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Abbruch Jurastudium im 12. Semester ?
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Cleo81
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Anmeldungsdatum: 21.07.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 18 Jun 2012 - 18:02:35    Titel: Abbruch Jurastudium im 12. Semester ?

Hallo Leute ,
ich bin echt verzweifelt und weiß gerade einfach nicht weiter. Deswegen dachte ich mir, ich schreibe hier einfach mal.
Mal kurz zu meiner Situation :
Ich habe damals mit dem Jurastudium angefangen (vor 12. Semestern), weil ich meine eigenen Interessen (Philosophie, Germanistik) für brotlose Kunst hielt und dachte, mit Jura kann man viel machen.
Die ersten Semester liefen ganz ok, aber wirklich interessiert hat mich das alles eigentlich nie. Ich habe auch alle meine Scheine und Hausarbeiten ohne Probleme geschafft - und jetzt fehlt eigentlich nur noch das Examen. Ich kann mich aber seit Monaten einfach nicht mehr motivieren, es ist jedesmal ein Horror, wenn ich nur an Jura und das Lernen denken. Es macht mir einfach keinen Spaß und ich möchte später ohnehin nicht als Anwalt , oder überhaupt in diesem Bereich arbeiten. Mir fehlt die Kreativität und ich bin einfach total unglücklich mit meiner Studienwahl.
Immer wenn ich ein Buch aufschlage und versuche zu lernen, sind meine Gedanken ganz woanders. Erschwerend kommt hinzu, dass ich mir einfach nichts merken kann. Ich wiederhole jetzt schon zum gefühlten 100 mal BGB - AT, aber ein paar Wochen später habe ich alles wieder vergessen. Das schlimmste ist, dass ich einfach so einen Abneigung gegen dieses Studium habe und nicht weiß, wie ich mich motivieren soll, das durchzuziehen.
Soll ich das jetzt trotzdem durchziehen ? Oder lieber abbrechen ? ich weiß, dass ich das Examen in meiner jetztigen Situation nicht bestehen werde. Ich bin echt verzweifelt ...
Was ich vielleicht auch noch erwähnen sollte : ich habe leider auch recht spät mit dem Studium angefangen, d.h. ich bin jetzt schon 31 Sad.
Was soll ich nur tun ??
LG Cleo
michaelg
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Anmeldungsdatum: 14.01.2007
Beiträge: 64

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2012 - 11:32:32    Titel:

Es fällt nicht leicht, richtig gute Argumente anzuführen, um dich zu motivieren. Zunächst mal ist da der Gedanke, dass du es doch einfach mal versuchen solltest - aber Examenschreiben ohne sich gut vorbereitet zu fühlen ist ja auch nichts, oder?
Klausurenkurs oder Probeexamen wären gut, aber dafür bräuchtest du auch gerade Motivation.

Gut wäre, wenn du selbst Dir gute Möglichkeiten aufzeigen kannst, wie du als Jurist doch Aufgaben und Arbeiten siehst, die Dir gefallen würden. Für mich zB war auch schon immer klar, dass ich nicht Anwalt werde.
Was aber könnte Dir gefallen? Beschreibe irgendeine Tätigkeit und zwar erstmal nach Aufgaben, dann nach Inhalt. Dann kann man sich in einem zweiten Schritt überlegen, ob man dort nicht auch als Jurist etwas beitragen kann?

Zur jetzigen Situation: Münze deine "keine Lust" in "egal" um und nutze das nicht zum Abbruch sondern zum bloßen - völlig druckfreien - Versuch. Mit negativen Gedanken in Bezug auf Jura wird Dir nicht nur Lernen schwer fallen sondern kontinuierliches Lernen unmöglich. Das verursacht auch gerade dieses wieder und wieder vergessen. Es kann durchaus genial sein, wenn man beim x-ten Wiederholen eines Themas einmal etwas richtig versteht. Definitionen auswendig lernen ist ätzend. Wenn mans nicht ätzend findet, kann mans gern tun, sonst lieber richtig lernen und die "nebenbei" automatisch auswendig lernen.

Gut aber erstmal zurück zum eigentlichen Problem: Wie heftig ist dein "kein Bock"? Führt das notwendig zu einem Abbruch?
Außen vor sollte man Gedanken lassen wie "eh schon zu lange unmotiviert getrödelt", "eh nie wirklich interesse gehabt". Es ist schwer mit Erfahrungen eine unvoreingenommene Perspektive einzunehmen.

Was passiert, wenn du einen Fall oder ein Lehrbuchkapitel vor dir hast? Denkst du "ach nee, das und das wieder?", "ach dieses und jenes problem, wozu man immer die gleichen sätze, aber im fall gelingt mir nie so eine tolle lösung" .. bis zu "ich hasse jura" ?
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2012 - 11:39:58    Titel:

Nach 12 Semestern würde ich einen Versuch wagen, egal wie aussichtslos es ist. Nach erfolgreich bestandenen Examen hat man wenigstens was in der Hand, die Zeit war nicht völlig umsonst.
Auch non-konsekutive Masterprogramme in anderen Fächern (auch neben einem Beruf) könnten eine Alternative sein/werden.

