Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Grundlagenfrage zu Preiselastizität
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Grundlagenfrage zu Preiselastizität
 
Autor Nachricht
Kinglolo
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 03.12.2006
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2012 - 14:21:24    Titel: Grundlagenfrage zu Preiselastizität

Hallo zusammen,

Die VWL Vorlesungen sind bei mir schon eine Weile her, aber ich habe mich letztens mal wieder mit der Preiselastizität auseinander gesetzt. Ich weiss dass die Recnhung dazu genutzt wird um die Mengenänderungen bei Preisänderungen zu erfassen.

Wenn man nun aber anhand einer PAF die Rechnung durchgeht berechnet man doch schon im zweiten Schritt die Mengenänderung anhand der PAF bevor man die Elastizitätsformel überhaupt anwendet. Also zum Beispiel:

f(x)= 50-0,25x

Der Preis sei 40. Dann würde die Formel nach x umgestellt werden und ich hätte die Menge berechnet. Also in diesm Fall ebenfalls 40. Soweit so klar.


Kommt es nun zu einer Preiserhöhung würde doch wieder mit dem selben Prinzip die Menge für den neuen Preis berechnet werden.
Wieso kommt also die Formel (dx/x)/(dp/p) überhaupt zum Einsatz, ich habe doch schon den Mengenunterschied (indem ich die Mengen voneinander abziehe) berechnet ? Bitte um Aufklärung Wink
erobique
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 08.08.2009
Beiträge: 309

BeitragVerfasst am: 23 Jul 2012 - 16:13:49    Titel:

Es geht nicht um absolute Aussagen. Klar kannst Du sagen, dass bei dem und dem Preis die Nachfrage so und so ist. Das hat aber nur zur Hälfte etwas mit Elastizitäten zu tun.
Bewirkt eine Preiserhöhung um einen Euro bei einem Auto etwas? Wie wäre es bei Schokolade? Du merkst, Du brauchst hier ein Maß, welches die Preis- und auch Mengenveränderungen vergleichbar macht. Dazu ist eine relative Angabe sinnvoll - das ist die Elastizität.

Du hast hier eine inverse Nachfragefunktion. Warum invers? Weil man in Nachfragefunktion üblicherweise einen Preis einsetzt und eine zugehörige Nachfrage rausbekommt. In die inverse Nachfragefunktion gibt man eine Nachfrage nach x ein und bekommt den zugehörigen Preis raus. Diese Betrachtungsweise ist normalerweise wenig sinnvoll. Wenn Du diese Funktion für die Elastizität nutzt, bekommst Du die Mengenelastizität, das willst Du nicht, sondern die Preiselastizität.
Also erster Schritt: Stelle die Funktion so um, dass p die Variable ist, von der x abhängt:
p = 50 - 0.25x
<=> x = 200 - 4p

Die Formel der Preiselastizität der Nachfrage liegt Dir vor, Du rechnest das jetzt aus und setzt dann deinen Preis 40 ein.
Deine Elastizitätsformel sollte Dir den Wert -4 ausgeben. Interpretation lautet dann:
"Bei einem Preis von 40€ würde eine einprozentige Preiserhöhung zu einem vierprozentigen Nachfragerückgang führen."
Man könnte sich abschließend fragen: stimmt das?
Einfach nachprüfen:
Bei einem Preis von 40 beträgt die Nachfrage auch 40.
Bei einem Preis von 40*1.01=40.4 (das entspricht der einprozentigen Nachfrageerhöhung) beträgt die Nachfrage 38.4 Einheiten.
Und siehe da: 40*0.96 (das entspricht einer Senkung um 4%) sind gerade gleich 38.4
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> VWL/BWL-Forum -> Grundlagenfrage zu Preiselastizität
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum