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Industriekaufmann und studieren?
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Franzelot
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Anmeldungsdatum: 17.07.2012
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 17 Jul 2012 - 15:10:25    Titel: Industriekaufmann und studieren?

Hallo liebes Forum,

kurz zu mir und meinem Lebenslauf:

bin 23 Jahre und komme aus NRW
2005 Realschulabschluss 1,9 (mit lernen im letzten Jahr)
2007 Höhere Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung Fachabi 2,4 (Minimalprinzip)
2010 Industriekaufmann mit 2,3 (hat mich etwas gefordert, hab aber auch nur das nötigste getan)
anschließende Übernahme in einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Arbeite in einem mittelständigem elektro Unternehmen in der Projektorganisation. Praktisch dem Dreh und Angelpunkt der Firma.
Die Tätigkeit macht mir wirklich Spaß, jedoch habe ich hier keine großen Aufstiegschancen und der Verdienst ist mir auch zu gering. Ich kann mich Versorgen aber eine Familie kann man damit nicht ernähren^^

Überlege seid etwa einem Jahr ein BWL Studium (FH) anzufangen. Doch irgendwie habe ich auch Angst davor. Angst zu versagen und Angst etwas sicheres zu verlieren.
Vor Zahlen habe ich keine Angst (Fachabi Prüfung 1)
Kfm.-verständnis habe ich auch
Sprachen liegen mir nicht so. Englich immer so ein 3er - 4er Kanditat, ebenso in Deutsch. Irgendwelche Gedichte interpretieren u. analysieren lag mir nie.

Der Stoff in der Berufsschule hat eigentlich spaß gemacht solange er Praxisnah war.
Aber bei Themen wie Volkswirtschaftlichegesamtrechnung, amerikanischen u. holländisches Tenderverfahren usw., hab ich mich schwer getan zu lernen.

Für ein Abendstudium bin ich nicht der Typ.
Habe auch Angst das ich mir mit 30 den Vorwurf mache, es nicht versucht zu haben.

Kann mir einer vlt. meine Ängste nehmen?
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 3600

BeitragVerfasst am: 21 Jul 2012 - 20:53:12    Titel:

sprachen sind wahl-, aber keine pflichtveranstaltungen in einem bwl-studium. vwl hält sich sehr in grenzen bei bwl-studiengängen an fachhochschulen, also nur ein sehr geringer anteil, wenn nicht überhaupt nur wahlmodul.
die meisten scheitern an den mathe- und statistikveranstaltungen in den ersten semestern. der rest hängt eigentlich nur vom fleiß ab, also nichts schwieriges, sondern nur sehr viel stoff.

du kannst natürlich auch eine weiterbildung zum betriebswirt machen.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 4659
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2012 - 14:48:55    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
sprachen sind wahl-, aber keine pflichtveranstaltungen in einem bwl-studium. vwl hält sich sehr in grenzen bei bwl-studiengängen an fachhochschulen, also nur ein sehr geringer anteil, wenn nicht überhaupt nur wahlmodul.

Bei uns war Englisch Pflicht...
BWL-Studiengänge haben einen großen Vor- und Nachteil. Vorteil ist, dass es soviele gibt, dass es für jeden ein passendes Programm gibt, Nachteil, man muss es finden.

Auch VWL kann durchaus einen guten Einschlag in ein BWL-Studium an einer FH erhalten. Wichtiger ist hier die Frage, wie es gelebt wird. Es gibt durchaus FH die VWL wenig quantitativ machen, während andere, evtl. mit CP-kleinerem Anteil, richtig die VWL-mathematische Keule rausholen.

Zitat:
die meisten scheitern an den mathe- und statistikveranstaltungen in den ersten semestern.

Yep. Allerdings kenne ich nur ganz, ganz wenige, die ausschließlich deswegen gegangen sind, weil sie den Mathe-/Statistikschein nicht bekommen haben. In aller Regel haperte es dann auch an anderen Fächern wo sie unterdurchschnittlich waren.

Franzelot hat folgendes geschrieben:
Überlege seid etwa einem Jahr ein BWL Studium (FH) anzufangen. Doch irgendwie habe ich auch Angst davor. Angst zu versagen und Angst etwas sicheres zu verlieren.

Das ist normal. Davor haben viele Angst. Wichtig ist aber, dass die Angst nicht Dein Handeln bestimmt. Du kannst nicht gewinnen, wenn Du nicht kämpfst.

Zitat:
Vor Zahlen habe ich keine Angst (Fachabi Prüfung 1)
Kfm.-verständnis habe ich auch

Damit hast Du eigentlich schon gute bis sehr gute Voraussetzungen, dass Studium zumindest zu bestehen.

Zitat:
Sprachen liegen mir nicht so. Englich immer so ein 3er - 4er Kanditat, ebenso in Deutsch. Irgendwelche Gedichte interpretieren u. analysieren lag mir nie.

Reicht auch. Du musst dir ja auch nicht einen BWL-Studiengang aussuchen, der viele englische Vorlesungen hat. Ganz ums Englische herum wirst Du aber nicht kommen, dafür ist BWL schlicht zu international. Eine Haus- oder Abschlußarbeit ohne englische Quellen (auch, natürlich nicht nur) sollte es eigentlich kaum noch geben und kommt trotzdem oft genug vor.

Auch wenn keine Gedichte mehr wirst Du Texte durchaus interpretieren können und sei es Case-Studies, Aufgabenstellungen oder Fachtexte. Dafür hast du mal den ganzen Quatsch in D gelernt um "zwischen den Zeilen" lesen zu können.

Zitat:
Der Stoff in der Berufsschule hat eigentlich spaß gemacht solange er Praxisnah war.
Aber bei Themen wie Volkswirtschaftlichegesamtrechnung, amerikanischen u. holländisches Tenderverfahren usw., hab ich mich schwer getan zu lernen.

VGR? Das kann ich mir gut vorstellen. Das ist ein Kreuz für die meisten BWLer. Allerdings wirst Du auch im BWL-Studium sehr wahrscheinlich damit wieder in Berührung kommen.
Tenderverfahren sind eigentlich noch ziemlich simpel.
Hier wirst Du Dich schon auf noch etwas anderes Stoff einstellen müssen, der in Teilen nicht unerheblich theorielastiger wird als die Berufsschule.

Aber es ist machbar. Vor Dir haben das schon ganz andere gepackt.

Zitat:
Für ein Abendstudium bin ich nicht der Typ.

Muss man ja auch gar nicht sein.

Zitat:
Habe auch Angst das ich mir mit 30 den Vorwurf mache, es nicht versucht zu haben.

Versuch es doch einfach. Was hast Du zu verlieren? Ein paar Euro, ok. Aber Du wirst, selbst wenn Du es nicht schaffen solltest, einige Erfahrungen haben, die dir niemand mehr nehmen kann und die Dir auch beruflich helfen werden.

Ausserdem könntest Du es ja auch versehentlich schaffen Wink

Wer an kaufmännischen Dingen Spaß hat und nicht ganz auf die Nuss gefallen ist, der kann ein BWL-Studium mit entsprechendem Ehrgeiz schaffen. Minimalprinzip ist hier aber nicht nochmal.

Grüße
Gozo
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