Fehlendes Zentralbankgeld?
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 15:54:17 Titel: Fehlendes Zentralbankgeld? |
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Neulich habe ich ein Interview im ORF mit Dirk Müller auf Youtube gesehen (http://www.youtube.com/watch?v=WTW49tr-mNE)
Ich mag die Art, wie er komplizierte Dinge einfach darstellt und ich bin hoch erfreut, dass im österreichischen Fernsehen noch „heikle“ Themen ausgesprochen werden dürfen.
Ich würde aber gerne eine seiner Aussagen näher diskutieren. In dem Interview erläutern er, dass im Zentralbankgeldsystem quasi der Zins, den die Zentralbank für den Verleih des Geldes fordert nicht im Geldsystem existiert und deswegen nie zurückbezahlt werden kann. Wegen des Zinseszinseffekts steigen die Schulden auf diese „Lücke“ im Geldsystem und so kommt es nach einer bestimmten Zeit immer zum Crash, weil das Geld, um die so gestiegenen Schulden zu bezahlen nicht existiert.
Anders formuliert könnte man sagen, irgendwer im System muss sich also irreversibel verschulden.
Von dieser Theorie habe ich vor einiger Zeit in dem Youtube-Video „Der Goldschmied Fabian“ (Teil 1 hier: http://www.youtube.com/watch?v=70VPBU11U-E) zuerst gehört. Ich habe Betriebswirtschaft studiert und das Studium enthielt auch eine VWL-Vorlesung. In der Vorlesung wurde die Entstehung des Geldsystems genau so erklärt, wie in dem Video gezeigt, auf das Problem einer „Geldlücke“ wurde aber nicht eingegangen.
Da mir die Sache keine Ruhe gelassen hat, habe ich also 5 Jahre nach Ende meines Studiums meinen VWL-Professor angerufen, um ihn nach seiner Meinung zu fragen.
Jetzt wird es interessant: Entgegen der Darstellung im Video, vertritt mein VWL-Professor folgende Meinung:
Sagen wir vereinfacht es existierte nur eine Zentralbank Z und eine Geschäftsbank B. Zentralbank Z leiht Bank B Zentralbankgeld in Höhe von 100 Euro und möchte dafür 10% Zinsen p.a.
Laut Dirk Müller's Aussage und der Darstellung im Video hätte Geschäftsbank B ja dann nach einem Jahr 110 Euro zurückzuzahlen. Die Zinsdifferenz von 10 Euro existiert aber nicht im System, somit kann Geschäftsbank B nur durch Aufnahme neuer Schulden (mit Zinsen) den Kredit zurückbezahlen.
Mein Prof meint aber: Die 10 Euro Zinsen würden aber als Gewinn der Zentralbank an den Fiskus ausbezahlt werden. Dadurch würde neues Geld geschaffen und somit würden doch wieder 110 Euro im Umlauf sein, somit würde kein Geld im System fehlen.
Mein Einwand darauf: Der Gewinn der Zentralbank errechnet sich aber wie bei jedem anderen Unternehmen aus Umsatz minus Kosten, d.h. die Kosten der Zentralbank würden den Gewinn mindern. Dadurch würde doch wieder eine Geldlücke entstehen. Sollten aber die Kosten der Zentralbank in die Wirtschaft zurückfließen, ist diese Kostendifferenz auch wieder als Geld im Umlauf und es entsteht keine Geldlücke.
Logische Konsequenz: Es kann nur eine Geldlücke wie von Dirk Müller und in dem Youtube-Video beschrieben entstehen, falls die Zentralbank Kosten verursacht, die dann ihren Gewinn mindern und diese Kosten NICHT wieder zurück in die Wirtschaft fliessen. Damit gäbe es wahrlich einen Geldmangel im System.
Diesen Ansatz könne mein Prof „nicht nachvollziehen“.
Also was ist den nun damit? Verbreitet Dirk Müller hier den größten Unsinn oder hat mein VWL Prof das Zentralbankgeldsystem nicht verstanden???
Kann mir das bitte jemand erklären?! Danke. |
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 17:50:15 Titel: |
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"Die 10 Euro Zinsen würden aber als Gewinn der Zentralbank an den Fiskus ausbezahlt werden. Dadurch würde neues Geld geschaffen und somit würden doch wieder 110 Euro im Umlauf sein, somit würde kein Geld im System fehlen."
Die Kritik ist ja gerade, dass die Geschäftsbank neue Schulden aufnehmen muss, um die 10 Euro Zinsen überhaupt bezahlen zu können, und auf diese Schulden müssen wieder Zinsen bezahlt werden etc. etc.
Die Kritik ist "berechtigt" im Sinne von, das stimmt wohl schon so, wenn ich mir das mal angucke. Ich bin selbst immer wieder mit solchen Videos konfrontiert worden, insbeondere von meinen Linken Freunden, und habe mir so ein bisschen meine eigenen Gedanken gemacht. Mir kann gerne jemand widersprechen, was hier kommt sind ausschließlich Zeug was ich mir selbst zusammengereimt habe und habe keinerlei Quellen für die Behauptungen, die kommen.
Denk mal darüber nach, was mit dem Geld bei der Zentralbank passiert. Es gibt jetzt nur Zentralbank, Regierung, und dich. Du leihst dir 100€, musst eine Periode später 110 zurückzahlen. Jetzt musst du dir zwingend 110 Euro leihen, damit du immernoch 100€ behalten kannst. Die Zentralbank leiht dir also 110€ zu einem Zinssatz von 10%. Die Gewinne der Zentralbank gehen an die Regierung, die hat jetzt auch 10€. Jetzt hat die Bank also Forderungen von 110€ an dich, allerdings ist jetzt auch 110€ im Umlauf (du + Regierung). ABER: natürlich musst du auf die 110€ wieder die 10% Zinsen zahlen. Das heisst am Ende fließt der Gewinn immer an die Regierung, und selbst die "Kosten" der Zentralbank in der Realität sind ja Gehälter für angestellt etc. die ja nicht verpuffen, sondern dann real in der Wirtschaft vorhanden sind. Also die Zinsen, die du zahlst, verschwinden jetzt nicht einfach in ein großes nichts. Die bezahlten Zinsen bleiben also im System, somit also erstmal nichts schlimmes - vorallem da die Regierung im Endeffekt das Geld ja wieder an dich, als einziger Bürger, auszahlt, denn du bist die Regierung in dem Fall ;D
Nun bleibt aber das Argument stehen, dass man sich trotzdem dauerhaft neues Geld leihen muss, um für die alten Schulden + Zinsen geradestehen zu können. Hier wird in solchen Videos der falsche Schluss gezogen - dass es einfach irgendwann zusammenbricht oder gar mysteriöser Weise so konstruiert ist mit der Absicht, dass dauernd alles zusammenbricht. Da kann ich nicht zustimmen.
Jetzt kommt meiner Meinung nach der Trick, warum es eigentlich gar nicht so schlimm ist: Die Schöhnheit der Exponentialfunktion.
Nach der Logik oben ist immer eine bestimmte Geldmenge im Umlauf, und darauf muss sozusagen bei der Zentralbank Zins gezahlt werden, in höhe von 10%, und die kann man nur durch aufnehmen neuer Schulden tilgen. Das ist aber an und für sich gar nicht so schlimm. Das relative Wachstum bleibt ja dasselbe. Die Geldmenge kann unendlich lange um 10% pro Periode, sagen wir mal pro Jahr, wachsen. Wir reden hier ja nicht über wirtschaftswachstum oder sonstwas, nur darüber, dass die relative Geldmenge konstant um 10% pro Jahr wächst. Nächstes Jahr sind die Zinsen höher, oh schreck, da wir mehr Schulden aufnehmen müssen - aber wir haben auch eine größere Geldmenge im System.
Du hast 110 (100+10 von der Regierung), musst 10% Zinsen zahlen, musst also einen neuen Kredit aufnehmen um die Zinsen zu bezahlen, die Zinsen kriegt die Regierung und somit du, und so bist du in einem endlosen Zirkel.
Sprich, die Zahlen werden irgendwann riesig, holla die Waldfee, der ärmste Deutsche ist in tausend Jahren vielleicht Euro-Milliardär! aber das relative Wachstum bleibt trotzdem bei 10% pro Jahr. Zu jedem Zeitpunkt t sind es wieder nur die 10%, die man neu braucht, um die Zinsen bezahlen zu können, und die muss man dann als Schulden aufnehmen. Was sich so schlimm anhört: Es wächst immer schneller an, die Zinsen werden immer schneller immer größer etc. etc. ist zwar in absoluten Zahlen wahr, aber relativ gesehen ist es bullshit. Deshalb mache ich mir da keine großen Gedanken rüber. Wichtiger finde ich, wieviele Kriege die USA noch anfangen wollen, wie wir den Klimawandel begegnen oder womit ich meine erste Millionen verdiene. _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
-Freund über meine Aktivität im Forum (ohne Inhalte zu kennen ) |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 18:12:53 Titel: |
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Das ist aber eine andere Problemstellung. Beispiel:
ZB leiht am 01.01.2012 100 euro an GB.
01.01.2013 muss GB 110 Euro zurückzahlen, hat sie aber nicht, ihr fehlen 10 Euro.
Also nimmst sie wieder 10 Euro Kredit vor Kreditrückzahlung bei der ZB auf, muss dafür für das nächste Jahr 1 Euro zahlen, für das nächste 10 cent, usw.. Durch die Ausschüttung des Gewinns von 10 Euro der ZB an den Fiskus ist das System aber wieder ausgeglichen. D.h. in einem Augenblick gesehen fehlt immer nur immer weniger Geld, über einen Zeitraum gesehen ist aber alles ok.
Das ist aber eine ganz anderer Sachverhalt als meine ursprüngliche Fragestellung:
Beispiel dafür (analog zu oben):
ZB leiht am 01.01.2012 100 euro an GB.
01.01.2013 muss GB 110 Euro zurückzahlen, hat sie aber nicht, ihr fehlen 10 Euro.
Also nimmst sie wieder 10 Euro Kredit vor Kreditrückzahlung bei der ZB auf.
JETZT aber anders: Weil die ZB den Gewinn nicht komplett ausschüttet oder ihr irgendwelche Kosten entstehen, die nicht in das System zurückfließen, sind es sagen wir nur 8 Euro, die die ZB an den Fiskus auszahlt. Ergo: Es fehlen 2 Euro. Im darauffolgenden Jahr würde sich der fehlende Betrag immer weiter vergrößern. Und: Durch die Zinseszinsen von 10% auf diese 2 Euro steigt die Schuld im System exponentiell an. Kann darüber hinaus niemals zurückbezahlt werden, weil jedes weitere Geld im System nur zusammen mit neuen Zinsen erschaffen würde. Einzelne Schuldner im System könnten sich zwar, indem sie Geld von anderen Schuldern abzwacken, schuldenfrei gegenüber der ZB stellen, irgendwer im System müsse sich aber zwangsläufig umso mehr verschulden.
Das ist die Darstellung aus dem Youtube-Video und wohl auch die von Dirk Müller, außer ich habe etwas grundsätzlich missverstanden.
EDIT: Und darauf basierend denk mal darüber nach:
Die Zentralbanken halten auch andere Werte, z.B. Devisen anderer Währungszonen oder Goldwerte und können deswegen auch einen Verlust machen (oder auch nur einen geringeren Gewinn). Dadurch alleine wäre doch eine Lücke bereits entstanden, weil der Gewinn der Zentralbank nicht komplett in das Währungssystem zurückgeflossen ist, oder? |
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 18:38:08 Titel: |
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Die 2 euro verpuffen doch nicht. Die werden ausgegeben für Personal oder was auch immer die Zentralbank so braucht, und sind somit wieder im System. 8 euro in der Regierung, dann verdienst du noch 2 Euro für services die du an die ZB verkaufst, und hast deine 110. Jetzt bleiben wieder die neuen Zinsen etc.
Es gibt hier nur eine Form von Geldlücke und das ist die Lücke zwischen der im System vorhandenen Geldmenge und den Forderungen der ZB, die eben nur die Menge + einmalig Zinsen sind. Dass die ja gar nicht so schlimm ist, meiner Meinung nach, hab ich ja oben versucht zu erklären, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das so verständlich war...
Zum letzten Teil: Wie gesagt, nur weil die ZB jetzt keinen Gewinn macht, heisst es nicht, dass das Geld einfach verpufft. Es bleibt bei unserem Beispiel ja im System.
Jetzt hast du zusätzlich internationale Beziehungen eingefügt, wir haben also mehrere System und du hast postuliert, dass man durch Verluste in das andere System im eigenen System Probleme bekommt. Jein. Das andere System ist ja kein Euro, sondern sagen wir mal GBP. Die werden im Zweifel den Euro, den sie jetzt von uns haben, benutzen, um irgendetwas von uns zu kaufen. Dann hat die ZB zwar Geld verloren, das kommt aber wieder zurück ins Land, indem du dem Briten eine Bockwurst verkaufst und seinen Euro annimmst. Die Briten können ja sonst mit dem Euro nichts anfangen, zuhause nimmt den keiner an, daheim wollen alle nur GBP sehen. Wir haben also allerhöchstens Wert verloren, aber keine Geldmenge im System. _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 19:14:05 Titel: |
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Ok, was ist, wenn die ZB Rücklagen bildet?
EDIT: Gugge mol do: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bbankg/gesamt.pdf
Da steht, die Bundesbank bildet Rückstellungen i.H.v. 20%.
