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Meine letzten Erkenntnisse aus dem Philo-Studium
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Schattenlurch
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 05 Sep 2012 - 23:27:58    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Lieber ein unglücklicher Sokrates als ein glückliches Schwein

Wieso?

Weil John Stuart Mill es sagt.
Nein, ernsthaft, er begründet es auch sinnvoll und zwar damit, dass sich Glück nicht nur quantitativ (wie bei Bentham) unterscheidet, sondern auch qualitativ. Sokrates mag zwar unter Umständen oberflächlich gesehen unglücklicher als ein Schwein sein, dafür kann er eines Glücks teilhaftig werden, zu dem dem Schwein der Zugang immer verwehrt sein wird.


Zuletzt bearbeitet von Schattenlurch am 07 Sep 2012 - 06:18:47, insgesamt einmal bearbeitet
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2012 - 08:55:31    Titel:

sehe ich genauso.

Allerdings......was das schwein betrifft - da heisst es doch:

"Schwein gehabt" fuer Glueck gehabt Smile
Schattenlurch
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2012 - 16:12:32    Titel:

Multivista hat folgendes geschrieben:
sehe ich genauso.

Allerdings......was das schwein betrifft - da heisst es doch:

"Schwein gehabt" fuer Glueck gehabt Smile

Glück heißt hier Gunst der Geschicke und dort Seligkeit. Das sind zwei Paar Schuhe.
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2012 - 17:51:32    Titel:

Wenn sich jemand verliebt, dann baut er Theorien....

was alles getan werden soll um den Begehrte/n zu bekommen und dann ma<lt man sich aus, wie schoen alles sein wird....
alles ohne Sprache...

oder?
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 06 Sep 2012 - 20:28:32    Titel:

Sorry - das vorhin mit dem Denken ohne Sprache ist mir zufaellig reingerutscht hier....

DAS ist interessanter:

Heinrich Meier: Über das Glück des philosophischen Lebens.

Rousseau – der Blick nach innen


http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/rousseau--der-blick-nach-innen-1.12630826
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 08 Sep 2012 - 16:57:14    Titel:

Wenn Du gluecklich werden willst - dann werde schlau!
Multivista
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Anmeldungsdatum: 02.02.2007
Beiträge: 1757

BeitragVerfasst am: 10 Sep 2012 - 16:18:44    Titel:

Ob das Sokrates auch so sah?

Smile

Der Prediger Salomo:

Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens;

und wer viel lehren, muß, der muß..... leiden ?
Schattenlurch
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2012 - 17:30:12    Titel:

Achja, leere Blätter und Glück ... wer muss da nicht an Hegel denken?
Und zum Thema "Optimismus ist ein Mangel an Informationen."
Das glaube ich nicht. Man kann seinen eigenen Optimismus auch rein normativ verstehen und nur auf die Zukunft beziehen. Wer nur schwarzmalt, kann nichts verbessern. Resignation bringt niemandem etwas.

"Wie glücklich ist der Pessimist, wenn etwas schief gegangen ist. Und geht es aller Welt auch schlecht, ihm bleibt zum Trost: Er hatte Recht." - Mascha Kaléko
Erzkind
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Anmeldungsdatum: 13.04.2007
Beiträge: 889
Wohnort: Hannover

BeitragVerfasst am: 16 Sep 2012 - 20:09:39    Titel:

Zitat:
Da lese ich folgende Signatur:

" es ist alles nicht schlimm,
es wird alles noch schlimmer "

Das begreift man erst in einem hoeheren, lebenserfahrenen Alter.... siehe Eingangstext ganz oben ....

Achso, ich bin zu jung um mitzureden und hab deswegen kein Recht auf eine eigene Sichtweise; gut dass mir das mal wer sagt. Ich dachte nämlich eine gute Diskussion lässt sich von den Argumenten leiten und nicht vom Alter der Teilnehmer, aber gut, dass du mich da aufgeklärt hast.

Zitat:
Weil John Stuart Mill es sagt.
Nein, ernsthaft, er begründet es auch sinnvoll und zwar damit, dass sich Glück nicht nur quantitativ (wie bei Bentham) unterscheidet, sondern auch qualitativ. Sokrates mag zwar unter Umständen oberflächlich gesehen unglücklicher als ein Schwein sein, dafür kann er eines Glücks teilhaftig werden, zu dem dem Schwein der Zugang immer verwehrt sein wird.

Im Grunde ist Glück hier doch nur ein Begriff mit doppeltem Boden. Man mag nach außen hin unglücklich sein, vielleicht weil man arm, einsam und krank ist, ist aber dennoch auf seine eigene Art glücklich, weil man erkannt hat, dass es für das Glück nicht der üblichen sozialen Vorstellungen desselben bedarf.

Liebe Grüße,
Alex
Schattenlurch
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Anmeldungsdatum: 20.06.2010
Beiträge: 35

BeitragVerfasst am: 17 Sep 2012 - 23:07:47    Titel:

Erzkind hat folgendes geschrieben:

Achso, ich bin zu jung um mitzureden und hab deswegen kein Recht auf eine eigene Sichtweise; gut dass mir das mal wer sagt. Ich dachte nämlich eine gute Diskussion lässt sich von den Argumenten leiten und nicht vom Alter der Teilnehmer, aber gut, dass du mich da aufgeklärt hast.

Seh ich genauso.
"Weder soll, wer noch ein Jüngling ist, zögern zu philosophieren, noch soll, wer schon Greis geworden, ermatten im Philosophieren. Denn weder ist jemand zu unerwachsen noch bereits entwachsen im Blick auf das, was in der Seele gesunden läßt. Wer aber sagt, zum Philosophieren sei noch nicht das rechte Alter, oder, vorübergegangen sei das rechte Alter, ist dem ähnlich, der sagt, für das Glück sei das rechte Alter noch nicht da oder nicht mehr da. Philosophieren also muß der Jüngling wie der Greis, der eine, um alternd Jugendfrisch zu bleiben an seinen Gutem aus Dankbarkeit für das Vergangene, der andere, um zugleich jung und altersweise zu sein aus mangelnder Furcht vor dem Künftigen." - Epikur
Erzkind hat folgendes geschrieben:

Im Grunde ist Glück hier doch nur ein Begriff mit doppeltem Boden. Man mag nach außen hin unglücklich sein, vielleicht weil man arm, einsam und krank ist, ist aber dennoch auf seine eigene Art glücklich, weil man erkannt hat, dass es für das Glück nicht der üblichen sozialen Vorstellungen desselben bedarf.

Das stimmt, aber es widerlegt den Satz von Mill nicht, höchstens könnte man ihm ungenaue Formulierung vorwerfen. "Lieber ein dem Anschein nach unglücklicher Sokrates als ein glückliches Schwein." ist präzisier.

Und zum Thema Pessimismus, das ja im Anfangspost angesprochen würde.
Ich muss irgendwie immer an die Spottverse von Mascha Kaléko denken, wenn jemand von Pessimismus redet.
"Wie glücklich ist der Pessimist
Wenn etwas schief gegangen ist!
Und geht es aller Welt auch schlecht,
Ihm bleibt der Trost: Er hatte recht!"

Dass sie ja eigentlich nur Realisten seien und Optimismus nur ein Mangel an Informationen sei, behaupten alle Pessimisten, was es allerdings kein bischen richtiger macht.
Man kann seinen Optimismus auch rein normativ und zukunftsbezogen verstehen, dann hat er auch nichts mit Schönreden zu tun. Wer nicht einen gewissen Optimismus an den Tag legt, kann auch nichts verbessern. Resignation bringt niemandem etwas. Ich nehme es niemandem übel, wenn er pessimistisch ist, aber ich halte es eher mit Ernst Bloch und dum spiro, spero.
Dass alle Menschen mit dem Alter pessimistisch werden, wage ich zu bezweifeln. Es gibt auch Leute, die in ihren jungen Jahren tief depressiv sind, aber es später schaffen, ihre Depression zu besiegen. Ich kenne auch einige ältere Leute die lebensfroh und (im ethischen Sinne) idealistisch sind.
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