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Schuldfrage bei einem Autounfall
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skylined
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Anmeldungsdatum: 06.07.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 14:45:15    Titel:

Doch gibt es, ergibt sich aus § 23 StVO. Allerdings ist hier auf den Einzelfall abzustellen. Wer professioneller Barfußläufer ist, hat natürlich das entsprechende Know How... bei den Schuhen oben wirds aber verdammt eng mit Know How Wink
Iwan
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Anmeldungsdatum: 08.07.2005
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 21:25:33    Titel:

Hallo zusammen!
Irgendwie finde ich die Diskussion ein bisschen theoretisch. Sicherlich ist man nicht schuldlos, wenn man wegen seiner Schuhe nicht bremsen konnte, aber das ist doch letztendlich eine Beweisfrage.

Wenn nicht mehr zu beweisen ist als die Tatsache, dass eine Unfallpartei die Vorfahrt genommen hat und die andere Plateauschuhe trug, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass letzteres sonderlich viel ausmacht.

Ist aber auf jeden Fall ein findiger Unfallgegner, wenn der den Schuhen die Schuld gibt!
skylined
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Anmeldungsdatum: 06.07.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 21:28:35    Titel:

Hmm ich denke mir das bei diesen Schuhen der Weg vom normalen Abbremsen bis zum völligen Kontrollverlust auch bei unfindigen Unfallgegnern nicht allzu weit ist... fallen schließlich schon auf die Dinger Wink
Der Unfallgegnerin ist schließlich auch das Aufbocken vom Wagen aufgefallen...
pebbels
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Anmeldungsdatum: 13.07.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2005 - 19:14:43    Titel:

Frage könnte doch sein, inwieweit das Tragen der Beispielschuhe für einen solchen beschriebenen Unfallhergang mitursächlich gewesen sein könnten.
Könnte es möglich sein, das man mit anderem Schuhwerk schneller zum stehen kommt? Dazu könnten Aufprallgeschwindigkeit und Anstoßstelle, Ausmessen des Pedalabstandes zu der Schuhbreite Aufschluß geben.
Ob Schuld oder Mit/Unschuld entscheidet eh der Richter, wobei auch eine gütliche Einigung bei Unfällen möglich ist.
Wenn man wüßte, dass eine Vollbremsung mit anderen Schuhen zur Verhinderung des Unfalls möglich gewesen wäre und moralisch gefestigt ist, könnte man sich beispielweise über Versicherungen einigen.
Andernfalls, wenn hier schon genannt wird, dass igrendwelche Rechtsvorschriften für PKWFahrer geeignetes Schuhwerk vorschreiben, dann sollte auch gesagt werden, dass man das Recht hat zu schweigen, wenn man sich selbst belasten würde.
Aus §23 STVO kann ich eine solche Vorschrift weder hernehmen noch ableiten, vielmehr ist dies speziell für LKWfahrer in anderen Gesetzen geregelt.
Nehmen wir beispielhaft an, dass ein PKW unmittelbar vor einem Zusammentstoß nochmal aufbockt, könnte das schwerlich darlegen, dass es nicht Zusammenstoß gekommen wäre, ungeachtet jedoch der Höhe des Schadens.
TravelKathy
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Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2005 - 20:20:17    Titel:

In jeder Fahrschule lernt man, dass beim Autofahren passendes Schuhwerk getragen werden muss. Weder Buffalos noch Flip Flops sind erlaubt.
pebbels
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Anmeldungsdatum: 13.07.2005
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2005 - 20:49:05    Titel:

Ja die liebe Fahrschule, die müssten es wissen; aber:
der § 23StVO dürfte die Schuhdebatte im speziellen nicht regeln, vielmehr könnte auf regeltatbestand des § 1(2) STVO gestellt werden.
Hiervon ausgenommen bleibt, dass der BGH bereits Urteile ähnlicher Dinge getroffen hat.
Letztlich dürfte jedoch, wie auch sonst im jeden Einzelfall darauf abzustellen sein, ob Schuhe oben gezeigter Art mitursächlich zum Unfall/Schäden waren.
TravelKathy
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Anmeldungsdatum: 01.07.2005
Beiträge: 15

BeitragVerfasst am: 13 Jul 2005 - 20:55:16    Titel:

Eine Vorschrift über spezielles Schuhwerk beim Autofahren gibt es nicht. Jedoch ist solches Schuhwerk zu wählen, welches ein sicheres und uneingeschränktes Bedienen des Fahrzeuges ermöglicht. Da dürften die Damen an ihre Grenzen kommen Smile
Solange nichts passiert, wird auch kein Richter einschreiten. Im Schadensfall kann es aber durchaus zu Schuldsprüchen kommen, wenn das Schuhwerk als begünstigender Faktor dazukommt. Für den Dienstherrn kann das eine entscheidende Frage für Regressforderungen werden.
Mirja
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Anmeldungsdatum: 04.07.2005
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2005 - 16:19:20    Titel:

Zitat:
In jeder Fahrschule lernt man, dass beim Autofahren passendes Schuhwerk getragen werden muss. Weder Buffalos noch Flip Flops sind erlaubt


@TravelKathy: Sorry, ich muß Dir widersprechen.

Man muß geschlossenes Schuhwerk tragen. Aus diesem Grund sind Flip-Flops und Sandalen nicht erlaubt.

Bei den Buffalos habe ich aber eigentlich festen Halt, der Fuß kann nicht aus dem Schuh rutschen. Für mich sind sie ganz normale Schuhe.

Mirja
Whoooo
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Anmeldungsdatum: 08.06.2005
Beiträge: 8988

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2005 - 16:58:06    Titel:

wie die rechtslage aussieht kann ja strittig sein.. aber du wirst wohl zugeben, dass die buffalos offensichtlich kein geeignetes schuhwerk zum autofahren sind. ich will hier nicht den teufel an die wand malen, aber stell dir vor, dir wäre statt des autos ein kind vor die räder gekommen. du kannst froh sein, dass es nur ein blechschaden ist.
ich hoffe, du hast daraus gelernt und ziehst die dinger nicht mehr zum autofahren an. auch wenn du es dürftest.
JuraSB
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Anmeldungsdatum: 14.07.2005
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 15 Jul 2005 - 17:07:15    Titel:

Hallo,
also im Grundsatz stimme ich damit überein, dass deine Schuhe ein gewisses Maß an Teilschuld für diesen Unfall nach sich ziehen kann. Sicherlich hat der Autofahrer sich mit ordentlichem Schuhwerk auszurüsten, denn du gefährdest ja an vielen Stellen und bist natürlich auch für Auffahrunfälle mit solchen Schuhen anfälliger wenn du an den Pedalen hängen bleibst. Wenn man den § 23 StVO teleologisch extensiv (also dem Zwecke nach weit) auslegt, dann ist dein Schuhwerk sicherlich erfasst.
Andererseits musst du auch sehen, dass es zu diesem Unfall nicht gekommen wäre, wenn dir nicht die Vorfahrt genommen worden wäre. Und dies wiegt doch wesentlich schwerer als dein Schuhverstoß (§8 II StVO)!
Somit wird dich nach meiner Ansicht eine Teilschuld im niederen Bereich treffen ... sofern es überhaupt zu einem Verfahren kommt. Und selbst wenn, so kann dieses auch gütlich, d.h. durch Vergleich beendet werden. Deshalb keine Panik ... und vorallem: Dummheit kann man das, was du getan hast nicht nennen: Es gibt auch genügend Juristinnen und Juristen die aufgrund falschen Schuhwerks Unfälle bauen. Smile
Kopf hoch! Im schlimmsten Fall wird dein Anwalt versuchen, das beste für dich rauszuholen!
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