öffentliche und veröffentlichte Meinung
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5836 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 10:53:26 Titel: öffentliche und veröffentlichte Meinung |
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Erscheint eigentlich nur mir der Unterschied zwischen
öffentlicher und veröffentlichter Meinung so groß wie nie zuvor?
tagesaktuell: Die Ereignisse in Syrien
Vergleicht man die Presse"mitteilungen" der großen Nachrichtenmagazine mit den Kommentaren der eigenen Leser, kommt man zum Schluss, dass diese zu völlig anderen Ergebnissen, als die "Journalisten" kommen, die die Artikel verfasst haben.
z.B. http://www.spiegel.de/politik/ausland/buergerkrieg-in-syrien-china-empfaengt-assad-gesandte-a-849876.html
Warum ist das so, und wo führt uns das hin?  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 12:10:03 Titel: |
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Trugschluss:
Die Leute, die da Kommentare verfassen, ist nicht repräentativ für die Gesamtzahl der Leser. Neutral gesagt sind das diejenigen Leser, die politisch überdurchschnittlich interessiert sind. Meiner subjektiven Wahrnehmung stellen bei denen die Dummschwätzer vom Stammtisch die Mehrheit.
Die Meinungen, die besonders im Spiegelforum dominieren, sind:
- "Die bösen Banker"
- "Die faulen Griechen"
- "Die bösen Reichen"
- "Die bösen Ausländer"
- "Die bösen Amerikaner"
Auch Art und Weise, wie diese Meinungen artikuliert werden (ohne substantielle Argumente) scheinen mir zumindest meine Meinung zu bestätigen.
Das SPON-Forum empfinde ich als eher schlechten Ausgangspunkt, um auf das von dir im Titel erwähnte Phänomen einzugehen. Da gibt es andere Beispiele. Zum Beispiel gab es eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung (ok, das verleiht dem Ganzen auch einen gewissen Bias, aber nichtsdestotrotz) dass ein erheblicher Anteil der Deutschen ausländerfeindliche und antisemitische Auffassungen hat. Ich finde die Studie leider nicht mehr.
Trotzdem findet man derartige Meinungen eigentlich kaum in der deutschen Medienlandschaft. Eigentlich müsste man ja erwarten, dass die Menschen sich von denjenigen Medien trennen, die in ihren Augen "Systempropaganda" betreiben, und sich den durchaus existierenden, aber auflagenschwachen Alternativen zuwenden. Warum passiert das nicht?
Weil die Leute kurioserweise gleichzeitig dem öffentlich vermittelten Gut-Böse-Bild anhängen. Das heißt: Die Leute sind selbst in Grundzügen rechtsextrem, aber halten Nazis trotzdem für schelcht, d.h. sie verstehen nicht, dass sie diesen Leuten ideologisch sehr nahe stehen. Das trifft insbesondere bei den eher bildungsfernen Teilen der Bevölkerung zu.
Ich habe mich mal von einem Bekannten mir als "Faschist" beschimpfen lassen müssen, weil ich ihm gegenüber für Freihandel und freie Märkte eingetreten bin - und er selbst fasselt regelmäßig von der "jüdischen Weltverschwörung".
Kern des Problems: Man vermittelt den Leuten in der Schule und über die veröffentlichte Meinung gewisse Haltungen (Nazis = böse), ohne wirklich zu erklären, was daran denn genau schlecht und verwerflich ist. Die Mehrheit der Leute, vor allem Ungebildete, folgt dieser Auffassung, ohne zu verstehen, was denn an diesen Weltanschauungen falsch ist - weshalb sie nicht verstehen, dass sie genau so oder zumindest ähnlich denken. Eine fatale Entwicklung, sie liefert dem Rechtsextremismus einen sehr guten Nährboden für die Zukunft, sobald er irgendwie versteckt auftritt.
"Der Schoß ist fruchtbar noch..."
Zuletzt bearbeitet von Gaisler am 14 Aug 2012 - 12:18:56, insgesamt einmal bearbeitet |
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rundmc Senior Member


 Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 2060
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 12:15:34 Titel: |
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Nach einiger Zeit wird man resistent. Man ließt sich die Nachricht durch und automatisch in meinem Gehirn ertönt ein Alarmsignal und die Information wird in die Propaganda Abteilung weitergeleitet.
