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Wahl Schwerpunkte
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Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 74
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 16 Jun 2012 - 13:41:01    Titel: Wahl Schwerpunkte

Hi
ich studiere Betriebswirtschaftslehre an einer bayrischen Fachhochschule. Anlässlich der Schwerpunktwahl in der übernächsten Woche hätte ich dazu einige Fragen. Natürlich weiß ich welche berufliche Richtung ich einschlagen will, allerdings muss man auch einen alternativen Plan in Petto haben. Dabei geht es mir:

1. Unstimmigkeit - Meine erste Frage ist die Vorgabe durch die Studienprüfungsordnung, in der es heißt:

Zitat:
Satz1: Im Vertiefungsbereich müssen die Studierenden neben den Pflichtmodulen Wahlpflichtmodule aus der Modulgruppe, deren Benennung der von ihnen gewählten Vertiefungsrichtung entspricht, im
Umfang von mindestens 20 Credits mit Erfolg abschließen.


Ich muss neben meinen Pflichtmodulen auch Wahlpflichtmodule (insgesamt 2) auswählen. Bei diesen Wahlpflichtmodulen muss ich soviele Fächer/Module raussuchen, dass ich am Ende eben diese 20 Credits habe.
Stimmt das so?

Zitat:
Satz2: Die nach Abzug der nach Satz 1 gewählten Wahlpflichtmodule bis zur Summe von 40 Credits verbleibenden Credits sind in weiteren Wahlpflichtmodulen des Vertiefungsbereichs oder in Modulen des Sprachenzentrums zu erwerben.


Nehmen wir an: Bei Wahlpflichtmodul bekomme ich meine 20 Credits zusammen, jedoch nicht bei Wahlpflichtmodul 2, beispielsweise nur 15 Credits. Die 5 übrigen Credits müsste ich durch Modulen aus dem Sprachenzentrum holen.
Stimmt das so?


2. Unstimmigkeit - Mein zweites Wahlpflichtmodul ist weitestgehend klar. Inhaltlich geht es dabei um den Schwerpunkt Insolvenz. Das erste Wahlpflichtmodul hingegen ist noch unklar und hier stellt sich auch meine Frage. Ich möchte beruflich später mal Steuerberatung machen. Da dies auch aber seine Zeit braucht, alleine durch die Steuerberaterüfung und deren Zulassung, möchte ich gerne zweigleisig planen. Außerdem hieß es von der FH, dass Schwerpunktkombinationen vorgeben sind. Somit überlege ich zwischen den Schwerpunkten Controlling/Rechnungswesen und Bilanzierung/Steuern zu wählen. Wäre es inhaltlich und somit auch für den beruflichen Verlauf als nicht förderlich anzusehen, wenn ich die Kombi "Controlling/Rechnungswesen" und "Insolvenz" anstatt "Bilanzierung/Steuern" und "Insolvenz" zu wählen. Ich dachte nämlich auch in Hinblick auf die Vorbereitung der Steuerberaterprüfung. Würde erst mal in einer Rechnungswesensabteilung eines Unternehmens arbeiten und parallel mich für diese Prüfung daheim vorbereiten. Wäre ein solcher Berufsweg möglich oder kommt man an "Bilanzierung/Steuern" nicht vorbei. Es ist wiegesagt nur eine Alternativplanung.



3. Unstimmigkeit - Falls bei Punkt 2 die Entscheidung auf Bilanzierung/Steuern fällt, stehe ich wiederum vor einem weiteren Problem. Meine 20 Credits habe ich weitestgehend zusammen. Ich stehe lediglich vor der Wahl zwischen den Modulen "Internationale Rechnungs- und Konzernrechnungslegung" sowie "HGB-Rechnungslegung". Beide Module haben jeweils 5 Credits und davon muss ich mich für eines der beiden entscheiden, um auf meine 20 Credits zu kommen.
Nun möchte ich gerne wissen, wo hier die Unterschiede sind. Was ist besser in meinem Fall? Was ist davon schwerer, was ist leichter? Was wäre besser?


