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Überlaufene Fächer, aber Spitzen-Noten - Einstellungschancen
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frechetrulla78athotmailde
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Anmeldungsdatum: 15.01.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 27 Jul 2012 - 00:48:31    Titel: Überlaufene Fächer, aber Spitzen-Noten - Einstellungschancen

Hallo,

ich habe in diesem Jahr mein Abitur gemacht und kaue jetzt wieder und wieder gedanklich durch, welche Berufe für mich später in Betracht kommen mögen. Eine von vielen Optionen ist hierbei auch ein Lehramts-Studium (Sek II), da ich zwar nicht über alle Maßen kinderlieb, sehr wohl aber ein begeisterter "public speaker" bin (und obendrein auf die vielen Ferien scharf Embarassed ).

Die beiden Fächer, die ich gerne unterrichten würde, sind leider nicht eben als Mangelfächer bekannt: Geschichte und Englisch. Schlimmer ist wohl nur Geschichte und Deutsch... Nun ist es freilich so, dass ich in diesen Fächern auch außergewöhnlich gut bin: in der Oberstufe hatte ich in Geschichte durchgehend 14, in Englisch sogar durchgehend 15 Punkte. Gesetzt den Fall, ich könnte diese Noten im Studium weitgehend aufrecht erhalten, hätte ich also meinem späteren Arbeitgeber einen exzellenten Master of Education vorzuweisen, mit dem ich mich sicher von einem Großteil der anderen Absolventen abheben würde.

Meine Frage ist schlicht und ergreifend diese: inwieweit kann man in Hinsicht auf die späteren Jobchancen eine "schlechte" Fächerwahl durch gute Noten ausgleichen? Oder anders formuliert: trifft die Warnung, bloß keine Geisteswissenschaften zu studieren, nur auf die durchschnittlichen Studenten zu, und die überdurchschnittlichen sind mit Mathe/Physik wie mit Geschichte/Englisch fein raus?

Insbesondere gilt das auch für den Schulstandort: da ich ein hundertprozentiger Stadtmensch bin, kann ich mir im Grunde nur vorstellen, in einer Millionenstadt zu unterrichten. Kann ich mir darauf mit einem Spitzen-Abschluss Hoffnung machen, oder sollte ich mich innerlich darauf einstellen, als Geschichtslehrer zwangläufig nach Hinterschnödelbach abgeschoben zu werden, da in den Großstädten auf eine Stellenausschreibung fünfhundert Bewerber kommen?

Mir ist klar, dass gerade die erste Frage reichlich pauschal formuliert ist und obendrein wohl jeder - aus persönlicher Erfahrung heraus - eine andere Antwort geben würde. Trotzdem freue ich mich auf eure Gedanken zu dem Thema. Very Happy

Viele Grüße
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 23:46:52    Titel:

Also ich kann natürlich auch keine 100%ige Prognose abgeben, das kann wohl niemand- aber ich denke nicht, dass du überlaufene Fächer mit tollen Noten kompensieren kannst. Du würdest zwar gewiss den Durchschnittsabsolventen vorgezogen werden wenn du dich auf eine Stelle bewirbst- allerdings müsste dafür erstmal überhaupt eine Stellenausschreibung vorhanden sein. Und wenn nunmal alle Stellen besetzt sind, bringen dir auch keine spitzennoten was, da nunmal niemand gesucht wird.
Tolle Noten ändern nunmal an dem Fach nichts, was du anbieten kannst. Wenn kein Bedarf besteht, dann steigt der Bedarf auch nicht wenn du besonders gut bist. Aber auf die wenigen Stellen hast du gewiss eine bessere Chance als andere. Dir muss klar sein, dass die Chancen von vornherein einfach geringer sind.
An deiner Stelle würde ich nicht so hoch pokern- du weißt ja nichtmal, ob du den tollen Abischnitt halten kannst. Das Studium in Englisch ist etwas komplett anderes als das, was man in der Schule macht. Außerdem kommt noch Erziehungswissenschaft als Fach dazu, da kannst du auch noch nicht einschätzen, wie gut du dort sein wirst. Es muss ja nur mal ein Dozent kommen, der ein bisschen beknackte Klausuren schreiben lässt. Und ratzefatz wird der Schnitt schlechter.
Dann musst du auch Hausarbeiten schreiben, die evtl hart ins Gewicht fallen. Wenn du dir da einen Bock schießt (was aus eigener Erfahrung schneller gehen kann als man denkt), dann wirkt sich das auch schlecht auf deinen Gesamtschnitt aus.
Wenn man viel , sehr viel Arbeit in eine Hausarbeit steckt und sie für sehr gut hält, heißt das noch lange nicht, dass der Dozent sie auch gut findet. Da brauchst du nur an den falschen geraten oder deinen Schwerpunkt auf die falschen Aspekte legen und schon hat man den Salat.

