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Wirtschaftsrecht-Studiengang mit Zukunft`?
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Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 15 Aug 2012 - 12:32:31    Titel: Wirtschaftsrecht-Studiengang mit Zukunft`?

Hey Leute ich überlege grade, ob ich nach der 12. Klasse Jura oder lieber Wirtschaftsrecht studieren sollte.

Über Jura habe ich mich schon sehr viel informiert und kenne die Vor - und Nachteile des Studiums(jedenfalls theoretisch).
Aber wie sieht es mit Wirtschaftsrecht aus. In Foren kann man viel lesen von "Nur als Volljurist hat man eine Chance", " Nichts halbes und nichts ganzes", etc. .
Aber was stimmt wirklich? Ich würde gerne Meinungen von allen hören die WIRKLICH was dazu sagen könnnen!
Also Jurastudenten, Wirtschaftsrechtler oder vll Leute die Jemanden kennen, der Wirtschaftsrecht studiert bzw. studiert hat.
Ich finde es irgendwie nicht schlüssig, wenn gesagt wird, dass anstatt Wirtschaftsrechtler eher BWL- oder Juraabsolventen eingestellt werden; wieso gibt es dann diesen Studiengang?
In vielen Zeitungsberichten wird auch vom Gegenteil gesprochen.
[ 1. Seite des Artikels] http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/fileadmin/users/344/upload/Scan_Artikel_Vorsprung.pdf
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 707

BeitragVerfasst am: 16 Aug 2012 - 20:04:41    Titel: Re: Wirtschaftsrecht-Studiengang mit Zukunft`?

Lykorion hat folgendes geschrieben:
Hey Leute ich überlege grade, ob ich nach der 12. Klasse Jura oder lieber Wirtschaftsrecht studieren sollte.

Über Jura habe ich mich schon sehr viel informiert und kenne die Vor - und Nachteile des Studiums(jedenfalls theoretisch).
Aber wie sieht es mit Wirtschaftsrecht aus. In Foren kann man viel lesen von "Nur als Volljurist hat man eine Chance", " Nichts halbes und nichts ganzes", etc. .
Aber was stimmt wirklich? Ich würde gerne Meinungen von allen hören die WIRKLICH was dazu sagen könnnen!
Also Jurastudenten, Wirtschaftsrechtler oder vll Leute die Jemanden kennen, der Wirtschaftsrecht studiert bzw. studiert hat.
Ich finde es irgendwie nicht schlüssig, wenn gesagt wird, dass anstatt Wirtschaftsrechtler eher BWL- oder Juraabsolventen eingestellt werden; wieso gibt es dann diesen Studiengang?
In vielen Zeitungsberichten wird auch vom Gegenteil gesprochen.
[ 1. Seite des Artikels] http://www.wiso.hs-osnabrueck.de/fileadmin/users/344/upload/Scan_Artikel_Vorsprung.pdf


Es kommt halt drauf an was man machen möchte. Der Vergleich Jura mit Wirtschaftsrecht oder BWL mit Wirtschaftsrecht hinkt.

Das was Du gelesen hast sind die gängigen Vorurteile, die sicherlich auch ihre Berechtigung haben.

___

Jura bereitet auf den Staatsdienst vor. Will man also Richter, Staatsanwalt oder Anwalt werden, so kommt man um ein Jura-Studium nicht rum.

Möchte man hingegen z. B. in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften arbeiten kann Wirtschaftsrecht die bessere Wahl sein (schnelleres Studium, relevantere Fächerkombinationen: Steuern, Mathematik, Bilanzierung, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht usw.).

Mein Rat: Jura nur studieren, wenn man UNBEDINGT einen klassischen juristischen Beruf ausüben möchte (hartes Studium, schlechte Berufsaussichten für die Masse). Mit einem BWL Studium ist man etwas flexibler als mit einem Studium des Wirtschaftsrechts, besonders was die sinnig möglichen Tätigkeitsfelder anbelangt.

Man muss wissen was man möchte... Wink

Wo möchtest Du später hin Question
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Zuletzt bearbeitet von Elijah am 20 Nov 2012 - 21:10:41, insgesamt 2-mal bearbeitet
Hausarbeitenfieber
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Anmeldungsdatum: 23.03.2011
Beiträge: 16

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 10:17:00    Titel:

Hallo,

ich kann deine Bedenken gut verstehen und vermutlich ist es recht schwierig defintiv so früh zu wissen, was man langfristig nach dem Studium machen möchte.