Auch das Wort Rebellen sollte in seiner Bedeutung geändert werden. _________________ Es ist nur verständlich, dass die Wölfe die Abrüstung der Schafe verlangen, denn deren Wolle setzt dem Biss einen gewissen Widerstand entgegen.
(Gilbert Keith Chesterton) |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 12:18:32 Titel: |
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| rundmc hat folgendes geschrieben: |
| Auch das Wort Rebellen sollte in seiner Bedeutung geändert werden. |
Der Fehler liegt hier eher beim Leser, wenn er dem Wort "Rebellen" per se eine positive Bedeutung zuordnet. Auch die mordenden, vergewaltigenden Truppen im Kongo sind "Rebellen". Das Wort heißt zunächst mal nichts anderes als organisierte, bewaffnete, gegen die Regierung gerichtete Gruppen in einem Staat... |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5836 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 12:51:19 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
| rundmc hat folgendes geschrieben: |
| Auch das Wort Rebellen sollte in seiner Bedeutung geändert werden. |
Der Fehler liegt hier eher beim Leser, wenn er dem Wort "Rebellen" per se eine positive Bedeutung zuordnet. Auch die mordenden, vergewaltigenden Truppen im Kongo sind "Rebellen". Das Wort heißt zunächst mal nichts anderes als organisierte, bewaffnete, gegen die Regierung gerichtete Gruppen in einem Staat... |
Es werden keine Nachrichten mehr präsentiert, es wird suggeriert.
Wenn wie im Falle der in Nordafrika und in Syrien agierenden bewaffneten islamistischen Banden das Wort "Rebellen" mit dem Neusprech "Freiheitskämpfer" garniert wird, und die Exekutive des angegriffenen Staatswesens als "Schergen" oder "Ghadaffi-, Assad-, Mubarak-, ... Truppen" negativ besetzt wird, dann steckt da System hinter.
Die Überzahl der kommentierenden Leser haben den Fehler somit entdeckt und wissen sich nicht anders zu erwehren, als ihre Wut in den Foren zu formulieren.
Und es sind, wie du zurecht schriebst: Leute,
die politisch überdurchschnittlich interessiert sind!
Ob du denen mit Dummschwätzer vom Stammtisch oder Verschwörungstheoretiker gerecht wirst?
Die Ungebildeten hingegen lesen weder, noch würden sie je einen Foren-Artikel oder Leserkommentar verfassen. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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rundmc Senior Member


 Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 2060
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 15:02:04 Titel: |
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Aber Gaisler wunderst du dich nicht, dass in allen Nachrichtenmagazinen die Kommentaren nicht die Meinung der Journalisten bzw der Politiker vertreten? Natürlich gibt es unsachliche (hetzerische)Kommentare, wo Leute einfach ihren Hass gegenüber den bösen Amerikanern und Juden auslassen möchten, doch ich sehe zum großen Teil eben auch, dass die Kommentatoren teilweise besser informiert sind als die Presse. Sie können eben auch beurteilen wieso man in Syrien eingreifen möchte und es auch in Libyen getan hat.
Die Leute haben es einfach satt von der Politik und der Presse angelogen zu werden, dass es um Demokratie und Freiheit ginge. Man geht nicht ehrlich mit den Menschen um und daher ensteht so eine große Kluft zwischen Politikern/Journalisten und dem Volk.
Jeder hat freien Zugang zu Inhalten im Internet und kann sich beliebig sogar teilweise besser als Journalisten informieren. <- Das hat sogar ein Bild Journalist in einer Talkshow als Argument gebracht, der jedoch selber die Verbrechen der Rebellen in Syrien und Libyen ignoriert.
Das Anliegen der Bevölkerung in Bezug auf Kriegsfragen wird erst garnicht ernst genommen.
Erst seit kurzem kann ich beobachten, dass die Berichterstattung über Syrien etwas ausgewogener wird.
Ich und ich denke wie auch viele andere wollen nicht z.B Nachrichten von der Propagandaabteilung der Londoner Beobachtungsstelle für Menschenrechte hören. Alleine der Name sagt doch schon alles....
Da kann man gleich seine Informationen vom staatlichen Sender Syriens verbreiten. _________________ Es ist nur verständlich, dass die Wölfe die Abrüstung der Schafe verlangen, denn deren Wolle setzt dem Biss einen gewissen Widerstand entgegen.
(Gilbert Keith Chesterton) |
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rundmc Senior Member


 Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 2060
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 15:10:52 Titel: |
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Aber Gaisler wunderst du dich nicht, dass es in allen Nachrichtenmagazinen die Kommentaren nicht die Meinung des Journalisten bzw der Politiker vertreten? Natürlich gibt es unsachliche (hetzerische)Kommentare, wo Leute einfach ihren Hass gegenüber den böse Amerikanern und Juden auslassen möchten, doch ich sehe zum großen Teil eben auch, dass die Kommentatoren teilweise besser informiert sind als die Presse. Sie können eben auch beurteilen wieso man in Syrien eingreifen möchte und es auch in Libyen getan hat.
Die Leute haben es einfach satt von der Politik und der Presse angelogen zu werden, dass es um Demokratie und Freiheit ginge. Man geht nicht ehrlich mit den Menschen um und daher ensteht so eine große Kluft zwischen Politikern/Journalisten und dem Volk.
Jeder hat freien Zugang zu Inhalten im Internet und kann sich beliebig sogar teilweise besser als Journalisten informieren.
Das Anliegen der Bevölkerung in Bezug auf Kriegsfragen wird erst garnicht ernst genommen.
Erst seit kurzem kann ich beobachten, dass die Berichterstattung über Syrien etwas ausgewogener wird.
Ich und ich denke wie auch viele andere wollen nicht Nachrichten von der Propagandaabteilung der Londoner Beobachtungsstelle hören.
Da kann man gleich seine Informationen vom staatlichen Sender Syriens verbreiten. _________________ Es ist nur verständlich, dass die Wölfe die Abrüstung der Schafe verlangen, denn deren Wolle setzt dem Biss einen gewissen Widerstand entgegen.
(Gilbert Keith Chesterton) |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 15:41:22 Titel: |
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In aller Kürze: Natürlich spiegeln Artikel die Meinung des Autors wieder. Problem ist eher, dass die Mehrheit der Autoren ein generell als "links" eingestuftes Weltbild hat - da gabs auch mal eine Studie zu, aber leider finde ich auch die nicht mehr (sorry, ich hasse es, keine Quellen angeben zu können).
Das heißt aber nicht, dass dahinter eine wie auch immer geartete Verschwörung stecken muss. Alles was hier passiert ist "Marktversagen" auf dem Medienmarkt.
Auch wenn die eindeutig als Kommentare erkennbaren Artikel in den Zeitungen tatsächlich einseitig waren - ich finde die Berichterstattung an sich bislang ausreichend ausgewogen. Ich habe durchgehend aus "Systemmedien" von Menschenrechtsverletzungen in libyschen Gefängnissen nach Gadaffi gelesen; auch stand es in einer "Systemzeitung", dass wohl auch die syrischen Rebellen das ein oder andere Massaker zu verantworten haben.
Kurz: Ich finde, ihr übertreibt. Vermutlich, weil sich eure Weltbilder nicht in den Medien finden, obwohl es in Deutschland einige Leute mehr gibt, die eure Weltbilder teilen (bedauerlicherweise, aber das steht hier nicht zur Debatte). Ich kann eure Wahrnehmung also verstehen, aber eine Verschwörung zu wittern ist doch sehr weit hergeholt - eine nicht falsifizierbare Hypothese. Eine Meinung kann meistens rechts sicher als falsch bezeichnet werden, wenn sie sich derartiger Konstrukte bedienen muss. |
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rundmc Senior Member


 Anmeldungsdatum: 21.07.2007 Beiträge: 2060
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 18:44:50 Titel: |
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| Zitat: |
Auch wenn die eindeutig als Kommentare erkennbaren Artikel in den Zeitungen tatsächlich einseitig waren - ich finde die Berichterstattung an sich bislang ausreichend ausgewogen. Ich habe durchgehend aus "Systemmedien" von Menschenrechtsverletzungen in libyschen Gefängnissen nach Gadaffi gelesen; auch stand es in einer "Systemzeitung", dass wohl auch die syrischen Rebellen das ein oder andere Massaker zu verantworten haben.
