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J.P. Morgan 2 Mrd $ verzockt...
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low potential
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Anmeldungsdatum: 28.04.2011
Beiträge: 324

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 10:58:25    Titel: J.P. Morgan 2 Mrd $ verzockt...

http://online.wsj.com/article/SB10001424052702304070304577396511420792008.html?mod=WSJ_Home_largeHeadline

no comment...

fragt sich nur wem jetzt die 2mrd gehören Wink
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 11:17:59    Titel:

Sehr wahrscheinlich anderen Banken / Investoren...
above&beyond
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Anmeldungsdatum: 06.02.2012
Beiträge: 173

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 12:06:18    Titel:

Passiert den besten Wink
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1111

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 12:23:00    Titel:

Die Frage ist nur, warum man nie hört: Wir haben Glück gehabt: USD2bn Gewinn durch Rogue Trader in der hedging Sparte. Das sind eben keine Fehler, oder Rogue Trader sondern wird solange geduldet, bis jemand mal zu viel Pech hat. Scheint ja so, als ob der London Whale der Schuldige ist, obwohl das ganze Team Bescheid wusste, was der Typ treibt.
Ganz viel von dem, was an den Delta One desks und anderen Hedging Abteilungen gemacht wird, erinnert doch sehr stark an prop trading. Das Ärgerliche ist, dass doch klar, war dass things south headen. Ich bin seit ca. 3 Wochen nur noch bearish auf global equities (shorts und teilweise auch puts) und longe nur noch safe haven treasuries. Davor sah es halt so aus, als ob die amerikanische Wirtschaft kräfig anzieht und alle mit aus dem Sumpf zieht. Not gonna happen. In den USA wird es meiner Meinung nach moderat weiter anziehen, (ca. 2% GDP growth/annum). In Europa siehts düster aus, diese idiotischen austerity Programme werden in Spanien/Italien/Portugal/England und co noch viel Unheil anrichten uns sich dann auch auf Deutschland auswirken. Wenn der Staat weniger Geld ausgibt und die Wirtschaft sonst kein Momentum hat, dann bricht die Wirtschaft ein. Alles andere ist Schwachsinn. Diese Sparprogramme sind der größte Fehler seit der Great Depression. Das lustigste ist, dass sie von Leuten unterstützt werden, die sich selbst als Keynesianer bezeichnen.
Also Europa down, und in China sehe ich starkes downside potential. Die Wirtschaft kühlt kräftig ab (bedingt durch Europa und property). Die Leute sprechen jetzt genauso von einem soft landing, wie damals 2007 und 2008 bezüglich des US housing markets kurz vor der Wirtschaftskrise. Not gonna happen. Es kann gut sein, dass China kurzfristig gar nicht wächst oder nur so max. 5% (Literaturtipp: Red capitalism) oder sogar einbricht. Und dann steht Europa noch schlechter da. Das ist alles ein wenig tail risk, aber die downside ist auf jeden Fall da.
Was ich sagen will: Der global sell equities off in den letzten Wochen hatte sich klar angedeutet und da haben halt hedge fonds (MAN traded glaube ich heute up) von profitiert, dass der London Whale das nicht gecheckt hat.
The Hoff
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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 12:58:49    Titel:

Junge, niemand hier weiß genau wer was gemacht hat bei JPM. Und was in der Presse steht ist sowieso meist Müll - die können auch nur raten. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass jemand von JP freiwillig zu nem Journalisten rennt und dem erzählt was dort abgeht, mal ganz davon abgesehen, dass es niemand verstehen würde.

Außerdem werden die niemals einfach nen risk-on/off trade machen, sondern strukturieren intelligente Ideen mit ganz bestimmten Strategien.
Ich glaube, dass JP ein Problem bekommen könnte, sobald andere Spieler im Markt erkennen, wie die Bank positioniert ist, denn dann werden sie gesqueezed. Dafür gibt es viele Beispiele in der Vergangenheit.

Bezügl. deines global macro views: Der Markt wird seit einigen Monaten m.M. nach sehr von sentiment gesteuert. Die meisten macro HFs sind auf die ein oder andere Weise short und alle warten auf den großen Katalysator. Ich verstehe sowieso nicht, warum es teilweise so hoch geht, wenn man das LTRO außen vor lässt - sentiment eben.

MAN ist größtenteils übrigens ein eine Art CTA bzw. systematic fund. Die machen kein discretionary positioning, sondern es hängt von deren models ab. Ich habe mal einen portfolio manager von denen getroffen, und der hat mir das so erklärt. Ich will damit sagen, dass MAN gerade kein Paradebeispiel dafür ist, wer groß im Markt long oder short ist.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5436
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 13:02:09    Titel:

The Hoff hat folgendes geschrieben:
Junge, niemand hier weiß genau wer was gemacht hat bei JPM. Und was in der Presse steht ist sowieso meist Müll - die können auch nur raten. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass jemand von JP freiwillig zu nem Journalisten rennt und dem erzählt was dort abgeht, mal ganz davon abgesehen, dass es niemand verstehen würde.

Unterschätz da mal die Presse nicht. Auch wenn man nicht immer alles direkt glauben sollte, so haben manche Journalisten erstaunliche Insiderkenntnisse.

