|
|
| Autor |
Nachricht |
CubanPete_11 Newbie

Anmeldungsdatum: 11.07.2012 Beiträge: 4
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 21:21:56 Titel: Wo arbeitet man am meisten mit CAD |
|
|
Hallo.
Ich wollte fragen, bei welchen Ingenieurstudiengängen man am meisten mit CAD-Programmen (im Studium wie später im Job) beschäftigt ist und welche davon nicht so physik- und mathelastig sind. Weil in Physik hatte ich im Abi leider eine 4, außerdem liegt das Abi schon ein Paar jahre zurück. Mathe allerdings sollte, solange es nicht weit über dem Schulniveau liegt, kein Problem sein, allerdings interessiert es mich im Gegensatz zum technischen Zeichnen überhaupt nicht.
Im Moment habe ich wohnbedingt (HAW Hamburg) die Studiengänge Energie-/Anlagensysteme, Entwicklung/Konstruktion und Produktionstechnik im Blick (ich habe mir auch ihre Vorlesungsverzeichnisse angeguckt, leider sind die Kurse aber nicht vom Inhalt beschrieben), ich bin aber auch für anderes offen.
PS: die Möglichkeit einer Ausbildung zum Technischen Zeichner habe ich wahrgenommen. |
|
 |
Morii Full Member

Anmeldungsdatum: 03.06.2010 Beiträge: 145
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 21:28:38 Titel: |
|
|
Wenn du es nicht physik- und mathelastig haben willst, fallen eigentlich ALLE richtigen Ingenieursstudiengänge(mit richtig meine ich die traditionellen: MaschBau, ET und Bauingenieur) raus.
Es liegt nun mal in der Natur der Sache, das man die Sachen die man mithilfe von CAD simuliert eben auch mathematisch beschreiben/verstehen können muss. Den bei den dort verwendeten CAD Anwendungen geht es eben weniger darum einfach nur irgendwas zu zeichnen, sondern viel ehr darum zu prüfen, ob die Annahmen/Berechnung die man im Vorfeld getroffen hat auch stimmen. |
|
 |
frischell1990 Senior Member

Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 21:40:58 Titel: |
|
|
| Ja, der Technische Zeichner sollte dir eher liegen als ein Ingenieursstudium. Wobei aber viele TZ, die ich kenne, ein Ingenieursstudium hinterhergeschoben und in der Regel auch geschafft haben. |
|
 |
wasp Senior Member

Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 2538
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 22:36:44 Titel: |
|
|
Aus meinen Praktika, die sicherlich nur einen sehr kleinen eingeschränkten Eindruck gegeben haben, weiß ich allerdings, dass selbst der Maschinenbauer von einer TH oder TU mit Schwerpunkt Konstruktion nachher in der Praxis nicht unbedingt viel berechnet.
Je nachdem um welche Produkte es geht, werden die Sachen nicht berechnet sondern nach Erfahrung bzw. einfach Annahmen ausgelegt. Da berechnet man höchstens mal die groben Kräfte, die auf ein Kugellager oder so wirken.
Aber diese Aussage kann man sicherlich nicht verallgemeinern und im Studium muss man eben (fast) alles berechnen. |
|
 |
xmisterDx Senior Member

 Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 7573
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 23:23:44 Titel: |
|
|
In der Praxis gehst du nirgendwo hin und berechnest alles von grundauf neu bzw. rechnest allgemein jeden Furz und Feuerstein aus. Da läuft viel über Erfahrung und natürlich auch per Überdimensionierung. Kann da nur für Elektrotechnik sprechen, aber bei uns wird nicht jedes Kabel berechnet, da legt man im Zweifel lieber nen grösseren Querschnitt und fertig. Und auch unsere Software programmieren wir nicht immer neu, sondern setzen auf alten Projekten auf...
Schätze im Maschinenbau läuft es auch so. Da berechnet man dann halt nicht ob 4 M8 Schrauben reichen, sondern setzt einfach 4 M12 und gut. Zeit ist Geld und was 10 Kollegen schon zigmal konstruiert haben, muss der Neue nicht komplett von vorn berechnen. Man kopiert sich halt was aus alten Konstruktionen zusammen und passt das ein bißchen an, je nach Bedarf...
Ich denke wenn du willst, kannst du auch als Ingenieur ast den ganzen Tag vorm AutoCAD sitzen und Konstruktionen zusammenklickern  |
|
 |
xmisterDx Senior Member

 Anmeldungsdatum: 11.11.2008 Beiträge: 7573
|
Verfasst am: 11 Jul 2012 - 23:25:32 Titel: |
|
|
In der Praxis gehst du nirgendwo hin und berechnest alles von grundauf neu bzw. rechnest allgemein jeden Furz und Feuerstein aus. Da läuft viel über Erfahrung und natürlich auch per Überdimensionierung. Kann da nur für Elektrotechnik sprechen, aber bei uns wird nicht jedes Kabel berechnet, da legt man im Zweifel lieber nen grösseren Querschnitt und fertig. Und auch unsere Software programmieren wir nicht immer neu, sondern setzen auf alten Projekten auf...
Schätze im Maschinenbau läuft es auch so. Da berechnet man dann halt nicht ob 4 M8 Schrauben reichen, sondern setzt einfach 4 M12 und gut. Zeit ist Geld und was 10 Kollegen schon zigmal konstruiert haben, muss der Neue nicht komplett von vorn berechnen. Man kopiert sich halt was aus alten Konstruktionen zusammen und passt das ein bißchen an, je nach Bedarf...
Ich denke wenn du willst, kannst du auch als Ingenieur ast den ganzen Tag vorm AutoCAD sitzen und Konstruktionen zusammenklickern  |
|
 |
wasp Senior Member

Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 2538
|
Verfasst am: 12 Jul 2012 - 00:11:01 Titel: |
|
|
| xmisterDx hat folgendes geschrieben: |
Ich denke wenn du willst, kannst du auch als Ingenieur ast den ganzen Tag vorm AutoCAD sitzen und Konstruktionen zusammenklickern  |
Der Durchschnitts-Konstrukteur berechnet wirklich kaum was und klickt in der Tat "nur" Sachen zusammen. Es gibt dann halt auch die speziellen Abteilungen, wo die kritischen Bauteile landen und wo die Ingenieure wirklich nachrechnen bzw. vom PC nachtrechnen lassen (FEM z.B.). |
|
 |
|