Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Neu: BSc Psychologie in IT an d. TU Darmstadt
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Neu: BSc Psychologie in IT an d. TU Darmstadt
 
Autor Nachricht
D. Ariely
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 13.08.2011
Beiträge: 176

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 - 17:22:23    Titel: Neu: BSc Psychologie in IT an d. TU Darmstadt

Wen es interessiert, dieser Studiengang scheint für Deutschaland ziemlich einzigartig zu sein, wobei Psychologen und Informatiker in den USA schon längst kooperieren.


Bachelor of Science in "Psychologie in IT" ab WS 2012/13



Zitat:



Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Menschen und der zu Grunde liegenden Vorgänge und Gesetzmäßigkeiten.
Informatik hingegen ist die Wissenschaft der systematischen Verarbeitung von Informationen und der Kommunikation mit Hilfe von technischen, d.h. künstlichen Systemen.
Die Kombination dieser beiden Disziplinen hat die Vermittlung von Kompetenzen zur Beobachtung, Erforschung, Modellierung, Beschreibung, Erklärung und Änderung menschlichen Erlebens/ Verhaltens einerseits und deren Berücksichtigung in informationsverarbeitenden technischen Systemen andererseits zum Ziel.


Der Studiengang Psychologie in IT besteht aus Pflicht- und Wahlpflicht- Lehrmodulen in verschiedenen Fachgebieten, die im Modulhandbuch im Detail beschrieben sind. Er wird im Bachelor Abschnitt mit 180 und im Master Abschnitt mit 120 Leistungspunkten (Kreditpunkte, CP) abgeschlossen.

In den ersten beiden Semestern des Bachelor Studiengangs sollen überwiegend Basiskenntnisse aus den Bereichen Informatik, Mathematik, Psychologie und Biologie vermittelt werden.
Damit soll die gründliche Einarbeitung in Konzepte und Methoden der algorithmisch orientierten Informatik und einer naturwissenschaftlich-experimentell ausgerichteten Psychologie gewährleistet werden.
Darüber hinaus dient die Studieneingangsphase des Bachelor Studiengangs der durch Mentoren angeleiteten Überprüfung der persönlichen Studienwahl.

In den ersten beiden Fachsemestern sind je zwei Lehrmodule in Grundlagen der Mathematik für Informatiker (18 CP) und Grundlagen der Informatik (20 CP) zu absolvieren. Hinzu kommen insgesamt vier Module in Grundlagen quantitativer psychologischer Empirie (8 CP) und Statistik (6 CP), Entwicklungs- und Humanbiologie (5 CP), sowie zum praktischen Kennenlernen psychologischer Experimente aus der Probandenperspektive (1 CP).
Gegen Ende des zweiten Semesters wird nach Rücksprache mit den Mentoren ein Studien- und Prüfungsplan für die abzulegenden Modulprüfungen in den Wahlpflichtbereichen der weiteren vier Semester erstellt und der Prüfungskommission vorgelegt.

Ab dem dritten Semester sind sieben Module in Psychologie mit insgesamt 54 CP und fünf Module in Informatik mit 37 CP abzulegen. Die Integration psychologischer und informatischer Inhalte wird dabei explizit gefördert und gefordert. Dies erfolgt auch vor dem Hintergrund moderner Zukunftsthemen, die sich unter anderem aus dem Einfluss zunehmender Verschmelzung von natürlicher und technischer Informations-verarbeitung ergeben.

Im vierten und fünften Semester nehmen die Studierenden an zwei Praktika mit zugehöriger Projektbegleitung teil (19 CP). Diese Praktika sind hochschulintern und Auftraggeber sind die verschiedenen Fachgebiete der Psychologie und Informatik.

(...)




Zitat:
Grundkonzept

Ziel der Ausbildung ist es, tiefgreifende Expertise in den Gebieten Psychologie und Informatik zu vermitteln, die es den Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs erlaubt, eine Brücke zwischen den beiden Gebieten zu schlagen und in Bereichen der IT-Branche tätig zu sein, in denen beide Qualifikationen wichtig sind.

Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben und Verhalten des Men­schen und der zu Grunde liegenden Vorgänge und Gesetzmäßigkeiten. Informatik hingegen ist die Wissenschaft der systematischen Verarbeitung von Informationen und der Kommunikation mit Hilfe von technischen, d.h. künstlichen Systemen. Die Kombination dieser beiden Disziplinen hat die Vermittlung von Kompetenzen zur Beobachtung, Erfor-schung, Modellierung, Beschreibung, Erklärung und Änderung menschlichen Erlebens/Verhaltens einerseits und deren Berücksichtigung in informationsverar-beitenden technischen Systemen andererseits zum Ziel. Durch die Berücksichtigung der zu Grunde liegenden neuronalen, kognitiven, motorischen und emotionalenInformationsverarbeitungsprozesse des Menschen bei der Gestaltung technischer Informationsverarbeitungssysteme wird eine bessere Passung zwischen Maschine und Mensch erreicht.

