Studium, Ausbildung und Beruf
 StudiumHome   FAQFAQ   RegelnRegeln   SuchenSuchen    RegistrierenRegistrieren   LoginLogin

Die Freude am Leben komplett verloren...
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Weiter
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Die Freude am Leben komplett verloren...
 
Autor Nachricht
Makilaa
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 18:45:36    Titel: Die Freude am Leben komplett verloren...

Hallo...

Ich habe seit einiger Zeit ein Problem, das mich langsam wahnsinnig werden lässt...
Ich bin 20 Jahre alt und habe eine sehr gut bezahlte Stelle als “Azubine” von der viele andere sicherlich träumen würden, finanziell geht es mir nicht schlecht...
Meine Familie kümmert sich auch gut um meine Person..
ich habe zwar nicht 1000ende von Freunden, aber die die ich habe, sind wirklich wahre Freunde...Bekannte hat man ja viele..
Eine Beziehung habe ich zur Zeit nicht..leider..aber leider bin ich in solchen Dingen eh etwas na sagen wir mal kompliziert...Ansonsten geht es mir eigentlich auch recht gut..viele werden bestimmt jetzt sagen “Was will die eigentlich, der gehts doch gut!”

Aber irgendwie habe ich seit einiger Zeit ein sehr schwer zu Beschreibendes Gefühl das mich plagt...Ich könnte den ganzen Tag einfach nur schreien..könnte abhauen von meinem Ort hier wo ich wohne...
Ich habe das Gefühl das mich alles krank macht hier..
Ich habe zu nichts mehr Lust..am Wochenende raffe ich mich zwar auf etwas zu unternehmen, aber so wirklich lust habe ich selten...Unter Woche mache ich nichts nach der Arbeit..Ich besuche keine Freunde mehr..unternehmen tue ich nichts..meinen Sport lasse ich auch arg schleifen...das war früher anders..
Manchmal das Gefühl das mich irgendwie keiner so richtig versteht..und das es immer nur um andere geht und sich irgendwie keiner so wirklich für meine Probleme interessiert..obwohl dies eigentlich nicht so ist..
Irgendwie scheine ich im Moment meine komplette Lebensfreude verloren zu haben..denn normalerweise bin ich eigentlich ein sehr kommunikativer und lebensfreudiger mensch...ich habe selbst schon das Gefühl das ich mich sehr abkapsle..aber was soll ich nur machen??

Wie gesagt es ist ein sehr schwer in Worte zu fassendes Gefühl...eine sehr komische Situation...ich habe anfangs gedacht das es nur so eine Phase ist die wieder vorbei geht..aber dieser Zustand dauert nun mehr als ein halbes Jahr an.. Langsam habe ich Angst, dass sich das nicht ändert...
Vielleicht hat jemand schon mal ähnliches gefühlt..und kann mir weiterhelfen...

Makilaa*
lunaluna
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 80
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 19:01:29    Titel:

Ich kenne das Gefuehl. Ich habe mich in der selben Situation befunden und habe noch heute ab und zu das Gefuehl. Ich bin dann einfach nur ungluecklich, obwohl ich alles habe und noch viel mehr, dass ich uberhaupt keinen Grund habe mich zu beschweren. Ich fresse dann auch alles in mich hinein, weil ich denke, die anderen denken ich spinne, ich habe doch alles Glueck in der Welt, was alles noch viel schlimmer macht. Ich bin nach einer Zeit dahintergekommen, dass es mit meiner Ausbildung zusamenhaengt. Seitdem kann ich das Gefuehl gut bekaempfen. Wie gesagt, kommt es aber dennoch ab und zu wieder.

Was glaubst du, koennte bei dir der Grund sein? Gibt es Situationen, nach denen du dich besonders „lebensmuede“ fuehlst?

Nicht den Mut verlieren. Das du Hilfe suchst, ist schon mal ein guter Anfang. Smile

LG
Makilaa
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 19:25:24    Titel:

Ich weiß nicht, es könnte glaube ich, verschiedene Ursachen haben...

Anfangs war ich super motiviert auf meine Ausbildung als Bürokauffrau..nach grade mal fast einem Jahr nun bin ich nur noch froh wenn die Ausbildung vorbei ist..
Abbrechen will ich aber nicht...ich weiß nicht, ich bin der Meinung dass ich nicht aufgeben sollte...denn so einen Job findet man sicherlich nicht so schnell wieder..
Oder es hängt vielmehr damit zusammen, dass ich vielleicht meine Familie nicht enttäuschen will?? Wenn ich länger darüber nachdenke, ist es eigentlich schon immer so gewesen..gute Noten waren für mich (zumindest zum Ende der Schulzeit) für mich Pflicht..ist ja auch nix schlechtes..
Man will ja auch gute Chancen auf eine Ausbildung haben..

Aber ich habe auf einmal schrecklich das Gefühl, dass ich mein Leben schon vor mir sehe:
Ausbildung-Studium-ein paar Jahre arbeiten-Familie gründen...der “traditionelle Weg” eben..
An sich ist schon ein schöner Gedanke..aber ich habe Angst davor das mein Leben so fürchterlich normal und langweilig verläuft...der absolute Horror..für viele bestimmt unverständlich..

In Sachen Beziehung bin ich auch etwas komisch veranlagt..ich hätte gerne eine Beziehung, aber immer wenn ich jemanden kennenlerne, renne ich kurz davor immer weg..und bleibe halt als single zurück...warum weiß ich nicht...

Es sind irgendwie verschiedene Dinge die mich verfolgen und zum nachdenken bewegen...manchmal habe ich das Gefühl in einem Raum zu stehen und mir die Seele aus dem Hals zu schreien, aber es hört mich niemand...oder es will mich niemand hören..
Nach außen hin, gebe ich mich als die starke lebenslustige...immer zu allem bereit..aber innerlich habe ich das Gefühl kaputt zu gehen, wenn die Situation länger so anhält..

Mit Freunden will ich ehrlichgesagt auch nicht darüber reden, wie du selbst gesagt hast..die würden es e nicht verstehen..

In welchen Situationen war es bei dir der Fall???Und wie hast du es geschafft daraus zu kommen??
Kleine Wolke
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 25.06.2005
Beiträge: 38
Wohnort: Bremen

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 20:14:35    Titel:

Hallo

Ist schon komisch..als ich Deine Zeilen gelesen hab dachte ich ich lese meine Leben, auch das mit den Noten.. Shocked
Einen Tipp o. ä. kann ich Dir leider nicht geben..ich wollte Dir nur sagen, dass es zumindest noch einen Menschen mit genau den selben Gefühlene gibt..Bei mir kommt zwar noch einiges dazu (aber es ist Dein Forum Surprised )..
Den Grund kann ich Dir auch nicht nennen, aber ich kenne dieses *nicht verstanden werden-Gefühl* nur als zu gut Confused

Lieben Gruß Rolling Eyes
lunaluna
Junior Member
Benutzer-Profile anzeigen
Junior Member


Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 80
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07 Jul 2005 - 20:41:40    Titel:

Also, du machst tatsachlich etwas aehnliches durch wie ich. Ich war auch super motiviert am Anfang meiner Ausbildung, aber nach einem Jahr habe ich gemerkt, dass die Firma nicht so toll ist, wie sie am Anfang schien. Und die Zeit in einer Abteilung hat dann alles letztendlich ausgeloest. Wir haben zwar immer noch viel mehr Glueck als andere, aber da kommt wieder der Punkt: Die anderen verstehen das sowieso nicht. Ich wollte auch abbrechen, weil es mir nach und nach immer schlechter ging, aber dann immer diese Stimmern von anderen “So schlimm kann es doch nicht sein, die tun doch so viel fuer euch“, „ich waere froh, wenn ich du waere, immerhin hast du eine Stelle“ und meine eigene „Du hast versagt, wenn du aufgibst“. Auch ich will meine Eltern nicht enttaeuschen, wie schlecht es meiner Mutter mit den Problemen meines Bruders geht, geht mir ziemlich an die Nieren. Da soll sie wenigstens wegen mir laecheln koennen. Ich habe mich dann immer und immer schlechter gefuehlt und zurueckgezogen, den anderen stille Vorwuerfe gemacht, sie interessieren sich ja nicht fuer mich und ich bin ganz alleine, bis ich ausgerastet bin wegen Kleinigkeiten und Heulkraempfe bekam. Meine Familie und Freunde haben sich nur gewundert, sie hatten ja keine Ahnung, dass ich Problme habe. Aber ich habe mir immer eingeredet sie wollen das ja gar nicht sehen. Ich lang stundenlang verheult am Boden, habe geschrien und konnte diese Gedanken nicht vertreiben, die mich innerlich zerrissen. Mein Freund hat aber schon mitgekriegt, dass es mir schlecht geht, hat er doch am meisten unter meinen total merkwuerdigen und schwachsinnigen Vorwuerfen gelitten. Er meinte, ich solle mir helfen lassen. Ich wollte nicht, dachte ich doch die ganze Zeit, anderen geht es viel schlechter, ich darf mich doch eigentlich nicht beschweren. Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin spontan zum Arzt gegangen, nachdem ich einen totalen „Zusammenbruch“ hatte. Er meinte, ich haette eine bestimmte Art von Depression, schrieb mir eine Ueberweisung zum Psychiater (ich zum Psychiater? Anderen geht es doch viel schlechter. - die Uberweisung liegt noch heute irgendwo versteckt.) und fuer 6 Woche einmal die Woche eine Spritze mit Anti-Depressiva. Das hat mich aber aus meinem Loch geholt und ich habe ernsthaft uber meine Gedankengaenge nachgedacht. Ich habe es einer Freundin erzaehlt (sie hat es eher zufaellig mitbekommen) und mit meinem Freund offener und sie haben mir versichert, dass sie mich ernst nehmen. Ich solle ihnen doch eine Chance geben. Und dieses Mal habe ich ihnen geglaubt.

Ich weiss nicht, wie ich es letztendlich geschafft habe. Ich lag oft zuhause und dachte „Ich will das nicht, ich will froehlich sein, das bin nicht ich.“ Aber ich habe es einfach nicht geschafft aufzustehen und zu lachen. Ich glaube fast, was der Arzt mir gegeben hat, war ein Placebo. Aber es hat mir zumindest einen „Tritt in den A**“ verpasst. Was mir wohl am meisten geholfen hat, war die Angst meine Familie, Freunde und meinen Freund zu verlieren. Ich wusste einfach, wenn das so weiter geht, werde ich mich mit meiner Familie zerstreiten, mein Freund verlieren und meine Freunde werden mich vergessen. Und dann bin ich wirklich alleine. Ich habe also mehr um sie als um mich gekaempft. Und das positive Feedback von meinen Freunden hat mir Mut gegeben. Seitdem versuche ich die Dinge gelassener zu sehen. Ich gehe jeden Tag zur Arbeit, aber lasse die Probleme nicht an mich herankommen. Es gibt wirklich Schlimmeres. Bald habe ich es geschafft und dann kann ich endlich das machen, was ich wirklich will: studieren. Ich versuche anders, positiver zu denken und wenn meine Freundin mal nicht zurueckschreibt, dann hat sie halt eben gerade viel zu tun.

Auch wenn du es nicht glaubst, es gibt Leute, die sich fuer dich interessieren. Das ich mir Zeit nehme, dir zu schreiben ist doch schon mal ein Beweis, dass mindestens eine Person dich ernst nimmt. Du kannst mit mir auch gerne per Email schreiben und erzaehlen, was dich bedrueckt, wenn du es deinen Freunden (vorerst) nicht erzaehlen willst. Ich weiss, wie schrecklich diese Lage ist und wenn ich dir ein wenig Mut und Hilfe geben kann, macht mich das gleucklicher als du denkst.

LG
Kitana
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 08:37:18    Titel:

Herzlich Willkommen im Club der Depressiven Cool

Wenn du ein wenig im Internet nach dem Stichwort 'Depression' suchst, wirst du dich sicherlich bald fündig werden. Des Weiteren gibt es zB versch. Autoren, die beschreiben wie Eltern ihre Kinder so prägen, dass diese ihr ganzes Leben lang versuchen deren Erwartungen, die sie für ihre eigenen halten, gerecht zu werden.
Es gibt die unterschiedlichsten Gründe, weshalb jemand depressiv werden kann und jeder 10. (so wird es zumindest behauptet) macht einmal in seinem Leben eine schwere Depression durch. Da man mit einer Depression gesellschaftlich und beruflich 'nicht so funktioniert' wie unsere leistungsorientierte Gesellschaft es erwartet, ist das ganze immer noch ein Tabuthema.

