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na endlich, der Wahlkampf ist nun wirklich eröffnet
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Biomech
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Anmeldungsdatum: 17.11.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 23 Okt 2012 - 16:54:15    Titel:

Zum Thema Zürich fällt mir noch folgendes ein: Als Abiturient wollte ich unbedingt an einer Elite Universität studieren und da es so etwas in Deutschland ja nicht gibt, war bei mir auch die ETH in der engeren Auswahl. Die hatten da einen sehr schönen Studiengang, bei dem man sich im Grundstudium noch nicht zwischen Mathematik und Physik entscheiden musste. Ich habe mich da also informiert und damals war es noch so (wie sich die Zeiten ändern), das man sich als ausländischer Student (ja, auch als Deutscher) bei der Fremdenpolizei des Kanton melden und den Nachweis erbringen musste, das man über mindestens 15000 Franken verfügt um sein Studium und seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Also selbst im teuren Zürich kann man noch halbwegs günstig leben.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
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BeitragVerfasst am: 24 Okt 2012 - 06:44:25    Titel:

Sind wir nicht alle ein bisschen arm??

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/statistik-zu-armut-und-sozialer-ausgrenzung-verzerrt-die-wirklichkeit-a-862962.html

Hier ist jetzt schon mal der Zeitraum definiert, mir stehen demnach also noch 35 Wochen bezahlter Urlaub zu.
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 24 Okt 2012 - 15:07:00    Titel:

Ja was denn nun?

http://www.welt.de/wirtschaft/article110197491/Ungleichheit-bei-Einkommen-in-Deutschland-sinkt.html

>>Die Einkommenszuwächse haben vor allem die unteren Einkommensklassen verbucht. Zwischen 2009 und 2010 etwa konnten dem DIW zufolge die unteren 40 Prozent der Bevölkerung ihr verfügbares Einkommen real um etwa zwei Prozent und damit überdurchschnittlich steigern. Dass die Gewerkschaften 2010 teilweise kräftige Lohnsteigerungen aushandeln konnten, hat zum Wachstum der unteren Einkommen beigetragen. Die mittleren und oberen Einkommen stagnierten dagegen im Jahr 2010 – vor allem wegen eine Rückgangs der Einkommen aus Vermögen.<<

So langsam kann man ja mal die Frage stellen, wem nutzt denn eigentlich eine möglichst große "Armut" in unserem Land, das hier so krampfhaft versucht wird dem Volk zu erzählen wie "verarmt" es ist und das es einen möglichst großen und alles machenden Staat brauche, damit wenigstens dieser für Gerechtigkeit sorge!

Dabei fällt mir das ins Auge:

>>Blickt man nicht auf die Markteinkommen, sondern auf die tatsächlich verfügbaren Einkommen, die auch Bezüge aus gesetzlichen Renten und Pensionen sowie Sozialtransfers beinhalten und bei denen Steuern und Abgaben schon abgezogen sind, ist die Entwicklung etwas gemischter. Dann ist die Ungleichheit in Westdeutschland zwar ebenfalls zurückgegangen (um vier Prozent), in Ostdeutschland aber ist sie unverändert geblieben.

Das hängt damit zusammen, dass in Ostdeutschland trotz der guten Arbeitsmarktentwicklung weiterhin viele Menschen stagnierende oder sogar sinkende Einkommen als Arbeitslose oder Rentner beziehen. Die positive Entwicklung bei den Realeinkommen sei davon "mehr als kompensiert worden", heißt es in dem Bericht.<<

Wer also mit Hinweis auf die ungleiche Einkommensverteilung jetzt höhere Steuern (SPD, Grüne, Linkspartei) fordert sollte dabei nicht vergessen das zum Umverteilen, nicht nur das Kassieren sondern auch das verteilen stehen sollte. Hier siehts aber offentsichtlich so aus, dass sobald der Staat seine Finger mit im Spiel hatte, dem einen zwar genommen dem anderen dann aber trotzdem weniger bleibt. So wäre auch nach einer Einführung von Mindestlöhnen der Staat der größte Profiteur.

