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Unternehmensbewertung mittel DCF - Free Cash Flow Berechnung
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clementinchen123
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Anmeldungsdatum: 21.07.2009
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 14 Aug 2012 - 10:41:19    Titel: Unternehmensbewertung mittel DCF - Free Cash Flow Berechnung

Hallo,

ich versuche gerade eine Unternehmensbewertung mittels DCF-Verfahren hinzubekommen. In der Vorlesung waren
die benötigten Daten immer schoen aufgelistet. Jetzt muss ich das ganze allerdings mithilfe der Jahresabschluesse
machen und bin von den ganzen Infos ein bisschen ueberwaeltigt. Es waere super, wenn ihr mir zu den folgenden Punkten
ein bisschen Feedback geben koenntet.

FCF: Der Free Cash Flow berechnet sich ja wie folgt:

EBIT
- Adaptierte Steuern
- Investition in Sachanlagen
- Investition in Umlaufvermögen
+ Abschreibungen

Soweit so gut. Um die adaptierten Steuern zu berechnen habe ich vereinfachend einen Steuersatz von 35% angenommen.
Die Abschreibungen sind ja in der GuV-Rechnung aufgelistet.
Schwierigkeiten habe ich nun bei der Ermittlung der "Investition in Sachanlagen" und "Investition in Umlaufvermögen".

Für die Berechnung der "Investition in Sachanlagen" habe ich einfach die in der Bilanz aufgelisteten Sachanlagen von letzten Jahr
von den Sachanlagen in diesem Jahr abgezogen. Kann man das so machen, oder ist das zu vereinfachend bzw. voellig falsch?

Die Investition ins Umlaufvermoegen berechnet sich ja aus der Veränderungen des Netto-Umlaufvermoegens.
Dabei gilt: Netto-Umlaufvermögen = Gesamtes Umlaufvermögen - Kassenbestand - Verbindlichkeiten (Die sind ja auf der Passivseite ausgewiesen)

Wäre super, wenn mir jemand sagen könnte, ob das so hinhaut.

Vielen Dank!
MJungk
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Anmeldungsdatum: 01.06.2012
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 14 Aug 2012 - 10:46:39    Titel: So geht das nicht

Die Investition in Sachanlagen holst Du Dir aus dem Anlagespiegel.
In Umlaufvermögen wird eigentlich nicht investiert.
_________________
Immer noch Student
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 14 Aug 2012 - 11:55:47    Titel:

MJungk hat folgendes geschrieben:
Die Investition in Sachanlagen holst Du Dir aus dem Anlagespiegel.
In Umlaufvermögen wird eigentlich nicht investiert.


@Clementinchen: Pass beim zitierten Beitrag etwas auf.

1) Ganz wichtig: ein DCF ist stets eine Vorwärtsbetrachtung, ein Unternehmenswert (wenn eine Fair Value-Technik verwendet wird) beinhaltet stets den Blick in die Zukunft.

2) Um die Investitionen going forward zu berechnen, kannst du mal schauen, ob du in der Vergangenheit in den Bilanzen gewisse Trends ausmachen kannst. Die Investitionen in der Vergangenheit (am besten schaust du mal die letzten drei Jahre an) kannst du grundsätztlich anhand der folgenden Formel berechnen:

Code:
Langfristige Vermögen (t) = Langfristige Vermögen (t-1) - Abschreibungen (t) + Investitionen (t)


Wie mein Vorredner gesagt hat, kannst du dir auch den Anlagespiegel zu Rate ziehen.

Bilde dir mit den so gewonnenen Investitionen mal ein paar Ratios. Zum Beispiel Langfristige Vermögen zu Sales. Im Sinne von: Um ein gewisses Umsatzniveau zu erzielen, benötigt man ein Mindestmass an fixen Vermögenswerten. Die historische Ratio kannst du dann ja in der Zukunft beibehalten. Dies nur als Vorschlag. Das muss auch nicht stimmen. Eventuell ist das Unternehmen überinvestiert oder unterinvestiert.

3) Investitionen ins Umlaufvermögen.

Modelliere doch die einzelnen Positionen, statt der Position "Nettoumlaufvermögen". Achtung: Veränderungen auf der Aktivseite gehen negativ, auf der Passivseite positiv in den FCF ein.

Eruiere zuerst aus der dir zur Verfügung stehenden Bilanz, welche kurzfristigen Vermögen und Verbindlichkeiten das Unternehmen hat.

Aufpassen: da ein DCF stets eine Debt and Cash-Free Betrachtung ist, lassen wir sowohl Cash als auch die klassischen zinstragenden Verbindlichkeiten aussen vor.

