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Prüfungsanspruch verloren - was ist jetzt noch möglich?
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cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2012 - 14:28:07    Titel:

Einen Weg suchen sein Ziel dennoch zu erreichen: Klar. Nicht einzusehen, dass es zumeist an einem selbst liegt, wenn man eine Prüfung zwei mal nicht bestanden hat, ist nur Selbstbetrug.

Glaubt ihr allen Ernstes, dass in der Schule nie jemand eine schlechtere Note erhält, als er sich gewünscht hätte? Und was dann? Die Moral, die hier vermittelt wird, ist nicht etwa, dass man eben sich anstrengen muss um sein Ziel zu erreichen, sondern dass eine Klage das schon richtet.


Was soll das?


Fachwechsel oder Härtefallanträge sind hier vielleicht gangbare Wege (der zweite, sollten die offenbar zu schlechten, erbrachten Leistungen durch höhere Umstände wie z.B. Unglücksfall in der Familie, Krankheit o.ä. bedingt sein). Eine Klage ist es in den allermeisten Fällen, in denen jemand einfach nur zu schlecht war, nicht. Denn besser wird man durch die Klage auch nicht, nur die Anforderungen sollen offenbar für einen nicht gelten. Wie das zu einem angehenden Lehrer passt, ist mir vollkommen unklar...


Cyrix
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Anmeldungsdatum: 04.12.2012
Beiträge: 7

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2012 - 19:45:32    Titel:

Ein Mensch liegt am Boden, er ist ganz unten angekommen. Sei es aus eigener Schuld oder Fremdverschulden, das spielt hier keine Rolle. Es gibt Mitmenschen, die diesem Menschen die Hand reichen und sagen: "Komm, ich helfe dir wieder auf die Beine." Und es gibt diejenigen die sagen: "Bleib bloß liegen! Solche Versager wie dich braucht die Gesellschaft nicht - aber Fußabtreter kann man immer benötigen..."

Rate mal zu welcher Sorte Mitmenschen du gehörst?
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 06 Dez 2012 - 20:26:43    Titel:

Sorry, aber auch das ist Quark.

Wer erst einmal die Schuld bei anderen sucht ("verklagen") anstatt sich selbst bei Versagen zu hinterfragen, ist kein Opfer, als dass du dich hier zu stilisieren versuchst.


Ja, du solltest Wege finden deinen Traum fürs Lehramt noch zu verwirklichen!

Aber das geht nicht dadurch, indem du dich selbst belügst, und nicht wahr haben willst, dass in erster Linie DU Verantwortung für dein Leben, und was du daraus machst (z.B. eine Prüfung nicht zu bestehen), trägst. Klagen willst du. So? Gegen wen und vor allem Warum? Was hat der Mensch, der dich durch die Prüfung hat fallen lassen, denn falsch gemacht?!


Klar ist es bitter, wenn man nicht erreicht, as man sich vorgenommen hat. Glaub mir, ich weiß sehr genau, wovon ich spreche. Aber man muss doch auch einfach mal einsehen, dass nicht per se die Anderen daran Schuld sind, wenn es nicht so läuft, wie geplant.


Wie gesagt: Nehmen wir mal an, das Ganze geht so durch, wie du das hoffst. Wie gehst du dann mit Schülern um, die du durchs Abitur fallen lassen musst, weil sie einfach nicht die notwendige Leistung erbracht haben? Sagst du denen dann "Ach komm, nimm dir nen Anwalt und verklage mich; so hab ich mein Studium auch geschafft"?!



Sinnvoller wäre es wohl, wenn man in sich geht, und erst einmal verarbeitet, was es denn bedeutet, dass man diese Prüfung vermasselt hat. Woran lag es?

Und DANN kann man nach Wegen suchen, wie man damit umgeht. Kann ich die Fächerkombination vielleicht wechseln/ das Fach "nur" als drittes Fach belegen? Kann ich Lehrer werden, ohne dass mir diese SELBST verbaute Prüfung den Weg abschneidet?

Oder bin ich vielleicht doch nicht fürs Lehramt geeignet? Immerhin bescheinigt mir diese Prüfung, dass ich was Wesentliches nicht hinbekommen habe... War das wirklich meine Leistungsfähigkeit, die da aus meiner Sicht realistisch eingeschätzt wurde, oder kann ich das Ganze ehrlich besser machen? Wenn ja, gibt es alternative Wege zum Lehramt? Wenn nein, was will ich eigentlich? Und was kann ich eigentlich, wenn ich mal ehrlich zu mir bin?!



Mit Niederlagen muss jeder fertig werden. Aber einfach nur aus dem Grund heraus, dass ein Traum zumindest auf den ersten Blick zu platzen droht, andere Leute anzuklagen (ohne auch nur einen Grund für mögliches Fehlverhalten dieser Personen nennen zu können), halte ich für keine sinnvolle Problembewältigungsstrategie. Und, @NPhard: Rechtsstaat heißt, dass jeder klagen darf; nicht aber, dass jede Klage auch gerechtfertigt ist.

Um nicht mehr und auch nicht eniger geht es: Sich selbst zu hinterfragen bringt auf lange Sicht einem deutlich mehr als sich zu belügen und die Schuld per se immer bei den Anderen zu suchen.


Cyrix
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 11:48:07    Titel:

Also erstmal möchte ich cyrix42 zustimmen!
Du hast uns die Gründe für dein Versagen nicht genannt, daher können wir uns kein Bild machen bezüglich des Verschuldens. Es läuft nunmal nicht immer alles glatt im Leben! Das ist völlig normal und kann passieren. Sehr ärgerlich, ist aber so! Die Bestimmungen sagen nunmal, dass man nach dem zweiten Fehlversuch durchgefallen ist. Und das geschieht meist durch eigenes Verschulden. Mich nervt es irrsinnig, dass jeder der im Leben mal scheitert mit Klage droht und die Schuld generell bei den anderen gesucht wird.
Nichtsdestotroz kann ich deinen Ärger natürlich nachvollziehen. Ich an deiner Stelle wäre auch am Boden zerstört, wenn man so kurz vor dem Ziel scheitert. Ob eigenes Verschulden oder nicht ist dann mal nebensächlich. Aber ich an deiner Stelle würde eher über Umwege zum Ziel gehen, als wild drauf los zu Klagen!
Was wäre denn, wenn du Spanisch komplett streichst? Du könntest doch versuchen dein Nebenfach zum zweiten Hauptfach zu machen? Ich kann dir nicht genau sagen, wie und ob das funktioniert. Vielleicht müsstest du nochmal an die Uni und weitere Scheine sammeln und ggf. nochmals eine Prüfung machen.
Aber das wäre doch der bessere Weg zum bestandenen Examen. Bestimmt kannst du dir Sachen aus Europ. Kunstgeschichte anrechnen lassen für das Fach Kunst. Was dir dann noch an Scheinen und Prüfungen fehlt musst du halt
nachholen. Parallel könntest du dich um eine Vertretungsstelle an einer Schule bemühen. Mit deinen Fächern sicherlich nicht ganz so einfach, aber durchaus machbar! Dann hast du an der Schule wenigstens schonmal einen Fuß in der Tür. Und da du nur noch das eine Fach machen musst, hättest du ja sicherlich auch genug Zeit nebenbei. Denn Schulen gibt es genug, die Studenten unterrichten lassen. Da musst du bei deinen Fächern nunmal Klinken putzen gehen um eine Stelle zu finden. Am besten du erkundigst dich an nicht-staatlichen Schulen, denn diese setzen nicht unbedingt das Staatsexamen voraus.
surfdozi
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Anmeldungsdatum: 28.04.2012
Beiträge: 105

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 12:07:53    Titel: Alternativen

Als Alternative zum Staatsexamen gibt an vielen Hochschulen/Unis noch Studiengänge wie Bildungs- und Erziehungswissenschaften (von Vollfach bis 2- bzw. 3-Fach-Komplementärfächern) oder den Nachfolger des Behindertenpädagogik-Diploms. Die Anrechnungsmodalitäten sind - wie auch die Studiengänge überall unterschiedlich geregelt, bieten aber ggf. für dich gute Möglichkeiten, zumindest einen Teil deiner bisher erbrachten Leistungen zu verwerten. Als Absolvent hat man dann Chancen bei den unterschiedlichen Bildungsträgern z. B. als Lehrkraft im Bereich der Aus- und Weiterbildung ...
Luna123
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Anmeldungsdatum: 04.05.2007
Beiträge: 754

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 12:38:30    Titel:

Ah stimmt!
Also an meiner Uni wird der Studiengang "Entwicklung und Inklusion" angeboten.
Vielleicht wäre das was für dich? Ich geb dir mal den Link:
http://www.uni-siegen.de/fb2/pdi/
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 13:20:17    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:

Interssant, was für ein Bild du zukünftigen Schülern vermitteln willst: Wenn sie ne Klausur bei dir versemmeln, sollten Mami und Papi mit dem Anwalt kommen, dann kann man da noch was richten.


Cyrix


Wenn der Anwalt etwas findet, was nicht "regelkonform" bewertet wurde, dann hat das auch seine Berechtigung.
Es wird hier immer so getan als wenn Anwälte eine "Brechstange" sind, die unfaire Bedingungen schaffen. Das ist fernab der Realität, zumindest dann wenn sich die Gegenpartei nicht auf einen "Vergleich" einlässt.