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Eben hier liegt das Problem. Meist werden beispielsweise die Verbrechen der "Rebellen" in einem Nebensatz genannt oder die Überschriften sind dementsprechend, dass sie "glimpflich" davon kommen.
Aktuellstes Beispiel ->
Überschrift: Unklare Quelle Videos zeigen mögliche Taten syrischer Rebellen
http://www.welt.de/politik/ausland/article108602274/Videos-zeigen-moegliche-Taten-syrischer-Rebellen.html
Im Vergleich dazu ->Assad lässt Kinder töten - wie lange wollen wir noch zuschauen?
http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/erste10859.html
Assad-Getreue können auch lediglich Zivilisten sein, die seine Politik befürworten. Wenn also Zivilisten getötet werden, welche nicht den Abgang Assads wollen, werden sie als Assad-Getreue und Schergen bezeichnet.
Syrische Rebellen richten Assad-Getreue hin
http://www.spiegel.de/politik/ausland/aleppo-syrische-rebellen-richten-offenbar-assad-getreue-hin-a-847677.html
Alleine von Befreiung zu sprechen ist wieder eine Behauptung und zeugt nicht von seriösität
Daher finde ich, dass es keine ausgewogene Berichterstattung gibt. Im Falle Libyens war es viel schlimmer. Mittlerweile habe ich ja bereits mitgeteilt ist die Berichterstattung neutraler geworden.
| Zitat: |
Ich finde, ihr übertreibt. Vermutlich, weil sich eure Weltbilder nicht in den Medien finden, obwohl es in Deutschland einige Leute mehr gibt, die eure Weltbilder teilen (bedauerlicherweise, aber das steht hier nicht zur Debatte).
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Stimmt mittlerweile wird man als Assad oder Gaddafi Getreue bezeichnet, wenn man der Meinung ist, dass die neuen Machthaber oder welche die es gerne werden wollen nicht besser sind als die jetzigen. Man muss sich sich Vorwürfe gefallen lassen wie du schaust nur zu wie Zivilisten abgeschlachtet werden.
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Presse die Aufgabe hat Regierungskonform (westkonform) zu berichten.
Denn in Syrien und Libyen ging es nie um Demokratie oder Freiheit..
lediglich um einen Machtwechsel im Interesse der westlichen Staaten...
Auch die Parteien sollten doch die Anliegen der Bevölkerung ernst nehmen, was jedoch ebenfalls nicht geschieht. Sogar linke Parteien befürworten mittlerweile militärische Eingreifen. Und auch fehlt mir eine repräsentative Umfrage in Bezug auf Syrien bei der deutschen Bevölkerung. Werden solche Befragungen nicht derzeit durchgeführt, weil sich die Presse und Politiker bewusst sind, dass sie keinen Rückhalt haben oder haben sie schlichtweg kein Interesse dran? _________________ Es ist nur verständlich, dass die Wölfe die Abrüstung der Schafe verlangen, denn deren Wolle setzt dem Biss einen gewissen Widerstand entgegen.
(Gilbert Keith Chesterton)
Zuletzt bearbeitet von rundmc am 14 Aug 2012 - 20:43:16, insgesamt 2-mal bearbeitet |
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urbanh Full Member


Anmeldungsdatum: 04.09.2006 Beiträge: 133
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Verfasst am: 14 Aug 2012 - 20:20:09 Titel: |
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Ich denke, ein gewisser Druck seitens der grossen Werbekunden ist durchaus vorhanden, einigermassen mainstreamkonform zu schreiben. Mit schlechtem Journalismus hat das durchaus nichts zu tun, sind doch die Schreiber Teil dieses Mainstreams. Besorgnisserregend wuerde ich das aber nicht nennen, schade eventuell. _________________ Es ist nicht sehr tolerant, gegen das Intolerante vorzugehen. Genausowenig es liberal ist das Unliberale zu bekaempfen. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5836 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 15 Aug 2012 - 10:01:09 Titel: |
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| urbanh hat folgendes geschrieben: |
| Ich denke, ein gewisser Druck seitens der grossen Werbekunden ist durchaus vorhanden, einigermassen mainstreamkonform zu schreiben. Mit schlechtem Journalismus hat das durchaus nichts zu tun, sind doch die Schreiber Teil dieses Mainstreams. Besorgnisserregend wuerde ich das aber nicht nennen, schade eventuell. |
Wie naiv muss man eigentlich sein, um das, was uns derzeit in den Mainstreammedien als "Nachrichten" verkauft wird, sich als Auswirkung eines gewissen Werbekundendruckes einzureden:?
