Alternativen zu einem Mechatronik-Studium (Uni)?
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 12 Aug 2012 - 18:52:38 Titel: Alternativen zu einem Mechatronik-Studium (Uni)? |
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Hallo,
ich wollte ursprünglich Mechatronik an einer Universität (z. B. TU München) zum Wintersemester 2013/2014 studieren, habe jetzt aber festgestellt, dass der Studiengang ausläuft und nur noch Maschinenbau und Elektrotechnik angeboten werden. Ich sehe meine Interessen und Fähigkeiten gleichermaßen auf beiden Gebieten. Mechatronik an einer FH kommt für mich nicht in Frage, da ich erstens höher aufsteigen will, was mit einem FH-Titel schwerer geht, zweitens in Forschung/Entwicklung gehen will, was ja auch eine klassische Uni-Domäne ist und drittens jetzt die 12. Klasse FOS fertig habe (ich will FOS 13 machen, um auf die Uni gehen zu können) und die Bewerbungsfristen für das Wintersemester an den FHs vorbei sind. Von daher wollte ich wissen, ob es Alternativen gibt, z. B. ein Maschinenbaustudium mit einem Nebenfach aus dem Bereich der Elektrotechnik, oder umgekehrt (z. B. E-Technik mit Nebenfach Mechanik oder Maschinenelemente). Ich will später einen Master in Mechatronik machen, reicht das um ein Allrounder zu sein? Was ist generell höher geschätzt/nachgefragt/bezahlt - E-Technik oder Maschinenbau? Meine Stärken liegen übrigens eher im Bereich Physik + Technologie/Informatik (jew. 13 Punkte im Abschlusszeugnis) als Mathe (9 Punkte). |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 12 Aug 2012 - 19:04:56 Titel: |
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Bist du dir sicher, dass Mechatronik überall ausläuft? Das würde mich sehr überraschen. Das Konzept ist nämlich gut. Schau bitte nochmal nach, denn das ist mir wirklich absolut neu.
Wenn Mechatronik nicht gehen sollte: Thematisch ist Elektrotechnik mit Vertiefung auf Automatisierungstechnik am nächsten, ansonsten allgemeine Elektrotechnik mit späterer Vertiefung auf Automatisierung oder Mechatronik im Master. Damit bisst du schon sehr allround, ein bisschen Mechanik und Konstruktionslehre von den Maschis fehlt dir im Vergleich zum reinen Mechatroniker, aber die schweren Gebiete der Elektrotechnik, Digitaltechnik und Regelungstechnik hast du dafür sehr gut abgedeckt.
Was Kohle und Bedarf angeht: Es kommt auf die Vertiefung an. Wenn du Mechatronik oder Automatisierungstechnik machst ist praktische Kenntnis der Schaltungstechnik und Digitaltechnik immer gut, da ist aktuell und wahrscheinlich in ein paar Jahren ein Mangel zu verzeichnen. Ansonsten machen Maschis tendenziell etwas mehr als Elektrotechniker, wobei es hier ein großes Überlappungsfeld gibt. Du solltest dir aber auch bewusst sein, dass das von dir ausgewählte Gebiet zwar sehr vielseitig ist, aber aktuell auch sehr viele Studenten anzieht. Es kann also sein (was ich aber für unwahrscheinlich halte), dass der Markt in ein paar Jahren gesättigt ist. Dennoch kein Grund, wegen dieser Warnung vom Studium abzusehen.
//EDIT: Ich sehe gerade, dass du F&E machen willst. Da zählt weniger der Abschluss, sondern was man gemacht hat. Wenn du also ein wenig genauer beschreibst, was du gerne machen würdest (sofern du das schon zumindest etwas eingrenzen kannst), dann können wir die auch einen entsprechenden Schwerpunkt empfehlen. Gerade in der F&E arbeiten aber zum Beispiel Informatiker auf Maschinenbauerposten und umgekehrt. Du wirst also auf irgendeinem Weg schon zu deinem Wunschberuf kommen. |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 12 Aug 2012 - 19:59:23 Titel: |
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Das Problem ist bei mir, dass ich eben eine Art "Allgemein-Technik-Und-Forscher-Freak" bin^^ Das heißt, mich interessieren sehr viele Bereiche aus dem MINT-Spektrum, z. B. auch Chemie und Informatik. (Beides auch hobbymäßig, neben Mechanik/Elektronik) Ich wäre, spannende Projekte vorausgesetzt, bereit, in jedem Bereich von F&E zu arbeiten.
