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geeigneter Schmalkeilriemen?
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Threadbare
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Anmeldungsdatum: 20.05.2012
Beiträge: 5
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BeitragVerfasst am: 22 Jul 2012 - 16:50:04    Titel: geeigneter Schmalkeilriemen?

Hallo.

Ich sitze hier gerade an einer Aufgabe aus dem Bereich Konstruktionstechnik.
In der Aufgabe geht es um ein Antriebssystem für ein Förderband, das einmal mit einem Riemen und einmal mit einer Kette realisiert werden soll.
Der erste Teil der Aufgabe ist, "anhand externer Quellen" Das Profil eines geeigneten Schmalkeilriemens und die Größe einer geeigneten Rollenkette anzugeben.

Ich habe mich zwar schon mit den Grundlagen der Konstruktionslehre beschäftigt, aber einen konktreten Ablauf, wie man solche Dinge rausfindet habe ich bisher nirgends finden können. In den Heften die ich gelesen habe werden nur verschiedene Arten von Riemen, von Ketten u.s.w. beschrieben. Eine wirklich Hilfe, wie man überhaupt anfängt, ist das nicht.

Jetzt ist also in der Aufgabe beschrieben, dass Antrieb und Abtrieb 600-700mm Abstand zueinander haben und ich habe noch ein Paar Werte zur Leistung und Drehzahl gegeben. Laut Aufgabenstellung soll man einen Schmalkeilriemen laut DIN 7753 verwenden. Aber woher weiß ich, was für Größen da wichtig sind? Ist ja schon klar, dass für die größe der Rollen die Übersetzung wichtig ist, aber wo bekomme ich denn einen Anhaltspunkt her, wie groß die Rollen sein müssen und wie lang der Riemen sein muss??
_________________
LG
Robert
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Anmeldungsdatum: 08.03.2009
Beiträge: 1003

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2012 - 02:06:08    Titel:

Vielleicht hilft Dir das weiter:http://www.google.de/search?client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&channel=s&hl=de&source=hp&biw=&bih=&q=schmalkeilriemen+din+7753&meta=&oq=Schmalkeilriemen&gs_l=firefox-hp.1.2.0l9.5546.12317.0.18215.16.9.0.7.7.0.199.1163.1j8.9.0...0.0...1ac.RsrZURGHULM#hl=de&client=firefox-a&hs=YiM&rls=org.mozilla:de%3Aofficial&channel=s&sclient=psy-ab&q=schmalkeilriemen+din+7753+%C3%BCbertragbare+Kr%C3%A4fte&oq=schmalkeilriemen+din+7753+%C3%BCbertragbare+Kr%C3%A4fte&gs_l=serp.12...69021.80303.1.84211.20.20.0.0.0.0.295.2351.10j9j1.20.0...0.0...1c.vtZFKFTSdmM&psj=1&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.&fp=4b4a352b6e15cc0d&biw=1024&bih=626

Treadbare hat folgendes geschrieben:
Ich habe mich zwar schon mit den Grundlagen der Konstruktionslehre beschäftigt, aber einen konktreten Ablauf, wie man solche Dinge rausfindet habe ich bisher nirgends finden können. In den Heften die ich gelesen habe werden nur verschiedene Arten von Riemen, von Ketten u.s.w. beschrieben. Eine wirklich Hilfe, wie man überhaupt anfängt, ist das nicht.

Jetzt ist also in der Aufgabe beschrieben, dass Antrieb und Abtrieb 600-700mm Abstand zueinander haben und ich habe noch ein Paar Werte zur Leistung und Drehzahl gegeben. Laut Aufgabenstellung soll man einen Schmalkeilriemen laut DIN 7753 verwenden. Aber woher weiß ich, was für Größen da wichtig sind? Ist ja schon klar, dass für die größe der Rollen die Übersetzung wichtig ist, aber wo bekomme ich denn einen Anhaltspunkt her, wie groß die Rollen sein müssen und wie lang der Riemen sein muss??


Du sagtest es bereits selbst: es geht um Übersetzungsverhältnisse; d.h. um Kraft x Hebelarm.
Die Distanz zwischen An- und Abtrieb ist dabei an sich unerheblich.Wink

Sie spielt bestenfalls dann eine Rolle, wenn es darum geht, mit einer Vielzahl von Riemenscheiben die Kräfte übertragen zu können.

Denn nur darum geht es:
um Kraftübertragung per Riemenscheiben.

Dabei kannst Du gedanklich von der ganz simplen Vorstellung ausgehen, daß diese Kraftübertragung nur über entspr. "Reibungsflächen" erfolgen kann.
Im einfachsten Fall also über einen Flachriemen.
Bei Keilriemen ist die "Reibungsfläche" nur etwas anders angeordnet:
nämlich platzsparender. Smile

Und das war's dann auch schon.
D.h.: Du mußt Dich in den Hinweisen dahingehend durchwühlen, welche Kräfte ein Schmalriemen übertragen kann.
Reicht einer nicht, nimmst Du halt mehrere (per Mehrfach-Riemenscheibe).

