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Maschinenbau Wechsel von der TU Dortmund auf die FH Dortmund
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Maschinenbau Wechsel von der TU Dortmund auf die FH Dortmund
 
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harrie
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 26 Jun 2012 - 23:39:34    Titel: Maschinenbau Wechsel von der TU Dortmund auf die FH Dortmund

Hallo,

Ich studiere zur zeit Maschinenbau im zweiten Semester an der TU Dortmund und habe leider im ersten Semester HöMa 1 und Mechanik A nicht bestanden, alles andere schon.
In diesem Semester müsste Ich HöMa 2 und Mechanik B schreiben, jedoch fällt es mir sehr schwer beides gleichzeitig zu lernen und somit konzentriere ich mich auf HöMa 2. (schiebe Mechanik B auf mein "4. Semester" )

Nun meine Fragen:

1. Ist der Wechsel in meinem Fall sinnvoll um lästige Schiebereien und endloses studieren zu vermeiden.

2. Hat jemand Erfahrungen bezüglich des Wechsels ?

3. Wie sieht das Lern-Niveau an der FH Dortmund aus ? ( Meine Angst ist, dass es im Endeffekt nicht leichter wird)

4. Werden mir bestandene Fächer anerkannt?

5. Sofern ich an der FH Dortmund Maschinenbau studieren würde, gibt es Test sowie eine teilweise Anwesenheitspflicht?

6. Ich würde mich gerne zum kommenden Wintersemester auf der FH einschreiben nun besteht die Angst, dass ich nicht angenommen werde und letztendlich nirgendwo eingeschrieben bin. Kann ich den Studienbetrag an der TU zahlen, mich an der FH bewerben, und sofern die FH mich annimmt mich wieder Exmatrikulieren an der TU ? ( bekommt man den Studienbeitrag - Verwaltungskosten wieder?)

Lg
harrie
frischell1990
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Anmeldungsdatum: 11.06.2011
Beiträge: 428

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 00:02:00    Titel:

Ich habe das TU-Studium gepackt, aber viele Kommilitonen haben während des Studiums freiwillig oder unfreiwillig auf die FH gewechselt. Zusammengefasst kann ich aus meinen und deren Erfahrungen sagen:

(1) Kommt auf den Einzelfall an, du bist grenzwertig. Am Anfang ein paar Sachen nicht zu packen gehört zum guten Ton. Du hast ja einiges bestanden. Bedenke auf jeden Fall, dass die Klausuren des ersten Jahres allesamt Anfängersachen sind. Der richtig schwere Kram (Thermo, Regelungstechnik und was auch immer an deiner TU sonst noch schwer ist) kommt erst noch.

(2) Zur FH gehen, Anrechnung prüfen lassen. Wer von der TU kommt kann sich in der regel sehr viel anrechnen lassen. Da du noch im ersten Jahr wechselst ist der Aufwand ebenso wie die potenziellen negativen Überraschungen ünerschaubar. Das Einführungspraktikum ist immer ein Knackpunkt, wenn die Uni das nicht voraussetzt aber die FH schon. Da musst du aber wirklich mit den Hochschulen und den Betreuern vor ort reden.

(3) Erfahrung von RWTH Aachen -> FH Aachen: Alle meine Kommilitonen, die gewechselt haben, haben ein gutes FH-Diplom und gute Jobs bekommen. Es ist immer noch viel Arbeit, aber das Niveau ist spürbar geringer. Vor allem viel realitätsnäher als Unikram. Weiterhin ist insbesondere in Aachen ist die Bertreuung auf der FH Längen besser als ander RWTH, das könnte in Dortmund ähnlich sein.

(4) siehe (2). Kommt auf den Einzelfall an, aber in der Regel schon.

(5) Keine Ahnung, das ist zu spezifisch. FH fragen, wenn sich hier keiner meldet.

(6) Ex dich auf der TU erst, wenn du den Platz auf der FH sicher hast. Sofern du dich vor Semesterbeginn exmatrikulierst sollte der meiste oder sogar der gesamte Beitrag zurückerstattet werden.
pa1n
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Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 374

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 00:12:10    Titel:

Hallo harrie!

1. Wenn es bisher eher an deiner Disziplin lag bzw. du das Studium unterschaetzt hast: Ja. Wenn du an deine intellektuellen Grenzen gestoßen bist, wird es auch auf der FH nicht wesentlich leichter.

