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Vollzeit oder Fernstudium?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Vollzeit oder Fernstudium?
 
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Freddy19911
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2012 - 21:14:36    Titel: Vollzeit oder Fernstudium?

Hallo,

ich befinde mich zur Zeit in einer Ausbildung zum IT Systemkaufmann, welche ich voraussichtlich im Frühling/Sommer nächstens Jahres abschließen werde. Ich mache mir jetzt allerdings schon zahlreiche Gedanken, was und vor allem wie ich nach der Ausbildung studieren möchte. Bei meinem Abschluss werde ich 22 Jahre alt sein. Nach meinem Realschulabschluss besuchte ich 2 Jahre eine berufsbildende Schule, um dort eine rein schulische Ausbildung zum technischen Assistenten für Informatik zu machen.

Anschließen habe ich noch ein halbes Jahr Praktikum drangehängt um mein Fachabi in der Tasche zu haben. Im Anschluss daran fing ich die Ausbildung in der ich mich zur Zeit noch befinde an. Soweit, so gut.

Nun möchte ich wie gesagt nach der Ausbildung noch studieren. Als erstes stellt sich mir hier jedoch die Frage, in welcher Form dies passieren soll. Berufsbegleitend mit Hilfe eines Fernstudiums oder doch vollzeit?

Die Vorteile für ein Vollzeitstudium sind mMn folgende:
- Volle Konzentration auf das Studium
- Zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln -> Studentenleben
- Zeitlich nicht so anspruchsvoll (abhängig vom Studiengang natürlich)

Nachteile:
- Kein festes Einkommen (Nebenjob auf 400,- Basis deckt ja lange nicht alle Kosten)
- Reine Theorie und keine/wenig Praxis
- Nach dem Studium evtl. schwer wieder in den Beruf einzusteigen(?)

Kehrt man diese Argumente um, hat man ja gleich die Argumente für, bzw. gegen ein berufsbegleitendes Fernstudium.

Vieles davon (Kosten etc.) sind nun persönliche Entscheidungen. Eine Frage könnt ihr mir hoffentlich jedoch beantworten.

Ist es eurer Meinung nach überhaupt sinnvoll nach einer 3 jährigen Ausbildung, in der man ja schon einiges an praktischen Erfahrungen sammelt, 3-4 Jahre wieder aus dem Beruf auszusteigen um zu studieren? Oder meint ihr, es wäre sinnvoll und wichtig neben dem Studium noch praktische Erfahrungen zu sammeln?

Ich hoffe ihr könnt Eure Erfahrungen mit mir teilen und mir so meine Entscheidung erleichtern Smile
XFlorian
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Anmeldungsdatum: 14.04.2011
Beiträge: 183
Wohnort: Nürnberg

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2012 - 22:39:42    Titel:

Also ich kenne beide Fälle. Und alle sind auch zufälligerweise in der IT-Branche, da ich da auch tätig bin.

Nun, es ist ja nun mal nicht so, dass du bei einem FH Studium völlig praxisfern bist - es bestehen ja immer noch die Möglichkeiten, wenn nicht sogar die Pflicht der Praktikas etc. Auch kenn ich viele Leute, die neben dem Studium noch als Werkstudent in der Firma gejobbt haben, in der sie gelernt haben. So haben sie dort immer noch den Fuß in der Tür und der (Wieder) Einstieg fällt etwas leichter.

Zum Fernstudium ist zu sagen: Man hört von vielen, dass es wirklich eine zusätzliche Belastung ist. Also du bist schon sehr eingeschränkt was Freizeit und Privatleben angeht. Auch verlängert sich die Studienzeit meist erheblich. Alles nicht zu unterschätzen. Die Abbruchquote ist allgemein recht hoch.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5505
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 08:46:06    Titel: Re: Vollzeit oder Fernstudium?

