Vollzeitstudium oder FOM?
|
|
|
| Autor |
Nachricht |
Janine25 Newbie

Anmeldungsdatum: 01.07.2012 Beiträge: 4
|
Verfasst am: 01 Jul 2012 - 02:02:13 Titel: Vollzeitstudium oder FOM? |
|
|
Hu hu,
ich bin 25 Jahre alt und habe nach meiner Mittleren Reife eine Ausbildung zur Industriekauffrau und eine Weiterbildung zur Industriefachwirtin absolviert. Heute arbeite ich als Teamleiterin im Vertrieb eines mittelständischen Unternehmens, verdiene auch nicht schlecht, fühle mich in dieser Tätigkeit aber nicht wirklich ausgefüllt. Also habe ich mir überlegt, doch nochmal ein BWL-Studium zu beginnen. Nun stellt sich mir die Frage: Kündige ich und mache ich ein Vollzeitstudium an der Hochschule? Oder studiere ich berufsbegleitend an der FOM (das Studienzentrum ist sogar in der Nähe meines Unternehmens)?
Meine berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachwirtin habe ich zwar mit ziemlich guten Noten abgeschlossen, aber das parallele Lernen zum Beruf hat mir nicht sooo viel Freude bereitet.
Andererseits habe ich mir ehrlicherweise schon einen gewissen Lebensstandard angeeignet, den ich bei einem Studium an der FOM auch größtenteils beibehalten könnte; beim Vollzeitstudium müsste ich meine schöne Wohnung aufgeben und wahrscheinlich auch mein Auto verkaufen.
Nun weiß ich, dass die Studiendauer an der FOM 7 Semester beträgt (wie beim Vollzeitstudium an der Hochschule auch) und die Vorlesungen Freitagabends und Samstags stattfinden. Daher meine Frage: Handelt es sich bei der FOM wirklich um ein vollwertiges Hochschulstudium? Wenn sich die FOM auf anderthalb Vorlesungstage in der Woche beschränkt, muss ich mir dann den Großteil des Stoffs im Selbststudium aneignen? Oder handelt es sich nur um ein abgespecktes Studium, und ich stehe nachher neben BWL-Absolventen von Uni und FH und kann vom Fachwissen her nicht wirklich mitreden (ist mir als Industriefachwirtin ein paar Mal passiert)? Ist das Niveau der Vorlesungen an der FOM vergleichbar mit dem Unterricht bei den IHK-Lehrgängen zum Fach-/Betriebswirt? Oder ist das Niveau so hoch, dass man immer hochkonzentriert dasitzen muss und schon echte Probleme bekommt, wenn man eine Vorlesung mal fehlt? Ist der Matheanteil beim Studium an der FOM sehr anspruchsvoll (davor hab ich nämlich ein bisschen Angst)? Und ist der FOM-Bachelor bei den Arbeitgebern gut anerkannt? Oder wird der Abschluss doch eher als "Schmalspur"-Bachelor angesehen? Kann ich mit diesem Bachelor auch an einer anderen Hochschule/Uni einen Master-Studiengang belegen? Oder geht das nur bei der FOM (was mich nicht wundern würde, schließlich wollen die ja auch Geld verdienen)?
Vielleicht können mir hier ja FOM-Studenten oder -Absolventen weiterhelfen.
Grüße
Janine |
|
 |
thedriver Junior Member

Anmeldungsdatum: 23.01.2012 Beiträge: 40
|
Verfasst am: 01 Jul 2012 - 12:18:03 Titel: |
|
|
| Wenn du sowieso deinen Lebensstandard aufgeben musst, kannst du doch auch umziehen und ne andere Uni besuchen. Fast überall ist doch die Regelstudienzeit nur 6 Semester für BWL. |
|
 |
Janine25 Newbie

Anmeldungsdatum: 01.07.2012 Beiträge: 4
|
Verfasst am: 01 Jul 2012 - 13:36:06 Titel: |
|
|
| thedriver hat folgendes geschrieben: |
| Wenn du sowieso deinen Lebensstandard aufgeben musst, kannst du doch auch umziehen und ne andere Uni besuchen. Fast überall ist doch die Regelstudienzeit nur 6 Semester für BWL. |
Danke für deinen Beitrag, auch wenn er keine meiner Fragen beantwortet. |
|
 |
Gozo Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4659 Wohnort: Mainz
|
Verfasst am: 02 Jul 2012 - 09:36:40 Titel: Re: Vollzeitstudium oder FOM? |
|
|
| Janine25 hat folgendes geschrieben: |
| Kündige ich und mache ich ein Vollzeitstudium an der Hochschule? Oder studiere ich berufsbegleitend an der FOM (das Studienzentrum ist sogar in der Nähe meines Unternehmens)? |
Alles hat so seine Vor- und Nachteile.
