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rose90 Newbie


Anmeldungsdatum: 26.09.2008 Beiträge: 39
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Verfasst am: 06 Sep 2012 - 15:57:55 Titel: Physik berufsbegleitend |
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| Kennt jemand Angebote zum berufsbegleitendem Studium/Fernstudium der Physik? Außer http://www.fernstudium-physik.de/? |
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2,71828 Senior Member


Anmeldungsdatum: 12.02.2008 Beiträge: 2327
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Verfasst am: 11 Sep 2012 - 11:36:47 Titel: Re: Physik berufsbegleitend |
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Es kann kein Physik-Fernstudium geben, da ein Physikstudium zu großen Teilen aus Praktika (in Laboren der Uni) besteht.
Das ist kein Fernstudium, sondern nur ein Früheistieg um schneller in ein normales (Präsens-) Studium zu kommen.
Berufsbegleitend kenne ich so etwas auch nicht. Es macht auch keinen Sinn, da der Anteil von Veranstaltungen die eine persönliche Anwesenheit erfordern einfach zu hoch und die Nachfrage nach so etwas zu niedrig ist. Ein Physikstudium erfordert gut 60h pro Woche und lasten die meisten Menschen daher völlig aus. Es gib kein klares Berufsbild eines Physikers somit ist auch die Kombination Beruf+Studium bei dem sich beide ergänzen und somit viel zeit einsparen nicht möglich.
Auch evtl. vorhandene Teilzeitstudienmöglichkeiten sind nicht wirklich praktikabel, da z.B. die Praktika zu festgelegten Zeitpunkten stattfinden und eine flexible Planung nicht erlauben.
Bei Physik gibt es nur 2 sinnvolle Möglichkeiten: Entweder ein reguläres Vollzeitstudium oder man lässt die Finger davon. |
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bassiks Senior Member


Anmeldungsdatum: 31.07.2007 Beiträge: 600
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Verfasst am: 11 Sep 2012 - 15:04:45 Titel: |
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Dem muss ich etwas widersprechen.
Ich arbeite 40h die woche und studiere Physik. (Vollzeitstudium)
Ist alles eine Frage der Zeiteinteilung und wie flexibel man im Beruf ist.
Für Freizeit bleibt da nicht mehr so viel Zeit, aber es ist durchaus machbar. Sind ja immer wieder Ferien.
Ich bin auch gar nicht so viel langsamer wie die "nur" studierenden.
Ist viel Aufwand und klappt bei mir vermutlich nur weil es meine Leidenschaft ist und mir so viel spaß macht.
In Mindeststudienzeit wirds so vermutlich nicht klappen.
Was ich aber damit sagen will: Ein Versuch ist es immer Wert. Wenn es deine Leidenschaft ist, dann lass dir bitte nicht einreden dass es nicht machbar ist.
Als richtiges Fernstudium sehe ich da aber auch keine Möglichkeit. Wüsste nicht wie man da den Stoff vermitteln könnte... _________________ If i die, i want "Hello World!" carved on my head stone. |
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Biomech Senior Member


Anmeldungsdatum: 17.11.2005 Beiträge: 858
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Verfasst am: 11 Sep 2012 - 18:57:30 Titel: |
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Es gibt doch an vielen Unis die Möglichkeit in Teilzeit zu studieren. Da muss man dann weniger Leistungsnachweise pro Semester erbringen und weniger Gebühren bezahlen (obwohl sich das in Deutschland ja eh im Rahmen hält).
Lass dich nicht abschrecken: Physik studieren ist nicht schwer! Es erfordert nur eine gewisse Eingewöhnung. Am Anfang studiert man ja im wesentlichen das gleiche wie die Mathematiker (außer an Uni’s wo es Mathematik für Physiker gibt). An Unis wie der ETH Beispielsweise muss man sich sogar erst recht spät entscheiden was man eigentlich machen möchte. Die Universitäre Mathematik ist etwas anders als das was man von der Schule gewöhnt ist. Davon darf man sich nicht schockieren lassen, sondern man muss es als Herausforderung annehmen. Das kostet am Anfang etwas Mühe. Wenn man Klavier spielen lernt ist das ähnlich. Man muss unglaublich viel Arbeit und Fleiß investieren bevor man das erste Mal eine Melodie erklingen lassen kann, aber dann fängt es an Spaß zu machen. Ähnlich muss man das mit der Mathematik sehen. Leider geben in dieser Phase des Studiums sehr viele enttäuscht auf.
Das mit der Präsenz würde ich nicht überbewerten. Gut, in den Praktika wirst du wohl irgendwie anwesend sein müssen, aber so viele sind das auch nicht. Ich fand die Versuche eigentlich immer ganz nett und deine Protokolle (OK, die waren echt nervig mit der ganzen Fehlerrechnung) kannst du ja am Wochenende schreiben. Die meisten Vorlesungen kannst du aber weglassen. Beispielsweise die ganzen Experimentalphysikvorlesungen die man am Anfang hat (inklusive Festkörperphysik oder Kernphysik) sind völlig unnötig wenn man bloß bequem durchs Studium kommen möchte. Das liest du dir im Script oder in einem Buch mal am Wochenende kurz durch und dann hast du es auch drauf. Ich bin trotzdem hingegangen, weil mir das immer Spaß gemacht hat. Wichtig ist nur das du immer brav deine Hausaufgaben machst! Selber rechnen ist wichtiger als sich berieseln zu lassen und Übung macht den Meister.
Wenn du überhaupt keine Lust oder Zeit auf Anwesenheit hast, dann studiere doch Mathematik im Fernstudium und geh dann später in Richtung mathematische Physik (finde ich extrem spannend).
Man braucht bestimmt keine 60 Stunden. Ich habe zwar nicht gearbeitet, aber ich habe nebenbei noch andere Fächer studiert, in denen auch Prüfungen (inklusive Vordiplom) gemacht, teilweise recht intensiv Sport (im Unisport und im Verein) betrieben, war mit meiner damaligen Freundin viel in Sachen Kunst und Theater unterwegs und das ein oder andere Bier war auch mal drin (war allerdings in grauer Vorzeit vor den Bologna Reformen). Es ist nicht so, dass Physikstudenten kein Leben haben! Ich habe mit jemanden das Büro geteilt (und so manches Bier), der hat sogar nebenbei noch an einer Musikhochschule Klarinette studiert (und abgeschlossen)! Wenn man nachher versucht zu forschen, dann wird es etwas schwieriger und die Arbeitszeit kann auch mal sehr lang werden (was ein echter Beziehungskiller ist), aber davon ist man ja in den ersten Jahren noch etwas entfernt.
Das wichtigste ist das dir die Sache Spass macht. Wenn es nur Quälerei ist, dann lass es. _________________ ’Je suis persuadé que l’Europe reste notre avenir, et l’union politique l’horizon de sa refondation.’
Pierre Moscovici, ministre de l'Économie et des Finances |
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