Eine Art Informationsveranstaltung gab es bisher von der FH nicht, da wie erwähnt die Wahl selbst erst noch in einigen Tagen erfolgen wird. Ich möchte mich hierfür nur informieren.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5457
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2012 - 08:22:53    Titel: Re: Wahl Schwerpunkte

Kleiner Tipp: Prüfungsordnungen können es in sich haben, sollte man im Zweifel ein Wort oder nur später irgendwo einen aufhebenen oder einschränkenden Aspekt übersehen. Solche Fragen am besten mit der FH direkt besprechen (Prüfungsamt etc.).

Fonzi_BY hat folgendes geschrieben:


2. Unstimmigkeit - Mein zweites Wahlpflichtmodul ist weitestgehend klar. Inhaltlich geht es dabei um den Schwerpunkt Insolvenz. Das erste Wahlpflichtmodul hingegen ist noch unklar und hier stellt sich auch meine Frage. Ich möchte beruflich später mal Steuerberatung machen. Da dies auch aber seine Zeit braucht, alleine durch die Steuerberaterüfung und deren Zulassung, möchte ich gerne zweigleisig planen. Außerdem hieß es von der FH, dass Schwerpunktkombinationen vorgeben sind. Somit überlege ich zwischen den Schwerpunkten Controlling/Rechnungswesen und Bilanzierung/Steuern zu wählen. Wäre es inhaltlich und somit auch für den beruflichen Verlauf als nicht förderlich anzusehen, wenn ich die Kombi "Controlling/Rechnungswesen" und "Insolvenz" anstatt "Bilanzierung/Steuern" und "Insolvenz" zu wählen. Ich dachte nämlich auch in Hinblick auf die Vorbereitung der Steuerberaterprüfung.

Das liebe StB-Examen wird Dir sowieso noch massiv Schwierigkeiten machen, von daher ist es egal ob Du Dich jetzt links oder rechtsrum drehst. Um den Vorbereitungskurs kommst Du eh nicht herum. Wichtiger als der Blick auf das Examen wäre mir an Deiner Stelle zu fragen: Welcher Kombination öffnet mir mehr die Tür in eine Steuerberatungsgesellschaft? Wenn Du den Schritt nicht hinbekommst, ist die Frage nach dem StB ohnehin Geschichte.

Und in diesem Fall hätte ich jetzt gesagt: Es ist eine Frage wie Du es verkaufst.

Zitat:
Würde erst mal in einer Rechnungswesensabteilung eines Unternehmens arbeiten und parallel mich für diese Prüfung daheim vorbereiten. Wäre ein solcher Berufsweg möglich oder kommt man an "Bilanzierung/Steuern" nicht vorbei. Es ist wiegesagt nur eine Alternativplanung.

Du hast Dir aber schon irgendwann mal angeguckt wie Du zum StB kommst?
Es geht theoretisch auch über das Rechnungswesen eines Unternehmens, nur meist hat man es dort recht schwer nachzuweisen, dass eben ein Großteil der Arbeit auf Basis bzw. mit Landes- und Bundessteuern stattfand. Das wiederum ist am ehesten in den Steuerabteilungen drin....und hier kommt der nächste Haken: Da ist man meist auf bestimmte Steuerarten fixiert - viel USt, Verrechnungspreise und ein wenig Körperschaftssteuer etc. Das wiederum ist nicht so die Hammer Vorbereitung weswegen es solche "Industriesteuerberater" nur recht selten gibt.

Der normale Weg und den halte ich ehrlich gesagt auch für den besten, ist über eine Wirtschaftsprüfungs- und/oder Steuerberatungsgesellschaft.

