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Prüfungsanspruch endgültig verloren, aber keiner weiß davon?
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Prüfungsanspruch endgültig verloren, aber keiner weiß davon?
 
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never2009
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Anmeldungsdatum: 26.03.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 01:38:19    Titel: Prüfungsanspruch endgültig verloren, aber keiner weiß davon?

Anmerkung: Was ich da geschrieben habe, ist ziemlich lang geworden. Ich wär euch aber echt dankbar, wenn ihr es dennoch lesen würdet und mir evtl. einen Rat geben könntet... Ich bin echt gerade ziemlich fertig mit den Nerven...

Liebe Forumsgemeinde,

ich befinde mich gegenwärtig in einer verzwickten Lage und weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten soll.

Ich war vor zwei Jahren an einer deutschen Hochschule in einem Bachelorstudiengang immatrikuliert... eigentlich nur nominell, man kann nicht wirklich von studieren sprechen. Ich bin - da ich für die Prüfungen damals "zwangsweise" bereits bei der Immatrikulation angemeldet wurde, wegen meines Nicht-Erscheinens durchgeflogen und hatte dadurch jeweils einen Fehlversuch.

Das war - damals - alles kein Thema, denn ganz abgesehen davon, dass ich sowieso noch zwei weitere Versuche gehabt hätte (nach der Prüfungsordnung der alten Uni), war ich bereits, ganz sicher, dass ich mein Studium abbrechen würde.

Heute bin ich an einer anderen deutschen Hochschule immatrikuliert, und zwar in denselben Fächern wie damals, nur dass ich diese Fächer heute im Kontext eines Lehramtstudiengangs (Lehramt an Gymnasien) studiere. Ich bin mir meiner Sache diesmal ganz sicher und habe auch schon mehrere Prüfungen bestanden etc.
Als ich mich damals an meiner jetzigen Uni beworben habe, hat mir die Fachstudienberatung gesagt, dass ich mich trotz dessen, dass ich dieselben Fächer schon mal studiert habe, problemlos ins erste Fachsemester einschreiben könne, weil es sich dieses Mal ja um einen Lehramts- statt einen Bachelorstudiengang handele. Dies habe ich dann auch getan.

Nun zu meinem Problem: Meine jetzige Studienordnung gewährt mir zwei Versuche pro Prüfungsleistung, sprich einen Wiederholungsversuch. Ich bin nun zu einer Prüfung unentschuldigt (aus privaten und damit offiziell sicherlich keinen guten Gründen) nicht angetreten und habe somit einen Fehlversuch kassiert.
Das wäre nun alles nicht sonderlich tragisch, denn ich habe ja laut Prüfungsordnung noch einen weiteren Versuch. ABER: Die Prüfung, in der ich selbigen Fehlversuch kassiert habe, ist eine, die mit einer der Prüfungen, für die ich an meiner alten Uni bereits einen Fehlversuch kassiert habe, nahezu identisch ist.

Ich habe in der allgemeinen Prüfungsordnung fürs Lehramt gelesen, dass Fehlversuche an anderen Hochschulen angerechnet werden, wenn sie gleichwertig sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies eigentlich der Fall ist und ich meinen Prüfungsanspruch somit im Prinzip - mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken - eigentlich verloren habe. Es weiß an meiner jetzigen Uni nur niemand davon, denn ich musste vorherige Fehlversuche dadurch, dass ich mich nicht aufs höhere, sondern wieder aufs erste Fachsemester beworben habe, nicht angeben und ich wüsste nicht, wie sie darauf aufmerksam werden könnten.

Es widerstrebt mir aber eigentlich, dies nun geheim zu halten und ich möchte auch eigentlich nicht, dass dies mein ganzes weiteres Studium überschattet und ich immer Angst haben muss, jemand könnte es herausfinden...

Weiß jemand, wie das nun genau ist... Wenn ich mich mit Gewährung (schriftlich) meiner Fachstudienberatung ins erste Fachsemester immatrikulieren durfte, zählt der Versuch der alten Uni dann dennoch als gleichwertige Leistung oder ist diese Gleichwertigkeit dadurch sowieso hinfällig?
Mache ich mich in irgendeiner Weise strafbar, bzw. habe ich irgendetwas versäumt? Ich wurde in meinem Immatrikulationsantrag ins erste Fachsemester an keiner Stelle aufgefordert, meine bisherigen Fehlversuche anzugeben...
Und zu guter Letzt: Wie groß ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass das ganze herauskommen könnte, bzw. wenn ich die Prüfung nächstes Semester schreibe und bestehe, kann mir dann nachträglich noch jemand was oder ist das dann das Versäumnis der Uni, dass sie das nicht rechtzeitig erkannt haben?