Freddy19911 hat folgendes geschrieben:

Nun möchte ich wie gesagt nach der Ausbildung noch studieren. Als erstes stellt sich mir hier jedoch die Frage, in welcher Form dies passieren soll. Berufsbegleitend mit Hilfe eines Fernstudiums oder doch vollzeit?

Erst einmal möchte ich noch etwas einwerfen:

Wie steht es mit sog. Teilzeitpräsenzstudiengängen (also allgemein gesagt: Abend-/Wochenendstudiengängen)? Die ermöglichen einen Beruf, haben aber durch die regelmäßigen Vorlesungen eine Zwitterstellung zwischen Vollzeit- und Fernstudium. Die Abbruchquoten sind deutlich niedriger als im Fernstudium. Allerdings gibt es hier natürlich eine gewisse Regionalität, weil man ja auch regelmäßig, meist zwei bis dreimal in der Woche zur Vorlesung muss.


Zitat:
Die Vorteile für ein Vollzeitstudium sind mMn folgende:
- Volle Konzentration auf das Studium

Ja.

Zitat:
- Zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln -> Studentenleben
Nein - andere nur. Wenn Du arbeitest wirst Du auch reichlich zwischenmenschliche Erfahrungen sammeln, wenn Du nicht gerade im Kellerverlies die Kacheln putzt.

Zitat:
- Zeitlich nicht so anspruchsvoll (abhängig vom Studiengang natürlich)

Jain. Die meisten Vollzeitstudenten haben zwar objektiv deutlich mehr Freizeit aber wenn Du sie fragst, stöhnen sie als ob sie eine 60h Woche haben. Subjektiv ist es also zeitlich höchst anspruchsvoll.

Weitere Vorteile: Man kann sich noch mehr angucken (Praktika in verschiedenen Bereichen/Branchen), evtl. auch noch ins Ausland. Auch kann man sich evtl. zielgerichteter Schwerpunkte aussuchen als es im Fernstudium angeboten wird.

Zitat:
Nachteile:
- Kein festes Einkommen (Nebenjob auf 400,- Basis deckt ja lange nicht alle Kosten)
Dafür aber auch keine zusätzlichen Ausgaben wie Studiengebühren etc.

Zitat:
- Reine Theorie und keine/wenig Praxis

Kommt auf den Studiengang an. Auch das Fernstudium an sich ist vornehmlich Theorie, mehr oder minder anwendungsorientiert. Die Praxis holst Du Dir letztlich nur aus dem Job. Je nach Anbieter unterscheiden sich berufsbegleitende Studiengänge nicht oder nur wenig von den Vollzeitvarianten.

Zitat:
- Nach dem Studium evtl. schwer wieder in den Beruf einzusteigen(?)

In der Regel nicht, weil man die praktische und Vorerfahrung durch Ausbildung etc. durchaus gerne gesehen wird.

Zitat:
Kehrt man diese Argumente um, hat man ja gleich die Argumente für, bzw. gegen ein berufsbegleitendes Fernstudium.

Leider nicht so ganz.

1. Punkt der für mich sehr wichtig wäre: Man sollte einen Job haben, wenn man berufsbegleitend studiert. Es gibt zwar auch Vollzeitfernstudiengänge aber dann sollte man sich schon fragen warum man das tut.

2. Gehe sehr in Dich ob ein Fernstudium wirklich etwas für Dich ist. Es bedeuted über die gesamte Zeit erhebliche Einbußen an Freizeit (bis 0). Neben dem Beruf kannst du im Schnitt noch mal gut 15-25h pro Woche einplanen, je nachdem wie gut Du mit dem Stoff klar kommst und wie groß Dein Ehrgeiz ist. Bei Spitzenzeiten (Klausurphase, Hausarbeiten etc.) auch durchaus noch mehr. Ein Großteil vom Urlaub wird fürs Lernen draufgehen. Dein Bekanntenkreis wird sich merklich ändern, solltest Du in einer Partnerschaft sein ist die Chance, dass die in die Brüche geht in der Zeit ziemlich hoch. Es bedarf, gerade ein Fernstudium, Teilzeitpräsenz etwas weniger, sehr starker Selbstmotivation und -disziplin. Sei Dir bewusst, dass es nach Murpheys Law, immer dann im Betrieb stressig wird, wenn Du eigentlich lernen müsstest. Wenn ein normales Vollzeitstudium Bundesligamittelfeld ist, dann ist, rein vom Stressanspruch ein Teilzeitpräsenzstudium Euro-League und Fernstudium Champions-L.

Das ist hier die entscheidenste Frage: Weißt Du, was ein Fernstudium bedeuted und willst Du Dich da durch kauen? Bist Du der Typ dafür?

Was Du vielleicht machen kannst - bestell Dir doch mal ein Modul als Gasthörer in Hagen. Kostet nicht die Welt und mit Glück ist es, bei Bestehen, anrechenbar. Wenn Du damit klar kommst, kommst Du auch mit anderen Anbietern klar und weißt dann genauer, was nächstes Jahr sinnvoll sein könnte.

Zitat:
Ist es eurer Meinung nach überhaupt sinnvoll nach einer 3 jährigen Ausbildung, in der man ja schon einiges an praktischen Erfahrungen sammelt, 3-4 Jahre wieder aus dem Beruf auszusteigen um zu studieren?

Kommt auf Deine Ziele an. Wenn die nicht sonderlich über das hinaus gehen, was Du bereits nach der Ausbildung oder sonstigen Weiterbildung (bspw. SGI) gut erreichen kannst, dann macht es sicherlich keinen Sinn überhaupt zu studieren. Egal ob Voll- oder Teilzeit. Wenn Du aber Ehrgeiz für mehr hast, dann auf jeden Fall.

Die Frage ist eher, was bist Du für ein Typ? Reicht ein Fernstudium für Dich (persönlich) aus oder hast Du von einem Vollzeitstudium mehr?

Zitat:
Oder meint ihr, es wäre sinnvoll und wichtig neben dem Studium noch praktische Erfahrungen zu sammeln?

Hier muss man Vorsichtig sein. Der große Vorteil berufsbegleitender Studenten ist auch aber nicht zu sehr die Erfahrung die sie parallel ansammeln sondern der Wille, den Ehrgeiz und die Belastbarkeit, die sie an den Tag gelegt haben. Die Erfahrung erschöpft sich nicht selten in einem speziellen Bereich, einem Arbeitsplatz, einem Arbeitgeber. Schön wäre es, wenn man Studium und Trainee-Stelle für die Zeit verbinden könnte, wenn es der Arbeitgeber mitmacht.

Erfahrungen aus anderen Bereichen, anderen Branchen oder anderen Arbeitgeber oder gar mal 6 Monate Ausland sind hingegen eher schwer im berufsbegleitenden Studium zu erhalten. Diese Erfahrung kann man aber Vollzeit sammeln.

Das berufsbegleitende Studium, der Illusion sollte man sich nicht hingeben, hat eben nicht nur Vorteile. Für sehr viele Stellen werden die aber durch die Besonderheit des Systems überkompensiert....an anderen Stellen hat man dadurch erhebliche Nachteile.

Grüße
Gozo
Freddy19911
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 13:24:21    Titel:

Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.

Ich strebe später eine Führungsposition in einem größerem und vor allem internationalen Unternehmen an, möchte es auch nicht ganz ausschließen, mich irgendwann einmal selbstständig zu machen.

Desweiteren bin ich ein großer Fan von Reisen. Ein Auslandssemester würde mich also auch sehr reizen. Auch weil ich mich schnell für Fremdsprachen begeistern kann. Englisch liegt mir sehr.

Als Studiengang hatte ich sowas wie International Business Management oder International Business Administration im Auge. Aber die genaue Wahl treffe ich erst, wenn ich mir sicher bin in welcher Form ich studieren werde.

Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, der sich auch selbst mal in den Hintern treten kann. Allerdings brauche ich auch mal Zeit für meine Hobbies und Freunde, welche mir ja bei einem Fernstudium kaum bleiben wird.

Eigentlich bin ich ein Mensch der sich voll auf eine Sache konzentriert, bevor er eine andere beginnt. Ich habe die Befürchtung, dass ich entweder dem Beruf oder dem Studium nicht gerecht werden kann wenn ich ein Teilzeitstudium antrete.

Wenn ich in einem Unternehmen arbeite, will ich auch alles dafür tun können die Karriereleiter aufzusteigen und mich voll ins Zeug legen um dies zu erreichen.

Auf keinen Fall möchte ich also ein normaler Sachbearbeiter ohne jegliche Aufstiegschancen im Beruf werden.

Der einzige Nachteil eines Vollzeitstudiums wäre für mich persönlich die finanzielle Einschränkung. Hier muss ich nun abwägen, was mich weniger stört. Eine finanzielle Einschränkung für die nächsten 3-4 Jahre oder eine Einschränkung des sozialen Lebens für 3-4 Jahre Confused Confused

Grüße
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5505
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BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 13:43:16    Titel:

Freddy19911 hat folgendes geschrieben:
Ich strebe später eine Führungsposition in einem größerem und vor allem internationalen Unternehmen an, möchte es auch nicht ganz ausschließen, mich irgendwann einmal selbstständig zu machen.

Das alleine schließt weder die eine noch die andere Variante aus. Mit beiden kannst Du Deine Ziele erreichen.

Zitat:
Desweiteren bin ich ein großer Fan von Reisen. Ein Auslandssemester würde mich also auch sehr reizen. Auch weil ich mich schnell für Fremdsprachen begeistern kann. Englisch liegt mir sehr.

Wenn Du es nicht schaffst über Deinen Arbeitgeber mit Fernstudium ins Ausland zu kommen (manche machen auch das möglich), dann ist, zumindest während der Studiumszeit, dass Vollzeitstudium sicherlich die passendere Wahl.

Zitat:
Als Studiengang hatte ich sowas wie International Business Management oder International Business Administration im Auge. Aber die genaue Wahl treffe ich erst, wenn ich mir sicher bin in welcher Form ich studieren werde.

Mh.
Lass Dich von den Anglizismen nicht beeindrucken. IBM oder IBA sind in aller Regel fast identische Studiengänge und vor allem eines: Simple BWL-Studiengänge, vielleicht etwas interkultureller oder mit mehr Sprache um den Schein zu wahren, denen man nur einen schön klingenden Namen verpasst hat. Guck dir daher immer auch die "normalen" an.

In Bezug auf Selbstständigkeit stellt sich mir aber dann die Frage: Als was? BWLer, auf sich gestellt, sind eigentlich nicht die geborenen Firmengründer. Die meisten versuchen sich dann als Berater zu verdingen und das häufig mehr schlecht als recht. Da hättest Du wahrscheinlich eine bessere Ausgangsposition, wenn Du Infromatik bzw. Wirtschaftsinformatik studierst.

Zitat:
Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch, der sich auch selbst mal in den Hintern treten kann. Allerdings brauche ich auch mal Zeit für meine Hobbies und Freunde, welche mir ja bei einem Fernstudium kaum bleiben wird.

Auf der anderen Seite weißt du nach dem Fernstudium auch wer zu Dir hält und wer nicht. Da gibt es interessante Überraschungen.

Überleg es Dir. Studium und Beruf unter einen Hut ist schon verdammt schwer. Je mehr Partner/Familie/Freunde/Freizeit etc. zusätzlich hinzukommen, desto schwerer.

