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Welchen Master für optimale Jobchancen -WI o. Verkehrsing.?
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Pitar
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Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 17:39:40    Titel: Welchen Master für optimale Jobchancen -WI o. Verkehrsing.?

Hallo,

ich habe vor kurzem meinen Bachelor in Wirtschaftsingenieurwesen (Maschinenbau) an der TU Darmstadt abgeschlossen und überlege nun, wie es weiter gehen soll.

Das WI-Studium hat mir eine breite Grundlage in einer Vielzahl von Fächern gebracht, jedoch keinerlei Vertiefung. Nun sehe ich, dass der Master WI an der TU Darmstadt leider genauso aufgebaut ist - sprich weitere Grundlagen in Maschinenbau und Wirtschaft, jedoch kaum Vertiefung.

Da ich mich später gerne in einer führenden Position in einem Verkehrsunternehmen (z.B. Lufthansa, Bahn, Flughäfen etc.) oder öffentlichen Verkehrsplanung sehe, überlege ich, ob es sinnvoller ist einen Master Verkehrsingenieurwesen draufzusetzen und nicht den WI-Master zu wählen. Es gibt hier z.B. den Master "Traffic and Transport" an der TUD.

Meine Überlegung ist: Arbeitgeber nehmen vermutlich lieber Leute, die in einem Bereich schon vertieft sind und durch Praxiserfahrung neben der Uni glänzen. Durch den Bachelor habe ich schon soviel breites Wissen, dass ich dieses auch im Selbststudium bei Bedarf ausbauen kann. Die Arbeitsgeber sehen ja auch, dass ich einen WI-Bachelor absolviert habe, der ziemlich anspruchsvoll ist.

Eine Spezialisierung als Verkehrsingenieur gibt mir zusätzlich zur Breite jetzt die notwendige Tiefe. Außerdem werde ich dann nicht als WI abgestempelt, der nix kann, sondern als Verkehrsingenieur, der auch einen WI-Abschluss hat.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ich ein paar Einschätzungen von euch höre, was ihr wählen würdet.

Besten Dank

Pitar

PS: Ich muss hinzusagen, dass ich ein Faible für Verkehrsthemen schon seit vielen Jahren habe und mich auch in der Freizeit sehr gerne mit beschäftige. Andererseits bin ich sehr vielseitig interessiert, weshalb ich auch WI studiert habe.
frischell1990
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Anmeldungsdatum: 11.06.2011
Beiträge: 428

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 01:37:36    Titel:

Es ist in meinen Augen vollkommen egal, was du bei deiner Zielsetzung studierst. Dein Abschluss wird höchstens auf die erste Stelle Auswirkungen haben und ist nach ein paar Beförderungen irrelevant. Sobald du im Beruf bist, ist es vollkommen egal, welchen Background du genau hast - vor allem bei Führungspositionen zählen Soft Skills und konkrete Ergebnisse im Beruf viel mehr als das Fach, in dem du abgeschlossen hast. Wenn du deinen Lebenslauf konkret auf eine gehobene Führungslaufbahn auslegen willst, dann solltest du schon mal etwas weiter gucken und dir eher Gedanken über eine Promotion oder einen MBA machen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 08:13:40    Titel: Re: Welchen Master für optimale Jobchancen -WI o. Verkehrsin

Pitar hat folgendes geschrieben:

Das WI-Studium hat mir eine breite Grundlage in einer Vielzahl von Fächern gebracht, jedoch keinerlei Vertiefung. Nun sehe ich, dass der Master WI an der TU Darmstadt leider genauso aufgebaut ist - sprich weitere Grundlagen in Maschinenbau und Wirtschaft, jedoch kaum Vertiefung.

So wie viele W-Ing-Studiengänge aufgebaut sind, wenn nicht die meisten. Das ist aber natürlich auch der große Reiz dieser Studiengänge, weil man eben sehr breites Wissen anhäuft aber natürlich auch ihr größter Nachteil.


