr. Physiker, der seit 3 Jahren in der Strahlentherapie arbeitet quasi "durchgewunken" wird. Ich bringe aber weder einen Dr., noch einen M.Sc. oder gar Berufserfahrung mit. Ich stehe quasi mit einem blanken Bachelor ohne Forschungsarbeit oder ähnlichen zusätzlichen Qualifikationen auf der Matte.

Sollte ich bei meinem ersten Versuch nicht genommen werden, werde ich wohl oder übel den Medizinphysik-Master ranhängen müssen und mir dann wohl versuchen mir Kurse aus dem Masterstudium ggf. anrechnen zu lassen. Das würde natürlich meine Chancen bei wiederholten Antrag aufgrund der Spezialisierung verbessern, aber momentan möchte ich diesen "Ballast" vermeiden.

Wie sehen deine Erfahrungen als reiner Mediziner aus (wenn du denn schon so weit bist)? Glaubst du dass dir ein besseres Verständnis der Physik helfen würde oder ist das eher belanglos für den klinischen Alltag/Forschung? Ich rede hier jetzt insbesondere von der Funktionsweise von MRT, CT, PET-Scans und so weiter. Es wäre natürlich super, wenn du außerdem in Erfahrung bringen könntest, was dein Bekannter für eine Fallgruppe hat anerkennen lassen können, damit ich eine grobe Orientierung habe. Ich denke, dass die Bewerbung direkt anders gehandhabt wird, wenn man realistischere Forderungen stellt.

Vielen Dank schonmal für die Antwort und an alle, die sich evtl. noch die Mühe machen ihren "Leidensweg" aufzuschreiben! Smile

PS:

Sorry, schreiben ist nicht so meine Stärke :>
simo25
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Anmeldungsdatum: 26.07.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 26 Jul 2012 - 18:31:48    Titel:

Hallo zusammen,

ich denke es macht in deinem Fall Sinn sich auf Fallgruppe 3/4 berufen und zu versuchen mindesten Fallgruppe 4 geltend zu machen. Wissenschaftliche Gründe werden in sehr seltenen Fällen von dem jeweiligen Universitätsgutachter anerkannt. Da wird meistens eine Promotion in einem einschlägigen Bereich vorausgesetzt (Info eines Gutachters für wissenschaftliche Gründe). Zudem müssen Publikationen erbracht worden sein...

Ich studiere Chemie (B.Sc) und habe mich im Gebiet der Nuklearchemie spezialisiert. Meine Abschlussarbeit beginne ich nächsten Monat an der Klinik für Nuklearmedizin und werde im Anschluss 7 Monate dort wissenschaftlich tätig sein. Ich will mich für nächstes Wintersemester ebenfalls zum Zweitstudium Medizin bewerben und gedenke mich mindestens auf die Fallgruppe 4 zu berufen.

Ich wäre über Anregungen, Informationen und Erfahrungsberichte sehr dankbar!

Beste Grüße
Simo
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