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Entscheidungsprobleme
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Ollej
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Anmeldungsdatum: 21.05.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Haren (Ems)

BeitragVerfasst am: 21 Mai 2012 - 21:59:25    Titel: Entscheidungsprobleme

Hallo,

mein Name ist Ollej, und ich bin 20 Jahre Alt.

und ich hätte gerne eure Meinung zu einem Problem das ich Momentan habe. Ob dies das richtige Forum für diese Frage ist, weiß ich nicht. Ich Hoffe dennoch, daß Ihr euch die Zeit nehmen könnt meinen Artikel zu Lesen, und mir danach vielleicht ein Paar Ratschläge geben könnt.
Alles andere ist natürlich auch sehr Willkommen Smile!

Vorgeschichte Wink :
Nachdem ich 8 Jahre in den Niederlanden zur Schule gegangen bin, habe ich in 2010 meinen Fachhoschschulabschluss erhalten, und mich kurz darauf für das Studium Physiotherapie angemeldet. Das habe ich getan, weil ich ausprobieren wollte, ob das etwas für mich ist, und weil viele wegen dem aktiven Sport den ich mache meinten, daß ich dort gut hineinpassen würde. Ich hatte auch andere Optionen, wie zum Beispiel Logopädie oder zum Konservatorium zu gehen. Ich habe während der Schulzeit nämlich mit Leidenschaft (wenn man freude so nennen möcht) gesungen. Und wenn ich ehrlich bin, hatte ich in der Schulzeit kein einziges Fach mit ausnahme Geschichte, für das ich mich so begeistert habe wie für Musik und Gesang. Die Schule hat jedes Jahr im Frühling ein großes Konzert gegeben, für das ich mich seit beginn jedes Schuljahres jeden Tag bestimmt zwei Stunden vorbereitet hatte. Doch der Weg zum Konservatorium haben mir mein Gewissen meinen Eltern gegenüber (die mich ja eigentlich nur Ermutigen wollten etwas zu tun, was mir Spaß machte - sie meinten Physiotherapie) und meine Mangelnde Musikildung versperrt.
Die Vorbereitung für so eine Aufnahmeprüfung dauert für einen Anfänger mehr als ein Jahr - und Klavier und Notenlehre kann ich nicht. Das hätte geheißen: ein Jahr lang nichts tun, und dann ohne sicherheit irgendwo eine Aufnahmeprüfung machen. Und davor hatte ich Angst. Und Tatendrang.

Logopädie hatte sich schnell erledigt, weil ich eine Kieferfehlstellung hatte. Als mir das gesagt wurde, fing ich sofort mit der Behandlung an (die übrigens nach mehreren Operationen im September abgeschlossen ist).

Deshalb war Physiotherapie die Option.

Das Studium habe ich 6 Monate durchgezogen, bis ich wegen unsicherheit der Studienwahl das Feld geräumt habe, und wieder zu meinen Eltern gezogen bin. Danach folgte ein Jahr Praktikum bei einem Physiotherapeuten, der mich sehr Ermutigt hat das Fach weiter zu verfolgen. Im Darauffolgendem September, habe ich dann wieder angefangen Physiotherapie zu studieren. Es lief auch gut, bis die alten Zweifel wiederkamen und ich den Sinn verlor weiter zu machen. Es kam mir so gezwungen vor. Spaß hatte ich an den gestellten Aufgaben und dem Unterricht nämlich immer noch keinen, obwohl ich während des Praktikums sehr wohl meinen Spaß hatte. Aber ich musste in Vier Jahren irgendwas vorzeigen, also machte ich weiter. Doch dann versemmelte ich eine Prüfung, und wurde wegen sehr strenger Regelsetzung rausgeworfen.
Das komische dabei war, obwohl ich noch ein jahr weggeworfen hatte, fühlte ich mich bei dem Rauswurf nicht schlecht. Nicht mir gegenüber, heißt das. Meinen Eltern und dem Physiotherapeute bei dem ich das Praktikum gemacht hatte schon. Ich hatte meine Eltern schon wieder enttäuscht. Und als ich meinem Physiottherapeuten das mit dem Rauswurf erzählte, kam er sofort mit der Option eine Ausbildung an zu fangen, weil Studium warscheinlich ein wenig zu schwer für mich wäre. Er sähe mich aber noch immer präsent im Beruf des Physiotherapeuten. Er hat mir sogar angeboten später in seiner Praxis zu Arbeiten, würde ich die Ausbildung machen. Das war aber schon während des Studiums die Option. Ein wirklich netter Mann. Ich bin noch oft einfach so ein bei seiner Familie und helfe ihm im Garten.