Zitat:
Eigentlich bin ich ein Mensch der sich voll auf eine Sache konzentriert, bevor er eine andere beginnt. Ich habe die Befürchtung, dass ich entweder dem Beruf oder dem Studium nicht gerecht werden kann wenn ich ein Teilzeitstudium antrete.

Nicht ganz unbegründet. Ist auch eine Frage der Stelle die man bekleided aber mit genügend Ehrgeiz geht das schon.

Zitat:
Wenn ich in einem Unternehmen arbeite, will ich auch alles dafür tun können die Karriereleiter aufzusteigen und mich voll ins Zeug legen um dies zu erreichen.

Dem steht ein Teilzeitstudium nicht im Weg.

Zitat:
Der einzige Nachteil eines Vollzeitstudiums wäre für mich persönlich die finanzielle Einschränkung. Hier muss ich nun abwägen, was mich weniger stört. Eine finanzielle Einschränkung für die nächsten 3-4 Jahre oder eine Einschränkung des sozialen Lebens für 3-4 Jahre Confused Confused

Viel Spaß bei der Entscheidung. Ich habe zweimal berufsbegleitend studiert und beide Male nicht bereut.

Grüße
Gozo
Freddy19911
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 13:54:21    Titel:

Die Option, dass ich mich einmal selbstständig machen werde stelle ich auch zunächst ganz hinten an. Im Vordergrund steht erst einmal eine Position in einem renommierten, internationalen Unternehmen zu bekommen.

In Bezug auf die Studienwahl: Ist Wirtschaftsinformatik nicht sehr Mathematik lastig? Dieses Fach zählt nämlich nicht wirklich zu meinen Stärken. Diese sehe ich eher in meinen sprachlichen Fähigkeiten.

Zur Zeit tendiere ich noch eher zu einem Vollzeitstudium. Eine Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen Confused
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5505
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 14:21:43    Titel:

Wie mathelastig W-Info jetzt wirklich ist, weiß ich nicht. Habe ich leider nie studiert.

Nur unterschätz, vor allem Vollzeit, nicht den Matheanteil den ein BWL-Studium haben kann.

W-Info fiel mir nur ein, weil Du eine IT-lastige Vorbildung hast auf die man aufbauen könnte, während BWL in weiten Teilen für Dich neu wäre.

Grüße
Gozo
Freddy19911
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 15:14:58    Titel:

Mathematik wird mich ja so gut wie in jedem Studiengang begleiten. Ich bin nun auch nicht die absolute Mathe Niete. Nur wäre es für mich wenig sinnvoll ein Studium zu wählen, dass wirklich sehr Mathe lastig ist. Damit würde ich mir keinen Gefallen tun und Spaß hätte ich auch keinen.

Meine Ausbildung ist praktisch sehr kaufmännisch ausgelegt. IT Grundlagen haben wir ausschließlich theoretisch in der Schule. Allerdings habe ich ja auch schon eine zweijährige schulische IT Ausbildung absolviert (techn. Ass. für Informatik)

Ich zeige eigentlich auch mehr Begeisterung für den kaufmännischen und wirtschaftlichen Teil, da dieser mich sehr interessiert. Bei einem W-Info Studium ist der IT Anteil allerdings sehr groß und Kenntnisse in unterschiedlichen Programmiersprachen wären angebracht, welche ich nicht vorweisen kann.

Deswegen dachte ich, sei das international ausgelegte BWL Studium etwas für mich, da ich auch mal ein Auslandssemester absolvieren möchte und unbedingt eine weitere Fremdsprache fließend sprechen will.

Ich suche also einen Studiengang, der sowohl meine wirtschaftlichen Interessen, als auch meine sprachlichen Vorlieben abdeckt. Daher kam mir erst IBM bzw. IBA in den Sinn. Solch ein Studium in Verbindung mit meiner 3 jährigen IT Ausbildung ist denke ich eine gute Basis um in die Arbeitswelt einzusteigen.
akii
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Anmeldungsdatum: 01.07.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2012 - 11:23:50    Titel:

Hey Freddy.
Ich stand vor einigen Monaten vor der gleichen Entscheidung. Bin ab Freitag mit meiner Ausbildung zum Elektroniker für Automatisierungstechnik fertig. Die Ausbildung habe ich um ein halbes Jahr, auf 3 Jahre Lehrzeit verkürzt.

