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Die Freude am Leben komplett verloren...
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Foren-Übersicht -> Psychologie-Forum -> Die Freude am Leben komplett verloren...
 
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Makilaa
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 11:46:34    Titel:

Danke erst einmal für eure Beiträge...ich denke mir schon, dass sie mir weiterhelfen werden..
Es ist ja auch nicht so, dass ich jeden Tag so schräg drauf bin..hängt glaube ich auch immer von meiner Tagesform ab...

Ich glaube auch das es wahrscheinlich das ist, es immer allen recht machen zu wollen..weil von mir sind ja alle keinen Kummer gewöhnt..mit mir gibts nicht sonderlich große Probleme..
@lunaluna: was du da in punkto Familie geschrieben hast..es spricht mir komplett aus der Seele.
Das mit den Heulkrämpfen ist mir auch nicht unbekannt..oft liege ich abends im Bett und heule..manchmal weiss ich selbst nicht warum..wahrscheinlich ärgere ich mich über mich selbst..

Ich denke das ich mir den meisten Stress einfach selbst mache..ich will ja auch Erfolg in Beruf haben..aber wenn ich jetzt dran denke für den Rest meines Lebens hinter einem Schreibtisch zu versauern..grauts mir jetzt schon...aber die Ausbildung will ich auf jedenfall erst einmal beenden..
Aber mit dem Geld, dass man bei diesem versauern verdient, lässt es sich gut leben...
Gut, ich wohne zwar noch zuhause, aber ich würde wahrscheinlich ziemlich dumm aus der Wäsche gucken, wenn ich jetzt nicht das Geld zur Verfügung hätte..

Auch ich habe vor zu Studieren nach meiner Ausbildung- möglichst weit weg von hier-
Leider gibt es da nur ein Problem: Ich würde gerne Psychologie studieren (Ha, was für ein Zufall;)...aber mit Fachabi geht das “richtige Studium” ja nicht...
Gut an der Sache mit dem Studium ist, dass die Psyc. Richtungen, welche ich studieren kann, wirklich weit weg von hier sind..das Beruhigt mich schon etwas....nur leider kosten die meisten FH́s ein Haufen Gebühren und ich hab keine Ahnung woher ich so viel Geld bekommen soll..da haben wir schon wieder ein Problem, worüber ich mir den Kopf zerbreche...

Es gibt halt immer irgendwas, woüber man (bzw. Ich) ständig nachdenkt..und wenn man einmal ins Grübeln kommt, ist es schwer aufzuhören..und man steigert sich total in eine Sache hinein..

Das mit der Freiheit sehe ich ähnlich..irgendwie hat man immer das Gefühl nicht frei zu sein, obwohl man eigentlich glücklich sein sollte..Zuhause gibt es immer Menschen, denen man es recht machen will und die einen bei den Dingen die man tut, beeinflussen...was für mich zumindest ziemlich belastend ist...Einfach tun was und wann man es will...
Ich habe mich auch schon mit Freunden über die Zukunft unterhalten..
Ich stelle mir dann einfach mein Traumleben vor..später mal im Süden zu Leben, vielleicht ein Café zu besitzen, sich keine Sorgen um Morgen machen zu müssen...das was ich dann ernte ist ein: “Ja schön wärs, hör auf zu spinnen”

Das mit dem nicht verstanden werden...ich denke mir das mein Umfeld nicht den Hauch einer Ahnung hat, was in mir vorgeht..mit ihnen darüber reden kann und will ich im Moment auch nicht..

@Krille: ich kann leider momentan aus gesundheitlichen Gründen kein Sport machen was mich selbst tierisch nervt...Ich unternehme am Wochenende Dinge, obwohl ich selten Lust dazubhabe..ein Eis essen..war ich letzte Woche..also das mit dem Schweinehund stimmt nicht so ganz...Das alles was du geschrieben hast ist sehr einleuchtend für mich, da hast du absolut recht..Schön wäre es, wenn dies so einfach umzusetzen wäre..Aber kennst du nicht auch das Gefühl, dass du denkst, dass du mit dem was du dann macht immer irgendwen vor den Kopf stöst?? Und genau das kann ich nicht ertragen..