Problem:


Ich fühle mich in manchen Situationen schon zur Physiotherapie hingezogen, aber nur wenn mein Kumpel, der selbst Physiotherapeut ist, und mein Physiotherapeut mich dazu anmutigt es doch weiter zu machen. Ich denke, dass zwei mal das selbe Studium ohne Erfolg ab zu schließen entweder dafür Spricht, daß das Studium zu schwierig ist, oder es einfach nicht mein Fach ist. Die Ausbildung anzufangen reizt mich nicht so sehr (ich bin noch nicht angenommen), aber sie zu machen würde mir die Zukunft zum Teil sichern und viele Neue Wege öffnen. Und ich würde meinen Therapeuten und meinen Kumpel nicht enttäuschen.

Musik zu studieren (ja, Studieren möchte ich) ist mit der Aufnahmeprüfung und meinen etwas vernachlässigten Musikalischen Fähigkeiten verbunden. ich habe mir gedacht, und der Gedanke ist betsimmt nicht ausgereift: würde ich jetzt ein Jahr lang Arbeiten und nebenbei Gesangs-und Klavierunterricht nehmen, wäre es sicher nicht einfach angenommen zu werden, hätte aber sicher eine realistische Chance, die dann aber in Unsicherheit endet, ob ich angenommen werde oder nicht. Das hat aber auch sehr mit Leisungsbereitschaft zu tun. Die ich habe. (außerdem haben meine Eltern genug davon, daß ich bei Ihnen Lebe. Ich bin 20, und wir Teilen leider nicht all ihre Meinungen). (Und noch zwei Jahre drauf wollen die mich bestimmt nicht in der Wohnung haben) Wink Und Musik liebe ich, egal was andere sagen. Früher hat es mich bewegt was andere dazu meinen, aber jetzt nicht mehr.

Die letzte und Dritte Option wäre ein Mittelweg. Da ich bald Operiert werde, und die Zähnchen wieder richtig schön gerade werden, kann ich zu einem Logopädischen Screening, mit aussicht auf ein Studium das im September 2012 beginnt. Da dieses aber fast direkt nach der OP gemacht wird, schätze ich meine Chancen nicht allzu Hoch ein. Das Studium kombiniert Sprache, Biologie und Musik zu einem weiteren Therapeutischen Beruf.

Frage

Meine Frage an euch ist, soll ein Risiko eingehen um später vielleicht das machen zu können was mir Spaß macht, oder lieber auf der sicheren Seite bleiben unm später einen festen Job zu haben?

Ich befinde mir zurzeit in dem Dilemma mich nicht entscheiden zu können, und brauche unbedingt andere Meinungen von Leuten die vielleicht auch mal das selbe durchgemacht haben, und es geschafft haben/sich getraut haben sich zu Entscheiden.

Ich Danke euch für die zeit die Ihr euch genommen habt das hier zu Lesen. Auch wenn es bestimmt nur so vor Rechtschreibfehlern wimmelt. Das ist der Niederländer in mir, der kein Deutsch schreiben kann!

Very Happy
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 4659
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2012 - 08:17:32    Titel: Re: Entscheidungsprobleme

Ollej hat folgendes geschrieben:
Vorgeschichte Wink :
Nachdem ich 8 Jahre in den Niederlanden zur Schule gegangen bin, habe ich in 2010 meinen Fachhoschschulabschluss erhalten

Nur um es korrekt zu verstehen - Du hast einen Schulabschluß erhalten der Dich zum Studium berechtigt? Fachschulabschluß nehme ich an? Nicht FachHOCHschulabschluß - was ja, zumindest hier, ein beendetes Studium wäre.