Zitat:
Da ich mich später gerne in einer führenden Position in einem Verkehrsunternehmen (z.B. Lufthansa, Bahn, Flughäfen etc.) oder öffentlichen Verkehrsplanung sehe, überlege ich, ob es sinnvoller ist einen Master Verkehrsingenieurwesen draufzusetzen und nicht den WI-Master zu wählen. Es gibt hier z.B. den Master "Traffic and Transport" an der TUD.

Meine Überlegung ist: Arbeitgeber nehmen vermutlich lieber Leute, die in einem Bereich schon vertieft sind und durch Praxiserfahrung neben der Uni glänzen. Durch den Bachelor habe ich schon soviel breites Wissen, dass ich dieses auch im Selbststudium bei Bedarf ausbauen kann. Die Arbeitsgeber sehen ja auch, dass ich einen WI-Bachelor absolviert habe, der ziemlich anspruchsvoll ist.

Letztlich ist es schwer zu sagen, was wirklich sinnvoller ist. Schon aus dem Grund, weil wir wenig von Dir wissen und auch keine Ahnung haben, wie Du Dir Deine berufliche Zukunft überhaupt richtig vorstellst.
Wichtig ist in aller erster Linie den Einstieg zu schaffen. Das ist mit einem W-Ing-Bachelor auch schon möglich. Karriere danach, vor allem in den eher kaufmännisch geprägten Bereichen, ist mittlerweile und in Zukunft immer mehr, weniger eine Frage ob Master oder nicht, sondern eher eine von Glück, Fleiß und Disziplin. Das soll aber nicht heißen, dass ein Master nicht durchaus noch etwas positives zur Persönlichkeitsentwicklung und dem fachlichen Wissen beitragen kann, was vielleicht die Position "Glück" etwas weniger nötig werden lässt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich kann mir beide Varianten durchaus als geeigneten Weg vorstellen. Für mich scheint auf den ersten Blick der größte Unterschied darin zu liegen, dass Du mit einem Master W-Ing tendentiell eher in die klassischen Schnittstellen mit Tendenz zum kaufmännischen gerätst, während ein Ingenieur-Master Dir den Weg auch in die deutlich techniklastigeren Bereiche öffnen würde (ohne aufgrund des Bachelors die anderen groß auszuschließen).

Aber wie gesagt - das "scheint" für mich auf den ersten Blick so zu sein.

Grüße
Gozo
Pitar
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Anmeldungsdatum: 21.03.2010
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 13:12:58    Titel:

Besten Dank für eure Antworten.

Vermutlich ist der Master wirklich nicht so relevant. Gerade da ich mir aber eine Promotion durchaus vorstellen könnte, werde ich ihn definitiv machen.

Ich tendiere momentan eher zu dem Verkehrsingenieursmaster, da er einerseits sehr stark mein Interesse abdeckt, andererseits ich eine gewisse Angst habe, mir als WI einen Weg in die technische Richtung zu verbauen. Zwar haben wir als WIs die selben Fächer wie die Maschinenbauer gehabt mit ein paar fehlenden Vertiefungsfächern, doch wird man bei Bewerbungsgesprächen häufig eher als BWLer eingestuft, was völlig ungerechtfertigt ist. Der Verkehrsmaster wäre eine Möglichkeit, wenigstens etwas stärker die technische Ausbildung zu betonen und sich hier notwendiges Vertiefungswissen anzueignen, was jeder Maschinenbauer auch hat.

Ich bin auch der Meinung, dass mein BWL-Wissen für kaufmännische Positionen mittlerweile ausreicht, bzw. um es anders zu fomrulieren: Auch BWL-Vertiefungsfächer werden mir da keine großen Vorteile mehr schaffen. Die Grundlagen wie int./ex. Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuer- und Unternehmensrecht, FInanzierung, Controlling, Statistik, Optimierungsmodelle, Programmieren etc. hatten wir alles - den Rest kann ich mir im Beruf problemlos selbst aneignen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5739
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 14:23:03    Titel:

Pitar hat folgendes geschrieben:
Besten Dank für eure Antworten.

Vermutlich ist der Master wirklich nicht so relevant. Gerade da ich mir aber eine Promotion durchaus vorstellen könnte, werde ich ihn definitiv machen.

In welche Richtung soll die Promotion gehen? Ingenieur- oder WiWi-lastig?

Zitat:
Zwar haben wir als WIs die selben Fächer wie die Maschinenbauer gehabt mit ein paar fehlenden Vertiefungsfächern, doch wird man bei Bewerbungsgesprächen häufig eher als BWLer eingestuft, was völlig ungerechtfertigt ist.

Hier musst Du aber einfach mal die Realität nehmen. Bei den meisten W-Ing-Studiengängen ist der Weg vom W-Ing zum Ingenieur doch recht weit. Rein technisch sind daher viele dieser Absolventen gar nicht einsetzbar. Im eher kaufmännischem Bereich hingegen schon.

Zudem gibt es nicht wenige W-Ing-Studiengänge, die eher meher als weniger BWL haben.

Zitat:

Ich bin auch der Meinung, dass mein BWL-Wissen für kaufmännische Positionen mittlerweile ausreicht, bzw. um es anders zu fomrulieren: Auch BWL-Vertiefungsfächer werden mir da keine großen Vorteile mehr schaffen. Die Grundlagen wie int./ex. Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuer- und Unternehmensrecht, FInanzierung, Controlling, Statistik, Optimierungsmodelle, Programmieren etc. hatten wir alles - den Rest kann ich mir im Beruf problemlos selbst aneignen.

Sagen wir mal, Dir fehlt im BWL genausoviel wie zum Ingenieur. Ein guter BWL-Master würde Dir sicherlich nicht schlecht stehen (ich rede hier jetzt nicht vom W-Ing-Master). Unterschätz das Fach nicht.
Aber natürlich hast Du recht, wenn du sagst, es ist leichter fehlendes BWL-Wissen nebenberuflich sich anzueignen als fehlende Ingenieurkenntnisse. Schon alleine weil das Angebot viel, viel größer ist.

Grüße
Gozo
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 18:00:46    Titel:

@gozo: was würdest du denn zu einem MSc in richtung unternehmensentwicklung sagen ( strategische unternehmenssteuerung - innovatons-/risk-/change-management, corporate finance, accounting und controlling) an einer fh für einen bachelor-wing mit (70% technikanteil) und einer ausbildung zum finanzwirt (steuerrecht und bilanzierung). wäre das sinnvoll, oder ist das eher etwas für leute mit praxiserfahrung, die schon ein kleines team leiten?

ich schwanke mit meinen breitaufgestellten interessen immer noch zwischen einem bwl, wing oder ing master. interesse an prozessen und ein sehr gutes zahlenverständnis ist vorhanden. steuerrecht würde zu meiner ausbildung gut passen, aber keine ahnung, wie sich das mit dem wing bachelor mit geringem bwl-anteil verkauft.

dann habe ich noch an der uni duisburg-essen den master in BWL - Energiewirtschaft und Finanzwirtschaft gefunden. klingt sehr passend zu einem wing elektrotechnik. mir haben die vwl-grundlagen veranstaltungen sehr gefallen, mehr als die bwl-grundlagen, aber keine ahnung, ob mir das nicht zu viel wird. kannst du dir die module im link unten mal anschauen? http://www.wiwi.uni-due.de/studium-lehre/betriebswirtschaftslehre/msc-bwl-euf/ordnungendokumente/modulhandbuch/
die andere frage wäre, ist das überhaupt gefragt? es ist doch schon ziemlich spezialisiert, aber in den nächsten 20 jahren wollen wir auch auf erneuerbare energien umsteigen und brauchen dafür neue netze.
-stopfkind-
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Anmeldungsdatum: 27.02.2010
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BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 18:55:37    Titel:

wenn du was in richtung Energietechnik machen willst, kann ich dir zumindest zur zeit sehr empfehlen. ich bin grad dran mir einen stelle fürs praxissemester zu suchen und kann mir schon fast aussuchen wo ich hin möchte. ich denke auch nicht, dass sich das in den nächsten jahre großartig ändern wird.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 20:13:48    Titel:

das wäre nämlich meine alternative. ein master in regenerativen energien - windkraft.

die vierte möglichkeit wäre noch ein wing master in richtung automotive engineering (elektrotechnik).

hat irgendwie alles seine reize.
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