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Hausarbeit Übung Strafrecht bei Prof. Seher (FU Berlin)
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Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Hausarbeit Übung Strafrecht bei Prof. Seher (FU Berlin)
 
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JutenTach
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Anmeldungsdatum: 23.08.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 23 Aug 2012 - 22:54:56    Titel: Das ist aber die Meinung des BGH

Zitat:
aber dann den § 251 für A wieder bejaht, weil der BGH die Gewalt zur Fluchtsicherung durchlässt und der A den W ja bewusstlos schlägt, damit er die Polizei nicht holen kann.


Sorry, Ich bin nun etwas verwundert. Es gibt auch die Meinung in der Literatur - was die herrschende Meinung ist - und da heißt es z.B.

Die Qualifikation nach Vollendung der Wegnahme erweitert die Phase des Tatbestandes unbestimmt lange aus - Rengier BT I § 4 Rn. 49. Und verwiesen wird in der Literatur auch auf das Bestimmtheitsgebot und das Analogieverbot.

Mein "Problem" ist nun: Das der § 250 nur abzulehnen ist. Denn der Paragraph fordert ja ein "bei der Tat". Und wenn der Schlag mit der Flasche nicht bei der Tat - der Wegnahme - erfolgte, dann wurde das gefährliche Werkzeug nicht "bei der Tat" eingesetzt, die "schwere körperliche Mißhandlung" erfolgte nicht "bei der Tat" und für die "Gefahr des Todes (3 b) wird Vorsatz benötigt. Den hatte er ja auch nicht ("Hatte mit seinem Tod nicht gerechnet"). Damit hab ich den § 250 zwar drin, aber nur um den Streit um die Qualifikation in der Beendigungsphase darzustellen ("sukzessive Qualifikation" Lesen: JURA 2009, 852, der sagt vieles zur hM und kritisiert die Meinung des BGH heftig).

Aber kann das denn sein?

§ 251 würde aus dem gleichen Grund scheitern, bleibt noch § 252 und wenn nicht § 251 dann § 222.

Oder bin ich total auf dem Holzweg?
ÄnnaBanana
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Anmeldungsdatum: 23.08.2012
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 08:22:56    Titel:

ich habe die beleidigung verneint, weil eine äußerung im engsten familienkreis keine Beleidigung ist (enger freundeskreis zählt auch dazu, da A+B den Kontakt zu den Eltern abgebrochen haben). findest du bei Rengier.

Habe aber eine andere Frage:
Hat irgenjemand etwas zum Baum gefunden? ist der Baum eine Sache von bedeutendem Wert??
susi19900
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Anmeldungsdatum: 22.08.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 11:49:27    Titel:

hey,
1. zum baum:
würde ich nicht ansprechen, das mit dem bedeutendem wert. einfach auf beinahe unfall gehen und weiterprüfen

2. zu §§ 249, 250, 251

also bei 250 wollt eich §§ 250 II Nr.1 2.var., nr3a und nr.3b prüfen. ich fange also an und fliege schon bei II nr.1 2.var. raus, weil nicht "bei der tat"..würdet ihr die anderen beiden varianten dann noch ansprechen??

zu 251: grds. ist das der gleiche streit wie bei 250, aber bgh ändert doch ab, bei raub mit todesfolge wird das soweit erweitert als das man auch in der fluchtphase die quali noch verwirklichen kann oder????


zu 252???prüft ihr zuerst 252 als grunddelikt alleine oder zsm. mit ...jaaa 250 oder 251?? und wie würdet ihr argumentieren.? eine freundin von mir bejaht 252..ich würde es aber lieber verneinen weil keine gegenwärtigkeit bei der beuteerhaltungsabsicht und dann die handlung mit der glasflasche als 222 oder 227, 13 oder 221 I, III mit todesfolge machen, was meint ihr?

beste gfrüße und auf viel effektivität meine lieben kommilitonen
JutenTach
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Anmeldungsdatum: 23.08.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 15:31:11    Titel:

Rengier

IV. Verwirklichung der Qualifikationsgründe im
Beendigungsstadium

und dann Rn. 31.
Weiß die genaue Seite nicht, habs nur gerade in Probeseiten gefunden

"§ 250 sukzessive Qualifikation nicht erfüllt" in Google und dann isses der 1.Link ganz oben.

Der BGH geht zwar im Ansatz nach wie vor davon aus, dass eine
Verwirklichung des Qualifikationstatbestandes des § 250 II auch
noch in der Phase zwischen Vollendung und Beendigung möglich
ist. Im gleichen Atemzug betont er aber, dass die Qualifikation nur
eingreifen kann, wenn die Täterhandlung (auch) im Beendigungsstadium
von einer (weiteren) Verwirklichung der Zueignungs-, Beutesicherungs-
oder Bereicherungsabsicht getragen wird. Zur Begründung
verweist er auf den Schutzzweck der §§ 249, 255 und den Strafrahmensprung.
– Zur Verdeutlichung die folgenden
Beispiele: (1) Ein Täter, der unmittelbar im Anschluss an einen vollendeten
Raub oder eine vollendete räuberische Erpressung sein Opfer schwer misshandelt
oder in konkrete Lebensgefahr bringt, kann § 250 II Nr. 3 a bzw. 3 b
(i. V. m. § 249 bzw. § 255) nur erfüllen, falls er dabei die gemachte Beute verteidigen
oder weitere Beute erlangen will...

