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Quakene Frösche im Nachbarteich
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Xtina2101
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 22:03:03    Titel: Quakene Frösche im Nachbarteich

Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und habe gleich ein gravierendes Problem.

Ich bin gerade dabei eine Hausarbeit im Nachbarrecht zu schreiben. Den ersten Teil habe ich schon fertig, aber beim zweiten hakt es en wenig und ich hoffe auf Eure Hilfe.

Der gegebene Fall lautet wie folgt.

X hat sich ein Haus im Herbst gekauft. Im Frühjahr des nächsten Jahres hat der Nachbar einen Teich gebaut. Ohne dessen Zutun haben sich in diesem LAubfrösche angesiedelt. Der Lärm von den Fröschen wurde so schlimm, dass X während der Paarungszeit in eine Stadtwohnung gezogen.

Der erste Teil der Aufgabe war die Trockenlegung des Teiches zu prüfen also 1004 BGB und 906 BGB in Verbindung und natürlich das BNatSchG. Das habe ich auch soweit ganz gut hinbekommen.

Im zweiten Teil sollen nun die Ansprüche auf Ersatz der Mietkosten für die Stadtwohnung geprüft werden.

Gehe ich da nach § 823 I BGB
und dann noch weiter mit § 823 II i.V. m. 906 BGB

oder kommt noch was in Betracht?

Bitte helft mir ich steh aufn total aufn Schlauch Confused

LG Xtina
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 09 Mai 2012 - 22:33:04    Titel:

erstmal nachbarschaftliches gemeinschaftsverhältnis (§280) ablehnen

evtl 286 wegen verspäteter störungsbesitigung soweit ein anspruch auf beseitigung bestand (aufgabe1)

inwiefern 823II 906?
906 schützt ja eher den teichableger als den anderen
allenfalls 906III könnte schutzgesetz sein, aber darum gehts ja nicht

823II ging evtl mit dem owig tatbestand für lärmbelästigung

ansonsten 823I mit eigentum bzw ggbfs gesundheit wobei bei letzterem kein scahdenszusammenhang besteht

verkehrssicherungspflichtverletzung
verschulden
Xtina2101
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 11:21:55    Titel:

Die Beseitigung des Teiches habe ich aufgrund des BNatSchG ausgeschlossen. Laubfrösche stehen ja auch auf der roten Liste...

Mir geht es hier jetzt eigentlich nur noch um Ersatz der Mietkosten für die zusätzliche Wohnung weil der Froschlärm so unerträglich für X geworden ist.

Habe ich da einen Anspruch auf Schadensersatz oder einen Ausgleichsanspruch. Ich bin der Meinung das ich gelesen habe, dass das eine das andere ausschließt oder liege ich da Falsch.

Leitet sich der Anspruch jetzt aus 823 BGB ab oder doch einem anderen §?

LG
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 11:42:20    Titel:

schadensersatz und entscädigung schließen sich nicht aus
aber einen SE gibt es womöglich nicht, wenn man das quaken nicht unterbinden muss

also wmgl 906II2 (analog) wegen in diesem fall rechtlichem duldungszwang
Xtina2101
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 12:15:56    Titel:

aber um das Gutachten vollständig zu fertigen nuss ich doch auch nach 823 prüfen oder????

Und dann hatte unser Dozent uns noch als Tipp 823 II BGB iVm. 1004 BGB gegeben.

Vielen dank schon einmal für die Bemühungen.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 12:20:01    Titel:

der vollständigkeit halber sind alle möglichen agls anzuprüfen auch 823
aber insbesondere vlt eben auch das bereits angesprochene nachbarschaftliche gemeinschaftsverhältnis

823II mit 1004 leuchtet mir irgendwie nicht ein
Xtina2101
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 10 Mai 2012 - 13:10:05    Titel:

Genau das ist auch mein Problem.... aus 906 II sehe ich noch einen Anspruch zum Ausgleich. Weil er ja zur Duldung des quakens verpflichtet ist.....
Flauschi
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Anmeldungsdatum: 30.06.2008
Beiträge: 505

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 11:08:13    Titel:

sicher? § 906 II fordert ja dass die beeinträchtigung durch die "ortsübliche benutzung des grdstks" herbeigeführt wird - der lärm kommt aber durch die frösche, die sich da ungefragt breitgemacht haben, und nicht dadurch, dass der nachbar irgendwas macht. dem nachbarn geht das gequake garantiert auch auf den keks. der klassische fall von § 906 II wäre glaub ich sowas wie kindergeschrei, wenn das nachbargrdstk als kindergarten genutzt wird.

nen anspruch aus § 823 II iVm 1004 sehe ich im ergebnis auch nicht, weil nach § 1004 der anspr ja ausgeschlossen ist wenn eine duldungspflicht besteht, was ja hier der fall ist.

aber gibts zu so fröschequaken nicht haufenweise rechtsprechung? das passiert doch im RL total oft in genau der konstellation.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 15:45:06    Titel:

ortübliche nutzung=anlegen eines teiches

ansonsten aber jedenfalls analog weil duldungszwang, und sogar nichtmal nur faktisch
Xtina2101
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Anmeldungsdatum: 09.05.2012
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2012 - 09:59:31    Titel:

Ja es gibt viele Rechtssprechungen hierzu... Ich glaube auch, dass unser Dozent den Fall von der Rechtsprechung aus dem Jahr 1993 oder 1992 ein wenig übernommen hat.

Ich hab noch eine Frage, und zwar will ich ja dne 823 I voll ausschließen. wegen der fehlenden Rechtswidigkeit und schuldhaften Handlung besteht ja sowie so kein Anspruch hieraus. aber bevor man diese Punkte prüft muss ich ja laut Schema erst einmal die Rechtsgutverletzung prüfen.

Besteht diese? Ich hab mir gedacht, dass ich hier auf die Gesundheit gehen könnte wegen der erheblichem Lärmbelästigung.

LG und schon einmal vielen Dank für die Antworten
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