Ihr könnt mir übrigens auch per Email schreiben, wenn ihr wollt...
Ich bin neu hier und blicke noch nicht so wirklich durch wie das gehen soll..weil man hat ja bei der Registrierung seine Email Adresse angegeben...wäre nett, wenn man mir mal mitteilen könnte, wie das funktioniert...

Evtl. Gibt es ja auch dinge bei denen ich euch vielleicht weiterhelfen kann...antworten werde ich bestimmt..Es it sschön zu wissen, dass es noch andere Menschen gibt, denen es auch so geht..
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 12:17:35    Titel:

Zitat:
1) Du merkst das du Abends nichts mehr unternimmst und leidest darunter. Warum unternimmst du nicht einfach was? Bring dich einfach in eine Situation aus der dein Schweinehund nicht mehr heraus kommt: Verabrede dich!
2) Du merkst das du den Sport vernachlässigst, warum packst du nicht einfach deine Tasche und fährst los?


Das ist ja das Problem Sad Man kann nicht wollen, wenn man depressiv ist. Man zwingt sich vielleicht gewisse Dinge zu tun, um sich selbst und seinem Umfeld die Normalität vorzugaukeln, aber wenn man dann zB mit Freunden unterwegs ist, steigt die Verzweiflung in einem hoch, weil man sich fehl am Platze fühlt, weil man fühlt, dass man irgendwie abgeschnitten ist. In der Folge zieht man sich nur noch mehr zurück und entwickelt regelrechte Komplexe, fängt an sich einzureden, dass man nichts wert ist, dass man undankbar ist und was weiss ich nicht noch was.

Deswegen ist es ja auch eine 'Krankheit'. Wenn man es allein mit Rationalität bekämpfen könnte, gäbe es nicht so viele Menschen, die dauerhaft darunter leiden. (Depressiven wird irgendwie komischerweise immer noch unterstellt sie seien selbst schuld an ihren Zustand oder - omg!- sie würden sich im Selbstmitleid ergehen, aber bitte... wer will denn freiwillig so leben?!)

Die Bereitschaft 'etwas zu unternehmen', 'seinen eigenen Schweinehund zu überwinden' setzt den Willen dazu voraus... Depression bedeutet aber Lähmung, Stillstand, Kraftlosigkeit. Jemand der schwer depressiv ist, findet nicht einmal mehr den Willen dazu das Bett zu verlassen, geschweige denn das Haus/die Wohnung. Jeder, der so einer Person sagt sie 'müsse' dies oder jenes tun, wird zwangsläufig als Feind betrachtet, weil er vor Augen führt, dass man 'nicht funktioniert'... und genau das ist doch der Gedanke mit dem sich Depressive selbst fertig machen.

Mich macht es echt sauer, wenn ich jemanden von 'angeblichen Depressionen' reden höre. Es gibt viele Menschen, die ohne eigenes Verschulden darunter leiden und es ist eine der fürchterlichsten Krankheiten überhaupt. Diesen Menschen einzureden sie hätten keine Depression, halte ich für schlichtweg fahrlässig.
Man kann sich vielleicht tausend mal selbst überfahren und einreden, dass alles ganz toll ist, dass man nur etwas tun muss, aber mit tausendfacher Kraft holt es einen dann auch wieder ein... Eine Depression ist auch immer eine Aufforderung mit sich selbst anders umzuspringen und eben nicht dazu mit allen Mitteln und gezwungenermaßen genauso weiter zu machen wie bisher. Irgendwann ist jedes Fass voll Exclamation

Natürlich muss das bei Makilaa nicht so sein. Aber ich möchte dich dennoch bitten auf dich selbst zu achten, da deine Schilderung einfach zu gut zu einer Depression passt Sad
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 13:00:22    Titel:

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Das mit den Heulkrämpfen ist mir auch nicht unbekannt..oft liege ich abends im Bett und heule..manchmal weiss ich selbst nicht warum..wahrscheinlich ärgere ich mich über mich selbst..


Wenn du nicht weisst warum, warum hörst du dann nicht auf? Weil du dann die schöbe melancholische Stimmung kaputt machst? Nimmst du das Leben vielleicht ein wenig zu ernst und reflektierst zuviel?

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Ich denke das ich mir den meisten Stress einfach selbst mache..ich will ja auch Erfolg in Beruf haben..aber wenn ich jetzt dran denke für den Rest meines Lebens hinter einem Schreibtisch zu versauern..grauts mir jetzt schon...


