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Rücktritt bei Mittäterschaft
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Jo´s
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Anmeldungsdatum: 13.10.2006
Beiträge: 182

BeitragVerfasst am: 22 Jul 2012 - 19:42:17    Titel: Rücktritt bei Mittäterschaft

Wie ist die folgende Frage zu beantworten:

Wenn ein Mittäter A seine Tat bereits im Vorbereitungsstadium vollbracht hat (angenommen, dass ist möglich) und dann den Tatentschluss aufgibt, also vor dem eigentlichen Versuchstadium. A will den anderen Mittäter C auch dazu bringen, seinen Beitrag gar nicht auszuführen. dieser sagt zwar zu, meinte es aber nie ernst. Er führt die Tat aus. Der ursprüngliche Tatbeitrag des A bleibt auch mitursächlich für die Vollendung. Ist da ein Rücktritt irgendwie möglich?
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1146
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2012 - 22:06:13    Titel:

hmm ... seh da auch keine Rücktrittsmöglichkeit.

Sein freiwilliges und Ernsthaftes Bemühen erscheint nur dann ausreichend, wenn der Taterfolg entfällt oder aber die Tat auch ohne sein Zutun nicht vollendet wird (also sein Verursachungsbeitrag entweder durch ihn oder jemand anderen neutralisiert wurde).

Man könnte sich vielleicht noch fragen, auf welchen konkreten Tatverlauf sich sein ehemals vorhandener Tatentschluss bezog.
Wenn die Tat, so wie sie dann von den anderen ausgeführt wurde, eine erhebliche Abweichung von dem von A vorgestellen Kausalverlauf aufweist, also einen Kausalverlauf, der auch nach der allgemeinen Lebenserfahrung so nicht vorhersehbar war, könnte man den Vorsatz für die letztendlich vorgenommene Tat im Hinblick auf A verneinen.

Aber dafür gibt der Sachverhalt, so wie du ihn geschildert hast, nichts her.


Man wird A's Handeln letztlich wohl nur im Rahmen der Schuld berücksichtigen können.


(Anders natürlich, wenn du auf die enge Tatherrschaftslehre abstellst und generell einen Verursachungsbeitrag im Vorbereitungsstadium nicht als täterschaftsbegründende Handlung ausreichen läßt.
Aber nach Animus-Lehre und weiter Tatherrschaftslehre seh ich da auch bislang auch keine Rücktrittsmöglichkeit.)
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