Ich habe jetzt übrigens gelesen, dass die TU Darmstadt Mechatronik auch jetzt noch als Bachelor anbietet. Kann mir jemand sagen, wie es da um den Ruf der Hochschule, Studienbedingungen, Wohnsituation, Ranking etc. steht? Oder kennt jemand allgemein eine Uni in Deutschland, die Mechatronik als Bachelor anbietet? |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 12 Aug 2012 - 20:11:03 Titel: |
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Ein erster Rat: Bitte mach dir nicht zu viel aus Rankings und dergleichen. Die Frage, ob Top-Uni oder nicht ist eigene Threads wert (und füllt bestimmt schon viele Threads hier im Forum). Die Unterschiede in Deutschland sind gering, auch Unis aus der zweiten Reihe bieten eine gute Ausbildung.
Zu deiner Frage: Gewohnt oder studiert habe ich da nie, aber ich kann dir sagen, dass Darmstadt für ET sehr gut ist und für Mechatronik bestimmt auch eine gute Nummer. Mit Darmstadt als TU9-Uni hast du den Vorteil, dass der Bachelor überall anstandslos anerkannt werden sollte, wenn du den Master machst. |
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konstantin87 Senior Member


Anmeldungsdatum: 08.08.2008 Beiträge: 3601
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Verfasst am: 12 Aug 2012 - 20:14:09 Titel: |
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mechatronik bieten nicht viele unis an, also die solltest du schnell über google finden.
ranking-ergebnisse hättest du ebenfalls schnell über google gefunden http://www.tu-darmstadt.de/karriere_planen/rankings_3/rankingskarriere.de.jsp
studienbedingungen und wohnsituation sollen laut bekannten nicht so gut sein, typisch massen-uni, in den ersten semestern gibts vorlesungen mit 500-1000 studenten und da müssen einige auch schon mal auf den treppen sizurn, man hat mehrere laborpartner, also nimmt der einzelne weniger mit und damit sich das schnell ändert wird durch die prüfungen ordentlich ausgesiebt. dafür gibt es in hessen keine studiengebühren. genaueres findest du z.b. über erfahrungsberichte von ciao oder schau dir die bewertungen auf meinprof.de an.
die tu darmstadt hat einen ähnlich guten ruf wie die in münchen. beide gehören zu den www.tu9.de , wobei in darmstadt der elektrotechnik-studiengang einen höheren informatik-anteil aufweist. |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 13:31:24 Titel: |
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| Kann mir jemand sagen, ob es Sinn macht, an der TU München den Studiengang "Ingenieurwissenschaften" zu wählen? Dort müsste ich schließlich die breite, wissenschaftliche Ausbildung bekommen, die ich für F&E brauche. |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 19:44:21 Titel: |
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Ob es Sinn macht - keine Ahnung, dafür kenne ich die Inhalte nicht. Sinn würde es machen, wenn du damit wie in Frankreich ein umfangreiches (und hartes) Vorbereitungsstudium durchlaufen würdest, das dich auf alle möglichen Vertiefungen vorbereitet. Dazu müsste man die Modulpläne durchgehen. Allerdings fallen mir zu dieser Idee zwei Dinge ein:
(1) F&E wirst du nicht über "alles" machen, sondern über ein Spezialthema. Kein Student kann sich heute umfangreiches Fachwissen in einer Vielzahl von Vertiefungen aneignen. Eine generalistische Ausbildung mag sinnvoll sein, aber irgendwann musst du Fachmann werden. Gewöhn dich an den Gedanken. Du wirst nicht alles wissen können.
(2) Generalistische Ambitionen, forschungsorientiertes Berufsbild - warum kein Physikstudium?
Außerdem musst du prüfen, für welche Master dich dieser Bachelor qualifiziert.
| Zitat: |
| Dort müsste ich schließlich die breite, wissenschaftliche Ausbildung bekommen, die ich für F&E brauche. |
Und Fachingenieure kriegen die nicht? |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 20:59:10 Titel: |
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Ich habe mir jetzt die Studienpläne angeschaut und festgestellt, dass es beim Studiengang Ingenieurswesen wohl eher um Berechnungen usw. geht, als um die konkrete Konstruktion. Er ist auch breit gefächerter, d. h. es gibt z. B. Sachen wie Bionik, dafür fehlen zumindest im Grundstudium Maschinenelemente.
Es hat übrigens, anstatt der üblichen 180 ECTS, ganze 210 ECTS innerhalb von 6 Semestern, und dürfte deshalb tatsächlich hart und umfangreich sein, da hier das Arbeitspensum eines 7. Semesters komplett in die 6 Semester "reingequetscht" wird.
Im Maschinenbaustudium sind übrigens auch noch ein Industrie- und ein Hochschulpraktikum vorgesehen, die 10+8 ECTS geben, bei den Ingenieurswissenschaften gibt es diese hingegen nicht, d. h. diese ECTS sind dann über Studienleistungen reinzuholen.
Hier die Links zu den Studienplänen (sie haben leider ein stark unterschiedliches Format, deswegen ist es etwas schwierig zu vergleichen):
Ingenieurswissenschaften:
http://www.engineering.mse.tum.de/studium/curriculum/
Maschinenwesen:
http://www.mw.tum.de/sendf.php?i=000582-0.pdf
Dass ich mich irgendwann spezialisieren muss, weiß ich. Das Problem bei mir ist halt, dass ich noch nicht weiß, was ich wählen möchte - auch nicht grob, ob Maschinenbau, Elektrotechnik oder Informatik.
Physiker möchte ich eigentlich nicht werden, da ich es doch lieber etwas konkreter mag und im Bereich F&E eher die Entwicklung bevorzugen würde, als die Forschung. |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 21:17:40 Titel: |
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Du bist nicht hier, weil du das richtige Studium suchst. Du fürchtest stattdessen, das falsche zu studieren. Lieber alles irgendwo mitmachen, um sich ja keinen Weg zu verbauen.
Dann aber wiederrum glaubst du zu wissen, dass du lieber entwickeln als forschen willst. Woran machst du das fest? Was ist deiner Meinung nach der Unterschied zwischen dem Forscher und dem Entwickler? Die Antwort auf diese Frage solltest du bitte möglichst ausführlich machen, denn zum ersten Mal hast du hier nach all deinen "ich will möglichst alles" - Aussagen eine Einschränkung gemacht. |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 21:23:25 Titel: |
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Der Unterschied zwischen Forschung und Entwicklung ist für mich, dass der Forscher eher Phänomene und Sachverhalte analysiert, während der Entwickler, unter Anderem anhand von Forschungsergebnissen, neue Produkte oder Verfahren entwickelt. Kurz: Forscher analysieren Probleme, Entwickler lösen sie.
Klar, in F&E gehört beides zur Arbeit, aber da in Teams gearbeitet wird, kann der Forschungsteil dann von einem Anderen erledigt werden - z. B. einem Physiker. |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 21:35:17 Titel: |
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| Deine Sicht entspricht nicht ganz der Realität. Was du als Forschng beschreibst ist absolute Grundlagenforschung. Der reale Ansatz - gerade in industrieller F&E - ist anders. Dort ist das Problem gegeben, die Lösung zunächst unbekannt. Dann kommt die Forschungsabteilung und arbeitet daran, das Problem überhaupt erst einmal zu lösen, je nach Umfeld mehr oder weniger frei von ökonomischen Fragestellungen - die Frage ist grundsätzlich nicht "lohnt sich das" sondern "geht das überhaupt". Sobald die Forscher ein Verfahren entwickelt haben, geht das an die Entwicklungsabteilung weiter, und die müssen dann in Zusammenarbeit mit massig anderen Abteilungen (Product Management, Marketing, Logistik, wasweissich) einen weg finden, das ganze in ein Produkt zu bringen, mit dem man Kohle machen kann. Wenn du also eine Grenze zwischen F und E ziehen willst, dann ist F "wie geht das" und E "wie geht das billiger". |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 22:05:24 Titel: |
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| Klingt sehr gut. Dann würde ich tatsächlich zur Forschung(-sabteilung) tendieren, um dort erstmal relativ frei von ökonomischen Zwängen zu sein. Dann müsste doch ein breites, intensives, naturwissenschaftlich geprägtes Studium doch besser sein, als ein normales Maschinenbaustudium? |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 22:24:06 Titel: |
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| Hey, du willst doch ein breites, intensives, naturwissenschaftlich geprägtes Studium (also Physik, aber kein Physikstudium...). Dann mach doch eins. Falsch machst du damit nichts. Nicht, dass du nicht auch als Maschi, ETler, Kybernetiker oder wasweissich in die F&E kommen würdest. Aber wenn du dich nur mit einem breiten Studium wohl fühlst (Physik...), dann mach eins. |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 22:36:27 Titel: |
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Naja, wie gesagt wäre mir ein Physikstudium zu abstrakt/theoretisch. Ich möchte halt ein Studium, das einerseits breit und umfangreich, aber andererseits auch relativ konkret und ingenieurstechnisch geprägt ist. Und da frage ich mich halt: Ist ein Studium der Ingenieurswissenschaften an der TU München besser, oder ein Studium der Mechatronik z. B. an der TU Darmstadt? Das anschließende Masterstudium wäre voraussichtlich Mechatronik (wird auch an der TUM angeboten), aber das kann sich auch noch ändern...
Ich bin mir halt nicht sicher, ob ein Maschinenbau- oder ET-Studium nicht auch schon breit genug wäre.
Eine wichtige Frage ist: Sind Industriepraktika wichtig, um in F&E zu kommen? Beim Maschinenbaustudium, fast egal welche (Top-)Uni, müsste ich nämlich eins absolvieren, teilweise schon vor dem Studium. Sie sind auch oft schon in den Semestern eingeplant, was die Studienzeit entweder verlängert (RWTH) oder aber einen Teil davon beansprucht (TUM). Wenn diese Praktika also nicht so wichtig wären, müsste es besser sein einen Studiengang zu wählen, der sie nicht voraussetzt und die Zeit stattdessen für Vorlesungen etc. nutzt. Also z. B. ET, Mechatronik oder Ingenieurswesen. |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 22:56:23 Titel: |
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| Zitat: |
| Naja, wie gesagt wäre mir ein Physikstudium zu abstrakt/theoretisch |
Aber dann Forschung machen wollen. Da passt was nicht.
Was die Pflichtpraktika angeht: die paar Wochen zu Studienbeginn sind scheissegal. |
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specagent Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2012 Beiträge: 8
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 23:02:10 Titel: |
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Die paar Wochen zu Beginn ja, aber die TU München hat z. B. ein Gesamtpraktikum von 18 Wochen Industrie + 8 Wochen an der Uni.
Allerdings habe ich, da ich von der FOS komme, schon ein 18-wöchiges Praktikum gemacht, davon 9 Wochen Metall + 9 Wochen Elektro. War allerdings bei der Handwerkskammer, d. h. mit etwas Pech wird die TUM nicht einmal den Metall-Teil als Vorpraktikum anerkennen.
Was die Forschung angeht: Wenn es da darum gehen soll, herauszufinden, ob etwas überhaupt möglich ist, dann sind doch da auch Ingenieure gefragt, oder nicht? |
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wasp Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 2548
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 23:08:38 Titel: |
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Praktika sind in Ingenieursstudiengängen zum Glück Pflicht, denn sonst würde ein wichtiger Teil der Ausbildung fehlen.
Du hast keine Garantie, dass du später mal wirklich in einer Forschungsabteilung arbeiten wirst, daher würden dir Praktika wesentliche Kenntnisse, Einblicke und ein gewisses Profl geben.
Selbst wenn in dem einen Studiengang kein Praktikum vorgesehen ist, wette ich, dass die meisten Studenten trotzdem eins machen. Dafür nimmt man sich mal ein Semester "frei"; man kann so ein Praktikum ja auch in einer Foschungsabteilung bei einem Institut oder eine Firma absolvieren. Nur weil es nicht Plicht ist, heißt es nicht, dass man es nicht benötigt.
Sowas sieht auch gut im Lebenslauf aus, wenn man interessante Themen bearbeitet hat.