Allerdings nur eine weitere Alternative zum Überdenken: Fernstudium
Zudem gibt es nicht wenige Alternativen zur FOM im Teilzeitpräsenzbereich (je nach Region allerdings).
| Zitat: |
Meine berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachwirtin habe ich zwar mit ziemlich guten Noten abgeschlossen, aber das parallele Lernen zum Beruf hat mir nicht sooo viel Freude bereitet.  |
Der Fachwirt hat Dir schon "nicht sooo viel Freude" neben dem Beruf gemacht? Ok...
...der Fachwirt wird Dir in einigen, wenigen Punkten im Bachelor nebenberuflich helfen aber Dir nicht das Lernen abnehmen. Klar, da sage ich wenig neues. Allerdings geh davon aus, dass der Aufwand für den Bachelor trotzdem nicht unwesentlich höher liegen als für den Fachwirt. Vor allem bspw. in mathematischen Bereichen, wo Du als jemand ohne Oberstufenerfahrung einfach ein paar Lücken haben wirst die es zu schließen gilt. Wenn Dir also schon der Fachwirt das ein oder andere Unbehagen auslöste, wird ein berufsbegleitendes akademisches Studium Dich zum Kotzen bringen, plastisch ausgedrückt. Dabei allerdings Fernstudiengänge noch erheblich schneller und mehr als Teilzeitpräsenzstudiengänge wie das der FOM.
| Zitat: |
Andererseits habe ich mir ehrlicherweise schon einen gewissen Lebensstandard angeeignet, den ich bei einem Studium an der FOM auch größtenteils beibehalten könnte; beim Vollzeitstudium müsste ich meine schöne Wohnung aufgeben und wahrscheinlich auch mein Auto verkaufen.  |
Kannst Dich aber voll und ganz auf das Studium stürzen, was Teil- wie Vollzeit einen Anspruch haben wird, den Du bislang nicht kanntest.
| Zitat: |
| Nun weiß ich, dass die Studiendauer an der FOM 7 Semester beträgt (wie beim Vollzeitstudium an der Hochschule auch) und die Vorlesungen Freitagabends und Samstags stattfinden. Daher meine Frage: Handelt es sich bei der FOM wirklich um ein vollwertiges Hochschulstudium? |
Ja.
Die Vorlesungen sind letztlich nur ein Teil der zählt. Aber wenn mir ein Vollzeitstudent seine 28 h Vorlesungen in der Woche vorhält und ich dann frage: Bei wievielen warst Du körperlich und auch geistig anwesend? Dann ist meist schon Essig. An der FOM wirst Du nicht umher kommen zusätzlich Zeit in das Autodidaktische zu bringen.
Zudem muss man sehen, dass Leute an der FOM in aller Regel Vorerfahrung mitbringen, die viele Vollzeitler schlicht nicht haben. Diese werden dann schneller oder gar nicht mehr besprochen. Das Niveau, bspw. bei Diskussionen, ist in berufsbegleitenden Studiengängen zwar sehr viel praxisnäher aber meist auch gehobener, weil diese Anfängerfehler und Denkweisen nicht so häufig auftreten.
Allerdings nichts ohne ein aber:
Die FOM bzw. berufsbegleitende Studiengänge (fast) jeder Art sind eben sehr praxisorientiert ausgelegt. Wenn man so will ist es eine praxisorientierte akademische Ausbildung, wo eben auch dadurch Zeit gespart wird, bestimmte Bereiche eben nur mit den gängigsten Theorien zu unterlegen und nicht noch die neuste und drei weitere zu betrachten. Das rein wissenschaftliche Niveau ist in einem Vollzeitstudiengang sicherlich mind. genausohoch, wenn nicht einen Touch höher - an Unis ohnehin. Ob man dieses zusätzliche akademische Niveau jemals in der Praxis braucht? Das darf jeder für sich entscheiden.
Von der Anerkennung steht der Abschluss einem Vollzeitstudiengang in nichts nach. Im Gegenteil, die Absolventen sind meist sehr beliebt ob der Streßbelastbarkeit, Disziplin und Motivation. Es ist aber NICHT so, dass es die perfekte Variante für JEDEN Job ist. In ganz bestimmte Bereiche wirst Du es damit schwer haben. Hier werden, wenn nicht universitäre, zumindest Vollzeitstudiengänge bevorzugt...Wer dort aber nicht rein will, der ist nicht schlechter bedient.
Wer dem ein wenig aus dem Weg gehen will, der nimmt sich der FernUni Hagen als Beispiel an. Hier ist Voll- und Teilzeitstudium identisch (wie bei manchen anderen Anbietern auch) - dauert aber auch deutlich länger als bei der FOM. Regulär ca. 9 Semester, die meisten brauche etwas länger in Teilzeit.