Entschuldigt bitte, dass ich so weitschweifig schreibe, aber ich bin grad ziemlich am Ende und kann noch immer nicht so richtig fassen, dass ich meinen Prüfungsanspruch verloren haben könnte, bzw. wahrscheinlich - offiziell - verloren habe. Es bricht eine Welt zusammen... Crying or Very sad

Ich weiß, dass ich mich damit im Prinzip an die Fachstudienberatung wenden sollte und dass mir nur dort klare Auskünfte gegeben werden können, aber ich bin mir eben nicht sicher, ob das überhaupt so klug wäre, wenn ich mich quasi selbst anschwärzen würde...

Ich hoffe, jemand von euch kann mir vlt. einen Rat geben, bzw. mir sagen, was er/sie von der ganze Sache hält und wie er/sie sich verhalten würde... Würde mir wirklich helfen...

Lieben Gruß
never2009
Epimetheus
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Anmeldungsdatum: 27.01.2008
Beiträge: 194

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 08:48:28    Titel:

Ich seh das ganze so: Dadurch, dass dich die Uni ins erste Fachsemester eingestuft hat und auch keinen Zettel über Prüfungsleistungen deines vorigen Studium sehen wollte, hat in meinen Augen die Uni bestätigt, dass die Kurse NICHT gleichwertig sind. So wie es auch die Fachstudienberatung gesagt hat.

Die Chancen später Probleme zu bekommen sind in meinen Augen nicht existent. Es spielt keine Rolle ob du glaubst, dass die Kurse gleichwertig sind. Wichtig ist nur, wie die Uni das handhabt.

Gruß
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 08:59:55    Titel:

sehe ich ähnlich. du musstest zu fehlversuchen keine angabe machen, obwohl du es selbst erwähnt hattest. was soll man dir also anlasten?
Epimetheus
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Anmeldungsdatum: 27.01.2008
Beiträge: 194

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 09:12:32    Titel:

Ich hab jetzt nocheinmal etwas genauer gelesen: Du hast es schriftlich von der Studienberatung bestätigt bekommen, dass du ins erste Fachsemester eingestuft wirst, nachdem du vorher erwähnt hast, dass du vorher schonmal woanders studiert hast? Was möchtest du denn noch? Das Jesus vom Himmel herabsteigt und dich von allen Fehltritten freispricht? Wink

Aber mal im Ernst: Setz dich in die Sonne, trink ein Bier und freu dich des Lebens. Es sei denn es scheint keine Sonne. Dann musst du dich in den Regen setzen...so wie ich gleich *schluchz*
never2009
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Anmeldungsdatum: 26.03.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 10:21:24    Titel:

Ich war die ganze Nacht wach und habe mich durch etwaige Satzungen geklickt. Ich habe es nicht schriftlich bestätigt bekommen, sondern lediglich eine E-Mail in der sie mir das versichert.

Jetzt bin ich allerdings heute Nacht auf etwas anderes gestoßen: Der Prüfungsanspruch in einem Studiengang kann auch nach der Exmatrikulation noch verloren gehen? Wenn ich mich in einem laufenden Prüfungsverfahren befinde, wird dieses durch Exmatrikulation nicht beendet?

Ich wurde 2009 an meiner Uni von Amts wegen exmatrikuliert, weil ich mich nicht Rückgemeldet habe. Ich befürchte nun, dass mein Prüfungsverfahren weitergelaufen ist und ich meinen Prüfungsanspruch endgültig verloren habe... Gott... Kann das denn sein, ohne dass mir jemand Bescheid gegebn hat? Denn dann hätte ich die entsprechende Klausel im neuen Immatrikulationsantrag ja auch falsch unterschrieben, wo ich bestätigen musste, dass ich im betreffenden Studiengang und keinem BENACHBARTEN Studiengang den Prüfungsanspruch endgültig verloren habe...

Mein Gott, es ist als würde mein Kartenhaus zusammenbrechen... Was soll ich denn jetzt machen?
surfdozi
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Anmeldungsdatum: 28.04.2012
Beiträge: 105

BeitragVerfasst am: 28 Jul 2012 - 10:57:59    Titel:

Gibt es bei euch vielleicht auch eine von Studentenseite (AStA) organisierte Bafög- und Sozialberatung / Rechtsberatung? Da sitzen bei uns richtig gute Leute (Rechtsanwälte), die einem auch bei komplizierten Fällen helfen konnten.

Alternativ sind auch die "alten Hasen" aus der Fachschaft oder ein sympathischer Studienberater (falls außerhalb deines Schein-Moduls) gute Ansprechpartner.

Für zwei von meinen Studienkolleginnen ging die Angelegenheit übrigens positiv aus. Begründung war, dass zwar Titel und Thema auf den ersten Blick ähnlich waren, es aber Unterschiede zwischen Lehramt und Fächern bei anderen Studiengängen gab. Zudem war musste ein Modul aus dem Angebot bestanden sein, es gab aber keine Verpflichtung genau dieses zu bestehen. Die MA bei der Beratung haben dazu tatsächlich beide Studiengänge mit den einzelnen Anforderungen miteinander verglichen, um erstmal die Begriffe Prüfungsleistung und endgültiges Nichtbestehen zu klären.

