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Der Sinn des Lebens!?
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Jecks
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Anmeldungsdatum: 07.08.2011
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2012 - 11:19:50    Titel: Der Sinn des Lebens!?

Ich habe mich schon mein Leben lang gefragt was der Sinn des Lebens ist, ob die Frage direkt in meinem Kopf gedacht war oder ob ich bei manchen Dingen die ich tun musste nur den Kopf schüttelte, die Frage war die selbe und immer da. Was ist der Sinn des Lebens? Diese Frage stellen sich heutzutage denke ich jeder Mensch auf dieser Welt. Doch was ist der Sinn des Lebens? Viele beantworten dies, doch im eigentlichen ist es nicht machbar dies zu beantworten, oder? Ich, für mein Teil, habe diese Frage schon für mich beantwortet und denke auch die Antwort für alle Menschen gefunden zu haben. Doch jetzt kommt man wieder zur Frage: Ist es selbstverständlich anzunehmen dass man die Antwort auf den Sinn des Lebens hat, für alle Menschen? Ich denke nein, und dennoch bin ich der Meinung sie gefunden zu haben. Es ist relativ kompliziert zu verstehen. Aber ich denke der Ansatz zu sagen, dass man nichts als selbstverständlich sehen kann schon teils beantwortet. Und um dabei immer noch den theoretischen „korrekten“ Ausdruck meiner Meinung zu verleihen, sage ich kurzerhand: Ich denke, dass ich die Antwort gefunden habe, was der Sinn des Lebens ist und das auf die Allgemeinheit bezogen.

Der beste Ansatz findet sich in der Beantwortung folgender Frage: Was wollen wir?
Es gibt viele Menschen, die indirekt oder direkt gegen ihren Willen etwas machen. Aber ob direkt oder indirekt schließt sich wieder die Frage an, und damit meine Beantwortung: Wir machen nur das, was wir wollen! Indirekt oder direkt? Da fragt man sich, was ist damit gemeint? Ich meine damit als Beispiel zum Direkten: Religion. Beispielsweise ein religiöser Terrorist. Er glaubt an etwas, ob es ihn gezwungen eingeprägt wurde oder nicht. Und was er gesagt bekommt, macht er auch, weil er immer mit den Versprechen konfrontiert wird: Alles was du machst, kommt der Religion zugute, und je mehr du der Religion zugute kommst, desto eher ist Gott X bereit dazu, dich in sein Paradies, sein Himmel oder jeglichen Ort der vollkommenen Freiheit aufzunehmen.
Also macht er es, auch wenn es ein Anschlag auf etwas wäre wobei Menschen umkommen. Er denkt nämlich, dann kommt der genau dort hin, was er glaube was Gott X ihn versprochen hat.
Also macht er, was er will. Denn er will vollkommene Freiheit, somit hat er etwas gemacht, was seinen Willen entspricht. Selbst ein normaler Mitbürger der entführt wurde und der gezwungen wurde andere Menschen zu töten, tat es mit seinen Willen. Denn er denkt immer daran, dass er frei sein kann und ist, wenn er nur tut was er gesagt bekommt. Er weiß zwar, dass dies was er tut falsch ist, aber er weiß auch dass es für ihn keine andere Alternative gibt um seine ganz eigene persönliche „vollkommene Freiheit“ zu erreichen. Das als Paradebeispiel zum Indirekten.

Nun, würde man sich denken, Gerede hin oder her, was ist denn nun der Sinn des Lebens? Fassen wir die Fakten nochmal zusammen: Wieso tun wir gewisse Dinge? Weil wir hoffen, dass genau das in Erfüllung geht, was wir uns innerlich wünschen: Glück.
Wir wünschen uns, das in jeglicher Situation das beste für uns raus springt. Damit ist nicht unbedingt das materiell Beste gemeint, sondern eher das Beste, womit wir unseren Willen und Gewissen am besten entgegenkommen. Denn, je besser wir dem entgegenkommen, desto besser fühlen wir uns und haben für unseren Teil so viel „Glück“ rausgeholt, wie wir konnten. Man kann natürlich nie das meiste Glück erhalten, wo man selber sagen kann, besser kann es nicht werden. Denn es kann immer besser werden, aber kann ist schon wieder gelogen, wird es nicht. Wir suchen also nach unser ganz persönliches Glück, was wir natürlich immer nur teilweise finden, aber nie ganz. Anders gesagt, streben wir nach unserem Glück. Man muss nämlich darum kämpfen, auch Kompromisse eingehen um sein eigenes Glück erblühen zu lassen. Und schon haben wir eigentlich auch die Beantwortung meiner anfänglich gestellten Frage.

Der Sinn des Lebens ist das Streben nach Glückseligkeit.

Jetzt kommt aber wieder folgende Frage auf für ganz scharfe Kritiker: Definiere Sinn des Lebens?

Man muss den Sinn des Lebens nicht unbedingt definieren, weil es schon alles sagt: Was ist der Sinn des Lebens? Es kommt eher mehr auf die Frage an: Aus welcher Sichtweise? Und damit haben wir eigentlich auch schon die Antwort: Aus unserer. Aus welcher Sichtweise denn sonst? Aus biologischer Sicht ist es vollkommen selbsterklärend: Kampf ums Überleben. Fortführung der Spezies. Aber ich denke das ist heutzutage unser wenigstens Problem um Angst vor zu wenig Nachwuchs zu haben. Die Sicht geht natürlich von uns aus. Und von uns meine ich nicht die allgemeine Menschheit und das Denken an alle, sondern um uns selber, das eigene Individuum.

Und wenn man um sich sorgt und denkt, dann liegt die Beantwortung der Frage auch für sich selbst. Das habe ich im Endeffekt finde ich schon weiter am Anfang deutlich genug erklärt. Wir leben für uns, auch wenn es manchmal den Anschein haben sollte, dass wir für andere etwas aufopfern wie zum Beispiel ein Obdachlosen Geld geben. Damit haben wir mehr uns geholfen seelisch, als wir verloren haben. Beispielsweise 1 Euro. Wir haben den Obdachlosen 1 Euro gegeben. Was können wir uns davon holen als Normalbürger? Vielleicht ein billigen Schokoriegel. Und das Spenden dieses einen Euros brachte uns mehr positive Gefühle, als es hätte der eine billige Schokoriegel geben können. Im eigentlichen haben wir es dann für uns getan, damit wir glücklicher werden als zuvor und ein Stück näher ans unser Glück strebten.

Daraus folgt klar und deutlich: Wir tun alles für uns.

Egoismus? Richtig. Die Frage ist, wie Egoismus interpretiert wird. Hört man das Wort Egoismus, koppeln es viele gleichzeitig mit Asoziales oder mehr schlimmeres. Aber in Grunde genommen ist Egoismus nur eine Schutzfunktion um unser Glück näher zu kommen.

So wie ich alles geschrieben habe, denken jetzt viele: Willst du uns damit sagen wir sollen auf jeglicher sozialen Aktion und unser soziales Umfeld verzichten?

Das ist nämlich genau dass, was wir nicht tun sollten. Das ist nämlich der Schlüssel zum Glück, soweit man weiß, wie man es richtig macht. Ohne unser soziales Umfeld bzw. anders gesagt unsere Mitmenschen die dafür sorgen, dass es so ist wie es ist, sind wir aufgeschmissen. Es ist eine unabdenkbare Kopplung zwischen Egoismus und Altruismus (Gegenteil von Egoismus).

Das ist meine Definierung vom Sinn des Lebens und was damit noch alles zutun hat.
Kritik erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen
Prüfstein
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Anmeldungsdatum: 21.02.2007
Beiträge: 20

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2012 - 20:30:47    Titel:

Nein.
oberhaenslir
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Anmeldungsdatum: 20.09.2007
Beiträge: 781

BeitragVerfasst am: 17 Mai 2012 - 21:01:00    Titel: Sinn dieser permanent angebotenen Diskussion?

[quote="Prüfstein"]Nein.[/quote]


Philosophen diskutieren schon lange nicht mehr über den 'Sinn' des Lebens, sondern darüber, was es für einen Sinn hat, über den Sinn des Lebens zu diskutieren.
Penetrator 3.0.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 22:32:30    Titel: -

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Zuletzt bearbeitet von Penetrator 3.0. am 02 Aug 2012 - 18:52:20, insgesamt einmal bearbeitet
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 23:20:47    Titel:

Zitat:
Aber jetzt wo wir da sind, müssen wir das Beste daraus machen. Anstatt Selbstmord zu begehen sollten wir nach Glück und Zufriedenheit streben.


Wenn das Leben sinnlos ist, warum sollte man das?

Liebe Grüße,
Alex
Penetrator 3.0.
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Anmeldungsdatum: 08.06.2012
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 23:36:09    Titel: -

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Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2014 - 15:18:57    Titel:

Rüdiger Safranski:

Wer kennt sie nicht, diese Lust des Anfangens. Eine neue Liebe. Eine neue Arbeit. Ein neues Jahr. In der Geschichte wird das neu Anfangende 'Revolution' genannt. Wenn Revolutionen auch immer wieder ihren Kredit verspielt haben, so bleibt doch der Mythos eines lichterlohen Augenblicks, als alles so aussah, als finge es neu an. Die Erstürmung der Bastille, der Sturm aufs Winterpalais, die Öffnung der Mauer.

Solche Augenblicke haben das Pathos der Nullpunktsituation, ein neues Spiel, wir fangen alle auf einmal neu an, was kann sich daraus nicht alles entwickeln. Warum das Anfängliche lockt, ist somit offenkundig:

Man will sich vom Halse schaffen, was einen nach rückwärts bindet - an

seine Geschichte, seine Tradition, an die tausend Dinge, in die man verstrickt ist.

Die Lust des Anfangs ist eine Reaktion auf das Gefühl:

man lebt nicht, sondern wird gelebt.

Zum hoeren:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/essay/swr2-essay-vom-anfang-und-vom-anfangen/-/id=659852/did=13328076/nid=659852/19tr8as/index.html
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2014 - 15:26:15    Titel: Re: Sinn dieser permanent angebotenen Diskussion?

oberhaenslir hat folgendes geschrieben:
Prüfstein hat folgendes geschrieben:
Nein.



Philosophen diskutieren schon lange nicht mehr über den 'Sinn' des Lebens, sondern darüber, was es für einen Sinn hat, über den Sinn des Lebens zu diskutieren



BRAVO!

Analog mit dem Tod, diesem Nichts... sich zu befassen, sinnlos ist.

Mit dem Nichts sich zu befassen

bringt nichts!
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2014 - 18:04:38    Titel: SINN

Ich lese sehr oft immer "DER Sinn des Lebens"

Wieso beschaeftigt sich diese Frage immer nur mit EINEM Sinn?

Schon in der Frage also, so denke ich, besteht der Irrtum, der zu unsinnigen
(Sinn - Unsinn) Antworten fuehren muss.

Markus Gabriel brachte juengst - wenngleich auch in einem anderen Kontext - den Begriff Sinnfelder ein.

DAS ist ein Ansatz.

Ich jedenfalls sage so:

Das Sein hat objektiv keinen Sinn, aber subjektiv viele verschiedene....


Zuletzt bearbeitet von Multivista am 06 Okt 2014 - 21:34:38, insgesamt einmal bearbeitet
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Okt 2014 - 21:32:02    Titel:

Im Politik-Forum schrieben sie heute, dass die

"Wahrheit" und "Realitaet" immer mehrdimensional seien.

Bravo!
[/u]
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