Hinter dem Schreibtisch zu versauern ist die pessimistische Sicht, die optimistische ist das sich deine Aufgaben entwickeln werden und auch anspruchsvoll werden können.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Aber mit dem Geld, dass man bei diesem versauern verdient, lässt es sich gut leben...


Zufriedenheit verändert sich definitiv nicht proportional mit dem Gehalt. Es ist ja nicht das wertlose Buchgeld was anscheinend glücklich macht sondern der Gedanke das du dir Wünsche erfüllen kannst.
Aber dafür braucht man doch erstmal Wünsche und Träume und die Fähigkeit sie zu leben und sich zu freuen oder?

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Auch ich habe vor zu Studieren nach meiner Ausbildung- möglichst weit weg von hier-Leider gibt es da nur ein Problem: Ich würde gerne Psychologie studieren (Ha, was für ein Zufall;)...aber mit Fachabi geht das “richtige Studium” ja nicht...


Geht nicht, gibts nicht. Mit einer Ausbildung kannst du das Abi rasch nachholen. 2-3 Jahre Einsatz für ein Leben in deinem Traumberuf.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Es gibt halt immer irgendwas, woüber man (bzw. Ich) ständig nachdenkt..und wenn man einmal ins Grübeln kommt, ist es schwer aufzuhören..und man steigert sich total in eine Sache hinein..


Und genau sowas darfst du nicht schreiben. Sich in entwas hinein steigern machst du freiwillig! Also entweder magst du es (melancholie) oder du hörst beim nächsten mal sofort damit auf... teste dich mal!

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Das mit der Freiheit sehe ich ähnlich..irgendwie hat man immer das Gefühl nicht frei zu sein, obwohl man eigentlich glücklich sein sollte..


Mit solch negativen Gedanken wird keiner glücklich. Warum bist du nicht frei? Klar, du kannst nicht 2 Monate Urlaub machen oder einfach so auswandern wohin du willst aber ist das wirklich ein Problem?
Konzentriere dich auf deinen Teil und seh das Leben lockerer:
Wenn du die Hand fest schließt, gehört dir nichts. Wenn du die Hand weit öffnest, gehört dir die ganze Welt.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Zuhause gibt es immer Menschen, denen man es recht machen will


Gerade zu Hause gibt es Menschen denen du nichts rechtmachen musst weil sie dich so akzeptieren wie du bist.
Wenn Du es Deinem Chef mal recht machen willst okay, aber deine Mutter wird dich nicht mehr lieben wenn du dich ihr unterordnest. Sei einfach du selbst und entfalte deine Persönlichkeit indem du öfters mal das tust was nur du für richtig hälst. Ich orientiere mich z.B. auch lieber an Persönlichkeiten die mutig sind als an Leuten die sich bei mir einschleimen wollen um mir alles recht zu machen.
Es gibt immer Reibungspunkte im Leben, das ist wo weil jeder anders ist also steh zu dir und versuch dich nicht anzupassen das will keiner!

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Ich habe mich auch schon mit Freunden über die Zukunft unterhalten.....das was ich dann ernte ist ein: “Ja schön wärs, hör auf zu spinnen”


Ja, du spinnst auch. Mit diesem Ziel wirst du nämlich niemals glücklich da du es nicht erreichen wirst.
Bleib auf dem Boden und freue dich über das hier und jetzt. Für Menschen die auf der Karibik leben wäre es vielleicht ein Traum in Deutschland leben zu dürfen mit einem riesigen Freizeitangebot, moderner Technik, usw. sei also dankbar das es uns gut geht und denk mal darüber nach für wieviele Menschen in Afrika dein Leben ein Traum wäre in dem das einzigste Problem darin besteht das man unzufrieden und traurig ist.
Freue dich über jede Verbesserung aber bilde dir nicht ein das du mehr oder besseres brauchst im Leben.

Makilaa hat folgendes geschrieben:
Das mit dem nicht verstanden werden...ich denke mir das mein Umfeld nicht den Hauch einer Ahnung hat, was in mir vorgeht..mit ihnen darüber reden kann und will ich im Moment auch nicht..


Das verstehe ich nicht: Du kannst und willst mit keinem darüber reden, trotzdem beschwerst du dich das dein Umfeld dein Seelenleben nicht versteht, das du selbst nicht verstehst?
Warum schreibst du eigentlich nur über andere? Lies dir meinen ersten Beitrag noch einmal durch für deine Vorhaben (mit anderen Sprechen, Lebensziele stecken) musst du ersteinmal das hier und jetzt verarbeiten und mit dir selbst ins reine kommen.
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 13:06:07    Titel:

Ich habe geschrieben:

Zitat:
Darüber hinaus gibt es sehr, sehr viele Menschen, die nie etwas ähnliches erlebt haben und es einfach nicht nachvollziehen können (wie auch).


Wink
lunaluna
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Anmeldungsdatum: 16.06.2005
Beiträge: 80
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 13:41:12    Titel:

Diese Tipps klingen alle ganz nett und ich wuensche dir, dass sie bei dir helfen moegen, aber so sehr ich wollte, bei mir funktionierte das nicht. Ich konnte nicht einfach aufstehen und die Wohnung renovieren, einkaufen gehen, ins Kino gehen. Es ging einfach nicht!!! Als ob ich mir das nicht selber gesagt haette, aber es ging einfach nicht!! Mit der Freiheit kann ich bei mir auch nicht bestaetigen. Wohnte zu der Zeit nicht mehr zuhause, nachdem ich mehrere Monate im Ausland meine Freiheit geniessen konnte. War gewissermassen jeden Tag alleine, weil ich ja nur zur Not aus dem Haus gekommen bin/wollte. Aber ich betone, das gilt nur fuer mich! Vielleicht wuerde es dir ja tatsaechlich helfen.

@ krille
Was du machst ist nicht wirklich hilfreich. Du hast ja mit allem recht und ich stimme dir sofort zu, aber bei einem Depressiven stoesst du damit auf taube Ohren. So etwas habe ich auch von meinem Freund zu hoeren bekommen. Ergebnis: Ich habe ihm noch mehr Vorwuerfe gemacht, er nimmt mich nicht ernst! Ich weiss nicht, ob Makilaa Depresionen hat oder nicht, ich weiss nur, was ich damals gebraucht habe, war eine Person, die mir zuhoert, mich ernst nimmt und nicht mit „klugen Ratschlaegen“ kommt, sagt „Willkommen im Club. Klingt nach Depression, such dir mal schnell einen Psychiater und lach gefaelligst mal.“ Von daher kann ich auch Kitana nur zustimmen und du kannst von Glueck sagen, so was nie durchgemacht haben zu muessen.

So, das wollte ich jetzt mal los werden. Smile
Wenn du privat Kontakt mit jemanden aufnehmen moechtest, klickst du auf das „Profil“ eines Mitgliedes und unter Kontakt findest du PN.

LG
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 13:44:01    Titel:

Kitana hat folgendes geschrieben:
Das ist ja das Problem Sad Man kann nicht wollen, wenn man depressiv ist. Man zwingt sich vielleicht gewisse Dinge zu tun, um sich selbst und seinem Umfeld die Normalität vorzugaukeln, aber wenn man dann zB mit Freunden unterwegs ist, steigt die Verzweiflung in einem hoch, weil man sich fehl am Platze fühlt, weil man fühlt, dass man irgendwie abgeschnitten ist. In der Folge zieht man sich nur noch mehr zurück und entwickelt regelrechte Komplexe, fängt an sich einzureden, dass man nichts wert ist, dass man undankbar ist und was weiss ich nicht noch was.


Dann hast du vielleicht die falschen Freunde? Ich hatte diese Gefühle auch in meiner Jugend ( Rolling Eyes ) als die Freunde begannen am Wochenende in die Disco zu gehen: Ich hatte keine Lust darauf und wenn ich doch mal mit war fehlte ich mich fehl am Platz. Meine Konsequenz: Ich bin nicht mehr mitgefahren. Ich habe mich mit anderen Freunden getroffen oder habe die Zeit die andere mit saufen und tanzen verbringen mit Sport oder Lesen verbracht. Sicherlich leidet der soziale Kontakt, steigert aber meine Zufriedenheit erheblich.
Damit will ich sagen: Wenn du zu etwas keine Lust hast muss es keine Depression sein sondern es kann daran liegen das du einfach andere Interessen hast?

Kitana hat folgendes geschrieben:
Wenn man es allein mit Rationalität bekämpfen könnte, gäbe es nicht so viele Menschen, die dauerhaft darunter leiden.


