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Welches Wirtschaftsstudium ist empfehlenswert?
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Ronnie100
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 13:52:15    Titel: Welches Wirtschaftsstudium ist empfehlenswert?

Hallo,

Es stellt sich mir die Frage mit welchem Wirtschaftsstudium ich die beste Karriere machen könnte. Ich bin nicht auf eine bestimmte Richtung fixiert, sondern flexibel und für alles offen.

Ich selber bin 21 Jahre alt und habe noch das ganze berufliche Leben vor mir und werde in 1 Monat schon eine Ausbildung als Steuerfachangestellter gut absolviert haben. Mein Abidurchschnitt liegt bei 1,9.

Ich habe nun das Angebot ein Studium zum Diplom-Finanzwirt zu machen. Nur frage ich mich, ob es der beste Weg ist eine große Karriere zu machen.

Wäre da nicht ein BWL-Studium besser für die Karriere? Man kommt an dieses Studium bedeutend leichter dran als an das Studium zum Diplom-Finanzwirt, aber das hat ja manchmal nichts zu heißen.

Was würdet ihr mir in meiner Situation raten?

Danke im Voraus
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5176

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 14:00:09    Titel:

als diplom finanzwirt hast du keinen großen leistungsdruck, einen sicheren arbeitsplatz und eine gute bezahlung (im verhältnis zur arbeitszeit). zusätzlich kannst du nach 10 jahren als steuerberater arbeiten. schau dir mal die durchfallquoten bei der steuerberaterprüfung an.
diplom finanzwirte werden auch nicht selten von unternehmen gesucht. man lernt da wesentlich mehr als in den paar veranstaltungen zum steuerrecht in einem bwl studium.

ich würde den diplom finanzwirt machen. in die wirtschaft und/oder einen bwl-master kannst du anschließend immer noch draufsetzen.
Ronnie100
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 16:07:27    Titel:

Es ist mir bewusst, dass ich 10 Jahre Berufserfahrung für den Steuerberater brauche. Welche Jahre werden denn da angerechnet und als ,,Berufserfahrung" angesehen?
Die 3 Jahre Ausbildung zum Steuerfachangestellten, die 3 Jahre für den Diplom Finanzwirt, wo ich ja auch etwa die Hälfte der Zeit Praxiserfahrung im Finanzamt sammeln kann und dann eventuell 4 weitere Jahre im Finanzamt arbeiten? Wäre das möglich?

Als andere Variante hattest du ja ein weiteres Wirtschaftsstudium empfohlen, welches ich dran hängen könnte. Wäre es also möglich nach meinem Studium zum Diplom-Finanzwirt direkt ein Masterstudium in BWL machen zu können ohne selbst einen Bachelorabschluss in BWL zu haben?

Welche Berufe könnte ich letztlich mit einem Diplom-Finanzwirt und eventuell noch ein BWL-Master ausüben?

Ich möchte jetzt sozusagen einen groben Plan haben, damit ich einfach vor Augen habe, wo es hingehen kann.
Ronnie100
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Anmeldungsdatum: 13.05.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 22:37:01    Titel:

Ich würde mich natürlich auch sehr gerne über weitere Meinungen und Denkanstösse von weiteren Leuten freuen. Smile
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1111

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 23:29:22    Titel:

Ronnie100 hat folgendes geschrieben:
Ich würde mich natürlich auch sehr gerne über weitere Meinungen und Denkanstösse von weiteren Leuten freuen. Smile


Harvard or bust. Wie wärs mit dem MBA?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5176

BeitragVerfasst am: 13 Mai 2012 - 23:58:03    Titel:

Ronnie100 hat folgendes geschrieben:
Es ist mir bewusst, dass ich 10 Jahre Berufserfahrung für den Steuerberater brauche. Welche Jahre werden denn da angerechnet und als ,,Berufserfahrung" angesehen?
Die 3 Jahre Ausbildung zum Steuerfachangestellten, die 3 Jahre für den Diplom Finanzwirt, wo ich ja auch etwa die Hälfte der Zeit Praxiserfahrung im Finanzamt sammeln kann und dann eventuell 4 weitere Jahre im Finanzamt arbeiten? Wäre das möglich?

Als andere Variante hattest du ja ein weiteres Wirtschaftsstudium empfohlen, welches ich dran hängen könnte. Wäre es also möglich nach meinem Studium zum Diplom-Finanzwirt direkt ein Masterstudium in BWL machen zu können ohne selbst einen Bachelorabschluss in BWL zu haben?

Welche Berufe könnte ich letztlich mit einem Diplom-Finanzwirt und eventuell noch ein BWL-Master ausüben?


die steuerfachangestellten ausbildung wird nicht angerechnet. die ausbildung im gehobenen dienst weiss ich nicht mehr, aber findet man sicher schnell über google raus.

natürlich kannst du einen bwl master draufsetzen, wenn du ein diplom hast. die hürden für den bwl master sind häufig nicht besonders groß. natürlich könnten dich die top-unis ablehnen, aber genug werden dich auch zulassen. ich kann als wirtschaftsingenieur nach meinem bachelor auch einen bwl-master oder auch einen für reine ingenieure machen. der finanzwirt hat meiner meinung nach viel ähnlichkeit mit einem wirtschaftsrecht bachelor mit vertiefung auf steuerrecht.

schau doch einfach mal auf den internetseiten von größeren unternehmen in deiner umgebung im karriereportal unter "steuern/rechnungswesen". da wird wie gesagt auch häufig nach diplom finanzwirten gesucht.
hier mal drei links, die ich innerhalb von 30sek googlen gefunden habe:
http://www.stepstone.de/stellenangebote--Steuerberater-Finanzwirt-fuer-den-Bereich-Steuern-m-w-Aurich-ENERCON-GmbH--2025545-inline.html?cid=MSEarch_DE_gigajob
http://www.stepstone.de/stellenangebote--Dipl-Finanzwirt-Oekonom-Jurist-m-w-Tax-Lohnsteuerberatung-Muenchen-Muenchen-KPMG-AG-Wirtschaftspruefungsgesellschaft--1711780-inline.html?cid=MSEarch_DE_Gigajob_basic
http://de.gigajob.com/Stellenangebot-15953926/Finanzwirt.html?sid=a68e7f2e5eb20df2e6e74bcab677d569
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5465
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2012 - 08:13:58    Titel:

am_dream hat folgendes geschrieben:

Harvard or bust. Wie wärs mit dem MBA?

Wie wäre es erst einmal mit dem Ausbildungsabschluß?
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5465
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 14 Mai 2012 - 08:26:59    Titel: Re: Welches Wirtschaftsstudium ist empfehlenswert?

Ronnie100 hat folgendes geschrieben:
Hallo,

Es stellt sich mir die Frage mit welchem Wirtschaftsstudium ich die beste Karriere machen könnte. Ich bin nicht auf eine bestimmte Richtung fixiert, sondern flexibel und für alles offen.

Da fällt mir nur immer der Spruch ein: Zu allem bereit - zu nichts zu gebrauchen.

Es ist eine ziemlich besondere Gabe, wenn Du wirklich guter Generalist bist, ohne große Schwächen in einzelnen Bereichen aber umso mehr Stärken.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du nicht bestimmte Vorstellungen oder Vorlieben hast oder Du Dich bei bestimmten Themen wohler fühlst als bei anderen. Letztlich hattest Du ja Dich auch mal für den Steuerfachangestellten entschieden und nicht für einen Kfm. in Dialogmarketing.

Zitat:
Ich habe nun das Angebot ein Studium zum Diplom-Finanzwirt zu machen. Nur frage ich mich, ob es der beste Weg ist eine große Karriere zu machen.

Der Dipl. FW ist eben sehr steuerlastig. Im öffentlichen Dienst kann man damit zumindest erst einmal in den gehobenen Dienst kommen. Die "wahrscheinlichere" Karriere machst Du mit dem Wissen aber in der freien Wirtschaft. Von ReWe angefangen bist Steuerabteilung oder -beratung. Gewöhnlicherweise empfiehlt es sich auch den StB anzuschließen.
Bedenken sollte man aber auch, dass die Welt ausserhalb von Finanzamt und öffentlichen Dienst sich etwas anders dreht. Ich habe auch schon einige FW nach dem Schritt "raus" verzweifeln sehen.

Auf der anderen Seite musst Du bedenken, dass Du damit vom Lebenslauf sehr spezialisiert bist. Das kann Vorteile haben, muss aber nicht.

Zitat:
Wäre da nicht ein BWL-Studium besser für die Karriere?

Ja und Nein.
Nein erst einmal aus dem einfachen Grund, dass Karriere nur zum Teil von einem Studienabschluß abhängt. Ob Du Karrierepotential hast liegt in Dir heute schon. Ein Studium kann höchstens helfen es auszubuddeln oder zu polieren. Aber meist machen Leute mit dem gewissen Etwas Karriere ob mit oder ohne Studium. Nächster große Punkt: Glück an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt zu sein ist mindestens genauso wichtig.

Nein auch dann, wenn du in Steuern & Co. Deine Erfüllung und den großen Traum siehst. Dann gibt es zwar auch sehr spezialisierte BWL-Studiengänge aber der Dipl. FW ist da keine schlechte Alternative.

Ja in dem Moment, dass Du bei einem BWL-Studium, egal welchen Schwerpunkt Du letztlich wählen wirst, grundlegend generalistischer ausgebildet wirst und daher auch etwas mehr mal über den Tellerrand hinaus schauen darfst.

Ja auch insbesondere dann, wenn Du vielleicht heute noch nicht so hundertprozentig sicher ob dem zukünftigen Schwerpunkt bist. Gewöhnlicherweise wählt man in normalen Studiengängen den Schwerpunkt etwas später und Du hättest noch mal Zeit Dir etwas anderes anzugucken oder es Dir zu überlegen.

Letztlich ist es eine Frage was Du möchtest, wohin die Reise gehen soll, was dann letztlich besser sein könnte (! nie muss!)


Zitat:
Man kommt an dieses Studium bedeutend leichter dran als an das Studium zum Diplom-Finanzwirt, aber das hat ja manchmal nichts zu heißen.

Das kommt sehr auf die Hochschule an.
Bedenke, dass die Plätze für den Dipl. FW auch sehr beschränkt sind im Vergleich.

Zitat:
Was würdet ihr mir in meiner Situation raten?

Dir erst einmal Gedanken zu machen, was Du überhaupt willst.

Grüße
Gozo
Sachenka
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Anmeldungsdatum: 14.12.2008
Beiträge: 455

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2012 - 14:42:36    Titel: Re: Welches Wirtschaftsstudium ist empfehlenswert?

Gozo hat folgendes geschrieben:
Ob Du Karrierepotential hast liegt in Dir heute schon. Ein Studium kann höchstens helfen es auszubuddeln oder zu polieren. Aber meist machen Leute mit dem gewissen Etwas Karriere ob mit oder ohne Studium.

Stimmt das?

Ich glaube zu wissen was du damit sagen willst, will mich aber in meinem Verdacht gerne bestätigt sehen (Berufskrankheit).
In den hier üblichen und häufig diskutierten Berufsfeldern erhöht ein Studium die Chancen doch deutlich oder?

Was kann man den schon mit 15 (oder meinetwegen auch 30 oder etwas dazwischen) ohne Schulabschluss machen? Rapper werden?

Mit der Aussage da oben habe ich doch etwas Schwierigkeiten. Ich habe noch nie eine Stellenausschreibung gesehen die nach dem gewissen Extra verlangt aber ein HSA höchstens als nice to have ansieht.

Vll würde eine genaue Definition von Karriere eine Diskussion einfacher machen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5465
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 16 Mai 2012 - 15:31:25    Titel: Re: Welches Wirtschaftsstudium ist empfehlenswert?

Sachenka hat folgendes geschrieben:


In den hier üblichen und häufig diskutierten Berufsfeldern erhöht ein Studium die Chancen doch deutlich oder?

Wir reden hier aber speziell von dem Berufsfeld BWL im Allgemeinen und Steuern im Besonderen. Hier erhöht der Bachelor/Master alleine die Berufschancen nicht. Gerade hier gibt es viele Praktiker ohne akademischen Hintergrund. Aber sicherlich, wenn bei jemanden Potential für "mehr" schlummert, dann hilft ein Studium u.U. dieses Potential zu heben.

Andere, häufig diskutierte Berufsfelder, die aber hier im Grunde nicht zur Debatte stehen - Strategieberatung/Investmentbanking - dürften ohne Studium fast aussichtslos sein.

Berufe, die zwanghaft einen akademischen Status voraussetzen (bspw. Anwalt) ohnehin aussen vor.

Zitat:
Was kann man den schon mit 15 (oder meinetwegen auch 30 oder etwas dazwischen) ohne Schulabschluss machen? Rapper werden?

Question Was hat das denn jetzt damit zu tun? Es ging hier nicht um die Frage ob Schulabschluß ja/nein, noch um die Frage Ausbildung ja/nein. Lediglich um eine Abwägung ob immer ein Studium (!) der richtige Weg sein muss oder ob eine Karriere zwanghaft an einem Studium (!) hängen muss - also es "ohne" nicht gehen kann. Das heißt nicht, dass man sich nicht durch eine nicht-akademische Aus- und Weiterbildung quälen sollte.

Von nichts kommt nichts.

Zitat:
Mit der Aussage da oben habe ich doch etwas Schwierigkeiten. Ich habe noch nie eine Stellenausschreibung gesehen die nach dem gewissen Extra verlangt aber ein HSA höchstens als nice to have ansieht.

Wie gesagt, hier liest oder verstehst Du mich falsch. Es gibt genügend Stellenbeschreibungen, gerade im kaufmännischen, wo ein Hochschulabschluß zwar gewünscht ist aber eine entsprechende nicht-akademische Laufbahn, wenn sie passt, nicht auch in Frage kommt. ....und es gibt noch mehr, wo das gar nicht expliziet genannt wird.

Ganz typische Beispiele stammen aus dem Tax/Accountingbereich, wo Leute mit Hochschulabschluß häufig gleichgesetzt werden mit Leuten, die den BiBu oder SteuFaWi gemacht haben. Nichtakademische Weiterbildung und Erfahrung ersetzen hier häufig den akademischen Status.

Zitat:
Vll würde eine genaue Definition von Karriere eine Diskussion einfacher machen.

Tu Dir keinen Zwang an.

Grüße
gozo
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