Zitat:
Die Vorbereitung für so eine Aufnahmeprüfung dauert für einen Anfänger mehr als ein Jahr - und Klavier und Notenlehre kann ich nicht. Das hätte geheißen: ein Jahr lang nichts tun, und dann ohne sicherheit irgendwo eine Aufnahmeprüfung machen. Und davor hatte ich Angst. Und Tatendrang.

Die Musikaufnahmeprüfungen haben es in der Tat in sich. Ob man es, wenn man in bestimmten Dingen bei null anfängt in einem Jahr überhaupt schaffbar ist weiß ich nicht. Aber ein Jahr ist viel Zeit und mehrere Stunden pro Tag hätten es dann schon sein können.

Aber ich kann verstehen, wenn man das Risiko nicht eingehen möchte.

Zitat:
Problem:


Ich fühle mich in manchen Situationen schon zur Physiotherapie hingezogen, aber nur wenn mein Kumpel, der selbst Physiotherapeut ist, und mein Physiotherapeut mich dazu anmutigt es doch weiter zu machen. Ich denke, dass zwei mal das selbe Studium ohne Erfolg ab zu schließen entweder dafür Spricht, daß das Studium zu schwierig ist, oder es einfach nicht mein Fach ist. Die Ausbildung anzufangen reizt mich nicht so sehr (ich bin noch nicht angenommen), aber sie zu machen würde mir die Zukunft zum Teil sichern und viele Neue Wege öffnen. Und ich würde meinen Therapeuten und meinen Kumpel nicht enttäuschen.

Ich halte es für wenig sinnvoll ein Fach zu studieren, woran man (am Studium) selbst keinen Spaß verspürt und nur (ein Teil) der praktischen Arbeit einem liegt. Sicher, in keinem Studiengang wird man immer alles mögen, aber eine positive Grundhaltung gegenüber den meisten Fächern sollte es schon sein.

Mal darüber nachgedacht eine Ausbildung (kein Studium) zum Physiotherapeut oder Ergrotherapeut zu machen? Also das ganze etwas praxisorientierter?

Zitat:
Musik zu studieren (ja, Studieren möchte ich) ist mit der Aufnahmeprüfung und meinen etwas vernachlässigten Musikalischen Fähigkeiten verbunden. ich habe mir gedacht, und der Gedanke ist betsimmt nicht ausgereift: würde ich jetzt ein Jahr lang Arbeiten und nebenbei Gesangs-und Klavierunterricht nehmen, wäre es sicher nicht einfach angenommen zu werden, hätte aber sicher eine realistische Chance, die dann aber in Unsicherheit endet, ob ich angenommen werde oder nicht. Das hat aber auch sehr mit Leisungsbereitschaft zu tun. Die ich habe. (außerdem haben meine Eltern genug davon, daß ich bei Ihnen Lebe. Ich bin 20, und wir Teilen leider nicht all ihre Meinungen). (Und noch zwei Jahre drauf wollen die mich bestimmt nicht in der Wohnung haben) Wink Und Musik liebe ich, egal was andere sagen. Früher hat es mich bewegt was andere dazu meinen, aber jetzt nicht mehr.

Hier würde ich erst einmal versuchen irgendeine Fachmeinung einzuholen, die Dir zumindest soviel Grundtalent bescheinigt, dass ein Jahr Vorbereitung ausreichen könnte und Dir eine realistische Aufnahmechance einräumt. Zwei Freundinnen von mir haben Musik studiert und die waren vor dem Studium schon extrem gut...haben aber auch seit ihrem keine Ahnung wievielten Lebensjahr pro Woche 10-15h geübt und Unterricht gehabt.
Wenn Du es aber versuchst, würde ich hier nicht versuchen auf "vier gewinnt" zu machen sondern richtig klotzen. Arbeiten ist schön und gut aber ich denke gut vier Stunden am Tag solltest Du mindesten zu Verbesserung Deiner Ausgangssituation investieren. Denn nur "gut" sein, wird im Zweifel nicht reichen.

