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Jurakopf Newbie


Anmeldungsdatum: 26.02.2009 Beiträge: 40
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Verfasst am: 18 Jun 2012 - 20:43:36 Titel: Klausurmethodik für das Examen |
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Ich mache mal eine Topic zur Klausurtechnik für das Examen auf. Ich glaube es gibt dazu noch keine im Forum !? Jedenfalls habe ich über die Suchfunktion keine spezielle Topic gefunden.
Mich würde mal interessieren, wie ihr erfolgreich Klausuren schreibt. Mir geht es oft so, dass ich trotz sehr intensiven Lernens im Examensklausurenkurs sitze und es einfach zeitlich nicht schaffe die Klausuren vollständig zu bearbeiten. Oft fehlt mir noch etwa 1/3. Auch schaffe ich es in der Regel nicht die Lösungsskizze vollständig anzufertigen. Das kann manchmal ganz schön frustriend sein.
Mir ist aufgefallen, dass ich die Klausuren häufig nur dann vollständig bearbeiten kann, wenn ich mir für die Vorarbeiten (also Sachverhalt verstehen, Lösungsskizze anfertigen) maximal 1 1/2 Stunden Zeit lasse. Wenn ich mir länger Zeit lasse, fehlt mir am Ende i.d.R. ein Teil der Klausur und es gibt natürlich Punktabzüge.
Allerdings ist an der 1 1/2 Stunden Regel problematisch, dass ich dann manchmal anfangen muss zu schreiben ohne die Lösungsskizze vollständig erstellt zu haben. Dadurch gerät teilweise der Aufbau durcheinander oder ich übersehe, wie neulich z.B., dass das Anwartschaftsrecht durch vollständige Kaufpreiszahlung zum Vollrecht erstarkt ist.
Was meint ihr ? Soll man die Lösungsskizze auf jeden Fall vollständig erstellen, auch wenn man dann in Gefahr gerät die Klausur nicht vollständig schreiben zu können. Oder soll man eher darauf achten die Klausur vollständig zu schreiben und bei der Lösungsskizze kürzen ?
Momentan bin ich etwas ratlos. Vielleicht geht es ja noch jemand so !? |
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rOYAL. Senior Member


 Anmeldungsdatum: 19.06.2008 Beiträge: 2099 Wohnort: Heidelberg
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Verfasst am: 18 Jun 2012 - 23:06:35 Titel: |
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Nimm dir mal drei Stunden für eine sehr ausführliche Lösungsskizze Zeit und sehe, ob du damit besser fährst. _________________ Wird Sperma [...] durch das Verschulden eines anderen vernichtet, dann steht dem Spender unter dem Gesichtspunkt der Körperverletzung ein Anspruch auf Schmerzensgeld zu.
BGH NJW 1994, 127 |
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michaelg Junior Member


Anmeldungsdatum: 14.01.2007 Beiträge: 64
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Verfasst am: 19 Jun 2012 - 11:37:50 Titel: |
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Wie lange bist du schon im Klausurenkurs?
Ich greife mal den Punkt auf, den du selbst angesprochen hast: In der Niederschrift erst bestimmte Probleme tatsächlich zu lösen (Argumente, das Ordnen derselben, wo genau Problem ansprechen, wie ausführlich) kann extrem viel Zeit kosten (und viel schlimmer: zu Dinge übersehen Verzettelung, Unsicherheit, Frust führen, was sich dann auf die ganze Klausur auswirkt).
Wie auch rOYAL schrieb: probiere es aus, mache die Erfahrungen damit und stimme dann die Methodik (Dauer für Lösungsskizze und Ausführlichkeit derselben) ab - nicht aber sollte man sich vorschnell einbilden, man könne es nur auf eine bestimmte Art. _________________ ~ Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
(Mat 5, 4-6) ~ |
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Jurakopf Newbie


Anmeldungsdatum: 26.02.2009 Beiträge: 40
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Verfasst am: 19 Jun 2012 - 22:03:05 Titel: |
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Danke schon mal für eure Antworten. Ich denke, ich werde mich nochmal zu Hause hinsetzen und in Ruhe üben strukturiert und möglichst vollständig Lösungsskizzen zu erstellen. Ich glaube, dass da noch mein großes Problem liegt. Durch den Zeitdruck neige ich einfach dazu zu früh mit der Niederschrift zu beginnen und dadurch gerate ich dann oft Durcheinander. Manchmal schreibe ich auch im Zivilrecht zu einer Anspruchsgrundlage zu viel und komme dann nicht mehr zu der Prüfung der übrigen AGLen.
Ich habe heute nochmal zum Vergleich an einer Klausur zur großen Übung im Strafrecht teilgenommen und dabei ist mir aufgefallen, dass ich in zwei Stunden nach dem Ordnen der Tatbestände und dem Feststellen der wesentlichen Probleme noch 14 Seiten geschrieben habe. Daher vermute ich, dass bei mir das Problem wirklich darin besteht, dass ich beim Schreiben noch zu viel denken muss, weil ich vor dem Schreiben vielfach noch keine vollständige Lösung parat habe. Heute konnte ich nach der Vorarbeit einfach nur noch schreiben ohne viel denken zu müssen. Dadurch ging es wesentlich schneller und ich war sogar etwas früher fertig.
Mir ist auch aufgefallen, dass man in der Regel auch dann noch relativ viele Punkte bekommt, wenn man zu einem Problem nichts mehr ausformuliert hat, aber sich die Lösung zumindest aus der Lösungsskizze ergibt. Habt ihr diesbezüglich vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht ? |
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Flauschi Full Member


Anmeldungsdatum: 30.06.2008 Beiträge: 397
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Verfasst am: 21 Jun 2012 - 20:27:03 Titel: |
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du gibst die lösungsskizze mit ab? wenn ich nicht fertig werde schreibe ich noch "§§ xy sind ebenfalls verwirklicht" oder so.
ich brauch beim schreiben eh öfter mal ne pause weil mir sonst die hand wehtut, insofern ist kurz nachdenken eh ganz gut. aber wenn du mit deiner methode gut klarkommst, dann bleib dabei. |
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Jurakopf Newbie


Anmeldungsdatum: 26.02.2009 Beiträge: 40
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Verfasst am: 22 Jun 2012 - 16:27:47 Titel: |
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@Flauschi Nein, bisher habe ich die Lösungsskizze auch nie mit abgegeben. Ich denke aber, dass es von Vorteil sein könnte, da sich die restliche Lösung dann zumindest daraus ergibt.
Bisher habe ich es so wie du gemacht. Ich habe in den letzten fünf Minuten der Bearbeitungszeit nur noch kurz in Stichpunkten aufgeschrieben, was ich noch geprüft hätte und warum.
Ich glaube bei manchen Examensklausuren ist es ohnehin eine Utopie diese vollständig bearbeiten zu können. Das bringen ja auch die Klausurergebnisse zum Ausdruck. |
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