Mein Chef hatte großes Interesse mich Vollzeit einzustellen, allerdings ist mir seit einem Jahr bereits klar, dass ich ein Studium dranhängen möchte. Das habe ich auch sofort gesagt, also stand ich auch vor der Überlegung: Vollzeit- oder Teilzeitstudium?
Um es kurz zu machen. Ich habe mich für ein Vollzeitstudium entschieden, habe letzte Woche von meinem Chef ein Vertragsangebot bekommen, um in den Semesterferien dort weiter zu arbeiten. Mein Arbeitgeber weiß, dass i großes Interesse habe nach dem Studium dort weiterzuarbeiten und da man heutzutage auch für später planen sollte, sind beide Seiten zufrieden.

Das Studentenleben ist eine verdammt geile Zeit, die man unbedingt genießen sollte. Ich habe Arbeitskollegen, die eine Ausbildung mit Studium kombinieren und ganz ehrlich: Ich möchte nicht mit denen tauschen. In meiner Firma würde - bis auf wenige Ausnahmen - wohl kaum jemand wirklich Rücksicht auf ein Studium neben dem Beruf nehmen. Überstunden sind bei mir in der Firma nicht die Regel, können aber gut vorkommen. Die Zeit fehlt einem dann aber und ich sehe es nicht wirklich ein, meine Jugend mit einem 50-60 Stundenjob zu belasten.

Ich habe während meiner Ausbildung noch einen Nebenjob gemacht und hatte somit jede Woche einen 50-55 Stundenjob. Ich bin jeden Montag nach der Arbeit noch bis 22 Uhr arbeiten gegangen und jeden zweiten Sonntag. Mein Tipp ist nur: Zieh das Studium in Vollzeit durch und halte den Kontakt zu deiner Firma. Das Teilzeitstudium hätte bei mir 8-10 Semester gedauert. Wenn du noch einen Master machen willst, bist du locker bei 14 Semestern in Teilzeit. Dann bist du dicke 29, 30 Jahre alt, wenn du nicht vorher die Sache hingeschmissen hast.

Vorteile für ein Vollzeitstudium:
- BaföG
- Studentenleben
- Zwischenmenschliche Kontakte
- bessere Zeitplanung
- in 5-6 Jahren bis zum Master, wobei du 1-2 Semester Praxiserfahrung holen kannst, auch im AUSLAND!

Natürlich hast du bei einem Teilzeitstudium auch ein höheres Einkommen, aber erstell dir doch mal ne Excel Tabelle und notiere die Zeit du benötigst für ein Teilzeitstudium mit Beruf.
Ich habe es gemacht und mich danach für ein Vollzeitstudium entschieden.

15 Stunden Studium
10-15 Stunden Nacharbeiten
30 Stunden Arbeiten

Dann bist du bei ca. 60 Stunden pro Woche. Was verdienst du bei 30 Stunden die Woche? Netto vielleicht 1000€?
Abzüglich Studiengebühren von 300€ im Monat, bist du bei 700€. Mit BaföG und einem kleinen Nebenjob, kommst du locker daran!
Mechatronik_Student
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Anmeldungsdatum: 30.06.2012
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 01 Jul 2012 - 14:34:56    Titel:

Ich habe mir lange den Kopf zerbrochen, ob ich den Master in teilzeit mache. Davon haben mir mehrere ranghohe Manager und Personaler abgeraten. ALLE haben sie gesagt, dass man die Studenten-Zeit genießen soll. Der Stress kommt später noch von ganz alleine.
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