Vermutlich ist es gerade die Rationalität die viele Menschen in dieses Tief ziehen. Welcher halbwegs rationale Mensch kann denn heute noch Nachrichten schauen über Angriffskriege, Bürgerkriege, Terroranschläge, Hungersnöte, Umweltkatastrophen, Kapitalbetrug usw. und danach besser gelaunt sein als vorher?
Der Schlüssel ist die Begegnung mit der Emotionalität. Wer sich aber nicht entwickeln kann (http://www.psychanalyse.lu/reveries.php) wird tatsächlich alleine keinen Weg finden.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Diesen Menschen einzureden sie hätten keine Depression, halte ich für schlichtweg fahrlässig.


Fahrlässig ist es Menschen mit Verstimmung eine Depression einzureden und zu einem Psychologen zu schicken. Gehst du mit einer Erkältung zum Arzt? Schau mal wieviele Menschen an einer Erkältung sterben.

Der Schritt sollte gut durchdacht sein, wenn man noch nichteinmal in der Lage ist mit Freunden oder Eltern zu reden ist ein Psychater der falsche Weg. Selbst wenn es einem nach 2 Wochen besser geht muss man Angst haben dem Psychater dies zu berichten da sich nun die Untersuchungen auf eine Schizophrenie konzentrieren.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Man kann sich vielleicht tausend mal selbst überfahren und einreden, dass alles ganz toll ist, dass man nur etwas tun muss, aber mit tausendfacher Kraft holt es einen dann auch wieder ein...


Ich habe keinen Tip gegeben "irgendetwas" zu tun oder sich etwas einzureden.

Kitana hat folgendes geschrieben:
Eine Depression ist auch immer eine Aufforderung mit sich selbst anders umzuspringen und eben nicht dazu mit allen Mitteln und gezwungenermaßen genauso weiter zu machen wie bisher.


Das habe ich ja in meinen Beiträgen vermittelt. Wichtige Wörter sind "sich selbst". Die Ursachen kann man in einem Gespräch mit "sich" ermitteln und die Probleme selbst angehen.
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 17:45:18    Titel:

*kopfschüttel* Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es normal war, dass ich mich fast 3 Jahre zuhause eingesperrt habe und nicht ans Telefon gegangen bin...

So leid es mir tut, du scheinst in der Sichtweise, dass es das einfach nicht gibt derart festgefahren zu sein, dass man mit reden und erklären nicht mehr weiterkommt. Ich unterstelle dir nicht, dass du es böse meinst, aber es sind leider Gottes Menschen wie du, die es depressiven Menschen noch schwerer machen wieder gesund zu werden Confused Wenn du meine Beiträge genau gelesen hättest, hättest du zudem festgestellt, dass ich ihr einerseits geraten habe abzuwarten, ob es nicht von allein besser wird und andererseits gesagt habe, dass es bei ihr nicht so sein muss. Ich kann genauso wie du nur aus dem Schlüsse ziehen, was sie geschrieben hat, aber im Gegensatz zu dir, weiss ich seeehr gut was Depressionen sind und verleugne nicht Tatsachen, die seit Jahren wissenschaftlich erwiesen sind.

Es ist einfach so: es ist unendlich schwer jemandem, der noch nie annähernd mit solchen Problemen am eigenen Leib konfrontiert war, klar zu machen wie es sich anfühlt und wenn derjenige sich auch noch dagegen wehrt, sich also nicht darauf einlassen will, ist es einfach unmöglich. Nach dem was du schreibst, Krille, klingt es gerade so als würdest du meinen, derjenige, der sich seine Depression 'einbildet', würde diese Melancholie genießen... das ist wahnwitzig, wenn man einmal daran denkt wieviele Menschen sich deswegen das Leben nehmen.

Deine Ratschläge ringen mir nur ein müdes Lächeln ab. Darauf kann jeder von selbst kommen, der einigermaßen Verstand hat... das was du da sagst wird jedem Depressiven ständig zugeredet, hat aber noch keinem geholfen.


Zuletzt bearbeitet von Kitana am 08 Jul 2005 - 18:02:20, insgesamt einmal bearbeitet
krille
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Anmeldungsdatum: 12.11.2004
Beiträge: 404

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 18:01:33    Titel:

Kitana hat folgendes geschrieben:
*kopfschüttel* Du willst mir doch nicht ernsthaft erzählen, dass es normal war, dass ich mich fast 3 Jahre zuhause eingesperrt habe und nicht ans Telefon gegangen bin...