Also 20% weniger Gewinn, der ausgeschüttet werden kann. Haben wir sie nicht da schon? Die Lücke im Geldsystem? |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 22:42:36 Titel: |
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also ich denk das wir dafür inflation und so haben und so, nur meine meinung  |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 22:47:32 Titel: |
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oke nein also ich denke ja wenn eine geschäftsbank nen kredit für 7 pro cent oder so vergibt und so dann muss die geldmenge von der zentralbank erhöht werden und so, theoretisch um 7 % oder so und weil mit dem kredit aber auch neue güter und so geschaffen werden und so steigt die inflation wegen der geldmengenerhöhung trotzdem nicht nicht so an und so
die geldmenge wurde als in dem maße erhöht die lücke auszugleichen und trotzdem entsteht keine übermäßige inflation vielleicht kann ja mal jemand gucken (der am dream oder so) ob sich die geldmenge der ezb jährlich in etwa diesem rahmen erhöht oder so nur meine meinung oke das wars  |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:05:18 Titel: |
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| Ein wahnsinnig geistreicher Beitrag und so. |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:15:34 Titel: |
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| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
| Ein wahnsinnig geistreicher Beitrag und so. |
ja voll geil und so, des mit am dream hat mir zu lange gedauert...der angestrebte referenzwert zur erhöhung der geldmenge beträgt ca. 5 %
das bedeutet geschäftsbanken könnten zinsen von 5 % verlangen und so ohne das eine lücke entsteht...und jetzt wird von dem vergegebenen kredit 3 % wachstum erzeugt und so dann haben wir trotz der hohen geldmenenerhöhung nur 2 % inflation und so, real werden die zinsen teilweise natürlich über den 5% liegen aber das wird schon irgendwie ausgeglichen werden und so, das hab ich im urin wobei die ezb halt immer nur versuchen kann zu steuern (kommt von steuer *g*) und so, deshalb ist die aussage dass sich schulden und vermögen JEDERZEIT ausgleichen schwachsinn, das wird lediglich angestreben mit der geldpolitik, sie sind höchstens relativ nah beieinander und so, alles nur meine HiPo meinung und so  |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:22:13 Titel: |
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| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
"
Die Kritik ist "berechtigt" im Sinne von, das stimmt wohl schon so, wenn ich mir das mal angucke. Ich bin selbst immer wieder mit solchen Videos konfrontiert worden, insbeondere von meinen Linken Freunden, und habe mir so ein bisschen meine eigenen Gedanken gemacht. |
oh wieso hast du denn linke freunde und so? *g* ich werde niemals linke freunde haben seitdem ich den blockupy tüpen mal so aus interesse zugehört hab und dir mir dann erzählt haben das im naturaltausch alles besser ist und das man kein geld braucht und so und das man zinsen unbedingt abschaffen muss und so  |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:27:19 Titel: |
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Geh mal auf meine Fragestellung ein. Jetzt noch fünf andere Gedankengänge anzufangen macht die ganze Sache nur kompliziert.
Und kannst Du mal bitte das C00lness-Gelaber lassen und so schreiben wie Du auch mit Deinen Eltern sprichst? Ich muss jeden Deiner Sätze 3mal lesen, weil die so unverständlich sind.
Hast Du die Videos überhaupt angeguckt?
Ach und übrigens: Was Geschäftsbanken für Zinsen verlangen (Giralgeldschöpfung) interessiert gerade überhaupt nicht. Zentralbankgeld und Giralgeld ist nicht das gleiche. Zentralbankgeldschulden können nur mit Zentralbankgeld und nicht mit Giralgeld bezahlt werden..... |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:43:12 Titel: |
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ich bin ein troll und deswegen kann ich nicht so zu schreiben wie du willst und so ja also wenns nur um das zentralbankgeld geht wird das wohl so sein wie dieser lolzebob da schwallt und so das die kosten und so ins system zurückgehen und so soweit ich das in erinnerung habe kritisert dieser dirki aber vor allem die aktive giralgeldschöpfung der banken und so...aufgrund der tatsache dass ich ein high potential und so bin habe ich eindrucksvoll dargelegt warum die aktive giralgeldschöpfung kein oder kaum ein problem ist, und weil ich nett bin erläutere ich nun meine gedanken zu der Sache mit dem zb geld möglichst rechtschreibfehler frei und ohne smilies und so aber nur weil du es bist
Ich denke Lolzebob hat Recht. Da Zentralbanken in der Regel ihre Gewinn dem Staat überlassen entstehen hier keine Verwerfungen. Die kompletten Kosten werden wie bereits erläutert in den Wirtschaftskreislauf reinvestiert. Das größere Probleme sehe ich wirklich in der aktiven Giralgeldschöpfung der Privatbanken, weil diese das völlig dezentral machen können und man kaum eine Kontrolle hat was das so alles in den Wirtschaftskreislauf gehauen wird. Es kann soweit ich weiß das Zehnfache des kompletten Eigenkapitals als Kredit vergeben werden. Aufgrund oben gemachter Ausführungen denke ich aber, dass auch diese Problem in Wirklichkeit keines ist.
Die Anmerkung dass Zentralbanken auch Rücklagen haben trifft aber generell auf jedes Individuum zu. Ich kann als Privatperson auch 100 € unter meinem Kissen deponieren, dann sind die auch erstmal weg. Die Frage ist wo man die deponiert und was der Verwahrer dann damit macht. Könnte mir denken dass die ZB dieses zurückgelegte Geld irgendwo anders anlegt und dafür Zinsen bekommt und das zurückgelegte Geld von einer anderen Bank zur Kreditvergabe genutzt ist. Hierzu habe ich mir aber noch keine Gedanken gemacht weshalb jemand das eventuell mal überprüfen sollte, z. B. auf der Bundesbank Seite.
Auch hier gilt: oke das wars, alles nur meine meinung  |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 06 Jun 2012 - 23:56:40 Titel: |
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Tja, aber im Statut jeder Zentralbank steht, wie in dem PDF über die Bundesbank, vermutlich, dass sie erst mal Rücklagen zu bilden hat. Das hieße, ab day-1 oder schon nach dem ersten Geschäftsjahr nach Inkrafttreten der ZB fehlt ein große Menge an Zentralbankgeld (Banknoten) im System und da diese auch nie zurückgeführt werden in das System (weil die ZB dauerhaft versucht, die Reserven zu halten) entsteht durch Zinseszins auf diese "Gelddifferenz" exponentielles Schuldenwachstum. Das fehlende Geld kann nicht ausgeglichen werden, weil jedes Geld von der ZB, das durch Geldrucken und anschließenden Verleih wieder in das System kommt, ja auch wieder Zinsen mit sich bringt.
Das mit den Einlagen paßt außerdem super zu meinen bisherigen Überlegungen, die auch mein Prof nicht grundsätzlich nicht verneint hat. Also dass eine Geldlücke enstehen würde, falls
a) Der gesamte Gewinn der Zentralbank nicht wieder über das Finanzministerium in das System zurückfließt oder
b) die ZB Kosten in ihrer Bilanz hat, die nicht in das System zurückfliessen
Ich bin gerade dabei mit nem Zinsrechner auszuprobieren, wie man von den 2.5 Milliarden in dem Bundesbank PDF über 70 Jahre mit Zinssatz x auf unsere derzeitige Staatsverschuldung kommt. Ist aber schwierig auszurechnen, weil man muss ja auch noch die Inflationsrate berücksichtigen... |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 00:04:19 Titel: |
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Könnte mir denken, dass mit steigendem Zinseszins natürlich auch die Menge von Zentralbankgeld angehoben wird, wie ich das eben bei der aktiven Giralgeldschöpfung beschrieben habe. Die Sache mit den Rücklagen die bei Gründung gebildet werden müssen, wird eventuell aber auch irgendwie anders gelöst werden, habe aber dazu noch keine wirkliche Ahnung. Aufgrund des von dir erwähnten Zinseszins ist es natürlich so, dass die Geldmenge zwangsläufig immer weiter steigen muss, da aber auch das besagte Wachstum an realen Gütern (zumindest in einem gewissen Maße) entsteht ist das ja erstmal nicht negativ.
Zuletzt bearbeitet von HartzIVbeziehen2012 am 07 Jun 2012 - 00:20:19, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 00:19:31 Titel: |
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Ja, schon klar. Die ZB erhöht ja auch ständig die Menge an Zentralbankgeld, damit es nicht zu einer "Geldknappheit" kommt. Aber halt immer gegen Zins, also ist mit Neugeld auch immer neue Verschuldung verbunden..
Wenn Geld im System fehlen würde, wäre damit auch erklärt, warum sich gerade die Banken gegenseitig nicht mehr trauen. Die legen momentan ja lieber das Geld schlecht-verzinst über Nacht bei der EZB ab, als es sich gegenseitig zu leihen: Weil den Bankern klar ist, dass irgendwer seine Schulden auf andere verschieben muss, weil zu wenig Geld im System ist. Das wäre eine Konsequenz der von mir beschriebenen Problematik... |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 00:21:07 Titel: |
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Mittlerweile kommt mir schon der Gedanke, dass der Müller irgendwo recht hat, das ganze aber völlig überdramatisiert. Muss mir morgen aber mal die genauen Statuten bezüglich der Rücklagen bilden. Nur ist ja in der Praxis dann so, dass die nominellen Schulden zwar immer weiten steigen müssen, die Inflation aber auch. D. h. der Wert dieser Schulden nimmt natürlich auch ab, was wieder für einen gewissen Ausgleich sorgt. Deshalb kann diese Spirale meiner Meinung nach immer weiter gehen ohne zwangsläufig nachteilig für die Volkswirtschaft zu sein.
Zuletzt bearbeitet von HartzIVbeziehen2012 am 07 Jun 2012 - 00:29:57, insgesamt einmal bearbeitet |
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aristokrates Senior Member


 Anmeldungsdatum: 20.04.2010 Beiträge: 1070
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 00:28:16 Titel: |
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Was diese Videos oft unterschlagen ist das Risiko. Natürlich werden nicht alle Kredite zurückbezahlt, das ist ja auch der ursprüngliche Grund warum Banken den Zins verlangen. _________________ Oxford oder WHU? International Entrepreneurship oder Mathematical Economics? Yale oder EBS? Bachelor in Global Management oder Promotion in Astrophysik?
- Die wirklich wichtigen Fragen dieses Forums. |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 00:36:30 Titel: |
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| Diese Diskussion lenkt einfach nur von eigentlichen Problemen ab. Gefährlich werden Verwerfungen im Finanzsystem doch nur dann, wenn Banken pleite gehen. Dies liegt aber in der speziellen Aufgabe der Banken als Kapitalsammelstellen und nicht an irgendwelchen Geldmengenerhöhungen, Rücklagenbildungen der ZB oder sonst was. Wenn so eine Bank auseinanderbricht entstehen natürlich massive Probleme für die Gesellschaft, weile reale Investition nicht mehr finanziert werden können und alles zum Erliegen kommt. Geld an sich ist ja erstmal kein Ziel, Geld ist Mittel zum Zweck und wenn eben kein Geld zum finanzieren da ist, gibt es Probleme. Mit Zinseszinseffekten oder Aufreißer-Sätzen von Müller a la "Der Mensch kann nicht exponentiell denken" wie er das gerne in Talkshows verkündet, hat dies aber rein gar nichts zu tun. Es ist im Grunde genommen egal, ob die Geldmenge zwangsläufig immer weiter steigt. Wenn im gleichen Maße reale Werte geschaffen werde, behält das Geld seinen Wert, ansonsten gibts halt entweder Deflation oder häufiger Inflation. Dass tendenziell eher Inflation vorherrscht, liegt eben daran dass Kredite auch mal ausfallen und der Kreditnehmer eben nicht im gleichen Maße reale Werte schafft wie er Geld dafür rausgehauen hat. |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 01:15:02 Titel: |
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Könnte aber auch sein, dass Banken mit der Zeit zwangsläufig Pleite gehen MÜSSEN bzw. es muss sich eine Badbank bilden, die die ganzen Geldlücken der anderen Teilnehmer in sich vereint.
Eine unausweichliche Pleite einer oder mehreren Banken wäre dann verursacht durch einen "Fehler" im Zentralbankgeldsystem und nur dort.
Genau darauf läuft meine Fragestellung hinaus.
Und dass es egal ist, ob die Geldmenge weiter steigt oder nicht stimmt überhaupt nicht. Das ist eine ganz zentrale Fragestellung für ein funktionierendes Währungssystem.
Schlaf erst mal drüber  |
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 07:59:49 Titel: |
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| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
Könnte aber auch sein, dass Banken mit der Zeit zwangsläufig Pleite gehen MÜSSEN bzw. es muss sich eine Badbank bilden, die die ganzen Geldlücken der anderen Teilnehmer in sich vereint.
Eine unausweichliche Pleite einer oder mehreren Banken wäre dann verursacht durch einen "Fehler" im Zentralbankgeldsystem und nur dort.
Genau darauf läuft meine Fragestellung hinaus.
Und dass es egal ist, ob die Geldmenge weiter steigt oder nicht stimmt überhaupt nicht. Das ist eine ganz zentrale Fragestellung für ein funktionierendes Währungssystem.
Schlaf erst mal drüber  |
1. Ignorier den troll
2. Genau diesen Zwang sehe ich eben nicht. Du kannst rumsuchen soviel wie du möchtest, es gibt kein schwarzes Loch in dem Geld versickert, es gibt keine Kosten die nicht für irgendjemanden innerhalb des Systems einen Zuwachs an Geldmenge bedeuten - die einzige Außnahme könnte eventuell mutwilliges verbrennen von Geld darstellen, was nun wirklich nicht häufig passiert. Im speziellen Fall der Rücklagen: Rücklagen sind Teil des Eigenkapitals und damit auf der Passivseite der Bilanz, dafür muss auf der Aktivseite irgendetwas stehen, zum Beispiel hard cash. Darauf wird natürlich kein Zins verlangt, und das ist ja auch keinem verliehen.
Aristokrates hat nur teilweise Recht, dass ein Teil des Zinses eben durch das zurecht gegebene Risiko erklärt wird, allerdings gibt es in der Finanzmarkttheorie ja auch den risikolosen Zinssatz, und der würde dann immernoch zur angesprochenen Problematik führen. Sprich: Vielleicht wird die Menge an Zinsforderung auf das von der ZB verliehene Geld alleine durch Kreditausfälle gedeckt, aber selbst wenn nicht, und ich denke nicht dass dies überhaupt der Fall ist, ist es aus von meiner Perspektive gar nicht schlimm.
Das Geld verschwindet nicht einfach. Die einzige Lücke ist zwischen den aktuellen Forderungen der ZB mit Zins gegenüber der entsprechenden, vorhandenen Geldmenge. Und dass diese Differenz wächst liegt in der Natur der Dinge, aber ihr Wachstum ist relativ gesehen mehr oder weniger konstant und deshalb nichts, worüber wir uns ernsthafte Gedanken machen müssen. Wenn ich mich aber richtig erinnere, ist Foerster auch einer, der gerne mal solche Videos in seiner Signatur hat, vielleicht kann er ja noch einen anderen Blickwinkel auf die Perspektive bringen - ich meine sogar, zum ersten mal dieses Fabian Video durch Foerster gesehen zu haben.
Lg Bob _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
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hanba Junior Member


Anmeldungsdatum: 10.12.2005 Beiträge: 84
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 11:08:24 Titel: |
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@ bwlerrr und LoLzeBoB:
ich glaube,
1. Ihr seid vom eigentlichen Thema etwas abgekommen und
2. Ihr macht es komplizierter, als es ist.
Ich möchte das Ausgangsbeispiel noch vereinfachen:
Es gibt drei Akteure: P, Staat und Bevölkerung.
Wir brauchen keine Zentral- oder Geschäftsbanken (und keine Gewinne oder Personalaufwendungen der Banken).
P hält alles vorhandene Geld (100 GE), Staat und Bevölkerung haben nichts.
Es soll nur eine Periode betrachtet werden. Ganz wichtig: Es gibt KEIN Buchgeld (in keiner Form)!
Am 01.01. verleiht P alles Geld an den Staat, vereinbarter Zins 10 %.
Danach fängt der Staat an zu "wirtschaften": Er zahlt Löhne an die Bevölkerung, baut Infrastruktur, zahlt Transferleistungen usw an die Bevölkerung. Die Bevölkerung zahlt Steuern, Gebühren usw an den Staat. Am 31.12. wird abgerechnet. Wir nehmen an - um realistisch zu bleiben - der Staat steht bei 0 GE, die Bevölkerung bei 100 GE.
P verlangt nun den Kredit von 100 GE zuzüglich 10 % Zins.
Der Staat kommt nun auf die grandiose Idee, noch schnell eine "Zusatzsteuer" zu erfinden: Er zieht komplett alles Geld von der Bevölkerung ein (auch von P, der hat aber nichts...).
Problem: Es können nur 100 GE eingezogen werden, die 10 GE Zinsen gibt es einfach nicht!
Solange unsere Prämisse KEIN Buchgeld gilt, wird es die 10 GE niemals geben können (Ausnahme: Ausgabe neuen physischen Geldes durch den Staat)! Und den "Anspruch" auf 10 GE Zinsen kann sich P sonstwohin....
Nun wollen wir die Prämisse KEIN Buchgeld aufheben.
Wenn nun P am 01.01. die 100 GE an den Staat gibt, erhält er einen Schuldschein. Mit diesem Schuldschein kann er selbst bezahlen - solange die anderen Marktteilnehmer diesen Schein als werthaltig erachten. Der Schuldschein ist quasi ein Geldschein, die Geldmenge hat sich in dieser logischen Sekunde verdoppelt! Da sich die Warenmenge nicht auch verdoppelt hat, ist die Kaufkraft mal eben um 50 % zurückgegangen. Glückwunsch an P: Er hat jetzt immernoch 100 GE, aber da der Staat auch 100 GE hat, verliert er mal eben 50 % durch Inflation.
Am 31.12. kann der Staat jetzt nicht nur die physischen 100 GE einziehen, sondern dazu auch noch die 100 GE Forderunge an sich selbst. Er hat dann alle 200 GE, kann also die 110 an P zurückzahlen...
...oder doch nicht???
Oh oh, da gibt's schon wieder ein kleines Problemchen: Sobald der Staat die Schulden "tilgt", zB indem er den Schuldschein zerreißt, verschwindet auch immer 100 GE Geldmenge. Schon wieder fehlen die 10 GE Zinsen.
Es bleibt nur eine Möglichkeit: Staat zahlt die physischen 100 GE an P zurück und nimmt gleichzeitig 10 GE neuen Kredit bei P auf. Oder 110 GE. Oder 10.000.000.010 GE. Oder...
Hieran sieht man schön, warum der Staat (auch unser) niemals ein Intresse daran hat, Schulden zurückzuzahlen!!!
Man stelle sich mal vor, die BRD zahlt 2 Billionen Schulden zurück...
Das System funktioniert nur durch Schulden. Und diese müssen immer steigen. Und durch Zins und Zinseszins ergibt nunmal eine Exponentialfunktion.
Bitte um - sachliche - Kritik! |
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aristokrates Senior Member


 Anmeldungsdatum: 20.04.2010 Beiträge: 1070
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 11:41:04 Titel: |
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| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Aristokrates hat nur teilweise Recht, dass ein Teil des Zinses eben durch das zurecht gegebene Risiko erklärt wird, allerdings gibt es in der Finanzmarkttheorie ja auch den risikolosen Zinssatz, und der würde dann immernoch zur angesprochenen Problematik führen. Sprich: Vielleicht wird die Menge an Zinsforderung auf das von der ZB verliehene Geld alleine durch Kreditausfälle gedeckt, aber selbst wenn nicht, und ich denke nicht dass dies überhaupt der Fall ist, ist es aus von meiner Perspektive gar nicht schlimm. |
Auweh, jetzt wirfst du aber einiges durcheinander. Die risk-free-rate hat damit erstmal überhaupt nichts zu tun. Das ist ein theoretisches Konstrukt um die Modelle einfach zu halten. In der Praxis gibt es keinen risikolosen Zins.
Es ist auch (wie du richtig gesagt hast) irrelevant, ob die Zinsforderung durch Kreditausfälle ganz ausgeglichen wird. So lange das System läuft und die Leute ihre Einlagen nicht massenweise abziehen und die Bank dadurch zwingen ihre Schulden einzutreiben gibt es kein Problem. Zins und Zinseszins .. Exponentialfunktion, schön und gut, nur das setzt voraus, dass man sein Geld immer zu einem fixen Zinssatz anlegen kann. Das funktioniert in der Realität aber so nicht.
@hanba: Deine Modelle sind komplett willkürlich gewählt. Der Staat würde ganz einfach das tun, was er in solchen Situationen schon immer getan hat: Goldmünzen im Wert von 10GE prägen und damit die Zinsen bezahlen. _________________ Oxford oder WHU? International Entrepreneurship oder Mathematical Economics? Yale oder EBS? Bachelor in Global Management oder Promotion in Astrophysik?
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 12:09:42 Titel: |
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@Aristokrates
Ja da hab ich ein paar Begriffe durcheinandergewirbelt, die Aussage sollte sein, dass sich hier der Zins nicht nur auf das Risiko bezieht und somit der Zinsertrag sich nicht mit den Kreditausfällen deckt.
@hanba
Hier die sachliche Kritik meinerseits
Ich stimme mit dir ja wie gesagt bei folgendem zu: "Zins und Zinseszins ergibt nunmal eine Exponentialfunktion"
Das wiederum finde ich ja wie gesagt nicht schlimm.
nehmen wir die allgemeine Exponentialfunktion y = f(x) = a*b^x
was wir umschreiben können als a*e^(cx) wobei e die eulerische Zahl ist und c = ln(b)
y = a*e^(cx)
dy/dx = a*c*e^(cx)
Das relative Wachstum ist (dy/dx)/y = (a*c*e^(cx))/(a*e^(cx)) = c und somit konstant (mehr oder weniger, nicht gänzlich in der Realität aber gut genug).
Wie schon beschrieben finde ich ein konstantes relatives Wachstum nicht bedenklich, ob es sich jetzt um Inflation um die 2% p.a. handelt oder um eine konstante Erhöhung der Geldmenge durch den Zinseffekt wie er beschrieben wurde.
Jetzt zur eigentlichen Kritik:
Wenn er den Schuldschein von P erhält, dann hat der Staat doch garkeine Schulden mehr bei P - außer die Regierung hat den Schulschein für die Zinsen um 10GE von P nicht eingesackt. Aber selbst dann müsste die Regierung nur 10GE gegen den Schuldschein eintauschen, und sie sind quitt. Insofern macht deine Argumentation keinen Sinn. Es gibt dann keine zurückzuzahlenden Schulden mehr
Außerdem fehlt bei dir eine Definition was eigentlich die "GE" sind. Du unterscheidest klar zwischen "echtem" Geld und den von dir genannten Schuldscheinen. In diesem Sinne leben wir in einem System, in dem es gar kein echtes Geld mehr gibt - das war früher mal der Goldstandard. Bei mir und bwlerrr war von vorneherein klar, dass wir über "Fiat"-Geld reden. Hier gibt ein zentrales Institut - wie man das jetzt nennt, P, Zentralbank oder wasauchimmer. Diese ZB druckt dann das offizielle, nationale Währungsmittel und verleiht es gegen geringfügige Zinsen. Buchgeld spielt hier keine Rolle und macht auch keinen Unterschied. Das einzige "Problem" was es hier gibt ist, dass durch die Zinsen mehr Geld von der Zentralbank eingefordert wird, als eigentlich vorhanden ist. Aber das ist wie gesagt kein Problem, weil diese Differenz sich stets im Rahmen hält und es somit garkein Schuldenproblem in der Form gibt, wie es in den Videos beschrieben wird.
Außerdem ist deine Behauptung empirisch nicht zu halten - es gibt genug Staaten, die ohne bzw. mit sehr wenig Staatschulden auskommen, zum Beispiel Australien, China, Estland oder Luxemburg. Dabei müsste es doch nach deiner Argumentation logisch sein, dass alle Staaten stets Schulden aufnehmen? _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
-Freund über meine Aktivität im Forum (ohne Inhalte zu kennen ) |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 12:17:29 Titel: |
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@LoLzeBoB: Sorry, die gibt es eben doch. Und das sind eben diese Rückstellungen der ZB. Die Rückstellungen der ZB bilden sich nicht aus zinsfreiem Zentralbankgeld sondern ja aus dem Gewinn (also bereits gegen Zins verliehenem Geld). Du kannst die Bilanz der ZB nicht so wie die Blianz eines x-beliebigen Unternehmens sehen.
Es gibt Leute, die sagen, dass allein dadurch schon eine "Geldlücke" ensteht, weil eben jedes Geld das erschaffen wird eine Schuld mit sich bringt. Wie einem Freund, der einem etwas gibt, aber man muss ihm dann immer mehr dafür zurückgeben, wenn ich mal dieses Beispiel bedienen darf.
Aber mal allgemein: Es bringt nix, wenn man bei meiner Fragestellung noch mit zehn anderen Sachen anfängt. Die isolierte Betrachtung ist durchaus berechtigt, denn wenn es bei EINEM Land mit Zentralbanksystem schon zu einer Lücke kommt, dann auch in einem Verband von Ländern mit Zentralbanken.
Dadurch, dass es dann mehrere Systeme gibt ist alles erst mal nicht so dramatisch, weil es mehr Schuldner gibt, auf die sich die Geldlücke verteilt.
Letztendlich verschuldet sich aber immer irgendwer. Das sind dann erst mal die Armen, danach ist es der Staat, weil er durch Sozialsysteme die Armen auffängt. Und was haben wir heute? Alle Länder der Welt (besonders der westlichen sind verschuldet). In der EU sowieso alle.
@hanba: Muss ich mal drüber nachdenken, aber zunächst mal soviel: Wenn ich mir unter http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands den Graphen des Verlaufs der deutschen Staatsverschuldung angucke, dann hat dieser für mich einen annährend exponentiellen Verlauf. Und das führt die Vermutung nahe, dass bei der Neuverschuldung der Zinseszins eine Rolle spielt, denn das ist im Finanzumfeld die einzige exponentielle Funktion, oder? |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 12:43:02 Titel: |
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@LoLzeBoB: Ok, warte mal. Vielleicht können wir uns ja auf folgendes einigen: Du sagst, na gut, die Geldmenge nimmt exponentiell zu. Das ist aber kein Problem, steigen halt nur die Beträge, ansonsten bleibt alles gleich.
Das ist aber sehr wohl ein Problem, weil die Realwirtschaft nicht exponentiell zunimmt. Das bedeutet, alles wird wertloser (Inflation) und es bilden sich Blasen (Immobilienblase z.B.), die dann irgendwann platzen.
Interessant in diesem Zusammenhang: der Goldpreis. http://www.finanzen.net/rohstoffe/goldpreis/euro und klick mal im Graph auf Max.
Auch das ist für mich eine annährend exponentieller Verlauf. Und Gold nimmt im Wert eigentlich gar nicht zu oder ab. Gold ist wertstabil. Der steigende Goldpreis ist nur ein Indikator für die steigende Inflation.
Und jetzt denk mal zurück: Hat Dein Gehalt, Lohn, Gewinn was auch immer auch in diesem Maße verfielfacht? Vermutlich nicht.
Bei rasender Inflation müßte man außerdem täglich neue Preise für alles mögliche machen, wer macht das? |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 15:22:24 Titel: |
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Die meisten deiner Behauptungen sind grundlos, tut mir leid.
Die Realwirtschaft muss nicht wachsen, es gibt keinen Grund dafür. Schön ist wenn sie es tut, aber es ist nicht zwingend notwendig. Die Geldmenge kann ohne Realwirtschaftswachstum problemlos wachsen, und du hast Recht, dass dies zu Inflation führt. Das ist ansich aber auch kein Problem, wenn es im Rahmen geschieht. Es ist erklärtes Ziel der Zentralbank, eine Inflation um die 2% p.a. zu erhalten.
Rasende Inflation will im übrigen keiner, aber eine geringfügige Inflation in Höhe von 2% - das macht doch wirklich nichts.
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Geldmengenwachstum zu Immobilienblasen führt - korrigiere mich, falls du diese Behauptungen mit Quellen decken kannst.
Einen Exponentiellen Charakter im Goldkurs zu sehen ist auch nicht mehr als Augenmalerei. In sämtlichen Kursgraphen, die ansehbar sind, bis auf die "MAX" Version, macht es ohnehin mehr einen Eindruck als gäbe es einen mehr oder weniger linearen Trend.
Ich kann deine Behauptung auch nicht nachvollziehen, dass Gold "wertstabil" sei. Wir sehen doch gerade am Kurs, dass dies eben nicht der Fall ist?!
Genauso unfundiert sind deine Aussagen, dass die Staatsverschuldung exponentiellen Charakter hat - was ich schon eher nachvollziehen kann, aber wenn man auch diese erstmal von Inflation und BIP-Wachstum bereinigt, glaube ich kaum, dass man einen exponentialtrend feststellen wird. Vielmehr kann man zwischen Zeiten großen Defizits und kleinen Defizits relativ gut unterscheiden. Und selbst wenn, dann auf einmal anzunehmen, es müsse sich nicht nur "immer irgendwer" verschulden, sondern auch noch eine Reihenfolge an Schuldnern aus dem Himmel herbeizuziehen, ist wirklich abenteuerlich. _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
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aristokrates Senior Member


 Anmeldungsdatum: 20.04.2010 Beiträge: 1070
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 15:41:38 Titel: |
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Wow, hier wird wirklich sehr viel durcheinander geworfen und ganz offensichtlich nachgeplappert was man so in Videos und auf einschlägigen Seiten gesehen hat.
Bob hat dir ohnehin schon ein paar Lücken in deiner "Argumentation" aufgezeigt.
Was ich noch erwähnenswert finde ist der Goldpreis: Was willst du denn damit aussagen? Du weisst schon wie der Goldpreis zustande kommt, oder? Das hat nichts mit dem Zins oder sonst irgendwas aus deinen vorigen Beispielen zu tun. Gold ist nämlich ein Asset, das eben genau keinen Zins zahlt. Und woran machst du fest, dass Gold "wertstabil" ist? Was ist der innere Wert von Gold? Unmöglich zu bestimmen!
Was du nicht siehst ist, dass das ganze ein Kreislauf ist, der funktioniert solange er läuft. Und es gibt keinen Grund anzunehmen, dass er das nicht weiter tun wird. Hyperinflation, Rezession, Boom & Bust, Bubbles, Black Swans - alles schon dagewesen und die Welt und das Geldsystem stehen immer noch. _________________ Oxford oder WHU? International Entrepreneurship oder Mathematical Economics? Yale oder EBS? Bachelor in Global Management oder Promotion in Astrophysik?
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 16:27:51 Titel: |
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| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Die Realwirtschaft muss nicht wachsen, es gibt keinen Grund dafür. Schön ist wenn sie es tut, aber es ist nicht zwingend notwendig. Die Geldmenge kann ohne Realwirtschaftswachstum problemlos wachsen, und du hast Recht, dass dies zu Inflation führt. Das ist ansich aber auch kein Problem, wenn es im Rahmen geschieht. Es ist erklärtes Ziel der Zentralbank, eine Inflation um die 2% p.a. zu erhalten.
Rasende Inflation will im übrigen keiner, aber eine geringfügige Inflation in Höhe von 2% - das macht doch wirklich nichts.
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Das ist doch Unsinn! Die Realwirtschaft MUSS wachsen. Beleg DU mir mal mit einer seriösen Quelle die Aussage, dass die Realwirtschaft nicht wachsen muss. Unser ganzes System ist auf stetiges Wirtschaftswachstum ausgelegt.
Prozente des Wirtschaftswachstum + Prozente der Inflation = Zinsenszins für Staatsverschuldung. Es wird schon lange nicht mehr getilgt, nur noch Zinseszins bezahlt.
Wenn die Wirtschaft nicht wächst steigt deswegen die Inflation, weil sich die Zinsen für die Verschuldung nicht ändern.
Und zu der Inflationsrate: diese war zuletzt glaube 3,3%. Weißt Du wie diese Inflation berechnet wird? Anhand von Warenkörben. Das Problem mit den Warenkörben ist aber, dass Dinge, die sowieso billiger geworden sind wie TV, Computer, usw. tendentiell überbewertet werden, und Dinge des alltäglichen Lebens sind unterbewertet. Niemand kauft sich jedes Jahr einen neuen Fernseher. Da wird getrickst, genau so wie bei Arbeitslosenzahlen getrickst wird. Deswegen ist die Inflation in Wahrheit bereits viel höher als 2-3%, was auch den Umstand erklärt, das Leute sagen, alles wäre teurer geworden und Wissenschaftler sagen, das würde doch gar nicht stimmen.
Wie die Oma bei Jauch, die schon seit langem alles in ein Haushaltsbüchlein eingetragen hat und das so eindeutig belegen konnte.
Und das Gold relativ (bis auf geringere Verzerrungen durch Angebot/Nachfrage) wertstabil ist sollte auch bekannt sein. Beleg DU mir doch mal eine seriöse Quelle, die sagt, das wäre nicht so.
Und dass der Goldpreis als Indikator für Inflation dient ist auch bekannt, beleg DU mir mal das Gegenteil.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Geldmengenwachstum zu Immobilienblasen führt - korrigiere mich, falls du diese Behauptungen mit Quellen decken kannst.
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So ein Quatsch! Natürlich stimmt das, kannste googlen.
Wenn die Geldmenge steigt führt das zu Inflation, soweit waren wir ja schon, oder?
Wenn es Inflation gibt, heißt das, Bargeld halten macht Dich ständig ärmer. Also was machen dann Anleger? Sie flüchten in Sachwerte, weil die sind relativ wertstabil. Also steigt die Nachfrage nach Immobilien und damit der Preis. Die Immobilien sind dann überbewertet und es entsteht eine Immobilienblase.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Einen Exponentiellen Charakter im Goldkurs zu sehen ist auch nicht mehr als Augenmalerei. In sämtlichen Kursgraphen, die ansehbar sind, bis auf die "MAX" Version, macht es ohnehin mehr einen Eindruck als gäbe es einen mehr oder weniger linearen Trend.
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Super, wenn Du eine exponentiellen Graphen hernimmst und zoomst nur weit genug rein siehst Du eine Gerade. Wow. Welche Aussage hat das?
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Ich kann deine Behauptung auch nicht nachvollziehen, dass Gold "wertstabil" sei. Wir sehen doch gerade am Kurs, dass dies eben nicht der Fall ist?!
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Versteht Du den Unterschied zwischen nominellem Wert und Realwert? Wenn das Gold im nominellen Wert steigt, heißt das nicht wirklich, dass es mehr wert ist. Es heißt nur, das Geld, mit dem Du das Gold bezahlst ist weniger wert.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Genauso unfundiert sind deine Aussagen, dass die Staatsverschuldung exponentiellen Charakter hat - was ich schon eher nachvollziehen kann, aber wenn man auch diese erstmal von Inflation und BIP-Wachstum bereinigt, glaube ich kaum, dass man einen exponentialtrend feststellen wird. Vielmehr kann man zwischen Zeiten großen Defizits und kleinen Defizits relativ gut unterscheiden. Und selbst wenn, dann auf einmal anzunehmen, es müsse sich nicht nur "immer irgendwer" verschulden, sondern auch noch eine Reihenfolge an Schuldnern aus dem Himmel herbeizuziehen, ist wirklich abenteuerlich. |
Harte Worte. Dann bereinige doch mal und zeig mal her das Ergebnis.
Du sagst einfach es nicht so und fertig. Hast Du dafür auch irgendwelche Belege?
Erklär mir doch mal bitte: warum verschulden sich die Staaten eigentlich überhaupt ständig und es wird nicht mehr getilgt sondern nur noch Zinseszins für Staatsschulden zurück bezahlt?
Wenn das mit den Schulden kein Ding ist, warum sind wir dann nicht längst schuldenfrei?
Hast Du VWL / BWL studiert oder bist Du grad noch dabei oder wie oder was wenn mir die Frage mal erlaubt sein sollte. |
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Aloha08 Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.07.2008 Beiträge: 973
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 17:50:33 Titel: |
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Schulden sind wahrscheinlich das wichtigste Instrument, um 1. Wirtschaftswachstum zu erreichen und 2. um gegen Armut vorzugehen.
Unternehmen (und damit Gebilde, die effizient Ressourcen verarbeiten und Güter erschaffen) entstehen nur, weil vorher Kapital investiert werden muss. Dieses Kapital können aber nur Personen aufbringen, die über Kapital verfügen. Erst durch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen, kann jeder "seine Ideen" umsetzen. Das wäre sonst nur den Reichen vorbehalten. Die Banken erfüllen dann die Funktion der Geldverteilung + Bewertung der Geschäftsidee. Es macht ja keinen Sinn jedem Milliardenkredite zu geben, die besten Ideen setzen sich durch. Auch bestehende Unternehmen brauchen Kredite um Wachsen zu können. Sonst müssten sie sehr lange warten um Investitionen mit Gewinnrücklagen zu finanzieren und die Chance könnte schon lange wieder weg sein. Was meint ihr, warum Mohammad Yunus wohl den Friedensnobelpreis bekommen hat. Nicht weil er Geld "verschenkt", sondern denen zur Verfügung stellt, die sich damit ohne eigenes Kapital ihre eigene Existenz aufbauen können.
Und nun nochmal kurz zur Zentralbank -> Sie verleiht 100 Euro, will 10% Zinsen. Die erste Rate kommt zurück, Überschuss geht an den Staat, der Staat kauft davon Straßen + zahlt Sozialleistungen an seine Bürger. Diese wiederum bringen Geld zur Bank, das damit Geld verdient und die 10% Zinsen davon bezahlen kann. Es kommt nicht zu einer systembedingten Überschuldung! Diese ganzen Youtube Videos kann man vergessen, da sie "das großartige Konzept der Wissenschaft auf eine Reihe Anekdoten beschränkt wovon jede so versimpelt ist, dass man sie verdaut hat bevor man einen Stuhlgang beenden kann" (Sheldon Cooper, das Zitat musste einfach mit rein )
EDIT: BLWERRR du wirfst hier tausende Sachen durcheinander. Was haben Immobilienblasen und die Berechnung von Arbeitslosenquoten und Inflation mit deiner ursprünglichen Fragestellung zu tun????? |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 21:39:11 Titel: |
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| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Schulden sind wahrscheinlich das wichtigste Instrument, um 1. Wirtschaftswachstum zu erreichen und 2. um gegen Armut vorzugehen.
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So wie Krieg für Frieden?
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Unternehmen (und damit Gebilde, die effizient Ressourcen verarbeiten und Güter erschaffen) entstehen nur, weil vorher Kapital investiert werden muss. Dieses Kapital können aber nur Personen aufbringen, die über Kapital verfügen. Erst durch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen, kann jeder "seine Ideen" umsetzen. Das wäre sonst nur den Reichen vorbehalten. Die Banken erfüllen dann die Funktion der Geldverteilung + Bewertung der Geschäftsidee. Es macht ja keinen Sinn jedem Milliardenkredite zu geben, die besten Ideen setzen sich durch. Auch bestehende Unternehmen brauchen Kredite um Wachsen zu können. Sonst müssten sie sehr lange warten um Investitionen mit Gewinnrücklagen zu finanzieren und die Chance könnte schon lange wieder weg sein. Was meint ihr, warum Mohammad Yunus wohl den Friedensnobelpreis bekommen hat. Nicht weil er Geld "verschenkt", sondern denen zur Verfügung stellt, die sich damit ohne eigenes Kapital ihre eigene Existenz aufbauen können.
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Stimmt. Hat jemand was anderes behauptet?
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Und nun nochmal kurz zur Zentralbank -> Sie verleiht 100 Euro, will 10% Zinsen. Die erste Rate kommt zurück, Überschuss geht an den Staat, der Staat kauft davon Straßen + zahlt Sozialleistungen an seine Bürger. Diese wiederum bringen Geld zur Bank, das damit Geld verdient und die 10% Zinsen davon bezahlen kann. Es kommt nicht zu einer systembedingten Überschuldung! Diese ganzen Youtube Videos kann man vergessen, da sie "das großartige Konzept der Wissenschaft auf eine Reihe Anekdoten beschränkt wovon jede so versimpelt ist, dass man sie verdaut hat bevor man einen Stuhlgang beenden kann" (Sheldon Cooper, das Zitat musste einfach mit rein )
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Und was ist mit den Rücklagen der ZB, die dann im Kreislauf fehlen?
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
EDIT: BLWERRR du wirfst hier tausende Sachen durcheinander. Was haben Immobilienblasen und die Berechnung von Arbeitslosenquoten und Inflation mit deiner ursprünglichen Fragestellung zu tun????? |
Direkt: nichts. Das eine ist eine Vermutung einer möglichen Ursache, das andere Symptome die jeder erkennen kann.
Nur: Erklär DU mir mal folgendes: Wenn doch alles ok ist, und es keinen Fehler im System gibt, WAS läuft dann eigentlich gerade schief?
WARUM verschulden sich ALLE Staaten immer mehr? WARUM schafft es kein Staat, seine Schulden ABZUBAUEN?
Stell Dir mal vor, Deutschland wäre ein Unternehmen, der BIP wäre der Umsatz. Und die Staatsschulden wären Fremdkapital.
Was wäre die Situation des Unternehmens Deutschland? Obwohl alle ACKERN und die PRODUKTIVITÄT und die EFFIZIENZ ständig ERHÖHT werden, steigt die notwendige Aufname von Fremdkapital exponentiell, während der Umsatz nur linear steigt (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bruttoinlandsprodukt_DE.svg&filetimestamp=20110120012018).
Wenn dieses Unternehmen zu einem Bank gehen würde, weil es Kredite braucht, was würde dann die Otto-Normal-Bank nach Durchsicht der Bilanzen sagen? Hat dieses Unternehmen eine Zukunft bei diesen Verläufen der Kennzahlen?
So irgendwas läuft hier also schief. WAS ist es denn? Sind die Deutschen FAUL? ARBEITEN wir nicht GENUG?
Ich suche nach einer Ursache für das Problem. Du kannst ja weiterhin so tun als wäre alles supi, bis Deutschland soviel Fremdkapital aufnehmen musste, dass es einen Eigentümerwechsel gibt. |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 22:45:21 Titel: |
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| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
Nur: Erklär DU mir mal folgendes: Wenn doch alles ok ist, und es keinen Fehler im System gibt, WAS läuft dann eigentlich gerade schief?
WARUM verschulden sich ALLE Staaten immer mehr? WARUM schafft es kein Staat, seine Schulden ABZUBAUEN?
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Also das ist doch einfach. Das was schief läuft nennt man auch Sozialversager. Das sind diese Leute die bis vor kurzem seit einem halben Jahr vor der EZB rumgehangen haben. Mit dem Bildungsniveau in diesem Land hängt es natürlich auch zusammen. Solange es eine große Mehrzahl in diesem Land gibt die populistischen Dreck wie diesen Fettsack von der SPD wählt oder von Wahlslogans a la "Reichtum für alle" angezogen wird, muss es eben zwangsläufig bergab gehen. Diese Sozialversager sind sogar so dumm, dass sie meinen so Dinge wie "Reichtum für alle" wären wirklich machbar. Je niedriger das Bildungsniveau und insbesondere die finanzpolitische Bildung einer Person desto anfälliger ist sie natürlich für solchen Populismus.
Dann kommt eben der fette Sigi oder Ähnliches an die Macht (wobei das was das Merkel macht ja nicht viel besser ist, die mangelnde Alternative bei der Wahl ist ja vor allem das Problem). Und da diese Subjekte außerhalb der Politik unter der Brücke landen würden, hängt eben ihr ganzes Leben davon ab, dass sie diesen netten Ministerposten behalten und das geht nur wenn sie diese Wahlgeschenke auch wirklich umsetzen und dafür müssen sie eben Schulden machen.
Das ganze ist ein Kreislauf. Irgendwann müssen auch die Einnahmen erhöht werden um den ganzen Spaß zu finanzieren. Dann werden Steuern erhöht was die Leistungsträger in Scharen aus dem Land treibt und so geht das dann weiter. Am Ende steht eine völlig überaltete verkrüppelte Gesellschaft und zwischendrin sieht man ein paar Punks mit der Antifa Fahne und "Kapitalismus abschaffen" Fahnen, die demonstrieren um des Demonstrieren willens.
Was z.B. keiner von diesen Occupy-Pfeifen sieht, ist dass wenn man von heute auf morgen die Banken, gegen die sie wettern, abschaffen würde, 90 % von ihnen unter einer Brücke leben würden, weil Ihnen niemand mehr Hartz IV zahlt.
An dieser Stelle müsste man die Frage diskutieren was für eine Berechtigung eine klassische Demokratie noch hat angesichts einer solchen in weiten Teilen minderbemittelten und manipulierbaren Bevölkerung.
Das ganze ist natürlich auch eine philosophische Frage. Kann man der Merkel oder dem Sigi vorwerfen dass sie dumm sind? Das läuft auf die Frage hinaus ob das Leben determiniert ist und sie überhaupt anders handeln könnten. Bsp. Merkel: Im Kommunismus aufgewachsen, Kommunismus/Umverteilung hat sie in Ihrer Kindheit als völlig legitim und normal kennengelernt. Das hat ihren Charakter geprägt. Deshalb wundert es nicht wenn Sie in einer riesigen Umverteilungsmaschinerie das deutsche Vermögen in Europa verschleudert und dafür auch noch Schulden aufnimmt.. Aber kann die was dafür, dass Sie aus dem Körper Ihrer Mutter rausgeflutscht ist und das zufällig in der DDR war?
