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Verunsicherung, Panik vor dem Studieren?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Verunsicherung, Panik vor dem Studieren?
 
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foxy99
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Anmeldungsdatum: 16.07.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 12:00:12    Titel: Verunsicherung, Panik vor dem Studieren?

Hallo Leute,

ich brauche irgendwie gerade alteingesessene Studenten, die mir die Angst nehmen. Crying or Very sad Ich bin total verunsichert wegen meines Studienanfangs!

Ich hab 2010 schon mein Abitur gemacht (sogar ein relativ gutes, 1,8 im Schnitt) und muss mir irgendwie immer wieder einreden dass ich wohl daher gar nicht so blöd sein kann. Mein Problem? ich wollte damals Medizin studieren, hat natürlich nicht geklappt mit dem Schnitt. Auch der Test für Mediziner hat nichts gebracht. Damals war ich total am Boden zerstört und hab aus Kurzschlussreaktion panisch schnell mich in Raumplanung eingeschrieben, was der totale Fehler war! Ich bin absolut kein Teamplayer, die Materie hat mich total gelangweilt, ich wurde depressiv, hatte nur unfähige Leute in meinen Gruppen (und das Studium besteht wirklich zu gefühlten 80% aus Gruppenarbeiten..) und habs nach nicht Mal 8 Wochen hingeschmissen und mich über 6 Monate in die Depression verkrochen..
Seitdem geht mein Selbstvertrauen immer mehr flöten, ich hab das Gefühl gar nichts zu können! Ich hab so an mir gezweifelt, dass ich mich für alle möglichen Ausbildungsberufe beworben habe (und nur Absagen bekam) aus lauter Frust und Angst, dass ich zu blöd für ein Studium sei, und ich mir ja alles ganz anders vorgestellt hatte.
Nun möchte ich eigentlich im Herbst Bio-, Pharma und Medizintechnik an einer FH studieren - und habe schreckliche Angst vorm Versagen.
Bio hat mir in der Schule wahnsinnig Spaß gemacht, aber ich hab schreckliche Angst vor Physik, Mathe etc.
Dann sagen immer alle "Kopf hoch, FH ist ja nicht so schlimm wie eine TU!" aber irgendwie nimmt mir das die Angst nicht. Meine Eltern haben wenig Verständnis für meine Situation und mein Vater übt ungemein Druck auf mich aus, von wegen "wehe das klappt wieder nicht" und "wehe du wirfst hin" und "das machst du jetzt!" dass sich mir der Magen umdreht.
Ich bin eher ein Einzelgänger und schließe einfach schwer neue Freundschaften etc. und habe einfach Angst, dass ich dort alleine als Außenseiter stehe und mir fachlich z.B. in Physik sehr schwer tue.. ich habe auch schon beschlossen, nicht hinzuziehen (sind nur 30 Minuten Fahrt, die Mietkosten rentieren sich nicht..) sondern erstmal zu Hause zu bleiben, um nicht ganz aus meiner "Welt gerissen zu werden" - wenn ihr versteht was ich meine.
Mache ich mir selber diese Probleme und lege mir Steine in den Weg, oder gibt es wirklich Leute, die zwar gutes Abi hinkriegen, aber an der Uni total versagen? Irgendwie kam mir alles total befremdlich vor.. ich weiß auch nicht, wie ich mich vorbereiten soll, sowohl fachlich als auch psychisch. Ich hab ja auch schon seit fast 2 Jahren im Grunde nix mehr richtig gelernt. Ob ich jemals wieder reinfinde??? Sad
Justav
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Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2702

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 12:13:50    Titel:

Hola,

Wenn du damals schon nach 8 Wochen hingeschmissen hast, hattest du überhaupt einen Nachweis über deine Leistungen? Nur weil du in Gruppenarbeiten oder Übungen vorher nicht alles geschafft hast, und an dir gezweifelt hast, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass am Ende in den Klausuren auch alles schiefläuft.
Wenn ich mich an meinen eigenen Studienbeginn erinnere, hatte ich schon im Mathe-Vorkurs Panik das Studium nicht zu schaffen, weil ich mich einfach noch gar nicht auf die Situation eingestellt hatte, alles mir viel zu schwer und theoretisch vorkam. Nach ein paar Monaten kamen dann die Klausuren und ich habe trotz aller Zweifel alle einigermaßen gut bestanden, oftmals waren diejenigen die in den Übungen schon alles konnten und die größten Töne gespuckt haben, am Ende die, die in den Klausuren durchgefallen sind. Wichtig ist einfach die richtige Strategie.

Zitat:
Dann sagen immer alle "Kopf hoch, FH ist ja nicht so schlimm wie eine TU!"


Das kommt immer drauf an, auf die Hochschule, auf den Studiengang, und am meisten auf einen selbst. Wenn du sagst, dass du eher Einzelgänger bist und keine Gruppenarbeiten magst, dann solltest du natürlich Studiengänge mit einem hohen Anteil davon vermeiden. Ich hatte in meinem gesamten Bachelor-Studium keine einzige Gruppenarbeit, nur Vorlesung->Übung->Prüfung und das wars. Generell scheinen FHs eher verschulter zu sein, daher bin ich mir nicht sicher ob eine TU wirklich die schlechtere Wahl ist. Kommt natürlich immer drauf an, wie der Studiengang gestaltet ist.

Viel Erfolg.
foxy99
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Anmeldungsdatum: 16.07.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 12:21:06    Titel:

Hallo,

ja, 8 Wochen - und Klausuren habe ich demnach keine geschrieben. Es hat mich von Anfang an kaum interessiert, auch die Vorlesungen selbst nicht. Ich fand es katastrophal, in Gruppen zu arbeiten, mit Leuten, die alles immer "zusammen" machen wollten, und das darin resultierte, dass ich alleine alles gemacht habe. Selbst als es Krach gab und ich die Dinge angesprochen habe die mich stören, hat sich der Partner nicht geändert. Dann bin ich zum Prof und bekam nur ein "Pech gehabt, machs alleine" zu hören - also 100% Arbeitsaufschlag zusätzlich. Das hat nicht funktioniert. Ich saß bis abends um 11 am Schreibtisch und hab geheult, weil ich mit nichts fertig wurde, keine Freizeit mehr hatte und ich den Ekel vor dem nächsten Tag hatte.
Daher habe ich große Angst, dass es mir wieder so geht.
Ich weiß nicht, wie groß der Anteil an Gruppenarbeiten in Pharma-Medizin-Biotechnik ist. Ich weiß auch nicht, wie sich das ganze in FH/TU unterscheidet.. ganz vergessen kann ich es wohl leider nicht.
Ich hab generell Angst davor, wieder mich darauf einzulassen. Am Ende schwänze ich nach 2 Wochen schon die Vorlesungen oder so.
Am liebsten würde ich einen Fernstudiengang machen, aber da sind meine Eltern nicht einverstanden. Die denken, dass sei längst nicht anerkannt bzw. (und das sehe ich ja noch ein) macht es sich auch vielleicht beim späteren Arbeitgeber nicht so gut, der sich dann auch denkt "warum ist sie nicht zur Uni, sie hat doch keine Kinder etc.?)
Ich bin verdammt menschenscheu und zweifele derzeit einfach total an meinem Können und meiner Belastbarkeit. Ich hab Angst, wieder jeden Abend bis 23 Uhr "alleine" an irgendwelchen nie endenden Arbeiten zu sitzen, fürchte ich Sad
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 4624

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 12:44:51    Titel:

wo liegt die schwierigkeit darin für den neuen studiengang den anteil von gruppen- und laborarbeiten zu ermitteln? schau im studienhandbuch oder frag per email nach. generell wird es aber sehr schwierig einen praxisorientierten studiengang an einer fh zu finden, der in dem bio-/pharma-/medizin-bereich keinen laboranteil hat.
nAim
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Anmeldungsdatum: 04.12.2007
Beiträge: 2032

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 12:47:37    Titel:

Jeder student den ich kenne bewertet es positiv zu Hause ausgezogen zu sein. Gerade wenn dir deine Eltern soviel Druck machen. Du musst selbst Entscheiden was du machen willst und ich würde dir dazu raten dich ein wenig von deinen Eltern zu emanzipieren wenn da nur so ein scheiß Feedback kommt.
Ein großer Vorteil ist vor allem, wenn du in der Stadt wohnst in der du studierst, am besten noch in einer WG lernst du sehr schnell viele nette Leute kennen.


Mach dir keinen allzugroßen Stress, genieße noch ein wenig den Sommer. Wichtig ist eigentlichnur, dass du etwas machst, dass dir auch gefällt, dann kommt der Rest von alleine und dann ist es auch nicht mehr ganz so schlimm wenn es beim lernen mal länger wird, ne Woche später sitzt du mit deinen Freunden dann in der Bar und lachst.
foxy99
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Anmeldungsdatum: 16.07.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 13:08:03    Titel:

von zu Hause weg möchte ich derzeit eigentlich nicht.. ich bin absolut kein WG Mensch, ich brauche meine Ruhe. Ich denke wenn ich zuviel Umbrüche auf einmal in Kauf nehme, komme ich gar nicht klar.

zum Studium : Ja, Laboranteil ist wohl schon dabei, ab Semester 2. Ist das auch immer in Gruppen? Ich kenne mich damit ja nicht aus, woher auch? Crying or Very sad welcher Studiengang hat denn wenig bis keine Gruppenarbeitsvorgänge?