Nein, habe ich doch nie behauptet. Deinen Fall würde ich aber ganz anders einordnen als den hier beschriebenen.

Kitana hat folgendes geschrieben:
So leid es mir tut, du scheinst in der Sichtweise, dass es das einfach nicht gibt derart festgefahren zu sein, dass man mit reden und erklären nicht mehr weiterkommt.


Ich habe nicht behauptet das es keine Depressionen gibt, die Ursache ist dann aber bei psychischen Störungen zu finden.
Ein Großteil der Volkskrankheit "Depression" ist einfach nur eine Verstimmung, natürlich nicht weniger gefährlich trotzdem eine Krankheit die man selbst besser analysieren und bekämpfen kann als es ein externer könnte.
Das kann man am besten daran denken das die Betroffenen wissen was Sache ist (ich weine ohen Grund, ich unternehme nix mehr..) sich gleichzeitig aber unverstanden fühlen. Meinst Du ernsthaft ein "ja ich weiß genau wie sie sich fühlen.. nehmen sie diese Pillen hier" - Psychologe ist dann die Lösung?
Kitana
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Anmeldungsdatum: 18.06.2005
Beiträge: 25

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 18:44:02    Titel:

Zitat:
Nein, habe ich doch nie behauptet. Die Frage ist doch kommt man da alleine heraus oder muss man zu fremden gehen oder zu Pillen greifen.


Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Manchen hilft es nicht, anderen aber umso mehr, zB Menschen, die sonst niemanden haben mit dem sie darüber sprechen könnten.


Zitat:
Ich habe nicht behauptet das es keine Depressionen gibt, die Ursache ist dann aber bei psychischen Störungen zu finden.


Jemand, der depressiv ist, hat nicht zwingend andere Störungen. Manche werden einfach so, aus heiterem Himmel, depressiv, andere kommen mit ihrer Lebenslage/Stress/Beziehung/Familie nicht zurecht, wieder andere erkranken daran, weil sie etwas schlimmes erlebt haben. Man kann manchmal gar nicht 100%ig festmachen, warum man erkrankt ist. Außerdem gibt es auch noch die depressive Veranlagung, d.h. wenn Familienmitglieder depressiv sind/waren, steigt das eigene Risiko.

Zitat:
Ein Großteil der Volkskrankheit "Depression" ist einfach nur eine Verstimmung, natürlich nicht weniger gefährlich trotzdem eine Krankheit die man selbst besser analysieren und bekämpfen kann als es ein externer könnte.


Jemand, der erkrankt ist, tut von früh bis spät nichts anderes mehr als sich selbst zu analysieren und es führt nirgends hin, weil man irgendwann das Gefühl hat im Kreisverkehr gelandet zu sein und keine Ausfahrt ist in Sicht. Wie soll jemand, der sich seinen eigenen Gedanken ausgeliefert fühlt und sich innerlich pausenlos selbst fertig macht die Kraft dazu haben dagegen 'anzukämpfen'? Oder mal anders formuliert: wenn ich mir die ganze Zeit einrede, was für ein Versager ich doch bin, meinst du ich bringe dann noch genug Selbstbewusstsein auf für mich selbst einzutreten? Woher solls denn kommen? Ich gebe dir aber recht, wenn du sagst, dass die meisten lediglich unter einer 'Verstimmung' leiden: die sollte man aber ebenso wenig kleinreden oder verleugnen und das, was Makilaa geschildert hat klingt nicht so als sei sie bloß ein bisschen 'schlecht drauf'.

Zitat:
Das kann man am besten daran denken das die Betroffenen wissen was Sache ist (ich weine ohen Grund, ich unternehme nix mehr..) sich gleichzeitig aber unverstanden fühlen.


Bis die Betroffenen wissen, was Sache ist, ist meistens ein halbes Jahrhundert ins Land gezogen und wenn sie es wissen, sind sie meistens auch nicht viel schlauer als vorher - zumindest bezüglich der Frage wie sie damit umgehen sollen.