http://wirtschaft.t-online.de/studie-mindestlohn-in-deutschland-bringt-staat-milliarden/id_46072328/index

Natürlich wie schon seit wohl 20 Jahren jede Steuermehreinnahme rein zum Schuldenabbau verwendet werden würde, wenn nicht ständig irgendwas anderes dazwischen kommt. Gutes Wetter, Schlechtes Wetter und sowas.
Biomech
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Anmeldungsdatum: 17.11.2005
Beiträge: 858

BeitragVerfasst am: 28 Okt 2012 - 10:26:58    Titel:

Brave New World. Das gibt noch richtig Zündstoff für den Wahlkampf:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hunderttausende-senioren-koennen-ihre-altenpflege-nicht-mehr-zahlen-a-863822.html
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
Beiträge: 11564
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BeitragVerfasst am: 29 Okt 2012 - 12:49:05    Titel:

Biomech hat folgendes geschrieben:
Brave New World. Das gibt noch richtig Zündstoff für den Wahlkampf:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/hunderttausende-senioren-koennen-ihre-altenpflege-nicht-mehr-zahlen-a-863822.html


Derzeit kann man aus der staatlichen Pflegeversicherung max 1.550 Euro für Pflegestufe 3 erhalten. Plus privater Vorsorge die mit ca. 1.500 Euro Leistung bei Pflegestufe 3 einspringt ab 5 bis 8 Euro Beitrag, ergibt sich für mich keine Unterdeckung. Wer privat nicht vorsorgt und das finde ich wiederum genial schickt erst mal die eigenen Kinder und Angehörigen vor. Wenn bei denen nichts zu holen ist, das Vermögen der zu Pflegenden aufgebraucht ist, springt der Staat ein. Das Problem entsteht also erst da, wo neben der gesetzlichen Pflegeversicherung kein privater Baustein geschaffen wurde.

Je nach Alter kostet der private Schutz ab 5 Euro für Männer und ab 8 Euro für Frauen. Als staatliche Förderung gibt es 5 Euro im Monat vom Staat dazu. Sobald die Unisextarife vorliegen kann sich das noch mal verschieben allerdings denke ich nicht, dass mehr als 3 Euro im Monat selbst aufgewendet werden müßten. Natürlich, je später ich einsteige umso teurer wirds. Ist aber bei jeder Vorsorgeleistung der Fall.

Fakt ist aber, mit nicht mal dem Gegenwert einer Zigarettenschachtel pro Monat ließe sich dieses Problem relativ leicht privat lösen, wofür der Staat sowieso keine Lösung anbieten kann, aufgrund demographischer Entwicklung.

Aufgabe der Politik kann es nur sein, hier den Leuten nicht noch weiter Sand in die Augen zu streuen nach dem Motto "wähl mich, dann rette ich die gesetzlichen Versicherungen!".
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24252

BeitragVerfasst am: 29 Okt 2012 - 14:17:09    Titel:

Ähm, ich verstehe deine Logik nicht, König. Müsste es nicht vollkommen egal sein, ob ich privat oder staatlich (per gesetzlicher Pflegeversicherung) die 5€/Monat "anlege"? Wobei staatlicherseits noch deutlich geringere Verwaltungskosten/Versicherten anfallen sollten...

(Gleiches Spiel mit der Rente; nur anstatt da die 4% Bruttogehalt, die wir privat vorsorgen sollen, anzulegen, werden lieber die Beitragssätze gesenkt, weil keine Rücklagen über 1,5 Monatsauszahlungen gebildet werden dürfen...)


Cyrix
koenig_ludwig73
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BeitragVerfasst am: 29 Okt 2012 - 15:22:06    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Ähm, ich verstehe deine Logik nicht, König. Müsste es nicht vollkommen egal sein, ob ich privat oder staatlich (per gesetzlicher Pflegeversicherung) die 5€/Monat "anlege"? Wobei staatlicherseits noch deutlich geringere Verwaltungskosten/Versicherten anfallen sollten...

(Gleiches Spiel mit der Rente; nur anstatt da die 4% Bruttogehalt, die wir privat vorsorgen sollen, anzulegen, werden lieber die Beitragssätze gesenkt, weil keine Rücklagen über 1,5 Monatsauszahlungen gebildet werden dürfen...)


Cyrix


Klar, oberflächlich betrachtet sollte es keinen Unterschied machen. Nur eben ist das bisherige System beitragsgedeckt. Sprich ich erhebe im Idealfall exakt so hohe Beiträge um damit die laufenden Kosten im gleichen Monat abdecken zu können. Dies ist aufgrund der demographischen Entwicklung nicht mehr planbar und somit auch nicht mehr durchführbar, weil ich den Beitrag nicht anhand künftiger Entwicklungen sondern nur anhand derzeit bestehender Kosten definiere. Oder führt wie bei der Rente zu einem dauerhaften Steuerzuschuss also eh schon eine Aushebelung der Beitragsdeckung.

Aus diesem Grund geht das Ganze in eine Kapitaldeckung über. Sprich ich zahle auf mein ganz persönliches Konto so lange ein, bis ich Leistungen abgreifen kann. Die Rechnung wird dann nach versicherungswirtschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt in die auch zukünftige Entwicklungen, Geburtenraten, Lohnentwicklung, Zinsniveau mit einfließen und so einen Beitrag errechnen, der über die Versicherungslaufzeit Summe x erbringt, die mit dem künftig planbaren Leistungsbezug in Einklang gebracht wird.

Warum, weil damit individuell, vorgesorgt werden kann je nach persönlicher Lebensplanung. Ich habe mit 18 bereits 3 Kinder, die werden mich bis ich 40 bin über Gebühr belasten, also lege ich meine private Vorsorge für diesen Zeitraum entsprechend niedrig an. Der Andere wird mit 35 das erste Mal Vater, sprich bis dahin hatte er die Spielräume entsprechend mehr vorzusorgen. Ab da wird er weniger leisten können. Oder aber ich stelle bei einer Beispielrechnung mit 45 fest, wenn ich auf diesem Niveau weiter privat vorsorge entsteht im Alter eine Lücke von x. Jetzt kann ich selbst entscheiden, reicht mir das? Oder will ich mehr, dann kann ich meine Vorsorgeaufwendungen noch anpassen. Das System wird so flexibler, kennt unterschiedliche Lebensentwürfe, unterschiedliche Leistungsfähigkeiten, ist in weiten Teilen konjunkturunabhängig. All das kann das gesetzliche System nun mal nicht bieten.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
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BeitragVerfasst am: 29 Okt 2012 - 15:36:13    Titel:

Nun, die private Vorsorge ist in erster Linie - wie du es so schön schreibst - individuell. Anders ausgedrückt: Jeder ist sich selbst der Nächste und der Sozialgedanke der meisten Versicherungen (viele zahlen wenig, damit der Einzelne, der durch Eintreten des Versicherungsfalls stark belastet wird, von der Gemeinschaft aufgefangen werden kann) ist ad acta gelegt.

Daneben findet auch noch eine unglaubliche Schönrechnerei an: Natürlich kann dir keiner garantieren, dass sich die Wertentwicklung so fortsetzt, wie du es dir gerade ausmalst. So mancher Lebensversicherer kam in den letzten jahren wegen garantierter 3%/a Wertentwicklung, die sicher zu erreichen sind (und die man durch Staatsanleihen in Südeuropa abdeckte) so ein wenig ins Trudeln, und könnte noch immer fallen... So viel zur Planbarkeit.


Insbesondere wird das System so flexibel, dass die bisherige hälftige Teilung der Vorsorge zwischen Arbeitgeber und -nehmer nun vollends auf den zweiteren abgewälzt ist, der, egal wie viel oder wenig er an Nettoeinkünften zur Verfügung hat, den immer gleichen Betrag zurücklegen muss um am Ende die gleiche Leistung zu erhalten.


