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Anschlussstudium für IHK-Betriebswirte
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Tim-Bo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2012
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BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 21:50:19    Titel: Anschlussstudium für IHK-Betriebswirte

Hallo, ich bin gelernter Bürokaufmann und habe mich zum Geprüften Wirtschaftsfachwirt weiterqualifiziert. Nächstes Jahr habe ich meine Abschlussprüfungen zum Geprüften Betriebswirt. Ich arbeite als Teamleiter in der Auftragsabwicklung eines inhabergeführten mittelständischen Unternehmens und bin mit der Tätigkeit soweit eigentlich ganz zufrieden, allerdings verdiene ich dort meiner Ansicht nach deutlich zu wenig. Darum möchte ich mich mittelfristig in einem anderen Unternehmen beruflich neu orientieren; ich bin kein übertriebener Karrieremensch, ein Job als ordentlich bezahlter Abteilungsleiter in einem KMU würde mir vollauf genügen.

Beim Surfen im Internet bin ich nun auf dieses Studienangebot der TA Wuppertal für IHK-Betriebswirte gestoßen, bei dem man berufsbegleitend innerhalb von 3 Semestern den Bachelor of Arts erwerben kann. Wenn ich das richtig sehe, sind dabei je eine Klausur in den Fächern Volkswirtschaftspolitik, Recht und Methodenlehre zu schreiben und außerdem zwei Seminararbeiten und die Bachelorarbeit zu erstellen. Ich weiß zwar nicht, wie hoch das Niveau der Klausuren ist, dennoch erscheint mir der Arbeitsaufwand insgesamt eher "überschaubar".

Wie würdet ihr dieses Studienangebot beurteilen? Würde mich der (5000 Euro teure) Abschluss beruflich weiterbringen? Oder wäre das in den Augen der Personaler lediglich ein "Schmalspur"-Bachelor, über den sie sich nur amüsieren würden? Dass Abschlüsse beispielsweise von der Fernuni Hagen oder der FOM besser angesehen wären, weiß ich durchaus – allerdings habe ich keine Lust, nach meinem Betriebswirt-Abschluss noch länger als maximal anderthalb Jahre die Schulbank zu drücken.
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5173

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 22:02:40    Titel:

wer stellt das zeugnis am ende aus? bei der fh südwestfalen dürftest du keine probleme mit der anerkennung haben. bei der vwa oder ta kann das ganze schon anders aussehen, ABER du hast berufserfahrung als teamleiter und den betriebswirt. damit hast du schon viele möglichkeiten.

inwiefern dich jetzt ein 5000 flocken teurer bachelor of arts weiterbringt, wird dir keiner genau beantworten können. letztlich wird es sicher personaler geben, die den als schmalspur-studium sehen und anderen kommt es wieder mehr auf deine fähgikeiten und berufserfahrung an. es gibt noch genug personaler die jeden vollzeit-bachelor als schmalspurstudium betrachten und ihr heiliges diplom anbeten. mit genügend örtlicher flexibilität findest du schon was gutes.

zur besseren beurteilung wäre es interessant zu wissen, was du dir für finanziell so vorstellst? bzw. falls es nicht zu persönlich ist, wo liegst du im moment?
Tim-Bo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 22:54:34    Titel:

Hallo, danke für deine Antwort! Smile

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
wer stellt das zeugnis am ende aus? bei der fh südwestfalen dürftest du keine probleme mit der anerkennung haben.

Das würde mich schonmal beruhigen. Ich hab auch von dubiosen MBA-Programmen für IHK-Betriebswirte an irgendwelchen österreichischen Privatunis gelesen - damit scheint das Studienangebot der TA Wuppertal wohl nicht vergleichbar zu sein.

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
inwiefern dich jetzt ein 5000 flocken teurer bachelor of arts weiterbringt, wird dir keiner genau beantworten können. letztlich wird es sicher personaler geben, die den als schmalspur-studium sehen und anderen kommt es wieder mehr auf deine fähgikeiten und berufserfahrung an. es gibt noch genug personaler die jeden vollzeit-bachelor als schmalspurstudium betrachten und ihr heiliges diplom anbeten. mit genügend örtlicher flexibilität findest du schon was gutes.

Ich befürchte halt, dass ich mit einem Bachelor, bei dem ich nie richtig Wirtschaftsmathe gelernt habe, bei den Personalern nicht für voll genommen werden würde (mein Onkel ist Diplom-Kaufmann und hat nur müde gelächelt, als er meine Rahmenpläne zu Fachwirt und Betriebswirt gelesen hat Embarassed).

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
zur besseren beurteilung wäre es interessant zu wissen, was du dir für finanziell so vorstellst? bzw. falls es nicht zu persönlich ist, wo liegst du im moment?

Im Moment liege ich bei 2300 Euro Brutto-Monatsgehalt. Als Betriebswirt hätte ich schon gerne ein Monatsgehalt von 3000 Euro (dafür würde ich auch in den TAW-Bachelor investieren, falls das notwendig sein sollte). Mein jetziger Arbeitgeber hat aber schon abgewinkt, was eine Gehaltserhöhung angeht, und Aufstiegsmöglichkeiten gibt es bei meinem Unternehmen auch nicht (der Kaufmännische Leiter ist der Sohn des Inhabers).
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5173

BeitragVerfasst am: 31 Jul 2012 - 23:19:04    Titel:

das gehalt hängt natürlich auch stark von branche, region usw. ab, aber 3000 halte ich für möglich bei einem betriebswirt und deiner berufserfahrung. du kannst dich ja schon mal als betriebswirt bewerben und wenn du merkst, dass es an einem fehlenden akademischen abschluss scheitert, weil der rest passt, investierst du die 5000.

die worte deines onkels würde ich nicht zu ernst nehmen. bwler bilden sich gerne etwas auf ihr studium ein. in der praxis bringts einem dann recht wenig. den inhalt der mathe-veranstaltungen brauch man im späteren verlauf des bwl-studiums in vielen veranstaltungen gar nicht mehr. da ist dann grundschulmathematik angesagt.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
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BeitragVerfasst am: 01 Aug 2012 - 08:16:37    Titel:

So ganz ist das Gerede vom Onkel leider nicht von der Hand zu weisen. Konstantin ist leider kein BWLer und kennt daher leider auch die Feinheiten nicht.

In aller Regel wirst du mit der wirtschaftlichen Anerkennung keine Probleme mit solchen Anschlußstudiengängen bekommen (außer dort, wo berufsbegleitende und/oder FH-Studiengänge ohnehin nicht gut ankommen). Allerdings ist es eine Illusion zu glauben, dass in den paar Semestern das doch deutlich niedrigere Niveau einen Betriebswirtes (egal ob VWA, IHK, SGB) vor allem im quantitativen Bereich aufgeholt wird. Es wird letztlich nur die Mindestanforderung für einen Bachelor erreicht und das kommt bei manchen Personalverantwortlichen nicht gut.

Aber wie gesagt - meistens wirst Du damit keine Probleme bekommen.

Ob die FOM eine ernsthafte Alternative ist? Würde ich davon abhängig machen wie lange man noch müsste. Ob 3 oder 4 Semester wäre mir persönlich egal, wenn eine andere FH einen mir mehr liegenden Studiengang bieten würde. Zudem hat der Gang direkt an eine HS den Vorteil, dass auf den Abschlusszeugnis /-urkunde u.U. nicht "in Kooperation mit..." steht.

Die FernUni Hagen erkennt meines Wissens nichts bis recht wenig aus dem Betriebswirt an. Der Vorteil an Hagen wäre hingegen, dass es das anerkannteste Fernstudium eines reinen Fernstudiumanbieters in D ist. Allerdings auch das schwierigste und das mit den höchsten Abbruchquoten...dafür auch das günstigste.

Wenn ein Fernstudium für Dich in Betracht kommt, dann würde ich an Deiner Stelle mir auch Akad, Euro-FH, HFH und PFH angucken. Meines Wissens bieten sie alle mehr oder minder viel Anrechenbarkeit für einen Betriebswirt.

Grüße
Gozo
Tim-Bo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 02:00:51    Titel:

So, ich hab mich jetzt meinen Onkel besucht und ihm das Studienangebot der TA Wuppertal gezeigt - und er hat mich richtig ausgelacht. Embarassed

Er rechnete für die drei Klausuren, die zwei Semesterarbeiten und die Bachelorthesis jeweils mit einer Woche Vorbereitungszeit (da das Niveau dort seiner Meinung nach kaum höher als auf der Berufsschule sei) - insgesamt also ein Nettoaufwand von sechs Wochen, um als IHK-Betriebswirt zu einem Bachelor-Abschluss zu kommen, was aus seiner Sicht mehr als lachhaft sei. Sad
Mein Onkel ist ein ziemlich hohes Tier in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, und er meinte, falls eine Bewerbung mit so einem "Jodeldiplom" auf seinem Tisch landen würde, würde er die Unterlagen sofort zurückschicken lassen. Shocked
Dabei will ich doch gar kein Wirtschaftsprüfer werden, sondern einfach nur in einem kleinen Unternehmen ein ganz normaler Abteilungsleiter mit einer 38-Stunden-Woche und meine Freizeit mit meiner Familie genießen! Mad

Onkel riet mir, ich solle doch besser an einer "richtigen" Universität studieren (ein Vollzeitstudium kommt für mich jedoch nicht in Frage, da ich meine Berufstätigkeit nicht aufgeben will und kann) oder wenigstens an der FOM; von der FOM hält er eigentlich gar nicht so viel, aber er hat anscheinend schon mal beruflich mit FOM-Absolventen zu tun gehabt, die seiner Ansicht nach "zumindest teilweise etwas getaugt" hätten. Confused
Meine Recherchen haben allerdings ergeben, dass die FOM bei Studienbewerbern mit Wirtschaftsfachwirt und Geprüftem Betriebswirt maximal ein Semester anrechnen würde, was dann immer noch eine Studiendauer von 6 Semestern ergeben würde. Das wäre deutlich zu lang, mal ganz abgesehen von den sehr hohen Studiengebühren. Die Fernuni Hagen wäre zwar schon kostengünstiger, nur bin ich leider überhaupt nicht der Typ für ein reines Fernstudium. Außerdem rechnet Hagen beim BWL-Teilzeitstudium mit einer Regelstudienzeit von 9 (!) Semestern - selbst wenn mir zwei Semester angerechnet werden würden, wäre das immer noch viel zu lang.

Nun steh ich mal wieder auf dem Schlauch, und ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach dem Gespräch mit dem Onkel schon ein wenig geknickt bin. Sad
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5457
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 08:30:43    Titel:

Tim-Bo hat folgendes geschrieben:
So, ich hab mich jetzt meinen Onkel besucht und ihm das Studienangebot der TA Wuppertal gezeigt - und er hat mich richtig ausgelacht. Embarassed

Er rechnete für die drei Klausuren, die zwei Semesterarbeiten und die Bachelorthesis jeweils mit einer Woche Vorbereitungszeit (da das Niveau dort seiner Meinung nach kaum höher als auf der Berufsschule sei) - insgesamt also ein Nettoaufwand von sechs Wochen, um als IHK-Betriebswirt zu einem Bachelor-Abschluss zu kommen, was aus seiner Sicht mehr als lachhaft sei. Sad

So stimmt das auch nicht. Es gibt in D Mindestanforderungen für den Bachelor, die auch eine TA Wuppertal nicht reißen wird, weil sonst die verleihende FH - Südwestfalen - ihnen den Kopf abreißt, weil es ihre Akkreditierung kostet.

Solche Aufbaustudiengänge befinden sich in der Niveauskala sicherlich nicht immer weit über "Mindestanforderung" aber Dein Onkel hat in dem Punkt auch scheinbar wenig Ahnung und - meine Vermutung - grundsätzlich wahrscheinlich auch eine gewisse Abneigung gegen den Bachelor und ich würde fast darauf wetten, dass er Uni-Absolvent ist?


Zitat:
Mein Onkel ist ein ziemlich hohes Tier in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, und er meinte, falls eine Bewerbung mit so einem "Jodeldiplom" auf seinem Tisch landen würde, würde er die Unterlagen sofort zurückschicken lassen. Shocked

Smile Jetzt weiß ich woher es kommt. Meine erste WPG-Bewerbung haben sie mit dem Hinweis "FH-Diplom geht gar nicht" abgelehnt. Ein halbes Jahr später haben sie mich doch genommen. Ich habe doch einige Leute mit eingestellt und meine Erfahrung, gerade in Beratung und WPG ist, dass Bachelor ganz gerne eingestellt werden, gerade weil sie noch sehr schön formbar sind. Den Stoff für den Beruf lernst Du eh nicht im Studium sondern erst im Job.

Allerdings - da gebe ich Deinem Onkel eingeschränkt recht - mit diesen Aufbausstudiengängen hast Du verhältnismäßig wenig Chancen in WPG. Wenn berufsbegleitend - was kaum ein Thema ist, ich kenne viele ehem. Teilzeitstudenten in WPG, u.a. mich - dann bitte komplett und direkt an DHBW, FH, Uni. Übrigens bietet fast jede größere WPG mittlerweile selbst berufsbegleitende Bachelorstudiengänge an.

Weiterer Aspekt, den Du berücksichtigen solltest, Dein Onkel aber wohl schwer übersieht, wenn Du nicht in die WPG willst gelten ganz, ganz andere Anforderungen. In einem kleinen Unternehmen können diese Vorurteile die Dein Onkel hat sicherlich auch vorkommen aber meist ist das in der Industrie viel, viel lockerer gesehen. Nicht zu vergleichen mit dem Hochleistungsjob in einer WPG (im Vergleich).

Zitat:
Onkel riet mir, ich solle doch besser an einer "richtigen" Universität studieren (ein Vollzeitstudium kommt für mich jedoch nicht in Frage, da ich meine Berufstätigkeit nicht aufgeben will und kann)

...da spricht eine sehr konservative Haltung, die von alten WPG-Sichten geprägt ist. Kenne ich zur genüge.

Zitat:
oder wenigstens an der FOM; von der FOM hält er eigentlich gar nicht so viel, aber er hat anscheinend schon mal beruflich mit FOM-Absolventen zu tun gehabt, die seiner Ansicht nach "zumindest teilweise etwas getaugt" hätten. Confused

Na immerhin. Den besten Controller den ich kenne ist übrigens Opernsänger - just by the way.

Die FOM ist sicherlich eine Alternative die auch ich persönlich solchen Aufbaustudiengängen vorziehen würde. Wieviel Vorteil es Dir bringen würde ist hingegen nicht bestimmbar. Keinen bis ein wenig vielleicht. Wie gesagt, der Abschluß der TA ist ja von der FH Südwestfalen, also einer öffentlich-rechtlichen FH. Bei der FOM hast du hingegen ab und an den Vorwurf der privaten Hochschule, die ja so viel leichter sei als die öffentlich-rechtlichen, weil dort der Abschluß gekauft werden kann.

Es gibt allerdings in vielen Regionen noch Alternativen im Bereich Teilzeitpräsenzstudiengang wie ihn die FOM anbietet. Teilweise muss da aber dier Arbeitgeber mit ins Boot.

Auf der andere Seite genießen auch viele Fernstudienanbieter wie die Akad oder die HS-Wismar, FernUni Hagen usw. ein recht hohes Ansehen. Allerdings sollte man dann auch der Typ für ein Fernstudium sein. Die Anforderungen an Selbstdisziplin, -motivation und Ehrgeiz sind noch einmal ein gutes Stück höher.

Zitat:
Meine Recherchen haben allerdings ergeben, dass die FOM bei Studienbewerbern mit Wirtschaftsfachwirt und Geprüftem Betriebswirt maximal ein Semester anrechnen würde, was dann immer noch eine Studiendauer von 6 Semestern ergeben würde. Das wäre deutlich zu lang, mal ganz abgesehen von den sehr hohen Studiengebühren. Die Fernuni Hagen wäre zwar schon kostengünstiger, nur bin ich leider überhaupt nicht der Typ für ein reines Fernstudium. Außerdem rechnet Hagen beim BWL-Teilzeitstudium mit einer Regelstudienzeit von 9 (!) Semestern - selbst wenn mir zwei Semester angerechnet werden würden, wäre das immer noch viel zu lang.

