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Griechische Rettungsschirme oder alternative Mittel
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GLÜ
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Anmeldungsdatum: 02.03.2009
Beiträge: 134

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 13:33:59    Titel: Griechische Rettungsschirme oder alternative Mittel

Griechische Rettungsschirme oder Hilfe zur Selbsthilfe

Kein Wunder daß die Griechen auf die Straße gehen , wenn man die Reichen außen vor läßt .

Warum leistet die EU den Griechen nicht Hilfe zur Selbsthilfe (immer noch die wirksamste Hilfe) indem Sie den griechischen Steuerbehörden die griechischen Konten in der EU zugänglich macht und friert sie solange ein bis die fälligen Steuern an den griech. Staat gezahlt sind . Es würden erkleckliche Zig-Milliarden zustande kommen oder sind dort die Reichen auch systemrelevant wie unsere Banken ?!


Wie man mit Banken auch umgehen kann und so eine Krise besser bewältigt zeigt das Beispiel Islands .

Siehe Plusminus :

Unter dem Druck der Bevölkerung trifft die Regierung eine unkonventionelle Entscheidung. Sie hatte damals beschlossen, die Banken nicht zu retten, berichtet Geir Haarde. "Wir wollten nicht, dass der Steuerzahler für die ausländischen Schuldner aufkommt. Aber wir haben mit einem Notfallplan dafür gesorgt, dass der heimische Finanzsektor trotzdem weiter funktioniert."
Die Regierung lässt mehrere Finanzhäuser pleite gehen. Aber es kommt weiter Geld aus den Automaten. Weil der Staat die Banken übernimmt. Er schrumpft sie auf Normalmaß zurück und macht aus den Spielcasinos wieder solide Dienstleister für die heimische Wirtschaft.

Der Staat hilft den Opfern der Krise, nicht den Banken und Spekulanten. Das genaue Gegenmodell zu der (vor allem von Deutschland geforderten) radikalen Kürzungspolitik.

Und Island griff zu einem weiteren ungewöhnlichen Mittel: Kapitalverkehrs-Kontrollen. Sie verhindern, dass weiter Geld ins Ausland fließt und der Wert der Krone weiter abstürzt. Für den Bürger ist das sehr lästig. Euro kann er nur eintauschen, wenn er zum Beispiel ein Flugticket vorzeigt.

Hierzu siehe :

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,r31rpk2p0enxl4cp~cm.asp
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/432744_plusminus/11482984_vorbild-island-ausweg-aus-der-krise

Wie es aussieht eine erfolgreichere Methode . Nur sollte man fairer weise nicht nach inländischem und ausländischem Kapital unterscheiden , sondern nach spekulativem Risiko-Kapital und normalen Spareinlagen .



Bürger einer demokratisch gewählten LOBBYKRATIE

GLÜ2010
Julius_Dolby
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Anmeldungsdatum: 22.06.2008
Beiträge: 3856

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 18:58:16    Titel: Re: Griechische Rettungsschirme oder alternative Mittel

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Warum leistet die EU den Griechen nicht Hilfe zur Selbsthilfe (immer noch die wirksamste Hilfe) indem Sie den [b]griechischen Steuerbehörden die griechischen Konten in der EU zugänglich macht und friert sie solange ein bis die fälligen Steuern an den griech. Staat gezahlt sind.

Von was redest du da eigentlich? Question
Was willst du da "zugänglich" machen?

Meinst du nun "die griechischen Konten"?
Warum sollten die griechischen Steuerbehörden zu diesen keinen Zugang haben?

Oder meinst du "Konten von Griechen" in der EU?
Auch hier: Warum sollten die griechischen Steuerbehörden zu diesen keinen Zugang haben?

Und was soll da biite an "fälligen Steuern" an den griechischen Staat gezahlt werden"?
Das passiert doch heute schon, die Steuern werden doch heute schon an den griechischen Staat abgeführt.

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Wir wollten nicht, dass der Steuerzahler für die ausländischen Schuldner aufkommt.

(…)

Das genaue Gegenmodell zu der (vor allem von Deutschland geforderten) radikalen Kürzungspolitik.

Tja, das könnte man so machen.
Das dumme ist nur: Ist nicht gerade "Deutschland" einer der "ausländischen Schuldner", für die dann niemand mehr aufkommt?

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Die Regierung lässt mehrere Finanzhäuser pleite gehen.

Der Staat hilft den Opfern der Krise, nicht den Banken und Spekulanten.

Der Satz ist ja fast ein Widerspruch in sich, oder? Ich meine… wer sind denn bitte die grössten "Opfer der Krise", wenn nicht die pleitegehenden Banken (und deren Eigentümer)?

GLÜ hat folgendes geschrieben:
Der Staat hilft den Opfern der Krise, nicht den Banken und Spekulanten.
(…)
Und Island griff zu einem weiteren ungewöhnlichen Mittel: Kapitalverkehrs-Kontrollen. (…) Für den Bürger ist das sehr lästig. Euro kann er nur eintauschen, wenn er zum Beispiel ein Flugticket vorzeigt.

Kurzum: Wer sein Geld bereits im Ausland hat, der gewinnt.
Und wer hat sein Geld eher im Ausland?
Otto Normalverbraucher?
Oder eine Bank?
Steve2525
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Anmeldungsdatum: 19.06.2008
Beiträge: 1465

BeitragVerfasst am: 24 Aug 2012 - 23:13:12    Titel:

Wüßte nicht, wie Kapitalverkehrskontrollen den Griechen helfen sollten.

Nebenbei: Alle Welt diskutiert seit inzwischen vielen Jahren über Staatsschulden, ob der EURO noch zu retten ist usw.. Selten wird über die zugrundeliegende Wirtschaftskrise geredet und wie man ihr beikommen könnte. Dabei können wir lange an Symptomen rumdoktern, wenn wir nicht nach den Ursachen der Krise fragen und diese konsequent bekämpfen. Zu beobachten ist eine starke Zurückhaltung der Banken Kredite zu vergeben. Dies rührt offentsichtlich aus dem noch immer hohen Bestand an toxischen Wertpapieren in deren Bilanzen her. Offensichtlich ist also eine funktionierende Kreditversorgung der Volkswirtschaft von essentieller Bedeutung für deren gesunde Entwicklung. Warum wird hier nicht angesetzt? Warum ist die EZB so passiv, wo sie doch alle Mittel in der Hand hält hier helfend einzugreifen? Ich habe bis dato keine plausible Erklärung dafür gefunden. Und es mangelt ja wahrhaftig nicht an guten Vorschlägen wie die EZB hier tätig werden könnte.
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