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Drei kleine Fragen aus dem StrafR AT
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88high
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Anmeldungsdatum: 09.08.2012
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 17:42:20    Titel: Drei kleine Fragen aus dem StrafR AT

1. Arzt geht von einer Einwilligung des Patienten in eine OP aus, eine solche liegt aber nicht vor, auch ist keine mutm. Einwilligung oder dergleichen anzunehmen.

Könnte ich hier einen Tatbestandsirrtum prüfen?

2. Eine Person nutzt eine andere als Tatmittler, der Tatmittler durchschaut jedoch die Situation (der unm. Täter nicht) und führt die Tat in eigenem Interesse aus.

Kommt hier trotzdem noch eine Strafbarkeit in mittelbarer Täterschaft infrage? Ist der vermeintliche Tatmittler als (unm.) Täter zu bestrafen?

3. Eine Person bedroht eine andere mit einem Messer, die ist jedoch gerechtfertigt. Kurz darauf weicht der Bedrohte aus, fällt hin und bricht sich das Bein.

Wäre hier auch das kausal verursachte Hinfallen ebenfals gerechtfertigt?

Kurzes Ja/Nein würde im Grunde schon genügen!!

Danke, Gruß 88High
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 17:57:59    Titel:

1.
erlaubnistatbestandsirrtum

2.
versuchter mittelbare täterschaft; anstiftung soweit man den anstiftervorsatz mit der h.m. grundsätzlich als im vorsatz für die mittelbare täterschaft enthalten ansieht

natürlich ist der unmittelbare täter ganz normal zu bestrafen

3.
ja
hani125
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1203
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 30 Aug 2012 - 22:46:32    Titel:

Zitat:
anstiftung soweit man den anstiftervorsatz mit der h.m. grundsätzlich als im vorsatz für die mittelbare täterschaft enthalten ansieht


Da sollte man vielleicht noch einen genauen Blick in die einschlägige Lernliteratur legen.

Der Vorsatz des mittelbaren Täters zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass er von einem Defizit des Tatmittlers (z.B. dessen fehlenden Vorsatz im Hinblick auf die Verwirklichung des Tatbestandes) ausgeht.

Im Gegensatz zum Alleintäterschaftsvorsatz könnte man die Annahme, dass in dem Vorsatz des mittelbaren Täters als Minus ein Anstiftungsvorsatz (= Vorsatz bezogen auf die eigene Anstiftungshandlung und darauf, dass der Angestiftete die Tat [objektiv und subjektiv] verwirklicht) enthalten ist, noch einmal kritisch überdenken.
Ronnan
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Anmeldungsdatum: 09.09.2008
Beiträge: 2295
Wohnort: Karlsruhe, Residenz des Rechts

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 - 01:03:47    Titel:

sicherlich
zumal jemand anderen als gutgläubiges werkzeug ausnutzen zu wollen nicht unbedingt enthalten muss, es auch in kauf zu nehmen, dass derjenige vorsätzlich handelt und selbst strafbar ist

aber dennoch h.m.
hani125
Senior Member
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Anmeldungsdatum: 24.01.2006
Beiträge: 1203
Wohnort: Köln

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 - 20:59:50    Titel:

Wink
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