Also wenn das keine Altersarmut beflügelt (denn wer im Erwerbsleben noch auf Unterstützung zur Grundsicherung angewiesen ist, der wird kaum Geld übrig haben um privat für Notlagen vorzusorgen)... Stattdessen bezahlen wir lieber Eltern dafür, dass sie nicht wieder ins Erwerbsleben zurückkehren, sondern Sozialleistungen beziehen. Ja, da bekommt doch der Wahlkampfslogan der FDP im letzten Bundestagswahlkampf eine ganz neue Bedeutung: "Arbeit muss sich wieder lohnen"; also geht nicht arbeiten, dann bekommt ihr auch (mehr) Geld von uns!...


Cyrix
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BeitragVerfasst am: 29 Okt 2012 - 16:14:06    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Nun, die private Vorsorge ist in erster Linie - wie du es so schön schreibst - individuell. Anders ausgedrückt: Jeder ist sich selbst der Nächste und der Sozialgedanke der meisten Versicherungen (viele zahlen wenig, damit der Einzelne, der durch Eintreten des Versicherungsfalls stark belastet wird, von der Gemeinschaft aufgefangen werden kann) ist ad acta gelegt.

Daneben findet auch noch eine unglaubliche Schönrechnerei an: Natürlich kann dir keiner garantieren, dass sich die Wertentwicklung so fortsetzt, wie du es dir gerade ausmalst. So mancher Lebensversicherer kam in den letzten jahren wegen garantierter 3%/a Wertentwicklung, die sicher zu erreichen sind (und die man durch Staatsanleihen in Südeuropa abdeckte) so ein wenig ins Trudeln, und könnte noch immer fallen... So viel zur Planbarkeit.


Insbesondere wird das System so flexibel, dass die bisherige hälftige Teilung der Vorsorge zwischen Arbeitgeber und -nehmer nun vollends auf den zweiteren abgewälzt ist, der, egal wie viel oder wenig er an Nettoeinkünften zur Verfügung hat, den immer gleichen Betrag zurücklegen muss um am Ende die gleiche Leistung zu erhalten.


Also wenn das keine Altersarmut beflügelt (denn wer im Erwerbsleben noch auf Unterstützung zur Grundsicherung angewiesen ist, der wird kaum Geld übrig haben um privat für Notlagen vorzusorgen)... Stattdessen bezahlen wir lieber Eltern dafür, dass sie nicht wieder ins Erwerbsleben zurückkehren, sondern Sozialleistungen beziehen. Ja, da bekommt doch der Wahlkampfslogan der FDP im letzten Bundestagswahlkampf eine ganz neue Bedeutung: "Arbeit muss sich wieder lohnen"; also geht nicht arbeiten, dann bekommt ihr auch (mehr) Geld von uns!...


Cyrix


Der Solidargedanke wird durch das Steuersystem gewährleistet. Warum willst Du das über 4 weitere Systeme ebenfalls tun, die Arbeitslosen, Kranken, Pflege, Rentenversicherung? Ist das sinnvoll? Wenn ja, erklär mir wieso.

Ansonsten erfolgt er innerhalb der Solidargemeinschaft der Gruppe der Versicherten. Neben Dir, nehmen wir mal an als Leistungsberechtigten, derzeit ca. 80 Prozent, die die Leistung nie in Anspruch nehmen werden aufgrund mangelnder Pflegebedürftigkeit, sozialverträglichem Frühableben etc etc. Nicht anders als bei Deiner Kapitallebensversicherung, Autohaftpflicht usw.