Wenn es dir in absehbarer Zeit nicht besser geht (meistens handelt es sich um eine Phase, die in einem bestimmten/unbestimmten Rhythmus wiederkehrt.. oder auch nicht wiederkehrt) solltest du dir einen Therapieplatz suchen und zwar bei einem Psychotherapeuten, den du auch wirklich akzeptieren kannst (wenn du den an der Nase herumführen kannst, und in diese Versuchung wirst du eventuell kommen, hats keinen Zweck).

Mir konnte keiner meiner bisherigen (inzwischen 8 ) Neurologen, Psychiater, Psychotherapeuten helfen. Wenn man chronisch depressiv ist, lernt man damit zu leben. Es ist auch immer eine Chance sich selbst besser kennen zu lernen.

Alles, was du beschrieben hast, deutet auf eine Depression hin. Vielleicht leidest du aber auch an diesem 'neumodischen' Burn-Out-Syndrom Wink Nur keine Panik; wenn man im Keller sitzt, sieht man das Licht einfach nur aus einer anderen Perspektive, aber es ist imemr noch da.

Was das Gefühl angeht, nicht verstanden zu werden... du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit von weiten Teilen deines sozialen Umfelds wirklich nicht verstanden (werden). Dafür gibt es aber viele einleuchtende Gründe: es gibt Menschen, die sich instinktiv nicht vor dir, sondern deinen depressiven Gedanken, schützen wollen. Darüber hinaus gibt es sehr, sehr viele Menschen, die nie etwas ähnliches erlebt haben und es einfach nicht nachvollziehen können (wie auch). Dann gibt es Personen in deinem näheren Umfeld, die befürchten könnten, sie seien Schuld an deiner Lage und diese Schuld nicht akzeptieren können. Des Weiteren gibt es Menschen, die mit deiner Veränderung nicht umgehen können, weil sie einen ganz anderen Menschen in dir sehen, den sie möglichst zurück haben wollen.
Von all diesen Menschen wirst du nur bedingt so etwas wie Unterstützung erfahren. Wenn die Intuition einem sagt, dass man es lassen sollte mit einer bestimmten Person offen zu reden, dann sollte man es meistens auch wirklich lassen, um sich nicht unnötig selbst zu schaden. Außerdem haben es Depressive so an sich, anderen grundsätzlich zu unterstellen, dass sie sie nicht verstehen könnten, was das Gegenüber natürlich merkt (wenn man es nicht auch noch deutlich sagt, was auch oft vorkommt). Dadurch fühlt sich der Mensch deines Vertrauens für nicht ganz voll genommen, was natürlich nicht besonders produktiv ist.

Man muss also versuchen den anderen zu verstehen, der Gründe dafür hat deine Krankheit abzulehnen, die nicht zwingend etwas mit dir als Person zu tun haben. Wenn du die Beweggründe deines Gegenübers verstehst, kannst du besser einschätzen wie du dich selbst verhalten kannst oder andere Wege finden dich auszudrücken.
Lisia
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 06.07.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 10:01:48    Titel:

Hallo!!!

Hört sich blöd an und ist kein Trost für diech, aber mir ginghs ganz ähnlich und ich habe was dagegen gemacht!!!Hab meine Sachen gepackt und bin 800 km von zu Hause weggefahren einfach alles mal hinten lassen, nach vorne schauen!!Hab ein FSJ gemacht (800 km weit weg) dabei neue Leute kennengelernt, was ganz anderes gemacht wie sonst, ich bin eine ander ePErson geworden!!Nach dem FSJ hab ich auch ein Studium angefangen (auch hier) und bereue nichts!!Bin glücklich!!!Ich hab verstanden um was es ging!!Ich war jung (20) und mein Leben war schon so geplannt, war auch Azubi, eine super nette Familie, Freunde... jetzt weiss ich was gefehlt hat: die Freiheit, einfach allein zu wohnen ´, das machen was man will, Frei von den ganzen Zwängen:Arbeit, Fsamilie, Geburtstage usw. einfach FREi sein!!! Ich bin sehr glücklich!!!
Kitana
Newbie
Benutzer-Profile anzeigen
Newbie


Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 10:13:12    Titel:

Jo, kann ich unterschreiben. Hab auch alles hinter mir gelassen und 600km dazwischen ^^