Des Weiteren ist ein Maschinenbau bzw. Elektrotechnikstudium mit Bachelor+Master schon recht breit aufgestellt. Außerdem kannst du später eh nur ein Fachmann in einem bestimmten Bereich sein. Daher wählt man auch die Entsprechenden SChwerpunkteim Studium, schreibt seine Masterarbeit über ein bestimmtest Thema und setzt ggf. darauf eine Promotion auf.
Danach hast du dann in einem bestimmten Bereich promoviert, bist dort also Fachmann, aber hast gleichzeitig das wissenschaftliche Arbeiten gelernt (während der Promotion). Somit kannst du dich theoretisch auch in andere Bereiche einarbeiten, wenn es sein muss.
Selbst selbst wenn man nicht promoviert, ist man nach dem Master ersteinmal ein (kleiner) Fachmann in einem bestimmten Bereich, kann aber nachher auch in anderen Bereichen arbeiten. |
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frischell1990 Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011 Beiträge: 425
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Verfasst am: 13 Aug 2012 - 23:11:07 Titel: |
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| Zum allerletzten mal: In F&E ist es scheissegal was du studierst, solange du gut bist. Und das beinhaltet vor allem die Theorie. Physiker sind am vielseitigsten, aber mit einem Fachstudium kommt man auf seinem Gebiet ebenfalls gut rein. |
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marieflieg Newbie


Anmeldungsdatum: 11.08.2012 Beiträge: 17
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 10:54:38 Titel: Re: Alternativen zu einem Mechatronik-Studium (Uni)? |
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| specagent hat folgendes geschrieben: |
Hallo,
ich wollte ursprünglich Mechatronik an einer Universität (z. B. TU München) zum Wintersemester 2013/2014 studieren, habe jetzt aber festgestellt, dass der Studiengang ausläuft und nur noch Maschinenbau und Elektrotechnik angeboten werden. |
Hi Mr. Agent,
du liegst da etwas falsch. Der Studiengang Mechatronik wird nicht in ganz Deutschland auslaufen. Vielleicht ist es so, dass die TU München ihn zu Gunsten von Maschinenbau und Elektrotechnik einstampft, aber das gilt sicherlich nicht für alle Unis in Deutschland. Wenn du nämlich mal hier in den Datenbank von Mechatronik Studiengängen in Deutschland guckst, wirst du ziemlich schnell feststellen, dass der Studiengang noch an zig weiteren FHs und Unis angeboten wird. Da sollte doch auch was für dich dabei sein, oder?
Und zum Thema Rankings solltest du z.B. diesen Blogartikel durchlesen. Denn es gibt dutzende Rankings und alle messen etwas anderes und kommen zu anderen Ergebnissen. Lass dich nicht nur von solchen Rankings leiten, sondern guck dir die Hochschule selber genau an. |
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phantomic Newbie


Anmeldungsdatum: 08.09.2011 Beiträge: 6
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Verfasst am: 30 Aug 2012 - 21:04:05 Titel: |
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Mechantronik läuft an der TU München nicht wirklich aus, sondern das System wird soviel ich weiß nur umgestellt. Bisher lief das ganze so das es zwar zig verschieden Studiengänge gab, die ersten vier Semester jedoch alle zusammen gehört haben und sich danach in seinen Fachbereichen die Fächer zusammengesucht haben.
Jetzt gibt es einheitlich einen Bachelorstudiengang Maschinenwesen. Dort kannst du genauso deinen "Mechatronik Studenplan" zusammenstellen und dann den Mechantronik Master machen.
Ingenieurwissenschaften ist im Prinzip fast genau das gleiche wie im Maschinenbau mit Ausnahme das die Konstruktionselemente fehlen (Technisches Zeichen/Maschinenelemente) und dafür ein paar E-Technik Fächer dazukommen. Vorteil ist das man in der Masterwahl etwas flexibler ist (z.B. auch Bau-Ing oder E-Ing). Die 210 ECTS sind auch relativ -> eine Prüfung mehr im Semester. Auch kein Mehrwert für F&E. Genau die gleichen Grundlagenvorlesungen wie im Maschinenbau (nur die Studienbeschreibung hört sich schöner an). |
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