Tipps zum Modellieren der Positionen (nicht als einzige Wahrheit betrachten):

3.1) Debitoren:
Analysiere historisch die Debitoren-Tage:

Code:
Debitorentage = (Debitoren (t) / Umsatz (t) ) * 365


Dies zeigt, wie lange der durchschnittliche Debitor beim Unternehmen braucht, bis er zahlt. Mach das für die letzten drei Jahre und bilde einen Durchschnitt. Modelliere die zukünftigen Debitoren mit der Formel:

Code:
Debitoren (t+ 1) = (Debitorentage * Umsatz (t+1))/365


Jetzt kannst du spielen mit den Debitorentagen und beispielsweise sagen: "Die Zahlungsmoral wird etwas schlechter, also werden die Debitorentage etwas länger."

3.2) Vorräte:

Grundsätzlich gleiches Vorgehen, nur würde ich die "Vorräte-Tage" (also die durchschnittliche Zeit, in der eine Geldeinheit Vorrat im Lager liegt (gebunden ist)) berechnen auf Line-Items wie etwa COGS (bei UKV) oder Materialaufwand (GKV).

3.3) Kreditoren:

Auch sinnvollerweise linken auf COGS/Materialaufwand.

3.4) Andere items:

Grundsätzlich würde ich sagen: Abgrenzungen würde ich den Change bei null lassen. Customer Advances, wenn sie materiell wichtig sind irgendwie an den Umsatz linken. Allgemein: kleine Positionen keine Veränderung modellieren.
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clementinchen123
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Anmeldungsdatum: 21.07.2009
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2012 - 14:06:40    Titel:

Vielen Dank fuer die Antworten! Das hat mir schonmal weitergeholfen.

Habe nun die Investitionen in das Anlagevermögen mithilfe des Anlagespiegels berechnet und mMn plausible Werte rausbekommen.

@Everett Dasher Breed:

Ich bin mir bewusst, dass die DCF-Methode auf Prognosen bezüglich der zukünftigen Werte beruht.
Ich habe jetzt erstmal die FCF der letzten 5 Jahre berechnet, um mir einen Überblick zu verschaffen. Daraus lässt sich auch ganz gut die Entwicklung für Umsätze, Kosten usw. für die zukünftigen Jahre abschätzen.
Aus den Unterlagen geht außerdem hervor, dass sich die Investitionen in das Anlagevermögen in den nächsten
Jahren auf dem Niveau der Abschreibungen befinden werden. Das Verhältnis Abschreibungen/Netto-Anlagevermögen war über die letzten Jahre recht konstant und leicht abnehmend. Das wollte ich auch für die Prognose der zukünftigen Werte übernehmen.

Nun zur Veränderung im Umlaufvermögen. Hier habe ich noch so einige Probleme.
Ursprünglich habe ich vom gesamten Umlaufvermögen den Kassenbestand und die kurzfristigen Verbindlichkeiten abgezogen und diesen Wert dann als
Netto-Umlaufvermögen ausgegeben. Die Veränderung des Netto-Umlaufvermögens zum Vorjahr habe ich dann als "Investition in Umlaufvermögen" ausgewiesen und
zur Berechnung des FCF benutzt. Ich glaube allerdings, dass das großer Quatsch ist, da die Werte die dabei herauskommen vom Gefühl her nicht passen und sehr stark schwanken.

Werde jetzt mal versuchen, das ganze mit deiner Herangehensweise hinzubekommen. Wenn ich das richtig verstanden habe muss ich mir nur die kurzfristigen Vermögen
und Verbindlichkeiten des Unternehmens anschauen. Also "Vorräte"und "Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" auf der Aktivseite und "kurzfristige Verbindlichkeiten"
auf der Passivseite. Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr fließen in den FCF mit ein. Den Kassenbestand muss ich nicht weiter berücksichtigen?!
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2012 - 14:59:17    Titel:

1) Zum Thema Modellierung NWC:

Deine ursprüngliche Herangehensweise war mitnichten "grosser Quatsch."

Es ist schon grundsätzlich richtig zu sagen:

Code:

Nettoumlaufvermögen = Kurzfristige Vermögen - Cash - Kurzfristige Verbindlichkeiten + kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten irgendwelcher Art


Die Modellierung ist halt einfach sauberer, wenn man die einzelnen Positionen in die Zukunft entwickelt.
Denn wie vorher schon angeführt, werden diese Positionen von unterschiedlichen Faktoren getrieben.
Die Entwicklung der Debitoren etwa wird neben dem Umsatz natürlich auch von der erwarteten Zahlungsmoral der Kunden getrieben (Debitorentage). Die Kreditoren werden aber nicht von den Kunden getrieben. Dies nur als Beispiel.

Klar kannst du sagen: "schlussendlich hängt alles vom Umsatz ab". Zur Verdeutlichung der folgende Zusammenhang (stark vereinfacht):

0) Vorräte an Kreditoren (erfolgsneutral)
1) Debitoren an Umsatz (erfolgsrelevant)
2) Materialaufwand an Vorräte (erfolgsrelevant)
3) Kreditoren an Cash (erfolgsneutral)
4) Cash an Debitoren (erfolgsneutral)

Hätte es also den Umsatz nicht gegeben (Buchung 1) hätte auch der Materialaufwand (Buchung 2) nicht stattgefunden.

Wenn du nach dieser Prämisse vorgehst, dann kannst du schon das ganze Net Working Capital einfach mit dem Umsatz treiben.

Aber ich finde es sinnvoller, wenn man die einzelnen Positionen mit den direkten Treibern modelliert.

In der Praxis wird so gut wie nie NWC als gesamte Position in die Zukunft modelliert.

Welche Positionen musst du anschauen? Grundsätzlich musst du alle Positionen diskutieren, welche betriebsnotwendig sind. Kann da keine Empfehlung abgeben, da ich deine Bilanz ja nicht kenne. Aber bei kleinen Positionen würde ich mich nicht lange aufhalten: einfach Change = 0 lassen

2) Zum Thema Cash:

Ein DCF ist ja stets eine Debt-/Cash-Free-Betrachtung. Der Unternehmenswert wird berechnet wie er unabhängig der Kapital-Struktur wäre.

Das Cash solltest du erst berücksichtigen, wenn du ausgehend vom resultierenden Unternehmenswert den Wert des Eigenkapitals berechnen willst.
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clementinchen123
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Anmeldungsdatum: 21.07.2009
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 11:07:51    Titel:

Danke für die Hilfestellungen. Habe deine Tipps befolgt und mittlerweile die nötigen Finanzkennzahlen für die zukünftigen Perioden modelliert
Im nächsten Schritt möchte ich nun den WAAC berechnen und die Cash Flows damit abzinsen. Hierzu habe ich zwei Fragen:

1.) Um den WAAC zu bestimmen muss ich ja die Kapitalstruktur des Unternehmens berechnen. Dabei gilt für die EK-Quote:
Code:
 Eigenkapital/ Gesamtkapital * 100


Nun liegen mir die Einzelabschlüsse, wie auch der konsolidierte Jahresabschluss vor. Im konsolidierten Abschluss taucht zusätzlich zu den
anderen Positionen noch der Goodwill auf. Ziehe ich diesen zuerst vom Gesamtkapital ab und berechne dann die EK-Quote, oder gehört der Goodwill
zum Gesamtkapital dazu?

2.) Den Zinssatz des FKs habe ich aus den Kreditvereinbarungen entnommen. Die Suche nach den Kosten des EK gestaltet sich allerdings schwieriger. Das Unternehmen ist in einer sehr speziellen Branche tätig und auch nicht an der Börse gelistet. Somit ist ein Vergleich mit anderen Unternehmen schwierig. Wie könnte man hier vorgehen um einen annehmbaren EK-Zins herzuleiten?
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Anmeldungsdatum: 16.08.2012
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 12:01:00    Titel:

Das sollte wohl nicht ein solcher Hassle sein.

Goodwill ist ebenfalls financed auf der liabilities-Seite.

Um Gearing zu berechnen nimmst du einfach shareholder's equity und dividest durch total liabilities.

Zinssatz FK ist richtig entnommen.

Re cost of equity. Hatte dieses Problem auch mal in einer Bewertung. Gibt einige Difficulties. Check doch mal Damodaran. Die ganzen Bulge Brackets machen es auch so.
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
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BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 14:00:50    Titel:

So ein Schwachsinn, sorry.

Bin jetzt etwas überrascht, dass niemand diesen Typen korrigiert hat.

1) Kapitalquoten:

Ein DCF ist stets eine normative Analyse: "Was wäre das Unternehmen wert, bei einer dieser Industrie und des Lebenszyklus' (in welchem sich das Unternehmen befindet) angemessenen Kapitalquote?

Also musst du selbst dir einen View bilden, welche Kapitalquote sinnvoll ist. Ich hätte jetzt gesagt: bei einem ganz jungen Unternehmen, ohne fixe Assets: keine Fremdfinanzierung. Bei einem reifen Unternehmen, inkl. fixen Assets: maximal 70% Fremdfinanzierung.

2) Auch bei den FK-Kosten: es ist nicht wichtig, was das Unternehmen im Moment für Kosten hat. Treffe eine Wahl über den momentanen risikofreien Zins (etwa Staatsanleihen) und überlege dir, wieviel du da drauf schlägst, um das Unternehmensspezifische Risiko abzubilden.

EK-Kosten: Grundsätzlich verwendet man ja das CAPM. Für das Beta: suche doch mal das Beta, welches die gesamte Industrie im Moment aufweist. Ich verwende dafür halt Informationsdienstleister wie Bloomberg oder Capital IQ. Da wirst du wahrscheinlich keinen Zugriff haben.

Aber check doch wirklich mal die Website von Damodaran für das Industry-beta (der einzige brauchbare Tipp von meinem Vorredner). Weiss aber nicht, ob der was hat.
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BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 14:08:42    Titel:

Was bist denn du für einer?

War diesen Sommer in London an Modeling-Kurs. Da haben wir es so gemacht.

Glaube kaum, dass du mehr Ahnung hast als die ganzen Professionals in der City.
above&beyond
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Anmeldungsdatum: 06.02.2012
Beiträge: 135

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 16:03:33    Titel:

Everett Dasher Breed hat folgendes geschrieben:
So ein Schwachsinn, sorry.

Bin jetzt etwas überrascht, dass niemand diesen Typen korrigiert hat.



Ich denke der Großteil hat sich (glücklicherweise) abgewöhnt auf Trolle zu antworten. Wink
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 16:09:21    Titel:

Na ja, ich hoffe für ihn, dass er ein Troll ist.

Allerdings gibt es traurigerweise halt schon noch Typen in seinem Alter, welche a) so sprechen und b) solche verqueren Ambitionen haben.

Schauen wir mal wie er sich weiter entwickelt;-)
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clementinchen123
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Anmeldungsdatum: 21.07.2009
Beiträge: 17

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2012 - 15:10:21    Titel:

So, in der Zwischenzeit habe ich die relevaten Cash-Flows berechnet und bin nun bei der Berechnung des WAAC angekommen.
Dazu benötige ich ja die FK, sowie EK-Quote. Gehe ich richtig in der Annahme, dass für die FK-Quote nur das zinstragende Fremdkapital in die
Berechnung mit eingeht und so z.B. Verbindlichkeiten aus "Lieferungen und Leistungen" (bis zu einem Jahr) dafür nicht relevant sind?
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2012 - 16:15:22    Titel:

Everett Dasher Breed hat folgendes geschrieben:
Ein DCF ist stets eine normative Analyse: "Was wäre das Unternehmen wert, bei einer dieser Industrie und des Lebenszyklus' (in welchem sich das Unternehmen befindet) angemessenen Kapitalquote?

Also musst du selbst dir einen View bilden, welche Kapitalquote sinnvoll ist. Ich hätte jetzt gesagt: bei einem ganz jungen Unternehmen, ohne fixe Assets: keine Fremdfinanzierung. Bei einem reifen Unternehmen, inkl. fixen Assets: maximal 70% Fremdfinanzierung.


Nochmals meine eigenen Worte. Bei einem DCF nimmst du nicht die bestehende Kapital-Quote des zu bewertenden Unternehmens sondern wendest eine "normative" Kapitalquote an.

Viele Grüsse
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BeitragVerfasst am: 14 Apr 2013 - 20:58:05    Titel: Re: Unternehmensbewertung mittel DCF - Free Cash Flow Berech

Hallo,

ich hab mal ne Frage zur berechnung von UFCFs:

meist sieht man hierzu die Formel wie in diesem Thread:

clementinchen123 hat folgendes geschrieben:


EBIT
- Adaptierte Steuern
- Investition in Sachanlagen
- Investition in Umlaufvermögen
+ Abschreibungen



Aber was ist mit Asset Sales?
Wenn das Unternehmen z.B. Sachanlagen zum Buchwert verkauft, dann muss ich das bei der Kalkulation der cash flows auch berücksichtigen, oder?
Everett Dasher Breed
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Anmeldungsdatum: 13.09.2010
Beiträge: 293

BeitragVerfasst am: 15 Apr 2013 - 09:45:58    Titel:

Wenn die Assets zum Kerngeschäft kommen, dann sicherlich in die FCF-Rechnung mitaufnehmen. Dann stellt sich einfach etwas die Frage, weshalb sie es verkaufen, wenn es doch zum Kerngeschäft gehört (ist aber sicherlich nicht auszuschliessen).

Wenn die Assets hingegen non-operating sind, dann sollte man dies in der FCF-Berechnung nicht dazuzählen.
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