Beispiele für die einseitige hysterische Berichterstattung sind doch wohl genug genannt worden.
Welches Interesse zum Beispiel sollte ein Werbekunde am permanenten "Schlechtreden" Russlands haben, welches selbst der letzte Dummbatz bemerken müsste?
Nachdem Rußland in den 90er Jahren in den MSM nur gelobt und gebauchpinselt, dabei aber wie ein dummer naiver Bär gezeichnet wurde, ist es seitdem dort ein Präsident wieder die Zügel straff in der Hand hält und einen ernstzunehmenden Gegenpart zum US-Hegemonismus darstellt, auf einmal eine "Dikatur".
Auch ein gutes Beispiel- der tägliche Hype um die völlig bedeutungslose "Punkgruppe" PussyRiot".
Man stelle sich einfach mal vor, eine Gruppe "Fotzenkrawall" hätte die Gedenkfeier für die vermutlichen Opfer des angeblichen Zwickauer Trios gestürmt und alles "Lüge gegröhlt!". Die "Damen" säßen jetzt dort, wo Beate Zschäpe ihre Zeit verbringt.
Das ein "staatlicher Erziehungsauftrag" hinter dieser Form der einseitigen Berichterstattung steht, merkt zumindest jeder, der schon einmal in einem Land mit einem solchen lebte.
Unser tägliches Umfeld wurde schleichend in den letzten Jahren politisiert, wie ich es ähnlich aus der DDR kenne, wo schlicht eingeordnet wurde was böse und was gut zu sein hat. Mittlerweile wird alles schlicht in rechts=schlecht= Nahtsie und links=gut="weltoffen" unterteilt.
Phrasen wie "breites Bündnis", "rechtes Gedankengut", "rechte Gesinnung" bestimmen die Medien, ohne das auch nur ein Erklärungsversuch unternommen wird, was das bedeuten soll und was es umfasst.
Das permanente Einreden, auch nur einen schlechten (rechten)Gedanken haben zu können, erinnert stark an religiöse Mechanismen, wobei der derzeitige Altar sich immer auf die 12 Jahre Nationalsozialismus bezieht.
Jedem Kritiker daran werden Beüge zu dieser Zeit nachgewiesen und er damit mundtot gemacht
Und so drängen sich alle unter den Schirm des sogenannten von den Linken besetzten Antifaschismus, um ja nicht als rechts zu gelten. Zur Adelung dieses Vorgangs wird dann noch krampfhaft zu beweisen versucht, dass die eigene Gruppe in den 12 Jahren des Nationalsozialismus zu den Verfolgten gehörte.
(Gute Beispiel diesbezüglich der Verband der Lesben, der links und antifaschistisch sein möchte und krampfhaft versucht, als Opfer des NS-Regimes ein Denkmal zu bekommen, obwohl nachweislich nicht eine Frau während dieser Zeit und aus diesem Grund verfolgt wurde)
So ist ein schlichtnaives Muster von gut und böse entstanden, welche unsere derzeitige Gesellschaft lähmt und die Befürworter sowohl der einen als auch der anderen Richtung in ein Schema presst.
passend dazu dieser Netzfund:
http://ef-magazin.de/2012/08/15/3644-vor-madonnas-geburtstag-und-dem-urteil-gegen-pussy-riot-von-wegen-meinungsfreiheit
aus einer der wenigen Publikationen, die sich wohltuend vom sonstigen Mainstreameinheitsbrei abhebt,
dabei aber sicherlich einen gewissen Quotienten beim geneigten Leser voraussetzt, zumal sie ohne Bilder auskommt.  _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 16 Aug 2012 - 13:33:54 Titel: |
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Ich finde es vor allem naiv, hinter allem eine staatliche Verschwörung zu wittern. Journalisten veröffentlichen auch Artikel, die ihre Meinung wiedergeben (so genannte Kommentare), das ist normal und völlig in Ordnung. In einem seriösen Medium werden daher aber auch Berichterstattung und Meinung sauber getrennt - SPON ist daher zum Beispiel definitiv nicht seriös. Die Artikel dort haben, wenn wir ehrlich sind, auch eher Unterhaltungs- als Informationswert.
| Zitat: |
| der das Individuum vor dem Staat noch schützenden Institutionen – Familie, Religion, Tradition, Nation |
Genau die Hauptfaktoren, die immer wieder zu Totalitarismus geführt haben, als Abwehrmittel des Individuums zu bezeichnen erfordert schon Chuzpe. Erzkonservative Propaganda allererster Güte. |
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Filzstift Valued Contributor


 Anmeldungsdatum: 07.02.2007 Beiträge: 5836 Wohnort: im Osten unseres Landes
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Verfasst am: 16 Aug 2012 - 13:48:40 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Genau die Hauptfaktoren, die immer wieder zu Totalitarismus geführt haben, als Abwehrmittel des Individuums zu bezeichnen erfordert schon Chuzpe. Erzkonservative Propaganda allererster Güte. |
Genau diese Hauptfaktoren sind es, die Nationen nach großen Katastrophen - ob nun natureller oder politischer Art(Totalitarismus) - wieder zu sich kommen und gesunden ließen.
Gerade der linke Totalitarismus setzte in erster Linie auf die Zerstörung von Familie, Religion, Tradition, Nation.
Sowjetunion, Kulturrevolution in China, Kambodscha, ...
Aus gerade der jüngsten Geschichte wissen wir allzugut, dass sich das Individuum unter Berufung auf und mit Hilfe von Familie, Religion, Tradition, Nation immer gegen die totalitären Ansprüche behaupten konnte und das totalitäre System zerbrach.
Du hast recht, das sind konservative Ansichten, die nichts mit rechtsextremen Ansichten verbindet, welche so wie die linksextremen, im Aufgehen des Individuums in einer (Volks)Gemeinschaft münden.
Wenn du dich allgemeinpolitische bilden möchtest, dann kann ich dir das ef-Magazin nur wärmstens empfehlen. _________________ 06 Okt 2012 - 16:21:01 xmisterDx:
"Griechenland wird die EU nicht verlassen. Unter Merkel nicht und unter Steinbrück schon gleich gar nicht ..." |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 16 Aug 2012 - 14:00:12 Titel: |
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Ja und nein. Die anderen Ideen, die immer wieder zum Totalitarismus führten, waren die der Linksradikalen. Wenn aber von rechter Seite die Fairness verlangt wird, nicht mit Nazis in Verbindung gebracht zu werden, so muss man auch den demokratischen Sozialisten oder den Sozialdemokraten unserer Zeit zugestehen, nicht in dieselbe Ecke wie die Stalinisten gestellt zu werden. Genau das tut die Forenrechte hier aber andauernd.
Grundübel allen Totalitarismus ist der Kollektivismus. Wer dem Menschen seine Individualität abspricht oder ihn in irgendwelche gesellschaftlichen Zwänge pressen will (dazu gehören sowohl abstrakte Begriffe wie "Nation" wie auch die Aufforderung zum Klassenkampf) begibt sich schon einen Schritt in die totalitäre Richtung (je nachdem, welche Ausmaße das annimmt). Begründet wird das ganze dann (quasi-) religiös, wobei z.B. auch der Marxismus mit seiner Endvision des Kommunismus als idealer Gesellschaft stark an die endzeitlichen Versprechen der monotheistischen Religionen erinnert.
Übrigens: Ich habe den Terminus "Konservativ" bewusst benutzt, ohne damit eine Verbindung zum Rechtsradikalismus verstanden haben zu wollen. |
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