Ich an deiner Stelle würde wenistens ein Fach wählen, wo die Chancen nicht von vornherein so schlecht sind. KLar soll man nach INteresse studieren, aber wenigestens ein paar Kompromisse sollte man schon eingehen um auch auf dem Arbeitsmarkt attraktiv zu sein. Würdest du zb Latein statt Deutsch wählen, dann hättest du schon eine ganze Menge gewonnen.
Ganz ehrlich, setz nicht zu viel darauf, dass du einen absoluten Spitzenschnitt schaffst. Es braucht nur mal was dummes dazwischen kommen und schon sind die guten Noten weg und du hast die miese Fächerkombi.
engelchen26.01
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Anmeldungsdatum: 21.06.2009
Beiträge: 246

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 22:38:32    Titel:

@ TE

Und sowas will LehrerIn werden. Das verstehe ich absolut nicht. Ich kann super vor einer Masse sprechen und bin scharf auf die Ferien.
Erstens, das ist eine Interaktion zwischen den Schülern und dir. Du sollst ihnen was vermitteln, etwas beibringen und nicht denen Vorträge halten und den Alleinunterhalter spielen.
Zweitens wäre es schon sehr von Vorteil, wenn du unbedingt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten möchtest, ich meine, du willst / wirst es ja schließlich 40 Jahre Tag für Tag unterrichten.
Und zu den Ferien, glaubst du im Ernst, dass es ausschließlich Ferien sind, wie wir sie als Schüler erlebt haben? Da heißt es korrigieren und vorbereiten, vielleicht auch nochmal die letzten Wochen Revue passieren lassen, also nichts mit "Ich mach mir mal nen chilligen", so läuft das nicht, täusche dich da mal nicht.
Und Uni ist nicht Schule, da werden dir die tollen Noten in der Schule jetzt auch nicht sooooo viel bringen. Das wirst du wohl kaum halten können.
ymarc
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 3047
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 15:12:18    Titel:

Lehrer zu sein?

Das ist kein Beruf, sondern eine Berufung!

Als "Büromensch" hat man meistens weniger Ärger.

Ymarc
Lehrer im Ruhestand
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 16:13:24    Titel:

Ich muss hier Luna123 insofern wiedersprechen, als dass Lehramtstellen für diese Fächer natürlich schon existieren, und zwar in großer Zahl. Englisch ist Pflichtfach an allen Gymnasien und Realschulen, Grund- und Leistungskurse gibt es auch zahlreich. Geschichte ist auch Pflichtfacht am Gymnasium (oder gibt es Bundeländer ohne?) und auch als Kurs nicht unbeliebt. Zwar gibt es auch viele Lehramststudenten, aber Aussagen wie "niemand gesucht", "weinge Stellen" und es muss "erstmal überhaupt eine Stellenausschreibung" vorhanden sein, sind Unsinn. Im Wettbewerb um die Stellen helfen gute Noten sicher. Allerdings: An der Uni finden sich tendenziell die besten eines Faches - kaum einer, der Englisch studiert, war schlecht in Englisch. Und da kann es leicht passieren, dass jemand, der an seinem Gymnasium noch als Leuchte galt, plötzlich nur noch Mittelfeld ist.
Ingo30
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Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 17:24:39    Titel:

Na, hoffentlich kommt dann die freche Trulla dann mal gleich nach dem 1,0 Master in ein 10.000 Seelen-Kuh-Kaff (denn zumindest das Ref. wird in vielen Bundesländern immer noch zugewiesen) und lernt mal das Leben abseits von Starbucks und Schiki-Micki-Lädchen kennen. Lebenserfahrung bzw. sich ohne Vorurteile seiner Berufung zu widmen (denn nur dann wird ein guter Lehrer draus) gehören da mit dazu.
Mechatronik_Student
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Anmeldungsdatum: 30.06.2012
Beiträge: 34

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 20:02:35    Titel:

Sorry, aber werde mal erwachsen....

Du hast mit dem Bachelor noch nicht einmal angefangen und redest jetzt schon von deinen Abschlussnoten vom Master ?

Deine Ansprüche, in einer Millionenstadt zu unterrichten, unterstreichen noch deine kindliche Vorstellungen.

Fang jetzt mal deinen Bachelor an in einem Fach und überlebe das Grundstudium und dann kommst du wieder hier ins Forum...
Und werde Lehrer in einem Fach, das du unterrichten _willst_
und nicht aus irgendwelchen anderen Gründen.

Sachen gibts...
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2012 - 10:50:30    Titel:

Ingo30 hat folgendes geschrieben:
Na, hoffentlich kommt dann die freche Trulla dann mal gleich nach dem 1,0 Master in ein 10.000 Seelen-Kuh-Kaff (denn zumindest das Ref. wird in vielen Bundesländern immer noch zugewiesen) und lernt mal das Leben abseits von Starbucks und Schiki-Micki-Lädchen kennen. Lebenserfahrung bzw. sich ohne Vorurteile seiner Berufung zu widmen (denn nur dann wird ein guter Lehrer draus) gehören da mit dazu.


In Sachen Vorurteilen stehst du ihr allerdings in nichts nach, lieber Ingo30...

Ich muss nicht erst in einem kleinen Kuhkaff mit 500 Einwohnern und 2500 Kühen gelebt haben, um zu wissen, dass sowas absolut nichts für mich ist. Wenn du das schön findest, dann ist das deine Sache. Aber erzähl mir bitte nicht, es sei eine notwendige Lebenserfahrung, die man machen muss. Sonst erzähl ich dir nämlich mal, was dir höchstwahrscheinlich so alles an Lebenserfahrungen fehlt Wink
a1
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Anmeldungsdatum: 21.06.2011
Beiträge: 218

BeitragVerfasst am: 13 Sep 2012 - 21:19:42    Titel: Re: Überlaufene Fächer, aber Spitzen-Noten - Einstellungscha

frechetrulla78athotmailde hat folgendes geschrieben:
(und obendrein auf die vielen Ferien scharf Embarassed ).

Dass du mal halbwegs klare Bilder siehst, hier mal ein Link für dich:
http://www.lehrerverband.de/arbeitsz.htm
ymarc
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Anmeldungsdatum: 19.05.2005
Beiträge: 3047
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 15 Sep 2012 - 14:05:09    Titel:

Zur Info.

Der Lehrerberuf
s. Film "Die Klasse" (Entre les murs)

http://www.youtube.com/watch?v=4Y8gC84h5fY
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