Ich drücke dir die Daumen, dass du so jemanden (fachkundig + auf deiner Seite) noch findest und natürlich eine Entwicklung in deinem Sinne.
never2009
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Anmeldungsdatum: 26.03.2009
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2012 - 00:28:00    Titel:

Hey,

danke für die aufmunternden Antworten. Habe mich mittlerweile wieder etwas gefangen und die letzten Tage ausschließlich damit verbracht, Gesetzestexte etc. zu lesen. (Wenn ich tatsächlich nicht mehr in meinen Studienfächern weitermachen kann, werde ich wohl Jura studieren... Wink)

Vielleicht erbarmt ihr euch ja nochmal und gebt mir eure Einschätzung zu einer letzten Sache:
Ich habe jetzt an vielen Stellen im World Wide Web gelesen, dass das Prüfungsverhältnis, das mit der Anmeldung einer Prüfung eingegangen wird, offensichtlich durch die Exmatrikulation nicht beendet wird. Das scheint an nahezu allen Unis zu gelten. Jedenfalls wird es bei sehr vielen angegeben und scheint wohl auch dem deutschen Recht zu entsprechen (beziehe mich da auf einige Urteile...)

An meiner alten Uni lag nun jedoch folgender "Missstand" vor:
Um Examenskandidaten, also Studenten, die gerade an ihrer Abschlussarbeit schreiben, davon abzuhalten, sich durch Exmatrikulation vor den Studiengebühren zu drücken und dennoch ihren Prüfungsanspruch zu wahren(, da dieser ja durch die Exmatrikulation nicht verwirkt wird), hat man beschlossen, dass Studenten zum Ablegen von Prüfungen grundsätzlich immatrikuliert sein müssen.

Ich wurde nach einem Semester exmatrikuliert (nicht rückgemeldet) und habe an keiner Prüfung teilgenommen, obwohl ich sie angemeldet hatte. Somit habe ich einen! Fehlversuch kassiert. Meine Prüfungsordnung und auch das entsprechende Schreiben übers Nichtbestehen forderten eine Wiederholung der Prüfungen innerhalb eines Semesters. Allerdings war der Satz hinzugefügt worden: "Beachten Sie, dass Sie zum Ablegen der Prüfungen immatrikuliert sein müssen."

Was meint ihr nun dazu? Wie kann es sein, dass das Prüfungsverhältnis trotz Exmatrikulation fortbesteht, ich allerdings immatrikuliert sein muss, um das Recht zu haben, die Prüfungen zu schreiben? Meint ihr, dass das rechtens ist? Bzw. könnte es sein, dass das Prüfungsverhältnis durch diesen Satz dann doch beendet wurde (rechtlich)? Oder ist es eher so, dass der Satz da einfach nicht stehen dürfte...

Vielleicht ist ja jemand unter euch, der sich mit so was auskennt... Generell freue ich mich über Einschätzungen.

Lieben Gruß
never2009
tst
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Anmeldungsdatum: 11.07.2012
Beiträge: 230

BeitragVerfasst am: 30 Jul 2012 - 01:12:51    Titel:

never2009 hat folgendes geschrieben:
Ich befürchte nun, dass mein Prüfungsverfahren weitergelaufen ist und ich meinen Prüfungsanspruch endgültig verloren habe... Gott... Kann das denn sein, ohne dass mir jemand Bescheid gegebn hat?


Nein, das kann nicht sein. Das müsste dir bestätigt worden sein, um Rechtsbindungswirkung zu entfalten. Ohne Möglichkeit zur Kenntnisnahme kann man dir auch nichts vorwerfen. Du hast auch nichts falsch unterschrieben, denn du wusstest tatsächlich nichts davon - so wie aktuell auch noch. Du hast definitiv nichts falsch gemacht.

Eine solche Mitteilung wäre mit Sicherheit ein Verwaltungsakt gewesen. Ohne Zugang und ohne deine Kenntnisnahme gilt auch dessen Inhalt als nicht existent!
pa1n
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Anmeldungsdatum: 06.12.2006
Beiträge: 374

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 12:05:25    Titel:

Viel wichtiger ist es, dass du 1. zur naechsten Pruefung auch antrittst und 2. diese dann auch bestehst. Wink
FH-Spacken
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Anmeldungsdatum: 20.04.2009
Beiträge: 1766

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 12:43:17    Titel:

Ich selbst bin auch älter ins Studium eingestiegen, da ich vorher ResOffz beim Bund war. I.d.R. sollte das Alter kein Problem sein. Habe aber auch ältere Kommilitonen gehabt, die davor einige Jahre gearbeitet haben und nicht aus ihrer "9-to-5"-Mentalität rauskamen und grundsätzlich nicht am späten Abend oder am Wochenende irgendwas tut wollten und damit entsprechend auf der Nase gelandet sind - sprich: Studienabbruch. Sowas wie Urlaub oder Feierabend muss man sich erstmal wieder abgewöhnen. Umso schöner ist es dann nach dem Studium, wenn man das wieder genießen kann. Wink
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