Bestimmte Branchen bleiben Dir aber auch damit verschlossen. Die allerdings dann meist auch für viele Vollzeitbachelor.
| Zitat: |
| Wenn sich die FOM auf anderthalb Vorlesungstage in der Woche beschränkt, muss ich mir dann den Großteil des Stoffs im Selbststudium aneignen? |
Ich habe ein sehr ähnliches System wie die FOM absolviert, allerdings eben nicht dort. Wer in den Vorlesungen 100% präsent war (geistig, nicht körperlich), extremst gut mitgeschrieben hat (am besten wörtlich/Steno) und die Skripte gut nutzte und wirklich gut war, der hatte eine gewisse Chance zu bestehen (3,7 / 4,0). Den allermeisten hätte es nicht gereicht und schon gar nicht für durchschnittliche oder gar überdurchschnittliche Noten. Da war immer auch Literaturstudium (eigenes) nötig und das vielleicht auch noch etwas mehr. Das ist schon etwas anders als in der Schule, wo man im Grunde alles vorgekaut bekam und nur noch wiederholen musste. Hier wird zwar vielleicht alles angerissen, aber eben auch im Zweifel nur das (hängt auch etwas vom Prof ab).
Hier unterscheidet sich ein Vollzeitstudium übrigens gar nicht so stark vom Teilzeitstudium.
| Zitat: |
| Oder handelt es sich nur um ein abgespecktes Studium, und ich stehe nachher neben BWL-Absolventen von Uni und FH und kann vom Fachwissen her nicht wirklich mitreden (ist mir als Industriefachwirtin ein paar Mal passiert)? |
Wie gesagt, es ist in bestimmten theoretischen Bereichen bei manchen Anbietern etwas abgespeckt. Im normalen Arbeitsleben merkt man davon in aller Regel nichts. Sicherlich gibt es durchaus mal die eine oder andere Situation, wo jemand ein Spezialwissen hat und rauskramt, was andere nicht haben. Aber das habe ich auf einer hochwissenschaftlichen Diskussion sogar zwischen zwei Vollzeituniabsolventen gesehen, die sogar gleiche Uni mit einem Jahr Unterschied waren... die haben sich 10 Minuten Theorien an den Kopf geschmissen von denen die meisten in der Projektgruppe noch nie etwas gehört haben und es war kein Nichtakademiker dabei. Nach 10 Minuten hatte ich es unterbrochen mit der Frage: Geben diese Theorien einen Lösungsansatz für unser Problem?
Antwort: Nicht so wirklich aber....
Ich: Gut, dann lassen wir das jetzt.
Kurzform: Natürlich gibt es immer wieder Situationen wo jemand etwas besser weiß aber in 99% der Fälle kann man auf Augenhöhe mitreden, weil die a) die Unterschiede akademisch nicht riesig sind und b) in der Anwendungsorientierung im besten Fall sogar durchaus Vorteile für berufsbegleitende Absolventen bestehen. Einen rein wissenschaftlichen Disput gibt es im Arbeitsleben ganz selten unter BWLern.
| Zitat: |
| Ist das Niveau der Vorlesungen an der FOM vergleichbar mit dem Unterricht bei den IHK-Lehrgängen zum Fach-/Betriebswirt? |
Ich kenne die Vorlesungen der FOM nicht. Dafür habe ich selbst Vorlesungen im Betriebswirt VWA gehalten. Die an der Hochschule sind vom Niveau ein gutes Stück darüber. Wie weit ist ein Punkt des Faches in Kombi mit dem Dozent. Wir hatten auch Vorlesungen, die waren sehr, sehr weit über den komplexesten Stoff an der VWA.
| Zitat: |
| Oder ist das Niveau so hoch, dass man immer hochkonzentriert dasitzen muss und schon echte Probleme bekommt, wenn man eine Vorlesung mal fehlt? |
Hast Du bis zur MR, in der Ausbildung oder zum Fachwirt immer hochkonzentriert da gesessen? Nein? Ich auch nicht.
Geht einfach nicht. Wenn Dir jemand nach der Arbeit noch einmal 4h oder mehr eine Kassette ins Ohr drückt zu bspw. komplexen mathematischen Aspekten der Preistheorie, hier dann in einer Geschwindigkeit durchgeht die keine Beispielaufgaben zulässt, dann viel Spaß hochkonzentriert zu bleiben. Und auch schafft man es nicht immer bei jeder Vorlesung zu sein. Sei es, weil der Urlaub nicht anders gelegt werden konnte, man krank oder eben im Unternehmen unabkömmlich ist.
Letztlich ist es eine Frage der Vor- bzw. vor allem bei den meisten der Nachbereitung des Stoffes und wenn man eine Vorlesung gefehlt hat, sollte man das eben auch irgendwann eben lernen bzw. herausbekommen, was gemacht wurde.
Es empfiehlt sich aber zu versuchen doch 75--80% der Vorlesungen mindestens da zu sein. Sich das autodidaktisch alles anzueignen geht natürlich auch, aber dann kann man es einfacher im Fernstudium haben. Da sind die Skripte u.U. besser ausgearbeitet und eben darauf abgestellt.
