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universe Newbie


Anmeldungsdatum: 05.09.2012 Beiträge: 2
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Verfasst am: 05 Sep 2012 - 23:47:51 Titel: Welches Studium? |
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Hallo,
vorab ich wohne in Bayern.
Ich stehe jetzt vor der Entscheidung was ich studieren soll.
Jura(HS) vs. Wirtschaftsjura(FH) vs. Dipl. Finanzwirt(FH)
Nun zu den einzelnen Studiums ein paar Fragen.
JURA:
-Hat man auch ohne Prädikatsexamen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt?
-Wird man bei kleineren Kanzleien wirklich ausgenutzt?
-Ist das Studium genau so hart wie das zum Diplom Finanzwirt?
Wirtschaftsjura(FH):
-Wie sehen mit diesem Studium die Chancen aus?
-Man schließt ja das Studium mit einen "Master of Laws" ab. Könnte man mit diesem Studium in den "höheren Dienst" im Finanzamt einsteigen?
Finanzwesen (Dipl. Finanzwirt):
-Ist dieses Studium wirklich so hart?
-Die Chance in den hD einzusteigen ist fast null?
Mir gefallen alle 3 Studiums, aber ich werde mich wohl entscheiden müssen.
Welches Studium würdet Ihr mir empfehlen?
Mfg |
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Barney2012 Junior Member