Noch ist nichts verloren, aber ohne jegliche Motivation geht es bestimmt nicht. Setze ein Ziel, dass kann motivieren. Zumindest weiß man dann, warum man es sich antun muss...
FlyingCircus
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Anmeldungsdatum: 05.08.2009
Beiträge: 443

BeitragVerfasst am: 19 Jun 2012 - 12:37:43    Titel:

Nach 12 Semestern abbrechen ist natürlich nicht so toll. Wenn du nicht als Anwalt tätig sein willst, musst du das ja auch nicht. Bist du schon mal zu einer Beratung gegangen bzgl. Berufen, die auch "nur" mit dem 1. Staatsexamen zu ergreifen sind?

Eine andere Idee wäre noch ein Besuch bei der Studienberatung, die dir vielleicht auch Fächer zeigen kann, die dir gefallen könnten und in denen du deine bisherigen Leistungen teilweise anrechnen lassen kannst.


Aber wenn alles nichts hilft, dann zieh jetzt die Reißleine! Ich kenne genug Menschen, die es nicht getan haben und nun bereits bei 30+ sind und vermutlich auch nie fertig machen werden. Und wenn man dann erst einmal 40 ist, wird es ganz schwer sich umzuorientieren.
Cleo81
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Anmeldungsdatum: 21.07.2008
Beiträge: 53
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BeitragVerfasst am: 19 Jun 2012 - 13:42:28    Titel:

Hallo Leute ,
erstmal vielen Dank für eure lieben Zusprüche. Ich habe mir noch mal sehr viele Gedanken gemacht und die halbe Nacht nach alternativen Möglichkeiten für mich gesucht.
Ich habe jetzt morgen auf jeden Fall erstmal einen Beratungstermin an der Uni. Auch bin ich auf das Studium des " Bachelor of Laws " an der Fernuni Hagen gestoßen. Ich denke, dass das für mich eine sehr gute Alternative sein könnte, da ich ohnehin nie Rechtsanwalt werden wollte und mir sehr gut vorstellen könnte im wirtschaftlichen Bereich ( z.B. als Berater bei einer Bank, oder ähnliches ) zu arbeiten. Da ich auch schon überlegt habe, evtl. zu BWL zu wechseln, wäre Bachelor of Laws wohl nicht verkehrt. Da kann ich das Wirtschaftliche mit dem Juristischen verbinden und letzteres kommt mir dann im Studium sehr zu gute.
Was mir dort auch sehr gut gefällt, ist dass es immer am Ende eines Semesters Abschlussklausuren gibt ( was meinem Kurzzeitgedächtnis sehr gelegen kommt Wink ) und nicht wie beim klassischen Jurastudium der große Berg auf einmal. Ich denke, dass ich das wohl schaffen kann, da ich mit den Scheinen ja eigenlich nie Probleme hatte.
Aber ich warte jetzt trotzdem erstmal , was die Studienberatung morgen sagt, auch wenn meine Entscheidung eigentlich schon fast gefallen ist.
Beim Jurastudium bin ich einfach fast schon überzeugt, dass ich nicht bestehen werde und dann sind noch 1 - 2 mühsame Jahre vergangen und ich stehe mit Nichts da. Den Bachelor traue ich mir dagegen zu und werde ich bestimmt schaffen, wenn dann auch die Motivation wieder kommt.
In diesem Sinne : nochmal danke für eure Zusprüche Smile.
LG
Goldie86
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Anmeldungsdatum: 20.06.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2012 - 16:18:57    Titel:

Und? was hat die beratung ergeben??

als ich deinen text gelesen hab, dachte ich, du sprichst mir aus der seele!!!!
ein abbruch wäre für mich allerdings keine alternative nach, ebenfalls, 12 semstern..vllt bin ich zu stolz dafür, vllt zu ängstlich, aber ich hoffe immernoch darauf, dass die motivation irgendwann kommt... Smile)
Goldie86
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Anmeldungsdatum: 20.06.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2012 - 16:20:49    Titel:

Und? was hat die beratung ergeben??

als ich deinen text gelesen hab, dachte ich, du sprichst mir aus der seele!!!!
ein abbruch wäre für mich allerdings keine alternative nach, ebenfalls, 12 semstern..vllt bin ich zu stolz dafür, vllt zu ängstlich, aber ich hoffe immernoch darauf, dass die motivation irgendwann kommt... Smile)
Cleo81
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Anmeldungsdatum: 21.07.2008
Beiträge: 53
Wohnort: Frankfurt

BeitragVerfasst am: 20 Jun 2012 - 16:28:09    Titel:

Die Beratung hat mir jetzt eigentlich nicht mehr viel gebracht, da ich mich schon entschieden habe. Aber die Studienberaterin meinte, dass es zwar schade ist, aber in meiner derzeitigen Situation ( wie ich sie ihr geschildert habe ) eine sehr gute und vor allem vernünftige Entscheidung. Das hat mich jetzt nochmal bestärkt und gibt mir wieder richtig Motivation. Jetzt habe ich endlich wieder ein Ziel vor Augen, sowohl beruflich als auch dass ich das schaffen werde Smile.
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