Es ist durchaus legitim gegen "regelwidrige" Tatbestände vorzugehen. Ob so einer vorliegt kann doch hier keine beantworten.
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 13:22:35    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:
Rechtsstaat heißt also der Prüfer ist Schuld, wenn man durchgefallen ist?

Cyrix



Wenn er falsch bewertet hat, dann ja!
cyrix42
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Anmeldungsdatum: 14.08.2006
Beiträge: 24257

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 13:38:17    Titel:

Elijah hat folgendes geschrieben:

Wenn der Anwalt etwas findet, was nicht "regelkonform" bewertet wurde, dann hat das auch seine Berechtigung.


Dem widerspricht ja auch keiner... Aber lies mal oben nach: Es wird - trotz mehrfacher Nachfrage - kein Fehlverhalten des/der Prüfer moniert, gegen welches vorgegangen werden soll, sondern "nur" das Ergebnis.

Der Prüfer hat sich also - nach allem, was wir hier zu lesen bekamen - zu schulden kommen lassen, dass er den Thread-Ersteller durchfallen lassen hat.


So, und nu?



Zitat:

Es wird hier immer so getan als wenn Anwälte eine "Brechstange" sind, die unfaire Bedingungen schaffen. Das ist fernab der Realität, zumindest dann wenn sich die Gegenpartei nicht auf einen "Vergleich" einlässt.


Anwälte sind DANN nur eine Brechstange, wenn es eigentlich nichts zu kritisieren gibt, man aber dennoch gegen das Ergebnis vorgehen will.


Nochmal: Wenn ich der Meinung bin, da ist etwas falsch gelaufen, weil z.B. die Prüfungsdauer nicht eingehalten (und mir zu wenig Zeit gegeben) wurde, dann sehe ich - nach vorheriger Diskussion mit den relevanten Stellen - auch Rechtsbeistand nicht als etwas Schlechtes an.

Wenn aber die Hauptmotivation ist, einfach nur das Ergebnis korrigieren zu wollen, ohne überhaupt einen Grund nennen zu können, weshalb da andere und nicht man selbst was falsch gemacht haben, DANN ist das Drohen mit dem Anwalt und der Klage ziemlich vorgeschobene Selbsttäuschung.

Zitat:

Es ist durchaus legitim gegen "regelwidrige" Tatbestände vorzugehen. Ob so einer vorliegt kann doch hier keine beantworten.


Nun, offenbar kann man aber sagen, dass man klagen will, ohne sagen zu können, wogegen eigentlich. Natürlich kann nur der Threadersteller beantworten, wo denn seiner Meinung nach eine Regelwidrigkeit vorgelegen haben soll. Aber da weigert dieser sich ja recht partout, was für mich den Verdacht aufkommen lässt, dass da eigentlich keine vorliegt, sondern einfach mal wild drauf los geklagt werden soll...


Cyrix
Elijah
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Anmeldungsdatum: 25.03.2005
Beiträge: 752

BeitragVerfasst am: 07 Dez 2012 - 14:37:53    Titel:

cyrix42 hat folgendes geschrieben:



Nun, offenbar kann man aber sagen, dass man klagen will, ohne sagen zu können, wogegen eigentlich. Natürlich kann nur der Threadersteller beantworten, wo denn seiner Meinung nach eine Regelwidrigkeit vorgelegen haben soll. Aber da weigert dieser sich ja recht partout, was für mich den Verdacht aufkommen lässt, dass da eigentlich keine vorliegt, sondern einfach mal wild drauf los geklagt werden soll...


Cyrix


Wenn sein Rechtsbeistand etwas findet, dann war es aus meiner Sicht auch moralisch gerechtfertigt. Berechtigt ist der Kläger ohnehin dazu.

__

Ich persönlich halte ein solches Vorgehen - im Regelfall - für wenig erfolgsversprechend. Ich kenne einen Fall wo ein "Geexter" erfolgreich gegen eine (nicht) bestandene Prüfungsleistung vorgegangen ist. Das Problem dabei ist aber, dass in diesem Fall die Ursprungsbehörde (die Prüfungskammer) die Korrektur vornimmt. Die kann dann das Ergebnis lediglich "anders" begründen und die "Note" bleibt wie sie ist. Das geht besonders in den geisteswissenschaftlichen Disziplinen sehr "leicht", da hier oft der Bewertungsspielraum ziemlich weit sein dürfte.

Das zeigt wiederum für mich das Potential für "Willkür", gerade bei Leistungen die zwischen zwei Noten (z. B. vier oder fünf) stehen. Das ist aber nur mein persönliches Empfinden! Ich wüsste für diese Problematik auch keinen sinnvollen (fernab von Multiple-Choice-Klausuren) Lösungsansatz.


Zuletzt bearbeitet von Elijah am 07 Dez 2012 - 16:05:36, insgesamt einmal bearbeitet
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