Anmeldungsdatum: 26.06.2012 Beiträge: 64
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 00:05:01 Titel: |
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Gelöscht.
Zuletzt bearbeitet von Barney2012 am 07 Sep 2012 - 17:13:33, insgesamt einmal bearbeitet |
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wasp Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.01.2007 Beiträge: 2573
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 00:12:26 Titel: |
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Bei Jura musst du bedenken, dass der Knaller erst am Ende kommt: zwei sehr schwere (fiese) Examina.
Bei den anderen Studiengänge hast du ein schweres Grundstudium und danach wird es in der Regel leichter bzw auf einem Niveau. |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 05:19:35 Titel: |
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Ein universitäres Jura-Studium ist wohl, was Anspruch an Abstraktionsvermögen und Fleiß angeht deutlich über einem FH-Studium zum Finanzwirt anzusiedeln...und lass dir nichts von irgendwelchen Hängern einreden, die meisten Studiengänge sind schaffbar, erst Recht an einer FH. Dein Ziel scheint mir der höhere Dienst zu sein...hier ist das zweite Staatsexamen in Jura wohl immer noch das Maß der Dinge. Und nein, mit einem FH-Master kann man nicht in den höheren Dienst einsteigen.
Und der Plural von "Studium" ist, je nach Kontext, "Studien" oder "Studiengänge"...nur für die Zukunft  |
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Gozo Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4734 Wohnort: Mainz
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 10:22:46 Titel: Re: Welches Studium? |
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| universe hat folgendes geschrieben: |
Jura(HS) vs. Wirtschaftsjura(FH) vs. Dipl. Finanzwirt(FH)
Nun zu den einzelnen Studiums ein paar Fragen. |
Die große Frage ist eher: Was willst Du später mal machen? Was ist Dein Ziel? Letztlich können alle drei Studiengänge ein sehr ähnliches haben oder auch sehr weit auseinander liegen.
| Zitat: |
JURA:
-Hat man auch ohne Prädikatsexamen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt? |
Kommt drauf an was Du machen möchtest. Ohne Prädikatsexamen wird der Staatsdienst verhältnismäßig schwer aber natürlich finden auch die meisten Durchschnittsjuristen recht schnell einen Job. Ob sich das im Verhältnis zu der Länge des Studiums dann ausgeht ist eine andere Frage.
Wichtig ist allerdings hier die Frage was Du machen möchtest. Wenn Du bspw. anwaltlich, also rechtsberatend tätig werden möchtest gibt es keine Alternative zum Jurastudium m. Staatsexamen (1 und 2).
| Zitat: |
| -Wird man bei kleineren Kanzleien wirklich ausgenutzt? |
Wie kommst Du darauf? Natürlich gibt es Kanzleien wo Du viel arbeitest aber wenigstens kaum Geld dafür bekommst. Aber glaubst Du, dass ist in anderen Berufsspaten soviel besser?
Bedenken sollte man aber, dass es 0815-Feld-Wald-Wiesen-Anwälte wie Sand am Meer gibt. Wenn Dir das vorschwebt...
| Zitat: |
| -Ist das Studium genau so hart wie das zum Diplom Finanzwirt? |
Was ist am Diplom Finanzwirt hart? Spaß beiseite, ich weiß was Du meinst aber ich persönlich empfinde den Finanzwirt nicht als ausufernd hart. Es ist sehr subjektiv wie schwer ein Studium ist. Finanzwirt wäre mir leicht gefallen, Jura hätte ich nie genommen. Wenn Du gut mit Gesetzestexten auskommst und Dir das liegt, Du aber Dich für Steuern begeistern kannst aber nicht für den weiten Bereich des Jurastudiums, dann wirst Du Jura als härter empfinden.
Anders muss man sich überlegen ob das quasi duale System des Finanzwirts einem liegt. Wer dem Stress - nicht unbedingt dem Niveau - nicht gewachsen ist, der ist besser im Vollzeitstudium aufgehoben.
| Zitat: |
Wirtschaftsjura(FH):
-Wie sehen mit diesem Studium die Chancen aus? |
Wenn Du in klassischen Wirtschaftsrechtsbereichen arbeiten möchtest, bspw. Steuern, Wirtschaftsprüfung, Vertragsrecht etc. im Moment ganz gut. Immer aber unter der Bedingung, dass es in vier Jahren völlig anders aussehen kann. Wenn du raus willst aus den Bereichen bist Du schnell in Konkurrenz zu den Juristen oder den BWLern. Beide haben dann deutliche Fachvorteile. Zudem muss man sehen, dass ein WR-Studium bspw. mit Schwerpunkt Wirtschaftsprüfung/Steuerrecht im Vergleich zu einem BWL-Studium mit gleichem Sschwerpunkt kaum Vorteile bringt.
| Zitat: |
| -Man schließt ja das Studium mit einen "Master of Laws" ab. Könnte man mit diesem Studium in den "höheren Dienst" im Finanzamt einsteigen? |
Mit einem LL.M. kannst Du in den HD, ja. Ob beim Finanzamt dann eine entsprechende Stelle für externe Bewerber bereitsteht ist eine andere Frage. Die Abläufe dort sind nicht selten recht spezififisch und daher gibt es ja auch diesen Sonderweg Finanzwirt um genau darauf vorzubereiten.
Wie Barney aber schon sagte - erst einmal schließt Du das WR-Studium mit einem LL.B. ab. Ob Du dann noch einen LL.M. machen möchtest ist eine andere Geschichte.
| Zitat: |
Finanzwesen (Dipl. Finanzwirt):
-Ist dieses Studium wirklich so hart?
-Die Chance in den hD einzusteigen ist fast null? |
Der Diplom Finanzwirt (FH) ist eben dieses, ein FH-Abschluß Diplom/Bachelor und damit nur die Befähigung, erst einmal, für den gehobenen Dienst. Über ein paar Hintertüren kannst Du dann später in den hD kommen aber in aller Regel nicht direkt. Dafür, aus akademischer Sicht, befähigt der Master bzw. das Diplom (univ.).
Finanzwesen übrigens im Sinne von Finance studierst Du dort nicht, sondern vor allem Steuern, Abgaben und öffentliches Recht sowie Verwaltung. Finanzwirt ist hier etwas verwirrend.
Finanzwesen im klassischen wirtschaftswissenschaftlichen Sinne kannst Du eher über ein BWL Studium machen.
| Zitat: |
Mir gefallen alle 3 Studiums, aber ich werde mich wohl entscheiden müssen.
Welches Studium würdet Ihr mir empfehlen? |
Zum Plural hat Gaisler schon alles gesagt.
Empfehlen? Gar keines. Wir kennen Dich nicht, wissen nichts über Vorlieben, Schwächen, Stärken, nichts über Dich oder Deine Ziele, Wünsche usw. Wie sollen wir dann das richtige Studium für Dich finden?
Wenn ich mir das so durchlese würde ich Dir bspw. auch mal vorschlagen über ein BWL-Studium mit entsprechendem Schwerpunkt nachzudenken. Könnte für ein potentielles, gemeinsames Ziel der drei genannten Studiengänge, genauso zielführend sein.
Grüße
Gozo |
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Ingo30 Senior Member


Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 1819
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 16:03:20 Titel: |
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Gozo hat es schon sehr gut dargestellt.
Wenn Du auf Sicherheit stehst, ist die Finanzwirtausbildung sicherlich das Richtige.
Am besten noch schön bei Mutti und Papi im Kinderzimmer wohnen, Kleinwagen fahren und dann noch 960 Euro verdienen - jau, so kann das Spaß machen. Muss man aber wie gesagt auch mögen. Und Du kannst jetzt schon ausrechnen, was Du in 10 Jahren mal verdienen wirst. Dem einen gefällt sowas, den anderen nicht. _________________ "Sozialamt Dechernich, Schmitz mein Name..." |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Verfasst am: 07 Sep 2012 - 11:33:14 Titel: Re: Welches Studium? |
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| Gozo hat folgendes geschrieben: |
Dafür, aus akademischer Sicht, befähigt der Master bzw. das Diplom (univ.).
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Genau das sollte man noch einmal betonen. Die meisten Bachelor-/ Masterabschlüsse in Jura werden in Deutschland nämlich von FHs vergeben - die befähigen nicht zum höheren Dienst. |
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Gozo Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4734 Wohnort: Mainz
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Verfasst am: 07 Sep 2012 - 11:52:47 Titel: |
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Dann sollten wir aber etwas anderes noch betonen:
Ein MASTER befähigt in D immer zum hD - egal ob FH oder Uni. Bis vor ein paar Jahren musste ein FH-Master dafür besonders akkreditiert sein aber das ist Geschichte. Wie ein Master die grundlegende Bedingung zur Promotion erfüllt, so erfüllt er auch diese zum hD. FH hin, Uni her.
Beim Diplom sieht es anders aus. Ein Diplom ist nur dann die Eintrittskarte zum hD wenn dieses von einer Universität kommt. Ein Diplom FH oder ein universitäres, altes, Diplom I von Gesamthochschulen (was damals dem Diplom FH gleichgestellt war) reicht nicht. Genauso wie die Bachelor, egal ob Uni oder FH, nicht ausreichen. Alles das führt in den gehobenen Dienst. |
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Gaisler Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.08.2009 Beiträge: 1214
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Elijah Senior Member


Anmeldungsdatum: 25.03.2005 Beiträge: 711
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Verfasst am: 07 Sep 2012 - 19:22:43 Titel: |
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| Gaisler hat folgendes geschrieben: |
Tatsache. Da habe ich mich wohl geirrt.
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Das ist halt ein Märchen (Master FH kein höherer Dienst) was sich hartnäckig hält. Ein Master (auch der einer FH) befähigt schon zum höheren Dienst und zur Promotion. Alles andere wäre auch unlogisch, da Masterabschlüsse (egal ob BA, FH, Uni) zumindest rechtlich gleichgestellt sind.
Nur stellt sich eben die Frage, ob der Einstieg in den höheren Dienst praktisch möglich ist. Ich halte es für fast ausgeschlossen, mit einem Master in Wirtschaftsrecht (zudem von einer FH), eine juristische Stelle im höheren Dienst zu "ergattern". Zumindest nicht zum Direkteinstieg. _________________ „Die deutschen Zensoren — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — Dummköpfe — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — — —.“(Heinrich Heine) |
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Julchen87 Senior Member


Anmeldungsdatum: 23.04.2006 Beiträge: 530
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Verfasst am: 07 Sep 2012 - 20:01:04 Titel: |
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| Der Bachelor und Master an der Berufsakademie sind aber im Gegensatz zur Uni und FH keine akademischen Grade. |
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Gozo Senior Member


Anmeldungsdatum: 11.09.2007 Beiträge: 4734 Wohnort: Mainz
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Verfasst am: 10 Sep 2012 - 09:36:06 Titel: |
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Allerdings meines Wissens berufrechtlich gleichgestellt.
Abgesehen davon, dass mir nicht bekannt ist, dass Berufsakademien Master anbieten, d.h. ohne Kooperation mit einer Hochschule - aber vielleicht habe ich da nur eine Entwicklung gerade verpasst.
Die DHBW übrigens sind KEINE Berufsakademien mehr sondern offiziell Hochschulen. |
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