Wie planbar ist denn ein Rentenbeitrag der allein in den letzten 20 Jahren zwischen 17,5 und 20,3 Prozent vom jeweiligen ebenfalls Schwankungen unterworfenen Bruttoeinkommen fällig wurde und auf diesem Niveau nur durch monatliche Mrd zahlungen aus der Steuerkasse zu halten war? Wie stark schwankten denn die Beiträge für die KV? Für die AV? Hinzu kommt noch, dass der Beitrag in diese Kassen immer dann steigen müßte, für alle, wenn alle aber bereits unter einer konjunkturellen Tiefphase leiden. Sprich, wenn Du eh schon mit sinkenden Tariflöhnen, steigenden Steuern und hoher Arbeitslosigkeit zu kämpfen hast, müßtest Du parallel mehr an Beiträgen bezahlen. Das läßt sich durch ein Kapitalgedecktes System ausgleichen und glätten, individuell, so wieder einzelne gerade kann und möchte.

Und da kommt es wieder das Milchmädchen, nach dem Motto, ja wenn RWE den Stromnetzausbau bezahlt, brauch ich es ja nicht mehr tun. Oder wenn der Staat einspringt, bin ich ja fein raus. Ach was? Wenn Dein Arbeitgeber pleite ist, wer zahlt denn dann den vollen Beitrag für Dich? Sieh Dir doch nur mal an welche Lohnabschlüsse getätigt werden konnten, seit z.B. der Arbeitgeberbeitrag für die KV gedeckelt wurde? Irgendwann kommt bei jeder Leistung, die Du bekommen möchtest die Rechnung auch bei Dir an, in welcher Form auch immer.

>>Also wenn das keine Altersarmut beflügelt (denn wer im Erwerbsleben noch auf Unterstützung zur Grundsicherung angewiesen ist, der wird kaum Geld übrig haben um privat für Notlagen vorzusorgen)... Stattdessen bezahlen wir lieber Eltern dafür, dass sie nicht wieder ins Erwerbsleben zurückkehren, sondern Sozialleistungen beziehen. Ja, da bekommt doch der Wahlkampfslogan der FDP im letzten Bundestagswahlkampf eine ganz neue Bedeutung: "Arbeit muss sich wieder lohnen"; also geht nicht arbeiten, dann bekommt ihr auch (mehr) Geld von uns!...<<

Dein System hat uns dahin gebracht wo wir jetzt sind. Ausgeglichen wird die Alterarmut nicht durch Steuern sondern durch Privatvorsorge. Siehe die letzten Studien zu diesem Thema. Arm im Alter sind die, die privat nichts dazu tun. An uns liegt es diese Vorsorge zu ermöglichen. Wie ich Dir bereits vorrechnete war die private Vorsorge von Männern zum Beispiel bis jetzt zum Nulltarif zu haben. Zugegriffen haben aber bisher gerade mal 1,6 mio von 42 mio. Man muß sich fragen, warum eigentlich? Meine Antwort, weil es 40,4 mio Leichtgläubige gibt, die immer noch mehr hoffen als wissen, dass sich das staatliche System sicher noch irgendwie retten läßt, schließlich verspricht es ja SPD/Grüne/Linkspartei fast täglich! Nur wie weiß grad keiner! Egal, was 40 Jahre gut war kann doch jetzt nicht schlecht sein, erzähl das mal der Milch die Du grad trinken willst!
koenig_ludwig73
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Anmeldungsdatum: 30.07.2009
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Wohnort: Neuschwanstein

BeitragVerfasst am: 31 Okt 2012 - 07:03:13    Titel:

Hier mal zur Frage wem es nutzt, wenn da Tag für Tag alte Parolen unters Volk gebracht werden, wie "arm" und "ausgegrenzt" wir ja eigentlich seien.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/arbeit-im-alter-gabriel-geraet-in-der-rentendebatte-in-die-kritik-11943982.html

>>Zahl der Beschäftigten über 60 hat sich verdoppelt

„Die Zahlen sprechen eine andere Sprache“, widerspricht Carsten Pohl, Forscher am Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB). Die Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten unter den 60 bis 64 Jahre alten Arbeitnehmern von 660.000 im Jahr 2000 auf knapp 1,35 Millionen im Jahr 2011 verdoppelt hat.<<

Tja schon blöd, wenn sich sonst kaum noch Benachteiligte finden lassen, die man mit sozialen Wohltaten ködern kann. Also erfindet man einfach neue Gruppen!
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