Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Ausbildung dann Studium - oder All-in?
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik -> Ausbildung dann Studium - oder All-in?
 

Was würdet Ihr machen?
Ausbildung danach Studium
14%
 14%  [ 1 ]
Versuchen irgendwo einen Studienplatz zu ergattern
85%
 85%  [ 6 ]
Stimmen insgesamt : 7

Autor Nachricht
MaptainCorgan
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.09.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 07:08:24    Titel: Ausbildung dann Studium - oder All-in?

Guten Morgen allerseits!

Ich habe im April keine Zulassung zur Abiturprüfung erhalten, da ich in der 12 Klasse sehr viele Defizite gesammelt habe und in der 13 dann der "Todesschuss" folgte.
Zu den Defiziten kam es nicht weil ich Schwierigkeiten mit den Fächern hatte, sondern ein Fach hat es mir wirklich sehr hart versaut (4 Defizite in Italienisch, ich habe es einfach gehasst das Fach, sah auch keinen Sinn dahinter)

Somit habe ich zurzeit den schulischen Teil der FH-Reife mit einem Schnitt von leider : 3,5 :/

Zurzeit absolviere ich ein einjähriges gelenktes Praktikum in Richtung Industriekaufmann. Es gefällt mir wirklich sehr sehr gut und ich merke, dass die Sachen die ich hier lerne mir auch etwas nützen.

Soll ich mich für ne Ausbildung bewerben oder explizit darauf schauen einen Studienplatz zu erhalten? Ich würde eigentlich sehr gern Wirtschaftsingenieurwesen studieren und danach evtl. nen Master dranhängen! Bachelor wohl dann an der FH und den Master an einer Uni.

Was meint Ihr? Lohnt sich eine 3 Jährige Ausbildung mit 21 und danach noch 5-6 Jahre Studium oder sollte ich schauen, dass ich einen Studienplatz erhalte und im Falle einer Absage ein FSJ mache oder etwas anderes?

Vom Studienort her wäre ich flexibel, wohne zurzeit in NRW, kann aber auch gerne in andere Bundesländer fürs Studium!

LG
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 10:25:07    Titel:

Mmmh...

Wenn ich das so lese kommt mir erst einmal direkt eine Frage:

Warum um Himmels Willen hast Du nicht alle Hebel in Bewegung gesetzt und hast Dich direkt um eine Ausbildung bemüht anstatt erst noch das gelenkte Praktikum zu absolvieren?! Egal. Gelaufen.

Du solltest Dir vielleicht von Beginn an mal überlegen, ob Du der Typ für ein duales Studium bist. Wenn ja, dann könnte es eine Alternative sein aber dann solltest Du jetzt mit den Bewerbungen beginnen. Mit den Noten wirst Du allerdings durchaus Glück brauchen eine Chance zu bekommen. Die Plätze sind durchaus begehrt und selbst wenn Deine Defizite sich auf Italienisch beziehen, so scheinen Deine restlichen Noten auch nicht der Brüller gewesen zu sein.

Auf der anderen Seite stellt sich schon die Frage, warum Du nach dem gelenkten Praktikum nicht den direkten Weg an eine Hochschule wählst? Mit etwas suchen wirst Du sogar Studiengänge finden, die keine Zulassungsbeschränkung aufweisen an denen Du scheitern könntest.

Ob sich eine Ausbildung mit anschließendem Studium lohnt ist eine heiß diskutierte Sache. Finanziell wahrscheinlich eher nicht (mehr). Der Vorteil liegt eher in der persönlichen Weiterentwicklung, der Erfahrungen die man sammelt usw. In aller Regel sind ehem. Azubis etwas fixer und zielgerichteter im Studium, wissen eher worauf es ankommt. Das Finden von Praktika oder Jobs fällt ihnen in der Regel etwas leichter - allerdings auch wieder fraglich ob und in wie weit es wirklich bei jedem und immer ein Vorteil ist.
Ob Dir das es wert ist noch einmal 2 bis 2,5 Jahre später ins Studium zu starten ist eine ganz andere Frage. Rein vom Alter würde ich mir aber weniger Gedanken machen.

Ich habe mit meiner Ausbildung (angefangen vor dem Studium) gute Erfahrungen. Ob ich es heute noch mal so machen würde? Weiß ich ehrlich gesagt nicht. Wahrscheinlich würde ich eher direkt in ein berufsbegleitendes Studium starten - dafür muss man aber auch die Möglichkeit haben.

Grüße
Gozo
MaptainCorgan
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.09.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 12:15:22    Titel:

Danke Gozo für deine Antwort!

Ja ich muss zugeben, dass die schlechten Noten sich nicht nur auf Italienisch begrenzen, sondern auch auf andere GK's.
Ich war leider so ein Typ der gerne meckert und alles hinterfragt im Sinne: "Wozu muss ich eine Gedichtsanalyse in Deutsch anfertigen? Was bringt mir das im Leben? Ich weiß doch was ich will"
Deswegen hatte ich einige Neigungsfächer wo ich auch was für getan habe
(Bio-LK, Eng-LK und Mathe), für die restlichen Fächer hatte ich jedoch überhaupt kein Interesse.