Du musst Dir überlegen was Du möchtest und was Dir der evtl. längere Weg wert ist. Die Anrechnung ist übrigens reine Kulanz. Offiziell müssten sie nicht. Der Fachwirt bzw. Betriebswirt gilt eigentlich "nur" als HZB und damit theoretisch und bei nicht wenigen HS auch praktisch, fängt man bei "null" an.
Wer aber einen Bachelor will, sollte schon etwas investieren. Je einfacher er von der Papierform später aussieht, desto weniger Angesehen ist er - und man sollte bedenken, dass auch das zusätzliche Wissen, was man bekommt, durchaus auch bei der eigenen Karriere hilft, denn die hängt ja nicht nur von einem bedruckten Stück Papier mit der Überschrift "Bachelor" ab sondern sehr viel entscheidender davon, was Du aus dem gelernten machen kannst.

Zitat:
Nun steh ich mal wieder auf dem Schlauch, und ich muss ehrlich zugeben, dass ich nach dem Gespräch mit dem Onkel schon ein wenig geknickt bin. Sad


Wenn ich mal böse sein darf - nichts gegen Deinen Onkel persönlich - aber ich kenne dieses Verhalten aus der WPG noch sehr gut. Ein "Vertriebsfehler" den sehr viele WP, UB oder auch viele Vertriebler aller anderen Branchen machen. Sie hören von einem Problem und bieten sofort alle Lösungen aus dem Bauchladen an, von den sie persönlich meinen, dass es das Beste ist. Sie hören aber dem Kunden nicht zu, stellen keine Fragen (i.d.F. bspw. zu Zielen, Wünschen usw.). Wenn sie das tun würden, wüssten sie, dass eine andere Lösung, eine individuelle wahrscheinlich besser wäre, besser zu verkaufen wäre und sich der Kunde, selbst wenn man keine hat, aufgehoben fühlt und wiederkommt. Tun sie es nicht, geht der Kunde "unverstanden" oder er kauft eine suboptimale Lösung und ärgert sich später...in beiden Fällen siehst Du den Kunden nicht wieder und erhälst eine negative Werbung durch die 17mal häufigere Weitergabe von negativen Erlebnissen als positiven.

Genau das ist hier passiert.

Grüße
Gozo
Tim-Bo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 03 Aug 2012 - 16:15:26    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:
So stimmt das auch nicht. Es gibt in D Mindestanforderungen für den Bachelor, die auch eine TA Wuppertal nicht reißen wird, weil sonst die verleihende FH - Südwestfalen - ihnen den Kopf abreißt, weil es ihre Akkreditierung kostet.

Solche Aufbaustudiengänge befinden sich in der Niveauskala sicherlich nicht immer weit über "Mindestanforderung" aber Dein Onkel hat in dem Punkt auch scheinbar wenig Ahnung und - meine Vermutung - grundsätzlich wahrscheinlich auch eine gewisse Abneigung gegen den Bachelor und ich würde fast darauf wetten, dass er Uni-Absolvent ist?

Mein Onkel ist Diplom-Kaufmann und hat vor 20 Jahren an der Uni in Frankfurt/Main Wirtschaftswissenschaften studiert. Dann hat er ziemlich schnell Karriere in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemacht und hat daher auf eine Promotion verzichtet. Von der Umstellung auf Bachelor/Master hält er ziemlich wenig (die "Bachelor-Mindestanforderungen" sieht er wie gesagt auf Berufsschulniveau), mittlerweile hat er sich aber damit abgefunden. Gleichwohl nimmt er Akademiker nur ernst, wenn sie nach dem Bachelor noch den Master gemacht haben - ein weiterer Grund, warum er mir dringend von dem TAW-Bachelor abrät, da ich damit nirgendwo für einen Master-Studiengang zugelassen werden würde (keine Ahnung, ob das stimmt; ich hätte aber ohnehin keinesfalls vor, auch noch den Master zu machen). Ich mag meinen Onkel und habe auch den größten Respekt vor seinem Fachwissen (ich habe ihm schon einmal vorgeschlagen, bei meinem IHK-Bildungsträger als Dozent zu arbeiten - allerdings hat er dafür zu wenig Zeit, und wenn er die Zeit hätte, wäre eine solche IHK-Dozententätigkeit "unter seiner Würde", wie er mir sehr unverblümt gesagt hat Confused), aber er ist eben auch ein ausgeprägter "Workaholic", woran bei ihm schon zwei Ehen gescheitert sind (darüber spricht er eher ungerne).

Gozo hat folgendes geschrieben:
Den besten Controller den ich kenne ist übrigens Opernsänger - just by the way.

Das würde meinem Onkel sogar gefallen - in die Oper geht er nämlich ganz gerne. Laughing

Gozo hat folgendes geschrieben:
Wer aber einen Bachelor will, sollte schon etwas investieren. Je einfacher er von der Papierform später aussieht, desto weniger Angesehen ist er - und man sollte bedenken, dass auch das zusätzliche Wissen, was man bekommt, durchaus auch bei der eigenen Karriere hilft, denn die hängt ja nicht nur von einem bedruckten Stück Papier mit der Überschrift "Bachelor" ab sondern sehr viel entscheidender davon, was Du aus dem gelernten machen kannst.

Ich kann wie gesagt nicht genau abschätzen, wie hoch das Niveau bei der TA Wuppertal ist. Meinetwegen kann es auch ein wenig anspruchsvoller sein (als das von meinem Onkel unterstellte "Berufsschulniveau"), aber ich möchte für den Abschluss nur äußerst ungerne länger als anderthalb Jahre die Schulbank drücken.
Gozo
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Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5457
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BeitragVerfasst am: 06 Aug 2012 - 15:26:03    Titel:

Tim-Bo hat folgendes geschrieben:
Mein Onkel ist Diplom-Kaufmann und hat vor 20 Jahren an der Uni in Frankfurt/Main Wirtschaftswissenschaften studiert. Dann hat er ziemlich schnell Karriere in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gemacht und hat daher auf eine Promotion verzichtet. Von der Umstellung auf Bachelor/Master hält er ziemlich wenig (die "Bachelor-Mindestanforderungen" sieht er wie gesagt auf Berufsschulniveau), mittlerweile hat er sich aber damit abgefunden. Gleichwohl nimmt er Akademiker nur ernst, wenn sie nach dem Bachelor noch den Master gemacht haben

Das klingt wie vermutet.

Damit gehört er aber auch bei den WP zur austerbenen Art. Als ich als WP anfing hieß es noch auf die Frage, ob man den Master auch unterstützt, dass "man doch wohl davon ausgehe, wenn Sie hier sitzen, dass sie einen Master bereits haben." Ein Satz den ich mir als "nicht-Master" und "nicht-uni-Diplomand" damals gut gemerkt habe. In den Jahren dort ist das aber alles relativiert worden und ich habe mit unserem Partnern einige Bachelor eingestellt.

Aber wie gesagt: WPG hin, Strategy Consulting her - wer dort nicht hin möchte, für denen gelten andere Regeln als Dein Onkel sie an den Tag legt.

Zitat:
- ein weiterer Grund, warum er mir dringend von dem TAW-Bachelor abrät, da ich damit nirgendwo für einen Master-Studiengang zugelassen werden würde (keine Ahnung, ob das stimmt; ich hätte aber ohnehin keinesfalls vor, auch noch den Master zu machen).


Nein, stimmt definitiv nicht. Er scheint nicht zu begreifen oder begreifen zu wollen, dass die Welt sich weiter gedreht hat und vor allem, dass die TAW nicht den Abschluß verleiht sondern eine offizielle, öffentlich-rechtliche FH. Die TAW ist nur das Vehikel. Sicherlich wirst Du bei manchen Masterstudiengängen, die bspw. besondere Mindest-CP an Statistik & Co. anlegen, keine Zulassung bekommen (wie viele Vollzeit-FHler möglicherweise auch nicht), aber bei der absoluten Mehrheit der Master wird das Scheitern nicht aufgrund des Formalkriteriums "Bachelor" laufen. Dafür ist er alle mal gut.

Etwas mehr Probleme, wenn auch nicht übermäßig, würde es sein, wenn die TAW den Bachelor selbst verleiht - ähnlich einer Berufsakademie. Ein kleiner Teil von Hochschulen hat damit dann ein Problem, weil es dann offiziell kein akademischer Abschluß ist.

Zitat:
Ich mag meinen Onkel und habe auch den größten Respekt vor seinem Fachwissen (ich habe ihm schon einmal vorgeschlagen, bei meinem IHK-Bildungsträger als Dozent zu arbeiten - allerdings hat er dafür zu wenig Zeit, und wenn er die Zeit hätte, wäre eine solche IHK-Dozententätigkeit "unter seiner Würde", wie er mir sehr unverblümt gesagt hat Confused), aber er ist eben auch ein ausgeprägter "Workaholic", woran bei ihm schon zwei Ehen gescheitert sind (darüber spricht er eher ungerne).

Ich sage dazu nichts...

Zitat:
Ich kann wie gesagt nicht genau abschätzen, wie hoch das Niveau bei der TA Wuppertal ist. Meinetwegen kann es auch ein wenig anspruchsvoller sein (als das von meinem Onkel unterstellte "Berufsschulniveau"), aber ich möchte für den Abschluss nur äußerst ungerne länger als anderthalb Jahre die Schulbank drücken.
Das Niveau wird deutlich über Berufsschule liegen. Lass Dir das von einem Akademiker sagen da die Berufsschule durchgemacht hat.
Nichts gegen die fachliche Expertise Deines Onkels, aber er sollte sich der Realität mal stellen und nicht weiter auf Vorurteilen herumreiten. Das bringt Dir nichts und er schadet sich in letzter Instanz noch selbst, weil er gut und sehr gute Bachelorabsolventen ablehnt.
Tim-Bo
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Anmeldungsdatum: 31.07.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2012 - 00:35:48    Titel:

Gozo hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich kann wie gesagt nicht genau abschätzen, wie hoch das Niveau bei der TA Wuppertal ist. Meinetwegen kann es auch ein wenig anspruchsvoller sein (als das von meinem Onkel unterstellte "Berufsschulniveau"), aber ich möchte für den Abschluss nur äußerst ungerne länger als anderthalb Jahre die Schulbank drücken.

Das Niveau wird deutlich über Berufsschule liegen. Lass Dir das von einem Akademiker sagen da die Berufsschule durchgemacht hat.

Was das "Berufsschulniveau" angeht, so kann ich meinen Onkel insofern verstehen, als dass meine Fortbildungslehrgänge zu Fach- und Betriebswirt aus meiner ganz persönlichen Sicht nicht wirklich anspruchsvoller waren/sind als der Unterricht, den ich an der Berufsschule erleben durfte. Und da die TAW den Anschlussstudiengang explizit für IHK-Betriebswirte anbietet, fällt es auch mir schwer zu glauben, dass dort nun ein akademischer Riesensprung stattfindet, was das Lernniveau angeht (allein schon von der Tatsache her, dass die TAW gerne Geld verdienen möchte und ein "normales" Hochschulniveau viele durchschnittliche IHK-Betriebswirte abschrecken würde).

Seis drum - ich habe einen anderen Studiengang gefunden, der für mich an Frage kommen könnte: Und zwar das BWL-Bachelor-Fernstudium an der PFH Göttingen. Smile
Würdest du das eher empfehlen als das Anschlussstudium der TA Wuppertal?

Hier steht noch, dass die PFH den Wirtschaftsfachwirt-Abschluss anerkennt und die Studienzeit sich so um zwei Semester auf vier Semester verkürzen lässt. Das klingt doch schon mal nicht schlecht, oder?
Allerdings habe ich in der Auflistung alle möglichen Betriebswirte gefunden, jedoch nicht den Geprüften Betriebswirt der IHK. Confused
Wie kann das denn sein? Ich meine, der Geprüfte Betriebswirt baut doch auf dem Fachwirt auf, und der Rahmenplan des Betriebswirts würde sicher auch genügend Stoff hergeben, der ebenfalls angerechnet werden könnte, oder nicht?
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