Nächster Aspekt: Je nach Anbieter gibt es auch durchaus Vorlesungen wo einen Anwesenheitspflicht besteht.
| Zitat: |
| Ist der Matheanteil beim Studium an der FOM sehr anspruchsvoll (davor hab ich nämlich ein bisschen Angst)? |
Die meisten berufsbegleitenden Studiengänge sind nicht sonderlich quantitativ ausgerichtet. Bedeuted, dass bestimmte BWL-Bereiche nicht ständig den Taschenrechner quälen müssen. Typisches Beispiel ist die Preistheorie - im Vergleich zum Standard an Unis ist der mathematische Anteil in berufsbegleitenden eher gering. Auch aus dem Grund, weil die praktische Anwendung der quantitativen Theorien in der Praxis in vielen Fällen so gar nicht gegeben ist.
Allerdings sind die Grundlagen, die man braucht, die klassischen Mathe-/Statistikscheine, natürlich an der FOM nicht wegdenkbar. Letztlich erreicht das Niveau gute, anwendungsorientierte Oberstufenmathematik eines durchschnittlichen Leistungs- oder gutem Grundkurses. In manchen Punkten vielleicht etwas darüber hinaus, in anderen etwas dahinter.
Wie anspruchsvoll das allerdings auf DICH wirkt ist schwer zu sagen. Gerade weil Dir die mathematischen Grundlagen aus der Oberstufe fehlen wird es hier einige Lücken geben, die Du aktiv schließen musst. Ich vermute, dass wird schon eine kleine Herausforderung sein. Mit entsprechendem Ehrgeiz aber sicherlich machbar.
| Zitat: |
| Und ist der FOM-Bachelor bei den Arbeitgebern gut anerkannt? Oder wird der Abschluss doch eher als "Schmalspur"-Bachelor angesehen? |
Kommt auf den Job und auf den Arbeitgeber an. In aller Regel sind diese Abschlüsse sehr anerkannt. Bei Dir kommt noch die lange Berufserfahrung hinzu, die den Stellenwert des Bachelors bzw. den Abschluß in den Hintergrund drückt und nicht so wichtig lassen wird wie bei einem Vollzeitabsolventen mit zwei Praktika.
Solltst Du aber das Ziel haben in eine Strategieberatung gehen zu wollen o.ä., dann bist Du damit dort falsch, allerdings auch mit vielen Vollzeitangeboten.
| Zitat: |
| Kann ich mit diesem Bachelor auch an einer anderen Hochschule/Uni einen Master-Studiengang belegen? Oder geht das nur bei der FOM (was mich nicht wundern würde, schließlich wollen die ja auch Geld verdienen)? |
Ja, kannst Du - jedoch mit einem kleinen "Aber". Manche, vor allem die besseren Unis, verlangen in den Formalkriterien zur Zulassung bestimmte CP in bestimmten, meist quantitativen Bereichen. Hier kann es vereinzelt sein, dass Du diese nicht erfüllst. Das kann Dir aber auch bei manchen FH-Vollzeitbachelorn passieren, sogar bei dem einen oder anderen Uni-Vollzeitbachelor.
Grüße
Gozo |
|
 |
Janine25 Newbie

Anmeldungsdatum: 01.07.2012 Beiträge: 4
|
Verfasst am: 03 Jul 2012 - 04:31:00 Titel: |
|
|
Hui, danke für deinen ausführlichen Beitrag!
Ich hatte schon befürchtet, die Antworten hier hätten alle das Niveau von "thedriver".
| Gozo hat folgendes geschrieben: |
| Der Fachwirt hat Dir schon "nicht sooo viel Freude" neben dem Beruf gemacht? Ok... |
Bitte nicht falsch verstehen - ich habe den Stoff sehr fleißig und diszipliniert vor- und nachbereitet und meinen Fachwirt dann mit sehr ordentlichen Noten bestanden. Das Lernen hat mir größtenteils auch Spaß gemacht, war aber nach einem 8- bis 10-Stunden-Arbeitstag nicht immer einfach... wahrscheinlich war da auch ein bisschen Neid auf meine kleine Schwester dabei, die Geschichte und Politik studiert und die Härten des berufsbegleitenden Lernens so nicht kennt. Wenn ich mir allerdings ihre kleine Studentenbude anschaue, bin ich wiederum nicht so neidisch.
| Zitat: |
| Es ist aber NICHT so, dass es die perfekte Variante für JEDEN Job ist. In ganz bestimmte Bereiche wirst Du es damit schwer haben. Hier werden, wenn nicht universitäre, zumindest Vollzeitstudiengänge bevorzugt...Wer dort aber nicht rein will, der ist nicht schlechter bedient. |
Keine Sorge, mein Ziel ist auch nicht das Top-Management in einem DAX-Konzern. Im Moment arbeite ich als Teamleiterin Vertrieb überwiegend im operativen Bereich, was mich nicht mehr ganz zufriedenstellt. Ich möchte irgendwann in die mittlere Führungsebene eines Unternehmens, das etwas größer ist als mein Arbeitgeber (Familienbetrieb, rund 50 Mitarbeiter).
| Zitat: |
Aber das habe ich auf einer hochwissenschaftlichen Diskussion sogar zwischen zwei Vollzeituniabsolventen gesehen, die sogar gleiche Uni mit einem Jahr Unterschied waren... die haben sich 10 Minuten Theorien an den Kopf geschmissen von denen die meisten in der Projektgruppe noch nie etwas gehört haben und es war kein Nichtakademiker dabei. Nach 10 Minuten hatte ich es unterbrochen mit der Frage: Geben diese Theorien einen Lösungsansatz für unser Problem?
Antwort: Nicht so wirklich aber....
Ich: Gut, dann lassen wir das jetzt. |
He he, diese Frage muss ich mir merken.
| Zitat: |
| Wer in den Vorlesungen 100% präsent war (geistig, nicht körperlich), extremst gut mitgeschrieben hat (am besten wörtlich/Steno) und die Skripte gut nutzte und wirklich gut war, der hatte eine gewisse Chance zu bestehen (3,7 / 4,0). Den allermeisten hätte es nicht gereicht und schon gar nicht für durchschnittliche oder gar überdurchschnittliche Noten. Da war immer auch Literaturstudium (eigenes) nötig und das vielleicht auch noch etwas mehr. Das ist schon etwas anders als in der Schule, wo man im Grunde alles vorgekaut bekam und nur noch wiederholen musste. Hier wird zwar vielleicht alles angerissen, aber eben auch im Zweifel nur das (hängt auch etwas vom Prof ab). |
Oh je.
Davor hab ich ehrlich gesagt ziemlichen Respekt, nach der Arbeit nicht nur die Skripte durchzugehen, sondern mir Dinge auch eigenständig anzueignen, die in der Vorlesung nicht oder nur kurz besprochen wurden.
Das ist auch der Grund, warum ein Fernstudium (zum Beispiel bei der Fernuni Hagen) für mich überhaupt nicht in Frage kommt.
Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut - der Bildungsträger, bei dem ich meinen Fachwirt gemacht habe, bietet einen knapp fünfmonatigen Vollzeitlehrgang zum "Geprüften Betriebswirt (IHK)" an. Ich hab mir ein bisschen Geld angespart; wenn ich dazu noch Meister-Bafög beantrage, könnte ich diese Zeit ganz gut überbrücken. Würde dieser Abschluss ausreichen, um meine beruflichen Ziele zu erreichen? Oder bevorzugen die Personaler doch lieber jemanden mit akademischem Abschluss für einen Job im mittleren Management? |
|
 |
Gozo Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4659 Wohnort: Mainz
|
Verfasst am: 03 Jul 2012 - 08:34:41 Titel: |
|
|
| Janine25 hat folgendes geschrieben: |
Bitte nicht falsch verstehen - ich habe den Stoff sehr fleißig und diszipliniert vor- und nachbereitet und meinen Fachwirt dann mit sehr ordentlichen Noten bestanden. Das Lernen hat mir größtenteils auch Spaß gemacht, war aber nach einem 8- bis 10-Stunden-Arbeitstag nicht immer einfach... wahrscheinlich war da auch ein bisschen Neid auf meine kleine Schwester dabei, die Geschichte und Politik studiert und die Härten des berufsbegleitenden Lernens so nicht kennt. Wenn ich mir allerdings ihre kleine Studentenbude anschaue, bin ich wiederum nicht so neidisch.  |
Das hatte ich nicht anders verstanden, keine Angst. Sonst würdest Du über ein berufsbegleitendes BWL-Studium gar nicht nachdenken.
Aber wenn Dir "nach einem 8- bis 10-Stunden-Arbeitstag" es Dir "nicht immer einfach" fiel, dann wirst Du mit einem berufsbegleitenden Studium noch mehr Freude haben. Qualität des Stoffes aber auch dessen Quantität steigt noch mal deutlich im Vergleich...und Deine Arbeitstage werden sicherlich nicht kürzer.
| Zitat: |
Keine Sorge, mein Ziel ist auch nicht das Top-Management in einem DAX-Konzern. Im Moment arbeite ich als Teamleiterin Vertrieb überwiegend im operativen Bereich, was mich nicht mehr ganz zufriedenstellt. Ich möchte irgendwann in die mittlere Führungsebene eines Unternehmens, das etwas größer ist als mein Arbeitgeber (Familienbetrieb, rund 50 Mitarbeiter). |
Das sollte rein von dem Abschluß aus gesehen und unabhängig von persönlichen Aspekten einer Karriere (und Glück) kein Thema sein. Dafür muss man sicherlich nicht Vollzeit studieren, evtl. ist sogar berufsbegleitend hier besser.
| Zitat: |
Oh je.  |
Leider nichts "oh je" - das nennt man Studium und das ist der entscheidenste Unterschied zur Schule.
| Zitat: |
| Davor hab ich ehrlich gesagt ziemlichen Respekt, nach der Arbeit nicht nur die Skripte durchzugehen, sondern mir Dinge auch eigenständig anzueignen, die in der Vorlesung nicht oder nur kurz besprochen wurden. |
Lass es mich etwas anders ausdrücken. Ich denke dann relativiert sich ein wenig was. Wenn Dir ein Prof und ein Fach Spaß macht und der nicht gerade eine didaktische Flachpfeife ist, dann wirst Du damit keine Probleme haben, weil Du das allermeiste bereits in der Vorlesung verstehst und zuhause nur auffrischen musst bzw. gewollt gezielt ergänzt.
