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Höhere Inflation als Strategie
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GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 100

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2012 - 16:46:29    Titel: Höhere Inflation als Strategie

Höhere Inflation als Strategie , hierzu siehe plusminus :




http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,qfado6phsrayv8w5~cm.asp


http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/11040930_geldanlage-spargeld-verliert-durch-inflation-an


plusminus : Wertverlust durch Staatsverschuldung
Schuld daran ist die rasant wachsende Staatsverschuldung überall auf der Welt:

Deutschland 2,1 Billionen €
Eurozone 8,7 Billionen €
Japan 9,7 Billionen €
USA 13 Billionen €

Sparen, Steuererhöhung oder heimliche finanzielle Repression?
Der Wirtschaftswissenschaftler Hanno Beck von der Fachhochschule Pforzheim sieht, wie die Staaten gegen den Schuldendruck kämpfen. Ein Mittel wäre Sparen, aber das ist unpopulär. Und so versuchen die Regierungen, ihre Schulden heimlich zu drücken.
Der Wirtschaftswissenschaftler kennt neben Sparen, Wachstum und Steuererhöhungen noch den Weg der finanziellen Repression. Das ist die Variante, bei der die Bürger nicht merken, dass sie die Zeche zahlen müssen und trotzdem senken sie die Kosten der Staatsverschuldung. Finanzielle Repression bedeutet, dass der Staat die Zinsen seiner Wertpapiere drückt und die Inflation steigen lässt.
Höhere Inflation als Strategie
Auch für den Internationalen Währungsfonds ist das eine elegante Lösung. Er schlägt vor, die tolerierten Inflationsraten von 2 auf 4 Prozent zu verdoppeln. Amerikanische Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass wir eher 6 Prozent brauchen, um die Schulden abzubauen. Wirtschaftswissenschaftler Hanno Beck erklärt, dass sich bei dieser Inflationsrate der reale Wert einer Altersvorsorge schon in 12 bis 14 Jahren um die Hälfte reduziert statt anzuwachsen.


Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
hansi111
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Anmeldungsdatum: 17.08.2009
Beiträge: 298

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2012 - 20:17:51    Titel:

Klar, einfacher wäre es wenn die Bürger einsehen würden, dass sie über ihre Verhältnisse leben und Steuererhöhungen akzeptieren würden, aber leider wird es dazu nie kommen.
Filzstift
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Anmeldungsdatum: 07.02.2007
Beiträge: 5998
Wohnort: im Osten unseres Landes

BeitragVerfasst am: 05 Jul 2012 - 23:32:50    Titel:

hansi111 hat folgendes geschrieben:
Klar, einfacher wäre es wenn die Bürger einsehen würden, dass sie über ihre Verhältnisse leben und Steuererhöhungen akzeptieren würden, aber leider wird es dazu nie kommen.


Mit "die Bürger" meinst du doch bestimmt die, die eh schon brav Steuern zahlen und nun noch mehr für die Zahlen sollen, die "über ihre Verhältnisse" gelebt haben?
Cool
Accounting
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 07:03:26    Titel:

Zitat:
Mit "die Bürger" meinst du doch bestimmt die, die eh schon brav Steuern zahlen und nun noch mehr für die Zahlen sollen, die "über ihre Verhältnisse" gelebt haben?

Ja denn diese bilden die Mehrheit und bestimmen damit die Zusammensetzung von Bundestag und Bundesrat (-> Landesparlamente). Wenn man nunmal Parteien wählt, die die größen Wohltaten versprechen, obwohl das Haushaltsvolumen dieses nicht hergibt, trägt der gemeine Wähler und Steuerzahler eben Mitverantwortung und lebt über seine Verhältnisse. Er leistet sich dann ein Staatsapperat, den er nicht bezahlen kann.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23011

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 11:06:05    Titel:

@Nicht bezahlen können: Quark. Schau mal nach Skandinavien...

Deutschland - und so manch anderer Staat noch mehr - vertritt nur irgendwie die seltsame Auffassung, dass man einen Sozialstaat ohne größere Abgaben/ Steuern bekommen kann. Und bevor jetzt über die ach so hohen Steuersätze gejammert wird: Da ist deren Entwicklung seit 1990 doch irgendwie sehr interessant...


Cyrix
Accounting
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Anmeldungsdatum: 12.03.2009
Beiträge: 523

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 11:44:48    Titel:

Zitat:
@Nicht bezahlen können: Quark. Schau mal nach Skandinavien...

Deutschland - und so manch anderer Staat noch mehr - vertritt nur irgendwie die seltsame Auffassung, dass man einen Sozialstaat ohne größere Abgaben/ Steuern bekommen kann. Und bevor jetzt über die ach so hohen Steuersätze gejammert wird: Da ist deren Entwicklung seit 1990 doch irgendwie sehr interessant...

