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Duales Studium vs. Vollstudium - Ja, schon wieder :P
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Foren-Übersicht -> Studium allgemein -> Duales Studium vs. Vollstudium - Ja, schon wieder :P
 
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HolySchmitt
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Anmeldungsdatum: 29.01.2013
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 29 Jan 2013 - 21:30:39    Titel: Duales Studium vs. Vollstudium - Ja, schon wieder :P

Hallo Leute,

für diese Frage habe ich mich nun extra angemeldet, da sie mir verständlicherweise viel Kopfzerbrechen bereitet. Da ich hier schon ziemlich viel gelesen habe, ist mir auch klar, dass derartige Diskussionen und Schwanzlängenvergleiche immer wieder auftreten.

Dennoch hoffe ich auf produktive Antworten, ganz besonders von denjenigen, die da mitreden können (wenn ich das richtig verstanden habe und diejenigen nicht nur Müll geschrieben haben, sind hier ja durchaus auch einige Dozenten und erfolgreiche Absolventen aktiv).

Tja, worum gehts?

http://www.fh-dortmund.de/de/studi/fb/4/lehre/swt_dual/index.php

Ich möchte in Dortmund in Richtung Informatik studieren. Statt eines Vollstudiums hat mich ein Freund auf SWT gebracht und...tja, so hab ich mich beworben und wurde genommen.
Der Ausbildungsvertag ist unterschrieben (jaja, ich weiß, ich hätte es mir vorher so gründlich überlegen sollen, wie ich es jetzt tue, aber nun ist es halt so; außerdem ist er nicht bindend, solange ich nicht das Studium antrete), deshalb ist wohl verständlich, dass ich besonders gründlich über eine Umorientierung nachdenke.

Wo ist mein Problem?

Nun, ich bin jemand mit hohen Zielen. Zwar muss es kein Vorstandssitz bei Microsoft sein (den ich ohnehin für sehr unwahrscheinlich halte, egal mit welchem Abschluss), aber etwas mehr als Teamleiter/Projektleiter sollte schon irgendwann drin sein. Der Arbeitsplatz sollte halt möglichst "sicher" sein.

Dual - da gibts ja viele Vorurteile. Zwar ist es an einer FH, aber naja.

http://www.fh-dortmund.de/de/studi/fb/4/lehre/swt_dual/medien/ModulhandbuchSWTdual_Mai2011.pdf

Das Modulhandbuch sieht ja sehr spezialisiert aus und ich zweifle doch sehr daran, dass ich überhaupt nur einen Master-Platz in angewandter Informatik bekommen würde, wie das TU-Dortmund Modulhandbuch für den Bachelor zeigt:

http://www.cs.tu-dortmund.de/nps/de/Studium/Ordnungen_Handbuecher_Beschluesse/Modulhandbuecher/Bachelor_AI/index.html

Glücklicherweise wurde mir aber von der Beratung gesagt, dass ich mit dem SWT-Bachelor den Informatik-Master an der FH studieren kann. Das kommt mir auch entgegen, da ja der SWT-Studiengang wohl weitaus weniger bekannt ist als Informatik.

Wie sieht es damit aus? Macht ein Master in Informatik Sinn, wenn man daran denkt, dass ich auch ins tiefe/mittlere/obere-mittlere (Very Happy) Management möchte?
Ich weiß, dass es hauptsächlich um meine Leistung und meine Persönlichkeit geht, aber wie sieht es formal aus? Hab ich da gegen frische Uni-Master eine Chance? Und nach einigen Jahren Berufserfahrung? Schwindet da die Bedeutung des Abschlusses für eine Bewerbung gänzlich oder wird trotzdem noch zumindest formal geschaut, ob man einen Master hat, wenn man sich auf eine leitende Position bewirbt?

Und wie sieht das mit dem Lebenslauf aus? Sieht es da komisch aus, wenn ich nach einem dualen Studium nen Master evtl. Vollzeit dranhänge (er wurde nicht ausgeschlossen, aber auch nicht explizit zugesichert)?

Ich bin (leider) Theoretiker und Praktiker. Ich kann gut praxisorientiert arbeiten, aber ich möchte auch wissen, warum ich etwas tue (weshalb eine Ausbildung für mich wegfällt). Ich kann gut mit Mathe und abstrakten Beweisen (habe auch gelegentlich Spaß dran), aber wenn es total den Bezug zur Realität verliert und ich keinen Nutzen daraus ziehen kann, ist es auch wieder käse Very Happy Jaja, ich bin schwer zu vermitteln. Ich sei genau zwischen Uni und FH, wurde mir gesagt.

Freizeit ist zweitrangig. Ich bin mir im Klaren, dass ein duales Studium viel Zeit kosten kann. Zudem kann ich abstrakten Stoff eigentlich gut aufnehmen und für die Klausuren werde ich ohnehin von der Arbeit freigestellt.

Einziges Kriterium sind also Perspektiven. Dass ich eine hohe Übernahmewahrscheinlichkeit habe, ist mir klar. Aber was ist danach? Aufstiegschancen? Gehalt? Lassen sich da zumindest gewisse Tendenzen erkennen? Die Chancen bei Übernahme sind (auch weil Mittelstand) erstmal egal, es geht um die Chancen bei einem AG-Wechsel (evtl. auch zu einem Konzern).

Macht ein Vollstudium für mich mehr Sinn?
Ich bin ratlos Sad


Oh, mein Abischnitt wird sich zwischen 1,4 und 1,7 bewegen, falls das hilft.
HolySchmitt
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Anmeldungsdatum: 29.01.2013
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2013 - 20:49:55    Titel:

Hat wirklich keiner eine Idee?

Wie sieht es eigentlich mit Branchen-Abhängigkeit aus? Kann man sich im Nachhinein auch noch in andere Informatik-Richtungen orientieren? z.B. Technische Informatik?
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2013 - 21:21:12    Titel:

Kinners, was soll man euch da raten? So ein Thread kommt dreimal die Woche...

Einen Aufstieg ins mittlere Mangement eines Konzerns kannst du nicht planen.
Du kannst mit einem dualen Studium Glück haben und in einer mittelständischen Firma ganz nach oben kommen. Du kannst nach einem Universitätsstudium als einfacher Entwickler irgendwo im Keller enden. Du kannst mit nem dualen Studium Sachbearbeiter bleiben und du kannst mit nem Universitätsstudium ganz nach oben klettern...

Vorteil des dualen Studiums ist:
Du hast von vornherein Praxis, verdienst Geld und wirst danach zu guten Konditionen übernommen.
An der Uni hast du halt erstmal viel, viel Theorie, die es auch wirklich in sich hat... und die du später halt nie wieder brauchst...

Als Masterabsolvent wirst du mit ein bißchen mehr Geld einsteigen. Ob das allerdings die 2 Jahre mehr Studium wert ist, sei dahingestellt...

Fazit:
Es gibt keinen Königsweg und genau deswegen kann dir da auch keiner was raten...
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 01 Feb 2013 - 22:57:46    Titel:

ich würde das gerne noch bestätigen:

Zitat:
Die vermeintliche Erfolgsformel - BWL- oder Jura-Studium gleich erfolgreiche Karriere -, an die nach wie vor viele unschlüssige Erstsemester glauben, scheint nicht aufzugehen. Nur 13 von 30 Dax-Vorstandsvorsitzenden sind Betriebswirte oder Juristen. Fast ebenso viele, nämlich 14, haben einen Abschluss als Ingenieur oder Naturwissenschaftler. Drei brachten es sogar ganz ohne Hochschulexamen an die Spitze.


http://www.karriere.de/karriere/ingenieure-an-die-macht-6813/
HolySchmitt
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Anmeldungsdatum: 29.01.2013
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2013 - 17:36:58    Titel:

@xmisterDx

Ich wollte keinesfalls sagen, dass ich eine Management-Karriere planen will, sorry!
Es ging mir eher darum, ob es tatsächlich für Bachelor-Absolventen eine Art gläserne Decke gibt.
Weil ich halt den Master nicht zugesichert bekommen habe und wenn ich dafür aus dem Beruf raus müsste, weil ich ihn nicht berufsbegleitend machen darf, wäre das doch auch irgendwie ein verkorkster Lebenslauf, oder nicht? Weil duales Studium -> Vollzeit Master; sieht das nicht so aus, als wüsste ich nicht, was ich will? :<

Vielleicht kann mir hier auch ein dualer Student sagen, wie einfach oder schwer es mit dem Studium war, den Arbeitgeber zu wechseln? Und inwiefern man noch gewisse Freiheiten hat, sich anders zu orientieren in Bezug auf die Branche?
Ich hab den Vertrag bei einem IT-Dienstleister im Bereich Forderungs- und Rechnungswesen und irgendwie Angst, dass eine Orientierung in andere Richtungen wie Embedded Systems später nicht mehr möglich wäre.

@konstantin:

Naja, das beantwortet es nicht wirklich. Das sagt halt, dass man nicht BWL studiert haben muss, um Manager zu werden. Allerdings sagt es nichts dazu, wie es um die akademischen Grade steht.
xmisterDx
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Anmeldungsdatum: 11.11.2008
Beiträge: 7571

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2013 - 18:46:16    Titel:

<-- Lebenslauf:

- Schule bis 12. Klasse (11. Klasse wiederholt), Abitur geschmissen
- Ausbildung Mechatroniker (da war ich 20)
- 10 Monate als Facharbeiter gearbeitet, gekündigt
- Studium angefangen (da war ich fast 24)
- Praktikum an der FH in einem Entwicklungsprojekt angefangen, kurz vor Bachelorarbeit abgebrochen
- Praktikum in einem Konzern gemacht, Bachelorarbeit geschrieben und dort eingestellt worden (Außendienst)

Noch Fragen?

Eventuell mache ich demnächst nebenbei einen Masterabschluss und/oder bewerbe mich ins Büro. Mal gucken...
App_consulting
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Anmeldungsdatum: 11.10.2012
Beiträge: 1033

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2013 - 20:02:18    Titel:

Zitat:
Vielleicht kann mir hier auch ein dualer Student sagen, wie einfach oder schwer es mit dem Studium war, den Arbeitgeber zu wechseln? Und inwiefern man noch gewisse Freiheiten hat, sich anders zu orientieren in Bezug auf die Branche?
Ich hab den Vertrag bei einem IT-Dienstleister im Bereich Forderungs- und Rechnungswesen und irgendwie Angst, dass eine Orientierung in andere Richtungen wie Embedded Systems später nicht mehr möglich wäre.


also der Schwenk von IT Dienstleister im Bereich Rechnungswesen zu embedded Systems ist sehr groß und ist auch mit Uni Abschluss nur schwer bis gar nicht zu meistern. Das sind einfach komplett andere Technologien. Das wäre genauso als würde ein Dachdecker auf Heizungsbau umsatteln wollen bzw. umgekehrt. Nur weil beides Handwerker sind, heißt es nicht, dass das was ähnliches ist.