Zitat:
Meinst Du ernsthaft ein "ja ich weiß genau wie sie sich fühlen.. nehmen sie diese Pillen hier" - Psychologe ist dann die Lösung?


Nein, das ganz sicher nicht. Ich war einmal bei einem Psychiater, der sich eine halbe Stunde angehört hat, was ich zu sagen hatte und mir dann wortlos ein Rezept über den Tisch geschoben hat. Andererseits hatte ich Therapeuten, bei denen ich das Gefühl hatte sie fangen vor lauter Mitleid gleich selbst noch an zu heulen (wems gefällt). So sollte das eigentlich nicht laufen. Im Optimalfall findet man jemanden, der mit einem auf einer Wellenlänge ist und einem Mittel und Wege zeigt sich ein Stück Lebensqualität zurück zu gewinnen, der einem vielleicht auch einfach nur zuhört, der einen auch mal auf unangenehme Dinge stößt und einen trainiert Dinge aus anderen Perspektiven zu betrachten. Was man braucht und erwartet, kann aber auch wiederum stark variieren von Patient zu Patient.
Makilaa
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Anmeldungsdatum: 07.07.2005
Beiträge: 33

BeitragVerfasst am: 08 Jul 2005 - 19:03:15    Titel:

Also ich muss sagen, dass alleine die Tatsache, dass hier schon einige Menschen meine Zeilen ernst genommen haben, mir einige Tipps gegeben haben oder auch nur gesagt haben, dass sie schon mal ähnlich gefühlt haben, macht mir Hoffnung...das sich die Situtation ändert..
Vor allem Kitana und Lunaluna danke ich hier ganz arg auf diesem Weg...

Wie viele auch gesagt haben, diejenigen, die noch nie in einer solchen Situation gewesen sind, können nicht verstehen, warum man dies und jenes macht oder über so viel nachdenkt..
Jeder noch so kleinste Kleinigkeit die einen irgendwie beschäftigt wird analysiert, das kenn ich auch teilweise...und ich habe das Gefühl irgendwann geht nichts mehr-das ist der punkt wo einem die tränen kommen-ohne eigentlichen Grund..

@krille: zum Thema Heulen..es wäre schön wenn man es einfach abstellen kann, aber es geht nicht...Hast du etwas noch nie etwas gemacht, weil du nicht anders kannst und obwohl du es garnicht willst???
Danke übrigens für deine Meinung das ich spinne: Nur weil es etliche Menschen auf der Welt schlechter haben als ich, darf ich nicht meine Träume haben, die mich wenigstens mal kurz von all dem hier ablenken und an denen ich mich erfreuen kann???
Ein solches Leben wäre mit Sicherheit ein klarer Rückschritt..aber wenn es (nicht nur auf meine Person bezogen)die Menschen glücklich machen würde ihren Träumen zu folgen..??Ist das schlecht??

Zum Thema Studium: Sicher ich könnte das Abi nachholen, aber es wird mittlerweile für ein solches Studium ein einer halbwegs gescheiten Uni ein dermaßen hoher NC verlangt..und ich glaube nicht dass ich dann nach sagen wir mal drei Jahren aus der Schule hinaus, ein Einser Abi aus dem Ärmel schüttele...

Zum Thema recht machen: Klar sollte man an erster Stelle an sich denken, aber soll ich die Menschen die mir all die Jahre unterstütz haben und mir alles gegeben haben einfach so vor den Kopf stossen???Als ob sie mir egal wären?

Ich weiss auch nicht was du machst wenn du krank bist...evtl. Geht eine Grippe bei dir durch gutes Zureden wieder weg...ich muss dann schon mal zum Arzt gehen, wie die meisten Leute auch...

Es stimmt schon, dass man sich eigentlich selbst nur mit allem was man macht fertig macht..aber wenn es nicht anders geht???
Ich gehe ja raus mit Leuten und unternehme sachen..aber meist obwohl ich keine lust habe...Ich bin nicht glücklich und es ist als ob irgendwas fehlt in meinem Leben-nur leider weiss ich nicht was es ist...
Bevor ich 18 geworden bin gab es eine Zeit in der ich wirklich NICHTS gemacht habe und wo es mir bei weitem noch schlechter ging als heute...da habe ich mich wirklich isoliert..
Aber heute sind meine gedanken auch völlig anders..eben schwer zu erklären und schwer für andere zum nachvollziehen...
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