Unschöner sind Fächer die man machen muss aber einem nicht oder nur wenig liegen. Dann kann es schnell vorkommen, dass man das eine oder andere gar nicht versteht in der Vorlesung und dann sind eben Bücher gefragt. Es macht aber auch Sinn, bereits ganz zu Anfang sich in Lerngruppen zusammenzuschließen, da kann man dann solche schwarzen Löcher gut diskutieren und, wenn es mal wirklich keiner weiß, die Lösung gemeinsam diskutieren.
| Zitat: |
| Das ist auch der Grund, warum ein Fernstudium (zum Beispiel bei der Fernuni Hagen) für mich überhaupt nicht in Frage kommt. |
Wenn ich das so lese, kann ich es gut verstehen, warum Du davon Abstand nimmst. Ich habe beide Varianten hinter mir und würde sagen, dass Fernstudium aufgrund des stärkeren Alleinelernens (auch da kann man, wenn man in der Gegend Leute hat, Lerngruppen machen) für mich zumindest anspruchsvoller war.
Allerdings: Mit Hagen hast du auch eine, wenn nicht DIE anspruchsvollste Institution ausgesucht in dem Bereich. Bei anderen Anbietern sind die Abbruchquoten niedriger und der Praxisbezug deutlich höher. Wenn man es in Hagen nicht schafft, heißt es noch lange nicht, dass es nicht bei einem anderen Anbieter klappen kann.
| Zitat: |
| Ich hab jetzt nochmal nachgeschaut - der Bildungsträger, bei dem ich meinen Fachwirt gemacht habe, bietet einen knapp fünfmonatigen Vollzeitlehrgang zum "Geprüften Betriebswirt (IHK)" an. Ich hab mir ein bisschen Geld angespart; wenn ich dazu noch Meister-Bafög beantrage, könnte ich diese Zeit ganz gut überbrücken. Würde dieser Abschluss ausreichen, um meine beruflichen Ziele zu erreichen? Oder bevorzugen die Personaler doch lieber jemanden mit akademischem Abschluss für einen Job im mittleren Management? |
Die Frage ist so im Grunde kaum bis gar nicht zu beantworten. Letztlich brauchst Du, gerade im kaufmännischen Bereich, eigentlich überhaupt keinen Abschluss wenn Du gut genug bist um weit nach oben zu kommen.
Allerdings kann man sagen, dass es eine gewisse Korrelation gibt zwischen Aufstiegschancen und "Abschlusshöhe". Ein akademischer Abschluss wird da lieber gesehen als ein Betriebswirt (IHK). Allerdings bist Du damit auch schneller fertig.
Was man sich überlegen kann oder Du vielleicht mal abklären solltest:
Der geprüfte Betriebswirt IHK wird bei manchen Anbietern berufsbegleitender Studiengänge in der Form anerkannt, dass einige Scheine oder gar ganze Semester anerkannt/verkürzt werden können. Die PFH Göttingen macht das meines Wissens sowie die Euro-FH. In wie weit die FOM das auch macht solltest Du vielleicht mal fragen.
Ich denke auch die eine oder andere FH macht das auch in Vollzeitprogrammen.
Dann könnte es vielleicht interessant sein, erst den Betriebswirt IHK in fünf Monaten herunterzureißen um danach im Studium ein bis zwei, max. wahrscheinlich drei oder vielleicht mehr Semester zu sparen.
Grüße
Gozo |
|
 |
Janine25 Newbie

Anmeldungsdatum: 01.07.2012 Beiträge: 4
|
Verfasst am: 04 Jul 2012 - 02:08:18 Titel: |
|
|
| Gozo hat folgendes geschrieben: |
Die Frage ist so im Grunde kaum bis gar nicht zu beantworten. Letztlich brauchst Du, gerade im kaufmännischen Bereich, eigentlich überhaupt keinen Abschluss wenn Du gut genug bist um weit nach oben zu kommen.