Wobei ich Dir sagen kann aus dem IT Bereich ist, dass man da auch mit Bachelor Karriere machen kann. In meinem Konzern gibt es einige Abteilungsleiter die mit Ende 20 oder Anfang 30 schon Mitarbeiterverantwortung über 20 - 40 Akademiker haben, teils haben deren Mitarbeiter einen formal höheren Abschluss !
ich bin ja im IT Consulting tätig, auch im Bereich der betriebswirtschaftlchen Software und kann Dir gerade aus dem Bereich sagen, dass es da viele gibt mit dualem Studium, Bachelor etc. die richtig Karriere gemacht haben.

du musst halt nur wissen, was Dir mehr liegt, eher betriebswirtschaftliche Software oder embedded Systems. Beides kann sehr interessant und spannend sein, ist aber Geschmacksache.
quatsch
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Anmeldungsdatum: 31.08.2005
Beiträge: 3493

BeitragVerfasst am: 02 Feb 2013 - 20:05:34    Titel:

HolySchmitt hat folgendes geschrieben:
Es ging mir eher darum, ob es tatsächlich für Bachelor-Absolventen eine Art gläserne Decke gibt.
Weil ich halt den Master nicht zugesichert bekommen habe und wenn ich dafür aus dem Beruf raus müsste, weil ich ihn nicht berufsbegleitend machen darf, wäre das doch auch irgendwie ein verkorkster Lebenslauf, oder nicht? Weil duales Studium -> Vollzeit Master; sieht das nicht so aus, als wüsste ich nicht, was ich will? :<

Kann ich nicht nachvollziehen. Warum sollte jemand, der ein duales Studium gemacht hat, sich nicht in Form eines Vollzeitmasters weiterentwickeln? Man ist ja mit dem Dualen Studium nicht auf ein bestimmtes Niveau festgelegt. Warum solltest Du mit dem dualen Studium was anderes wollen als mit dem Master? Der Master ist eben eine Weiterentwicklung. Es dürfte sonst ja niemand einen Master machen, der nicht schon vor Beginn des Bachelors seine Bereitschaft dazu bekundet hat. Das ist wäre doch unsinnig.
HolySchmitt
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Anmeldungsdatum: 29.01.2013
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2013 - 18:25:48    Titel:

Naja, zumindest, wenn man den Master von Anfang an plant, oder nicht?
Das duale Studium ist ja eigentlich ein berufsvorbereitendes; man eignet sich Wissen an und setzt es auch direkt in die Praxis um. Der Vorteil ist, dass man auch direkt im Beruf ist und gute Chancen auf eine Übernahme hat. Nach dem dualen Studium den Job zu kündigen (was ja auch idR eine Rückzahlung zur Folge hat), um Vollzeit den Master zu machen, sieht doch irgendwie unlogisch aus, oder täusche ich mich da? Very Happy

@App_consulting

Naja, im Uni-Studium oder auch allgemein im Vollstudium hat man ja einen etwas breiteren Tellerrand und mehr Möglichkeiten, die einzelnen Bereiche zu vertiefen. In meinem dualen Studium hätte ich eine minimale Möglichkeit, Embedded Systems (was ja nur ein Beispiel war) zu vertiefen, aber richtig ginge das erst im Informatik-Master, von dem ich ja noch nicht weiß, ob ich ihn machen kann.
Oder zählt da dann bei einem Wechsel, wo man gearbeitet hat, sprich wo man die Erfahrung gesammelt hat? Weil alleine das theoretische Wissen zu Embedded Systems könnte man sich ja auch autodidaktisch aneignen, das ist ja (oder sollte sein) eine Eigenschaft von Akademikern^^
Ich verstehe es aber richtig, dass ich schon, wenn es nicht gleich so ein krasser Unterschied ist, die Branche wechseln könnte? Informatik ist ja ein vielen Bereichen vertreten. Mein ganzes Leben auf Forderungsmanagement festgeschrieben zu sein, fänd ich nicht besonders ansprechend.


Danke jedenfalls für die bisherigen Antworten Smile
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5968

BeitragVerfasst am: 03 Feb 2013 - 18:31:09    Titel:

bei mir in der abteilung kommen fast alle aus anderen bereichen, also kein studium bindet dich zwangsläufig für den rest deines lebens an einen bestimmten bereich und es bereitet dich auch für keinen job so vor, dass du dich nicht einarbeiten müsstest.
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