Nicht bezahlen können ist schon richtig. Schließlich langen die Einnahmen aus Steuern nicht aus um die Aufwendungen für das Staatswesen zu decken -> ergo können wir uns unser Staatswesen derzeit nicht leisten.
Deutschland vertritt nicht die Ansicht, das man den Sozialstaat mit wenig Einnahmen leisten kann. Linke vertreten nur die Ansicht, jeder sei an einem aufgebohrten Sozialstaat interessiert und bereit dafür Gelder in unbegrenzter Höhe zur Verfügung zu stellen.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23011

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 11:58:26    Titel:

Accounting hat folgendes geschrieben:

Nicht bezahlen können ist schon richtig. Schließlich langen die Einnahmen aus Steuern nicht aus um die Aufwendungen für das Staatswesen zu decken -> ergo können wir uns unser Staatswesen derzeit nicht leisten.


Nö. Wir wollen uns den Staat, so viel er kostet, eben nicht leisten. Nicht, wir "können" nicht. Mit den (u.a. Einkommens-)Steuersätzen vom Anfang der 1990er, hätten wir zig Milliarden mehr im Bundeshaushalt, sodass man locker keine Neuschulden aufnehmen müsste, sondern Altschulden tilgen könnte.

Nur ist es eben "hipp" "Mehr Netto vom Brutto" zu fordern. Und nicht wenige Deutsche haben entspr. Parteien gewählt (wobei alle Regierungsparteien seit 1990 die Steuersätze sukzessive immer weiter gesenkt haben)...


Zitat:

Deutschland vertritt nicht die Ansicht, das man den Sozialstaat mit wenig Einnahmen leisten kann.


Achso? Nun, den libertären Ansatz in den angelsächsischen Ländern gewinnt man hier wohl wenig ab. Aber zahlen möchte man (s.o.) für das Mehr an staatlicher Leistung hier irgendwie auch nicht so recht.

Zitat:

Linke vertreten nur die Ansicht, jeder sei an einem aufgebohrten Sozialstaat interessiert und bereit dafür Gelder in unbegrenzter Höhe zur Verfügung zu stellen.


Versuche mal in Deutschland die allgemeine Krankenversicherung abzuschaffen... Wenn du das so siehst, wie du es eben beschreibst, dann ist die Mehrheit der Deutschen eben "links"; so wie der Rest der Kontinental-Europäer i.W. auch...


Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 6288
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BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 13:41:42    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Accounting hat folgendes geschrieben:

Nicht bezahlen können ist schon richtig. Schließlich langen die Einnahmen aus Steuern nicht aus um die Aufwendungen für das Staatswesen zu decken -> ergo können wir uns unser Staatswesen derzeit nicht leisten.


Nö. Wir wollen uns den Staat, so viel er kostet, eben nicht leisten. Nicht, wir "können" nicht. Mit den (u.a. Einkommens-)Steuersätzen vom Anfang der 1990er, hätten wir zig Milliarden mehr im Bundeshaushalt, sodass man locker keine Neuschulden aufnehmen müsste, sondern Altschulden tilgen könnte.

Nur ist es eben "hipp" "Mehr Netto vom Brutto" zu fordern. Und nicht wenige Deutsche haben entspr. Parteien gewählt (wobei alle Regierungsparteien seit 1990 die Steuersätze sukzessive immer weiter gesenkt haben)...


Zitat:

Deutschland vertritt nicht die Ansicht, das man den Sozialstaat mit wenig Einnahmen leisten kann.


Achso? Nun, den libertären Ansatz in den angelsächsischen Ländern gewinnt man hier wohl wenig ab. Aber zahlen möchte man (s.o.) für das Mehr an staatlicher Leistung hier irgendwie auch nicht so recht.

Zitat:

Linke vertreten nur die Ansicht, jeder sei an einem aufgebohrten Sozialstaat interessiert und bereit dafür Gelder in unbegrenzter Höhe zur Verfügung zu stellen.


Versuche mal in Deutschland die allgemeine Krankenversicherung abzuschaffen... Wenn du das so siehst, wie du es eben beschreibst, dann ist die Mehrheit der Deutschen eben "links"; so wie der Rest der Kontinental-Europäer i.W. auch...


Cyrix


Hmm das bestätigt ja dann die Theorie, dass niedrigere Steuersätze höhere Steuereinnahmen generieren. Umgekehrt führen hohe Steuersätze zu niedrigeren Einnahmen.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23011

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 17:31:30    Titel:

Also den Schluss musst du mir jetzt mal erklären.

Cyrix
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 6288
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 06 Jul 2012 - 20:51:20    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Also den Schluss musst du mir jetzt mal erklären.

Cyrix


Du hast doch selbst festgestellt, dass mit den deutlich höheren Steuersätzen geringere Steuereinnahmen generiert wurden. Oder wie hoch war der Staatshaushalt in den 90gern im Vergleich zu heute?
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