2. Ja. Positive. Aber nicht in Dortmund.

3. Die Leute machen sich falsche Vorstellungen - der Stoff, der an der FH durchgenommen wird ist nicht grundsaetzlich ein anderer. Auch sind die Grundlagen nicht schwerer oder leichter, sondern vielleicht nur anders vermittelt bzw. hat man in der Klausur mehr Reproduktion/mehr Zeit - stofflich bzw. vom Anspruch aendert sich nur in wenigen Faechern etwas. Zudem sind die Faecher genauso Professorenabhaengig wie an den TUs, manche wollen rauspruefen, manche nicht.

4. Jain. Individualpruefung.

5. Sehr individuell. Das war beim Wechsel auch meine Befuerchtung. Allerdings habe ich schnell gemerkt, dass sowohl permanente Pflicht-Anwesenheit als auch "Zwischentests" an FHs genauso unueblich sind.

6. Die Chance besteht. Allerdings muss ich an dieser Stelle frischell1990 widersprechen: Ich konnte mich an der FH nur einschreiben, nachdem ich mich exmatrikuliert hatte, da man ja eine Unbedenklichkeitserklaerung benoetigt - es ist ein gelaeufiger Irrglaube, dass man die bei dem Wechsel TU/FH nicht benoetigt. Dafuer war der Studiengang aber auch zulassungsfrei - dh: Ich wusste, dass ich einen Platz bekommen werde.

Mein Tipp: Geh' zur Studienberatung der FH Dortmund. Die klaeren deine Fragen in 5 Minuten und beantworten dir dann 25 Minuten auch Fragen, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast, die aber definitiv kommen werden! Verlass dich nicht auf ein paar Laien im Forum, informier dich! Wink
frischell1990
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Anmeldungsdatum: 11.06.2011
Beiträge: 428

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 00:16:27    Titel:

pa1n hat folgendes geschrieben:
6. Die Chance besteht. Allerdings muss ich an dieser Stelle frischell1990 widersprechen: Ich konnte mich an der FH nur einschreiben, nachdem ich mich exmatrikuliert hatte, da man ja eine Unbedenklichkeitserklaeren benoetigt - es ist ein gelaeufiger Irrglaube, dass man die bei dem Wechsel TU/FH nicht benoetigt.

Das ist seltsam, denn die FH ist das Sammelbecken für Leute, die an der Uni zwangsexmatrikuliert worden sind. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung hätten die niemals bekommen. Könnte es sein, dass das im Rahmen der Bachelorumstellung dazugekommen bist? Weil bei den Diplomern wäre mir diese Regelung unbekannt.
Zitat:

Mein Tipp: Geh' zur Studienberatung der FH Dortmund. Die klaeren deine Fragen in 5 Minuten und beantworten dir dann 25 Minuten auch Fragen, an die du vielleicht noch gar nicht gedacht hast, die aber definitiv kommen werden! Verlass dich nicht auf ein paar Laien im Forum, informier dich!

Weise Worte, die erst Recht dann gelten, wenn es um deine Zukunft geht.
harrie
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Anmeldungsdatum: 26.06.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 00:30:48    Titel:

Erst einmal vielen Dank an euch beide !!! TOP

Wir ihr beide schon schreibt ist es glaube ich dass beste ein Beratungstermin wahrzunehmen Wink

Eine letzte Frage habe ich leider noch.
Da ich viel praktisch Arbeite ( Beruflich Maschinenwartung, und als Hobby gerne entwickle (Eigenbau einer CNC & etc.)) und leider an der TU bis jetzt noch kein einziges Getriebe oder sonstiges konstruiert habe, würde ich gerne wissen ob sich dies an einer FH ändert.
Ich persönlich bin absolut eher der Praktiker als ein Theoretiker, mir viel es jetzt nicht schwer den ganzen Stoff an der TU zu lernen (ausgenommen von HöMa und Mechanik) und habe daher echt Angst den Schritt von der TU auf die FH zu wagen...
rolfbert
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Anmeldungsdatum: 17.04.2010
Beiträge: 408

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 01:30:46    Titel:

Richtig, die Unbedenklichkeitsbescheinigung wird seit der Bachelorumstellugn benötigt. Denn anders als zu Diplomzeit kann man nach einem Verlust den Prüfungsanspruchs nicht mehr so leicht von einer Uni an eine FH wechseln, weil es inzwischen ja formal der gleiche Abschluss ist.
frischell1990
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Anmeldungsdatum: 11.06.2011
Beiträge: 428

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 03:03:24    Titel:

Zitat:
Da ich viel praktisch Arbeite ( Beruflich Maschinenwartung, und als Hobby gerne entwickle (Eigenbau einer CNC & etc.)) und leider an der TU bis jetzt noch kein einziges Getriebe oder sonstiges konstruiert habe, würde ich gerne wissen ob sich dies an einer FH ändert.