Aber ob das für jeden das richtige ist? Ich weiss nicht...
Caillean
Moderator
Benutzer-Profile anzeigen
Moderator


Anmeldungsdatum: 09.06.2005
Beiträge: 1227
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 10:51:50    Titel:

ob so etwas das richtige ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Für den einen ist es Weglaufen, ohne sich das selbst einzugestehen, für den anderen ist es ein ernst gemeinter Neuanfang, mit dem bewusstsein dass man seinen Problem nicht entkommen will, sondern die Lösung nur wo anders sucht.
krille
Full Member
Benutzer-Profile anzeigen
Full Member


Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 11:21:26    Titel:

Das ist klingt nicht nach Depression sondern nach einem starken Schweinehund.

Stell dir mal folgende Fragen:
1) Du merkst das du Abends nichts mehr unternimmst und leidest darunter. Warum unternimmst du nicht einfach was? Bring dich einfach in eine Situation aus der dein Schweinehund nicht mehr heraus kommt: Verabrede dich!
2) Du merkst das du den Sport vernachlässigst, warum packst du nicht einfach deine Tasche und fährst los?
3) Wenn dich der traditionelle Weg langweilt und du Angst vor ihm hast geh ihn einfach nicht. Die Ausbildung abzuschließen ist immer gut, dafür braucht man auch keinen Spaß, sowas muss einfach sein. Danach solltest du aber das machen was die Spaß macht. Gute Noten oder viel Geld bringen keine Zufriedenheit. Wenn Du merkst das eine kfm. Tätigkeit nicht Deinem Wesen entspricht beschäftige dich mit Alternativen. Sport? Kunst? Was soziales?
Durch die Ausbildung fallen viele Schüler in diese Lustlosigkeit, wenn man erstmal wochenlang nach der Arbeit kaputt ist fällt es schwer von heute auf Morgen ein Unternehmungslusteiger Mensch zu sein.
Nehme dir einfach vor 1x Sport, 1x Freundin besuchen, 1x Kino oder so und dann machst du es auch wenn du keine Lust drauf hast. Im Nachhinein wirst du dich immer freuen und du gewöhnst dir die schlechte Laune ab.
Was meiner Meinung nach aber am Wichtigsten ist: Keine Beziehung!
Was nützt dir ein Mensch der Dich liebt, ohwohl du garnicht selbst zufrieden bist?
Andere können immer nur ergänzend wirken was Lebensglück und Zufriedenheit angeht. In erster Linie kommt Zufriedenheit nur von innen, aus einem selbst, sowas bezieht man nicht aus andern.

Wenn du auf eine große Veränderung in deinem Leben wartest, die alles ändert wird es nie besser.
Dein Leben langweilt dich weil es nix besonderes mehr gibt. Du musst lernen dich an den kleinen Dingen zu erfreuen, geh shoppen, zum Friseur, bau die Wohnung um.. mach dein Lieblingslied an und sing mit!

Alles andere wird dir nicht helfen.. Glück aus Beziehungen, Karriere etc. ist nur eine kurzfristige Hilfe weil der menschliche Geist mit seinen unendlichen Bedürfnissen wie ein schwarzes Loch ist der ein Bedürfnis - nachdem es erfüllt ist - aufsaugt und den nächsten Kick will: Sein Bedürfnis nach Befriedigung kan nie gestillt werden. Darum sind wir nie zufrieden weil die Frage "geht da nicht mehr und besseres" uns nie ruhen läst..

Gegenmittel gegen diese Krankheit des menschlichen Geistes: Schlechte Gedanken nicht aufkommen lassen -> Nicht zuviel grübeln, keine solchen Beiträge schreiben sondern was machen; Bescheidenheit üben: Konzentriere dich auf die Dinge die dir Spaß machen, wann warst du das letzte mal mit deiner Freundin ein Eis essen?; innere Ruhe suchen: Nicht das große Glück suchen, sondern dich über viele Kleinigkeiten freuen..

Das war mal eine kleine Einführung in die angebliche Depression. Ich weiß selber wovon ich spreche und solange kein körperlicher Defekt hinter deinen Gefühlen steht ist der beste Weg immer der den du aus eigener Kraft gehst.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Die Freude am Leben komplett verloren...
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9  Weiter
Seite 1 von 9

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Chat :: Nachrichten:: Lexikon :: Bücher :: Impressum