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[b]Plusminus : Parallel-Währungen ein Weg aus der €-Krise ?
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Foren-Übersicht -> Politik-Forum -> [b]Plusminus : Parallel-Währungen ein Weg aus der €-Krise ?
 
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GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 21 Jun 2012 - 15:08:37    Titel: [b]Plusminus : Parallel-Währungen ein Weg aus der €-Krise ?

Plusminus : Parallel-Währungen ein Weg aus der €-Krise ???

Man sieht allmählich ein , so wie man die EU gebaut hat und vor allem den €-Raum ist es eine Fehlkonstruktion . Eine Vereinigung einer großen Anzahl von Bankroteuren ergibt noch lange keine Weltfirma .

Zunächst hätte jedes zukünftige €-Mitglied seinen eigenen Haushalt in Ordnung bringen müssen , d.h. Schuldenabbau , funktionierende Steuer- und Finanzverwaltung usw. .
Erst dann hätten sich die wirtschaftlich stärksten in zunächst kleinem Kreis zur Einheitswährung zusammenschließen können , vor allem mit einem verbindlichen Regelwerk incl. einem Instrumentarium welches diese Regeln auch durchsetzen kann .
Nach und nach hätte man diesen €-Raum um wirtschaftlich starke Staaten erweitern können die diese Regeln akzeptieren .

So wie DIESE EU bis jetzt gebaut ist , erinnert Sie mich fatal an die Seilbahn des Alexis Sorbas . Eine Pionierleistung ohne Bremsen (regulierte Märkte) und Gegengewicht (Schuldenabbau in der Hochkonjunktur).

Aber das ist inzwischen Schnee von gestern . Z.Zt. sind Rettungsschirme von 100ten Milliarden € angesagt . Ob sie funktionieren und ob sie nicht die Geber-Länder ebenfalls in den Abgrund ziehen ist die berechtigte Frage .

In Plusminus plädieren einige Finanz-Experten für Parallel-Währungen als Weg aus der €-Krise .

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,3s2mfkkm2tfi4na7~cm.asp


Sie schlagen vor , daß zunächst Griechenland die Drachme als Parallelwährung einführt ,quasi als Arbeitswährung , die Sparguthaben bleiben als € erhalten . So könnten Sie die Drachme zur Steigerung Ihres Exports abwerten , ohne den € zu gefährden . Andere schwache Länder sollten ebenfalls , Parallel-Währungen einführen und Deutschland im Endeffekt eine aufgewertete DM .

Ob das nun der Weisheit letzter Schluß ist , sollte von möglichst vielen Finanz-Experten untersucht werden , bevor wir in die nächste Sackgasse rennen .

Sollte der € baden gehen , so scheint mir , wären die Folgen evtl. leichter abzufangen .


Die Hoffnung stirbt zuletzt .


Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 21 Jun 2012 - 16:42:49    Titel:

Die EU und auch der EURO sind als Einbahnstraße konstruiert, ohne Möglichkeit des Austritts oder Ausschlusses, was voraussetzt, dass die Entwicklung jedes Mitgliedslandes immer nur positiv verlaufen kann.
Die Lebenswirklichkeit jedes Menschen und der Menschheit sagen aber genau das Gegenteil aus.
Nichts was auf ewig scheint und auch mit bestem Willen verbunden wird, muss auch ewig halten. Ehen scheitern, Beziehungen zerbrechen, Firmen gehen Pleite, aber das Leben geht trotzdem weiter.

Uns EU-Europäern oder EU-Währungsboot-Insassen will man aber weismachen, dass sowohl der Bestand der EU in den Grenzen von heute als auch der EURO alternativlos seien.

Wer im "normalen Leben" mit einem Partner zusammenarbeiten oder zusammenleben muss, von dem er enttäuscht ist und von dem er über die Zeit erfahren hat, dass ein gemeinsamens Konto oder gemeinsames Wirtschaften unmöglich sind, weil beide Partner unterschiedliche wirtschaftliche Ansichten vertreten, der trennt die Verbindung - und das aus purer Vernunft.
Ein völlig normaler Vorgang, eine gängig Alternative.
GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 106

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2012 - 17:52:28    Titel:

Filzstift hat folgendes geschrieben:
Die EU und auch der EURO sind als Einbahnstraße konstruiert, ohne Möglichkeit des Austritts oder Ausschlusses, was voraussetzt, dass die Entwicklung jedes Mitgliedslandes immer nur positiv verlaufen kann.
Die Lebenswirklichkeit jedes Menschen und der Menschheit sagen aber genau das Gegenteil aus.
Nichts was auf ewig scheint und auch mit bestem Willen verbunden wird, muss auch ewig halten. Ehen scheitern, Beziehungen zerbrechen, Firmen gehen Pleite, aber das Leben geht trotzdem weiter.

Uns EU-Europäern oder EU-Währungsboot-Insassen will man aber weismachen, dass sowohl der Bestand der EU in den Grenzen von heute als auch der EURO alternativlos seien.

Wer im "normalen Leben" mit einem Partner zusammenarbeiten oder zusammenleben muss, von dem er enttäuscht ist und von dem er über die Zeit erfahren hat, dass ein gemeinsamens Konto oder gemeinsames Wirtschaften unmöglich sind, weil beide Partner unterschiedliche wirtschaftliche Ansichten vertreten, der trennt die Verbindung - und das aus purer Vernunft.
Ein völlig normaler Vorgang, eine gängig Alternative.


Um klar zu stellen , zu den sogenannten Bankroteuren zähle ich in dem Zusammenhang nicht nur Griechenland , sondern durchaus auch uns . Auch wir haben Staatsschulden auf Staatsschulden gehäuft ohne den geringsten Versuch , sie in guten Konjunkturzeiten abzutragen . Dies wäre eine der Voraussetzungen für eine gemeinsame Währung gewesen und ist neben dem neoliberalen Deregulierungswahn mindestens zu 50% die Ursache unseres Finanz-Desasters .

Aber wie o.a. , dies ist Schnee von gestern .

Ob Parallel-Währungen ein weg aus der Krise sind , ist mit zahlreichen ?????? versehen .

Von dem Vorschlag , daß auch die wirtschaftlich starken Länder Parallel-Währungen einführen , halte ich schon garnichts .

Um auf den Link im Thread : Was ist hier eigentlich los-warum ist das Politik-Forum tot?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/euro-krise-schaeuble-prophezeit-baldiges-europa-referendum-a-840549.html

einzugehen , möchte ich bemerken im Prinzip stimme ich mit Schäuble überein , nur würde ich den Versuch nicht mit dem ganzen jetzigen (maroden) €-Raum unternehmen

Wir sollten die Gelegenheit nutzen und die o.a. Geburtsfehler des € in einem kleineren €-Raum korrigieren und so die Keimzelle für einen lebensfähigen €-Raum bilden , wenn wir nicht in Bedeutungslosigkeit versinken wollen .

Statt ein Klagelied über ein `Totes Forum´ anzustimmen sollten wir konstruktive Problemlösungs-Vorschläge einbringen und diskutieren , auch auf die Gefahr hin uns gelegentlich zu wiederholen .


Die Hoffnung stirbt zuletzt .


c.c.:Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
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