Zu deiner Frage möchte ich speziell anmerken, dass es Universitäten gibt, die beides - Wirtschaftsrecht und klassisches Jura - vereinen. Speziell weiß ich das von Mannheim. Du studierst - nach meinem Kenntnisstand - Wirtschaftsrecht und hast nach erfolgreichem Abschluss auch die sogennante "Staatsexamensoption", womit du auch "Volljurist" (Anwalt, Richter...) werden kannst. Soweit ich weiß ist diese Option nicht an Studiennoten gebunden. Dazu wäre vielleicht hinzuzufügen, dass Mannheim einen sehr guten Ruf für Wirtschaft hat und du im Hinblick zur Zugangsberechtigung ein sehr gutes Abitur benötigst.

Ich selbst studiere übrigens an der FU Berlin und kann daher keine Aussagen über Mannheim als Studienort tätigen.
Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 17 Aug 2012 - 12:23:04    Titel:

Ja mein Problem ist leider, dass ich nur in Niedersachsen und Hessen an einer Universität studieren kann, da ich nur die Fachhochschulreife in Rechtspflege und Verwaltung habe und seit 2010 damit nur in Niedersachsen an Universitäten studieren kann.
Momentan spiele ich mit dem Gedanken nach Göttingen oder Osnabrück zu gehen.
Außerdem wäre ja auch noch die Möglichkeit nach dem 1. Staatsexamen aufzuhoren und dann Syndikusanwalt zu werden , damit darf man doch auch nicht vor Gericht auftreten oder?
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 707

BeitragVerfasst am: 18 Aug 2012 - 19:15:32    Titel:

Lykorion hat folgendes geschrieben:
Ja mein Problem ist leider, dass ich nur in Niedersachsen und Hessen an einer Universität studieren kann, da ich nur die Fachhochschulreife in Rechtspflege und Verwaltung habe und seit 2010 damit nur in Niedersachsen an Universitäten studieren kann.
Momentan spiele ich mit dem Gedanken nach Göttingen oder Osnabrück zu gehen.
Außerdem wäre ja auch noch die Möglichkeit nach dem 1. Staatsexamen aufzuhoren und dann Syndikusanwalt zu werden , damit darf man doch auch nicht vor Gericht auftreten oder?


Nein, dazu brauchst man das zweite Staatsexamen. Wenn man erstmal das erste Examen hat, dann macht man i. d. R. auch das zweite Examen, denn die zwei Jahre packt man - im Regelfall - noch dazu.

Man muss halt wissen was man möchte (und die entsprechenden Leistungen bringen), sonst sieht es am Ende des Studiums - vielleicht - sehr bescheiden aus.
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wintersonne826
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Anmeldungsdatum: 13.07.2012
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2012 - 09:49:26    Titel:

Erstmal hast du dich nicht richtig über die Berufsbezeichnung informiert Wink Man ist nach einem Wirtschaftsrechtstudium nicht Wirtschaftsrechtler sondern Wirtschaftsjurist! Also die Berufsbezeichnung heißt Wirtschaftsjurist.

Einerseits hört man immer WiRe ist nichts halbes und nichts ganzes. Aber andererseits wurde er Studiengang ja gerade deswegen entwickelt um die Schnittstelle zwischen Jura und BWL zu füllen.
Einige Firmen mussten immer doppelt einstellen, 1 Juristen und 1 BWLer. Denn nur ein Jurist nützt nichts, der kennt sich zwar super mit Gesetzen aus, aber hat von der Wirtschaft keine Ahnung. Und nur ein BWLer nützt auch nichts, der kann zwar rechnen, aber kennt sich kaum mit Gesetzen aus.
Und so wurde der Studiengang Wirtschaftsrecht entwickelt. Anstatt 1 Juristen + 1 BWLer stellen die Firmen nun 1 Wirtschaftsjurist ein. Der hat von beidem ne Ahnung, von Gesetzen sowie von der Wirtschaft.
Wirtschaftsrecht mit somit die Mischung aus BWL und Jura. Man muss beides können, sich für Gesetze interessieren, Fälle lösen, Gutachtenstil lernen usw. Aber auch BWL können, super in Mathe sein, Controlling, Finanzmathematik usw.

Berufschancen hast du schon. Bei uns werden händeringend nach Wirtschaftsjuristen gesucht, allein das schwarze Brett an der Uni, die bieten Praktikumsstellen an, Festanstellungen usw.
Jetzt als BWLer mit meinem total überlaufenden studiengang ärgere mich das ich mich damals nicht für WiRe entschieden habe. Denn die haben wirklich bessere chancen als die BWLer. Vor allem weil WiRe auch nicht so überlaufen ist (zumindest an meiner uni).
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 707

BeitragVerfasst am: 19 Aug 2012 - 17:25:01    Titel:

wintersonne826 hat folgendes geschrieben:
Erstmal hast du dich nicht richtig über die Berufsbezeichnung informiert Wink Man ist nach einem Wirtschaftsrechtstudium nicht Wirtschaftsrechtler sondern Wirtschaftsjurist! Also die Berufsbezeichnung heißt Wirtschaftsjurist.

Einerseits hört man immer WiRe ist nichts halbes und nichts ganzes. Aber andererseits wurde er Studiengang ja gerade deswegen entwickelt um die Schnittstelle zwischen Jura und BWL zu füllen.
Einige Firmen mussten immer doppelt einstellen, 1 Juristen und 1 BWLer. Denn nur ein Jurist nützt nichts, der kennt sich zwar super mit Gesetzen aus, aber hat von der Wirtschaft keine Ahnung. Und nur ein BWLer nützt auch nichts, der kann zwar rechnen, aber kennt sich kaum mit Gesetzen aus.
Und so wurde der Studiengang Wirtschaftsrecht entwickelt. Anstatt 1 Juristen + 1 BWLer stellen die Firmen nun 1 Wirtschaftsjurist ein. Der hat von beidem ne Ahnung, von Gesetzen sowie von der Wirtschaft.
Wirtschaftsrecht mit somit die Mischung aus BWL und Jura. Man muss beides können, sich für Gesetze interessieren, Fälle lösen, Gutachtenstil lernen usw. Aber auch BWL können, super in Mathe sein, Controlling, Finanzmathematik usw.

Berufschancen hast du schon. Bei uns werden händeringend nach Wirtschaftsjuristen gesucht, allein das schwarze Brett an der Uni, die bieten Praktikumsstellen an, Festanstellungen usw.
Jetzt als BWLer mit meinem total überlaufenden studiengang ärgere mich das ich mich damals nicht für WiRe entschieden habe. Denn die haben wirklich bessere chancen als die BWLer. Vor allem weil WiRe auch nicht so überlaufen ist (zumindest an meiner uni).


Man kann es auch übertreiben, ganz so rosig sieht es bestimmt nicht aus. Der Begriff Wirtschaftsjurist ist kein geschützter Begriff, daher kann sich jeder so nennen. Einen Abschluss als Wirtschaftsjurist gibt es doch seit Bologna nicht mehr.

Dieses Studium kann je nach Nische sicherlich gute Perspektiven bieten, aber die Konkurrenz ist fast überall vorhanden.

Ich würde jedem von Jura und WiWis abraten, eben weil das Angebot zu groß an Absolventen zu groß ist. Da braucht man dann teilweise herausragende Lebensläufe (Praktika, Auslandsaufenthalte, Firmengründungen, Social Skills...) und Noten oder Netzwerke, um eine gute Stelle zu ergattern.

Bessere Aussichten hat man - im Regelfall - mit Studiengängen wie Ingenieurswissenschaften -Elektrotechnik oder Medizin... sogar mit Theologie, denn da ist das Angebot nicht so groß.
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Lykorion
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Anmeldungsdatum: 25.09.2011
Beiträge: 42

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2012 - 15:15:16    Titel:

ja Problem ist nur, das ich nur in NDS wegen der Fachhochschulreife studieren kann. (Bevor einer fragt, JA seit 2010 ist das in Niedersachsen möglich und wurde hier schon oftmals erklärt Wink )

BWl ist mir viel zu mathelastig, obwohl ich nichts gegen Mathe habe aber den ganzen Tag rechnen , ne danke Very Happy
Deswegen kam ich auf Wirtschaftsjura, wo man beides hat bzw. nicht extrem viel Mathe wie in einem reinen BWL-Studium
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 707

BeitragVerfasst am: 21 Aug 2012 - 19:20:28    Titel:

Lykorion hat folgendes geschrieben:
ja Problem ist nur, das ich nur in NDS wegen der Fachhochschulreife studieren kann. (Bevor einer fragt, JA seit 2010 ist das in Niedersachsen möglich und wurde hier schon oftmals erklärt Wink )

BWl ist mir viel zu mathelastig, obwohl ich nichts gegen Mathe habe aber den ganzen Tag rechnen , ne danke Very Happy
Deswegen kam ich auf Wirtschaftsjura, wo man beides hat bzw. nicht extrem viel Mathe wie in einem reinen BWL-Studium



Mathe in einem BWL Studium (besonders an einer FH) ist machbar, auch nicht Bestandteil jedes Faches. Bei Wirtschaftsrecht hast du sicherlich weniger Mathe, aber gerade die Ausrichtung mit vielen zahlenlastigen Fächern macht dich dort interessant.

Ich persönlich halte zwar von BWL nicht viel, auch wenn ich derzeit noch zusätzlich einen Master in Wirtschaftswissenschaften mache ( für mich sind Bwler "akademische Amöben"). Dennoch Du bist mit BWL wesentlich breiter aufgestellt. Auch die Reputation des Studiengangs dürfte etwas größer sein, also im Vergleich mit dem Studiengang Wirtschaftsrecht. Das kann ein Vorteil sein!
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