Das kommt irgendwann sowohl in FH als auch in der Uni, check die Vorlesungspläne oder rede mal mit höheren Jahrgängen. Grundsätzlich solltest du dir aber einen HiWi-Job suchen, um das vertiefter zu machen (in deinem Fall eher schwer wenn du schon einen Job hast). Wenn dein aktueller Job nur ein Nebenjob ist, dann wäre der Wechsel auf eine Hiwistelle in der Konstruktion eine Überlegung wert.
Zitat:
Ich persönlich bin absolut eher der Praktiker als ein Theoretiker, mir viel es jetzt nicht schwer den ganzen Stoff an der TU zu lernen (ausgenommen von HöMa und Mechanik) und habe daher echt Angst den Schritt von der TU auf die FH zu wagen...

Eh, warum Angst vor dem Wechsel auf die FH, wenn du praktischer veranlagt bist? Die Inhalte und der Vermittlungsstil der FH sollten dir dann eher entgegenkommen. Man kann problemlos einen guten Universitätsabschluss in Maschinenbau an der Uni machen ohne zu wissen, welches Ende der Bohrmaschine sich dreht.

Unterm Strich musst du selbst entscheiden, wie es weitergehen soll. Deine bisherigen Leistungen scheinen nicht so schlimm zu sein, dass ein Wechsel unbedingt nötig wäre. Ich denke, du solltest dir eher die Inhalte der beiden Studiengänge ansehen (auf dem Papier sind die eh sehr gleich) und überlegen, welchen Beruf du später machen willst und welcher Abschluss dafür am besten geeignet ist.
wasp
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Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 2718

BeitragVerfasst am: 27 Jun 2012 - 19:37:37    Titel:

Vielleicht noch zusätzlich

Ich kann aus eigener Wechselerfahrung und Erfahrung anderer nur wärmstens empfehlen dich mit der Studienberatung der FH Dortmund zusammenzusetzen und die Anrechnung im EInzelfall zu besprechen.

Beispiel: RWTH-->FH Aachen
Die FH Aachen kennt die Studiengänge der RWTH genau und kann innerhalb kürzester Zeit sagen, was angerechnet wird (ein Großteil)

Beispiel: RWTH--> FH Köln
Je nach dem bekommt man hier gar keine Auskünfte im Vorfeld.

Also direkt hingehen und abklären.

Früher konnte man problemlos von Uni Diplom mit Zwangsexmatrikulation an eine FH wechseln. Das waren zwei verschiedene "Welten". Mittlerweile gilt der Bachelor aber als einheitlich und daher werden Fehlversuche und Unbedenklichkeitsbescheinigungen eventuell gezählt. Aber auch hier sollte man im EInzelfall abklären, wie es läuft.


Bezüglich Zwangsexmatrikulation:

Auf jeden Fall erst zum Semesterende exmatrikulieren und am besten schon für das nächste Uni-Semester rückmelden. Erst wenn alles sicher ist bei der FH einschreiben bzw. exmatrikulieren. Gebühren sollten zurückerstattet werden.
In der Regel raten die neuen Hochschulen bei einem Wechsel zu diesem Vorgehen.

Ich kenne nur ein Beispiel (TH-->FH), aber grundsätzlich kann man sicherlich davon ausgehen, dass FH "einfacher" ist. Aber wie schon gesagt wurde: Wenn die Disziplin an der Uni schlecht war, wird es an der FH wahrscheinlich auch nichts. Kenne da mehrere Fälle. Bei dir klingt es aber nicht so auf den ersten Blick,



@ Moderatoren:
Könnte man eventuell einen TRead zum Thema Wechseln einführen, der stets oben angezeigt wird? Denn die Fragen zu diesem Thema häufen sich und sind oft sehr ähnlich. Im Grunde kann man zwar immer das Gleiche antworten ("Mit der jeweiligen Hochschule abklären"), aber vielleicht wäre es trotzdem sinnvoll.
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