Bei Riemenantrieben mußt Du noch den "Schlupf" berücksichtigen.
Der wird üblicherweise in % angegeben und hängt auch vom "Umschlingungswinkel" ab.

Bei Kettenantrieben ist das auch nicht recht viel anders:
reicht eine Kette nicht aus, nimmt man halt eine Doppel- oder Dreifachkette, damit die entspr. Kräfte übertragen werden können.

"Schlupf" entfällt jedoch bei Ketten.
Weil die nicht per "Reibungsflächen" Kräfte übertragen sondern per kraftschlüssiger Kraftübertragung (über "Zahnräder") Smile
_________________
mfG und: mit Stahl gibt's keine Qual
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 518

BeitragVerfasst am: 01 Aug 2012 - 09:45:53    Titel:

Zitat:
Dabei kannst Du gedanklich von der ganz simplen Vorstellung ausgehen, daß diese Kraftübertragung nur über entspr. "Reibungsflächen" erfolgen kann.
Im einfachsten Fall also über einen Flachriemen.
Bei Keilriemen ist die "Reibungsfläche" nur etwas anders angeordnet:
nämlich platzsparender.


Es gibt neben dem Platzspareffekt imho noch einen weiteren Grund für die Keilform.
Bei gleicher Riemenvorspannung (und auch sonst gleichen Voraussetzungen) kann im Vergleich zum Flachriemen mehr Leistung übertragen werden, da die Normalkraft zur Reibfläche nicht mehr nur der Vorspannkraft entspricht, sondern über eine Winkelfunktion des Keilwinkels vergrößert wird und damit die übertragbare Reibkraft höher ist.

MfG. Frank
Threadbare
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Anmeldungsdatum: 20.05.2012
Beiträge: 5
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BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 17:57:30    Titel:

Hey, danke für die genaue Beschreibung, das ist auf jeden Fall schonmal eine große Hilfe um den richtigen Ansatz zu finden. ^^
Ein Problem habe ich aber dennoch noch: In der Aufgabe sind die Drehzahlen der Riemenscheiben und die Leistung der Antriebseinheit gegeben. Wieviel Kraft am Abtrieb zur Verfügung stehen muss ist nicht gegeben. Zusammen mit dem angegebenen Abstand, den die Achsen voneinander haben sollen kann ich ja jetzt mithilfe einer Formel für den "empfohlenen Achsabstand" mögliche Riemenscheibendurchmesser berechnen. Reicht es dann, wenn ich aus der Leistung des Antriebs die Kraft berechne, die an meiner zuvor berechneten Riemenscheibe anliegt und einen Riemen wähle, der das übertragen kann? Dann könnte ich zusätzlich noch angeben wieviel Kraft man dem Abtrieb abverlangen kann, wofür es ja in meiner Aufgabe keine Vorgabe gibt...

PS: In der Aufgabe ist von "leichtem Gut" die Rede, eine Google Suche nach "leichtes Gut" brachte mich nicht weiter. Ist das eine Umschreibung für ein bestimmtes Gewicht? Nicht, oder?
_________________
LG
Robert
Frankx
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Anmeldungsdatum: 02.08.2010
Beiträge: 518

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 19:11:34    Titel:

Zitat:
In der Aufgabe sind die Drehzahlen der Riemenscheiben und die Leistung der Antriebseinheit gegeben.


Über diese Werte kannst Du das Antriebsmoment berechnen und dann einen Antriebsscheibendurchmesser wählen, bei dem die übertragbare Riemenkraft größer ist, als die für das Antriebsmoment erforderliche Riemenkraft am Scheibenradius.

Scheibendurchmesser, Riemenlängen und Querschnitte sind üblicherweise durch Normen oder vom Hersteller abhängig gestaffelt.
Normalerweise würde man nach obigen Vorüberlegungen eine Scheiben-Riemenkombination wählen und danach prüfen, ob sie für den Anwendungsfall geeignet ist und gegebenenfalls mit anderen Parametern neu probieren.
Oft gibt es mehrere mögliche Varianten.

Konstruktion ist meist ein iterativer, kein linearer Vorgang, d.h. man nähert sich einem optimalen Ziel durch Variation der Parameter immer weiter an.

Zitat:
In der Aufgabe ist von "leichtem Gut" die Rede, eine Google Suche nach "leichtes Gut" brachte mich nicht weiter. Ist das eine Umschreibung für ein bestimmtes Gewicht? Nicht, oder?


Ich würde das so interpretieren, dass es z.B. im Anfahrmoment keine sehr viel höhere Belastung für den Antrieb gibt, das Antriebsmoment also ziemlich konstant bleibt. Andernfalls könnte es im Anfahrmoment durch hohe Massenträgheit zum Durchrutschen des Riemens kommen.

MfG. Frank
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