Das ist wirklich ... Der Hinweis auf B, der nach dem Schlag "überrascht" war ist ja überdeutlich. Der "Exzess" des A muss zur Sprache kommen und dieser ist dem B nicht zurechenbar. Das muss in die HA. Was aber tun wenn man sich an die Aussage des BGH hält und auf die herrschende Meinung achtet? Dann wäre - wie bei mir - der § 250 raus und der § 251 auch. Daher: Dem BGH zwar a) Recht geben und b) dann auf die Einschränkung Bezug nehmen...
Katharina_FU
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Anmeldungsdatum: 09.08.2012
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 10:09:45    Titel:

Bin leider noch nicht bei C. Hab aber noch ne Aufbautechnische Frage? Habt ihr jetzt die MIttäterschaft immer von Anfang an für beide geprüft oder erst den A und dann die Frage der MIttäterschaft des B thematisiert? Irgendwie hat B bei mir bisher außer Raub nichts verwirklicht :/
Nordlicht88
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Anmeldungsdatum: 03.04.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 10:25:16    Titel:

Also ich habe sie anfangs zusammen geprüft. Der Raub entsteht ja nur durch beide Handlungen.

Zu C: Beihilfe? Begünstigung?
AnnaChan
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Anmeldungsdatum: 08.04.2010
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 19:37:17    Titel:

jura123456 hat folgendes geschrieben:
Moin Leute,

hier mal mein Lösungsansatz.
Komplex Überfall Srafbarkeit A
Beleidigung (-)
Totschlag (-)
fahrlässiger Totschlag (+)
Raub (+)
Schwerer Raub (250 II 1, 3a, b) (+) Folge der BGH Auffassung, Grenze räuberischen Diebstahl ab und verneine ihn
Raub mit TF (+)
Aussetzung mit Todesfolge eigentlich (+) aber subsidiar zur f. Tötung? (nicht sicher)
Hausfriedensbruch +
Mit verwirklchete KV + aber hinter Tötung subsidiär



Hi, vielen Dank erst mal für die Veröffentlichung des Aufbaus. Ich bin mir bei meinem noch nicht ganz sicher, aber werde ihn morgen auch in der Endversion posten.
Hab eine Frage bzw Anmerkung zur Körperverletzung bei Strafbarkeit des A.
Ich habe nicht 223, 224 sondern 227 (KV mit Todesfolge geprüft). Wenn du das auch so hast, dann geht das bei den Konkurrenzen als lex spezialis dem 222 vor (fahrl. Tötung)vor. - siehe auch BGHSt 8,54; Wessels/Hettinger Rn. 208
Wenn du was anderes geprüft hast - wie bist du drauf gekommen, warum nicht 227?
AnnaChan
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Anmeldungsdatum: 08.04.2010
Beiträge: 53

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 19:49:15    Titel:

Katharina_FU hat folgendes geschrieben:
Bin leider noch nicht bei C. Hab aber noch ne Aufbautechnische Frage? Habt ihr jetzt die MIttäterschaft immer von Anfang an für beide geprüft oder erst den A und dann die Frage der MIttäterschaft des B thematisiert? Irgendwie hat B bei mir bisher außer Raub nichts verwirklicht :/


Ich hab immer in der Paragraphenangabe geschrieben, dass sie es mittäterschaflich verwirklicht haben. Aber die Mittäterschaft an sich hab ich dann nur erläutert, wenn es wirklicht relevant wurde. ZB bei A um die Wegnahme zu bejahen bin ich dann auch die Zurechnung der Handlungen des B eingegangen. Aber alles,was ich separat für B prüfen kann, dass hab ich dann auch unter eine eigenen Überschrift bei "Strafbarkeit des B" geprüft. Da isses ja dann leicht auf das oben geschrieben zu verweisen, dass sie nämlich arbeitsteilig handeln und deswegen die Handlungen zugerechnet werden können.
Nordlicht88
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Anmeldungsdatum: 03.04.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 - 21:24:35    Titel:

Wie habt ihr das mit den Strafanträgen gemacht?? Gestellt worden?
Katharina_FU
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Anmeldungsdatum: 09.08.2012
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 02 Sep 2012 - 09:54:32    Titel:

Ne, kein Platz. Muss jetzt schon 7 Seiten kürzen. Wie auch immer ich das schaffen soll. Was passiert eigentlich, wenn man über 25 hat??
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