Während die Psychologie eine Erweiterung von Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten beim Erleben und Verhalten von Menschen mit Hilfe erfahrungswissenschaft-licher Methoden anstrebt, versteht sich die Informatik als die Lehre des intelligenten, systematischen Problemlösens. Diese algorithmische Problemlösungskompetenz stellt eine wichtige Komplementierung der bisherigen ­ psychologischen, sozial- und naturwissenschaftlichen sowie mathematisch- statistischen Konzepte und Methoden dar. Die Vermittlung dieser Denkart, sowie natürlich die Grundbegriffe informationsverarbeitender Systeme, sind der zentrale Bestandteil der Lehrveranstaltungen aus dem Bereich Informatik.

Überschneidungen mit der Psychologie ergeben sich
in Themenbereichen, wie Artificial Intelligence and Learning (z. B. Preference Modeling and Learning, Computational Models of Learning Processes, Causality in Human Information Processing), Computational Sensomotorics (z. B., Gestik-, Mimik- oder Haltungskoordination, Gestalt- und Gesichtswahrnehmung), Mensch-Computer-Interaktion (z. B., Psychologische Grundlagen der Gestaltung benutzerfreundlicher Schnittstellen), Neuroinformatik (z. B., Informationsverarbeitung in der Elektroenzephalografie und bildgebenden Verfahren, Gehirn-Computer Schnittstellen), Psychologie der Text- und Informationsverarbeitung (z. B., Psychologie der Text-/Informationsverarbeitung, neuropsychologische Aspekte der Sprachverarbeitung und des semantischen Gedächtnis­ses), Sicherheits-Psychologie ( z. B., Sicherheitsbewusstsein in der IT, Psychologische Aspekte der Schnittstellen-gestaltung für Mobile Endgeräte im Bereich "Sicherheit und Privatsphäre"), Visuelle Wahrnehmung komplexer Phänomene (z. B., Fehler in synthetisierten Szenen, Wahrnehmung der realen Welt).

Als aktuelle und damit auch lehrrelevante Forschungsinhalte der Fachgebiete „Advanced Security Research“, „Computer Vision“, „Intelligent Autonomous Systems“, „Knowledge Engineering“, „Korpuslinguistik“, „Secure Mobile Networking“, „Telekooperation“ und „Ubiquitous Knowledge Processing“ tragen sie von Seiten der Informatik zum integrativen Verständnis der technischen und natürlichen Informationsverarbeitung bei. In Lehrveranstaltungen aus dem Bereich der Psychologie werden an ausgewählten Beispielen verschiedener Stoffgebiete Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen natürlicher und technischer Informationsverarbeitung herausgearbeitet.

In den unterschiedlichsten Disziplinen der Informatik stößt man somit auf Bedarf an psychologischen Grundlagen und umgekehrt. An der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine können einerseits psychologische Erkenntnisse in eine effektivere Gestaltung und Anordnung von Bedienelementen in herkömmlichen User Interfaces fließen, andererseits kann auch eine direktere Interaktion über multimodale Schnittstellen erfolgen (z.B. Computer-Brain Interfaces). Psychologische Erkenntnisse sind auch wesentlich zur Beurteilung des subjektiven Sicherheitsbedürfnis in der Interaktion mit neuartigen Informationstechnologien (z.B. in der Robotik oder der IT-Security). Erkenntnisse der Kognitionspsychologie spielen eine wesentliche Rolle in Techniken der künstlichen Intelligenz, wie z.B. des maschinellen Lernens oder der automatischen Sprachverarbeitung. Während ein reguläres InformatikStudium unweigerlich an diese Grenzen stößt, versucht der Studiengang Psychologie in IT sich diesen Grenzen in der Ausbildung von beiden Seiten zu nähern und seine Absolventinnen und Absolventen dadurch in die Lage zu versetzen, diese zu überwinden.

Studienvoraussetzung für diesen neuartigen Psychologie Studiengang sind somit insbesondere Eignung und Bereitschaft, sich in mathematische Grundlagen und algorithmische Forschungsstrategien einzuarbeiten, und das Interesse sich in beide Welten, Psychologie und Informatik, tief einzuarbeiten und nach dem Studium an der Schnittstelle bei­der Welten tätig zu sein. Dies bezieht sich sowohl auf die überwiegend selbstständige Erarbeitung von Veranstaltungsinhalten als auch auf die Zusammenarbeit in angeleiteten studentischen Kleingruppen im Rahmen von Projektpraktika und nicht zuletzt die eigenständige Anfertigung von Abschlussarbeiten.


Für detaillerte Infos, siehe Website:

http://www.it.psychologie.tu-darmstadt.de/startseite_5/index.de.jsp
frischell1990
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 11.06.2011
Beiträge: 425

BeitragVerfasst am: 31 Aug 2012 - 21:35:35    Titel:

Der Studienaufbau sieht sinnvoll aus. Für Menschen mit entsprechendem Interesse mit Sicherneit eine gute Alternative zum regulären Informatikstudium mit Nebenfach Psychologie, da man hier die Fächer besser aufeinander abstimmen kann.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Neu: BSc Psychologie in IT an d. TU Darmstadt
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum