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Weltwirtschaftskrise 29 - Selbsheilungskräfte
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SD____
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Anmeldungsdatum: 25.07.2011
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 11 Jun 2012 - 15:57:49    Titel: Weltwirtschaftskrise 29 - Selbsheilungskräfte

Hallo, die mündlichen Prüfungen in Ba-Wü für das Abitur stehen an und mein Prüfungsthema in Geschichte lautet weshalb die wirtschaftlichen Probleme von 1928 bis 1932 nicht gelöst wurden konnten. Es wurde mir geraten, mich auf den Paradigmenwechsel - klassische Nationalökonomie --> Keynesianismus zu konzentrieren - somit auch auf die Frage, weshalb die Selbstheilungskräfte der Märkte nicht gewirkt haben. Nun würde ich euch bitten meine Liste durch weitere Ideen zu "vervollständigen". Meine Ansätze wären die Folgenden:
- große Dynamik (z.B. Deutschland vernetzt mit USA und den Alliierten durch Reparationszahlungen und k.f. Krediten - d.h. also der Globalisierungsaspekt)
- riesige Furcht großer Teile der Bevölkerung, ihr fast komplettes Vermögen, welches in Aktien investiert wurde, zu verlieren
- protektionistische Maßnahmen einzelner Regierungen

Ich würde mich über hilfreiche Beiträge freuen, mfg.
DaxForever
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Anmeldungsdatum: 19.05.2011
Beiträge: 119

BeitragVerfasst am: 12 Jun 2012 - 08:38:13    Titel:

da musst du aber ein bischen difernzieren.
Ich nehme mal an du beziehst dich auf Deutschland bzw. die Weimarer Republik und nicht auf die USA.
In Deutschland lagen die Probleme weniger im Bereich der Furcht das vermögen zu verlieren, das in Aktien investiert war. Solche Probleme gab es eher in den USA. Das Problem Deutschlands war, dass in Folge der Krise in den USA die von dort kommenden Kreditlinien die De am Leben hielten bzw.
für die Refinanzierung von Bedeutung waren (nach dem 1. Weltkrieg)
nicht verlängert wurden. Deshalb brach die Industrieproduktion ein. ->Arbeitlosigkeit
Das war das Problem in Deutschland.

Die letzlichen Ursachen der Krise in den USA waren eine zu hohe Industrieproduktion bzw. die Ausweitung dieser nach dem 1. Weltkrieg, um in der Nachkriegskonjunktur die große Nachfrage nach allen Gütern (Nachholeffekte) zu stillen. Das lief dann im wesentlichen so ab. US- Banken finanzieren das Ausland, welches mit diesem Geld wieder in den USA einkauft. Letzlich kam es dabei zu einer Aktienblase, die dann geplatzt ist und mit einem Schlag sind Löcher in den Bilanzen der Banken aufgetaucht, die deshalb ihre kreditlinien nach Deutschland nicht verlängert haben bzw. ihre Kredite zurückverlangt haben.

"klassische Nationalökonomie --> Keynesianismus"
Damit wäre ich vorsichtig ich weiß, dass viele Lehrer auf den Keynesianismus abfahren, aber ob dieser die Krise wirklich eingedämmt hätte ist die Frage, denn letzlich ist die Folge immer eine große Staatsverschuldung die auch nicht gerade optimal ist und zu weiteren Problemen führen kann (zu welchen sehen wir aktuell).
Meiner Meinung nach sind Wirtschaftskrisen elementarer Bestandteil der
Marktwirtschaft und daher sollte der Staat auch nicht versuchen direkt bei einem Marktversagen einzugreifen, er stellt nur die Rahmenbedingungen.
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