Wie es hier ist, weiß ich jetzt nicht. Aber wenn ich an die Großen Skande von Daimler und Siemens-Nokia denke, da titelte die Presse manchmal Dinge bevor der StA es wusste. Das war echt manchmal beängstigent.

Grüße
Gozo
The Hoff
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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 13:14:22    Titel:

Ich beziehe mich auf Zusammenhänge im Trading. Dort ist eben häufig so, dass niemand die Komplexität versteht, der nicht selbst in der Branche ist. Das liegt ganz einfach daran, dass es eine eigene Sprache und verschiedene Regeln in jedem Markt gibt. Bei equities mag es etwas anders aussehen, davon habe ich keine Ahnung, allerdings ist dieser Markt relativ gesehen auch klein.

Rein hypothetisch müsste jeder einfach mal auf einem trading floor sitzen und dann täglich die Zeitung lesen. Deutsche Zeitungen sind besonders schlimm, was Berichte bezügl. des Handels bzw. Bewegungen in den Märkten angeht, aber die FT ist meist auch nicht besser - die Journalisten können nur raten, was passiert. Sie sehen den Flow nicht und niemand gibt diese wertvolle Information freiwillig weiter. Warum sollte jemand der Presse erzählen, warum bei JP gerade so ein Verlust gemacht wurde - jeder, der das versteht, wird jetzt gegen sie handeln.
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1111

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 13:30:58    Titel:

The Hoff hat folgendes geschrieben:
Ich beziehe mich auf Zusammenhänge im Trading. Dort ist eben häufig so, dass niemand die Komplexität versteht, der nicht selbst in der Branche ist. Das liegt ganz einfach daran, dass es eine eigene Sprache und verschiedene Regeln in jedem Markt gibt. Bei equities mag es etwas anders aussehen, davon habe ich keine Ahnung, allerdings ist dieser Markt relativ gesehen auch klein.

Rein hypothetisch müsste jeder einfach mal auf einem trading floor sitzen und dann täglich die Zeitung lesen. Deutsche Zeitungen sind besonders schlimm, was Berichte bezügl. des Handels bzw. Bewegungen in den Märkten angeht, aber die FT ist meist auch nicht besser - die Journalisten können nur raten, was passiert. Sie sehen den Flow nicht und niemand gibt diese wertvolle Information freiwillig weiter. Warum sollte jemand der Presse erzählen, warum bei JP gerade so ein Verlust gemacht wurde - jeder, der das versteht, wird jetzt gegen sie handeln.


Ich gebe Dir grungsätzlich schon Recht. Aber ich denke schon, dass sich die FT einen Bloomberg Terminal leisten kann. Zumindest hat das wsj als erster vom London Whale berichtet. Ob der jetzt auch wirklich dahinter steckt weiß ich nicht, es wird aber so in deren Artikel suggeriert. Persönlich bevorzuge ich auch Barron's, die wissen normalerweise schon was abgeht, da viele Artikel von Tradern und Hedge Fonds Managern geschrieben werden. Und der Economist hat einen erstaunlich guten macro track record (siehe 2008).

Aber mein Post ging ja nicht wirklich um die Presse, sondern darum, dass jemand eine Position genommen hat (die definitiv risk-on war) und geowned wurde. So sehr viele Banken auch immer behaupten "markets go up, markets go down, we always make money" stimmt das einfach nicht. Die Trading profits korrelieren extrem stark mit dem same quarter equity movements.
The Hoff
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Anmeldungsdatum: 25.01.2007
Beiträge: 157

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 13:45:22    Titel:

Ich finde den Economist auch gut, aber der ist zu britisch geschrieben. Ein Viertel der Wörter habe ich noch nie gehört und viele findet man auch in keinem normalen Wörterbuch, was mich nervt.

London Whale hin oder her, ich glaube da irgendwie nicht dran. Die Leute bei JP sind wirklich schlau - wieso sollte eine einzelne Person so ein Risiko fahren dürfen, das ist doch Quatsch.

Und bezügl. der correlation zw. trading profits und equities:
Ich glaube, dass ein wichtiger Grund auch der ist, dass es a) warehousing gibt, d.h. equities und corporate bonds liegen im Buch um verkauft zu werden, und b) die Kunden mehr handeln wenn es gut läuft.
FX z.B. macht immer den Reibach wenn die Vol hoch ist, d.h. wenn uns alles um die Ohren fliegt. Das ist allerdings komplett gegensätzlich zu anderen asset classes.

Hier mal kurz meine bevorzugten Quellen:
http://loznbelly.blogspot.co.uk/ traumhaft!
http://ftalphaville.ft.com/ (auch viel Quatsch dabei - je mehr man sich in dem Bereich auskennt, über den geschrieben wird, desto schlimmer ist es - das lässt sich aber wahrscheinlich nicht verhindern)
http://macro-man.blogspot.co.uk/
http://www.marctomarket.com/
http://www.economist.com/blogs/freeexchange
http://www.hussman.net/weeklyMarketComment.html

Wenn ihr Interviews habt:
http://www.tradingeconomics.com/ zum auswendig lernen
http://pigbonds.info/
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1111

BeitragVerfasst am: 11 Mai 2012 - 16:00:37    Titel:

Danke für die selection, werde mir mal den ein oder anderen blog reinziehen. seekingalpha ist für long/short equity ideen auch nicht schlecht.
@ The Hoff: Arbeitest du als trader und wenn ja an welchem desk?
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