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Zeitaufwand?
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gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 10 Jun 2012 - 19:43:16    Titel:

Zitat:
streitet auch keiner ab...hier redet keiner von interessen etc.


Das ist eben der Punkt, du musst die Interessen immer mit in deine Betrachtung einbeziehen. Die intrinsische Motivation ist für einen Menschen immens wichtig und häufig genug nicht durch Gehälter aufzuwiegen. Gibt ja bspw. immer wieder populistische Artikel über Aussteiger aus Unternehmensberatungen etc., die sich danach selbst verwirkliucht haben, denen war dann eben das Interesse mehr wert als das Geld (wobei es sicher auch genug Unternehmensberater gibt, denen ihr Job ein wenig Spaß macht).


PepeDosSantos hat folgendes geschrieben:


ich finde durchaus, dass sich das gehalt unterscheiden sollte. falls die arbeit wirklich so viel mehr erfordert, dann wird das sicherlich auch dem arbeitgeber auffallen. ist man dann nicht einfach viel mehr "wert" für das Unternehmen oder findet der ARbeitgeber, dass man genau so viel verdienen sollte wie auch die Bwler. Falls dem so ist: warum? könnte es dafür gründe geben?


Ein Gedankenspiel:
Du hast zwei Jobs (A und B). Nehmen wir mal an, du arbeitest in beiden gleich viel (vllt. 40h die Woche). Für Arbeitnehmer A ist das Gehalt die Hauptmotivation, Arbeitnehmer B macht seien Arbeit hauptsächlich aus fachlichem Interesse. AN A kriegt das doppelte Gehalt wie AN B, defacto macht AN B aber 50% seiner Arbeitszeit Sachen, die er sonst auch in seiner Freizeit machen würde, weil sie ihn interessieren. AN A findet seinen Job mäßig interessant. Am Ende haben beide den gleichen Stundenlohn, AN A ein höheres Einkommen und AN B mehr Freizeit.

Was ich sagen will: Jobs können auch mit niedrigerem Gehalt für Leute interessant sein, der Arbeitgeber muss dann auch nicht so hohe Gehälter bezahlen und er "bezahlt" dafür mit einer für den AN interessanten Aufgabe.

Ist natürlich wieder arges Schwarz-Weiß-Schema, aber wenn du mal aus dieser Perspektive auf den Arbeitsmarkt guckst, dann siehst du vllt. auch, dass andere Leute andere Jobs interessanter finden, sodass für einige Ingenieure eben ein Job in einer guten Forschungsabteilung ein Traumjob ist und er sich fragt, warum jemand seine gesamte Zeit vor Exceltabellen in einer Investmentbank verbringt.
Du kannst BWLer und Ingenieure hier beliebig vertauschen, gibt auch genug Ingenieure, die lieber Karriere machen (sieht man ja schon an den Vorständen der DAX30) und WiWis, die es lieber ruhiger angehen lassen und eine Arbeit machen, die ihnen wirklich Spaß bringt. Vielleicht gibt es auch Leute, denen Investmentbanking sehr viel Spaß bringt (keine Ahnung, weiß ehrlich gesagt nicht genau, wie die arbeiten) und der den Großteil der Arbeitszeit auch als eine Art "Freizeit" betrachtet.

Es gibt einfach so unglaublich viele Sichtweisen, wie man an die Sache herangehen kann und man muss sich eben für jede Seite öffnen und ein bisschen Empathie spielen lassen. Das Problem hier im Forum ist allerdings, dass es in der Natur der Sache liegt, dass hier sehr viele Leute mit der gleichen Sichtweise sind, sodass man häufig andere Perspektiven außer Acht lässt.
Ich persönlich finde übrigens beide Seiten interessant, denn mit höherer Arbeitsbelastung geht ja nicht nur ein höheres Einkommen einher, sondern auch mehr Verantwortung, sicher auch reizvoll. Dem gegenüber steht dann eben neben der Arbeitszeit auch der höhere Stress, ein sehr komplexes Thema, wo ich jetzt auch nicht genau sagen kann, was jetzt für mich am besten wäre. Hängt natürlich auch immer von der aktuellen Lebenssituation ab. Wink

P.S.: Ich glaube übrigens nicht, dass der Durchschnittsbwler mehr verdient als der Durchschnittsingenieur, das müsste mal jemand nachschlagen.
wima
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Anmeldungsdatum: 12.05.2006
Beiträge: 1232

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2012 - 00:31:00    Titel:

Zitat:
ch finde durchaus, dass sich das gehalt unterscheiden sollte. falls die arbeit wirklich so viel mehr erfordert, dann wird das sicherlich auch dem arbeitgeber auffallen. ist man dann nicht einfach viel mehr "wert" für das Unternehmen oder findet der ARbeitgeber, dass man genau so viel verdienen sollte wie auch die Bwler. Falls dem so ist: warum? könnte es dafür gründe geben?


Junge mach mal in deinem Leben ein Praktikum. Ich habe selber bei den Top Unternehmen in der Branche ein Praktikum gemacht, sogar eins im Ausland bei einer IB.

