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Schulmathe und FH-Mathe, gleich?
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konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 26 Dez 2012 - 20:03:51    Titel:

es gibt viele wing-studiengänge mit unterschiedlichen gewichtungen dieser zwei bereiche. da gibt es die vertiefungen maschinenbau, elektrotechnik, bauingenieurwesen, produktion und logistik, vertrieb usw. . diese sind dann teilweise sogar noch unterteilt in informationstechnik, energietechnik, nachrichtentechnik (hochschule hannover mit 75% technik und 25 % bwl) oder am kit in karlsruhe, wo man informatik, bwl, vwl und ingenieurwesen fast gleichermaßen verteilt lernt. an der tu darmstadt ist es dann sehr auf informationstechnik ausgerichtet. das sind wohl die extremsten beispiele. meist gibt es eine 50/50 oder 60/40 gewichtung.
dann gibt es noch studiengänge wie technische bwl.

informier dich also tiefergehend, also zumindest das modulhandbuch gründlich lesen, vielleicht eine pro-/kontra-liste führen oder auch mal in eine vorlesung setzen. beispielsweise scheitern viele am programmieren (bei uns zumindest) und dazu brauch man bloß einen pc, also du könntest dir ein programmierbuch (java oder c) für einen 10er bei amazon holen und rumprobieren, ob dir etwas derartiges gefällt.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 26 Dez 2012 - 23:51:27    Titel:

konstantin87 hat folgendes geschrieben:
beispielsweise scheitern viele am programmieren (bei uns zumindest) und dazu brauch man bloß einen pc, also du könntest dir ein programmierbuch (java oder c) für einen 10er bei amazon holen und rumprobieren, ob dir etwas derartiges gefällt.


Wenn man so herangeht, ist das Scheitern fast schon vor-programmiert... Wink


Die meisten kommen mit der Art die Aufgaben, die durch das zu schreibende Programm gelöst werden sollen, bzw. viel mehr der Art und Weise der strukturierten Lösung dieser nicht klar.

Der Rechner ist eben so dumm, dass man ihm alles Schritt für Schritt erklären muss. Er ist nur unglaublich flink in dem, was er tut. Aber was er nun machen soll, ist ihm haarklein darzulegen; und er macht dann auch genau das, was man ihm gesagt hat (auch wenn es offensichtlich Blödsinn ist und man was anderes gemeint hat [z.B. der Standard-Fehler in C-Dialekten mit dem fälschlicherweise verwendeten Zuweisungs-Operator = , wenn man eigentlich den Vergleichs-Operator == gebraucht hätte]...)


Es benötigt hierfür schon ein gewisses Abstraktionsvermögen, welches man in Mathe erlernen sollte. Und zwar dann, wenn es nicht um das einfache Ausrechnen o.Ä. geht, sondern um das Analysieren und Lösen komplexerer Probleme.


Cyrix
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 00:03:18    Titel:

also mein ehemaliger mitbewohner ist trotz vorlesung und übung an der c-klausur gescheitert, aber hat im folgenden semester mit einer guten note bestanden, nachdem er das buch "C: Programmieren von Anfang an" alleine durchgearbeitet hat und auf die vorlesung komplett verzichtete. dann war alles super klar für ihn.

das buch richtet sich im übrigen auch nicht nur an studenten. der autor geht mit einem verschiedene programme wirklich stück für stück im detail durch.

warum sollte man zuhause nicht schon etwas üben können? ich sehe jetzt kein fach, dass mich zuvor großartig auf das programmieren vorbereitet hätte. informatiker programmieren doch auch ohne je studiert zu haben, selbst in guten informatik-kursen in der schule wird schon damit begonnen.
er muss ja kein komplexes problem analysieren und lösen, sondern irgendetwas simples reicht doch schon um zu erkennen, ob einem programmieren gefällt.
rohbart
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Anmeldungsdatum: 07.11.2006
Beiträge: 534

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 01:30:28    Titel:

Thema Fleiß: Viele Leute tun nur genau das, was nötig ist.
Ein guter Freund von mir ist von der Realschule aufs Gymnasium gewechselt. Auf der Realschule hat er kaum gelernt, brauchte er ja auch nicht, um die Klausuren zu bestehen. Auf dem Gymnasium kam dann der Schock, er musste lernen...und hat es dann auch getan, sonst wäre es ja schief gelaufen. Dann hat er Geoingenieurswesen angefangen und auch da relativ wenig gelernt (verglichen zum jetzigen Maschinenbaustudium). Hatte ja gereicht...jetzt haut er rein wie sonst was und kommt auch relativ gut klar.
Deshalb, Erdbeerstern, probiere es einfach aus und gut ist. Sollten dir dann im Studium die Grundlagen fehlen, dann ist das auch wurscht: Wenn du merkst, dass du es schaffst, dich auf deinen Hintern zu setzen und zu lernen, kannst du dich ja erstmal um die Grundlagen kümmern und dann mit einem oder zwei Semestern Verspätung richtig durchstarten.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 02:22:41    Titel:

@konstantin: Der Thread-Autor wiederholt gerade den Umgang mit den Grundrechenarten. Da dürfte es nicht viel Sinn haben sich über Algorithmen und deren Umsetzung in der jeweils betrachteten Sprache zu unterhalten.

Btw: Mathe sollte dich aufs Programmieren vorbereitet haben. Einige Algorithmen hast du da kennen gelernt, ohne dass dieser Name genannt wurde So z.B. das Lösen linearer Gleichungssysteme, oder aber das Sieb des Erathostenes (irgendwo in Klasse 5 oder 6)...

Cyrix
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 10:25:31    Titel:

nur das ich c-programmierung im ersten semester parallel zu mathe hatte und der neffe eines kumpels bereits im alter von 14 selbstständig programmiert Rolling Eyes

wenn ich von simplen programmen rede, dann meine ich das auch. das er bei den grundrechenarten anfängt, heißt nicht, dass er nichts anderes begriffen hat, wie käme er sonst auch in die oberstufe?

das wird jetzt aber auch zu offtopic. ich habe das buch gelesen, es ist wirklich simpel. da ist nichts abschreckendes drinne. schöne feiertage noch.
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 27 Dez 2012 - 11:46:42    Titel:

Keine Sorge, ich hab mir auch mit 10 Jahren auto-didaktisch BASIC beigebracht (und das hat mir meinen Programmier-Stil für Jahre versaut; Stichwort GOTO. Wink ). Klar geht das, aber die Fähigkeit zu strukturiertem Denken muss da sein.

Wenn jemand entsprechende Probleme mit der Erfassung komplexerer Strukturen in Mathe hat, dann würde ich ihm jedenfalls nicht empfehlen einfach mal so in einem Buch zur Einführung in eine Programmiersprache (und schon gar nicht in C *)) herumzublättern. Da wird man nämlich nur von Syntax erschlagen; und die Semantik dahinter bleibt verborgen. Alles wirkt eher wie ein chinesischer Text: Man kann zwar erahnen, was da passieren soll, aber richtig verstanden hat man es nicht (was sich zeigt, wenn man den Spaß selbst anwenden soll).

*): C und auch C-Dialekte sind keine gute Einstiegssprache. Dazu sind sie einfach noch zu Maschinen-nah. Insbesondere in der Pointer-Arithmetik ist man schnell verloren. Auch halte ich die OOP von C++ und C# nicht gerade einfach zu durchdringen und würde eher darauf setzen erst einmal grundlegende Programmier-Konzepte wie Wiederholungs- und Verzweigungs-Strukturen, oder aber überhaupt prozedurales Programmieren zu verstehen. Das fällt den meisten schon schwer genug... (Glaub mir, ich hab schon einigen Schülern das Programmieren beibringen dürfen; und an der Schwelle der Abstraktion, die ich oben beschrieb, hadern nicht wenige.)

Insofern halte ich mittlerweile Python für eine sehr ordentliche Einstiegssprache: Man kann ohne großen Overhead (wie man ihn z.B. in Delphi oder Java hat; man müsste nämlich erst einmal OOP verstehen, bevor man auch nur das kleinste Programm a'la Hello World durchdringen kann) direkt einsteigen, hat kein allzu großes Sprach-Vokabular, was man für die ersten Programme benötigt, ist aber nicht darauf limitiert und kann später leicht Objekt-Orientierung einführen.

Wenn es dann später um Perfomance geht, sollte man zu C-Dialekten umsteigen. (Steht die Plattformunabhängigkeit im Vordergrund, ist Java wohl die erste Wahl.) Aber als Einstieg in die Welt der Programmierung ist das eher viel zu komplex.

Cyrix
hav0c
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Anmeldungsdatum: 04.05.2012
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2012 - 17:48:01    Titel:

Erm.. du kannst doch nicht ernsthaft überlegen Physik zu studieren, wenn du schon bei Parabeln (das macht man doch nicht in der Oberstufe) nur mit 2,x rechnest.
Ansonsten ist selbst BWL-Mathe an einer Uni nicht viel über Mathe-LK-Gymnasium-Niveau (NRW). Kein Vergleich zu HöMa bspw.
xerex
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Anmeldungsdatum: 03.12.2008
Beiträge: 421

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2012 - 20:31:17    Titel:

@Erdbeerstern:

Damit du eine Orientierungshilfe was den Schwierigkeitsgrad angeht bei Mathe-Prüfungen hast, hier ist ein Beispiel.

Mathe-Klausur an der Uni für technisch ausgerichtete- , Physik-, Mathematik -Studiengänge. Hier finden die Vorlesungen zusammen statt, sowie die Prüfungen.

Die Durchfallquote bei Mathe 1+2 (Prüfung findet am Ende des 2. Semesters statt) beträgt irgendwo zwischen 50 und 80%. Meistens aber liegt diese oberhalb von 60%. An der Prüfung nehmen gleichzeitig über 700-900 Studenten teil.

Die Mathe-Vorlesungen und -Prüfungen für wirtschaftlich ausgerichtete Studiengänge finden getrennt von den technischen statt, und sollen deutlich leichter sein.

Es gibt immerhin zwei schriftlische Versuche und einen mündlichen. Nicht destotrotz brechen an der Uni ca. 60-70% der Studenten ihr Studium ab, weil sie an Math 1+2 scheitern.

Ach ja, die Klausuren zählen als bestanden ab einer Note 4,0 aufwährts. Wink
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24256

BeitragVerfasst am: 29 Dez 2012 - 20:57:24    Titel:

Nuja, die Durchfallquoten sagen wenig über den Schwierigkeitsgrad. Ich kann leicht eine Klausur erstellen, die nur den behandelten Stoff abprüft, aber um die 90% durchfallen. Was allerdings erfahrungsgemäß kaum zu machen sein dürfte, ist eine Bestehensquote von 90%. Man kann sogar die Aufgaben i.W. schon vorher veröffentlichen; trotzdem gibt es einen gewissen Anteil der Studierenden, die auch diese Hilfestellung nicht wahrnehmen, und dann auf die Nase fallen...

Cyrix
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