Zitat:
3. Unstimmigkeit - Falls bei Punkt 2 die Entscheidung auf Bilanzierung/Steuern fällt, stehe ich wiederum vor einem weiteren Problem. Meine 20 Credits habe ich weitestgehend zusammen. Ich stehe lediglich vor der Wahl zwischen den Modulen "Internationale Rechnungs- und Konzernrechnungslegung" sowie "HGB-Rechnungslegung". Beide Module haben jeweils 5 Credits und davon muss ich mich für eines der beiden entscheiden, um auf meine 20 Credits zu kommen.
Nun möchte ich gerne wissen, wo hier die Unterschiede sind.

Question
HGB wird sich eben mit der klassischen Bilanzierung nach deutschem Recht beschäftigen. Ob in dem Fall noch Konzernrechnungslegung gemacht wird, die ja auch HGB-basierte Unternehmen haben können, kann ich daraus jetzt nicht erkennen ist aber möglich.

Internationale Rechnungslegung wird sich vornehmlich mit IFRS beschäftigen und vielleicht einen Ausflug is US-GAAP. Da IFRS vor allem aber nicht nur von größeren, meist auch international tätigen Unternehmen genutzt wird, macht hier auch die Konzernrechnungslegung, also das Zusammenführen von einzelnen (Tochter-)Gesellschaften zu einer Konzernbilanz durchaus Sinn.

Bin allerdings etwas irritiert, dass Du schon so klar ein Ziel vor Augen hast, aber recht grundsätzliche Frage stellst. Hier hätte ich eigentlich erwartet, dass Du die schon selbst beantworten kannst.

Zitat:
Was ist besser in meinem Fall?

Beides und gar nichts. IFRS ist mittlerweile, vor allem unter den großen Unternehmen sehr verbreitet aber HGB ist ebenso gefragt. Hier hätte ich es etwas von Deiner Zukunft abhängig gemacht. Je wahrscheinlicher internationale und Konzernstrukturen für dich scheinen, desto sinnvoller ist wohl auch das.

Zitat:
Was ist davon schwerer, was ist leichter?

Nichts. Beides ist gleichschwer für die meisten. Ich persönlich finde IFRS etwas haariger. Auf der anderen Seite sind die Kommentare für HGB auch nicht dünner geworden in letzten Jahren. Letztlich auch Geschmackssache. Ich halte vom Grundprinzip des HGB mehr, weswegen es mir und meiner Überzeugung mehr liegt und mir somit einfacher fällt. Andere sehen es wahrscheinlich genau andersherum.

Zitat:
Was wäre besser?
Die Frage hatten wir schon.


Grüße
Gozo
Fonzi_BY
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 74
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2012 - 11:30:35    Titel: Re: Wahl Schwerpunkte

Zitat:
Kleiner Tipp: Prüfungsordnungen können es in sich haben, sollte man im Zweifel ein Wort oder nur später irgendwo einen aufhebenen oder einschränkenden Aspekt übersehen. Solche Fragen am besten mit der FH direkt besprechen (Prüfungsamt etc.).


Bezogen auf meine "Interpretationsfragen" oben?^^


_________________

Und wie würdest du dich an meiner Stelle entscheiden? Das Ziel ist klar, lediglich welches Wahlpflichtmodul...
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5457
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 18 Jun 2012 - 13:48:43    Titel:

Es ist egal ob meine oder Deine Interpretation (zumal Du dann immer noch evtl. Punkte gar nicht beachtet hättest, die eine andere Interpretation zulassen könnten) sondern nur um die Interpretation der Hochschule.

Ich hatte es schon erlebt, dass mit jemand nach meiner Einschätzung bzw. Interpretation gefragt hat und mit einem "sehe ich genauso" losgezogen und tierisch auf die Fresse gefallen ist....alles nur, weil er mir den Absatz danach nicht vorgelesen hatte aber sehr entscheidend war.


Ganz, ganz ernst gemeinter Tipp: Egal was wir hier schreiben oder ruminterpretieren, sieht es die HS anders ist unsere Meinung...pupsegal. Klär es mit denen direkt. Telefonhörer hoch, anrufen.

Grüße,

Gozo
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