Natürlich habe ich auch überlegt an der TU hier zu bleiben - allerdings sind hier wirklich ausschließlich technische Fächer zu belegen, und Bio alleine hat allgemein keine tollen Jobaussichten, was man hört. Und mir dann ein Schwerpunktsstudium in Chemie oder Physik an einer TU antun, davor habe ich zu großen Respekt! Das traue ich mir derzeit überhaupt nicht zu.
Ich hab halt auch die Probleme, dass ich nicht weiß, was ich wirklich will. Was in die Bio-Medizin-Richtung fände ich toll, viel mehr "Technik" habe ich schon wieder Angst davor, Geisteswissenschaften eher langweilig und öde, aber ich würde mich eher als Allrounder bezeichnen. Ich war in der Schule überall ganz gut, aber nirgends top, außer Biologie und Englisch - und das zu studieren? wo stehe ich da in 10 Jahren?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 4624

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 13:21:57    Titel:

labore sind gruppenarbeiten mit einem oder sogar zwei partnern (bei uns an der fh). in der praxis läuft heutzutage oftmals auch nichts mehr ohne teamwork, also solltest du dich daran schon mal gewöhnen. teamwork bedeutet nicht, dass du alles erledigst.

also glaubst du ernsthaft alle angehenden biologen werden taxifahrer, oder was? Laughing es ist ziemlich sinnfrei seinen wunschstudiengang zu umgehen, vor allem weil in bio die jobperspektive bei weitem nicht so schlecht ist wie in genug anderen studiengängen.
sieh es anders, bio schaffen und mit etwas örtlicher flexibilität arbeit finden ODER andere studiengänge eventuell gar nicht schaffen, weil du mangels interesse nach 2 wochen keine vorlesungen mehr besuchst oder bereits nach 2 monaten vor der ersten prüfung abbrichst? ich empfand den druck im ersten semester jedenfalls nicht so hoch wie im hauptstudium, da musste man keine laborberichte parallel zum lernen verfassen, sondern sich bloß um die vorlesungen kümmern.

übrigens kochen die an der tu auch alle nur mit wasser. ich habe einige im bekanntenkreis, die in ihrem tu master (nach fh bachelor) sogar noch bessere noten haben, auch wenn das sicher kein guter vergleich ist. laut deren aussage ist es theoretischer, aber das wird durch weniger prüfungen und mehr zeit zum lernen ausgeglichen. die kommen übrigens aus der realschule, einer sogar hauptschule, also mach dir wegen LK usw. keinen kopf. das ist alles machbar.
kümmer dich unbedingt mal um dein selbstbewusstsein, denn 1,8 im abi hatte bei euch doch nicht jeder, oder?
11.11
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Anmeldungsdatum: 26.01.2009
Beiträge: 639

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 13:31:20    Titel:

Arbeite an Dir ! Ich bin kein Therapeut, jedoch ist diese Aussage "ich bin verdammt menschenscheu" schon sehr hart. Du wirst im Studium immer mit Menschen zusammenkommen, die du nicht kennst, die du nicht magst oder die auch dich nicht mögen. Das gleiche Spiel auch später im Berufsalltag. Du hast ein tolles Abi, sei etwas selbstbewusster, auch wenn ich bemerkt habe, dass das Abi im Studium keine Aussage hat. Ich kenne Leute, die ein 3er Abi haben und besser abschneiden als Leute mit einem 1er oder 2er Abi. Wenn du etwas machst, was dir Spaß bereitet, dann wird das Studium laufen. Ich würde mir keine großen Gedanken machen.

Bein den Eltern würde ich nicht wohnen bleiben. Egal wie gut das Verhältnis ist. Irgendwann muss man von zu Hause weg und ein eigenes Leben aufbauen. Also erwachsen werden, weniger pessimistisch sein und noch die freie Zeit vor dem Studium genießen.

Ps. die ersten zwei Semester sind an nahezu jeder Uni sehr hart. Lass dich nicht direkt nach dem ersten Semester abschrecken, nach den paar "harten" Fächern läuft alles wie gewünscht. Und ganz wichtig (!): Ich habe im Studium immer mit Leuten zusammengelernt. Das hat mir unheimlich viel gebracht und auch der Gruppe. Ohne das Gruppenlernen hätte ich mein Studium sicher nicht so zügig und mit den entsprechenden Noten beendet. Es ist sicher nicht so leicht, ein Studium alleine zu stemmen. Du wirst sehr große Probleme haben, das Studium alleine zu packen und auch wirst du keinen großen Spaß verspüren. Die Studentenzeit soll doch die beste Zeit deines Lebens werden Wink

Ich wünsch Dir viel Erfolg und vor allem Mut !
Puuhbär
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Anmeldungsdatum: 05.07.2008
Beiträge: 432

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 15:56:05    Titel:

An deiner Stelle würde ich einfach mal in die Sprechstunde eines Psychiaters gehen. Der kann dir die Angst nehmen und dich unterstützen nicht wieder in Depression zu verfallen - wenn du regelmäßig hingehst.
Einen Psychiater zu konsultieren ist schon lange kein Stigma mehr, mit dem man zu kämpfen hat. Ich kenne viele die zum Psychiater gehen oder gehen sollten. Rolling Eyes

Ich wünsche dir alles gute.
cyrix42
Valued Contributor
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Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 23011

BeitragVerfasst am: 16 Jul 2012 - 16:10:35    Titel:

Puuhbär hat folgendes geschrieben:

Einen Psychiater zu konsultieren ist schon lange kein Stigma mehr, mit dem man zu kämpfen hat.


Versuche mal eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen oder verbeamtet zu werden...

Cyrix
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