Die smartesten Leute, die ich erlebt habe kamen oft aus der IT Abteilung, haben aber nicht das meiste verdient. Warum? Weil sie keinen Umsatz generieren, halt interne Programme schreiben.
Dafür habe ich Sales Leute erlebt, die auf einer Ba studiert haben, und die sehr viel verdient haben. Warum auch nicht? Wenn jemand gut mit Menschen kann, ist das für das Unternehmen sehr wichtig, genauso wie die Marketingfrau, oder die Personalabteilung.

Zudem hängt wieviel Geld man verdient teilweise von einem selbst und dessen Verhandlungsgeschick ab. Aber wie gesagt, erstmal raus gehen in die Berufswelt.
PepeDosSantos
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Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 142

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 11:20:30    Titel:

ich hab schon 4 Praktika gemacht...ausschließlich in Top-Unternehmen, Top UB, Top Dax und Big4. IB interessiert mich nicht.

Das ist vllt auch ne andere diskussion mit dem gehalt. ich glaube allerdings schon, dass wenn eine gewisse Gruppe konstant innovative und smartere Lösungen entwickelt als eine andere, diese Gruppe letztendlich auch mehr verdienen würde. ITler sind auch nicht mit ings zu vergleichen. aber gut, du hast recht.

was ist mit der anderen frage? wo arbeiten mints und ings, wo man permanent smarte lösungen liefern muss, weil du sagtest, dass sei in der wirtschaft nicht der fall. Meinst du hier auch akademische laufbahnen, oder gibt es da noch mehr?
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1107

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 11:27:54    Titel:

PepeDosSantos hat folgendes geschrieben:
ich hab schon 4 Praktika gemacht...ausschließlich in Top-Unternehmen, Top UB, Top Dax und Big4. IB interessiert mich nicht.

Das ist vllt auch ne andere diskussion mit dem gehalt. ich glaube allerdings schon, dass wenn eine gewisse Gruppe konstant innovative und smartere Lösungen entwickelt als eine andere, diese Gruppe letztendlich auch mehr verdienen würde. ITler sind auch nicht mit ings zu vergleichen. aber gut, du hast recht.

was ist mit der anderen frage? wo arbeiten mints und ings, wo man permanent smarte lösungen liefern muss, weil du sagtest, dass sei in der wirtschaft nicht der fall. Meinst du hier auch akademische laufbahnen, oder gibt es da noch mehr?


Naja, also ein Programmierer bei Google & co. sollte schon permanent smarte Lösungen abliefern.
aristokrates
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Anmeldungsdatum: 20.04.2010
Beiträge: 1356

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 12:10:47    Titel:

Pepe, schau dir mal das IDEAL-Employer Ranking an: http://www.universumglobal.com/IDEAL-Employer-Rankings/Global-Top-50
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 13:40:36    Titel:

wima hat folgendes geschrieben:
Dafür habe ich Sales Leute erlebt, die auf einer Ba studiert haben, und die sehr viel verdient haben. Warum auch nicht? Wenn jemand gut mit Menschen kann, ist das für das Unternehmen sehr wichtig, genauso wie die Marketingfrau, oder die Personalabteilung.


Die Frage ist, warum diese Eigenschaften aber deutlich höher bewertet werden müssen als echte Fachkenntnisse.
Ein Vertriebler verdient im Grunde nur deshalb so viel, weil Umsatz direkt an seiner Person hängt. Mit echtem Können hat das erstmal wenig zutun, insofern man "Können" nicht mit einer gewinnenden Persönlichkeit gleich setzt.
Ich empfinde es deshalb als ziemlich unfair, wenn Leute, die hart für ihre Ausbildung gearbeitet haben, auch im Job komplexe Probleme lösen und fachlich top sind immer wehmütig zum Vertrieb schielen müssen.
am_dream
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Anmeldungsdatum: 11.01.2009
Beiträge: 1107

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 13:56:36    Titel:

Otscho hat folgendes geschrieben:
wima hat folgendes geschrieben:
Dafür habe ich Sales Leute erlebt, die auf einer Ba studiert haben, und die sehr viel verdient haben. Warum auch nicht? Wenn jemand gut mit Menschen kann, ist das für das Unternehmen sehr wichtig, genauso wie die Marketingfrau, oder die Personalabteilung.


Die Frage ist, warum diese Eigenschaften aber deutlich höher bewertet werden müssen als echte Fachkenntnisse.
Ein Vertriebler verdient im Grunde nur deshalb so viel, weil Umsatz direkt an seiner Person hängt. Mit echtem Können hat das erstmal wenig zutun, insofern man "Können" nicht mit einer gewinnenden Persönlichkeit gleich setzt.
Ich empfinde es deshalb als ziemlich unfair, wenn Leute, die hart für ihre Ausbildung gearbeitet haben, auch im Job komplexe Probleme lösen und fachlich top sind immer wehmütig zum Vertrieb schielen müssen.