Zitat:
Die letzte und Dritte Option wäre ein Mittelweg. Da ich bald Operiert werde, und die Zähnchen wieder richtig schön gerade werden, kann ich zu einem Logopädischen Screening, mit aussicht auf ein Studium das im September 2012 beginnt. Da dieses aber fast direkt nach der OP gemacht wird, schätze ich meine Chancen nicht allzu Hoch ein. Das Studium kombiniert Sprache, Biologie und Musik zu einem weiteren Therapeutischen Beruf.

Auch das ist letztlich eine Möglichkeit - wenn Du es willst.

Zitat:
Frage

Meine Frage an euch ist, soll ein Risiko eingehen um später vielleicht das machen zu können was mir Spaß macht, oder lieber auf der sicheren Seite bleiben unm später einen festen Job zu haben?

Du wirst noch Jahrzehnte arbeiten. Etwas Spaß kann da nicht schaden.
Abgesehen davon sehe ich bei Dir im Bereich der Physiotherapie erlich gesagt ein nicht unerhebliches Risiko es mangels Spaß wieder nicht zu packen.


Zitat:
Das ist der Niederländer in mir, der kein Deutsch schreiben kann!

Willst Du mal mein Niederländisch sehen?! Wink

Grüße
Gozo
Ollej
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Anmeldungsdatum: 21.05.2012
Beiträge: 2
Wohnort: Haren (Ems)

BeitragVerfasst am: 22 Mai 2012 - 21:31:29    Titel:

Hallo Gozo!

Danke, daß du mir geantwortet hast! Ich habe mich gefreut, als ich deinen Beitrag gelesen habe Smile!

Haha, du hast Recht Smile. Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt. Ich habe einen Schulabschluss der mich zum Studium berechtigt. Fachschulabschluss ist die richtige Bezeichnung, danke!

Was die Musik angeht, ist das eine sehr gute Idee von dir mal mit einem Gesangslehrer zu Reden, und zu schauen wie er mich einschätzt. Also dass das ein Jahr dauert, bis man für so eine Aufnahmeprüfung gut vorbereitet ist, weiß ich nicht - ich habe nur von Leuten gehört, die das geschafft haben und dann auch angenommen wurden. Klotzen wird man auf jeden Fall müssen, daran habe ich keinen Zweifel.

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich das mit der Physiotherapie lieber abhaken. Klar, soll man nach einem Sturz nicht liegenbleiben, sondern sich möglichst wieder aufrappeln um weiter zu machen. Aber ich bin jetzt zwei Mal gefallen, und es ist Zeit sich gewisse unangenehme Dinge ein zu gestehen und sich neue Wege zu Suchen, bevor man den Weg noch ein mal einschlägt.

Und unterbewusst Teile ich deine Meinung, daß das Riskiko groß ist, Physiotherapie wegen Spaßmangels zu schmeißen. Auch wenn es eine Ausbildung ist. Außerdem bin ich mir fast sicher, daß wenn ich nicht Studieren gehe, ich mir irgendwann Vorwürfe machen werde, weil ich kein Studium durchgezogen habe.

Es fällt mir nur sehr schwer wegen solch einer Entscheidung Menschen die an mich Glauben zu enttäuschen. Ich Denke, ich komme um ein Offenes Gespräch mit meinem Kumpel und meinem Physiotherapeuten nicht drumherum, oder was denkst du?

Noch mal danke, daß du dir Zeit genommen hast, auf meinen Post zu Antworten Smile.


Grüße, Ollej
Maar
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Anmeldungsdatum: 23.05.2012
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 23 Mai 2012 - 12:05:53    Titel:

Viele Freunde von mir haben eine Ergo- bzw. Physiotherapie-Ausbildung gemacht. Eine Freundin hat an ihre Physio-Ausbildung (nach kurzer Arbeitszeit) dann noch ein "richtiges" Studium (was mit Gesundheit) angehangen und kann so beides jetzt gut kombinieren.

Ich hab zwar was anderes studiert, finde aber, dass ein Praxisbezug aus der Ausbildung dem Hochschulstudium nur helfen kann (wenn es aufeinander aufbaut) - eben weil dem Studium meist doch ein gewisser Praxisteil fehlt.
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