Allerdings kann man sagen, dass es eine gewisse Korrelation gibt zwischen Aufstiegschancen und "Abschlusshöhe". Ein akademischer Abschluss wird da lieber gesehen als ein Betriebswirt (IHK). Allerdings bist Du damit auch schneller fertig. |
Heißt das, dass ich als IHK-Betriebswirtin in einem größeren Unternehmen am Ende auch nur Teamleiterin Vertrieb (= bessere Sachbearbeiterin) wäre, wie jetzt als Industriefachwirtin? Das fände ich echt doof.
| Gozo hat folgendes geschrieben: |
Was man sich überlegen kann oder Du vielleicht mal abklären solltest:
Der geprüfte Betriebswirt IHK wird bei manchen Anbietern berufsbegleitender Studiengänge in der Form anerkannt, dass einige Scheine oder gar ganze Semester anerkannt/verkürzt werden können. Die PFH Göttingen macht das meines Wissens sowie die Euro-FH. In wie weit die FOM das auch macht solltest Du vielleicht mal fragen.
Ich denke auch die eine oder andere FH macht das auch in Vollzeitprogrammen.
Dann könnte es vielleicht interessant sein, erst den Betriebswirt IHK in fünf Monaten herunterzureißen um danach im Studium ein bis zwei, max. wahrscheinlich drei oder vielleicht mehr Semester zu sparen. |
Das ist eine gute Idee!
Ich hab ein bisschen gegoogelt und herausgefunden, dass IHK-Betriebswirte bei der VWA innerhalb von 4 Semestern berufsbegleitend einen Bachelor-Abschluss erreichen können. Du warst doch Dozent bei der VWA - kennst du dich mit diesem Studienangebot aus? Haben die Bachelor-Vorlesungen bei der VWA ein viel höheres Niveau als die Vorlesungen beim Betriebswirt VWA? Über die VWA weiß ich eigentlich gar nicht so viel; die VWA-Abschlüsse sollen ja nicht einmal staatlich anerkannt sein.
Ist das echt so? Und der Bachelor, den man dort machen kann, ist das ein echter akademischer Grad? Oder doch nur wieder so eine VWA-Marketing-Erfindung? |
|
 |
Gozo Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4659 Wohnort: Mainz
|
Verfasst am: 04 Jul 2012 - 08:43:59 Titel: |
|
|
| Janine25 hat folgendes geschrieben: |
Heißt das, dass ich als IHK-Betriebswirtin in einem größeren Unternehmen am Ende auch nur Teamleiterin Vertrieb (= bessere Sachbearbeiterin) wäre, wie jetzt als Industriefachwirtin? Das fände ich echt doof.  |
Genau das kann man nicht sagen.
Karriere hängt in entscheidendem Maße von Deinen Leistungen, Vitamin B und Glück ab. Wenn Du alles drei hast, dann kannst Du einen abgebrochenen Hauptschulabschluß haben und wirst CEO.
Jetzt haben Abschlüsse zwei entscheidende Vorteile:
1.) Sie helfen einem bei der persönlichen Entwicklung (vor allem fachlich) um die geforderte und förderungsfähige Leistung zu erbringen. Daher die Korrelation zwischen "höherwertiger Abschluß führt gewöhnlicherweise auch zu einer besseren Leistung".
2.) Deutschland ist titelgeil. Leuten ohne akademischen Abschluß werden schnell, vorurteilsbasiert, die Qualifikationen für einen höheren Job abgesprochen oder sie müssen mehr Leistung für ihre Chancen zeigen. Die latente Annahme dahinter: Je höher der Abschluß desto besser der Arbeitnehmer.
Ist natürlich völliger Blödsinn aber diese Denke gibt es noch oft genug und schwächt sich nur langsam ab.
Ganz abgesehen davon, könnte es auch sein, dass Du den Dr. in Harvard machst und trotzdem als Sachbearbeiter versauerst.
Um jetzt konkret zur Frage zu kommen: Ja, das könnte passieren, muss aber nicht. Die Chance mit dem Bachelor aber weiter zu kommen sind aufgrund der obigen Punkte 1 und 2 aber tendentiell höher als mit dem Fachwirt oder dem Betriebswirt IHK. Ob du damit aber jemals weiterkommst weiß kein Mensch. Auch nicht, ob es dann am Bachelor lag oder ob Du es auch ganz ohne weitere Weiterbildung geschaft hättest.
Wir reden hier immer nur von Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, nicht von Fakten.
Ja...und ich habe dort aufgehört, weil das Niveau der VWA tief im Keller ist für die Werbung "auf Universitätsniveau". Das hat nicht einmal FH-Niveau. Ich kenne viele die bitter entäuscht waren, als sie feststellen mussten, dass der VWA-Abschluß nicht so anerkannt ist wie ein Bachelor oder FH-Diplom....und die sich dann auch getäuscht sahen.
Kurz: Der Betriebswirt VWA ist sicherlich eine Alternative zum Betriebswirt IHK oder SGB aber ich halte nicht viel von dem Laden.
Die Kooperationen sind zweischneidig, vor allem sollte man die mit der Hessischen Berufsakademie machen. Viele werden noch durchaus etwas argwöhnisch betrachtet. Allerdings hilft es, dass eine anerkannte HS (die Ausnahme war gerade beschrieben) die Bachelor verleiht.
| Zitat: |
| Haben die Bachelor-Vorlesungen bei der VWA ein viel höheres Niveau als die Vorlesungen beim Betriebswirt VWA? |
So wie ich es kenne, in dem System habe ich nie gearbeitet, gehen alle erst einmal regulär zum Betriebswirt VWA. Da unterscheiden sich die Vorlesungen gar nicht. Danach wird in zwei bis drei Semstern, je nach Kooperationspartner, der Stoff aufgebaut für den Bachelor. Wenn ich mich an das geforderte Niveau in meinen bzw. den Vorlesungen von Kollegen erinnere, dann müsste das Niveau in den HS-Semestern massiv ansteigen, weil eigentlich mehr gemacht werden müsste als Zeit vorhanden ist. Meiner Meinung nach ist der Rückstand mehr als zwei Semester, fachlich und akademisch sowieso.
Dahingehend habe ich aber noch nichts gehört.
Das ist aber auch ein Grund, warum die Kooperationen noch (?) etwas argwöhnisch beäugt werden. Ich würde persönlich lieber jemanden einstellen, der direkt an eine HS gegangen ist als über die Kooperation den Abschluß machte. Da vertraue ich bislang nicht dem Niveau. Aber vielleicht habe ich ja mal die Möglichkeit, dass mich jemand im Arbeitsleben eines besseren belehrt.
| Zitat: |
Über die VWA weiß ich eigentlich gar nicht so viel; die VWA-Abschlüsse sollen ja nicht einmal staatlich anerkannt sein.  |
VWA können recht unterschiedlich sein, auch was die Trägerschaft angeht. Bei manchen steht die örtliche IHK dahinter. Die einzige VWA allerdings mit sehr ordentlichem Ruf ist die VWA Stuttgart. Sie ist auch die Geburtstätte des ehem. Diplom (BA) - in dem Fall auch korrektem Dipl. (VWA), aus dem letztlich die Dualen Hochschulen Baden-Württemberg hervorgingen.
Bezüglich der staatlichen Anerkennung der VWA müssen wir etwas unterscheiden, sonst hat man schnell ein falsches Bild. Die Abschlüsse (bspw. Ökonom VWA, Betriebswirt VWA) sind in der Tat NICHT staatlich anerkannt im Gegensatz zu den staatlich geprüften bzw. IHK-Abschlüssen. Allerdings, so fair muss ich sein, steht der Abschluß in der praktischen, wirtschaftlichen Anerkennung den Alternativen SGB, IHK in nichts nach.
Der Bachelor wiederum wird ja gar nicht von der VWA verliehen, sondern von einer staatlich anerkannten Institution, die wiederum staatlich anerkannte Abschlüsse ausstellt. Hier wäre eher die Frage interessant, ob die Anerkennung in der Wirtschaft das Niveau erreicht, die andere, reine HS-Anbieter haben. Da wäre ich zumindest skeptisch. Allerdings ist das System auch im Vergleich noch recht jung. Da muss man mal die nächsten 10 Jahre abwarten.
| Zitat: |
| Ist das echt so? Und der Bachelor, den man dort machen kann, ist das ein echter akademischer Grad? Oder doch nur wieder so eine VWA-Marketing-Erfindung? |
Wie gesagt, die VWA verleiht den Bachelor nicht. Ob es ein akademischer Grad oder eine Abschlußbezeichnung ist, hängt hier von dem Kooperationspartner ab. Akademische Abschlüsse dürfen streng genommen nur von Hochschulen verliehen werden. Die Hessische BA ist bspw. keine. Berufsrechtlich sind die Abschlüsse trotzdem gleichgestellt. Ob das auch im Ansehen so ist? Andere Frage.
Aus Sicht der VWA war das ein kluger Schachzug, weil sie damit vor allem Leute ohne Hochschulzugangsberechtigung relativ bequem zum Bachelor und eben nicht "nur" zum Betriebswirt VWA bringen können. Ich denke die Nachfrage ist recht ordentlich. Zudem wird damit der Weg auch für FHR-AHR-Leute interessanter. Die Konkurrenz in vielen Regionen Deutschlands ist hingegen überschaubar. Teilzeitpräsenzstudiengänge bundesweit bietet ansonsten nur noch die FOM. Daneben gibt es zwar zahlreiche aber nicht immer und überall vertretende regionale Programme, meist von örtlichen FH.
Die VWA mag sicherlich eine Alternative sein, die man sich auf jeden Fall angucken sollte. Ich persönlich würde aber, auch wenn es ein Semester länger dauern sollte, einer "echten" Hochschule den Vorzug geben und nicht unbedingt auf die Kooperation bauen. Allerdings spielen natürlich auch immer noch zahlreiche andere Gründe eine Rolle die den Ausschlag in alle Richtungen geben können.
Grüße
Gozo |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|