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Kinderwunsch während des Studiums
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L3ss1
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Anmeldungsdatum: 16.04.2007
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2012 - 13:40:05    Titel: Kinderwunsch während des Studiums

Hallo zusammen,

vorab möchte ich sagen, dass ich weiß, dass es ein viel diskutiertes und umstrittenes Thema ist. Dennoch hoffe ich, hier konstruktive Ratschläge zu finden und keine Grundsatzdebatte anzuzetteln! Wink

Zu meiner Situation: Ich bin 25 Jahre alt, seit über 4 Jahren in einer glücklichen Beziehung und - wie bei so vielen Frauen in meinem Alter - regt sich der Wunsch nach einer eigenen Familie. Allerdings ist das natürlich nicht so einfach. Es benötigt einige Planung und muss gut durchdacht sein. Denn es ist so, dass ich –nach einigen Umwegen- nun ins 5te Semester meines BA-Studiums komme; sprich auf der „Karriereleiter“ noch ganz unten stehe.

Nun kann man die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt um Kinder zu bekommen, natürlich nicht pauschal beantworten. Ich persönlich halte den Zeitpunkt während des Studiums allerdings für nicht schlecht. An meinen Kommilitoninnen sehe ich, dass es äußerst gut zu funktionieren scheint. Das Studium lässt eindeutig mehr Freiheiten, als wir sie hätten, wenn wir in einer 40-Stunden-Woche stecken würden. Klar, es ist eine Doppelbelastung. Aber ich gehöre nicht zu den Frauen, die ein Kind bekommen möchte, um es so schnell wie möglich in die KiTa stecken zu können. Meiner Vorstellung nach, möchte ich vor allem in den ersten zwei Jahren möglichst viel für mein Kind da sein können (!!) und erst danach Betreuungsangebote in Anspruch nehmen müssen. Prinzipiell spräche es für diese Einstellung, das Kind während des Studiums zu bekommen. Denn zeitlich ist man eindeutig viel flexibler.
Ein anderer Aspekt ist auch, dass ich gerne nach meinem Studium beruflich (durch)starten möchte. Damit meine ich nur, dass ich es für wenig sinnvoll halte, sich nach dem Studium um eine Stelle zu bemühen, nur um dann sobald man eine feste Anstellung hat, in Mutterschutz zu gehen und erstmal auszufallen. Das sehe ich an Kollegen meines Verlobten: Schon nach einem halben Jahr Ausfall hängt man gewaltig hinterher. Confused Und genau das ist es, was ich vermeiden möchte. Denn ich studiere ja nicht dafür, dass ich mit dem Wissen und der Qualifikation, die ich mir aneigne, später nichts anfangen kann, weil sie nicht aktuell sind.

In meinem Gedankenspiel sprechen unheimlich viele Dinge dafür, jetzt, während des Studiums ein Kind zu bekommen. Allerdings spielt da noch ein ganz großer Aspekt eine Rolle, der mich wiederum innehalten lässt: der finanzielle Aspekt. Und genau da, wäre ich Euch sehr dankbar, wenn ich einige Ratschläge (gerne auch von Frauen, die sich vielleicht bereits während des Studiums für ein Kind entschieden haben) bekommen könnte. Exclamation

Da meine Eltern ein zu gutes Einkommen haben, habe ich keinen Anspruch auf BAföG, d.h. mein BA-Studium wird von meinen Eltern finanziert. Mit dem Einkommen meines Verlobten und 800 €/Mon., die ich von meinen Eltern erhalte, leben wir ganz gut. Nun ist mein BA-Studium in absehbarer Zukunft vorbei und damit entfällt dann auch die finanzielle Unterstützung meiner Eltern. (Ganz davon abgesehen, dass ich auch nicht in finanzieller Hinsicht von meinen Eltern leben möchte, wenn ich eine eigene Familie gründe!)
Daher frage ich mich, wie junge Familien sich finanziell absichern. Jobben wie bisher ist dann ja auch nicht mehr drin und das Einkommen meines Verlobten allein würde auch nicht ausreichen, um eine 3-köpfige Familie zu ernähren. Daher frage ich mich, welche Unterstützung man dann erhält? Dass es keine „Herrenjahre“ werden, ist mir klar, aber dass es machbar ist, sehe ich an anderen jungen Müttern. Immerhin kann man seinem Kind dann in Zukunft etwas ermöglichen, da man nach seinem Studium zumindest lückenlos der Arbeitswelt zu Verfügung steht.

Über (konstruktive) Tipps würde ich mich sehr freuen!
Wink
Ingo30
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Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2095

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2012 - 14:59:10    Titel:

HI,

es gibt keinen "richtigen oder falschen" Zeitpunkt für Kinder. Das mal vorne weg.
Auf der anderen Seite sollte man es sich schon überlegen. Das ist halt auch mit der "Fluch" der guten Ausbildungen bei den Frauen. Es wird viel Geld und Zeit reingesteckt, um dann doch mindestens ein halbes Jahr bzw. oder Jahr auszufallen. Und nein, wenn Du schnell wieder arbeiten gehen möchtest, geht das fast nur mit externer Betreuung, die auf die Arbeitszeit angepasst ist. Das bedeutet oft : Tagesmütter. Und dafür geht eine Menge Geld drauf, dass Du bzw. Dein Partner auch erstmal wieder erwirtschaften müsst. Mit Kita-Platz wird es besser - die Probleme (z.B. in NRW) einen Kita-Platz zeitgenau zu erhalten, sind aber real. Also auch hier wieder draufzahlen, wenn Du arbeiten gehen möchtest und betreuen lassen willst.
Also mach Dein Studium fertig. Und arbeite dann mindestens ein Jahr - erst danach erhälst Du auch die Möglichkeiten, das Elterngeld auch voll auszunutzen - ansonsten bleibt es beim 300 Euro Sockelbetrag. Danach kommen dann die Probleme mit den bei Frauen häufigen Zeitverträgen (und gerade für Akademikerinnen miesen Einstiegsgehältern irgendwo unter 18.000 Euro jährlich) - da die Arbeitgeber genau um die Probleme wissen. Somit laufen diese Verträge dann auch meist nach 1-2 Jahren wieder aus, um sich vor Schwangerschaften zu schützen.
Also gut überlegen und erstmal in die Arbeitswelt starten. Vom Alter her passt doch alles bei Dir.
AmÉndeKlappts
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Anmeldungsdatum: 07.08.2012
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 07 Aug 2012 - 20:51:59    Titel:

Hallo,

ich bin eine die es sich getraut hat, während des Studiums ein Kind zu bekommen. Mein Sohn kam im 5. Semester meines BA-Studiums zur Welt. Ich war damals 27 und mein Sohn ist nun 2,5 Jahre alt.

Die Vorteile die du aufgezählt hast stimmen alle - ohne Frage. Mir ging es damals genau wie dir heute. Ich habe ewig hin und her überlegt und schließlich war es ein halber Unfall. Ich bin verheiratet und mein Mann steht im Beruf. Ich habe 6 Tage vor dem errechneten Entbindungstermin noch 3 Klausuren geschrieben.

Nachteile gibt es aber auch. Der größte, du bist für spätere Arbeitgeber nicht mehr flexibel einsetzbar. Du fällst zu Beginn häufiger aus, da Kinder häuig krank werden. Du wirst unweigerlich in ein Geschlechterrolle gedrückt, von der man dachte im Jahr 2012 ist alles einfacher-heißt du wirst wahrscheinlich die sein, die in vielen Dingen zurück stecken muss. beruflich und privat.

Es kommt sehr stark darauf an, was du studierst und was du später machen möchtest. Denentsprechend sind dann auch deine beruflichen Möglichkeiten.

Und der finanzielle Aspekt: Klar Kinder kosten zu Beginn aber ich habe Bafög bezogen + 300 Euro Elterngeld, das geht schon ziemlich gut.

Alles in allem, ich habe es nicht bereut ein Kind zu bekommen aber du musst dich darauf einstellen, dass du es beruflich schwerer haben. Ich habe Soziologie und Politikwissenschaften studiert, habe versucht nach dem BA beruflich Fuss zu fassen, es hat nicht geklappt. Daher beginne ich jetz mit dem Master. Was du unbedingt brauchst ist ein intaktes Umfeld , dass sich unterstützen kann.
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