Im Übrigen gibt es sehr wohl Länder die kaum oder sogar keine Schulden haben (Luxemburg, Schweiz, in Südostasien, etc.) Das sind natürlich auch Länder wo noch Leistungsträger in die Politik gehen und keine Leute, die sonst nichts finden.
Dann muss man auf der anderen Seite natürlich auch sehen, dass es bis heute noch keiner auf die Reihe gebracht hat auch nur ansatzweise ein Konzept zur Abwicklung von insolventen Banken zu entwickeln. Stattdessen wird weiter von "systemrelevant" gefaselt, ohne dies aber ändern zu wollen. Um sich gegen Bankenlobbysten durchzusetzen, fehlt es den politisch Handelnden eben an Rückgrat und persönlicher Unabhängigkeit weil sie Berufspolitiker sind und letzten Endes regiert Geld ja bekanntlich die Welt und der Staat den sie vertreten ist auch nur ein ganz normaler, nur größerer Marktteilnehmer.
Mit irgendeiner Geldmengenerweiterung oder Zinseszins hat das also gar nichts zu tun. Hat noch jemand Fragen? Weil ich würde meinen Trollaccount jetzt gerne löschen. |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 07 Jun 2012 - 23:25:47 Titel: |
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Für Dich sind alle möglichen Schuld, nur nicht das Geldsystem. Dieser Meinung darfst Du natürlich sein...
Kennt ihr eigentlich den VWL Prof Bernd Senf?
Da wir hier ja vermutlich unter Studenten oder Absolventen sind, die Vorträge von auf den ersten Eindruck bissel seltsam wirkenden Professoren gewohnt sind und gelernt haben, diese wertzuschätzen, guckt doch mal dem seine Videos auf Youtube an.
z.B. das hier: http://www.dailymotion.com/video/x75y6c_prof-bernd-senf-tiefere-ursachen-de_news
Interessant, was der Mann zu sagen hat und er ist schließlich ein VWL Prof... |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 00:35:03 Titel: |
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Ja also der Senf postuliert wohl, dass die Zinsen (und damit die Geldmenge) exponentiell wachsen während die Gütermenge in der Regel nur arithmetisch wächst. Das führt dauerhaft zur Inflation. Dass aber nicht genügend Geld da ist um die Zinsen (nominell) zurückzuzahlen stimmt doch schlichtweg nicht, das benötigte Geld wird doch jedes Jahr gedruckt. Was es im Einzeln mit bestimmten Abweichung oder irgendeiner Zentralbank-Rücklage auf sich hat, kann ich jetzt nicht sagen. Es ist halt nur die Frage was das Geld nach all diesen Mengenerhöhungen noch wert ist, wenn die Geldmenge stärker steigt als die Gütermenge. Da kann ich die Probleme des Geldsystems ja nachvollziehen.
Es ist aber doch die Frage was für eine Alternative man hat. Und da gibt es aus heutiger Sicht nun mal nichts. Den Zinseszins kann man nicht verhindern. Selbst wenn jetzt Bank A sagt: "Du bekommst bei der Anlage, die du bei mir hast, nur einmalig diese 5 %" oder was auch immer, kann der Kunde doch direkt zur nächsten Bank rennen und legt da diese 5 %wieder von vorne an. Das kann man in der Praxis nicht verhindern.
Was ich mir denken könnte ist, dass die ZB diese Differenz zwischen dem exponentiellen Geldmengenwachstum und dem arithmetischen Gütermengenwachstum, wieder aus dem System rausziehen könnte. Ob das auch so gehandhabt wird, weiß ich nicht. Wenn nein, führt es tatsächlich zu Problemen bzw. der übermäßigen Kapitalakkumulation einiger Weniger. Wobei man doch auch sehen muss, dass dieses übermäßige Kapital automatisch weniger wert wird und die Schulden damit auch.
Die ZB braucht also doch irgendetwas das sie unbegrenzt und umsonst produzieren kann und das dann verkaufen kann gegen Geld. So könnte sie das überschüssige Geld wieder DAUERHAFT aus dem Kreislauf ziehen/vernichten. Mir ist aber nur das Gegenteil bekannt. Nämlich dass sie z.B. unbegrenzt Wertpapiere kaufen kann, weil sie kostenlos Geld drucken kann.
Wenn der Staat jetzt nicht hoffnungslos selbst überschuldet wäre, könnte der meiner Meinung nach über eine Steuer diese Differenz eintreiben, sie an die ZB weitergeben und diese entnimmt sie dann dauerhaft der Geldmenge. Oder irre ich mich da? Es ist nur die Frage wo man die Steuer ansetzt. |
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a1 Full Member


 Anmeldungsdatum: 21.06.2011 Beiträge: 214
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 01:15:28 Titel: |
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Es hat schon seinen Grund warum die United States Notes nur kurz gedruckt wurden und die Federal Reserve Notes die Vormachtstellung haben  _________________ Es gibt 10 Arten von Menschen. Die, die Binär verstehen und die, die es nicht verstehen. |
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Aloha08 Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.07.2008 Beiträge: 973
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 01:40:14 Titel: |
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| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Schulden sind wahrscheinlich das wichtigste Instrument, um 1. Wirtschaftswachstum zu erreichen und 2. um gegen Armut vorzugehen.
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So wie Krieg für Frieden?
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Was soll der Schwachsinn? Du hast nie BWL studiert und postest hier den gleichen Mist wie die ganzen anderen Pseudowirtschaftswissenschaftler, die ihre ganzen Kenntnisse aus populistischen Youtube Videos beziehen. Und ja, der Senft gehört auch dazu. Nur weil er ein Prof ist heißt es noch lange nicht, dass er Recht hat. Viele Profs haben unterschiedliche Meinungen. Wenn du schon mal dabei bist kannst du direkt noch den Pispers oder das Youtube Video posten wo böse Aliens den Zins bei uns eingeführt haben (das Video gibt es wirklich).
Das Goldschmied Fabian Video wurde übrigens vom Kopp-Verlag produziert. Google den Verlag mal. Die geben sonst Bücher über Kreationismus, Verschwörungstheorien, UFOs und Geheimbünde heraus. Unter anderem auch Bücher, dass das Mittelalter nur erfunden ist und es diese Zeitepoche nie gab. http://www.news.de/politik/855183508/geschaefte-mit-dem-faekalien-dschihad/1/
Ich hoffe du kannst jetzt dieses Video und seine Glaubwürdigkeit besser einschätzen.
| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
Und was ist mit den Rücklagen der ZB, die dann im Kreislauf fehlen?
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Die Rücklagen sind völlig egal. Die EZB druckt das Geld. Die Rücklagen kann sie sich selber drucken, die müssen niemals im Kreislauf gewesen sein. Die können sich alle Keller mit neu gedrucktem Geld füllen. Hat ja keinen Einfluss auf irgendeinen anderen Akteur.
| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
Nur: Erklär DU mir mal folgendes: Wenn doch alles ok ist, und es keinen Fehler im System gibt, WAS läuft dann eigentlich gerade schief?
WARUM verschulden sich ALLE Staaten immer mehr? WARUM schafft es kein Staat, seine Schulden ABZUBAUEN?
Stell Dir mal vor, Deutschland wäre ein Unternehmen, der BIP wäre der Umsatz. Und die Staatsschulden wären Fremdkapital.
Was wäre die Situation des Unternehmens Deutschland? Obwohl alle ACKERN und die PRODUKTIVITÄT und die EFFIZIENZ ständig ERHÖHT werden, steigt die notwendige Aufname von Fremdkapital exponentiell, während der Umsatz nur linear steigt (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Bruttoinlandsprodukt_DE.svg&filetimestamp=20110120012018).
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Klar ist es möglich, nur tut es weh. Warum verschulden sich Privatpersonen? Weil sie Konsumieren, ohne das Geld dafür zu haben. Beim Staat ist das ähnlich. Jeder Bürger viel Vergünstigungen, niedrige Steuern und andere Geschenke. Der Politiker will gewählt werden. Geld ist nicht genug da, um jedem ein Geschenk zu machen. Also verteilt man Geschenke auf Pump. Was kaum einer weiß, der Schuldenstand ist BRUTTO. Demgegenüber hat jeder Staat ja auch Assets, die er verkaufen kann. Ich gebe dir in einem Punkt Recht, viele Staaten sind zu hoch verschuldet. Aber was passiert, wenn ein Politiker sagt, dass er jetzt Sparen will? Er wird nicht wieder gewählt (Frankreich, Griechenland etc. sind die jüngsten Beispiele, und damit will ich jetzt keineswegs Sarkozy und die großen griechischen Parteien verteidigen!!). Der Bürger ist größtenteils halt selbst Schuld. Er hat es in der Hand wer das Land führt. Jahrelang gab es Geschenke an das griechische Volk. Waren haben sie denn jedes mal wieder Parteien gewählt, die den ganzen Staat auf Pump finanziert haben? Weil sie davon selber profitiert haben!
Und Schuldenabbau ist sehr wohl möglich. Vor ein paar Jahren hatte Belgien fast den gleichen Schuldenstand wie Griechenland jetzt. Es hat 15 Jahre gedauert, ihn wieder auf ein vernünftiges Niveau zu kriegen.
Ich zitiere zwar ungern aus dem Spiegel, aber es ist spät und ich habe keine Lust noch groß nach anderen Artikeln zu suchen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/sparmeister-belgien-wie-man-einen-riesigen-schuldenberg-abbaut-a-762230.html
Unter Clinton hatten die USA übrigens auch ne Zeitlang einen ausgeglichenen Haushalt.
| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
Ich suche nach einer Ursache für das Problem. Du kannst ja weiterhin so tun als wäre alles supi, bis Deutschland soviel Fremdkapital aufnehmen musste, dass es einen Eigentümerwechsel gibt. |
Eigentümerwechsel gibt es nicht. Du scheinst wirklich nichts wirtschaftswissenschaftliches studiert zu haben (war keine Wertung, nur eine Feststellung). Wenn ein Land pleite geht zahlt es einfach die Schulden nicht zurück. Hat aber halt auch Konsequenzen. So schnell kann man sich dann nämlich nicht wieder was leihen. |
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a1 Full Member


 Anmeldungsdatum: 21.06.2011 Beiträge: 214
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 03:07:03 Titel: |
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| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Schulden sind wahrscheinlich das wichtigste Instrument, um 1. Wirtschaftswachstum zu erreichen und 2. um gegen Armut vorzugehen.
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So wie Krieg für Frieden?
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Was soll der Schwachsinn? Du hast nie BWL studiert und postest hier den gleichen Mist wie die ganzen anderen Pseudowirtschaftswissenschaftler, die ihre ganzen Kenntnisse aus populistischen Youtube Videos beziehen. |
Wenn man für das Erkennen dieses Sachverhaltes BWL studiert haben müsste, dann dürfte kein Nachrichtensender oder -magazin darüber berichten, da wahrscheinlich 90% der Konsumenten kein BWL studiert haben und mit dem Inhalt sowieso nichts anfangen dürften.
Oder anders: ich muss nicht Medizin studiert haben um mir ein Pflaster auf eine Wunde kleben zu können.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Und ja, der Senft gehört auch dazu. Nur weil er ein Prof ist heißt es noch lange nicht, dass er Recht hat. Viele Profs haben unterschiedliche Meinungen.
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Selbstverständlich MUSS er nicht Recht haben... aber widerleg doch mal seine Aussagen.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Wenn du schon mal dabei bist kannst du direkt noch den Pispers oder das Youtube Video posten wo böse Aliens den Zins bei uns eingeführt haben (das Video gibt es wirklich).
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Jetzt machst du dich lächerlich...
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Das Goldschmied Fabian Video wurde übrigens vom Kopp-Verlag produziert.
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Falsch Das Video wurde von "Neue Impulse" produziert und vom Kopp-Verlag und secret.tv (mit-)verbreitet. Ein kleiner, aber sehr feiner Unterschied.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Die geben sonst Bücher über Kreationismus, Verschwörungstheorien, UFOs und Geheimbünde heraus. Unter anderem auch Bücher, dass das Mittelalter nur erfunden ist und es diese Zeitepoche nie gab.
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Sicherlich erscheint im Kopp-Verlag sehr viel Müll - doch der Kopp-Verlag schreibt diese Bücher nicht. Er verbreitet halt nur so ziemlich alles, doch sollte man immer die Autoren und Beiträge selbst unter die Lupe nehmen.. nicht den Verlag.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Beim Staat ist das ähnlich. Jeder Bürger viel Vergünstigungen, niedrige Steuern und andere Geschenke. Der Politiker will gewählt werden. Geld ist nicht genug da, um jedem ein Geschenk zu machen. Also verteilt man Geschenke auf Pump. Was kaum einer weiß, der Schuldenstand ist BRUTTO. Demgegenüber hat jeder Staat ja auch Assets, die er verkaufen kann. Ich gebe dir in einem Punkt Recht, viele Staaten sind zu hoch verschuldet. Aber was passiert, wenn ein Politiker sagt, dass er jetzt Sparen will? Er wird nicht wieder gewählt (Frankreich, Griechenland etc. sind die jüngsten Beispiele, und damit will ich jetzt keineswegs Sarkozy und die großen griechischen Parteien verteidigen!!). Der Bürger ist größtenteils halt selbst Schuld. Er hat es in der Hand wer das Land führt. Jahrelang gab es Geschenke an das griechische Volk. Waren haben sie denn jedes mal wieder Parteien gewählt, die den ganzen Staat auf Pump finanziert haben? Weil sie davon selber profitiert haben!
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Also trägt allein das Volk die Verantwortung? Das erscheint mir sehr logisch und wissenschaftlich tiefgründig. Könnte glatt aus einem Youtube-Video kommen.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Und Schuldenabbau ist sehr wohl möglich. Vor ein paar Jahren hatte Belgien fast den gleichen Schuldenstand wie Griechenland jetzt. Es hat 15 Jahre gedauert, ihn wieder auf ein vernünftiges Niveau zu kriegen.
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http://www.heise.de/tp/artikel/35/35570/1.html
Übrigens:
Es ist mir ziemlich egal was du für eine Meinung zu den Themen hast... aber bitte komm von deinem verdammten BWLer-erklären-die-Welt-Trip runter. _________________ Es gibt 10 Arten von Menschen. Die, die Binär verstehen und die, die es nicht verstehen. |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 03:36:42 Titel: |
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| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Was soll der Schwachsinn? Du hast nie BWL studiert und postest hier den gleichen Mist wie die ganzen anderen Pseudowirtschaftswissenschaftler, die ihre ganzen Kenntnisse aus populistischen Youtube Videos beziehen. Und ja, der Senft gehört auch dazu. Nur weil er ein Prof ist heißt es noch lange nicht, dass er Recht hat. Viele Profs haben unterschiedliche Meinungen. Wenn du schon mal dabei bist kannst du direkt noch den Pispers oder das Youtube Video posten wo böse Aliens den Zins bei uns eingeführt haben (das Video gibt es wirklich).
Das Goldschmied Fabian Video wurde übrigens vom Kopp-Verlag produziert. Google den Verlag mal. Die geben sonst Bücher über Kreationismus, Verschwörungstheorien, UFOs und Geheimbünde heraus. Unter anderem auch Bücher, dass das Mittelalter nur erfunden ist und es diese Zeitepoche nie gab. http://www.news.de/politik/855183508/geschaefte-mit-dem-faekalien-dschihad/1/
Ich hoffe du kannst jetzt dieses Video und seine Glaubwürdigkeit besser einschätzen.
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Du kommst ja ziemlich aggressiv daher. Wieso eigentlich?
Was mir auch auffällt: Ich stelle kontroverse Fragen, das allein kannst Du anscheinend überhaupt nicht leiden. Du meinst schon alle Antworten zu kennen und akzeptierst keine Abweichung von der Lehrmeinung. Ziemlich voreingenommen, oder?
Hmmm, also der Status eines Professors ist kein Indiz dafür, dass es wert wäre, sich dessen Thesen mal anzuhören... öhhhm ok... Was dann?
Gibt es irgendwo eine Liste derjenigen Professoren die Pseudowissenschaftler sind und die, die es nicht sind. Gibst Du diese Liste aus?
In dem Zusammenhang stellt sich mir auch die Frage: Was ist denn mit den Verantwortlichen der Berliner Fachhochschule los, dass die Prof Bernd Senf auf die Studenten loslassen, den alten "Pseudowissenschaftler". Sind die auch alle Verschwörungstheoretiker?
Oder mal kurz in Deinem aggressiven Ton zusammengefaßt:
Dirk Müller: labert scheisse
Bernd Senf: labert scheisse
Das Goldschmied-Video: oberscheisse
Du: Derjenige, der das alles beurteilen kann.
Öhhhm, ok. Da drängt sich einem ja förmlich die Frage auf: Wer bist Du eigentlich? Ein Professor? Ein Börsianer? Oder doch nur einer der sich hier auf den Schlips getreten fühlt und wie ein wild plärrendes Kind grad voll um sich schlägt?
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Die Rücklagen sind völlig egal. Die EZB druckt das Geld. Die Rücklagen kann sie sich selber drucken, die müssen niemals im Kreislauf gewesen sein. Die können sich alle Keller mit neu gedrucktem Geld füllen. Hat ja keinen Einfluss auf irgendeinen anderen Akteur. |
Könnten sie vielleicht, tun sie aber nicht. Lies doch mal hier unter §27 Gewinnverteilung: http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/bbankg/gesamt.pdf
Die Rücklagen werden aus dem Gewinn der ZB gebildet.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Klar ist es möglich, nur tut es weh. Warum verschulden sich Privatpersonen? Weil sie Konsumieren, ohne das Geld dafür zu haben. Beim Staat ist das ähnlich. Jeder Bürger viel Vergünstigungen, niedrige Steuern und andere Geschenke. Der Politiker will gewählt werden. Geld ist nicht genug da, um jedem ein Geschenk zu machen. Also verteilt man Geschenke auf Pump. Was kaum einer weiß, der Schuldenstand ist BRUTTO. Demgegenüber hat jeder Staat ja auch Assets, die er verkaufen kann. Ich gebe dir in einem Punkt Recht, viele Staaten sind zu hoch verschuldet. Aber was passiert, wenn ein Politiker sagt, dass er jetzt Sparen will? Er wird nicht wieder gewählt (Frankreich, Griechenland etc. sind die jüngsten Beispiele, und damit will ich jetzt keineswegs Sarkozy und die großen griechischen Parteien verteidigen!!). Der Bürger ist größtenteils halt selbst Schuld. Er hat es in der Hand wer das Land führt. Jahrelang gab es Geschenke an das griechische Volk. Waren haben sie denn jedes mal wieder Parteien gewählt, die den ganzen Staat auf Pump finanziert haben? Weil sie davon selber profitiert haben!
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Jupp, alle anderen sind schuld, nur das Geldsystem nicht. Darf ich auch andere Ursachen vermuten und über mögliche Ursachen hier diskutieren? Oder ist das von Dir jetzt offiziell verboten?
Abgesehen davon: Dein Vorschlag zur Schuldenbekämpfung ist der Verkauf von "Staatsassets". Also mit anderen Worten die Privatisierung von Volkseigentum. Das "Verkaufen des Tafelsilbers". Da bist Du jetzt aber in ein ganz blödes Fettnäppfchen getreten, denn jetzt schlägst Du selbst vor, was Kritiker als Konsequenz des Schuldensystems anprangern.
Bei dem Heraussuchen dieses Artikel mußt Du sehr selektiv vorgegangen sein, denn wenn ich nach "belgien schulden abbau" google, ist der zweite Hit unter dem Wikipedia-Artikel von Staatsverschuldung dieser hier:
"Das Märchen von der belgischen Schuldentilgung"
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35570/1.html
Ey Mist! Kann man Heise auch nicht mehr lesen, sind auch schon alles Verschwörungstheoretiker...
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Eigentümerwechsel gibt es nicht. Du scheinst wirklich nichts wirtschaftswissenschaftliches studiert zu haben (war keine Wertung, nur eine Feststellung). Wenn ein Land pleite geht zahlt es einfach die Schulden nicht zurück. Hat aber halt auch Konsequenzen. So schnell kann man sich dann nämlich nicht wieder was leihen. |
Und Du verrennst Dich in persönlichen Angriffen und bist offenbar so aufgebracht, dass Du Deine eigenen Aussagen vergißt:
Als Lösung der Staatsverschuldung hast Du selbst vorgeschlagen, dass Staaten ihre Assets verkaufen sollen. Der Verkauf von Staatseigentum ist per Definition schon mal ein Eigentümerwechsel.
Deinen Mangel an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen machst Du außerdem deutlich, indem Du anscheinend noch nie davon gehört hast, dass in einem Unternehmen derjenige das sagen hat, der die meisten Anteile hält.
Und in einem Staat hat derjenige das Sagen, der das Land finanziert. Soviel zu einem Eigentümerwechsel. |
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Accounting Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.03.2009 Beiträge: 521
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 07:03:05 Titel: |
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| Zitat: |
Dirk Müller: labert scheisse
Bernd Senf: labert scheisse
Das Goldschmied-Video: oberscheisse
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Dirk Müller ist ein Populist und nicht unbedingt für stichhaltige Analysen bekannt. Bernd Senf hat kein hohes Renommee und ist zudem seit Jahren nicht mehr an der FH Berlin.
Das Goldschmied Video ist in der Tat scheiße, da es stark vereinfacht, so sehr, dass wesentliche Eigenschaften des Geldsystems nicht oder nicht vollständig gezeigt werden.
Dir als Bwler stellt sich an dieser Stelle gleich die Frage, welches Gegenkonto denn auf der Aktivseite betroffen ist und dir wird an dieser Stelle auch sofort klar, dass das Geld dem Kreislauf nur entzogen werden kann, wenn es in der Barkasse der BuBa liegt.
| Zitat: |
Jupp, alle anderen sind schuld, nur das Geldsystem nicht. Darf ich auch andere Ursachen vermuten und über mögliche Ursachen hier diskutieren? Oder ist das von Dir jetzt offiziell verboten?
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Klar das Geldsystem ist abstrakt, da kann man Schuld gut auslagern. Warum auch sollten Politiker, die ihre Wahlversprechen (z.B. Betreuungsgeld) einlösen und dafür Gelder am Kapitalmarkt in Form von emittierten Anleihen aufnehmen, Schuld an der Kreditaufnahme haben.
| Zitat: |
| Abgesehen davon: Dein Vorschlag zur Schuldenbekämpfung ist der Verkauf von "Staatsassets". Also mit anderen Worten die Privatisierung von Volkseigentum. Das "Verkaufen des Tafelsilbers". Da bist Du jetzt aber in ein ganz blödes Fettnäppfchen getreten, denn jetzt schlägst Du selbst vor, was Kritiker als Konsequenz des Schuldensystems anprangern. |
Prinzip der doppelten Buchführung. Einem Asset muss Kapital gegenüberstehen. Dieses Kapital kann Eigenkapital oder Fremdkapital sein. Will man möglichst viele Assets möglichst früh und langt dafür die Innenfinanzierungskraft nicht aus, müssen Kredite aufgenommen werden. Der Kreditstand ist dann eine Bruttoangabe, da ihnen ja noch die Assets gegenüberstehen. Es besteht aber kein Zwang des Staates a) diese Assets anzuschaffen und b) diese Anschaffung kreditzufinanzieren.
| Zitat: |
Bei dem Heraussuchen dieses Artikel mußt Du sehr selektiv vorgegangen sein, denn wenn ich nach "belgien schulden abbau" google, ist der zweite Hit unter dem Wikipedia-Artikel von Staatsverschuldung dieser hier:
"Das Märchen von der belgischen Schuldentilgung"
http://www.heise.de/tp/artikel/35/35570/1.html |
Schulden im Verhältnis zum BIP. Das BIP konnte also stärker gesteigert werden, als dafür zusätzliche Mittel erforderlich wurden, wo ist das Problem?
| Zitat: |
Deinen Mangel an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen machst Du außerdem deutlich, indem Du anscheinend noch nie davon gehört hast, dass in einem Unternehmen derjenige das sagen hat, der die meisten Anteile hält.
Und in einem Staat hat derjenige das Sagen, der das Land finanziert. Soviel zu einem Eigentümerwechsel. |
Du verwechselst hier gerade Eigen- mit Fremdkapital. Riesige betriebswirtschaftliche Erkenntnis. _________________ "Ja ich hätte hohen Anspruch euer "Knoff-Hoff" doch vielleicht en Plan B wie man das Steuerloch stopft.
Doch dann könnt' ich es nicht bringen aus 'nem rechtlichen Grund, ja Stumpf ist Trumpf doch manchmal echt nicht gesund." |
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Aloha08 Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.07.2008 Beiträge: 973
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 08:05:38 Titel: |
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Ich habe nie gesagt, dass der Staat Assets verkaufen muss. Ich habe NUR gesagt, dass die Verschuldung wenig aussagst. Der Staat muss entweder sparen oder wachsen um Schulden abzubauen.
Und bitte zitiere das nächste mal richtig. Der erste Teil meines Beitrages war auf deinen dummen Kommentar bezüglich Krieg und Frieden bezogen.
| Zitat: |
Deinen Mangel an betriebswirtschaftlichen Kenntnissen machst Du außerdem deutlich, indem Du anscheinend noch nie davon gehört hast, dass in einem Unternehmen derjenige das sagen hat, der die meisten Anteile hält.
Und in einem Staat hat derjenige das Sagen, der das Land finanziert. Soviel zu einem Eigentümerwechsel. |
http://www.derdualstudent.de/unterschied-eigenkapital-fremdkapital.html
Du wirfst mir Unwissen vor und kennst den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkapital nicht?
Die Sachen zur Bundesbank schau ich mir nachher an. Hab jetzt keine Zeit |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 12:24:51 Titel: |
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Also jetzt kommt noch einmal der Troll und dann bin ich auch bald weg
ich denke der bwler übertreibt da en bissl und der aloha is einfach nur behindert und so. in seiner typischen bwl-schnösel mentalität tut er alles um des system wo er mal geld verdienen will zu verteidigen und so und des führt natürlich dazuuu dass man die kritischen punkte und so von natur aus ausklammert und so nur meine meinung es wohl unbestreitbar was der senf sagt dess die geldmenge exponentiell wächst und die gütermenge nur normal und so und das jetzige geldsystem führt wenn man es unreguliert laufen lässt zwangsläufig zur inflation und so, nur meine meinung da ist jetzt aber die frage ob das gut oder schlecht ist, für die schuldner und so sollte es kurzfristig sogar positiv sein, nur würden aber dann auch die zinsen bei der nächsten anpassung anstiegen, nur meine meinung und es ist auch wahr das wegen zinseszins und so tendenziell wenige immer mehr kapital anhäufen können und so, hier ist die frage warum das so ist und da hat der alora irgendwie recht als er geschildert hat warum sich leute verschulden under staat schulden macht und so.
was mich bei dem dirk müller ankotzt is des der das alles wirklich überdramatisiert damit er sein behindertes buch verkaufen kann, mir kommt er teilweise etwas hyperaktiv vor. und dann labert der da immer was von großen tag x und dem reset und endphase und so was der reset findet aber jeden tag auf der ganzen welt im kleinen statt, jeden tag fallen kredite endgültig aus und die schulden müssen neu verhandelt werden wie dirki so gerne sagt und das führt doch sogar dazu dass diese übermäßige kapitalanhäufung bei wenigen zumindest in gewissem maße unterbrochen wird. Das letzte mal war das beim haircut für griechenland der fall seine endzeitstimmung und so ist deshalb vor dem hintergrund seiner tätigkeiten als autor zu sehen und so
und dann muss man sehen wie diese superreichen das geld verwenden, wenn sie das ihr leben lang auf dem konto liegen haben führt es natürlich zu übermäßigen anstieg bei ihm und so, wenn der das geld jetzt aber für geile blondinen und yachten und so ausgibt haben alle was davon und so.
öhm zusammenfassung vom obertroll: es gibt tatsächlich gewisse probleme mit unserem geldsystem, diese mildern sich aber gegenseitig ab bzw sind einfache logische konsequenzen
alles in allem hat mir der bwlerr besser gefallen auch wenn er sich diese videos zu oft reinzieht und so. der aloar ist ein richtig typischer bwl, keine ahnung, arrogant, dumm. selbst wenn es seine geistigen kapazitäten zuließen irgendwelche probleme im geldsystem zu sehen, würde er die augen davor verschließen und so. es kann nicht sein, was nicht sein darf! bei den gründen für die staatsverschuldung stimm ich dem aloar zu. jedes volk bekommt die regierung die es verdient und deshalb hilft für high potenitals wie mich nur auswandern nur meine meinung, oke das wars 
Zuletzt bearbeitet von HartzIVbeziehen2012 am 08 Jun 2012 - 13:45:13, insgesamt einmal bearbeitet |
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above&beyond Full Member


Anmeldungsdatum: 06.02.2012 Beiträge: 135
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 13:23:58 Titel: |
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| Die Zeit hättest du dir sparen können, deinen Schrott liest (hoffentlich) eh keiner mehr. |
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turbokapitalist Senior Member


Anmeldungsdatum: 30.07.2005 Beiträge: 1258
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 13:29:51 Titel: |
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| also heise und telepolis isnd schon zwei verschiedene schuhe, die themen und meinungen bei tp sind tlw schon etwas krude und "esoterisch" |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 13:37:34 Titel: |
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| above&beyond hat folgendes geschrieben: |
| Die Zeit hättest du dir sparen können, deinen Schrott liest (hoffentlich) eh keiner mehr. |
hast du dich auch angesprochen gefühlt als ich von den bwl schnöseln geredet habe oder woher kommt diese reaktion? du musst mal ganz dringend an deinem selbstwertgefühl arbeiten, dann klappt das auch mit der freundin, nur meine meinung  |
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LoLzeBoB Senior Member


Anmeldungsdatum: 14.05.2010 Beiträge: 1088
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 13:50:32 Titel: |
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| bwlerrr hat folgendes geschrieben: |
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Die Realwirtschaft muss nicht wachsen, es gibt keinen Grund dafür. Schön ist wenn sie es tut, aber es ist nicht zwingend notwendig. Die Geldmenge kann ohne Realwirtschaftswachstum problemlos wachsen, und du hast Recht, dass dies zu Inflation führt. Das ist ansich aber auch kein Problem, wenn es im Rahmen geschieht. Es ist erklärtes Ziel der Zentralbank, eine Inflation um die 2% p.a. zu erhalten.
Rasende Inflation will im übrigen keiner, aber eine geringfügige Inflation in Höhe von 2% - das macht doch wirklich nichts.
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Das ist doch Unsinn! Die Realwirtschaft MUSS wachsen. Beleg DU mir mal mit einer seriösen Quelle die Aussage, dass die Realwirtschaft nicht wachsen muss. Unser ganzes System ist auf stetiges Wirtschaftswachstum ausgelegt.
Prozente des Wirtschaftswachstum + Prozente der Inflation = Zinsenszins für Staatsverschuldung. Es wird schon lange nicht mehr getilgt, nur noch Zinseszins bezahlt.
Wenn die Wirtschaft nicht wächst steigt deswegen die Inflation, weil sich die Zinsen für die Verschuldung nicht ändern.
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Das ist doch Unsinn, es gibt keinen Wachstumszwang. Das Wachstum der Realwirtschaft ist in keinster Weise (direkt) an das Wachstum der Geldmenge gebunden, mal davon abgesehen, dass sich die Zinsen sehr wohl ändern! Die Zinsen sind tatsächlich das Hauptinstrument der Zentralbanken zur Kontrolle der Inflation! Merkste was?
| Zitat: |
Und zu der Inflationsrate: diese war zuletzt glaube 3,3%. Weißt Du wie diese Inflation berechnet wird? Anhand von Warenkörben. Das Problem mit den Warenkörben ist aber, dass Dinge, die sowieso billiger geworden sind wie TV, Computer, usw. tendentiell überbewertet werden, und Dinge des alltäglichen Lebens sind unterbewertet. Niemand kauft sich jedes Jahr einen neuen Fernseher. Da wird getrickst, genau so wie bei Arbeitslosenzahlen getrickst wird. Deswegen ist die Inflation in Wahrheit bereits viel höher als 2-3%, was auch den Umstand erklärt, das Leute sagen, alles wäre teurer geworden und Wissenschaftler sagen, das würde doch gar nicht stimmen.
Wie die Oma bei Jauch, die schon seit langem alles in ein Haushaltsbüchlein eingetragen hat und das so eindeutig belegen konnte.
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Toller typ, danke für die Auffrischung von Statistik I. Leider hast du das Fach offensichtlich selbst nie gehabt, sonst wüsstest du, dass deine Argumentation weltfremd ist und, dass es mehrere verschiedene Warenkörbe gibt, mit deren Hilfe sich die Inflation berechnet. Mancha davon nehmen den aktuellen Zeitpunkt als Referenz und gucken dann in die Vergangenheit. Du hast natürlich Recht, dass ein Bäcker vor 20 Jahren genausoviel verdient hat wie heute, oder ein Arzt. Oder wer auch immer. Oh warte - vor 20 Jahren haben die Leute weniger verdient? Hat sich das Gehalt etwa doch erhöht?
Was du für einen Unsinn von dir gibst ist kaum haltbar!
| Zitat: |
Und das Gold relativ (bis auf geringere Verzerrungen durch Angebot/Nachfrage) wertstabil ist sollte auch bekannt sein. Beleg DU mir doch mal eine seriöse Quelle, die sagt, das wäre nicht so.
Und dass der Goldpreis als Indikator für Inflation dient ist auch bekannt, beleg DU mir mal das Gegenteil.
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Wie bereits gesagt wurde, Gold besitzt garkeinen intrinsischen Wert. Gold besitzt nur den Wert, den wir ihm geben, so wie es mit allen materiellen Dingen dieser Welt ist. Der Preis wird nicht durch Angebot & Nachfrage "verzerrt" sondern BESTIMMT. Und auch hier wirst du außer einer gewissen inflationsbedingten Entwicklung keinen exponentiellen Trend finden.
Und wenn man auf einem 3-Jahres-Graphen deiner Meinung nach schon "so tief reingezoomt hat dass man statt eines Exponentialtrends nur noch eine gerade Linie sieht", dann weiß ich dir nicht mehr zu helfen.
| Zitat: |
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Geldmengenwachstum zu Immobilienblasen führt - korrigiere mich, falls du diese Behauptungen mit Quellen decken kannst.
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So ein Quatsch! Natürlich stimmt das, kannste googlen.
Wenn die Geldmenge steigt führt das zu Inflation, soweit waren wir ja schon, oder?
Wenn es Inflation gibt, heißt das, Bargeld halten macht Dich ständig ärmer. Also was machen dann Anleger? Sie flüchten in Sachwerte, weil die sind relativ wertstabil. Also steigt die Nachfrage nach Immobilien und damit der Preis. Die Immobilien sind dann überbewertet und es entsteht eine Immobilienblase.
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Und deshalb soll die Inflation bei konstant um die 2% gehalten werden. Passt doch perfekt in meine Argumentation? Wenn sich die Inflation nicht ändert, gibt es keine Blase, die Platzen könnte, sobald die Inflation sich wieder verringert.
| Zitat: |
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Einen Exponentiellen Charakter im Goldkurs zu sehen ist auch nicht mehr als Augenmalerei. In sämtlichen Kursgraphen, die ansehbar sind, bis auf die "MAX" Version, macht es ohnehin mehr einen Eindruck als gäbe es einen mehr oder weniger linearen Trend.
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Super, wenn Du eine exponentiellen Graphen hernimmst und zoomst nur weit genug rein siehst Du eine Gerade. Wow. Welche Aussage hat das?
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Ich kann deine Behauptung auch nicht nachvollziehen, dass Gold "wertstabil" sei. Wir sehen doch gerade am Kurs, dass dies eben nicht der Fall ist?!
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Versteht Du den Unterschied zwischen nominellem Wert und Realwert? Wenn das Gold im nominellen Wert steigt, heißt das nicht wirklich, dass es mehr wert ist. Es heißt nur, das Geld, mit dem Du das Gold bezahlst ist weniger wert.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Genauso unfundiert sind deine Aussagen, dass die Staatsverschuldung exponentiellen Charakter hat - was ich schon eher nachvollziehen kann, aber wenn man auch diese erstmal von Inflation und BIP-Wachstum bereinigt, glaube ich kaum, dass man einen exponentialtrend feststellen wird. Vielmehr kann man zwischen Zeiten großen Defizits und kleinen Defizits relativ gut unterscheiden. Und selbst wenn, dann auf einmal anzunehmen, es müsse sich nicht nur "immer irgendwer" verschulden, sondern auch noch eine Reihenfolge an Schuldnern aus dem Himmel herbeizuziehen, ist wirklich abenteuerlich. |
Harte Worte. Dann bereinige doch mal und zeig mal her das Ergebnis.
Du sagst einfach es nicht so und fertig. Hast Du dafür auch irgendwelche Belege?
Erklär mir doch mal bitte: warum verschulden sich die Staaten eigentlich überhaupt ständig und es wird nicht mehr getilgt sondern nur noch Zinseszins für Staatsschulden zurück bezahlt?
Wenn das mit den Schulden kein Ding ist, warum sind wir dann nicht längst schuldenfrei?
Hast Du VWL / BWL studiert oder bist Du grad noch dabei oder wie oder was wenn mir die Frage mal erlaubt sein sollte. |
Hat jemand gerade Zeitseriendaten für Goldpreis, Staatsverschuldung, Inflation und Bruttoinlandprodukt zur Hand? Ich bin zur Zeit im Übrigen im Studium der BWL, falls es dich immernoch interessiert. _________________ Oh man, wie abgefuckt die Leute sein müssen, dass die dir glauben!
-Freund über meine Aktivität im Forum (ohne Inhalte zu kennen ) |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 16:43:54 Titel: |
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| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Dirk Müller ist ein Populist und nicht unbedingt für stichhaltige Analysen bekannt. |
Irgendwer sagt über irgendwen immer was schlechtes. Deswegen selbst anhören/angucken und eigene Meinung bilden... Ich werde Dirk Müller hier nicht verteidigen.
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Bernd Senf hat kein hohes Renommee und ist zudem seit Jahren nicht mehr an der FH Berlin.
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Diverse Wissenschaftler hatten Zeit ihres Lebens kein gutes Renommee. Die Geschichte hat gezeigt, dass das nichts heißen muss. Also warum die Fehler der Geschichte wiederholen? Unvoreingenommen angucken, eigene Meinung bilden. Auch Bernd Senf werde ich nicht weiter verteidigen, bin ja kein Apostel.
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Das Goldschmied Video ist in der Tat scheiße, da es stark vereinfacht, so sehr, dass wesentliche Eigenschaften des Geldsystems nicht oder nicht vollständig gezeigt werden.
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Möglich. Vielleicht wird die Sache klarer, wenn ich dann ein Beispiel gebastelt habe (siehe unten).
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Dir als Bwler stellt sich an dieser Stelle gleich die Frage, welches Gegenkonto denn auf der Aktivseite betroffen ist und dir wird an dieser Stelle auch sofort klar, dass das Geld dem Kreislauf nur entzogen werden kann, wenn es in der Barkasse der BuBa liegt.
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Du und vielleicht auch andere verstehen den Punkt an der Sache nicht. Die ZB "druckt" sich ihre Einlagen nicht einfach so und legt sie sich in die Kasse (was sie vielleicht könnte). Das würde dann bedeuten da liegt das Geld nun, war nie im Kreislauf und somit wäre es egal, da hättest Du recht.
Es ist aber nunmal so dass, siehe das Statut der BB, sie ihre Rücklage aus dem Gewinn bildet und der müßte komplett wieder in den Kreislauf geführt werden. Das ist ein Unterschied. Vielleicht wird die Sache klarer, wenn ich dann ein Beispiel gebastelt habe (siehe unten).
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Klar das Geldsystem ist abstrakt, da kann man Schuld gut auslagern. Warum auch sollten Politiker, die ihre Wahlversprechen (z.B. Betreuungsgeld) einlösen und dafür Gelder am Kapitalmarkt in Form von emittierten Anleihen aufnehmen, Schuld an der Kreditaufnahme haben.
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Jaja, ich weiß worauf Du hinaus willst. Eine Kombination aus machtbesessenen Politikern und verschwenderischen Bürgern ist Schuld. Möglich. Aber es ist doch schon seltsam, dass kein Land es hinkriegt die Schulden abzubauen, und dass, obwohl es so viele unterschiedliche Mentalitäten, Parteien, usw. gab und gibt. Jetzt wirst Du sagen, HA, alle Menschen sind halt gleich verdorben. Auch möglich.
Es gibt aber eben ein paar Hinweise darauf, dass es auch andere Ursachen haben könnte. Und das will ich rausfinden.
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Prinzip der doppelten Buchführung. Einem Asset muss Kapital gegenüberstehen. Dieses Kapital kann Eigenkapital oder Fremdkapital sein. Will man möglichst viele Assets möglichst früh und langt dafür die Innenfinanzierungskraft nicht aus, müssen Kredite aufgenommen werden. Der Kreditstand ist dann eine Bruttoangabe, da ihnen ja noch die Assets gegenüberstehen. Es besteht aber kein Zwang des Staates a) diese Assets anzuschaffen und b) diese Anschaffung kreditzufinanzieren.
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Und was willst Du damit genau sagen? Wir hätten die Assets garnicht anschaffen können ohne Kreditaufnahme und deswegen ist auch mehr als Recht, dass wir sie eben wieder liquidieren müssen, wenn es eng wird?
Wohin sind dann die Steuereinnahmen gegangen? Die wurden alle für "Tagesgeschäft" verballert? Du beschreibst nur wieder ein Symptom, nenn mir doch mal Ursachen.
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Schulden im Verhältnis zum BIP. Das BIP konnte also stärker gesteigert werden, als dafür zusätzliche Mittel erforderlich wurden, wo ist das Problem?
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Comments gelesen?
| Accounting hat folgendes geschrieben: |
Du verwechselst hier gerade Eigen- mit Fremdkapital. Riesige betriebswirtschaftliche Erkenntnis. |
Diesen Punkt verstehe ich nicht. Musst Du mir erläutern. Wenn Du darauf anspielst, dass mit FK keine Entscheidungsgewalt im Unternehmen einhergeht, hab ich schon eine Story aus dem Reallife für Dich parat.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Und bitte zitiere das nächste mal richtig.
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Wo hab ich falsch zitiert?
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Der erste Teil meines Beitrages war auf deinen dummen Kommentar bezüglich Krieg und Frieden bezogen. |
Was heißt hier "dumm"? Du sagtest "Schulden sind das wichtigste Instrument gegen Armut vorzugehen". Lies Dir das selbst noch mal durch: Schulden gegen Armut. Weißt Du, was Du da sagst?? Das ist genau wie Krieg für Frieden, sorry.
Du meintest sicher: Kredit gegen Armut. Aber auch das ist mindestens diskussionswürdig.
| Aloha08 hat folgendes geschrieben: |
Du wirfst mir Unwissen vor und kennst den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkapital nicht? |
Die Vorlage von Accounting genutzt?
Diesen Punkt verstehe ich nicht. Musst Du mir erläutern. Wenn Du darauf anspielst, dass mit FK keine Entscheidungsgewalt im Unternehmen einhergeht, hab ich schon eine Story aus dem Reallife für Dich parat.
@HiPo-Troll: Lass doch mal diesen Trollscheiss weg, sagst ja durchaus paar gute Sachen. Jupp, falls eine starke Inflation einsetzt (oder eine Hyperinflation) ist das kurzfristig gut für Schuldner, falls sie da noch "Assets" haben sollten, die sie kurzfristig liquidieren können (am besten: Gold). Dann können sie sich eventuell billig entschulden, bis dann der Zins hochgeht und es dann wieder schlechter für sie wird.
Auch mit Deiner Einschätzung von Dirk Müller sagst Du paar gute Sachen. Er macht natürlich auch Publicity für seine Bücher. Aber irgendwie kommt mit der Typ ehrlich vor. Ich finde auch seine Einschätzung der Mentalitätsunterschiede in USA / Deutschland bezüglich des Konkurrenzdenkens wertvoll. Soll aber jeder über Dirk Müller denken, was er für richtig hält...
| turbokapitalist hat folgendes geschrieben: |
also heise und telepolis isnd schon zwei verschiedene schuhe, die themen und meinungen bei tp sind tlw schon etwas krude und "esoterisch"
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Solange noch nicht "antisemitisch" ist alles ok, oder
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Das ist doch Unsinn, es gibt keinen Wachstumszwang. Das Wachstum der Realwirtschaft ist in keinster Weise (direkt) an das Wachstum der Geldmenge gebunden, mal davon abgesehen, dass sich die Zinsen sehr wohl ändern! Die Zinsen sind tatsächlich das Hauptinstrument der Zentralbanken zur Kontrolle der Inflation! Merkste was?
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Eine Quelle für Deine Behauptung hast Du aber immer noch nicht. Egal. Aber neee, ich merk nix. Du hasts ja mal null gerafft.
1. Unser gesamtes System ist auf stetiges Wachstum ausgelegt. Fehlt das Wachstum, gibts Mega-Probleme. Warum hört man täglich das Bibbern in den Nachrichten, dass das Wirtschaftswachstum zurückgegangen ist? Bestimmt nicht, weil es egal wäre.
Also nochmal: Wir (also die BRD) tilgen mittlerweile keine Schulden, sondern zahlen nur noch Zinseszinsen. Sind wir uns soweit einig? Wenn nicht, beleg mit einer Quelle, dass es nicht so ist, sonst diskutiere ich mit Dir nicht mehr darüber. Also weiter: Auf der Gegenseite zu den Zinseszinsen die wir zu bezahlen haben steht Wachstum und Inflation. Fehlt also das Wachstum, muss automatisch die Inflation zunehmen, um die Schulden nominell zu entwerten. Und Inflation ist für das Volk ein großes Problem, weil dadurch ihre Geldanlagen, Sparvermögen, usw. auch entwertet werden. Wenn sich dadurch für Dich kein Zwang von Wachstum ergibt, kann ich Dir leider auch nicht helfen.
2. "Das Wachstum der Realwirtschaft ist in keinster Weise (direkt) an das Wachstum der Geldmenge gebunden" Dieser Satz von Dir ist voll schräg. Zwischen Wachstum und Geldmenge besteht ein GROßER Zusammenhang.
3. Natürlich ändern sich die Zinsen, aber nicht für festverzinsliche Schulden der BRD, deren Abzahlung noch läuft. Oder hast Du schon mal bei Deiner Bank einen Kredit abgeschlossen mit 4% p.a. und nach nem Jahr bist Du wieder hin und hast gesagt, so, Du hast jetzt keinen Bock mehr auf die 4% und willst 3%?
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Toller typ, danke für die Auffrischung von Statistik I. Leider hast du das Fach offensichtlich selbst nie gehabt, sonst wüsstest du, dass deine Argumentation weltfremd ist und, dass es mehrere verschiedene Warenkörbe gibt, mit deren Hilfe sich die Inflation berechnet. Mancha davon nehmen den aktuellen Zeitpunkt als Referenz und gucken dann in die Vergangenheit. Du hast natürlich Recht, dass ein Bäcker vor 20 Jahren genausoviel verdient hat wie heute, oder ein Arzt. Oder wer auch immer. Oh warte - vor 20 Jahren haben die Leute weniger verdient? Hat sich das Gehalt etwa doch erhöht?
Was du für einen Unsinn von dir gibst ist kaum haltbar!
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Und als nächstes empörst Du Dich, dass es unhaltbar von mir ist, zu behaupten, die Arbeitslosenstatistiken sind verfälscht?
Niemand hat ein Interesse daran, dass bekannt würde, dass die Inflation bereits stärker ist als gesund.
Lass mal die ganzen Statistiken weg und rechne selbst mal:
Nimm mal den Bafög-Höchstsatz, was er zu DM-Zeiten war und was da so Sachen wie Semesterticket, Semesterbeitrag, Immatrikulationsgebühr, Fressen in der Mensa, Miete im Studi-Wohnheim, Eintritt für Studentenparty und alkoholische Getränke usw. gekostet haben und vergleiche mit den Preisen die es jetzt kostet, 15 Jahre später. Da rechnest Du mal Deine Inflation von 2% drüber und dann vergleich mal. Woher kommt die Differenz?
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Wie bereits gesagt wurde, Gold besitzt garkeinen intrinsischen Wert. Gold besitzt nur den Wert, den wir ihm geben, so wie es mit allen materiellen Dingen dieser Welt ist. Der Preis wird nicht durch Angebot & Nachfrage "verzerrt" sondern BESTIMMT. Und auch hier wirst du außer einer gewissen inflationsbedingten Entwicklung keinen exponentiellen Trend finden.
Und wenn man auf einem 3-Jahres-Graphen deiner Meinung nach schon "so tief reingezoomt hat dass man statt eines Exponentialtrends nur noch eine gerade Linie sieht", dann weiß ich dir nicht mehr zu helfen.
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Sorry, aber Du hast die Rolle von Gold in unserem Geldsystem überhaupt nicht begriffen. Das ist aber kein Wunder, weil über Gold wird im Studium fast nix gelehrt. Das muss man sich selbst anlesen.
Ich stell Dir mal paar Fragen und da wirst Du vielleicht selbst merken, dass Deine Ansicht nicht stimmen kann:
1. Wenn der Wert von Gold in keinster Weise wertstabil wäre, sonder sich NUR aus Angebot und Nachfrage ergeben sollte, wieso halten alle Zentralbanken der Welt Goldreserven? Die könnten doch dann genauso gut Pokemon-Karten als Reserve halten oder jedes andere Gut auf der Erde, weil dessen Wert ja auch nur durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird.
2. Wenn nur Nachfrage zu einer Erhöhung des Goldpreises führt, wieso ist dann eigentlich so um 2005 rum die Nachfrage so stark gestiegen? Weil die Inflation hat ja damit Deiner Meinung nach überhaupt nix zu tun.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Und deshalb soll die Inflation bei konstant um die 2% gehalten werden. Passt doch perfekt in meine Argumentation? Wenn sich die Inflation nicht ändert, gibt es keine Blase, die Platzen könnte, sobald die Inflation sich wieder verringert. |
Amen.
| LoLzeBoB hat folgendes geschrieben: |
Hat jemand gerade Zeitseriendaten für Goldpreis, Staatsverschuldung, Inflation und Bruttoinlandprodukt zur Hand? Ich bin zur Zeit im Übrigen im Studium der BWL, falls es dich immernoch interessiert.
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Ah, BWL also. Welches Semester?
@All: So, ich hab aber eigentlich auch kein weiteres Interesse daran, hier aufklärerisch tätig zu sein, oder irgendwen zu irgendwas bekehren. Soll sich jeder seine eigene Meinung bilden und mich meinetwegen für einen Nixblicker halten.
Würde deswegen gerne wieder zu meiner ursprünglichen Fragestellung zurückkehren, anstatt hier weiter über Gott und die Welt zu diskutieren. Das führt zu nix. Der HiPo-Troll hat nämlich völlig recht: Letztendlich ist das ganze auch ein bisschen Weltanschauung.
Um das vielleicht noch zu sagen:
Bissel wundern tue ich mich ja schon. Man sollte nicht vergessen, dass die derzeitige gelehrte Geldtheorie eine _Theorie_ ist. Sie ist kein Naturgesetz und sie ist von Menschen erdacht. Wäre mir neu, dass irgendwas vom Menschen erdachtes ohne jeglichen Fehler ist.
Dass also so ein paar Kandidaten hier alles niederbrüllen, was nicht dazu paßt ist ja mal bedenklich, als wäre die Sache untouchable und in sich perfekt. Wie kann nur jemand auf die Idee kommen, da gäbe es auch nur den kleinsten Fehler???
Also ich bastel jetzt mal ein nachvollziehbares Beispiel, weswegen ich glaube, dass die Einlage der ZB ein Problem darstellt und eine Geldlücke verursacht. Und dafür brauch ich eine Info und da hier ja so viel Checker unterwegs sind kann mir das bestimmt jemand sagen, dann muss ich es nicht zusammengooglen:
In dem Statut der BB steht, sie behält 20% des Gewinns als Rücklage, mindestens 250 Mio bis 2,5 Milliarden zusammen sind. Welche passende Menge von Zentralbankgeld würde eine ZB im ersten Jahr ihres Inkrafttretens emittieren, bevor sie dann im zweiten Jahr die Geldmenge um das zu erwartende Wirtschaftswachstum erhöht? Muss das wissen, damit ich da ein vernünftiges Verhältnis für mein Beispiel bauen kann.. |
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aristokrates Senior Member


 Anmeldungsdatum: 20.04.2010 Beiträge: 1070
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 17:17:50 Titel: |
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Zwei Punkte:
Es wurde dir doch gerade ein Beispiel eines Landes genannt, das es geschafft hat, seine Staatsschulden unter Kontrolle zu bekommen. Und trotzdem behauptest du, dass es kein Land schafft?! Es gibt noch einige solcher Beispiele mit geringem Schuldenstand und/oder Budgetüberschuss. Such einfach mal nach "deleveraging".
Der Goldpreis wird nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt? Wovon denn dann? Von Gott? Zentralbanken halten Gold, weil es früher offizielles Zahlungsmittel und aus historischer Sicht in Krisenzeiten immer ein sicherer Hafen war. Das ändert aber nichts daran, dass der Marktwert der Goldreserven sich ständig ändert, je nach dem wie es eben gerade gehandelt wird. Was glaubst du was passiert, wenn die USA auf einen Schlag ihre gesamten Goldreserven auf den Markt werfen? Der Preis wird fallen und sicher nicht von irgendeiner wertstabilen Macht oben gehalten.
Der Rest ist Gebrabbel und Streiterei. Bring ruhig dein Beispiel, dann werden wir ja sehen wo der Denkfehler liegt. Die genaue Zahl spielt keine Rolle.
Übrigens solltest du dich nicht zu sehr auf die Reservenbildung der Zentralbank versteifen. Eine Zentralbank macht nämlich vor allem auch durch die Wechselkursschwankungen der Währungsreserven Gewinne/Verluste und nicht nur wie in deinem Modell mit Zinsen. _________________ Oxford oder WHU? International Entrepreneurship oder Mathematical Economics? Yale oder EBS? Bachelor in Global Management oder Promotion in Astrophysik?
- Die wirklich wichtigen Fragen dieses Forums. |
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HartzIVbeziehen2012 Full Member


 Anmeldungsdatum: 01.06.2012 Beiträge: 114
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 17:33:21 Titel: |
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| *account lösch* |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 17:44:37 Titel: |
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Fertig mit editieren? Ok...
| aristokrates hat folgendes geschrieben: |
Es wurde dir doch gerade ein Beispiel eines Landes genannt, das es geschafft hat, seine Staatsschulden unter Kontrolle zu bekommen. Und trotzdem behauptest du, dass es kein Land schafft?! Es gibt noch einige solcher Beispiele mit geringem Schuldenstand und/oder Budgetüberschuss. Such einfach mal nach "deleveraging".
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...und auch schon wieder relativiert.
Gut, werde ich mal googlen, aber erst mal bau ich mein Beispiel. Weißt Du die Zahlen?
| aristokrates hat folgendes geschrieben: |
Der Goldpreis wird nicht von Angebot und Nachfrage bestimmt? Wovon denn dann? Von Gott? Zentralbanken halten Gold, weil es früher offizielles Zahlungsmittel und aus historischer Sicht in Krisenzeiten immer ein sicherer Hafen war. Das ändert aber nichts daran, dass der Marktwert der Goldreserven sich ständig ändert, je nach dem wie es eben gerade gehandelt wird. Was glaubst du was passiert, wenn die USA auf einen Schlag ihre gesamten Goldreserven auf den Markt werfen? Der Preis wird fallen und sicher nicht von irgendeiner wertstabilen Macht oben gehalten.
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"Wertstabil" heißt ja im Grunde nix anderes, als immer grundsätzlich nachgefragt. Zufrieden? Gold ist eine seltene Ressource, deswegen grundsätzlich wertstabil. Wieso ist Gold mehr Wert als Silber?
Aber da Du ja so schlau bist, geht die Frage jetzt auch an Dich: Warum ist die Nachfrage nach Gold ab 2005 so stark gestiegen, wenn Goldpreis nix mit Inflation zu tun hat?
| aristokrates hat folgendes geschrieben: |
Der Rest ist Gebrabbel und Streiterei. Bring ruhig dein Beispiel, dann werden wir ja sehen wo der Denkfehler liegt. Die genaue Zahl spielt keine Rolle.
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Yeah, gut das Du da bist.
| aristokrates hat folgendes geschrieben: |
Übrigens solltest du dich nicht zu sehr auf die Reservenbildung der Zentralbank versteifen. Eine Zentralbank macht nämlich vor allem auch durch die Wechselkursschwankungen der Währungsreserven Gewinne/Verluste und nicht nur wie in deinem Modell mit Zinsen. |
Hab ich auch schon überlegt, aber die isolierte Betrachtung einer Volkswirtschaft sollte doch reichen, wenn es da dann einen Fehler gibt, oder? Naja, mal abwarten.
Übrigens danke, dass Du Dich mit diesem unwichtigen Thread beschäftigst, ist nicht die wichtigste Frage im Forum:
"Oxford oder WHU? International Entrepreneurship oder Mathematical Economics? Yale oder EBS? Bachelor in Global Management oder Promotion in Astrophysik?
- Die wirklich wichtigen Fragen dieses Forums." |
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bwlerrr Newbie


Anmeldungsdatum: 06.06.2012 Beiträge: 27
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Verfasst am: 08 Jun 2012 - 18:02:42 Titel: |
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@aristokrates: Hey noch ne Frage an Dich, Du weißt doch so viel:
Ich nehm für mein Beispiel das Statut der EZB:
www.ecb.int/ecb/legal/pdf/de_statute_2.pdf
Da heißt es:
"Verteilung der Nettogewinne und Verluste der EZB
33.1. Der Nettogewinn der EZB wird in der folgenden Reihenfolge verteilt:
a) Ein vom EZB-Rat zu bestimmender Betrag, der 20 % des Nettogewinns nicht übersteigen darf, wird dem allgemeinen
Reservefonds bis zu einer Obergrenze von 100 % des Kapitals zugeführt;
b) der verbleibende Nettogewinn wird an die Anteilseigner der EZB entsprechend ihren eingezahlten Anteilen ausgeschüttet."
Also 20% des Gewinns wird in die Rücklage geschoben bis zu welcher Höhe? Zur Höhe des Gesamtkapitals der EZB, ja? |
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