Wo ist das Problem? If you make it rain, you make the cash!
Alles andere wäre ja völlig irrational. Welcome to capitalism! Vom Wissen der Mitarbeiter kann ich mir als Aktionär nichts kaufen. Ist mir doch scheißegal wie ignorant die Mitarbeiter sind, solange sie $$ machen.
Otscho
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Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1423

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 14:02:28    Titel:

am_dream hat folgendes geschrieben:
Wo ist das Problem? If you make it rain, you make the cash!
Alles andere wäre ja völlig irrational. Welcome to capitalism! Vom Wissen der Mitarbeiter kann ich mir als Aktionär nichts kaufen. Ist mir doch scheißegal wie ignorant die Mitarbeiter sind, solange sie $$ machen.


Mit der Argumentation wäre jeder Mitarbeiter nutzlos, der nicht für Umsatz oder auf der anderen Seite die Produkterstellung zuständig ist. Das würde aber innerhalb kürzester Zeit den Zusammenbruch des Unternehmens bedeuten. Ich glaube nicht, dass dies im Sinn der Aktionäre ist. Wink
Rudi Carell
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Anmeldungsdatum: 20.12.2007
Beiträge: 535

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 15:44:28    Titel:

Otscho hat folgendes geschrieben:
am_dream hat folgendes geschrieben:
Wo ist das Problem? If you make it rain, you make the cash!
Alles andere wäre ja völlig irrational. Welcome to capitalism! Vom Wissen der Mitarbeiter kann ich mir als Aktionär nichts kaufen. Ist mir doch scheißegal wie ignorant die Mitarbeiter sind, solange sie $$ machen.


Mit der Argumentation wäre jeder Mitarbeiter nutzlos, der nicht für Umsatz oder auf der anderen Seite die Produkterstellung zuständig ist. Das würde aber innerhalb kürzester Zeit den Zusammenbruch des Unternehmens bedeuten. Ich glaube nicht, dass dies im Sinn der Aktionäre ist. Wink


Nutzlos nicht, aber gehaltstechnisch weniger wert!
Das ist eine einfache, aber in der Praxis evidente Wahrheit. Kann man selbst im (noch) überbezahlten Banking feststellen. Wieso kriegt man im M&A/Sales/Trading all-in mehr als im Equity Research? Die ersten drei bringen cash, ER ist irgendwo ein Zwitter zwischen Cost- und Profit-Center. Ganz klar wird die Sache, wenn du Front und Back Office vergleichst...bringst du cash, kriegst du cash. Wink

Weg vom Banking, hin zur EURO 2012 Wink : Wieso kosten Ronaldo und Messi (naja, nicht EURO, aber passt schon Laughing ) das drei- bis vierfache eines weltklasse Abwehrchefs wie Puyol und Co.? Gleiche Argumentation, gleiche Wahrheit! Die Tore sind hier cash.
Klar, Messi (Front Office) gewinnt auch nicht alleine das Spiel - nach deiner Argumentation bricht das Team zusammen, wenn nur Messi spielt (es gibt kein Back Office). Korrekt...trotzdem kostet er mehr, wenn die anderen mitspielen.


Zuletzt bearbeitet von Rudi Carell am 12 Jun 2012 - 15:49:58, insgesamt 3-mal bearbeitet
gelber_hamster
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Anmeldungsdatum: 11.02.2012
Beiträge: 284

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 15:47:17    Titel:

PepeDosSantos hat folgendes geschrieben:


wo arbeiten mints und ings, wo man permanent smarte lösungen liefern muss, weil du sagtest, dass sei in der wirtschaft nicht der fall.


Was meinst du, wie Produkte entstehen, vom Auto bis zu Nischenprodukten wie Zentrifugen. Die Fallen nicht vom Himmel, die müssen schon vorher entwickelt werden. Kannst dich ja mal bei einem Industrieunternehmen (inkl. Softwareindustrie, die bestehen ja nur aus Marketing, Vertrieb und Entwicklung) deiner Wahl auf der Website umschauen und nach R&D suchen. Wink
Die dort entwickelten Lösungen stehen sicher "smarten" Lösungen aus der Finanzwirtschaft um nichts nach (zumal die ja auch teilweise von MINT-lern entwickelt werden, ist jetzt ja nicht so, dass WiWis ein Monopol auf Stellen im Finanzgewerbe hätten. Gilt andersrum übrigens auch: Kenne einen WiWi, der in die Softwareentwicklung gegangen ist).

Dass jemand im Vertrieb mehr verdienen kann, finde ich auch nicht ungerecht. Unterschiedliche Talente sind unterschiedlich viel wert und es hilft nichts, solche Neiddebatten zu führen, in erste Linie sollte man gucken, was man aus seinen Möglichkeiten macht. Das Gehalt von anderen Protagonisten spielt da erstmal eine untergeordnete Rolle und es ist jetzt auch nicht so, dass Vertriebler total aus dem Gehaltsgefüge fallen. Zudem tragen sie auch ein höheres Risiko als Festangestellte im Innendienst.

P.S.: Messi gewinnt auch alleine Spiele. Very Happy
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