Das zahlt sich jetzt aus :/ Im Nachhinein bereue ich diese Einstellung und ich versuche vor dem Studium, vor allem ,an meinem Charakter zu arbeiten.
Das Praktikum hilft mir hierbei sehr viel, da ich endlich mal einen Einblick bekommen habe, wie in einem großen Unternehmen gearbeitet wird, was gefragt ist etc.

Ich bemühe mich darum auch am Wochenende die angesprochenen Defizite nachzuarbeiten um nicht auch während des Studiums zu versagen.

Doch mein größter Wunsch ist momentan entweder Wiing oder Maschinenbau zu studieren, da ich gerade dafür richtig viel Motivation mitbringe, da es alles beinhaltet, wozu ich auch bisher geneigt habe.

BTW: Zur Ausbildung ist es deshalb nicht gekommen, da die Ausbildungsplätze bei den meisten Unternehmen schon vergeben waren oder ich nur Absagen erhielt, aufgrund meiner Noten.
wasp
Senior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Senior Member


Anmeldungsdatum: 13.01.2007
Beiträge: 2718

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 15:15:30    Titel:

An der Einstellung musst du auf jeden Fall was ändern, denn auch im Studium hast du Fächer, die dich nicht interessieren und deren Sinn manchmal fraglich erscheint.

Habe damals auch überlegt eine Ausbildung vor dem Studium zu machen und mich dagegen entschieden. während des Studiums habe ich zwei längere Praktika gemacht und durchaus gemerkt, dass mir viel PraxisWissen fehlt. Das musste ich durch Interesse und zum Teil hartnäckiges nachfragen kompensieren. Des Weiteren verurteilen viele ältere Mitarbeiter in den Firmen einen dann noch mehr als "Studenten ohne PraxisWissen" und erzählen einem täglich wie wichtig eine Ausbildung ist.

Trotzdem würde ich heute keine Ausbildung machen vorher. Zum einen hätte ich nicht das Interesse an einer Ausbildung und zum anderen gibt es genug Ingenieure ohne vorherige Ausbildung und es klappt trotzdem. Praktika sind da für den Lebenslauf halt noch wichtiger.
xmisterDx
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 11 Sep 2012 - 17:44:43    Titel:

Das komplette Studium besteht eigentlich nur aus Inhalten, deren Bedeutung für das spätere Berufsleben äußerst fragwürdig erscheint.
Eine Konvergenzbetrachtung für eine Taylorreihe habe ich zum Beispiel nach der Mathematik III-Veranstaltung nie wieder durchgeführt. Ich musste auch keine Differenzialgleichung lösen. Und warum mir ein Entwicklungschef von Bosch die QAM16-Modulation und irgendwelche verrückten Mischer-Schaltungen reinprügelte, habe ich noch nichtmal während der Vorlesung verstanden, geschweige denn später...

Da muss man durch. Wenn man das nicht will/kann, braucht man gar nicht erst anzufangen...
MaptainCorgan
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.09.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 06:18:22    Titel:

Hmm, eure Äußerungen dazu machen viel Sinn und entsprechen auch dem Bild, welches ich bisher bei meinem Praktikum erhalten habe.

Viele der Ingenieure die hier arbeiten, müssen wenns hoch kommt, nur einen Bruchteil des Wissens was sie aus dem Studium entnommen haben auch in der Praxis umsetzen.

Ich hab mich mit meinen Eltern abgesprochen und ich strebe lieber ein Studium für das nächste Jahr an. Das jetzige Praktikum reicht mir meines Erachtens nach aus als Grundlage und irgendwo werd ich schon einen Platz an einer FH finden.

Außerdem kann man auch beim Auswahlgespräch vielleicht punkten und dafür kann man sich ja auch entsprechend vorbereiten!

Soweit vielen Dank für eure Anteilnahme, Ihr habt mir wirklich weitergeholfen aber jetzt liegt es an mir die Schritte umzusetzen!

LG
sheldor
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 11.09.2012
Beiträge: 111

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 12:36:41    Titel:

Bei dem ganzen Gerede um Praxiserfahrung , fehlendem Praxisbezug im Studium , Lernen von Sachen die man nicht mehr braucht usw. sollte man keine falschen Schlüsse ziehen und vA eins nicht vergessen:
Die beste und grundlegenste Voraussetzung für einen tollen Job ist und bleibt ein Top-Hochschulabschluss mit sehr guten Noten. Praxiserfahrung sollten diesen höchstens ergänzen kann ihn aber nicht ersetzten. Schlechte Studenten reden sich gerne ein das sei überbewertet und ihre Praktika seien eh mehr wert, fall nicht darauf rein und konzentrier dich im Studium auf den Stoff egal ob "sinnvoll" oder nicht.
MaptainCorgan
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 11.09.2012
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 12:42:39    Titel:

Klingt logisch... demnach sollte ich mich bemühen, mich auf die Prüfungen vorzubereiten und dort gute Leistungen zu bringen, als das ich einen großteil meiner Zeit damit verbringe ein Praktikum nach dem anderem abzuklappern (z.B. in den Semesterferien)

Ich werds mir merken! Danke!
Gozo
Valued Contributor
Benutzer-Profile anzeigen
Valued Contributor


Anmeldungsdatum: 11.09.2007
Beiträge: 5740
Wohnort: Mainz

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 15:06:25    Titel:

sheldor hat folgendes geschrieben:
Die beste und grundlegenste Voraussetzung für einen tollen Job ist und bleibt ein Top-Hochschulabschluss mit sehr guten Noten. Praxiserfahrung sollten diesen höchstens ergänzen kann ihn aber nicht ersetzten. Schlechte Studenten reden sich gerne ein das sei überbewertet und ihre Praktika seien eh mehr wert, fall nicht darauf rein und konzentrier dich im Studium auf den Stoff egal ob "sinnvoll" oder nicht.


Gehe ich nur in soweit konform, wenn man das "Paxiserfahrung sollten diesen..." zu müssen diesen macht.

Ich habe Leute mit 1,0 und Sternchen aber ohne Praktika schon lange, lange suchen sehen. Die Mischung machst. Schlechte, nicht zielgerichtete Praktika aber guter Abschluß bringt fast weniger als gute und passende Praktik bei durchschnittlichen Abschluß. Da weiß man als Arbeitgeber wenigstens, dass diese Person in dem Bereich richtig ist...und was in der HS gelehrt wird, ist fast zweitrangig. Die wirkliche Lehre beginnt im Job.

Anderer Punkt:

Praktikaerfahrung und Erfahrungen in der Ausbildungszeit sind alles andere als Deckungsgleich. Kaum ein Student mit Praktika hat die einzelnen Funktionsbereiche kennengelernt oder gelernt wie es ist ganz unten in der internen Hierarchie zu stehen und etwas im wahrsten Sinne des Wortes von der Pike auf zu lernen. Selbst mit vielen und langen Praktika fehlt vielen Nur-Studenten der Bezug später zu Leuten ohne Studium, was sie für viele Mitarbeiter sehr schnell überheblich wirken lässt. Ein Eindruck, der leider sehr schwer wieder auszubügeln ist. Wäre die Erfahrung nicht anders, dann bräuchte ein Ex-Azubi keine Praktika mehr und das wäre eine komplette Fehlannahme.

Aber wie oben schon beschrieben: Ob diese besondere Erfahrung sich später im Leben positiv auswirkt ist eine sehr persönliche Frage. Messbar ist es sicherlich nicht oder eher weniger. Bezogen auf Zeit und Aufwand ist die Rendite sicherlich mehr als fraglich.
Justav
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 31.01.2006
Beiträge: 2695

BeitragVerfasst am: 12 Sep 2012 - 15:31:15    Titel:

Zitat:
Die beste und grundlegenste Voraussetzung für einen tollen Job ist und bleibt ein Top-Hochschulabschluss mit sehr guten Noten. Praxiserfahrung sollten diesen höchstens ergänzen kann ihn aber nicht ersetzten. Schlechte Studenten reden sich gerne ein das sei überbewertet und ihre Praktika seien eh mehr wert, fall nicht darauf rein und konzentrier dich im Studium auf den Stoff egal ob "sinnvoll" oder nicht.


Naaaja, ich würde das nicht so abgegrenzt voneinander betrachten. Praxiserfahrung während des Studiums kann sich durchaus auch positiv auf die Leistung an der Universität auswirken und umgekehrt. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon irgendwann im Job gemerkt habe "ahhh, dafür braucht man das also", wo ich vorher in der Vorlesung saß und mich gefragt habe, was der Unsinn eigentlich soll. Ebenso auch umgekehrt, wenn man wochenlang an einem Projekt gearbeitet hat, was dann plötzlich Gegenstand von Vorlesungen oder gar einer Abschlussarbeit werden kann.
Nur stur für die Prüfungen zu lernen, fänd ich ziemlich langweilig... natürlich kann eine Beschäftigung nicht unterdurchschnittlich schlechte Noten kompensieren, aber eben auch nicht andersherum. Ich arbeite nun seit etwa 4 Jahren parallel zum Studium mit etwa 20h pro Woche, und möchte die Erfahrung nicht missen. Von soft skills (im Umgang mit Unternehmen, Forschungsleitern, Kunden ...) ganz zu schweigen. Natürlich dürfen die Noten nicht darunter leiden, aber als "reiner" Student würd ich mir irgendwie mittlerweile blöd vorkommen...

Ich denke, dass jemand der beispielsweise eine Lehre als Bankkaufmann gemacht hat, ganz anders an ein Studium in dem Bereich herangeht, oder ein Mechatroniker auch ein ganz anderes Verständnis im technischen Bereich mitbringt. Die Frage ist allerdings, ob das die 3 Jahre zu unterdurchschnittlichem Gehalt wert sind. Da sind die Meinungen sehr gespalten.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik -> Ausbildung dann Studium - oder All-in?
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum